6: Kapitel 40 - Ende (Seite 337 - Ende)

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  • Ich habe gestern abend noch fertiggelesen.
    Also doch Brigitte. Am Anfang dieses Abschnitts wurde es ja dann doch endlich deutlich, dass sie damals Henrys Herz erobert hat - und er ihres.


    Und auch die Geschichte des Bildes wird nun klar. Henry hat es in den 60ern Philip gegeben und als der spürte, dass es mit ihm zu Ende geht, hat er es zurückgegeben, da er es seiner baldigen Exfrau, der Mutter von Beatrice, nicht überlassen wollte. Die fühlt sich nun natürlich um ihr Erbe gebracht und hat deswegen gemeinsam mit Camilla diese ganze Nummer inszeniert. Aber schon ein bisschen dämlich, eine Kopie bei einem Auktionshaus einzuliefern, wenn es Prozessunterlagen gibt, die belegen, dass sie das Original gar nicht haben kann. Andererseits wäre sie ja damit durchgekommen, wenn Anna nicht so misstrauisch gewesen wäre.


    Der Mann vor dem Kindergarten entpuppt sich als Emilys Opa väterlicherseits. Ehrlich gesagt, fand ich den ein wenig konstruiert, das war einfach nur eine falsche Fährte, weil wir Leser natürlich automatisch annehmen, dass dieser Mann etwas mit den anderen Ereignissen zu tun haben könnte. Aber es ist doch absurd, dass er dann bei Anna anruft und ihr vorschlägt, dass Daniel und seine neue Frau das Kind zu sich nehmen. Wenn es ihm um seine Familiendynastie geht, sollte er wenigstens seinen Sohn dazubringen, dass er sich meldet und diesen Vorschlag macht. Nicht dass ich denke, dass Anna ihre Tochter dann weggeben würde, aber so ja noch viel weniger.


    Bleibt noch Fee und ihre Geschichte. Sie ist tatsächlich Annas Oma, und Christiane ist Philips Tochter, wurde aber von Fees Jugendfreund und Ehemann Hans aufgezogen.
    Hier muss ich leider auch gestehen, dass mir die Auflösung nicht so gut gefallen hat. Natürlich ist es doof gewesen, dass Philip ausgerechnet Rita mitnehmen musste, aber wie dämlich kann man denn sein, dass er an Fee vorbeifährt und tut, als würde er sie nicht sehen?! Wenn er angehalten, Rita irgendwie abgelenkt und Fee nur ein paar erklärende Sätze zugeworfen hätte, wäre das ganze Drama nicht nötig gewesen. Genauso muss ich auch sie kritisieren. Sie ist bereit, für ihre große Liebe mit nach München abzuhauen, aber sie vertraut ihm nicht genug, um seine brieflichen Erklärungen zu lesen, sondern bricht jeglichen Kontakt ab, auch zu den Menschen, die es ihr hätten erklären können, wie Philip? Dass sie im ersten Moment furchtbar enttäuscht und gekränkt war, ist verständlich und nachvollziehbar, aber dass sie später die Briefe ungelesen verbrennt, einfach nur schade für sie beide.
    Gut, sie hat letztlich ihren Frieden gemacht und ein gutes Leben gelebt, aber diese eine große Chance haben die beiden sich nehmen lassen und da tragen sie beide auch Mitschuld dran und können es nicht nur auf die - zugegeben äußerst blöden - Umstände schieben!

  • Hallo :winken:


    Ich habe das Buch auch beendet; mir hat es sehr gut gefallen. Im letzten Abschnitt werden ja nun auch alle Ungereimtheiten aufgeklärt.
    Henrys Frau ist also doch Brigitte! Die beiden passen auch wirklich gut zusammen, finde ich. Und wie schön, dass ihre Liebe so lange gehalten hat. Das ist wohl leider schon eine Seltenheit heutzutage.


    Fee und Philipp haben da weit weniger Glück. Sie lieben sich auch aufrichtig und planen eine gemeinsame Zukunft, doch dann kommt ein blöder Auftrag dazwischen. Aber hier muss ich wie Spatzi auch sagen, dass sie Recht hat. Wenn ich jemanden so richtig aufrichtig lieben würde, dann würde ich mir doch irgendetwas ausdenken oder planen, um die Situation zu entschärfen oder eben später irgendwie aufzuklären. Andererseits waren natürlich die Möglichkeiten damals ganz anders als heutzutage... Eine wirklich blöde Situation, und Fee und Philipp tun mir richtig leid.


