#03 - Seite 192 bis 280 (einschließlich Kapitel 16)

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  • Hier könnt Ihr zum dritten Abschnitt - bis Seite 280 - schreiben.


    Spoilermarkierungen sind aufgrund der Seitenbeschränkung nicht vorgesehen.

  • Allen meinen eigenen Unkenrufen zum Trotz habe ich auch schon den dritten Abschnitt gelesen und bin so neugierig weiterzulesen, dass ich das Buch tatsächlich entgegen meiner Befürchtung bis Freitag durch hätte. Da sich aber seit gestern so gut wie nichts tut mit anderen Beiträgen, warte ich lieber noch mit meinem Beitrag zu Abschnitt 3. Obwohl das auch bedeutet, dass ich mit dem Weiterlesen stoppen muss, weil ich nicht zu Abschnitt 3 etwas posten will, obwohl ich schon weiß, wie es weitergeht, denn dann würden Spekulationen keinen Spaß mehr machen.


    Mein eigentlicher Wunsch jedoch, jetzt weiterzulesen, spricht für das Buch. Auch wenn der dritte Abschnitt neben Sonnen- auch erhebliche Schattenseiten hat, die mich enttäuschten. Aber dazu später dann mehr, wenn es deutlich mehr Beiträge in Abschnitt 2 gibt oder sogar der/die erste Mitleser/in auch in Abschnitt 3 angekommen ist.


    Und um Harald bezüglich meiner Enttäuschung zu beruhigen: Da es erst die Hälfte des Buches ist, glaube ich, dass sich die Gründe für meine Enttäuschung noch anders entwickeln werden und sich dann auflösen :)

  • Ich habe auch den 3. Abschnitt schon gelesen, möchte allerdings gleich mein Kommentar schreiben, auch wenn nicht alle dort angelangt sind. Ich persönlich tue mir schwer ein Buch über mehr als eine Woche zu bearbeiten, da ich jede Woche mitmache und ein paralleles Lesen vermeiden möchte, soweit es geht..... Vielleicht kann der/die ModeratorIn noch einmal etwas dazu sagen.


    Dieser Abschnitt war durchaus intensiv, auch wenn man zeitweise dieses Gefühl der Stagnation (was aber durchaus realistisch ist, denn es kann nicht immer Schlag auf Schlag gehen) bezüglich des Mordfalles hatte - dies hat sich dies gegen Ende aber verändert.
    Oppenheimer ermittelt systematisch weiter, interessant ist seine Anwendung einer Mindmap an der Wand, die mit einer gewissen Ironie rund um das Führerbild Platz einnimmt (nun, Vogler kann das anscheinend irgendwann nicht mehr länger mitansehen).


    Wieder waren hier einige interessante Details aus der Zeit zu finden - dass Juden enteignet wurden und Häuser von Parteimitgliedern bewohnt wurden, ist weitläufig bekannt - aber Ausdrücke wie "Goldfasane", "Panzerschokolade", "Hermann-Göring- oder Stuka-Pillen", "Wandzeitungen" etc. sind sicherlich immer wieder neue Inputs für einige Leser, so war es auch für mich.
    Es ist nicht verwunderlich, dass die Bevölkerung das Leben in Saus und Braus missbilligt hat, in Zeiten von Bombardierungen und Rationierungen... Die Propaganda war sicherlich die meiste Zeit darüberstehend, aber es ist immer wieder spannend, die andere Seite der Dinge zu sehen/lesen.


    Oppenheimer und Vogler in dem zerbombten Keller - eine extreme Situation für beide, die auch so manche Ironie mitgebracht hat. Die Menora als Kerzenständer, die Oppenheimer fast schon als ein göttliches Zeichen deutet, doch dann besinnt er sich wieder, dass es nur logisch ist in einem ehemalig jüdischen Hause. Oder: Der Verzehr des unkoscheren Eisbeins als Trotzreaktion. Es ist eine Zeit, in der Oppenheimer natürlich oft von Verzweiflung heimgesucht wird und so steht er wahrscheinlich in seinem Innersten immer wieder in Konflikt mit seinem Glauben, der ohnehin nicht groß, durch die "Brandmarkung" seiner Religion in dieser Zeit noch stärker in Zweifel gezogen wird. Vielleicht würde er gerne glauben, doch kann er sich auf nichts verlassen.


