1: Prolog bis Kapitel 7 (bis Seite 70)

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  • Hallo miteinander,


    hier treffen wir uns ab dem 27. September 2013 zur Leserunde mit dem Buch "Das Bild der Erinnerung".
    Ich begrüße alle Teilnehmerinnen und natürlich ganz besonders die Autorin Micaela Jary, die uns hier begleiten wird. :winken:


    Bitte lest Euch kurz vorher nochmal die Informationen zu Leserunden und auch die neuen Ausführungen zur Netiquette durch. Postet hier bitte erst, wenn Ihr angefangen habt und etwas zu dem Buch zu sagen oder Fragen habt. Die Beiträge „Buch liegt bereit, ich fange heute abend an“ ziehen das Ganze zu sehr in die Länge und passen besser in den Buchvorschlag.

    Hier könnt Ihr vom Anfang bis einschließlich Seite 70 schreiben.
    Spoilermarkierungen sind aufgrund der Seitenbeschränkung nicht vorgesehen.


    Falls Ihr wegen der Anrede unsicher seid: Die Autorin darf mit "Du" angeredet werden.


    Ich wünsche uns allen viel Spaß beim Lesen! :)


    Viele Grüße von Annabas :winken:

  • Hallo miteinander,


    Dann mache ich den Anfang. :)


    Bei den drei verschiedenen Zeitebenen musste ich mich ganz schön konzentrieren beim Einlesen, aber es fiel mir dann doch leicht. Aber ich habe mir doch sicherheitshalber eine Namensliste angelegt, nicht dass ich mit den unterschiedlichen Familiengenerationen noch durcheinander komme.


    Es gibt gleich mehrere geheimnisvolle Ereignisse und ich bin sehr gespannt, wie sich alles zusammenfügen wird. Philip Coleman und Fee waren einmal ein Paar, und von Fee hatte ich zunächst keine sympathische Vorstellung. Philip vergleicht sie mit der bösen Märchenfee, aber als sie in einem späteren Kapitel auftaucht, wirkt sie ganz in Ordnung. Also werde ich warten müssen, bis ich auch ihre Seite der Geschichte kennen lerne.


    Gefallen hat mir, dass wir das "Bild der Erinnerung" gleich im ersten Kapitel vor uns sehen können. Wenn es 1926 gemalt wurde, kann es ja keinen der bisher beschriebenen Menschen darstellen - ich frage mich, um welche Erinnerungen es gehen wird. Und natürlich auch, um wessen.


    Die Personen finde ich alle sehr gut beschrieben, nur mit Anna kann ich im Moment noch nicht so viel anfangen. Aber das wird sich sicher im Lauf der Geschichte noch ändern.


    Ich freue mich schon aufs Weiterlesen!


    Grüße von Annabas

  • Hallo zusammen! :winken:


    Familiengeheimnisse sind ja eines meiner Lieblingsgenres, daher sind mir die verschiedenen Zeitspannen schon vertraut.


    Wir haben hier drei Zeitspannen, 1946 als sich Fee und Philip kennenlernen, 1961 sehen sie sich wieder und 2010 ist die Zeitepoche von Anna, die sich der Recherche des Bildes widmet.


    Bis jetzt sind mir alle Protagonisten symphatisch, nur bei Fee denke ich, dass sie vielleicht noch ein anderes Gesicht von ihr zeigt, da sie Philip ja als "Hexe" in Erinnerung hat.
    Philip hat allerdings auch eine etwas kalte Art finde ich, da ist Henry schon viel herzlicher.


    Der Schreibstil gefällt mir sehr gut, er ist flüssig und leicht zu lesen. Ich bin natürlich gespannt, wie es weitergeht und bin genau wie Anne etwas skeptisch über das merkwürdige Verhalten von Beatrice Coleman. Warum hat sie es so eilig, das Bild zu verkaufen?
    Auf alle Fälle freue ich mich schon, mit Anna die Richardson`s zu besuchen. :)


    LG Karin

  • Hallo zusammen,


    wie schön, dass ihr schon angefangen habt.


    Die Namen werden mit der Zeit eingängiger sein, weil es sich eigentlich immer nur um die selben Personen dreht. Aber eine Liste ist immer eine gute Idee. Ich glaube, ich werde das bei dem Roman, den ich gerade schreibe und der im Juli 2014 bei Goldmann erscheint, so machen. Danke für den Tipp!