    Anna erhält einen ziemlich unverschämten Brief von ihrem "Schwiegervater". Über diesen Brief hätte ich mich auch sehr geärgert! Und überhaupt - der Mann kann doch nicht ernsthaft denken, dass Anna sich so ohne weiteres darauf einlässt und einfach ihr Kind weggibt!? >:( Unglaublich!


    Dafür scheint sich zwischen Anna und Oliver etwas anzubahnen; das ist schön. Das wird beiden sicherlich guttun.
    Insgesamt eine sehr schöne Geschichte, die ich sehr gerne gelesen habe!

  • Hallo :winken:


    Es wird zwar alles aufgeklärt, aber so richtig glücklich bin ich mit dem Ende nicht. Irgendwie hatte ich das Gefühl es war letztendlich etwas zu sehr konstruiert und es ging mir zu schnell.


    Schön fand ich die Geschichte von Henry und Brigitte :) Eine richtig schöne Liebesgeschichte, die unheimlich viel Gefühl vermittelt hat. Die Story um Philip und Fee dagegen ging irgendwie unter. Auch hier scheint zwar tatsächliche Liebe im Spiel zu sein, aber es ging alles zu schnell . Etwas überrascht war ich, dass Fee Annas Großmutter ist und vor allem das Philip ihr Großvater ist.


    Anna und Oliver werden ein Paar, auch ziemlich schnell und der Mann der Emily aufgelauert hat, war Emilys Großvater. Ich wäre zwar nicht auf Daniels Vater gekommen, aber die Geschichte die hinter der Beobachtung liegt, hatte ich mir genauso vorgestellt. Bis die Russen ins Spiel kamen. Wer hat denn nun diese Drohanrufe getätigt?


    Mir hat das Buch wirklich gut gefallen, vor allem die "ältere" Geschichte. Es hat sich sehr gut gelesen und ich hätte noch mehr gelesen.

  • Hallo! :winken:


    Brigitte ist also Henry`s Frau. :) Schön, dass ihre Liebe so lange hält, vor allem, dass beide auch gemeinsam alt werden konnten.


    Es hat mir fast das Herz gebrochen, als Philip Fee an der Auffahrt hat stehenlassen. Aber das Fee nie die Briefe gelesen und sie verbrannt hat, das fand ich nicht schön. Ich hätte das nie ausgehalten, die Briefe nicht zu lesen, vielleicht hätte sich doch noch eine Möglichkeit für die beiden ergeben. Aber anscheinend war Fee so geschockt, dass Rita wiedermal im Spiel war und konnte das Philip nicht verzeihen.


    Das Anna und Oliver ein Paar werden, habe ich gehofft und ich finde, sie passen auch gut zusammen.


    Anna`s Schwiegervater ist ja lustig. Er denkt überhaupt nicht an Emily, sonst würde er doch ein Kind nie so hin und herschupsen wollen. >:(


    Mir hat das Buch gut gefallen, am meisten hat mich die Nachkriegszeit berührt. Ich kann mir das so schlimm vorstellen, vor dem nichts zu stehen und alles wieder aufbauen müssen. Die Leute waren so stark in dieser Zeit.


    LG Karin


  • Es hat mir fast das Herz gebrochen, als Philip Fee an der Auffahrt hat stehenlassen. Aber das Fee nie die Briefe gelesen und sie verbrannt hat, das fand ich nicht schön. Ich hätte das nie ausgehalten, die Briefe nicht zu lesen


    Ich muss gestehen, ich kann Fee hier auch nicht verstehen. Die Briefe hätte ich auf jeden Fall gelesen!
    Und vielleicht wäre dann für Fee und Philipp auch noch alles ganz anders geworden!

  • Hallo zusammen,


    nun klärt sich also alles auf.