    Germania kommt durch Vogler wieder zur Sprache und durch sein Reden sieht man den Glauben an die glorreiche Zukunft. Die Vergleiche mit Rom, die Vorstellung in tausenden von Jahren die Spuren dieser großartigen Zivilisation hinterlassen zu haben - empfand ich als einen interessanten Abschnitt, der die Vision von Germania gut widerspiegelt. Auch die direkt aufgezählten Parallelen zum alten Rom:
    römischer Gruß - germanischer Gruß; Leibstandarte - Prätorianergarde; Nero - Hitler; Germania - Neropolis.


    (Emilias Todesursache wird hier aufgeklärt, birgt aber nicht so Spektakuläres, wie man sich vielleicht erwartet hätte, da es ja verschwiegen wurde.)


    Amüsant fand ich die Szene mit dem Grammophon im Keller, der SS-Mann, der Brecht nachsingt, begleitet von der Musik eines jüdischen Komponisten - als kleines Zeichen, dass man durch Unwissenheit auch ehrliches Gefallen an etwas finden kann, das als verwerflich gilt.


    Bezüglich des Falles erlebt man eben zuvor genannte Stagnation, es werden weiterhin Parallelen gesucht bezüglich der Frauen, der Tatorte, aber etwas Klares ergibt sich zunächst nicht.
    Oppenheimer ist sehr enttäuscht von Hilde - ich war verwundert, dass er davon nichts wusste, es passt zur Figur der Hilde - und das ist der Keim eines Zerwürfnisses. Das ist ein Thema, an dem man sich heute noch reiben kann, deshalb glaube ich, wird jeder Leser da mehr Verständnis für die eine oder andere Sichtweise haben.


    Komisch ist auch die Situation, dass Oppenheimer und seine Frau in einem SS-Auto unterwegs sind, in die Geschichte passt es natürlich, bleibt aber etwas skurril in meinen Augen.... Ich glaube auch, dass Vogler mit der Beschaffung des Pervitins ein weiteres Machtinstrument in der Hand hat, um Oppenheimer zu kontrollieren - zumindest geht er davon aus.


    Reithermann - tja. Das spaltet auch mich. Oppenheimer will ihn nicht aus seinen Gedankengängen ausschließen, auch wenn dies eine gefährliche Sache ist. Am Ende des Abschnitts habe ich mich aber von der Idee "Reithermann" distanziert.


    Der Brief bringt wieder einen großen Schwung in die Geschichte, die Ermittler können dadurch einige Hypothesen aufstellen und wir Leser kriegen dadurch auch wieder mehr "Futter", was den Plot an sich anbelangt. :D


    Oppenheimer sucht Billhardt auf, was wieder bekannte Fragen zu dieser Zeit aufbringt: Gibt es die Schuld des Einzelnen? Geschah alles aus Gruppenzwang? Entschuldigt ein Handeln auf Befehl die Tat? Hat man sich durch eine solche Tat selber geschützt? .....
    Wir kommen auch schon in die Zeit des D-Days und durch Oppenheimer kann man die Stimmungen auffangen, die in Berlin herrschen.


    Ich muss jetzt ehrlich und offen sagen: Beim Lesen war ich da an einem Punkt, an dem ich mir dachte, also wenn es als Sachbuch oder Zeugenbericht weitergeht, habe ich überhaupt nichts dagegen, lassen wir den Krimi beiseite.
    ABER mit der Sicht des Mörders, hat mich die Geschichte dann doch wieder zurückgeholt, denn er scheint kein SS-Gegner zu sein, sondern er will sein Meisterwerk vollbringen.... da wird es doch wieder spannend.


    lg Denise

  • Gut, dann möchte ich auch meinen Kommentar zu Leseabschnitt 3 posten (bevor er wieder blasser wird im Kopf). Ich schreibe dies unvoreingenommen, d.h. ohne zuvor Denise's Kommentar zu diesem Abschnitt gelesen zu haben.


