Leserundenfazit, Rezensionen (ohne Spoiler)

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  • Wichtig finde ich, das Rezensionen nicht unhöflich oder persönlich werden, das ist mir schon passiert und war sehr unangenehm, ich meine, wir reden ja über ein Buch und nicht über mich (bzw. den Autor) als Mensch, oder?


    Hallo Katrin, :winken:


    über dieses Thema oder mögliche Auswüchse dazu muss Du Dir hier in diesem Forum wirklich keine Gedanken machen :). Die Leute hier sind anständig, ehrlich, höflich und zeigen immer Einsatz bei den LR .


    Da geht es anderswo wirklich sehr übel zu, Leute werden da beleidigt für ihre Meinung oder auch angemeldete Leser machen einfach nicht mit, sacken aber gerne trotzdem das Buch ein. Alles schon erlebt >:(.


    Deshalb ist es auch hier einfach klasse :).


    LG..starone.. :winken:

  • Da passen die Moderatoren schon auf.....
    Gehört sich ja auch so, oder? Ich kann mir gar nicht vorstellen, dass man das Buch einsackt und dann nicht mit macht. Ich habe schon ein schlechtes Gewissen, wenn ich vorweg presche oder hinterher hinke. Es macht ja auch keinen Spaß, oder? Man ist doch in einer Leserunde um in Kontakt zu sein zu anderen und sich über das Buch zu unterhalten. Wann hat man sonst schon das Glück, das gleiche Buch gelesen zu haben, das passiert manchmal noch nicht mal bei Ehepaaren :)
    Ich finde es natürlich auch besonders schön, wenn man auch von den Autoren ein Feedback bekommt. Noch dazu so ein nettes. Danke Katrin! :winken:


  • Da passen die Moderatoren schon auf.....
    Gehört sich ja auch so, oder? Ich kann mir gar nicht vorstellen, dass man das Buch einsackt und dann nicht mit macht. Ich habe schon ein schlechtes Gewissen, wenn ich vorweg presche oder hinterher hinke. Es macht ja auch keinen Spaß, oder? Man ist doch in einer Leserunde um in Kontakt zu sein zu anderen und sich über das Buch zu unterhalten. Wann hat man sonst schon das Glück, das gleiche Buch gelesen zu haben, das passiert manchmal noch nicht mal bei Ehepaaren :)
    Ich finde es natürlich auch besonders schön, wenn man auch von den Autoren ein Feedback bekommt. Noch dazu so ein nettes. Danke Katrin! :winken:


    Habe ich gerade erst erleben müssen...bei der Ebook-Leserunde. Fast 3/4 der Leute haben nicht einfach nicht gemeldet oder wenigstens geschrieben, dass es Probleme gibt egal welcher Art auch und sie deshalb später einsteigen >:(.

  • Es macht wütend, wenn man dagegen nichts machen kann, denn die verderben dann meist denen, die wirklich mitlesen wollen den Spaß und irgendwann gibt es vielleicht keine Verlosung von Freiexemplaren mehr. Im Netz weiß man ja noch nicht mal wer es ist.

  • Aus diesem Grund werten wir hier jede einzelne Runde aus. Natürlich kann jedem mal was dazwischenkommen, aber reine "Buchabstauber" haben wir dadurch hier glücklicherweise kaum.

  • Ist einer der Gründe wieso ich hier immer gerne dabei bin. Nette Leute, mit guten Manier und die wirklich auch reden/diskutieren wollen
    über Bücher und auch die Buchauswahl ist klasse für jeden ist etwas dabei. :) :-*