    Liebe Grüße
    Micaela

    &WCF_AMPERSAND"Sehnsucht nach Sansibar&WCF_AMPERSAND", Goldmann 2012<br />&WCF_AMPERSAND"Die Bucht des blauen Feuers&WCF_AMPERSAND", Goldmann 2012<br />&WCF_AMPERSAND"Das Bild der Erinnerung&WCF_AMPERSAND", Goldmann 2013

  • Ich hatte zunächst auch den Gedanken, dass es sich bei der Frau im Pelzmantel um Fee handelt, aber sicher bin ich nicht.


    Du hast eigentlich recht Annabas. Ich habe mir die Stelle gerade nochmal durchgelesen. Ich dachte, es sei Fee, weil sie Philip ja fragte, ob er sich an damals in Berlin erinnern kann?
    Aber sie sagte auch, du bist doch Philip, wir kennen uns. Eigentlich sagt man so etwas nicht, wenn man so ein intimes Verhältnis hatte, oder?
    Jetzt hast Du mich aber zum grübeln gebracht. :-\ Da hilft nur weiterlesen. :lesen:


    LG Karin

  • Hallo :winken:


    Ich liebe das Buch jetzt schon. Die Nachkriegszeit finde ich sehr spannend und 1961 ist mein Geburtsjahr ;D Aber vor allem ist die Geschichte bisher schon sehr interessant und so toll geschrieben, das die Zeilen nur so dahinfliegen. Das Cover gefällt mir auch sehr gut, aber es ist durchaus neutral gehalten und lässt eigentlich nicht auf den Titel schließen. Allerdings wäre wohl das Bild um das es hier geht nicht als Cover geeignet gewesen ;)
    Mit den verschiedenen Zeitzonen komme ich gut klar und finde die Verknüpfung auch gut gelungen. Natürlich dachte ich auch das Phillip vor der Galerie auf Fee trifft, aber inzwischen denke ich das es durchaus auch Brigitte sein könnte. Vorausgesetzt sie ist die Frau von Henry Richardson geworden ;)


    Toll fand ich die Beschreibung der Zustände in Deutschland 1946. Die Zerstörung, aber auch der starke Wille der Deutschen ihr Leben wieder in den Griff zu bekommen. Auch die Armut die man hier gut anhand von Grete und Fee sieht. Sie mussten Zwangsuntervermieten und trotz regelmäßiger Arbeit konnten sie sich nicht die Medikamente besorgen, die Fee so dringend brauchte.


    Aber es gab auch Ausgelassenheit, allerdings nur bei den Alliierten.


    Anna ist mir sympathisch, aber noch etwas zu blass. Sie scheint in ihrem Beruf und als Mutter durchaus kompetent zu sein, aber was ihren Ex angeht wohl nicht so sehr. Bin gespannt was sie herausfindet.

  • Zitat von Annabas

    Gefallen hat mir, dass wir das "Bild der Erinnerung" gleich im ersten Kapitel vor uns sehen können. Wenn es 1926 gemalt wurde, kann es ja keinen der bisher beschriebenen Menschen darstellen - ich frage mich, um welche Erinnerungen es gehen wird. Und natürlich auch, um wessen.


    Ehrlich gesagt ich auch. Zuerst dachte ich ja Philip und Fee wären auf dem Bild gewesen und war dann ganz überrascht, das es bereits von 1926 ist.


    Zitat von Tiara

    Bis jetzt sind mir alle Protagonisten symphatisch, nur bei Fee denke ich, dass sie vielleicht noch ein anderes Gesicht von ihr zeigt, da sie Philip ja als "Hexe" in Erinnerung hat.
    Philip hat allerdings auch eine etwas kalte Art finde ich, da ist Henry schon viel herzlicher.


    Im Moment kann ich mir Fee noch nicht als "Hexe" vorstellen, aber wer weiß. Auch Philip konnte mich noch nicht sehr beeindrucken. In Berlin jedenfalls gefiel mir Henry wesentlich besser.

  • Im Moment kann ich mir Fee noch nicht als "Hexe" vorstellen, aber wer weiß. Auch Philip konnte mich noch nicht sehr beeindrucken. In Berlin jedenfalls gefiel mir Henry wesentlich besser.


    Bist jetzt kann ich sie mir auch nicht als Hexe vorstellen. Im Gegenteil, sie hat ein sehr liebenswürdiges Wesen und ist ja eher zu bedauern. Das sie sich da so wandeln sollte, kann man sich gar nicht vorstellen.


    LG Karin

  • Bist jetzt kann ich sie mir auch nicht als Hexe vorstellen. Im Gegenteil, sie hat ein sehr liebenswürdiges Wesen und ist ja eher zu bedauern. Das sie sich da so wandeln sollte, kann man sich gar nicht vorstellen.