    Dass Henry Brigitte geheiratet hat, hatte ich mir ja schon gedacht. Es ist schön zu lesen, wie gut sich die beiden nach den langen Jahren immer noch verstehen und wie sie aneinander hängen. Aber auch die Geschichte, wie sie sich in der Nachkriegszeit näher kommen, gefällt mir sehr gut. Es ist eine langsam wachsende Beziehung, die sehr tief ist und auch lange halten wird, wie wir wissen. Bei den Szenen, in denen Henry radeln lernt, musste ich schmunzeln. ;D


    Philip hatte in seinem Leben weniger Glück als Henry - er wurde ein (seiner eigenen Ansicht nach) mittelmäßiger Journalist und auch mit Fee konnte es nichts werden. Wobei ich das von beiden etwas merkwürdig finde: dass er mit Rita Berlin verlassen musste, hätte sicher erklärt werden können und Fee hätte das auch verstanden. Sie wusste ja, wie gefährlich ihr gemeinsames Unterfangen war und mit Rita im Auto war es völlig aussichtslos. Dass Fee sich so völlig weigert, die Kontaktversuche Philips zu erwidern, verstehe ich nicht ganz. Dass Grete alle Briefe versteckt und Fee erst nach ihrem Tod von ihnen erfährt, wirft auch einen Schatten auf Grete - hier hat sie Fee keinen Gefallen getan.


    Auch die Sache mit dem mysteriösen Mann, der die kleine Emily beobachtet hatte, klärt sich auf - es war ihr eigener Großvater. Aber dessen Versuch, Emily für sich bzw. für seinen Sohn Daniel zu beanspruchen, ist ja wohl völlig daneben - kein Gericht der Welt würde ihnen Emily zusprechen. Da musste ich schon den Kopf schütteln und Anna hätte bei dem Brief eigentlich in Gelächter ausbrechen müssen und nicht anfangen zu weinen.


    Insgesamt bin ich aber mit dem Ende zufrieden - und vielleicht kann Anna zusammen mit Oliver etwas von dem Glück nachholen, das Fee verloren hat.


    Grüße von Annabas :winken:


  • Gut, sie hat letztlich ihren Frieden gemacht und ein gutes Leben gelebt, aber diese eine große Chance haben die beiden sich nehmen lassen und da tragen sie beide auch Mitschuld dran und können es nicht nur auf die - zugegeben äußerst blöden - Umstände schieben!


    Da gebe ich dir recht - die Chance haben die beiden sich versemmelt.

  • Spatzi79, es ist witzig, dass du ausgerechnet die Szenen in Frage stellst, die auf einer wahren Begebenheit beruhen.


    Der Brief eines Großvaters an die Mutter seiner nicht-ehelichen Enkeltochter existierte tatsächlich in exakt dieser Form. Die Lebensumstände der betroffenen Personen waren in der wirklichen Geschichte ähnlich wie in meinem Roman. Es gibt Menschen und Verhaltensweisen, die kann man m. E. einfach nicht erfinden. Insofern hast du recht, das ist absurd, aber leider wahr.


    Und auch die Fahrt hat sich praktisch so ereignet. Die meiner Geschichte zugrunde liegende wahre Begebenheit hat mich sehr berührt, als ich sie zum ersten Mal hörte. Daraus entwickelte sich dann meine Idee.


    Mascha, die Drohanrufe kamen von Camilla bzw. ihrem Vater. Sie kam durch die russischen Kunden in der Galerie auf die Idee, Anna auf diese Weise ein wenig Angst einzujagen und ihr Gutachten zu befeuern. Auch das ist übrigens eine wahre Geschichte. Sie ist Teil eines Fälscherskandals, der vor ein paar Jahren in den Medien stand.


    Zu Philips Briefen, die Fee dann nicht mehr las. Ich bin auch ein ausgesprochen neugieriger Mensch und würde niemals - wirklich nie! - einen Brief ungelesen wegwerfen oder verbrennen. Dennoch gibt es Menschen, die so reagieren, wenn es sich um Sachen handelt, mit denen sie abgeschlossen haben. Man darf in diesem Zusammenhang nicht vergessen, in welcher Zeit wir uns befinden. Ein uneheliches Kind war nicht so selbstverständlich, wie es das heute ist, das war damals nicht einmal ein Ausrutscher. Schon gar nicht von einem alliierten Offizier. Außerdem war Fees Jugendliebe inzwischen wieder aufgetaucht; er gab ihr Sicherheit und Zuneigung, das war sehr viel zu dieser Zeit.

