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  • Hallo zusammen,


    entschuldigt bitte, dass ich erst jetzt zu Euch stoße, den ersten Abschnitt habe ich schon gelesen, aber ich bin nicht mehr zum Schreiben gekommen. Gerade bin ich fast schon froh, dass mich eine sich anbahnende Erkältung zur Ruhe zwingt, denn eigentlich haben wir gerade Besuch... Die verlustieren sich nun mit Herrn dubh und ich kann mich fest unter meine Decke kuscheln und mich ins nördliche Minnesota denken (dann wird mir auch fast von alleine warm ;)).


    Der Einstieg ins Buch gefällt mir ausgesprochen gut: ich kann mich nur zu gut in dieses Fernweh hineinführen, auch wenn mir die "Spezialität" Wölfe dabei fehlt. Mich interessiert aber auch einfach die Art und Weise, wie Menschen an anderen Orten leben, wie sehr sie sich mit der Natur verbünden müssen und sich von ihr viel vorgeben lassen. Das Großstadtleben ist etwas völlig anderes und auch wenn ich daran auch sehr viel schätze, habe ich auch ein bisschen diesen "Freiheitswillen" in mir. Ob es für eine so krasse Entscheidung wie hier in diesem Buch reichen würde, glaube ich nicht, aber ich bewundere diesen Schritt zu dieser Erfahrung absolut. Alleine die Beschreibungen dieser Natur - der Schnee, der Timber Lake und die vielen Tierspuren - sind einfach faszinierend!
    Der Aufbruch ist reichlich überstürzt und ich bin ziemlich Zwiegestalten: einerseits kann ich es verstehen, dass man auf seinen Bauch hört und dieses Leben mit einem im Grunde fremden Mann zumindest ausprobieren möchte - andererseits bin ich auch skeptisch, eben weil die Einsamkeit an diesem Ort doch so groß ist. Was, wenn Greg verrückt ist? Was, wenn er Facetten zeigt, die nicht zu den Schmetterlingen passen? Wie wegkommen? Der Prolog deutet da ja eher ungute Entwicklungen an... ::)
    Überhaupt bin ich mir bei Greg nicht sicher, wie ich ihn einschätzen soll. Er ist durchaus rücksichtsvoll, fragt an den richtigen Stellen nach (Sicher?), allerdings hat er auch wirklich Phasen, in denen er sich benimmt, als wäre er alleine. Da würde ich auch umdrehen und zurück zur Hütte laufen! Auch wenn er seiner neuen Partnerin nicht den Mantel in den Staub wirft, damit sie ihre Schuhe nicht schmutzig machen muss, so muss er sie doch nicht gleich als Packesel einsetzen, oder? Andererseits ist es vermutlich viel mühseliger, das ganze Gepäck und den Proviant, beziehungsweise das Wasser am nächsten Tag, alleine zur Cabin zu schleppen... Trotzdem könnte er mal nachfragen, ob sie zurecht kommt, ob alles in Ordnung ist oder sie Hilfe benötigt. Ob es nur an seinem langen Alleinsein liegt? Hm.
    Gespannt bin ich momentan, wie es mit dem Thema Ordnung weitergeht, denn da scheinen die beiden ja sehr konträr zu sein. ;D


    Liebe Grüße
    dubh


  • Das mit dem Motto ist so eine Sache. Es kein Spaß, sondern ein echter Lernprozess. Wenn du es ernst nimmst, kann es dir passieren, dass du z.B. wenn du das Motto "Geduld" hast, ständig auf die Probe gestellt wirst. Du wirst immer in den längsten Schlangen stehen und alles wird drei Mal so lange dauern etc. Dann kannst du am besten üben. Sei bereit.


    Liebe Elli,


    das ist eine ganz großartige Idee! Ich weiß zwar nicht, ob ich das so konsequent hinbekommen würde, aber einen Versuch ist es eigentlich wert. Besonders schön finde ich, dass Du das schon jahrelang machst - bewundernswert! Wie kommst Du zu Deinem Motto? Ist es etwas, von dem Du selbst denkst, dass Du daran noch arbeiten müsstest und möchtest?


    Liebe Grüße
    dubh

  • odenwaldcollies : Dankeschön! :-*



    Übrigens: da ich mich beim Lesen des ersten Abschnitts natürlich auch wieder an Thoreau erinnert fühlte, habe ich gestern gleich mal das Bücherregal gesichtet und "Walden" ganz nach oben auf den Lesen!-Stapel gelegt. Nach diesem Buch hier - da bin ich mir sicher- habe ich richtig Lust, es mal wieder in Angriff zu nehmen...


  • Wie kommst Du zu Deinem Motto? Ist es etwas, von dem Du selbst denkst, dass Du daran noch arbeiten müsstest und möchtest?


    Liebe dubh.
    Schön, dass du Zeit gefunden hast, noch dazuzustoßen.
    Ich bin ja der festen Überzeugung, dass es unsere Aufgabe hier auf der Erde ist, möglichst viel zu lernen, um ein möglichst "perfekter/guter" Mensch zu werden (spirituell gesehen). Wir alle haben unsere Schwachpunkte. Einer davon ist bei mir u.a. auch meine Ungeduld. Als ich das Motto "Geduld" hatte, stand ich immer in der längsten Schlange, dauerte alles doppelt so lang, brach mir dauern das Internet zusammen usw. usw. Erst als ich gelernt hatte, damit umzugehen, wurde es auf magische Weise besser. Ist übrigens ein Motto, das ich durchaus nochmal gebrauchen könnte.
    Ähnlich ist es mit meinem (noch) diesjährigen Motto "Gelassenheit". Es wird besser, aber ich hab es um ein weiteres Jahr verlängert.
    Ich achte grundsätzlich viel auf mein Bauchgefühl, weil ich damit besser fahre. Das Motto findet mich, nicht ich es. Tatsächlich! Ich bin aber auch diesbezüglich sehr aufmerksam - besonders gegen Ende eines Jahres. Ich lese irgend etwas, wo es mir auffällt. Ich sehe einen Film. Jemand macht eine Bemerkung. Viele kleine Dinge "stoßen" mich auf das Motto, das zu mir will.
    Wie du siehst, kann ich es nicht rational erklären. Ist eine Gefühlssache, aber es funktioniert.

  • Ich hab über das Motto nachgedacht und festgestellt, dass auch ich "Mottos" habe bzw. mein Leben sucht sich seine Mottos selber und ich merke erst hinterher, welches es war. Dieses Jahr stand unter dem Motto der zwischenmenschlichen Beziehungen :)

  • Mann hat ja immer diese guten Vorsätze. Selbst das habe ich mir in den letzten Jahren abgewöhnt. Aber ein Motto hatte ich noch nie. das ist aber mal eine Option um es zu probieren.

  • Suse

    Hat das Thema geschlossen