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  • Hier ist Platz für Rezensionen zum Buch und Meinungen zur Leserunde allgemein, die Ihr nach der Leserunde schreiben wollt. Es wäre schön, wenn sich hier möglichst alle beteiligen - zumindest ein Fazit zur Leserunde (auch eines des Autoren) ist immer interessant.


    Bitte vermeidet Spoiler in den Rezensionen, da diesen Thread vielleicht auch Leute lesen, die "Drecksspiel" noch nicht gelesen haben, es aber noch tun wollen!


    Außerdem wäre es sicherlich auch für Martin Krist sowie seinen Verlag Ullstein, der uns großzügigerweise Freiexemplare spendiert hat, schön, wenn Ihr Eure Rezensionen nicht nur hier, sondern auch auf anderen Internetseiten, Blogs und so weiter einstellen mögt.

  • Ich musste meine Rezension schon schreiben; jetzt ist das Gelesene noch so frisch. ;)
    Ein herzliches Dankeschön für diese Leserunde, die wie das Buch für mich sehr rasant war. Es hat mir großen Spaß gemacht!



    Der Inhalt:


    Philipp und Hannah möchten mit ihrer kleinen Tochter Millie endlich mal wieder ein schönes Wochenende verbringen. Sie fahren zu einem Ferienhaus im Wald und freuen sich auf ungestörte Stunden. Doch was als entspanntes Wochenende geplant war, entwickelt sich zu einem Alptraum.


    Toni gerät ebenfalls in einen Alptraum. Seine Freundin - die Prostituierte Leyla - wurde brutal ermordet. Alle Hinweise deuten schon bald auf ihn als möglichen Täter!


    David wird beauftragt, die entführte Tochter eines reichen Ehepaares zu finden. Das Lösegeld ist längst bezahlt, doch das Mädchen bleibt verschwunden.


    Mein Leseeindruck:


    Ich kann nur sagen: "Wow"! Das Tempo dieses Thrillers ist rasant. Schon ab den ersten Seiten wird man als Leser hineingezogen in eine schnelle und abwechslungsreiche Achterbahnfahrt.


    Es gibt drei verschiedene Haupthandlungsstränge, die auf den ersten Blick absolut gar nichts miteinander zu tun haben können. Daneben tauchen noch andere Handlungen und Figuren auf, so zum Beispiel Pedro und Aki. Auch dieser Handlungsstrang scheint zunächst nichts mit den anderen zu tun zu haben.


    Ich habe während des Lesens immer wieder nach einer Verbindung gesucht und gerätselt, wie das alles zusammenhängen könnte. Das hat mich so neugierig gemacht, dass ich einfach immer weiter lesen musste und das Buch kaum aus der Hand legen mochte. Dazu beigetragen haben auch die relativ kurzen Abschnitte. Selbst als mir schon beinahe vor Müdigkeit die Augen zufielen, habe ich mir gedacht, ein Abschnitt geht schon noch. Und so flogen die Seiten eigentlich nur so dahin.


    Was zu Anfang fast unmöglich schien, ist dem Autor am Ende dann doch gelungen: Die verschiedenen Handlungsstränge verbinden sich miteinander, und zwar auf eine - wie ich meine - sehr durchdachte und intelligente Art.


    Ich habe diesen Thriller sehr gerne gelesen und freue mich auf weitere Bücher von Martin Krist!

  • Ihr Lieben,


    ich habe meine Rezi nun auch fertig und schon ein bisschen im Netz gestreut. Es war mal wieder richtig toll, mit euch zu lesen und zu spekulieren. Ich bedanke mich bei euch allen und ganz besonders bei Marcel für die tolle Lesezeit hier.


    „Flieg, flieg, fahr aus der Haut“


    Der Klappentext gibt nicht viel her und das ist auch gut so. Denn so kann ich mich ganz unvoreingenommen auf das Abenteuer Drecksspiel einlassen.
    Es geht heftig los. Das erste Kapitel ist mit „Heute Morgen“ betitelt, im Präsens verfasst und erwischt mich eiskalt. Dann gibt es einen Zeitsprung zu „Vorgestern Abend“ und Martin Krist eröffnet so viele kurze Stränge, dass mir fast schwindelig wurde. Ich liebe es, wenn ich als Leser mitdenken muss und dieses Buch erfordert meine gesamte Aufmerksamkeit. Ich konnte nicht mal ein paar Seiten nebenbei lesen. Hier ist kein Wort zu viel, aber auch keins zu wenig. Die einzelnen Abschnitte sind so kurz, dass ich mich nicht ausruhen konnte. Die schnellen Szenenwechsel und die neugierig machenden Cliffhanger erzeugten eine fast unerträgliche Spannung.