    Zusammenfassend bleibt erstmal festzustellen, dass die Ermittlungen in diesem Abschnitt auf der Stelle treten, von dem 33er Hinweis von Billhardt einmal abgesehen und der Tatsache, dass Oppenheimer mit dem Bekennerschreiben der berühmte "Kommissar Zufall" zu Hilfe kommt. Ansonsten plätschert die Ermittlung so dahin.


    Das gilt nicht für die Geschichte, die plätschert nicht. Wir haben hier vier bemerkenswerte Ereignisse. Davon hat mir eines sehr gut gefallen, eines ist mir sehr suspekt und die beiden anderen haben mich enttäuscht.


    Ereignis 1: Oppenheimer und Vogler sind verschüttet


    Diese Passage hat mir außerordentlich gut gefallen aus mehreren Gründen. Erstens war es eine sehr gut geschriebene Abwechslung innerhalb des bisherigen Geschehens, die eine gute Mischung aus Dramatik und Gefühl enthielt. Gefangen zu sein in dieser Konfrontation bot dem Autor und dem Leser die Möglichkeit, erstens einen kleinen dramaturgischen Höhepunkt zu erleben und zweitens das Verhältnis der beiden Männer zu intensivieren, ihre Art zu beleuchten, die kluge und beherrschte Oppenheimers und die naive, unbekümmerte Voglers. Schöne Szene, die für den Rest der Geschichte sicher noch gute Dienste leisten wird, um in dem persönlichen Verhältnis der beiden eine zusätzliche Nebenspannung unterzubringen.


    Ereignis 2: Der Besuch bei Hilde und Theas Abtreibung


    Hier gehe ich davon aus, dass diese Szene so ausführlich behandelt wurde, weil sie für Hildes Rolle in der Story wichtig ist. Denn, wenn Oppenheimer später eine ruhige Minute erwischt, um über dieses Erlebnis zu rekapitulieren, wird ihm auffallen, dass Hilde in seinem Beisein die Beherrschung verloren hat, was mir extrem suspekt vorkommt und sie für mich weiter in die Verdachtsecke verschieben lässt. Sie war bei der Begründung ihrer Arbeit offenbar extrem überfordert, denn sie kam nicht auf die naheliegende, für Oppenheimer unverdächtige, Begründung ihres Tuns: „Ich helfe jungen verzweifelten Frauen, die sonst in einer höchsten Suizidgefahr schwebten oder die vergewaltigt wurden.“ Eine selbstbewusste und in ruhigem Ton abgegebene Erklärung dieser Art wäre für Oppenheimer sicher okay gewesen. Aber Hilde war spontan überfordert, sie stammelte, wurde nervös und gab zwei alternative Erklärungen ab, die für Oppenheimer unmöglich akzeptabel sein können. Die eine Erklärung („Ich töte Kinder vor ihrer Geburt, damit sie von Lebensborn nicht nach ihrer Geburt getötet werden“) ist hanebüchen, und die andere Erklärung („Ich töte ungeborene Kinder, damit sie im Lebensborn nicht zu Nazis erzogen werden“) ist faschistisch. Vergleichbar mit Magda Goebbels („Ich töte meine Kinder, weil sich ein Leben nach dem Nationalsozialismus nicht mehr lohnt“). Beide Erklärungen, die eine extrem hanebüchen, die andere faschistisch, passen nicht zu jener Hilde, die Oppenheimer zu kennen glaubt. Ich gehe davon aus, dass ihm das noch auffallen wird.


