Leserundenfazit, Rezensionen (ohne Spoiler)

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    Bitte achtet darauf, nichts Wichtiges zu verraten. Diesen Thread lesen evtl. auch Personen, die das Buch noch nicht gelesen haben, aber es noch tun wollen!

  • Inhalt
    Schon seit seiner Kindheit besitzt der 35jährige Joshua Benning, der als Streetworker Problemkinder betreut, übersinnliche Fähigkeiten – er kann Geister sehen. Daher wird er auch des Öfteren von Erich Salberg, Leiter der Mordkommission im Ruhrgebiet, zu schwierigen Fällen hinzugezogen. Doch bei der neuen Mordserie an jungen Frauen kann Joshua mit seiner Gabe erstmals auch nicht weiterhelfen. Obwohl ihn seine Arbeit im Jugendamt und seine Schützlinge voll in Anspruch nehmen, versucht er gemeinsam mit der jungen Polizistin Lea Schmidt dem grausamen Mörder auf die Spur zu kommen.


    Meine Meinung
    Mit ihrem neuen Buch „Ruf der Geister“ hat die Autorin Tanja Bern einen spannenden „Mystery-Krimi“ vorgelegt, der auf sehr gelungene Weise die fesselnde Kriminalhandlung mit mystischen, paranormalen Elementen kombiniert.
    Äußerst reizvoll ist auch das Lokalkolorit des Ruhrgebiets eingefangen, das in den atmosphärisch dichten Beschreibungen vieler Schauplätze das besondere Flair dieser Region einfängt und sehr gut als stimmungsvolle Kulisse für diesen Mystery-Krimi dient.
    Sehr differenziert und lebensnah sind durchweg die Charaktere in diesem Krimi ausgearbeitet. Durch ihre besonderen Eigenheiten und gewissen Schwächen bekommen die vielschichtigen Hauptfiguren eine besondere Tiefe und wirken auf mich sehr authentisch und sympathisch. Vor allem der wunderbare Charakter von Joshua Benning und seine engagierte, emotional aufreibende Arbeit als Streetworker haben mich sehr beeindruckt. Sehr gut passt auch seine übersinnliche Gabe in die Geschichte, die ihn zwar oft sehr belastet, sich vor allem aber bei seiner Kontaktaufnahme mit den Mordopfern als nützlich erweist. Sehr geschickt hat die Autorin neben der Kriminalhandlung auch verschiedene Episoden aus Joshuas Arbeitsumfeld eingeflochten, das sehr realistisch beschrieben wirkt. Hierdurch werden wir auch mit den bedrückenden Einzelschicksalen seiner jugendlichen Schützlinge konfrontiert und lernen das Milieu kennen, in dem sie sich bewegen.
    Sehr gelungen und fesselnd fand ich die vielschichtige Gestaltung der Kriminalhandlung. Sehr mysteriös sind die in die Geschehnisse eingefügten, kursiv hervorgehobenen Erinnerungen und Traumsequenzen, deren Zusammenhänge und Bedeutung für die Morde man anfangs nicht zu deuten weiß. Hierdurch gelingt es der Autorin hervorragend, bei uns für Verwirrung beim Miträtseln zu sorgen und uns kurzzeitig auf eine falsche Fährte zu locken. So musste ich mehrfach meine frühen Verdachtsmomente in Frage stellen, so dass der Fall bis zum fesselnden Showdown spannend blieb und noch einige Überraschungen für mich bereithielt. Die Auflösung des sehr interessanten und komplexen Falls und die Erläuterung der Beweggründe des Serienmörders waren in sich schlüssig und auch die psychologischen Hintergründe nachvollziehbar.
    Schön, dass der Fall in sich abgeschlossen ist, man sich aber auf ein Wiedersehen mit einigen interessanten und sympathischen Charakteren freuen darf.


    Fazit
    Ein Mystery-Krimi mit einem stimmungsvollen, mystischen Flair, dem richtigen Schuss Lokalkolorit und sehr authentischen, berührenden Charakteren. Ein fesselnder, sehr lesenswerter Krimi mit viel Tiefgang!