    Obwohl fast alle Personen ziemlich amüsant im Personenregister vorgestellt wurden, erlebe ich so viele Überraschungen. Wieder ist Berlin der „Tatort“, wieder sind es die dunklen Ecken, in die mich Martin Krist führt.


    Denn dort sind seine Thriller zu Hause.


    Der Schreibstil ist klar, modern, gestochen scharf und sehr direkt. Die Dialoge sind sehr authentisch und glaubwürdig. Martin Krist spricht eine deutliche und harte Sprache und schafft damit von Anfang an die richtige Atmosphäre.


    Es passieren schlimme Dinge, es passieren dreckige Dinge. Für mich persönlich gibt es eine Grenze und diese Grenze überschreitet Martin Krist auch in diesem Thriller nicht. Und darüber bin ich sehr froh. Er hat es nicht nötig, Spannung durch blutige Szenen zu erzeugen. Das kann er viel besser und das kann er sehr perfekt!


    Und es wäre kein Buch von Martin Krist, wenn es mich nicht auch wieder sprachlich begeistert hätte. Wieder einmal hat er Stilmittel eingesetzt, die das Buch zu einem sprachlichen Genuss machen. Er lässt Handlungen überlappen, er erzählt aus verschiedenen Perspektiven, er passt seine Sprache der jeweiligen Situation an und er bettet die Vergangenheit in die Gegenwart ein. Und das alles in einem Wahnsinnstempo.


    Als ich das Buch beendet habe, musste ich zunächst heftig schlucken. So emotional reagiere ich normalerweise nicht auf Thriller. Aber gerade durch die ungewöhnliche Art des Erzählens war vieles für mich so verdammt nah. Und das hat mich so bewegt … genau wie Davids Klingelton, den ich seitdem nicht mehr aus dem Kopf bekomme.


    Extrem anders, extrem rasant und extrem überraschend … Martin Krist hat sich mit seinem ungewöhnlichen Thriller selbst übertroffen … und mich mal wieder absolut überzeugt!


    Veröffentlicht habe ich die Rezi auf meinem Blog: http://www.eseloehrchen.de/bue…krist-rezension-1513.html
    bei Amazon, auf diversen Buchhändlerseiten, bei Reliwa, Buchgesichter und Wasliestdu :)


    Liebe Grüße
    Nina

  • In diesem Thriller erleben wir drei Tage im Leben verschiedener Menschen. Die Geschichte beginnt mit „Heute Morgen“ und die erste Szene ist ziemlich grausam. Caro erlebt wie eine andere junge Frau getötet wird, gleichzeitig wird von ihr verlangt den Aufenthaltsort einer Person zu nennen. Doch Caro hat keine Ahnung wer gemeint ist.
    Dann springt das Geschehen zwei Tage zurück und in kurzen Handlungssträngen mit immer wieder wechselnden Perspektiven werden einige Personen vorgestellt.


    Zunächst hat man als Leser keine Ahnung wie diese am Ende der Geschichte zusammenpassen werden, doch genau das gelingt dem Autor. Es werden nicht alle offenen Fragen, die im Verlauf der Geschichte auftauchen, geklärt. Doch es gibt einen Nachfolgeband in dem wir diese dann hoffentlich lösen können. Die Geschichte lebt von ihrem schnellen Tempo. Sie ist nicht unbedingt für zarte Gemüter geeignet, denn einige Szenen sind schon brutal.


    Trotz der Vielzahl an Personen, mit denen ich zuerst ein paar Probleme hatte, war ich gefesselt und wollte eigentlich am liebsten ganz schnell lesen, um zu erfahren, um was es geht. Ganz besonders habe ich dabei Hannah ins Herz geschlossen. Sie war für mich die gelungenste Person in dieser Geschichte. Mit ihr habe ich am meisten mitgelitten und mitgehofft. Und nun heißt es warten....... auf den nächsten Teil.