    LG Karin


    Sie ist aber auch noch sehr jung und wer weiß was sie noch alles durchmachen muss.

  • Sie ist aber auch noch sehr jung und wer weiß was sie noch alles durchmachen muss.


    Stimmt, vielleicht ist sie aber auch durch Philip so geworden. Den wie wir ja schon auf der Feier gesehen haben, ist er kein Kind von Traurigkeit. Vielleicht hat er Fee betrogen.


    LG Karin

  • Hallo Zusammen :winken:


    Auch ich habe den ersten Abschnitt gelesen und bin schon jetzt total gefangen in der Geschichte! Der Anfang ist wirklich sehr vielversprechend.
    Momentan gefallen mir die Szenen, die in der Vergangenheit spielen, noch etwas besser. Henry, Philipp sowie Grete und Fee sind mir bisher noch recht sympathisch, wobei ich Henry noch etwas mehr mag als Philipp. Von Fee wissen wir ja noch nicht all zu viel, aber ich finde es sehr traurig, dass sie mit 17 Jahren schon den Gedanken an den Tod tröstlich findet. Ihre Eltern sind tot, es ist bitterkalt, sie ist schwerkrank, Lebensmittel sind knapp,... Natürlich ist das alles überhaupt nicht schön, und dann ist ja auch der Krieg gerade erst vorbei. Das muss eine schreckliche Zeit gewesen sein - plötzlich steht man vor dem Nichts und so viele geliebte Menschen sind tot. Das mag ich mir gar nicht vorstellen.


    Fee und Philipp scheinen also ein Paar gewesen zu sein, aber so richtig harmonisch klingt das alles ja noch nicht. Da bin ich wirklich schon gespannt, was da noch kommen wird! :lesen:


    Anna ist mir auch sympathisch, aber noch kann ich mir kein wirkliches Bild von ihr machen. Ich denke aber mal, dass sich das im Laufe der Geschichte noch ändern wird.

  • Ich liebe Bücher, die auf verschiedenen Zeitebenen spielen. Nach den ersten Seiten bin ich noch ein wenig am Sortieren der Personen, es sind ja doch ein paar - aber ich denke, das wird noch, eigentlich kann man sie alle recht gut auseinanderhalten.
    Ich neige dazu, Überschriften und somit Zeitangaben zu überlesen, aber hier werde ich mal verstärkt darauf achten, sonst bin ich bei 3 Zeitebenen wohl schnell verloren.


    Der Prolog macht gleich mal neugierig. Es liest sich so, als würde Philip sich auf diesem Bild wiedererkennen. Doch wer hat es gemalt und wie ist es in dieser Londoner Galerie gelandet? Und wer ist die Frau mit der er dann zusammenstößt?


    Die Gegenwartshandlung mit Anna hat mich dann irritiert. Wen das Bild 1926 gemalt worden ist, kann der Mann darauf ja kaum Philip sein ??? Warum hat die Erbin es so eilig mit dem Verkauf? An Annas Stelle würde mich das auch misstrauisch machen.


    Und dann ist da noch die Nachkriegshandlung in Berlin 1946. Dort treffen wir den jüngeren Philip, außerdem seinen Freund Henry (der in der Gegenwart der Großvater von diesem Oliver ist und offensichtlich der frühere Inhaber genau der Galerie, in der das Bild in den 60er Jahren verkauft wurde) und natürlich Fee bzw. Felicitas, der es sehr schlecht geht. Aber einer der beiden Männer wird bestimmt die notwendigen Medikamente besorgen und sie wird wieder gesund, davon gehe ich nun mal aus.


    Und dann wird sie wohl mit Philip zusammenkommen, aber das Ganze scheint kein gutes Ende genommen zu haben, wenn er sich später nicht sicher ist, ob sie nun eine gute oder eine böse Fee war... Aber auch sie kann nicht die Frau auf dem Bild sein, wenn wir annehmen, dass das Erschaffungsjahr des Bildes richtig ist und es sich hier nicht um eine falsche Fährte handelt.
    Ich bin verwirrt ;)



    Mit den verschiedenen Zeitzonen komme ich gut klar und finde die Verknüpfung auch gut gelungen. Natürlich dachte ich auch das Phillip vor der Galerie auf Fee trifft, aber inzwischen denke ich das es durchaus auch Brigitte sein könnte. Vorausgesetzt sie ist die Frau von Henry Richardson geworden ;)


    Ich hatte auch zuerst an Fee gedacht, aber Brigitte kam mir dann beim Weiterlesen auch in den Sinn. Da würde ja auch gut passen, dass sie ihn auf deutsch anspricht. Leider wissen wir ja noch nicht, wie Olivers Granny heißt. Aber sein Großvater sagt, sie wären seit 63 Jahren verheiratet, also seit 1947... gut möglich also, dass er sie damals in Berlin kennengelernt und kurz darauf geheiratet hat.

