05: Seite 239 - Ende ("Veränderungen" – Ende)

Leserunden.de wurde am 31.12.2018 eingestellt. Registrierungen und Antworten sind nicht mehr möglich. Der Betrieb geht im Bücherforum von Literaturschock weiter.
Leserunden.de positioniert sich. Nazifreie Zone, denn wer neben Nazis marschiert, ist entweder selbst ein Nazi oder eine nützliche Marionette der Nazis. Andere Kategorien gibt es nicht.
  • Man, das blieb ja echt spannend bis zum Schluß. Ich hätte echt nicht gedacht, dass Greg es rausbekommt, und dass der Prolog ein Albtraum von dir gewesen war. Aber nein, es war wirklich so. War es der Wolf der Greg hat umdrehen lassen, oder meinst du es wurde einsichtig?? Ich hatte richtig Schiss, dass er durchdreht und dir was antut.Aber das ging ja wirklich nochmal gut aus.
    Aber interessiert hätte es mich schon, wie er deinen "Fluchtsack" gefunden hat. Das Taxi hätte aber ruhig auch eher da sein können. Will gar nicht dran denken, was alles hätte passieren können, wenn Greg durchgedreht wäre. :o

  • Ich konnte zum Schluss hin gar nicht mehr richtig atmen, so spannend war es. Richtig gezittert habe ich. Als der Wolf aufgetaucht ist, wäre ich fast in Tränen ausgebrochen. Auch ich befürchtete, dass Greg durchdrehen würde. Aber zum Schluss hin wurde er richtig versöhnlich - irgendwie. Phu - was für eine Geschichte!

  • Freut mich, dass es so spannend war. Ich hab grad eine vernichtende Rezension bei Thalia gelesen (schaut mal auf die 1-Sterne-Rezension) und weiß nicht so recht, was ich davon halten soll. ???


    Was meint ihr:
    Ist es grundsätzlich so, dass man als "Experte" für irgendetwas auch dann als Autor festgelegt ist? Wenn ihr jetzt wisst, die Radinger schreibt über Wölfe, würdet ihr dann jemals ein anderes, völlig genrefremdes Buch von mir lesen, z.B. ein christliches Buch oder ein Kochbuch o.ä.? Was bedeuten würde, dass man ein anderes Genre unter einem Pseudonym schreiben sollte, "Frau Winter" ;)
    Wenn ich es mir recht überlege, dann erwarte ich bei "einem Fitzeck" auch einen Krimi, auf der anderen Seite schreibt Titus Müller neben historischen Romanen unter seinem Namen auch christliche Bücher oder sog. Lebenshilfe.
    Mich würde eure Meinung dazu interessieren.


    Happy Halloween

  • Ich glaube, die Person wusste nicht wirklich, worum es in dem Buch geht. Wieso solltest du dich auf ein Gebiet festlegen? Zeig doch, dass du auch anders kannst! In diesem Buch ging es nun definitiv um die Beziehung und wie sie dich verändert hat. Ein wichtiger Eckpunkt in deinem Leben. Rowling hat es auch geschafft, Bücher für Erwachsene zu schreiben ;)

  • Ich denke auch, dass da jemand einfach nur ein weiteres Buch wie "Wolfsküsse" erwartet hat und dachte...oh ein neuer Radinger da gehts um Wölfe....


    Entscheidend sind für mich bei einem Autoren/einer Autorin der Schreibstil und die Fähigkeit, Gefühle und Eindrücke glaubhaft zu vermiteln, sodass man sich in dem Buch"verlieren" kann.
    Wenn mir eine Autorin gefällt, lese ich gerne verschiedene Genres, einfach weil ich mich gut unterhalten fühle, egal in welche Richtung.
    "Wolfsküsse" und "Minnesota Winter" sind völlig verschieden, aber jedes für sich richtig klassse.

  • Ich glaube auch, dass man sich als Autor nicht unbedingt auf ein Genre festlegen muss. Aber dass man mit seinem bekanntesten Buch, bzw. dem üblichen Genre, verglichen wird, ist auch klar.
    Über vernichtende Rezensionen solltest du dir keine Sorgen machen, Elli. Geschmäcker sind zum Glück unterschiedlich. Und wenn es nur Lob geben würde, dann schiene mir das auch unehrlich. Ich glaube, wenn ich Bücher schreiben würde, könnte ich nur schlecht ertragen, dass diese nicht jedem Gefallen und würde mir gerade vernichtende Urteile sehr zu Herzen nehmen. Daher kann ich dich verstehen. Aber "Kopf hoch". Hier im Forum ist doch klar geworden, dass wir deinen Stil und deine Geschichte(n) alle sehr mögen.
    LG
    Claudi