    Zur Leserunde:
    Ein dickes Dankeschön an MArtin Krist für die Teilnahme an unserer Leserunde. Und auch allen anderen Teilnehmer danke ich ganz herzlich. Ich lese immer wieder gerne in Leserunden mit Euch gemeinsam.

  • Inhalt:


    Philip überrascht seine Frau Hannah mit einem Kurzurlaub. So kann Hannah die Sorgen rund um die Schulden vergessen. Sie freut sich auf ein verlängertes Wochenende, so wie früher, als alles noch gut war. Doch dann findet sich Hannah in einem Alptraum wieder, gefesselt auf einem Stuhl und einem Wahnsinnigen ausgeliefert. Und in Berlin wird eine Prostituierte bestialisch ermordet und es kommt zur Entführung von einem jungen Mädchen, doch genug zum Inhalt.


    Fazit:


    Mit Drecksspiel legt Martin Krist dem Leser erneut einen spannenden, tempo- und wendungsreichen Krimi vor, den man als Leser kaum aus der Hand legen kann.
    Die Kapitel sind bewusst kurz gehalten, was aber nicht bedeutet, dass man wenige Informationen bekommt, ganz im Gegenteil, man erfährt viel, so dass man die Lösung vermutet und dann doch wieder scheinbar am Anfang der Ermittlungen steht.


    Auffallend gut finde ich das Personenregister zum Anfang des Buches, es listet die handelten Personen auf und zusätzlich erhält man schon einen kleinen Hinweis auf die Charaktereigenschaften. Somit hat man bereits einen guten Überblick über die Personen, die einem später im Buch über den Weg "laufen.


    Von David weiß man als Leser nicht viel, nur dass er so was wie ein Polizist ist, ein ehemaliger Polizist, jetzt eine Art privater Ermittler. Er ist kämpferisch, er geht mit seiner Art an die Falllösung heran, er stellt Fragen, die für ihn wichtig erscheinen, um den Hintergrund des Falles, z.B. bei einer Entführung zu erfahren. Er analysiert die Menschen und hat ein Gespür dafür, wann diese die Unwahrheit sagen. Was vor fünf Jahren vorgefallen ist, erfährt man nicht, doch man spürt sehr, wie dies nach wie vor David beschäftigt bzw. ihn auch einengt in seinen Entscheidungen.


    Dann ist da noch Toni, dessen Verhalten so gar nicht zu seinem Beruf des Kriminalkommissar passen. Mit seinen Handlungen schafft er es, sich die symbolisch die Schlinge weiter um den eigenen Hals zu legen. Hilfen nimmt er keine an.


    Martin Krist schafft es erneut, mich mit diesem überaus spannenden Thriller in einen Bann zu ziehen, so dass ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen kann, da ich mich auf die Ermittlungsspur begebe um unbedingt den Fall zu lösen. Dabei bin ich das ein oder andere Mal auf die falsche Fährte geraden, da sich die eigenen Vermutungen nicht so bestätigt haben. Doch Martin gelingt es, am Ende alle Handlungsstränge zusammen zu führen, und so einen in sich stimmigen obergenialen Thriller vorzulegen.


    Für mich ganz klar eine Thrillerempfehlung, Drecksspiel muss man einfach lesen.


    Vielen Dank für diese tolle Leserunde, die mich auf den rechten Weg der Ermittlungen geführt hat und die Unterstützung von Martin mit seinen Kommentaren und Beiträgen.

  • Das Buch beginnt mit einem Personenverzeichnis mit auf den ersten Blick erschreckend vielen Einträgen. Die jeweils dabeistehenden Kommentare wirken zuerst wenig hilfreich, ihr Sinn erschließt sich teilweise erst im weiteren Verlauf der Handlung. Nach dem ersten Schreck über die vielen zu erwartenden Personen habe ich es dann aber als amüsante Zugabe betrachtet, die für das Verständnis des Buches nicht zwingend notwendig ist.


    Auf den ersten Seiten begegnet der Leser gleich vielen der erwähnten Personen. In kurzen Kapiteln führt der Autor auf rasante Weise in die verschiedenen Handlungsstränge hinein. Nach und nach kristallisieren sich dann die Hauptfiguren und die Haupthandlungen heraus.