    Zur Leserunde
    Mir hat das gemeinsame Lesen mit Euch viel Spaß gemacht. :)
    Ich möchte mich auch noch einmal sehr herzlich für Dein besonderes Engagement bei der Begleitung dieser netten Leserunde bedanken, Tanja. :-*
    Ich freue mich schon sehr auf den 2. Teil!!! ;D

  • Inhalt:
    Joshua Benning, der als Streetworker arbeitet, besitzt seit Kindheit übersinnliche Fähigkeiten: er kann die Geister von Verstorbenen sehen, bei ermordeten Opfern kann er die letzten Minuten ihres Todes miterleben und ihre Mörder sehen. Eine Gabe, die zwar belastend ist, aber auch zur Überführung der Täter sehr hilfreich ist, daher arbeitet er inoffiziell mit der Polizei zusammen.
    Bei den jüngsten Mordfällen versagt jedoch seine Gabe, es ist ihm nicht möglich, den Mörder der jungen Frauen zu erkennen. Gemeinsam mit den Polizisten Erich Salberg und Lea Schmidt macht er sich auf die Suche nach dem Täter.


    Meine Meinung:
    „Ruf der Geister“ ist mein erster Roman von Tanja Bern – aber sicherlich nicht der Letzte. Die Krimihandlung spielt im Ruhrgebiet um Gelsenkirchen, die um übersinnliche Elemente erweitert wird. Der Autorin gelingt es perfekt, Spannung und Mystery miteinander zu verknüpfen.


    Ich hatte zwar relativ früh einen Verdacht, um wen es sich bei dem Mörder handeln könnte, der sich schlußendlich auch bestätigt hat, aber dennoch war es spannend, die Ermittlungen der Polizei mit Unterstützung durch Joshua zu verfolgen und darüber zu rätseln, ob die Hinweise, die sich ergeben, die Ermittler auf die richtige Spur führen oder nur der Verwirrung dienen. Das Ende war spannend und sehr traurig, aber auch versöhnlich und stimmig – ich gebe zu, ich habe das ein oder andere Taschentuch für den Schluß gebraucht.


    Das Ende des Buches hat mich in jedem Fall zum Nachdenken angeregt, wie es zu so einem Drama hat kommen können und ob man es hätte verhindern können.


    Für mich lag der Fokus bei diesem Buch nicht alleine auf der Krimihandlung, sondern auch auf den gefühlvollen Beschreibungen von Freundschaft und Liebe, Hoffnung und Glaube an den Menschen, aber auch von Psychoterror und Gewalt in der Familie.


    Der Hauptprotagonist Joshua Benning hat mir sehr gefallen: ich denke, er entspricht dem idealen Wunschbild eines Partners für jede Frau – teilweise war er schon fast zu perfekt. Zudem ist er sensibel, einfühlsam und setzt sich intensiv als Streetworker für das Wohl seiner Schützlinge auf der Straße ein. Aber auch Lea Schmidt konnte mich mit ihrer lockeren und unkomplizierten Art überzeugen. Weiterhin hat mir Erich Salberg gut gefallen, ein Freund von Joshuas Vater, der als Kommissar an Joshuas Fähigkeiten glaubt und diese für seine Ermittlungen zu schätzen weiß – von ihm hätte ich gerne noch etwas mehr erfahren.


    Die Autorin hat angekündigt, daß es einen zweiten Band um Joshua geben wird: ich freue mich darauf, ihn wiederzutreffen und seine, sowie die Entwicklung der Anderen, weiterzuverfolgen. Ich bin gespannt, wie sich die Geschehnisse aus „Ruf der Geister“ auf die Protagonisten auswirken werden, denn eines ist nach dem Ende klar: sie werden nicht einfach wieder zur Tagesordnung übergehen können, sondern die Folgen werden noch lange Einfluss auf sie nehmen.


    Wer einen Regionalkrimi mit mysteriösen Einschlägen und viel Gefühl sucht, ist mit diesem Buch sicherlich gut bedient.


    Zur Leserunde:
    Die Leserunde war wieder klasse. Ich weiß nicht, ob ich ohne euch so schnell auf den wahren Täter gekommen wäre. Außerdem war es wieder spannend zu erfahren, wie die Geschehnisse aus dem Buch auf die einzelnen Leser gewirkt haben bzw. wie unterschiedlich sie teilweise interpretiert wurden.
    Ein herzliches Dankeschön an dich, Tanja, daß du uns so tatkräftig und geduldig unterstützt hast. Ich hoffe, wir lesen auch den zweiten Band um Joshua wieder gemeinsam oder treffen uns bei einer anderen Leserunde von dir wieder.


    Meine Rezension steht bei:
    Amazon
    LovelyBooks
    Großes Literaturschock-Bücherforum

  • Auch ich möchte mich ganz herzlich bedanken für die Leserunde, die mir viel Spaß gemacht hat!