  • Zitat

    Es liest sich so, als würde Philip sich auf diesem Bild wiedererkennen.


    Dachte ich ja auch zuerst. Kann aber nicht sein, wenn das Bild schon von 1926 ist ???

  • Da ich nicht verraten möchte, wie die Geschichte weitergeht, erzähle ich Euch lieber etwas zum Cover: Ich finde das Cover sehr schön, aber natürlich ist es sehr neutral gehalten, wie es typisch für dieses Genre ist. Es ist ja so, dass die Verlage mit den Motiven der Cover die Zugehörigkeit zu einem bestimmten Genre klar festlegen wollen. Das heisst: Historische Romane haben eine bestimmte äußere Erscheinung, Love&Landscape, Chicklit, Freundinnen-Romane und natürlich auch Schatten der Vergangenheit-Geschichten. Deshalb bezieht sich das Cover nicht zwangsläufig auf den Inhalt eines Romans.

    &WCF_AMPERSAND"Sehnsucht nach Sansibar&WCF_AMPERSAND", Goldmann 2012<br />&WCF_AMPERSAND"Die Bucht des blauen Feuers&WCF_AMPERSAND", Goldmann 2012<br />&WCF_AMPERSAND"Das Bild der Erinnerung&WCF_AMPERSAND", Goldmann 2013


  • Da ich nicht verraten möchte, wie die Geschichte weitergeht, erzähle ich Euch lieber etwas zum Cover: Ich finde das Cover sehr schön, aber natürlich ist es sehr neutral gehalten, wie es typisch für dieses Genre ist.


    Ich finde das Cover auch wunderschön. Ich habe es hier bei der Vorstellung gesehen und dachte mir gleich, das muß ein Familiengeheimnis sein. :)
    Die Cover sind meistens so schön geheimnisvoll.


    LG Karin

  • Das war auch mein erster Gedanke, dass er sich wiedererkennt, aber so alt ist er ja noch nicht...


    Ich glaube, er hat nicht sich selbst auf dem Bild wiedererkannt, sondern die Situation. Vielleicht hat er diese Szene genauso mit Fee erlebt und hat sich daran erinnert.


    LG Karin

  • Ich glaube, er hat nicht sich selbst auf dem Bild wiedererkannt, sondern die Situation. Vielleicht hat er diese Szene genauso mit Fee erlebt und hat sich daran erinnert.


    LG Karin


    Das waren auch meine Gedanken. Möglicherweise war das Bild in Berlin irgendwo zu sehen und Fee und er haben die Szene am Wannsee nacherlebt oder nachgestellt.........wie auch immer. :)


    Die zeitlichen Ebenen haben mich anfangs etwas durcheinander gebracht, so dass ich jetzt nochmal im Schnelldurchgang nachgelesen habe und habe mir Notizen zu den unterschiedlichen Schauplätzen/Zeiten gemacht. Das soll aber kein Vorwurf sein, dass das Buch unklar wäre. Ich hatte einfach nur unaufmerksam gelesen. Ich wollte anfangen und hatte eigentlich nur unterwegs Zeit.


    Meine Lieblingsfigur ist Grete. Die Mischung aus kulturell gebildet, kämpferisch und praktischerweise sehr lebenstauglich gefällt mir. Sie hat soviel verloren und stellt trotzdem ihre Frau und kämpft für Fee. Die beiden Männer Henry und Philipp kann ich noch nicht wirklich einschätzen. Ebenso wenig Fee. Sie ist im Moment krank, verletzlich. Über ihren Charakter wissen wir noch nicht viel.


    Anna ist praktisch und eigentlich müsste sie auch Sympathieträgerin sein. Aber bei mir ist sie noch nicht so wirklich erwacht. Sei eiert meiner Meinung nach unnötig lange herum mit ihrer Expertise. Da wäre ich als Chef auch nicht gerade zufrieden mir ihr.


    Was mir sehr gut gefällt, sind die Detailinformationen zum Erstellen eines Echtheitsgutachtens und überhaupt die Thematik der Kunst aus der Weimarer Republik und vor allem, was damit im Dritten Reich und nach der Befreiung passiert ist.