    Ereignis 3: Der Besuch bei Billhardt


    Das einzig Gute an dieser Szene ist, dass sie zwingend erforderlich war, um den Hinweis auf die 33er Tat zu bekommen. Als ehemaliger Kommissar wartete ich schon darauf, wann Oppenheimer anfängt, in der Vergangenheit nachzuschauen, auf welchem ihm möglichen Weg auch immer. Der Besuch bei einem alten vertrauten Kollegen ist geeignet, um dieses Puzzle in der Story unterzubringen. Dass Harald die Szene jedoch dazu benutzt, individuelle Kriegsverbrechen von Wehrmachtsangehörigen in seinem Roman unterzubringen, war für mich enttäuschend. Nicht der Versuch an sich, denn ich genieße außerordentlich, dass er Historisches (wie z.B. den Werdegang der Presse im Dritten Reich) immer wieder mit einflechtet. Nein, die Art und Weise, wie er das hier getan hat, fand ich enttäuschend. Hier wird ein furchtbares Geständnis auf lächerlichen zwei Seiten mal eben so zwischen Tür und Angel abgehandelt, was ihm nicht gerecht wird. Ein solches Geständnis bietet die Tiefe und das Gewicht für eine eigene innere Dramaturgie, mit der man für sich alleine einen kleinen Roman füllen kann. Was hier nach dem Motto „Ich kann es niemandem erzählen... - … ach komm, ich tue es trotzdem“ ja fast schon schnoddrig abgehandelt wird, ist eine menschliche Tragöde allerhöchsten Ausmaßes für alle daran Beteiligten, auch für den Täter. Immer wieder hört man in Statements der Nachgeborenen „Mein Vater hat niemals darüber sprechen können, bis zu seinem Tod nicht – wir, seine Familie, wissen nicht, was er im Krieg erlebte“. Und das kann ich absolut nachvollziehen. Ich will nicht sagen „verstehen“, aber nachvollziehen. Hätte ich Billhardts Erlebnisse, ich glaube nicht, dass ich dieses wahnsinnige Gewicht meiner Scham mit jemandem teilen könnte. Wenn ich mich da hinein versetze, was Billhardt von sich gibt, das ist ein Drama von einer derartigen Gewissens- und Schuldtiefe, nein! Nie und nimmer. Und schon gar nicht zwischen Tür und Angel in der Gartenlaube gegenüber einem Mann, der diese Bedeutung erfassen kann, insbesondere wenn ich auch noch freiwillig erwähne, dass ich es nicht hätte tun müssen, den anderen Verweigerern sei auch nichts passiert. Bis so etwas über die Lippen eines derartig Schuldigen kommt, vergehen – wenn überhaupt – Jahrzehnte und dann auch wahrscheinlich nur im Zustand der Demenz oder unter Drogen. Diese zwei Seiten, sorry Harald, waren lieblos und daher überflüssig. Mir fehlen natürlich noch 300 Seiten, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass dieses Geständnis für die weitere Handlung von maßgeblicher Bedeutung ist. Ich glaube, Du wolltest diesen Teil der Geschichte nur auch mal erwähnt haben. Und ich finde es wie gesagt in dem Fall lieblos, wenn Du eine solche extreme Tragödie eben nur mit einer Erwähnung abhandelst. Da hätte ein Vielfaches an Zeit und Seitenzahl für aufgewendet werden müssen, um diesem Drama gerecht zu werden. Und da eben genau das mangels Bedeutung für den eigentlichen Roman/Fall den Rahmen sprengen würde, ist in meinen Augen der Kompromiss, diesen Aspekt auf diese Weise doch noch irgendwie unterzubringen, nach hinten losgegangen.


    Ereignis 4: Der Bekennerbrief und das Auftauchen des Täters


    Gestern noch hatte ich überlegt, ob die Doktorarbeit, die Denise gepostet hat, tatsächlich eine Bedeutung haben könnte. Die alte mythologische Symbolik des Ohres wird mit der Vagina gleichgesetzt. Vorausgesetzt, der Täter will seine Opfer für ihr unmoralisches sexuelles Verhalten bestrafen, könnte diese Symbolik passen. Nachdem ich jedoch den Täter kennenlernte, bezweifle ich, dass dieser Bildungsallergiker diese mythologische Bedeutung kennt. Insgesamt muss ich sagen, dass mich der Täter (noch) enttäuscht. Die bedeutungsschwangere Ablegepraxis hätte gut etwas für ein intelligentes Konzept herhalten können, sie verbirgt eine geheimnisvolle Botschaft, die nur bestimmte Empfänger lesen können. Das fände ich spannend. Derzeit, auf Seite 280, sieht es so aus, als hätten wir es trotz unserer Vorfreude auf ein intelligentes politisches Botschaftskonstrukt bloß mit einem Täter zu tun, der lediglich einen an der Klatsche hat. Das ist für den Moment enttäuschend. Aber ich mag noch nicht daran glauben, angesichts von 300 Seiten, die noch vor uns liegen. Da kommt bestimmt noch was. Was mit Hilde, nehme ich an. Aber im Moment ist das Auftauchen dieses Spinners erstmal ernüchternd.


