Leserundenfazit, Rezensionen (ohne Spoiler)

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    Wir freuen uns, wenn der/die AutorIn ebenfalls ein Fazit zur Leserunde einstellt.


    Bitte achtet darauf, nichts Wichtiges zu verraten. Diesen Thread lesen evtl. auch Personen, die das Buch noch nicht gelesen haben, aber es noch tun wollen!

  • Inhalt:
    Die junge Una macht mit ihrer Mutter Urlaub in Irland. Bei einem Ausflug zu einer Quelle rettet sie einen jungen Mann aus der seichten Quelle. Er kommt ihr sehr seltsam vor, zumal er plötzlich ein Pferd attackiert, das sich ebenfalls an der Quelle befindet. Bevor Una kapiert, was geschieht, hat Kanura sie in das Wasser gezogen und mit in seine Welt genommen. Kanura ist ein Einhornprinz, der während des Kampfes mit den Uruschge versehentlich in die menschliche Welt gelangt ist.
    Zurück in seiner Welt Talunys, geraten die Beiden zwischen die Fronten der friedliebenden Einhörner und ihren unbekannten Gegnern, die die Einhörner vernichten wollen.


    Meine Meinung:
    Ich muß gestehen, ich hatte befürchtet, daß es sich bei diesem Buch womöglich um ein rosarotes Werk mit allerliebsten und reinen Einhörnern handeln könnte, zumal es mein erstes Buch von der Autorin war – aber weit gefehlt!


    Die Handlung ist spannend und macht eine ziemlich dramatische Entwicklung durch. Dennoch wird beispielsweise die Gefühlslage der Charaktere und ihre Zweifel und Überlegungen detailliert beschrieben. Der Schreibstil der Autorin ist immer wieder ironisch und humorvoll durchsetzt, das hat mir sehr gut gefallen. Das Ende ist etwas abrupt, zwar in sich abgeschlossen, läßt aber noch genügend Platz für einen eventuellen zweiten Band, bei dem noch nicht sicher ist, ob es ihn geben wird. Ich würde mich darüber freuen, denn die Geschichte bietet noch genügend Potential.


    Gefallen hat mir ebenfalls die Beschreibung von Talunys, der Welt der Einhörner, die in einen nördlichen und einen südlichen Teil durch eine unüberwindbare Gebirgskette getrennt ist.


    Die Charaktere sind detailliert dargestellt und machen meiner Meinung nach eine tolle Entwicklung durch. Una Merkordt, die sich mit ihrer Mutter Irene in Irland befindet, ist anfangs der typische Teenager: ihr Freund hat sie kurzfristig wegen eines anderen Mädchens sitzen lassen, entsprechend genervt ist sie von allem und jedem in ihrer Umwelt. Besonders von den Vorlieben ihrer Mutter. Als Kanura sie einfach mit nach Talunys nimmt, ist hin und her gerissen, ob sie ihm trauen kann oder ob er womöglich ein perverser Irrer ist.


    Dann die Einhörner: seit Jahrhunderten herrscht Frieden in Talunys, die Einhörner frönen den schönen Künsten und kümmern sich viel zu wenig um das, was im Verborgenen vor sich geht. Außerdem lebt der Clan von Kanuras Eltern, die Ra-Yurich, friedlich mit den Menschen zusammen, deren Vorfahren vor langer Zeit den Weg nach Talunys gefunden haben.
    Was das Liebesleben angeht, haben die Einhörner deutlich freizügigere Vorstellungen als die Menschen. Aber es war nicht immer so friedlich in Talunys. Vor langer Zeit gab es Krieg mit den Einhörner aus dem Norden, die nach Macht und der Unterdrückung der Menschen strebten.
    Als die Uruschge nun auftauchen, müssen sich die Einhörner der Frage stellen, wem können sie
    wirklich trauen?