    Da ist zum einen Toni, ein Polizist, der sich selber ziemlich tief ins Berliner Milieu hat verstricken lassen, der Drogen nimmt und ein Verhältnis mit einer Prostituierten hat. Dumm für ihn, dass ausgerechnet diese Leyla bestialisch ermordet wird und er selbst mit seinem Kollegen Theis (der den Lesern von „Die Mädchenwiese vielleicht noch bekannt ist) ermitteln soll. Wurde Leyla seinetwegen umgebracht?


    Zum anderen sind da das Ehepaar Hannah und Philip, die sich ein romantisches Wochenende in einem Ferienhaus außerhalb von Berlin gönnen wollen. Doch kurz nach ihrer Ankunft verschwindet Philip und Hannah und ihr Baby bleiben in der Gewalt eines Unbekannten.


    Der dritte Handlungsstrang begleitet den Privatermittler David, der zum auf der Suche nach einem Mann namens Milan ist, zum anderen mit der Suche nach der entführten Politikertochter Shirin beauftragt wird.


    Martin Krist alias Marcel Feige geht nicht zimperlich mit seinen Figuren und dem Leser um. Die Schattenseiten einer Großstadt wie Berlin kommen deutlich zum Vorschein, es wird reichlich geflucht, Drogen konsumiert, gequält und gemordet!
    Eine ganze Reihe weiterer Figuren taucht auf und anfangs scheint das alles überhaupt keinen Sinn zu ergeben. Doch nach und nach erschließen sich erste Zusammenhänge und am Ende wird dann doch alles logisch zusammengeführt.


    Ein Teil der Handlung bleibt jedoch völlig offen – denn Drecksspiel ist der Auftakt zu einer Reihe um David Gross und die Fragen zu seiner Vergangenheit bleiben erst einmal völlig ungeklärt. Das war für mich ein recht abruptes und unerwartetes Ende und die Wartezeit bis zur Fortsetzung im Herbst 2014 wird ziemlich lang werden!



    Zur Leserunde

    Ich bin wirklich froh, dass wir gemeinsam gelesen haben und uns so gegenseitig auf Details hinweisen konnten! Danke auch an Marcel für die Begleitung! Ich hoffe, wir lesen uns in einem Jahr alle wieder ;)

  • Inhalt:
    Philip fährt mit seiner Frau Hannah und ihrer gemeinsamen kleinen Tochter Millie über das Wochenende in das Feriendorf, in dem sie vor Jahren ihren ersten gemeinsamen Urlaub verbracht haben. Während Philip noch einen Spaziergang mit dem Hund macht, bleibt Hannah mit Millie im Haus. Kurz darauf beginnt für sie ein Alptraum, als ein fremder Mann mit blutigen Handschuhen an Philips Stelle zurückkehrt.


    Meine Meinung:
    Auch dieses Buch ist wieder ein sehr spannender Thriller aus der Feder von Martin Krist. Ich wußte wieder lange nicht, wer hinter welchen Geschehnissen steckt und was die einzelnen Handlungsstränge miteinander gemeinsam haben.
    Man muß den Roman sehr konzentriert lesen, um nach Möglichkeit keine Details zu übersehen, außerdem gibt es eine Vielzahl an Charaktere, für die es jedoch am Buchanfang ein Personenregister gibt, welches für mich sehr hilfreich war.


    Das Buch besteht aus mehreren Handlungssträngen, die auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben. Einmal geht es um das Schicksal von Hannah und Millie, die sich in der Hand dieses geheimnisvollen Fremden befinden – außerdem ist nicht klar, was mit Philip passiert ist.
    Dann begleiten wir David Gross, der im Auftrag seines Freundes, des Anwalts Richard Grabner, die entführte Tochter eines prominenten Paares suchen soll.
    Desweiteren begegnen wir Toni Risse, der Schulden bei dem einflussreichen Berliner Unterweltboss Dossantos hat; zu allem Überfluss eröffnet Tonis junge Freundin (und Prostituierte) Leyla ihm noch, daß sie schwanger von ihm ist. Kurz darauf wird Leyla brutal ermordet.


    Und dann gibt es noch den Prolog, der direkt mit einer blutigen Tat beginnt, und von dem der Leser lange Zeit nicht weiß, wie er in den Roman einzuordnen ist. Ich möchte nicht zu viel verraten, nur so viel, daß die Handlung in „Drecksspiel“ einerseits in sich abgeschlossen ist, aber andererseits auch mit einem Cliffhanger endet, der den Auftakt zu dem zweiten Buch um David Gross darstellt.