    Zum Buch:
    Joshua hat eine ganz besondere Gabe: Er kann Geister sehen. Und er kann die Mörder ermordeter Menschen sehen, weswegen er immer wieder von der Polizei um Hilfe gebeten wird. Doch bei einer aktuellen Mordserie versagen seine Fähigkeiten.


    Leseeindruck:
    "Ruf der Geister" ist eine gelungene Mischung aus Krimi und Mystery-Roman, wobei für mich der Krimi eher etwas in den Hintergrund rückte.
    Dafür werden die Figuren näher beleuchtet, und man lernt sie viel besser kennen als die Ermittler in anderen "normalen" Krimis. Joshua war mir von Anfang an sympathisch, und die Beziehung von Joshua und Lea ist sehr schön beschrieben, so dass auch die Romantik nicht zu kurz kommt.
    Dieses Buch hat mich positiv überrascht und ich werde sicherlich noch weitere Bücher von Tanja Bern lesen. :)

  • Meine Rezension:


    Inhalt: Joshua arbeitet als Streetworker und unterstützt junge Menschen auf ihrem Weg. Doch er hat zudem noch eine besondere Gabe, er kann Geister sehen und setzt diese Gabe auch ein, um der Polizei zu helfen, denn er kann auch die Seelen ermordeter Menschen sehen. Doch dieses Mal bekommt er es mit einem besonderen Fall zu tun, der ihm auch persönlich zu schaffen macht.
    Ihm zur Seite steht die junge Polizistin Lea, für die er immer mehr Gefühle entwickelt.


    Meine Meinung: Ich habe den Inhalt jetzt mit Absicht kurz gehalten, um die Spannung des Buches nicht vorwegzunehmen.
    Das Buch war der erste Kriminalroman, den ich von Tanja Bern gelesen habe, und ich war angenehm überrascht. Wie auch schon in ihren Fantasybüchern hat mir besonders der flüssige Schreibstil von Tanja gefallen, so daß der Leser sofort Bilder beim Lesen vor Augen hat. Zudem gehen die Kapitel so spannend ineinander über, daß ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Aber auch die Romantik kommt nicht zu kurz oder die eine oder andere humorvolle Szene. Ein Buch also, wo beim Lesen viele Emotionen hochkommen, Spannung, Grusel, Romantik, Berührung.


    Der Krimi spielt im Ruhrgebiet, und da ich das Ruhrgebiet auch schon bereist habe, war mir alles sehr vertraut beim Lesen. Aber man muß das Ruhrgebiet nicht bereist haben, um den Roman zu mögen. Wer das Ruhrgebiet nicht kennt, lernt es durch Tanjas bildhafte Schreibweise kennen.


    Für mich war es einer der besten Kriminalromane, die ich in den letzten Jahren gelesen habe.
    Auch habe ich die beiden Protagonisten sofort ins Herz geschlossen.


    Leserunde: Im übrigen hat mir auch die Leserunde sehr gefallen, es ist immer spannend, über das Gelesene sich zu unterhalten und Hintergrundwissen zu bekommen!


    Tja, Tanja, ich glaube um eine Fortsetzung von Ruf der Geister kommst Du nicht mehr drum rum.


    :-):D

  • Ich folgte dem Ruf der Geister,


    und war plötzlich in einem Albtraum, der mich in das Geschehen des Romans zog.
    Es ist einer von Joshuas Träumen, einem Mann, der die Gabe hat, Geister zu sehen. Wie der Traum zeigt, ist dies für ihn zwar ein Fluch, aber kein Segen, denn er erlebt in seinen Träumen Morde aus der Sicht der Opfer.
    Ein Segen ist es vielleicht für die Polizei. Es gibt tatsächlich einen Kriminalisten, der diese Gabe akzeptiert und Joshua zu Fällen hinzu zieht, um durch ihn eine Beschreibung des Täters zu erhalten. Diesmal kann Joshua helfen, aber dann beginnt eine grausame Mordserie, in der es ihm nicht gelingt, den Mörder zu erkennen. ......