    Soweit meine 50 Cent für heute.


    Und jetzt lese ich mir mal durch, was Denise so denkt. Spannend.


  • Was hier nach dem Motto „Ich kann es niemandem erzählen... - … ach komm, ich tue es trotzdem“ ja fast schon schnoddrig abgehandelt wird, ist eine menschliche Tragöde allerhöchsten Ausmaßes für alle daran Beteiligten, auch für den Täter. Immer wieder hört man in Statements der Nachgeborenen „Mein Vater hat niemals darüber sprechen können, bis zu seinem Tod nicht – wir, seine Familie, wissen nicht, was er im Krieg erlebte“. Und das kann ich absolut nachvollziehen. Ich will nicht sagen „verstehen“, aber nachvollziehen. Hätte ich Billhardts Erlebnisse, ich glaube nicht, dass ich dieses wahnsinnige Gewicht meiner Scham mit jemandem teilen könnte. Wenn ich mich da hinein versetze, was Billhardt von sich gibt, das ist ein Drama von einer derartigen Gewissens- und Schuldtiefe, nein! Nie und nimmer. Und schon gar nicht zwischen Tür und Angel in der Gartenlaube gegenüber einem Mann, der diese Bedeutung erfassen kann, insbesondere wenn ich auch noch freiwillig erwähne, dass ich es nicht hätte tun müssen, den anderen Verweigerern sei auch nichts passiert. Bis so etwas über die Lippen eines derartig Schuldigen kommt, vergehen – wenn überhaupt – Jahrzehnte und dann auch wahrscheinlich nur im Zustand der Demenz oder unter Drogen.


    Tja, Du hast es ganz anders ausgedrückt als ich - während ich es in Fragen ausgedrückt habe, die wirklich sehr schwer zu beantworten sind, hast Du eigentlich sehr klar gesagt wie Du da denkst.
    Ja, ich denke, man hätte es auch auslassen können, da man es einerseits so nicht wirklich stehen lassen kann, aber auch nicht dem Raum hat, es zu besprechen. Menschen, die es miterlebt haben, haben so einen unterschiedlichen Umgang damit und es ist sehr, sehr heikel... Ich hatte jemanden, der darüber sprechen konnte und es war ein stundenlanges Gespräch, das nun mir nicht mehr aus dem Kopf geht.

  • Ich würde mich wirklich sehr freuen, wenn wir da eine Antwort bezüglich des Weiterlesens bekommen, lieber Moderator/liebe Moderatorin - denn wenn ich sehe noch 3 Abschnitte + Leserundenfazit, dann könnte ich mit der nächsten Leserunde Montags beginnen, obwohl sie Freitag anfängt - super wäre wenn Du Dich meldest, lg denise :)


  • Am Ende des Abschnitts habe ich mich aber von der Idee "Reithermann" distanziert.


    Ich glaube auch, dass Reithermann eine Sackgasse ist, ein Neben-Ermittlungsstrang der Vollständigkeit halber (gewissenhafter Oppenheimer :) ). Aber wer weiß? Im Moment ist vieles noch so durcheinander, ich habe immer noch keine richtige Spur, und ich wette, wir werden noch überrascht. Damit wir mit Reithermann überrascht werden, müsste hinter dem aber noch etwas ganz Geheimes, z.B. Staatsfeindliches, stecken. Aber ich glaube nicht.

  • @Denise:
    Im Moment geht es in beinahe allen Leserunden etwas langsamer zu, was sicherlich der Vorweihnachtszeit geschuldet ist. Wegen der Leserunde, die heute beginnt: da mußt du nicht bis Montag warten, du kannst dort ruhig beginnen.