  • Inhalt
    Als die 16jährige Tessa im Jahr 2100 endlich auf einer Intensivstation erwacht, kann sie sich an nichts mehr aus ihrem Vorleben erinnern. Anscheinend wurde ihre Amnesie durch eine schwere Krankheit verursacht. Um ihre persönlichen Erinnerungen wiederzuerlangen, wird Tessa der junge Medi Milo als ihr Gedächtnistrainer zugeteilt. Trotz großer gemeinsamer Anstrengungen scheinen ihre Erinnerungen zunächst sehr lückenhaft zu bleiben. Nur hin und wieder sieht sie das Gesicht eines blonden Jungen vor sich, dem sie sich sehr verbunden fühlt. Erst allmählich kommen Tessa und Milo den wahren Hintergründen ihrer Amnesie auf die Spur und decken schließlich ein für sie sehr gefährliches Geheimnis auf. Was hat es mit dem Forschungsprojekt “Frozen Time” und dem mysteriösen Jungen aus ihrer Erinnerung wirklich auf sich? Auf der Suche nach ihrer Vergangenheit beginnt für Tessa ein Wettlauf gegen die Zeit …


    Meine Meinung
    Mit “Frozen Time” ist der deutschen Autorin Katrin Lankers eine sehr interessante, gut durchdachte und zugleich fesselnde Dystopie für Jugendliche gelungen, die sich erfreulich aus der Masse der veröffentlichten Dystopien heraushebt und als Einzelband in sich abgeschlossen ist.
    Überzeugen konnte mich die Autorin auch mit den im Roman angeschnittenen Themen, die zum Nachdenken und zu intensiver Auseinandersetzung anregen und zugleich reichlich Diskussionsstoff zu Themen wie Unsterblichkeit, Transplantation, Überwachungsstaat, Zukunftstechnologien und zukünftige Gesellschaftsformen liefern.
    Bereits im Prolog bekommen wir einen Eindruck davon vermittelt, wie die Welt der Vereinigten Europäischen Nationen im Jahre 2100 aussieht. Hier werden die 7 Grundpfeiler der Gesellschaft vorgestellt, die uns deutlich zeigen, dass der Fortschritt und das allgemeine Wohl der Gemeinschaft höchste Priorität hat, und jeder Einzelne sich in die Gesellschaft einzubringen und unterzuordnen hat. Ein interessantes System mit sehr festen Regeln, doch scheint auch in dieser Gesellschaft nicht alles zum Besten bestellt zu sein.
    Sehr gelungen ist der Einstieg in die Geschichte gewählt, die aus der Ich-Perspektive der Protagonistin Tessa erzählt wird. Dadurch fällt es uns leicht, in das Geschehen einzutauchen, das mit ihrem benommenen Erwachen auf der Intensivstation beginnt. Sehr gut konnte mir vorstellen, wie sich Tessa die ersten Tage in dieser fremden Umgebung gefühlt haben muss, wie befremdlich sie ihre Amnesie, all die verwirrenden Gefühle und körperliche Schwäche empfunden haben muss. Genau wie sie haben wir keine Ahnung, wer sie ist, wie sie dorthin gekommen ist. Gemeinsam mit Tessa begeben wir uns auf die verzweifelte Suche nach ihren verlorenen Erinnerungen und lernen erst allmählich ihre Umgebung und die Gesellschaft, in der sie lebt, kennen. Durch immer häufiger auftauchende Gedächtnisfetzen und ihre Ermittlungen erleben hautnah mit, wie Tessa dem überraschenden Geheimnis um das Projekt „Frozen Time“ und zugleich ihrer eigenen Identität auf die Spur kommt.
    Die Autorin versteht es hervorragend, allmählich einen Spannungsbogen aufzubauen und die Spannung weiter zu steigern, indem sie uns beim Miträtseln auf falsche Spuren setzt und auch einige unerwartete Wendungen für uns bereithält. Fast zu rasch und komplikationslos verläuft allerdings das fesselnde Finale, bei dem Tessa auf ihrer letzten Mission zu keiner Zeit mit echten Hindernissen zu kämpfen hatte. Im anschließenden Epilog erhalten wir schließlich einen gelungenen Ausblick auf Tessas Zukunft.
    In der stimmigen Auflösung werden alle wesentlichen Fragen zufrieden stellend geklärt, so dass eine Fortsetzung Geschichte zwar durchaus denkbar, aber keineswegs notwendig ist.
    Die gut ausgearbeiteten Charaktere, die insgesamt sehr lebendig und authentisch wirkten, fand ich sehr gelungen. Vor allem die interessante und sehr selbstbewusste Protagonistin Tessa, die anfangs noch sehr distanziert wirkte, entwickelte im Laufe der Geschichte zunehmend Profil und wurde mir immer sympathischer.
    Sehr fasziniert hat mich die hochtechnisierte Science-Fiction-Welt, die uns von der Autorin sehr anschaulich und mit vielen in sich stimmigen, gut recherchierten Details beschrieben wird.