    Joshua ist ein sehr sympathischer Protagonist. Als Leser kann man seine Verzweiflung gut nachvollziehen. Dazu kommt, dass er in seiner Arbeit als Streetworker mit Leidenschaft aufgeht. Er versucht die Kinder zu retten und wenn es ihm nicht gelingt, ist es als sei ein eigenes Kind verstorben. Dieser Mann muss Nerven wie Drahtseile haben und eine sehr gesunde Psyche um das alles durchzustehen. Sein Gerechtigkeitssinn und die Bereitschaft für anderen zu helfen ohne an sich zu denken, bedeutet aber auch die Regeln nicht immer genau zu nehmen und hat auch dazu geführt, dass er noch oder besser wieder allein lebt.
    Für alle Romantiker gibt es da auch eine Frau, die vielleicht die Richtige ist. Es macht Spaß diesen einfachen und unkomplizierten Umgang der beiden zu erleben. Eine Frau, die diesem Alltagshelden mit mystischer Gabe eine ebenbürtige Partnerin ist.
    In die Handlung eingeordnet sind Schicksale seiner Schützlinge und ein nettes Kollegenteam.


    Neben den Problemen Joshuas und seiner Schützlinge lernen wir ein gequältes Kind kennen, das große Probleme hat. In Zwischenabschnitten lesen wir wie es von seiner Schwester tyrannisiert wird. Ich selbst kann mir gar nicht vorstellen, dass Geschwister so handeln können. Wie kaputt muss diese Schwester sein und wer machte sie so kaputt, dass sie ihrem Bruder so etwas zufügt. Es waren die Abschnitte, die das Buch für mich grusliger machten als die Geister, welche Joshua besuchen.


    Netterweise ist die Autorin bereit, dem Leser auch Pausen zu gönnen in der das Leben einfach verläuft und sich auch ein Lachen durchbricht. Eine der schönsten Szenen für mich war die Beschreibung des Umgangs Joshuas mit seiner Nichte. Er hat Angst, dass sie auch so eine Gabe geerbt hat und versucht nun herauszubringen, ob sie Geister sieht oder ein ganz normales Kind ist. Wenn man das liest, dann möchte man wieder fragen, warum sind so wenig Männer in Kindergärten und Grundschulen. Leider ist diese Szene sehr kurz. Ich hätte gern mehr gelesen über Trollhütten bauen und Geister in Speisekammern.


    Der Krimi an sich ist ziemlich gradlinig und deshalb etwas durchschaubar. Der Showdown erinnerte mich an Fernsehserien. Aber das tut dem Buch keinen Abbruch. Es ist flüssig geschrieben und das Hauptaugenmerk liegt wohl eher in der Auseinandersetzung mit den Schattenseiten unserer Psyche und dem Wert, den Kinder haben, die eben in manchen Familien, sei es auch nur aus Unvermögen, unheilbar Schaden nehmen. Über den Wert von Freundschaft und Zusammenhalt und die Grenzen dessen.


    Fazit:


    Ein gut zu lesendes spannendes Buch, mit einer glaubwürdigen völlig unsentimentalen Liebesgeschichte, einer guten Würze aus Grusel und Humor.



    An die Leserunde,


    vielen Dank für die interessanten Diskussionen. Es macht immer wieder Spaß zu merken, wenn ein Buch über den Inhalt hinaus zur Diskussion anregt. Ich habe mit der Rezension gewartet, bis mein Mann das Buch auch gelesen hatte (er brauchte nur einen halben Nachmittag) Beim Vergleich stellte sich heraus, dass er viele Details überlesen hat und dadurch später auf die Spur des wahren Mörders gestoßen ist. auch von ihm die Aussage: Spannend geschrieben, liest sich gut. (Aber die Familienverhältnisse der Krantz hat er auch nicht geblickt, hat den selben Fehler gemacht wie ich)
    Danke an Tanja für das Eingehen auf die vielen Fragen und für die Geduld z.B. auch auf diese Rezi zu warten.
    Einen zweiten Band sollte es schon geben, denn Stoff genug ist ja da. Ich würde ihn gern lesen wollen.

  • Sooo, hier nun auch ein paar Sätze von mir:


    Zum Buch


    Hauptberuflich ist Joshua Streetworker, aber einer mit einer besonderen Gabe.. er sieht tote Menschen. Diese Fähigkeit ermöglicht es ihm, die örtliche Polizei bei Ermittlungen zu unterstützen, da er in gewisser Weise auch mit den Geistern der Opfer von Gewaltverbrechen kommunizieren kann. Eigenartigerweise lässt ihn seine Fähigkeit beim aktuellen Mordfall im Stich. Ist Joshua möglicherweise selbst in den Fall verwickelt oder ist Ihm der Täter oder die Täterin so vertraut, dass er die Wahrheit nicht sehen will ?