    Kanura ist ein junger Einhornhengst, der lieber das freie, wilde und ausschweifende Leben mit seinen beiden Freunden Edoryas und Eryennis geniesst, als sich um seine Verantwortung als Prinz und die alten Überlieferungen der Einhörner zu kümmern. Bis Edoryas eines Tages von Uruschge getötet wird.


    Auch bei den Uruschge handelt es sich um Wesen aus dem Reich der Mythen und Legenden: sie sind Wasserpferde, in der keltischen Mythologie auch als Kelpies bekannt. Woher sie plötzlich kommen, nachdem sie lange Zeit verschwunden waren, kann sich niemand erklären.


    Die Handlung nimmt einige unerwartete Wendungen, mit denen ich nicht gerechnet habe und die Autorin läßt den beiden Protagonisten kaum Zeit zum Luft holen. Was mir ebenfalls sehr gut gefallen hat, ist die wichtige Rolle der Musik in Talunys. Una kommt es hierbei zugute, daß sie eine talentierte Musikerin und Sängerin ist.


    Wer mehr über Einhörner und Kelpies erfahren möchte, und warum sie so lange in unserer Welt nicht mehr zu sehen waren, ist mit diesem Buch gut bedient.


    Zur Leserunde:
    Die Leserunde hat mir sehr viel Spaß gemacht – die gemeinsame Reise nach Talunys war sehr spannend. Ebenso zu sehen, wie die anderen Leserundenteilnehmer die Handlung und die Charaktere wahrnehmen. Außerdem gab es auch genügend Raum für Spekulationen.
    Liebe Ju, an dich ein herzliches Dankeschön für deine Begleitung und ich würde mich freuen, wenn wir uns zu einem deiner nächsten Bücher, hier wieder lesen würden. Und ich drücke die Daumen, daß es einen weiteren Band um Kanura und Una geben wird.


    Meine Rezension steht bei:
    Amazon
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    Literaturschock.de
    LovelyBooks

  • Meine Meinung zum Buch


    Una macht mit ihrer Mutter Irene Urlaub in Irland. Während Irene begeistert ist von der urtümlichen Romantik ihres Ferienhäuschens, würde Una nur zu gerne Außenklo gegen einen spanischen Strand eintauschen, doch dummerweise hat ihr Freund sie betrogen und sonnt sich nun mit einer anderen. Una macht lange Radtouren in die Umgebung, die sie eines Tages zu einer angeblich heiligen Quelle führen. Und dort passiert dann etwas Unglaubliches und von Langeweile im Urlaub ist keine Rede mehr!


    Kanura ist ein Einhorn, ein Tyrffholyn. Er ist der Sohn des Fürstenpaares und lebte bisher unbeschwert in den Tag hinein, trieb sich mit seinen Freunden herum, hatte Sex und genoss einfach das Leben. Doch nun ist seine beste Freundin verschwunden und sein bester Freund ist tot. In den Gewässern des Landes Talunys tummeln sich auf einmal schreckliche Ungeheuer, die Uruschge, die die Einhörner angreifen und offensichtlich vernichten wollen. Kanura gerät in einen Kampf und ehe er sich versieht, landet er in einer anderen Welt.


    Dies war mein erstes Buch von Ju Honisch und ich habe es sicher nicht bereut. Die Thematik Einhörner hat mich ganz besonders interessiert und die Umsetzung hier hat mir gut gefallen, sie werden nicht nur als reine Wesen voller Liebe und Güte beschrieben, sondern sind ein Volk mit Stärken und Schwächen, wie die meisten anderen auch.


    Una war zu Anfang eine etwas anstrengende Figur, ich fand sie aber durchaus glaubwürdig und sie macht im Laufe des Buches eine unglaubliche Wandlung durch. Sie und Kanura ergeben ein interessantes Paar, das sich anfangs fürchterlich gegenseitig anzickt, nach und nach erkennen aber doch beide, was sie am jeweils anderen haben. Immer wieder lockern witzige Sprüche die Geschichte auf, der Humor in diesem Buch hat mir sehr gut gefallen, auch wenn Kämpfe und Düsternis häufig überwiegen, gleitet das Ganze so nie ins völlig Hoffnungslose ab.