    Wie schon erwähnt, tauchen eine Menge Figuren in diesem Roman auf, von denen man nicht weiß, ob sie nur Nebenfiguren oder Hauptdarsteller sind und was sie eigentlich verbindet. Durch die kurzen Abschnitte und die ständigen Perspektivwechsel wird ein enormes Tempo aufgebaut, so daß es mir sehr schwer fiel, das Buch aus der Hand zu legen. Außerdem war ich die ganze Zeit am rätseln, was die einzelnen Handlungen und Personen miteinander zu tun haben könnten. Schlußendlich verbindet der Autor die offenen Enden sehr raffiniert und logisch nachvollziehbar.


    Die Figuren sind sehr vielschichtig dargestellt, vorallem ihre Schwächen. Und man muß klar sagen, daß der Autor seine Charaktere nicht mit Samthandschuhen anfasst. Sehr gut hat mir gefallen, wie der Autor mit einem schrifstellerischen Kniff von einem Handlungsstrang zum anderen überleitet und sie dabei verbindet, obwohl sie überhaupt nichts miteinander zu tun haben.


    Ich bin nun sehr gespannt auf den zweiten Band um David Gross, und die Wartezeit bis zum Herbst 2014 wird hoffentlich nicht allzu lange werden.


    Zur Leserunde:
    Das gemeinsame Spekulieren und Stochern im Dunkeln hat wieder sehr viel Spaß gemacht. Vielen Dank an dich, Marcel, daß du uns wieder so tatkräftig unterstützt hast – du hast dich sicherlich wieder gekringelt über unsere Spekulationen ;D Ich würde mich in jedem Fall freuen, wenn wir uns nächstens Jahr im Herbst zum zweiten Teil wieder hier lesen würden.


    Meine Rezension ist erschienen bei:
    Amazon
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    LovelyBooks

  • Hallo zusammen,


    nachdem es allmählich ruhiger wird, möchte ich noch ein paar Worte zum Buch und zu unserer Runde verlieren.


    Eine Packung rasanter Thriller, bitte!


    Mit "Drecksspiel" liegt nun ein neuer Thriller aus der Feder von Martin Krist vor, der schon bei "Die Mädchenwiese" bewiesen hat, wie packend er schreiben kann. Dieses Mal legt er in meinen Augen noch eine Schippe drauf… Aber alles der Reihe nach.


    Am Anfang geschehen gleich mehrere grausame Dinge: Caro schaut einer anderen Frau beim Sterben zu. Und Hannah, Mutter eines Babys, erwartet im spontan gemieteten Ferienhäuschen ihren Ehemann Philip zurück, der gerade mit dem Hund Bootsmann eine Runde gedreht hat. Wie sie da in ihrem Negligé wartet, greift plötzlich eine Hand von hinten an ihren Hals und sie erkennt blutdurchtränkte Handschuhe… Doch nicht genug der Handlungsstränge, denn da ist noch David Gross, ein ehemaliger Polizist, der sich nach einem Vorfall vor fünf Jahren keine Aufmerksamkeit mehr auf sich lenken möchte und stattdessen diskret arbeitet…