    So, nun zum dritten Abschnitt:
    Was den Mordfall angeht, treten Oppenheimer und Vogler ziemlich auf der Stelle: immer, wenn sie denken, sie hätten eine Gemeinsamkeit gefunden, haut es nur in 2 Fällen hin und beim dritten Fall nicht. Reithermann wird sicherlich auch eine Sackgasse sein, das denke ich ebenfalls, genauso wie das Adlon. Ich bin nun gespannt, ob der Hinweis von Billhardt auf den Vorfall 1933 sie weiterbringen wird.


    Thomas' Überlegungen zu Hilde finde ich interessant: so habe ich das gar nicht gesehen. Ich fand zwar auch ihre Reaktion etwas unpassend für sie, aber ich hatte mich eher mit den moralischen Überlegungen ihrer Aussage beschäftigt. Ich dachte mir schon, daß Oppenheimer nichts davon wußte, daß Hilde Abtreibungen durchführt. Und ich kann ihre Einstellung, warum sie das macht, nicht so ganz nachvollziehen: als Ärztin sollte sie eigentlich Leben erhalten und nicht ungeborenes Leben töten. Zumal sie, wie Thomas anführt, die Abtreibungen nicht durchführt, weil sie eine Gefahr für die Frauen sieht bzw. weil diese vergewaltigt wurden, sondern nur aus der Befürchtung heraus, daß die Kinder später als Kanonenfutter dienen bzw. die Gefahr besteht, daß aus ihnen Nazis werden. In jedem Fall hat die Freundschaft zwischen Hilde und Richard nun einen empfindlichen Knacks abbekommen.


    Die Szene, als Vogler und Oppenheimer in dem Keller verschüttet werden, hat mir sehr gut gefallen. Und ja, ich kann verstehen, daß Oppenheimer sich danach Gedanken über Vogler macht, ob es neben dem linientreuen Nazi nicht noch etwas anderes im Menschen Vogler gibt, vorallem nach Voglers Aussage zu Oppenheimer, daß sie Beiden schließlich zusammenhalten müßten. Grinsen mußte ich, als Vogler die Musik so klasse findet und er nicht weiß, daß das eigentlich verbotene Musik ist. Und die Situation zwischen den Beiden war auch sehr entspannt, als Vogler Oppenheimer die alternativen Bezeichnungen für das Pervitin nennt. Ich habe mich gefragt, was für ein Mensch Vogler wohl geworden wäre, wenn er nicht unter der Fuchtel der Nazis aufgewachsen wäre.
    Und Vogler besorgt Oppenheimer einfach mal so eine Packung Pervitin, eine Packung mit 1000 Stück - das ist ein Vorrat für viele Tage und er sagt ihm, daß er sich wieder melden soll, wenn er noch mehr braucht ... man könnte meinen, Vogler geht davon aus, daß Oppenheimer noch lange Zeit da sein wird, daß er nicht realisiert, in welcher Gefahr Richard als Jude eigentlich schwebt.


    Apropos Pervitin: ich denke, er ist schon längst abhängig von dem Zeugs.


    Die Idee, seinen alten Kollegen Billhardt aufzusuchen, ist gut, um über ihn an Informationen zu alten und ähnlich gelagerten Fällen zu bekommen. Aber seine Geschichte hat mich ziemlich schockiert. Anfangs war er mir eigentlich recht sympathisch, aber nachdem er das erzählt hatte, bin ich innerlich von ihm etwas abgerückt, vorallem, nachdem er zugibt, daß er auch hätte kneifen können, er macht sich nicht mal die Mühe, es wenigstens so zu schildern, daß er keine Wahl hatte. Wirkliche Schuldgefühle konnte ich bei ihm nicht erkennen, auch Oppenheimer meint, hauptsächlich Selbstmitleid zu erkennnen. Mich hat es ebenfalls verwundert, daß er ausgerechnet Richard davon erzählt.


    Und das erste Mal erleben wir die Szenerie aus Sicht des Mörders: er scheint wirklch eine sehr verschrobenes Frauenbild zu haben, um das gelinde auszudrücken. Aber überzeugter Nazi scheint er in jedem Fall zu sein, das war also keine Finte in seinem Brief.