    Auf mehr als 600 Seiten gibt die Autorin der Handlung genug Raum, das System in Talunys, die Besonderheiten der Einhörner und die speziellen Eigenschaften der Protagonisten werden ausführlich beschrieben, ohne dass es je langweilig wird, dafür hat die Geschichte zu viele Facetten und macht genügend spannende Wendungen. Ich habe mich auf jeden Fall durchweg gut unterhalten gefühlt.


    Das Ende ist in sich abgeschlossen, bietet aber durchaus noch Möglichkeiten, weitere Geschichten in dieser Welt zu erzählen. Ich würde mich über ein Wiedersehen mit manchen der Figuren auf jeden Fall sehr freuen!

  • Inhalt:


    Da ihr Freund sie eiskalt abserviert hat, muss die junge Una die Ferien mit ihrer Mutter in Irland verbringen. Aber aus den eigentlich öden Wochen entwickelt sich ein grosses Abenteuer, als Una sich plötzlich in einer völlig fremden Welt wiederfindet, die von Einhörnern bevölkert wird! Die Einhörner werden von gefährlichen Wesen bedroht und nun liegt es an Una, dem Einhornprinzen Kanura zu helfen, sein Volk zu retten...


    Meine Meinung:


    Nur schon das Cover zu "Die Quellen der Malicorn" ist ein echter Hingucker und nur deshalb hab ich das Buch gelesen. Okey, auch wegen der Einhörner natürlich. Aber das scheint irgendwie zusammenzuhängen...


    Ju Honisch hat in ihrem Werk eine wundervolle Welt erschaffen, in der die Einhörner regieren. Die Autorin hat sich viel Zeit genommen und viel Liebe in diese Welt gesteckt, das merkt man sofort. Talunys ist ein Ort, den ich am liebsten selbst besuche möchte. Jedoch lernt man auch die Einhörner kennen, die eine eigene Gesellschaftsform haben. All dies ist detailiert ausgeklügelt und glaubhaft geschildert.


    Honischs Einhörner sind keine "reine, himmlische" Wesen, sondern haben Stärken und Schwächen wie jeder andere auch. Wir lernen Kanura kennen, der lieber rumtobt, anstatt seine Pflichten wahrzunehmen, der sich aber im Verlauf der Geschichte stark entwickelt. Stark beeindruckt hat mich Enygme, Kanuras Mutter, die als starke und selbstbewusste Herrscherin auftritt.


    Nur mit Una hatte ich lange zu kämpfen. Erst empfand ich sie als unreif und konnte ihre Handlungen in keiner Weise nachvollziehen. Wegen ihr hätte ich mir manchmal am liebsten den Kopf auf die Tischplatte gehauen. Sie machte es mir sehr, sehr schwer, die Geschichte zu geniessen. Zum Glück entwickelt sich das Mädchen im Verlauf des Buches, wird reifer und ruhiger. Ich wurde nie wirklich warm mit ihr, aber zum Ende hin hatte ich nicht mehr das dringende Bedürfnis, sie einmal kräftig durchzuschütteln.


    Aber wahrscheinlich ist dies ein weiteres Zeichen dafür, dass Ju Honisch ihr Handwerk beherrscht. Hätte sie Una nicht so gut beschrieben, hätte sie kaum solch starke Emotionen in mir ausgelöst. Die Autorin kann erzählen und das wirklich gut. Die Kapitel sind gefüllt mit Spannung und Kämpfen, manchmal habe ich wirklich vergessen, wie man atmet. Ganz grosse Klasse, wirklich!


    Fazit:


    Eine phantastische Geschichte, nicht nur für jene, die Einhörner mögen. Hier trifft man auf eine ganz neue Art dieser magischen Wesen, sodass man ihnen ruhig mal eine Chance geben sollte. Die 600 Seiten fliegen nur so dahin und auch wenn am Schluss einige Fragen offen bleiben, hat das Buch einen hoffnugnsvollen Schluss.