    Meine Meinung


    Das Buch wird mit dem Genre "Mystery-Krimi" angegeben und auch genau das ist es.
    Tanja Bern schafft einen spannenden Kriminalfall, bei dessen Lösung die besondere Fähigkeit von Joshua, Geister zu sehen, ausschlaggebend ist.


    Joshua selbst ist ein sehr sympathischer Charakter, der mit Leidenschaft und Hingabe seiner Arbeit als Streetworker nachgeht. Seine Schützlinge sind oft Opfer häuslicher Gewalt, Hintergründe sind in die Hauptgeschichte gut eingeflochten.
    Auch die Polizistin Lea ist eine interessante vielschichtige Figur, etwas chaotisch, mit Durchsetzungskraft bei der Arbeit als Polizistin.


    Sowohl die Hauptprotagonisten als auch die weiteren Figuren, die im Buch auftauchen sind nachvollziehbar und fein beschrieben. ich konnte mir zu jedem ein Bild machen, das hat den Lesefluss noch verstärkt, die Autorin hat aber auch einen wirklich schön lesbaren Schreibstil.


    Der Kriminalfall selbst ist spannend, ich hatte schon recht früh eine Ahnung, wer als Täter/Täterin in Frage kommt, der Spannungsbogen reisst allerdings nicht ab.
    Man findet auch gruselige Szenen, denkt man dabei zum Beispiel nur an die äussere Erscheinung von Opfern von Gewaltverbrechen in Geistform..


    Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen. Es war mein erstes Buch von Tanja Bern und es wird mit Sicherheit nicht mein letztes gewesen sein. Ich hoffe ganz stark, dass es noch weitere Fälle um Joshua geben wird.


    Zur Leserunde


    Wie immer ganz toll.
    Danke an die Mitleserinnen und an Tanja. Du bist sehr intensiv und mit viel Geduld und Engagement auf die Beiträge eingegangen, nochmals ganz lieben Dank dafür :winken:
    Ach eines noch... her mit dem nächsten Band ;D

    Liebe Grüße Claudia

    Einmal editiert, zuletzt von Delena ()

  • Meinung zum Buch
    Joshua Benning ist Streetworker und kümmert sich vor allem um obdachlose Jugendliche. Seit seiner Kindheit hat er zudem die Fähigkeit, Geister wahrzunehmen. Da ein guter Freund seines Vaters von seiner besonderen Gabe weiß und dieser Erich zufällig Kriminalkommissar ist, setzt er Joshua auch immer wieder bei Fällen ein, bei denen die Polizei sonst nicht recht weiter weiß. Für Joshua ist dies einerseits sehr belastend, andererseits ist er auch immer froh, wenn er helfen kann. Doch als sie mit einer Reihe von Morden an jungen Frauen konfrontiert werden, ist Joshua zum ersten Mal überfordert, denn er kann den Täter nicht richtig wahrnehmen. Gemeinsam mit Erichs Kollegin Lea Schmidt versucht er sich dennoch an der Auflösung des Falles, denn die Todesfälle lassen ihm keine Ruhe.


    Nach vielen schönen Lesestunden mit den „Sidhe des Kristalls“ war ich sehr gespannt auf dieses neue Werk von Tanja Bern, welches in eine ganz andere Richtung geht. Durch Joshuas Gabe kommt auch in diesem Buch das Mystische nicht zu kurz, dennoch spielt es eben in der Realität. Ob man an Fähigkeiten wie die von Joshua glaubt, bleibt natürlich jedem selbst überlassen, im Buch überzeugt er sein Umfeld recht schnell mit seiner erstaunlichen Trefferquote. Nur so ist es wohl zu erklären, dass ein eigentlich kritisch eingestellter Kommissar einem Außenstehenden in heiklen Fällen derart viel anvertraut und ihn so einbindet.


    An einigen Stellen ist die Handlung vielleicht etwas vorhersehbar und den geübten Krimileser wird die Aufklärung, wer der Mörder ist, sicherlich nicht überraschen. Dennoch hat das leider viel zu kurze Buch mir spannend-unterhaltsame, aber auch romantisch-amüsante Lesestunden geschenkt und ich hoffe sehr, dass es eine Fortsetzung geben wird, Potential dazu hat die Geschichte auf jeden Fall!



    Zur Leserunde

    Immer wieder schön, wie intensiv Tanja ihre Runden begleitet - vielen Dank dafür :bussi:
    Und natürlich an alle Teilnehmer für die interessanten Diskussionen!

  • Suse

    Hat das Thema geschlossen