  • Ich würde mich wirklich sehr freuen, wenn wir da eine Antwort bezüglich des Weiterlesens bekommen, lieber Moderator/liebe Moderatorin - denn wenn ich sehe noch 3 Abschnitte + Leserundenfazit, dann könnte ich mit der nächsten Leserunde Montags beginnen, obwohl sie Freitag anfängt - super wäre wenn Du Dich meldest, lg denise :)


    Hallo liebe DeniseUnsal,


    entschuldige bitte, dass ich mich erst jetzt melde. Ich habe den dritten Abschnitt noch nicht beendet und darum Eure Beiträge nur überflogen - dabei habe ich Deine Frage wohl überlesen, sorry. :-[


    Als Faustregel haben wir einen Abschnitt pro Tag, dass heißt, Du könntest im Grunde schon durchlesen. In der Vorweihnachtszeit ist es meist nie ganz so schnell - auch bei mir dieses Mal nicht, weil ich zusätzlich auch noch einen neuen Job habe, der mich momentan sehr beansprucht. Dadurch verzögert sich für Dich die Diskussion in den letzten Abschnitten vielleicht ein wenig, aber Du bist ja nicht aus der Welt, kannst weiterhin die Beiträge lesen, dazu schreiben und auch das Fazit schreiben, wenn Deine neue Runde schon gestartet ist.
    Grundsätzlich sollte eine Leserunde nie länger als zwei bis drei (je nach Umfang) Wochen dauern, aber da sind wir ja noch deutlich im Rahmen. ;)


    Wenn Du solche Fragen hast, kannst Du Dich auch jederzeit auch per Nachricht an den Moderator der Runde wenden, dann werden sie schneller gelesen und beantwortet. Wer moderiert, kannst Du im Leserunden-Thread (das ist dieser, in dem Du Dich auch zur Runde angemeldet hast und die Buch-Gewinner bekannt gegeben werden) im ersten Beitrag nachlesen.


    Liebe Grüße
    dubh

    Liebe Grüße

    Tabea

    Einmal editiert, zuletzt von dubh ()

  • So, entschuldigt mein langsames Tempo, aber die letzte Woche war im Büro nochmal recht stressig, nun sollte es so langsam ausklingen und ich wieder mehr Zeit zum Lesen und Diskutieren haben.


    Diesen Abschnitt fand ich eher gemächlich, obwohl auch wieder einiges passiert.


    Das Verhältnis zwischen Oppenheimer und Hilde bekommt nun auch von seiner Seite aus einen Knacks, als er mitbekommt, dass sie illegale Abtreibungen vornimmt. Hier schien es mir, dass es ihm weniger um Hildes Gesetzesbruch geht, sondern dass er einfach gegen Abtreibungen ist. Wobei ich gestehen muss, dass ich Hildes Argumentation, dass das Kind in einem Lebensborn Heim zu einem strammen Nazi erzogen werden würde, auch nicht als Rechtfertigung ansehen kann. Aber grundsätzlich sollte die Entscheidungsfreiheit der Mutter natürlich immer gegeben sein und es sind furchtbare Zeiten, wenn so eine junge Frau zu irgendeinem Stümper gehen musste, der ihr mit irgendwelchen unpassenden Hilfsmitteln im Unterleib herumfuhrwerkt. Dann doch lieber Hilde, die wenigstens das medizinische Wissen dazu hat.


    Die Ermittlungen haben sich ein wenig festgefahren, es geht nur in sehr kleinen Schritten voran. Der Brief des Täters enthüllt das Motiv, aber der fällt Oppenheimer und Vogler ja in den Schoß. Durch die Suche nach den anderen Briefen können sie das Motiv dann aber immerhin weiter erhärten.
    Der Täter will also alle Frauen töten, die er für Nutten hält, weil sie der starken deutschen Volksgemeinschaft schaden. Eine bizarre Erklärung.
    Und er ist schon auf der Suche nach dem nächsten Opfer.