  • Zum Buch:
    Eigentlich sollte es für die 18jährige Una Merkordt, der Heldin aus Ju Honischs Roman 'Die Quellen der Malicorn', in diesem Sommerurlaub nach Spanien gehen. Doch als ihr Freund mit einer Anderen verreist, schließt sich Una wieder, wie jedes Jahr solange sie sich zurückerinnern kann, ihrer Mutter Irene zum gemeinsamen Irlandurlaub an, um auf dem Land gemeinsam mit der Bevölkerung zu musizieren und zu entspannen.
    Eines Tages beschließt Una eine Radtour zu den heiligen Quellen der Umgebung zu machen, um einfach mal ein bisschen Abstand von ihrer esoterisch angehauchten Mutter zu finden. An einer dieser Quellen trifft sie auf einen schwer verwundeten Mann von außergewöhnlicher Schönheit und Anziehungskraft. Sie hilft ihm, entgegen aller Vernunft, verbindet seine kleineren Wunden mit ihrem Erste Hilfe Set und singt für ihn, wodurch auf magische Weise seine Wunden zu heilen beginnen.
    Doch noch bevor Una Fragen stellen oder gar Antworten erhalten kann, werden die beiden von einem unheimlichen dämonischen Wesen in Pferdegestalt angegriffen, dem der Mann, der sich als Kanura vorgestellt hat, wegen seiner Verwundungen kaum etwas entgegenzusetzen hat. Als Kanura das Tier mit einem Dolchstoß töten kann, packt er die hysterische Una und zieht sie in die heilige Quelle. Die Abiturientin spürt nur noch das Wasser über ihrem Kopf zusammenschlagen und wir ihr Schwarz vor Augen wird.
    Als Una von Kanura wieder ins Leben zurückgeholt wird, befinden sich die beiden in einer anderen Welt mit dem Namen Talunys, das von den Tyrffholyn, Einhörnern beherrscht wird, und seit einem grausamen Krieg in einen nördlichen und einen südlichen Teil getrennt wurde...


    Meine Meinung:
    Ich fing mit großer Skepsis an Ju Honischs neuen Roman zu lesen, da mich das Thema Einhörner kaum interessierte und auch das Cover kein vielversprechendes Buch vermuten ließ. Doch der gewohnt packende Schreibstil der Autorin zog mich dann rasch in den Bann der Geschichte, und ich begann schnell in den Pferden die magischen Tyrffholyn, Einhörner, zu sehen.
    Der Roman ist keine wirkliche Andersweltgeschichte im Hinblick auf Talunys, die Welt der Einhörner. Wir erfahren zwar einiges über die magische Parallelwelt, aber letztendlich bleibt sie doch Fragment, das sich im Kopf des Lesers zusammensetzt, aber dennoch viele Fragen aufwirft.
    Der eigentliche Reiz der Geschichte liegt im Aufeinandertreffen von Realität und Anderswelt, das oftmals befremdlich und komisch, manchmal nervig, aber immer spannend ist. Ju Honisch entwickelt glaubhafte Charaktere, eine plausible Geschichte und spannende Verwicklungen, die einige Überraschungen bereit halten.
    Der Roman bleibt über 500 Seiten fesselnd und glaubhaft. Zum Schluss überschlagen sich dann die Ereignisse, und das Buch kommt zwar zu einem plausiblen, aber, in meinen Augen, nicht überzeugenden Ende. Die Lösung bleibt oberflächlich, offensichtlich zu viele Fäden unzureichend verknüpft, so das ein Folgeband schon beinahe zwingend notwendig erscheint, um die Geschichte wirklich rund zu machen. Das ist zwar unbefriedigend, schadet dem Lesevergnügen aber nur im geringen Maß.
    'Die Quellen der Malicorn' ist ein spannendes Buch voller Mythen, Musik und Humor, das ich, mit Einschränkungen, für durchaus lesens- und empfehlenswert halte.