  • Liebe Elli, ich habe mir gerade die Rezension durchgelesen, und die "Gute" hat wohl ganz offensichtlich den Klappentext nicht gelesen, oder sie ist etwas langsam im Erfassen der darauf angegeben Daten. Denn ich kann dort nirgends lesen, dass es sich um ein Wolfsbuch handelt. Es steht drauf, wie du über dein Leben in der Wildnis schreibst. Also, nimm es dir nicht zu Herzen, denn schließlich kannst DU nichts dafür, dass SIE nicht richtig den Klappentext des Buches liest, das sie sich kauft. ;)

  • Danke euch. Schlechte Kritiken steck ich normalerweise auch weg - oder ich lerne draus. Ich ärgere mich nur, dass dies bei Thalia die einzige Rezension ist (von einer "Top 100" Rezensentin), die offensichtlich noch nicht mal das Buch vollständig gelesen hat. Auf der anderen Seite schildert sie alles so "gruselig", dass es mich als Leser fast schon wieder neugierig machen könnte :D
    Na gut. Jeder hat das Recht auf seine eigene Meinung. Immerhin will sie ja noch die anderen Wolfsbücher kaufen, die ich schreibe 8)

  • Hallo Elli!


    Meine Rezi müsste aber auch bald zu sehen sein bei Thalia!
    Wie lange dauert denn das als, bis sie freigeschalten werden??? ???


    Habe schon geschaut, ob man die Rezi kommentieren kann. Geht aber bei Thalia leider nicht >:( Hätte sonst meinen Senf dazu gegeben, dass sie eben besser hätte den Klappentext lesen müssen, bevor sie Buch negativ rezensiert :-\

  • So, ich mußte gestern abend den Showdown auch vollends lesen - das wurde ja noch richtig spannend.


    In diesem letzten Abschnitt kommt sehr deutlich raus, wie die Beziehung zwischen Elli und Greg immer mehr in die Schieflage gerät, bis sie vollends kippt. Sein Verhalten auf der Paddeltour mit Eric und Chris ist ja wieder nur verabscheuungswürdig: wie er dich in dem Zelt so massiv belästigt hat und auch die Aktion mit dem Elchkalb >:( Meiner Meinung zeigt Greg schon einige psychopathische Züge, das ist doch alles nicht normal, vorallem als er dich anspuckt - ich glaube, spätestens da wäre ich explodiert.
    Das er nicht ganz normal ist, zeigt doch auch, daß du die Beziehung nicht einfach beenden kannst, sondern fliehen mußt!


    Dann seine Vorhaltungen, daß du nur auf seine Kosten leben würdest, seine verschrobene Einstellung zur Umwelt, die er sich so zurechtbiegt, wie er es braucht (siehe Quad und Motorschlitten) und seine Lügen, was Carol betrifft - den Verdacht hatte ich schon länger, daß das alles gar nicht stimmt, was er über seine Ex-Freundin erzählt. Dieser Mensch wird niemals eine Frau finden, die seinen Erwartungen entsprechen wird, weil er immer irgendwas finden wird, was ihn stört, ich denke, er ist einfach nicht in der Lage, eine Beziehung zu einem Menschen zu führen.


    Sehr schön fand ich es, wie du Abschied von den Tieren und der Umgebung am Timber Lake genommen hast, das hätte ich so auch gemacht.


    Die Flucht war ziemlich dramatisch und als Greg dich gestellt hat, habe ich auch mit dem Schlimmsten gerechnet. Ich dachte, daß das Taxi auftaucht und dich damit aus der Misere befreien kann, aber daß es "dein" Wolf ist, der dich gerettet hat, ist noch viel schöner. Ich möchte nicht daran denken, was hätte passieren können, wenn der Wolf nicht aufgetaucht wäre.


    Und dann hat er noch die Unverfrorenheit, dich weiterhin zu belästigen, als du wieder in Deutschland bist - nur gut, daß die Distanz so groß war. Dieser Mensch ist wirklich krank. Und endlich hatte deine Lady dich wieder ganz für sich - zugegeben, Hunde können auch manipulativ sein, aber bei ihnen beschränkt sich das in der Regel auf einen leckeren Happen oder ein Spielzeug, das sie gerne hätten ;D


    So, jetzt lese ich mir mal die Thalia-Rezi durch.

  • Erst mal zu Pseudonymen:
    Ich stehe Pseudonymen etwas zwiespältig gegenüber, denn eigentlich möchte ich schon immer gerne wissen, von welchem Autor ich etwas lese. Also, wenn ich von Elli Radinger etwas suche, dann möchte ich es auch unter Elli Radinger finden. Ich würde es dann ärgerlich finden, wenn ich nicht wüßte, das Elli auch unter "Frau Winter" schreibt ;) Und aufgrund des Klappentextes wußte ich bei Minnesota Winter direkt, daß es sich hier um kein reines Naturbeobachtungsbuch geht.