    &WCF_AMPERSAND"Sehnsucht nach Sansibar&WCF_AMPERSAND", Goldmann 2012<br />&WCF_AMPERSAND"Die Bucht des blauen Feuers&WCF_AMPERSAND", Goldmann 2012<br />&WCF_AMPERSAND"Das Bild der Erinnerung&WCF_AMPERSAND", Goldmann 2013


  • Spatzi79, es ist witzig, dass du ausgerechnet die Szenen in Frage stellst, die auf einer wahren Begebenheit beruhen.


    Der Brief eines Großvaters an die Mutter seiner nicht-ehelichen Enkeltochter existierte tatsächlich in exakt dieser Form. Die Lebensumstände der betroffenen Personen waren in der wirklichen Geschichte ähnlich wie in meinem Roman. Es gibt Menschen und Verhaltensweisen, die kann man m. E. einfach nicht erfinden. Insofern hast du recht, das ist absurd, aber leider wahr.


    Wow, das ist ja wirklich haarsträubend. Wie kann man nur auf so eine Idee kommen? Ich hoffe, die reale Vorlage ist damit ordentlich gegen die Wand gefahren!

  • Ich mußte gestern abend nun auch unbedingt fertiglesen.


    Brigitte ist also doch Henrys Ehefrau: die Geschichte der Beiden ist wirklich süß und rührend und ich freue mich, daß die Beiden schon so lange ihre Liebe gemeinsam geniessen können.


    Die Geschichte zwischen Fee und Philip hat sich eigentlich auch sehr schön entwickelt, bis zur Abreise nach München. Wie schlimm mußte das für Fee sein, als er und Rita an ihr vorbeifahren und er dann noch Gas gibt. Mensch, hätte Philip sich nicht irgendwas einfallen lassen können, um Fee Bescheid zu geben. Sie und Grete hatten doch inzwischen Telefon oder er hätte Henry oder Brigitte Bescheid geben können, damit Fee wenigstens gewußt hätte, warum er sie nicht mitnimmt. Aber so war es für sie wieder mal Rita, die ihr einen Strich durch die Rechnung gemacht hat.
    Er mußte doch damit rechnen, daß sie ziemlich eingeschnappt sein wird, nach ihrer Reaktion, als er sie vor dem Theater wegen Rita versetzt hatte. Und das war ja eigentlich eine Lappalie dagegen.


    Daß Fee allerdings die Briefe nicht öffnet, kann ich auch nicht nachvollziehen, dazu wäre ich viel zu neugierig gewesen. Philip hätte doch auch nachträglich noch versuchen können, über Henry an Fee zu kommen, dieser hätte sicherlich durch seine Zusammenarbeite mit Grete auf Grete einwirken können. Aber Henry und Brigitte wußten ja auch nicht Bescheid, warum Philip Fee im Stich gelassen hat. Da ist leider einiges schief gelaufen - und im nachhinein ist man immer schlauer.


    Irgendwann war ich mir sicher, daß Fee Annas Oma ist, als Anna von ihrer Oma als kleine und fragile Person spricht, das wurde auch öfters bei Fee angedeutet. Schön finde ich, daß Oliver und Anna vielleicht nun eine Zukunft haben. Wie Annabas schreibt, so kann die unglückliche Geschichte von Fee vielleicht in ihrer Enkelin und Oliver eine glückliche Wendung nehmen.
    Daß Camilla tatsächlich die Unverfrorenheit hat, sich nochmal bei Oliver zu melden, damit er sich einsetzt, daß die Anzeige fallengelassen wird.


    Und der Vater von Daniel ist ebenfalls sehr unverschämt. Was bildet er sich eigentlich ein? Und diese Mail kommt in einem ganz ungünstigen Moment: ich denke, ihre Tränen sind nicht nur Wut über die Anmassung von van Houten, sondern auch darüber, daß sie eben kein Familienleben hat, wie sie sich es immer gewünscht hat. Aber das könnte sich in Zukunft vielleicht ändern.


    Mir hat das Buch in jedem Fall auch sehr gut gefallen.


  • Daß Fee allerdings die Briefe nicht öffnet, kann ich auch nicht nachvollziehen, dazu wäre ich viel zu neugierig gewesen. Philip hätte doch auch nachträglich noch versuchen können, über Henry an Fee zu kommen, dieser hätte sicherlich durch seine Zusammenarbeite mit Grete auf Grete einwirken können. Aber Henry und Brigitte wußten ja auch nicht Bescheid, warum Philip Fee im Stich gelassen hat. Da ist leider einiges schief gelaufen - und im nachhinein ist man immer schlauer.