    Zur Leserunde:
    Die Leserunde hat mir, in für mich hektischer Zeit, viel Freude bereitet und mir geholfen das Buch schätzen zu lernen. Vielen Dank den MitlesernInnen. Und einen besonderen Dank an Ju für die gute und hilfreiche Lesebetreuung.

    Literatur erweitert unser Dasein...Durch das Lesen großer Literatur werde ich zu tausend Menschen und bleibe doch ich selbst. CSL

  • Ju Honisch erzählt in ihrem Buch "Die Quellen der Malicorn" von Una, die kurz vor der Urlaubszeit von ihrem Freund verlassen worden ist, und nun mit ihrer Mutter Irene ihre Ferien in Irland verbringen muss. Während Irene das Ferienhaus unglaublich toll findet, entscheidet sich Una, alleine eine Radtour zu den heiligen Quellen zu machen. Dort angekommen rettet sie einen hübschen jungen Mann, der kurz darauf ein in ihren Augen harmloses Pferd angreift. Doch während Una noch versucht, zu verstehen, was hier los ist und wer der junge Mann überhaupt ist, zieht er sie schon in die Quelle.
    Una und Kanura - der junge Mann - landen in Talunys, Kanuras Heimat, in der einige Gefahren lauern. Denn es gibt Wesen, die gegen die Einhörner kämpfen, und Kanura ist nicht weniger als der Sohn des Anführers der Tyrffholyn, Esteron. Was werden die beiden in Talunys erleben? Und werden sie die geheimen Gegner der Einhörner besiegen können?


    Ich fand schon das Cover so toll, dass ich ganz fest gehofft habe, dass mich das Buch genauso überzeugen wird. Aber das war nicht der Fall - das Buch war sogar noch viel, viel besser als erhofft! Die flüssige und schöne, bildliche Sprache der Autorin zieht den Leser schon nach den ersten Sätzen in seinen Bann und lässt ihn bis zur allerletzten Seite auch nicht mehr los. Die Geschichte ist etwas Außergewöhnliches, etwas ganz Anderes, als ich sonst schon gelesen habe. Man merkt richtig, wie viel Arbeit in diesem Buch steckt. Die Charaktere sind sehr schön ausgearbeitet und die meisten sind auch richtig sympathisch. Diejenigen, die nicht sympathisch sind, sind jedoch absichtlich so :) Ich habe es genossen, das Buch zu lesen und finde es war eine richtig wunderbare Leseerfahrung.


    Die Leserunde hat sehr Spaß gemacht und ich möchte mich von ganzem Herzen für dieses wundervolle Buch bedanken.
    Wenn ich es in Punkte oder Sterne sagen müsste, dann würde das Buch ganz sicher 5 von 5 Sterne erhalten.

  • Einhörner - Fabelwesen oder doch Realität ??


    Una wollte eigentlich den Urlaub gemeinsam mit ihrem Freund verbringen. Dieser sonnt sich jedoch nun mit einer anderen Frau am spanischen Strand, so daß Una notgedrungen den Urlaub mit ihrer Mutter in Irland verbringt.


    Während ihre Mutter total verzückt von ihrem Feriendomizil ist langweilt sich Una und sie macht sich alleine auf Tour um die Quelle des heiligen Caolán zu besuchen. Dort begegnet sie einem verletzten jungen Mann, der scheinbar aus dem Nichts aufgetaucht ist. Kanura, so der Name des Fremden, wird in einen Kampf verwickelt und reißt Una mit sich durch die Quelle in seine Welt und somit genau in einen gefährlichen Kampf zwischen Wesen die für Una eigentlich ins Reich der Fabeln und Märchen gehören und ihren dunklen Gegnern.