    Dann zu der Thalia-Rezension:
    Ich hatte weniger das Gefühl, daß der/die Leser/in den Klappentext nicht richtig gelesen hatte, sondern eher von dem abgeschreckt war, was Elli mit Greg erlebt hat, als ob sie nicht damit gerechnet hat, daß es so schlimm (für sie) werden würde und sie scheint nicht verstanden zu haben, warum Elli eben diesen Weg gegangen ist. In ihrem letzten Satz schreibt sie, daß sie sich aneignen möchte, keine Angst zu haben - evtl. haben ihr die Schilderungen Angst gemacht?

  • Ja, Karin, so wie Du habe ich diese Rezi auch aufgefasst...
    Da konnte jemand mit dem was Du da erlebt hast nichts anfangen, deshalb war das Buch für ihn doof.


    Ich kenne das durchaus, ich mag auch manche Dinge in Büchern nicht lesen und finde das Buch dann auch "blöde", allerdings bin ich objektiv genug das dann auch entsprechend zu sehen. Und würde in einer Rezi dann meinen Bezug dazu preisgeben und das ich deshalb das Buch nicht mochte.


    Aber ich kann gar nicht, wirklich nicht verstehen wie jemand sich beim Lesen des Buches "die ganze Zeit schlecht fühlen kann"... DAS ist es doch wirklich nicht was das Buch rüberbringt. Es kommt so viel TOLLES darin vor. Und gerade auch Natur und Tierbeschreibungen.


    Und auch das es hier ja nicht darum ging "sich einem Mann auszuliefern der einen schlecht behandelt". Sondern das sich eine Liebe und ein Traum eben dann nicht so entwickelten wie man sich das erhoffte. Und das ist ja nun mal auch was recht "normales" - weil viele Beziehungen auseinander gehen.
    Das es hier dann noch mal "krasser" ist, ist ja ne andere Sache.


  • Aber ich kann gar nicht, wirklich nicht verstehen wie jemand sich beim Lesen des Buches "die ganze Zeit schlecht fühlen kann"... DAS ist es doch wirklich nicht was das Buch rüberbringt. Es kommt so viel TOLLES darin vor. Und gerade auch Natur und Tierbeschreibungen.


    Und auch das es hier ja nicht darum ging "sich einem Mann auszuliefern der einen schlecht behandelt". Sondern das sich eine Liebe und ein Traum eben dann nicht so entwickelten wie man sich das erhoffte. Und das ist ja nun mal auch was recht "normales" - weil viele Beziehungen auseinander gehen.
    Das es hier dann noch mal "krasser" ist, ist ja ne andere Sache.


    Da hast du recht, das kann ich auch nicht nachvollziehen.

  • Der letzte Abschnitt war sehr emotional und aufreibend. Elli, ich hatte wirklich Angst um dich, obwohl wir ja wissen, dass Du da irgendwie rausgekommen bist. Aber ich hatte Angst davor zu lesen, was noch alles passieren muss, um dich endlich zu diesem Schritt zu bringen.


    Die Kanutour und Gregs Verhalten - einfach furchtbar. Ehrlich, wenn eine Frau schon laut werden muss, um dem Mann klarzumachen, dass sie gerade keinen Sex will... das geht einfach gar nicht. Wie soll man sich da noch in die Augen sehen und vertrauen können?
    Auch wenn du danach langsam angefangen hast, dich zu verabschieden, Dinge "ein letztes Mal" zu tun, bist du doch noch erstaunlich lange geblieben.


    Ich glaube, ich wäre mit einem Mann, der mit einem Gewehr auf eine Maus (!) schießt, keine Minute mehr im selben Haus geblieben, ich hätte Todesangst gehabt.
    Die letzte Auseinandersetzung, als er dich anspuckt, war so widerlich, ich konnte es kaum fassen.


    Die Flucht war dann auch noch einmal spektakulär, ich bin richtig zusammengezuckt beim Lesen, als er dann doch noch aus dem Gebüsch tritt und dich aufzuhalten versucht. Die Szene mit dem Wolf - unglaublich! In jedem anderen Buch würde ich so was ja als spirituellen Quatsch abtun, aber natürlich glaube ich dir, dass es sich so zugetragen hat.


    Nur ein Jahr - mir kam der Zeitraum viel länger vor und ich staune, was sich in einem Jahr so alles ereignen kann. Es muss eine unglaublich intensive Zeit gewesen sein, mit all ihren Tiefen, aber auch den unglaublichen Ereignissen in der Natur und Wildnis. Ich weiß gerade gar nicht, ob ich dich um die Höhen beneiden oder entsetzt über die Erlebnisse mit Greg sein soll.