    Es hätte soviele Möglichkeiten für die beiden gegeben, aber ich kann es mir nur so erklären, dass Fee einfach so gekränkt und verletzt war, dass sie Philip nicht ein weiteres Mal verzeihen konnte.
    Sehr schade, denn sie habt somit zwei Leben zerstört. Sie war unglücklich und Philip war es ja auch.


    LG Karin


  • Daß Camilla tatsächlich die Unverfrorenheit hat, sich nochmal bei Oliver zu melden, damit er sich einsetzt, daß die Anzeige fallengelassen wird.


    Ja, da konnte ich auch nur staunen! Hat sie wirklich geglaubt, Oliver würde ihr jetzt tatsächlich noch helfen!?

  • Manche Frauen glauben, sie können Männer bis zum Äußersten manipulieren. Häufig haben die ja auch Erfolg, aber irgendwo ist eben mal Schluss.


    In der tatsächlichen Geschichte um den Brief des biologischen Großvaters väterlicherseits gab es keine juristischen Folgen - und ich denke, in meinem Roman auch nicht. Der Brief war einfach nur ein Schock und wecke Urängste der Mutter. Im wahren Leben hat der biologische Vater übrigens keine Kinder mit seiner Angetrauten bekommen, obwohl sie sich sehr darum bemüht haben soll. Ein Kontakt zwischen Großeltern, Vater und Tochter bestand nicht mehr. Und aus der Tochter ist eine inzwischen erwachsene junge Frau geworden, die sehr glücklich in ihrer Stieffamilie lebt.

    &WCF_AMPERSAND"Sehnsucht nach Sansibar&WCF_AMPERSAND", Goldmann 2012<br />&WCF_AMPERSAND"Die Bucht des blauen Feuers&WCF_AMPERSAND", Goldmann 2012<br />&WCF_AMPERSAND"Das Bild der Erinnerung&WCF_AMPERSAND", Goldmann 2013


  • Der Mann vor dem Kindergarten entpuppt sich als Emilys Opa väterlicherseits. Ehrlich gesagt, fand ich den ein wenig konstruiert, das war einfach nur eine falsche Fährte, weil wir Leser natürlich automatisch annehmen, dass dieser Mann etwas mit den anderen Ereignissen zu tun haben könnte. Aber es ist doch absurd, dass er dann bei Anna anruft und ihr vorschlägt, dass Daniel und seine neue Frau das Kind zu sich nehmen. Wenn es ihm um seine Familiendynastie geht, sollte er wenigstens seinen Sohn dazubringen, dass er sich meldet und diesen Vorschlag macht. Nicht dass ich denke, dass Anna ihre Tochter dann weggeben würde, aber so ja noch viel weniger.


    Nein, das ist leider gar nicht absurd. Dass Verwandte, die eigentlich nichts zu bestellen haben, vor Betreuungseinrichtungen herumspionieren und manchmal auch versuchen, das Kind abzuholen, ist ein Dauerbrenner bei Erzieherinnen. Und dass Mütter Bedrohungsmails und Anrufe erhalten, von Leuten, die das Kind bei ihr nicht gut aufgehoben sehen, leider auch nicht.
    Da laufen gerade Großeltern zu sonderbaren Aktionen auf und da wird auch mit richtig viel Geld "erpresst". Welche Mutter, der es wirtschaftlich nicht gut geht, möchte nicht, dass ihr Kind zum 18. Geburtstag 50000 € kriegt? Aber zu welchem Preis....



    Ich muss mich in den nächsten Tagen etwas durch die Threads durchlesen. Mir geht es im Moment gesundheitlich nicht gut und ich habe das Buch zwischen Fieberträumen fertig gelesen. Es hat mir sehr gut gefallen.
    Das Ende ist mir natürlich wieder mal etwas zu sehr Friede, Freude, Eierkuchen. Aber ich weiß natürlich, dass die meisten Leser das mögen. Der Einblick in den Kunstmarkt hat mir sehr gut gefallen und ich werde sowohl "entartete" Kunst als auch die Marsriegel mit anderen Augen betrachten.