    Zu Beginn des Buches gibt es ein Personenregister, das mich kurz den Atem hat anhalten lassen, da es doch relativ umfangreich erscheint. Im Grunde ist es aber ein sehr nettes Bonbon, denn manchmal gibt es fast genauso viele Rätsel auf wie der Verlauf des Thrillers. Außerdem kann man es durchaus als kleine gedankliche Stütze in Betracht ziehen, sollte man sich während der Lektüre nicht mehr ganz sicher sein, wer wer ist. Wobei ich mir das kaum vorstellen kann, denn wenn man einmal mit dem Lesen begonnen hat, kann man nur schwerlich wieder aufhören und ist echt gewillt, "Drecksspiel" in einem Atemzug durchzulesen.
    Martin Krist hat einen Schreibstil, der mich regelrecht anfixt: die Szenen sind häufig so kurz und einzelne Perspektiven wechseln so rasch, dass ich manchmal das Gefühl habe, es springt gleich einer aus dem Buch und ruft laut "Klappe!", denn es entsteht dabei etwas wirklich Filmartiges in meinem Kopf. Aber auch die beschriebenen Geschehnisse wirken auf mich sehr ungeschönt-authentisch - leider, muss ich an der ein oder anderen Stelle fast schon sagen, weil dadurch wirklich zu erahnen ist, was in gewissen Milieus so abgeht. Beispielsweise die Sprache einiger Figuren könnte einem wirklich aufstoßen, aber auf mich wirkt sie real und darum sollte es gehen, nicht darum, was ich gerne lesen möchte oder wie die Leute sich nach meiner Meinung unterhalten sollten.
    Natürlich geht es in diesem Buch nicht nur um einen Fall, sondern um mehrere gestrandete Charaktere und das große Ganze. Oder besser gesagt: einige Ereignisse verbindet der Autor sehr geschickt und intelligent miteinander, dass man nach der Lektüre wirklich baff ist! Dabei gilt aber auch, dass man bei aller Spannung doch relativ konzentriert lesen sollte, denn sonst verpasst man das ein oder andere klitzekleine Detail, das einem einen Hinweis geben könnte… Herrlich, denn manchmal musste ich über meine eigenen Spekulationen lachen - und darüber, was ich nicht in Betracht gezogen hatte.
    Besonders gut gefällt mir aber an "Drecksspiel", dass Martin Krist seine Figuren nicht eindimensional zeichnet. Sie sind meistens nicht einfach gut oder böse, ihre Vergangenheit, ihre Sozialisation und ihre Schwächen spielen eine Rolle - ein Aspekt, denn ich bei Krimis ganz besonders gerne mag, der aber leider viel zu selten vorkommt. Martin Krist jedenfalls ist nicht zimperlich, wenn er seine Personen "strickt"…


    Tja, was soll ich sagen? Das einzig Doofe an diesem Thriller ist die Tatsache, dass man auf den Nachfolger noch eine ganze Weile warten muss! Ich für meinen Teil würde lieber heute als morgen weiterlesen!
    Also: unbedingt lesen! 8)



    Zur Leserunde:
    Mir hat das gemeinsame Lesen und Spekulieren sehr großen Spaß gemacht - ebenso wie die Diskussionen, die an der ein oder anderen Stelle entstanden sind. Vielen Dank dafür an Euch alle! :winken:


    Ein ganz besonders herzliches Dankeschön geht an Dich, Marcel! Es war großartig, dass Du Dir wieder einmal die Zeit genommen hast, uns zu begleiten und alle unsere Fragen ausführlich zu beantworten und mit uns zu diskutieren! Jetzt wünsche ich Dir erstmal viel Erfolg weiterhin mit "Drecksspiel" und viel Spaß beim Schreiben des Nachfolgers und hoffe, dass Du uns beim zweiten Roman um David Gross wieder zur Seite stehen wirst!


    Liebe Grüße
    dubh

  • So, jetzt bin ich wohl dran :)


    Zum Inhalt:
    Philip plant mit seiner Frau Hannah einen Urlaub, doch angekommen beginnt für Hannah der blanke Alptraum,
    denn sie wird von einem unbekannten Entführer festgehalten und von Philip fehlt jede Spur und sie bankt nicht nur um ihr Leben,
    denn im Zimmer nebenan schläft ihre Tochter Millie.


    Meine Meinung:
    In dem Buch laufen mehrere Handlungsstränge nebenher, die zum Ende hin gut zusammenlaufen. Die Figuren sind gut gezeichnet, mit ihren Ecken und Kanten.
    Wir haben es hier nicht mit "normalen" Ermittlern zu tun, denn jeder der Polizisten hat seine Macken und guten und schlechten Erfahrungen gemacht, die sie
    so handeln lassen, wie es eben in diesem Roman tun. Mir persönlich gefallen diese rauen Ermittler in Krimis und Thrillern, so dass es mir Freude bereitet hat,
    mich mit ihnen auf Spurensuche zu begeben.


    Durch die schnellen Übergänge von einem Strang zum nächsten wurde die Handlung zwar rasch vorangetrieben, doch für mich kamen sie etwas zu schnell, so dass es mir in diesem
    Fall nicht ganz leicht viel, mich auf die neue Situation einzustellen, aber ansonsten wurde die Spannung durch das hohe Tempo nicht gemindert. Also man muss dem Buch schon seine
    volle Konzentration schenken, um nichts zu verpassen.