  • Ja, da wurde wirklich noch mal alles geboten...
    Greg ist unglaublich.
    Das er manipuliert, ein Kontrollfreak ist, nur seine eigene Meinung gelten läßt... das ist alles schon genug, nicht mit ihm zusammenleben zu wollen.
    Aber diese Grausamkeiten die er dann zeigt... Puh.
    Die Szene mit der Maus war echt gruselig - zum einen weil Du ja nicht wusstest, ob da was echt gefährliches hinter Dir hockt, zum anderen aber auch die Art und Weise.


    Schlimm fand ich aber auch sein Verhalten bei der Tour zu viert...

  • Hallo Ihr Lieben,


    nun habe ich das Buch leider auch fertig gelesen. Einerseits bin ich natürlich froh, dass alles ein gutes Ende genommen hat und Elli ihre Entscheidung überlegt gefasst hat und trotzdem dankbar für die Zeit in der Cabin sein konnte. Andererseits hätte ich noch wahnsinnig gerne weiter die tollen und atmosphärischen Beschreibungen von Landschaft und Tierwelt gelesen...
    Elli, ich kann gut nachvollziehen, dass Du nie wieder in Minnesota warst und finde es einfach großartig, dass es noch genügend andere atemberaubende Orte mit Wölfen auf diesem Kontinent gibt! Der Yellowstone National Park ist ganz bestimmt wunderschön und Du musst nichts von der wilden Natur vermissen! Und wie es es aus Wettersicht? Bist Du als "Winter-Mensch" in diesen Gefilden ebenso glücklich wie in Minnesota?
    Zu Greg: ich hatte befürchtet, dass er handgreiflich gegenüber Elli wird und dann geschieht es leider tatsächlich. ::) Zwar nicht in dem Maße, wie ich es angenommen hatte, aber die Klammergriffe und das Spucken ist schon mehr als genug. Zusätzlich entpuppt sich noch eine andere Verhaltensweise bei ihm, denn er versucht Elli auch mit Lügen zu manipulieren. Ein Glück, dass sie Gelegenheit bekommt, mit Carol zu sprechen und so die Geschichtchen aufdecken kann. An einigen Stellen habe ich mich gefragt, warum die Leute trotzdem noch mit Greg befreundet sind - gerade Carol, die ihn gut kennt, oder Chris, der Gregs Benehmen gegenüber Elli auf der Paddeltour durch Kanada erlebt... Manchmal schämen sich die Leute ja regelrecht für ihren Bekannten, beispielsweise Chris bei der aggressiven Aktion gegen das schwimmende Elchkalb. Aber nach einigem Überlegen habe ich den Eindruck, dass Greg seinen Kontrollzwang wohl nur in seinen Beziehungen so auslebt. Er liebt Elli auf seine Weise, kann aber nicht akzeptieren, dass sie Dinge anders sieht oder anders machen möchte. Hinzu kommt, dass sie ihm in sportlicher Hinsicht manchmal regelrecht auf den Zeiger zu gehen scheint und wenn es dann noch andere Leute mitbekommen, wird er regelrecht wütend. Ja, seine Zornesausbrüche potenzieren seinen Kontrollzwang so dramatisch, dass es nur folgerichtig ist, dass Elli das nicht mehr ertragen kann und möchte. Greg ist definitiv beziehungsunfähig - auch wenn er in einigen wenigen Momenten auch liebevoll und mitfühlend sein kann. Wahrscheinlich lebt er noch immer alleine in den Northwoods, Quad hin oder her. ;)
    Schön finde ich es übrigens, dass John Elli immer noch zu Weihnachten schreibt. Der Strafverteidiger und sein Buddy waren mir gleich auf Anhieb sympathisch! Und auch sonst finde ich die Menschen, denen Elli in Minnesota so begegnet, sehr nett - selbst der Taxifahrer versucht sie am Ende der Fahrt noch zu trösten! Aber auch Carol ist mitfühlend und bietet ihre Hilfe sofort an oder Chris, der sich bei Elli entschuldigt... Wenn bloß Greg und sein seltsamer Zwang nicht gewesen wäre! Ob Elli dann wohl länger in Minnesota geblieben wäre? :)
    Eine wunderschöne Szene ist die mit dem Wolf bei Ellis Abreise. Er begleitet Elli noch ein Stück und verabschiedet sie - was für ein Ende! Ein schöner Abschied für den Traum von einer Cabin in der Wildnis, der ja ganz offensichtlich kein hundertprozentiger war. Und was soll ich sagen? Mir gefällt die Vorstellung, dass beides möglich sein kann: ein Leben in der Natur, mit der Natur und ein Leben, in dem man die Annehmlichkeiten einer heißen Dusche und einer Heizung hat, die man bloß aufzudrehen braucht.


    Liebe Grüße
    dubh