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  • Hallo zusammen,


    auch in diesem Abschnitt bin ich mal wieder extrem zweigeteilt: einerseits bin ich total begeistert von der atemberaubenden Natur und den tollen Erfahrungen Ellis mit den wilden Tieren - andererseits entsetzt mich der Egotrip von Greg immer mehr. Die Beschreibungen, wie hin- und hergerissen Du Dich gefühlt hast, Elli, sind wirklich großartig! Beim Lesen habe ich immer mehr den Eindruck, dass Du deutlich stärker in das Leben in der Cabin verliebt warst als in Greg selbst... Natürlich konnte er Dir dieses Leben "einfach so" bieten und deshalb verstehe ich dieses Beiseite-Schieben einer endgültigen Entscheidung durchaus gut.
    Was ist nur mit Greg los? Was ist sein Problem? Er verlangt so viele Dinge von Elli und ist selbst kaum bereit, etwas zu geben. Sie darf John, mit dem er immerhin befreundet sein will, nicht mehr sehen, er trifft sich aber fröhlich mit seinen Ex-Freundinnen zum Essen (in einem Restaurant etwa?) und Tanzen. Allerhand, dass er dann noch möchte, dass Elli im hundertprozentig vertraut! Wie schaut es damit eigentlich bei ihm aus?
    Und dann diese Paddeltour auf dem Lake Powell: wieder und wieder fährt er seine Schiene. Er bestimmt einfach über Elli, egal ob sie total erledigt und erschöpft ist oder Angst vor einem aufkommenden Gewitter hat. Was ich in den Bayou-Sümpfen und auf der einsamen Insel vor New Orleans noch verstanden habe, nämlich dass wilde Tiere für ihn nichts besonders sind und er somit über die möglichen Gefahren oder zumindest über die Sorgen Ellis nicht nachgedacht hat, so habe ich bei den Paddelaktionen bei Wind und Wetter echt nur noch den Kopf schütteln können. Klar, wenn man überraschend in ein Unwetter hineingerät, lässt sich schwerlich etwas ändern, aber sehenden Auges einfach loszufahren, ist echt das letzte. Warum ist er so leichtsinnig? Ist er so von sich selbst überzeugt, dass er überhaupt nicht in Betracht zieht, dass auch er mal an der Natur scheitern könnte? Oder nimmt er diese Gefahr einfach billigend in Kauf? Jedenfalls geht so ein Verhalten spätestens dann nicht mehr, wenn man zu zweit im Kanu sitzt!
    Aber auch Ellis Streik nach diesen Monsteraktionen kann ich nachvollziehen: Greg hingegen nimmt mal wieder nicht wahr, was um ihn herum passiert. Unfassbar!
    Nach 14-tägigem Abenteuer-Natur-Urlaub wäre ich dann allerdings auch stocksauer gewesen, wenn der Mann, den ich liebe, keine Lust auf einen bequemeren Part, der vielleicht eher mir entspricht, hätte! Wahnsinn, wie egozentrisch sich Greg verhält. Ich hätte mich - als er abgereist war - ebenso köstlich amüsiert wie Elli!
    Die Begegnung mit den Wölfen sind fantastisch, auch wenn es nur kurze Momente sind! Besonders gut hat mir der Wolf gefallen, der die Versuche von Elli, die fiesen Kriebelmücken zu vertreiben, fasziniert beobachtet! Was der sich wohl gedacht hat, was Elli macht?


    Aber natürlich habe ich mich auch über die Schwarzbärenmama und ihr Kind gefreut, denen Elli spontan fast in die Arme gelaufen wäre... Ich liebe Bären einfach und habe erst im September welche im Shenandoah National Park in Virginia gesehen und war so unfassbar gerührt, dass sie gerade mir über den Weg gelaufen sind! Überhaupt bin ich sehr angetan von diesen Wäldern, die so etwas Ursprüngliches und Wildes haben, dass man sie nicht im Entferntesten mit den Wäldern in Deutschland vergleichen kann.


    Elli, kannst Du etwas zum Schutz diese Natur und der Tierwelt in den USA sagen? Oft ist die Meinung von den USA und ihrer Umweltpolitik ja hierzulande nicht allzu gut - und dann wiederum beeindrucken sie mit so viel Wildnis (was natürlich auch an der riesigen Fläche dieses Staates liegt), dass es mir zumindest echt den Atem verschlägt und wir Westeuropäer echt den Mund halten sollten, oder?


    Liebe Grüße
    dubh

  • Ein wirklich schöner Abschnitt, was die Naturbeschreibungen angeht! Das muss traumhaft schön gewesen sein, auch wenn ich bei der Begegnung mit der Bärenmutter wirklich Angst bekommen hätte! Zum Glück ging alles gut!


    Auch die Begegnung mit den Wölfen muss faszinierend gewesen sein! Lustig fand ich ja den Jungwolf, der Deinem "Moskitotanz" beobachtet hat, Elli! ;)
    Ach ja, und die Stechmücken - diese Begegnungen stelle ich mir jetzt weniger faszinierend vor! Mir reicht es schon, wenn EINE Mücke mich sticht.


    Von Greg bin ich wieder enttäuscht worden. Er ist rücksichtslos und gedankenlos. Mag sein, dass er den Sport braucht und ohne nicht glücklich sein kann, aber er muss doch auch mal daran denken, dass nicht jeder seine Leidenschaft teilt bzw. nicht jeder so viel Kraft und Ausdauer hat wie er.


    Und dann seine Frauengeschichten! Unmöglich, kann ich da nur sagen. Wenn ich mir vorstelle, mein Mann würde sich so benehmen - nein, das geht gar nicht!

  • Suse

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