    Ich kenne zwar nur Berlin am Tage und nicht die Schattenseiten der Stadt, aber ich finde, er hat die dreckige Seite der Stadt gut in seinem Buch verarbeitet, denn wenn es dunkel wird
    kriechen auch die dunklen Figuren aus ihren Löchern.


    Martin Krist bietet auch ein Ende, dass auf eine Fortsetzung hoffen lässt.


    Zur Leserunde:
    Es hat mir wieder viel Freude bereitet, ein Buch von Martin Krist zu lesen, es gab ja wieder genügend Stoff für Diskussionen und ich freue mich schon auf die nächste Leserunde.


    Meine Rezi bei:
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    - Lovelybooks
    - buechereule.de

  • Meine Meinung:


    Bei diesen Thriller geht es gleich am Anfang richtig los, Caro muss dem Tod in die Augen sehen. Das war "Heute Morgen", weiter geht es dann mit "Vorgestern Abend" und hier erfahren wir was in den letzten Tagen alles passiert ist, und das ist so einiges.
    Es gibt drei Haupt Handlungsstränge, und man kann sich gar nicht vorstellen was sie miteinander zu tun haben sollen, mir ging es bis fast zum Schluss so.
    In den Kapiteln gibt es viele Kurze Absätze und jeder endet spannend, man kann gar nicht anders als immer weiter lesen.
    Die Seiten rasen nur so an einem Vorbei, das Tempo ist sehr hoch. Hier kann ich nur den Tipp geben trotzdem beim lesen nicht zu sehr zu rasen, sondern jedes Detail auf zu saugen, denn es gibt hier viele kleine Details die den Thriller so besonders macht.
    Der Thriller spielt in Berlin, so lernt man die dunklen Seiten der Stadt kennen.
    Am Anfang des Buches gibt es ein Personen Register, was mir sehr gut gefallen hat, besonders die kleinen Anmerkungen zu jeder Person, es scheint als ob es sehr viele Personen gibt und man event. durcheinander kommt, aber beim lesen hat man das Gefühl nicht mehr.
    Zum Inhalt will ich gar nicht viel schreiben, um euch ja nicht weg zunehmen, nur kurz noch was zu den Personen.
    Die Hauptperson ist ganz klar David Gross, ein Privatermittler, von ihm gibt es auch einen Steckbrief im Buch, und wenn ich es richtig mitbekommen habe soll die auch nicht das einzige Buch bleiben in dem David Gross ermittelt.
    David war mir direkt sympathisch, er ist ein richtiger Kerl, er ermittelt privat, vor 5 Jahren war er noch bei der Polizei, dann ist etwas vorgefallen, was genau??? Er soll die entführte Shirin wieder finden die trotz Lösgeldübergabe immer noch verschwunden ist.
    Dann gibt es noch Toni, ein Polizist der ziemlich viel Dreck am stecken hat, ihr könnt euch gar nicht vorstellen wie viel.
    Und da ist noch die arme Hanna die geknebelt an einen Stuhl gefesselt ist, und gar nicht weiß wie ihr das passieren konnte.
    Das waren jetzt nur die wichtigsten Personen aus den drei Handlungssträngen. Der Autor hat hier mit jedem Charakter eine interessante und echte Person geschaffen.


    Fazit:


    Mit diesem Buch haltet ihr meiner Meinung nach einen spannenden, schnellen, nicht übertriebenen Blutigen, Detailreichen und etwas anderen Thriller in der Hand. Der erste Fall von David Gross, und für mich nicht der Letzt, bin jetzt schon so gespannt was wir noch über ihn lesen werden.


    LR Fazit:


    Es hat auch mir viel Spaß gemacht mit euch zu rätseln und spekulieren, Dank der LR sind mir auch keine Details flöten gegangen, und auch Danke an Marcel der uns hier so nett begleitet hat. Ich hoffe auf ein wieder lesen.


    Meine Rezi:
    - Literaturschock.de
    - Großes Bücherforum
    - Amazon.de
    - mrsskywalkerinandherbooks.blogspot.de

    Einmal editiert, zuletzt von Nad ()

  • Ich habe gewartet, bis mein Mann das Buch auch gelesen hat, weil meine Rezension doch sehr abweichend ist. Nachdem er das Buch gelesen hat, hat er sich auch über den Schlus so geärgert wie ich. Ich kann also auch nichts anderes schreiben.