    Fazit
    Eine fesselnde, gut durchdachte Dystopie für Jugendliche, die uns in eine faszinierende Science-Fiction-Welt entführt. Sehr empfehlenswert!


    Zur Leserunde:
    Vielen Dank für die tolle, intensive Leserundenbetreuung Katrin!
    Mir hat es viel Spass gemacht mit Euch über dieses tolle Buch zu diskutieren!

  • Hier kommt endlich meine Rezi. Es tut mir leid, dass es so lange gedauert hat, aber ich habe es vor meinem Weiterbildungsblock einfach nicht geschafft. Das nächste halbe Jahr werde ich mich wohl auch nicht mehr für eine Leserunde anmelden. Ich bin dann viel zu gestresst dafür und kann mich einer Runde gar nicht so widmen, wie ich es sonst tue... :-[


    Worum geht es?
    Die 16-jährige Tessa erwacht im Jahre 2100 in einer Welt, in der es nach der großen Pockenepidemie die oberste Priorität der Vereinten Europäischen Nationen ist ihre Bürger gesund zu halten. Fast alle Krankheiten sind ausgerottet.
    Als Tessa aufwacht erinnert sie sich an nichts. Ihr Gedächtnis ist ausgelöscht. Das Einzige voran sie sich erinnert, ist an das Gesicht eines Jungen, das sie aber nicht zuordnen kann. Als der Arzt Milo versucht ihr dabei zu helfen sich zu erinnern, erfährt Tessa nach und nach, warum sie auf der Intensivstation aufgewacht ist und das sie an dem Projekt "Frozen Time" teilgenommen hat. Die Erinnerung an den Jungen stammt aus ihrer Vergangenheit und sie versucht sich an alles zu erinnern...


    Meine Meinung
    Als großer Fan von Dystopien, war schnell kar, dass ich dieses Buch lesen muss, nachdem ich mehr darüber gehört habe. Der Klappentext war direkt nach meinem Geschmack, auch wenn er mich etwas in die Irre geführt hat.


    Der Einstieg ist dabei gut gewählt. Man begleitet Tessa, wie sie erwacht und sich an nichts erinnern kann. Direkt konnte ich mich in sie hineinversetzen und fühlte mit ihr. Nach und nach erfährt man zusammen mit Tessa mehr über ihre Welt und ihre Hintergründe. Der ganze Weltenentwurf ist sehr faszinierend und insgesamt gut ausgearbeitet.
    Genrell mag ich es, wenn Bücher aus der Ich-Perspektive geschildert werden, was hier der Fall ist. So begleitet man Tessa hautnah.
    Sie mochte ich von Anfang an.
    Milo dagegen war mir zuerst sehr unsympathisch, da er nur an seine Karriere und die Regeln denkt. Nach und nach verändert er sich und lässt auch mal Emotionen durchblicken, sodass mich sein Verhalten doch hin und wieder überrascht hat.


    Das Setting ist durchweg gelungen und es hat mir großen Spaß gemacht mehr über Tessas Welt zu erfahren und mit ihr zusammen die Verstrickungen rund um das Projekt "Frozen Time" zu entdecken. Das Ende ist für meinen Geschmack zwar etwas zu vorhersehbar und verläuft zu glatt, ist aber durchweg gelungen. Da es auch immer wieder Überraschungen gibt, war ich durchweg gefesselt.


    Durch einen einfachen und lockeren Schreibstil fliegen die Seiten beim Lesen nur so dahin. Katrin Lankers schafft es medizinisches, mit einer fiktiven Welt und einer guten Idee sehr gut zu kombinieren, sodass mir "Frozen Time" sehr gut gefallen hat.