    Denn ..... Kanura ist ein Einhorn-Prinz


    Zum Buch:


    Es ist das 2. Buch das ich von Ju Honisch lese und ich bin mit etwas Vorbehalt an die Sache herangegangen, da das 1. Buch für meine Begriffe zwar von der Thematik her sehr gut aber etwas schwer zu lesen war. Lediglich das Thema Einhörner hat mich dazu verleitet "Die Quellen der Malicorn" zu lesen.


    Auf den ersten Seiten fand ich mich dann auch erst mal schwer zurecht weil Namen gebraucht werden, die schwierig zu lesen bzw. auszusprechen sind. So heißt das Volk der Einhörner "Tyrrfholyn". Nachdem ich mich aber mit diesen ungewohnten aber auch ungewöhnlichen Namen angefreundet hatte, rutschte ich ganz von alleine immer tiefer in das Buch hinein und es las sich von Seite zu Seite besser.


    Die Protagonisten Una und Kanura sind keine einfachen Charactere und sie müssen echt viel aushalten im Laufe der Geschichte. Ju Honisch versteht es jedoch bei aller Dramatik einen Humor einfließen zu lassen, der genau meinen Nerv getroffen hat. Die Spannung wird durch das komplette 637-Seiten-Buch immer so hoch gehalten, daß man das Bedürfnis hat weiterzulesen und nicht aufzuhören bevor man am Ende ist.


    Es gibt meiner Interpretation nach ein Happy End aber eines das noch Raum für Spekulationen und eigene Interpretationen offen lässt, die eventuell in einem 2. Band beantwortet werden könnten. Aber auch als abgeschlossenes Buch (sollte es keine Fortsetzung geben) ist es für mich eine runde Sache.


    Zur Leserunde:


    Es hat mir wieder sehr viel Spass gemacht gemeinsam mit Euch dieses Buch zu lesen und zu besprechen. Immer wieder faszinierend finde ich wie das gleiche Buch bei verschiedenen Menschen ankommt. Da erscheinen dann Spekulationen zu Dingen, die ich überlesen habe oder selbst fällt einem etwas auf, was anderen Lesern entgangen ist. Immer eine spannende Sache für mich wie ein Buch auf verschiedene Weisen interpretiert wird.


    Liebe Ju, auch Dir herzlichen Dank für die Begleitung der Leserunde. Aber auch ein dickes Dankeschön für dieses tolle Buch. Nach "Jenseits des Karussells" das mein 1. Buch von Dir war, war ich zwar schon "angestochen" weitere Bücher von Dir zu lesen. Aber nach "Die Quellen der Malicorn" werde ich ganz sicher nochmal zu einem Buch von Dir greifen.


    Meine Rezension ist zu finden bei:


    Amazon.de (nach Freischaltung)
    Literaturschock.de (nach Freischaltung)
    lovelybooks.de
    buchgesichter.de

  • Sehr menschliche Einhörner


    Die guten Einhörner, so ganz kann ich dieser Legende nicht mehr glauben, nachdem ich dieses Buch gelesen habe. Sicher, sie sind schön, sie weben Magie und sie könnten es sich leisten weise zu sein, aber sind sie es wirklich?


    Wir werden als Leser mitten ins Geschehen geworfen. Etwas Böses hat angefangen, unverständlich für die Einhörner. Und dann gibt es da Una, ein Mädchen, dass die Lebensauffassung ihrer Mutter nicht versteht, was ja so selten nicht vorkommt.
    Trotzdem hat sie gelernt zu musizieren und dies tut sie scheinbar auch gern. Die Rolle der Musik und der Kenntnis von auch alten Liedern hat mir in dem Buch am meisten gefallen. Ich finde es sehr traurig, dass die volkstümliche Musik den Ruf der Volksmusik vor allem in Deutschland so nachhaltig zerstört hat, dass nur noch wenige die Lieder kennen. So auch Una, die aber dafür die irischen Lieder kennt. Na wenigstens was. Ansonsten war mir diese Protagonistin durchweg unsympathisch. Ich konnte ihr Denken und Handeln nicht nachvollziehen. Im Gegenteil ich musste mich zeitweise zwingen, die Abschnitte zu lesen, die sie in den Mittelpunkt stellten. Ganz anders dagegen die Abschnitte, die ihre Mutter als Protagonistin handeln ließen. Die Mutter wäre mir in ihrer Art eine liebere Hauptfigur gewesen. Leider hat sie nicht viele Passagen.