    ...die im Dunkel sieht man nicht – es sei denn sie werden angeleuchtet


    Beim Lesen dieses Thrillers hatte ich von Anfang an ein Bild vor Augen:
    Mehrere Bühnen im Kreis angeordnet. Auf jeder Bühne läuft ein Stück und in der Mitte ein Spotlight, welches am Anfang einen Stoß bekommt und sich im Kreis dreht. So werden die verschiedenen Bühnen im schnellen Wechsel beleuchtet und man sieht von den dort stattfindenden Prozessen immer nur kurze Standbilder, die Hintergründe bleiben dunkel, das Licht fängt nur die agierenden Personen im Vordergrund ein. Mit der Zeit wird die Bewegung des Lichtes etwas langsamer und man erkennt, dass die Bühnen sich teilweise überschneiden, die Schauspieler zwischen ihnen wechseln. Aber am Ende bleibt das Licht auf einer Stelle stehen und wir sehen nicht, was auf den anderen Bühnen noch passiert.


    Auf diese Weise ist das Buch spannend. Die Bilder, die wir sehen sind teilweise grausam, teilweise unverständlich.
    Gleich das erste Bild ist ein Mord und die Androhung eines Mordes – also ein Anfang mit Paukenschlag. Die ersten Fragen entstehen. Wer wird ermordet, wer ist der Mörder und vor allem: Warum tut er das? Mich haben diese Fragen logischerweise sofort gepackt. Dann wurde schon die nächste Szene beleuchtet. Das war durchaus spannend zu lesen und ich hatte auch kein Problem, dem Licht zu folgen.
    Als Leser versuche ich jedoch mehr zu erfahren, als ich im Licht sehen kann und wenn man sehr konzentriert dabei bleibt kann man das eine oder andere erahnen. Das meiste allerdings bleibt verborgen bis zum Schluss und selbst dann sehen wir eben nur den Schluss einer Geschichte und die Fragen, die ich mir am Anfang gestellt hatte, blieben unbeantwortet.
    Der Schluss ist Geschmackssache. Gern lese ich Krimi –Serien, erwarte aber, dass die Geschichte dann in dem Buch abgeschlossen ist. Was nicht heißt, dass ich vielleicht weiter verfolgen möchte, wie es dem Haupthelden ergeht. Hier hatte ich das Gefühl, dass mit einem Cliffhänger dafür gesorgt werden soll, das nächste Buch zu kaufen. Mir persönlich gefällt das nicht. Eigentlich sollte dann angegeben werden, dass ein Mehrteiler geschrieben wurde, den man entweder nur versteht, wenn man den Vorgänger gelesen hat, was ich nicht beurteilen kann, denn ich kenne ihn nicht, oder man zumindest den Nachfolger lesen muss, wenn man die Geschichte weiter verfolgen will. Ich persönlich hätte allerdings Bedenken, dass auch im Nachfolger die Geschichte nicht aufgeklärt wird.
    Bei einer entsprechenden „Vorwarnung“ hätte man die Möglichkeit mit dem Lesen zu warten und die Geschichte hintereinander zu lesen. Ein unaufgeklärter Mord und eine Frau mit dem Messer an der Kehle als Cliffhänger für ein Jahr ist für mich kein zufriedenstellender Schluss.


    Fazit:
    Dieser Krimi ist rasant und spannend und dreckig. Der Titel ist sehr gut gewählt.
    Wenn einen ein ziemlich gemeiner Cliffhänger in einem Krimi nichts ausmacht, bzw. wenn man von vornherein den Roman als Teil eines Zyklusses (nicht einfach einer Serie) sieht, dann kann man dieses Buch vermutlich mit Genuss lesen.



    Zur Leserunde:


    Auch wenn ich nicht so begeistert war, wie die meisten von Euch, so war es doch sehr interessant und erhellend, die postings in der Leserunde zu lesen. Danke für die vielen Hinweise und Diskussionen.
    Den nächsten Krimi werde ich abwarten und die Leserunde passiv mitmachen. Vielleicht wird ja alles im nächsten Band aufgeklärt., dann würde ich ihn auch lesen wollen. Aber bis dahin ist ja noch Zeit.

  • Guten Morgen,


    ihr seid ja süß :)


    Ja, der Abend war ein absolutes Highlight und Marcel ist sooooo nett :) Und dieses Forum wird mein Lieblingsforum bleiben :flirt:

  • Suse

    Hat das Thema geschlossen