    Mein Fazit
    Wer nach einer guten Dystopie sucht, die ihren Schwerpunkt auf die Gesundheit der Bevölkerung und einer tollen Welt legt, aber auch überraschen kann, der sollte sich "Frozen Time" nicht entgehen lassen. Mir hat das Buch vor allem auch deswegen gefallen, weil es endlich mal ein Einzelband ist. Das Ende ist schlüssig und so konnte ich es mit einem guten Gefühl zuklappen.


  • Aus diesem Grund werten wir hier jede einzelne Runde aus. Natürlich kann jedem mal was dazwischenkommen, aber reine "Buchabstauber" haben wir dadurch hier glücklicherweise kaum.


    Genau. Manche finden uns dann zwar hin und wieder zu streng, aber ihr habt keine Vorstellung davon, was das Orga-Team hier an Mühe und Arbeit reinsteckt, damit das hier so rund läuft ;)

  • Sorry für meine späte Rezension! :-[


    Wir befinden uns im Jahr 2100. Die 16jährige Tessa erwacht auf einer Intensivstation, kann sich aber an nichts erinnern. Man erzählt ihr, sie hätte eine schwere Infektion gehabt, infolge derer sie ihr Gedächtnis verloren habe. Um ihr zu helfen, ihre Erinnerungen wiederzufinden, wird ihr der junge Arzt Milo zur Seite gestellt. Gemeinsam gehen sie die verschiedensten Techniken durch, besuchen Orte, die Tessa kennen müsste – doch nichts funktioniert, der Zugang zu ihren Erinnerungen bleibt Tessa verschlossen. Nur ein Gesicht blitzt immer wieder vor ihren Augen auf, doch wer ist oder war dieser Junge und in welcher Verbindung steht Tessa zu ihm?


    Die Welt im Jahr 2100 hat sich im Vergleich zu heute ziemlich gewandelt, aber nicht unbedingt zum Schlechten. Die Gesellschaft hat sich vom Modell der Familie getrennt, nach einer verheerenden Pocken-Epidemie ist die Gesundheit der Menschen einer der Eckpfeiler der neuen Gesellschaftsordnung. Jeder hat sein Bestes zum Wohl der Gesellschaft beizutragen. Für Individualität und freie Entscheidungen ist in diesem System allerdings wenig Platz, das Wohl des Ganzen steht über dem Wohl des Einzelnen, dafür wurden aber die meisten Krankheiten besiegt und jeder ausreichend Nahrung und sonstige Bedarfsgegenstände auf Knopfdruck.


    Die Geschichte beginnt spannend und das Rätsel um Tessas Vergangenheit hält das Spannungsniveau auch weiterhin konstant hoch. Nach und nach kristallisiert sich eine Verbindung zu einem medizinischen Projekt heraus, aber die genauen Zusammenhänge erschließen sich dann erst am Ende.


    Tessa und Milo als Hauptfiguren blieben mir ein wenig zu blass, vor allem Milo, dem ich über weite Strecken des Buches nicht wirklich vertrauen konnte, da mir seine Motivation nicht wirklich klarwurde.


    Immer wieder tauchen Hindernisse auf der Suche nach Tessas Erinnerungen auf, diese werden allerdings meist recht schnell überwunden. An einigen Stellen erschien mir das fast zu leicht und ich hätte mir etwas mehr Tiefe gewünscht. Gerade am Ende fand ich es erstaunlich, wie einfach Tessa schließlich an ihr Ziel kommt. Dennoch wurde ich gut und spannend unterhalten.


    Angenehm finde ich, dass es sich hier um einen Einzelband handelt und nicht mal wieder um den Auftakt zu irgendeiner Reihe. Die Welt, in der die Handlung spielt, würde allerdings durchaus noch Raum für eine weitere Geschichte hergeben – die ich dann auch gerne lesen würde!

    zur Leserunde

    Hier wurde toll diskutiert, ich fand die verschiedenen Meinungen sehr interessant! Danke an Katrin für die Begleitung!

  • Suse

    Hat das Thema geschlossen