    Der Humor kommt in dem Buch nicht zu kurz und die Dialoge sind teilweise dadurch sehr lebendig und hellen die Düsternis auf. Allerdings gab es einige Dialoge in denen ich den Humor nicht nachvollziehen konnte, was vermutlich auch mit Una zusammenhängt. Sie ist einfach ein Mensch, den ich nicht verstehe.


    Die Einhörner, die ja nun die Hauptakteure dieses Buches sind, haben doch ganz menschliche Eigenschaften. Sie sind naiv und verweigern sich der Erziehung, wie junge Fohlen im normalen Leben auch. Sie sind neidisch und rachsüchtig, sie lieben und sie hassen. Und es gibt auch noch verschiedene Rassen von Einhörnern – ich glaube das hier zum ersten Mal gelesen zu haben. Der Protagonist - ein Einhornprinz ist da keine Ausnahme, aber er übernimmt doch seine Verantwortung und reift zusehens in der Geschichte.


    Der das Buch mit Spannung durchziehende Hintergrund der Geschichte beinhaltet einiges an philosophischem Gedankengut und entsprechenden Symbolen und Bildern. Vor allem über die Gefahr der Macht. Macht korrumpiert und absolute Macht korrumpiert absolut, damit wird sie sich aber auch gegen die wenden, die sie einsetzen wollen. Besonders gut gefallen hat mir die Dialektik von Gut und Böde, die hier mehrfach eine Rolle spielt und diesen zusammenhang in unerwarteten Bilder erzählt.


    Vielleicht ist es an mancher Stelle zu viel an Figuren, die einbezogen werden und dann wieder verlassen, ohne, dass wir wissen, wie und ob sich ihr Schicksal erfüllt. Trotz des großen Umfangs des Buches sind die Geschichten oft nur angerissen und es bleibt viel offen. Für mich ein wenig zu viel, weil es einfach auch spannend wäre da mehr zu erfahren.


    Fazit:
    Mal eine ganz andere Sicht auf Einhörner mit einem spannenden Hintergrund, teilweise witzigen Dialogen und einer schönen Geschichte, die mir noch besser gefallen hätte, wenn die Protagonistin für mich logischer gewesen wäre.


  • Ich denke, Ju würde sich auch freuen, wenn ihr eure Rezension auch bei Literaturschock.de einstellen würdet. Eine Anmeldung ist hierfür nicht nötig.


    irgendwie finde ich weder bei Literaturschock noch bei Lovelybooks den Punkt, wo ich eine Rezension schreiben kann.
    Die Suche nimmt immer so viel Zeit weg und bei Lb, weiß ich nicht, ob es einfach meinen Nutzernamen schon gibt, oder ich mich falsch angemeldet habe. Ich finde es nett, wenn die Links schon da sind, dann geht es ja schnell, aber leider bin ich irgendwie zu blöd :-[

  • lb ist ja auch kein Muss, wir freuen uns, wenn die Rezensionen gestreut werden, aber wir erwarten natürlich nicht, dass sich jemand deswegen extra irgendwo anmeldet.


    Den Link zu Literaturschock hat Karin ja schon eingestellt, da musst du doch nur noch zu "Besucherrezensionen" runterscrollen, dann auf "Rezension schreiben", Titel, Rezension und Bewertung eingeben und fertig.

  • Nachdem nun alle Rezensionen eingestellt sind, werde ich diese Leserunde nun allmählich beenden.


    Ich danke allen Teilnehmer für die regen Diskussionen und vorallem dir, Ju, für deine Unterstützung :winken:

  • Suse

    Hat das Thema geschlossen