    Sehr gut eingefangen finde ich wieder das ganze Drumherum.
    Die Begegnung mit Roberts ehemaligem Kollegen, der an der Ostfront Erschießungen durchgeführt hat, war mir fast ein wenig zu knapp, ich bin gespannt, ob diese Szene noch eine Bedeutung für den weiteren Verlauf der Geschichte haben wird.
    Schön waren die Reaktionen auf die Landung der Alliierten in Frankreich. Ich hatte regelrecht vor Augen, wie ein Großteil der Menschen sich bemüht, das Grinsen nicht zu deutlich werden zu lassen und die aufrechten Parteimitglieder anfangen, in Panik auszubrechen.


    Auch sehr interessant waren die Stunden, die Vogler und Oppenheimer verschüttet verbringen. Da hatten sie ja immerhin den richtigen Keller, voller Essen, Wein und Musik. Aus Vogler werde ich nicht schlau. Als überzeugter Nationalsozialist die Dreigroschenoper mitsingen? Versteht er die Ironie hinter dem Text wirklich nicht oder ist es ihm egal? Mir kam er bisher zu intelligent vor, um derartige Hintergründe nicht zu kennen bzw. zu durchschauen.
    Und Oppenheimer lässt er ja wirklich einiges zugutekommen, überlässt ihm ein paar Tage das Auto, versorgt ihn mit Pillen, etc.
    Aber hier bin ich trotzdem eher Hildes Meinung und glaube noch nicht so recht an das Gute in Vogler, dazu fand ich die Geschichte über seinen Vater einfach zu erschreckend.

  • Thomas
    Deine ausführlichen, strukturierten Überlegungen finde ich sehr spannend zu lesen.



    man könnte meinen, Vogler geht davon aus, daß Oppenheimer noch lange Zeit da sein wird, daß er nicht realisiert, in welcher Gefahr Richard als Jude eigentlich schwebt.


    In die Richtung habe ich da beim Lesen auch gedacht und das vergrößert meine Verwirrung über die Figur Vogler. Denn dass er nicht weiß, wie es um die Juden und den Krieg steht, ist für mich unwahrscheinlich.


    Zitat


    Apropos Pervitin: ich denke, er ist schon längst abhängig von dem Zeugs.


    Definitiv, das denke ich auch. Er hält es ja kaum ohne seine tägliche Dosis aus.


    Zitat

    Die Idee, seinen alten Kollegen Billhardt aufzusuchen, ist gut, um über ihn an Informationen zu alten und ähnlich gelagerten Fällen zu bekommen. Aber seine Geschichte hat mich ziemlich schockiert. Anfangs war er mir eigentlich recht sympathisch, aber nachdem er das erzählt hatte, bin ich innerlich von ihm etwas abgerückt, vorallem, nachdem er zugibt, daß er auch hätte kneifen können, er macht sich nicht mal die Mühe, es wenigstens so zu schildern, daß er keine Wahl hatte. Wirkliche Schuldgefühle konnte ich bei ihm nicht erkennen, auch Oppenheimer meint, hauptsächlich Selbstmitleid zu erkennnen. Mich hat es ebenfalls verwundert, daß er ausgerechnet Richard davon erzählt.


    Genau wie Oppenheimer habe ich mich gefragt, warum Billhardt ihm das alles erzählt. Seiner eigenen Frau verschweigt er seine Erlebnisse und Taten in Polen, aber ausgerechnet dem jüdischen Exkollegen gegenüber schüttet er sein Herz aus? Auch wenn Oppenheimer ihn anlügt und sagt, er sei konvertiert, ist das doch denkbar unglücklich. Und wie kann man solche Taten überhaupt irgendjemandem so emotionslos an den Kopf knallen? Ich kann schon nachvollziehen, dass man sich das von der Seele reden will, aber ungeschehen kann er es nicht machen und wirkliche Reue merkt man ihm auch nicht an.


  • Schön waren die Reaktionen auf die Landung der Alliierten in Frankreich. Ich hatte regelrecht vor Augen, wie ein Großteil der Menschen sich bemüht, das Grinsen nicht zu deutlich werden zu lassen und die aufrechten Parteimitglieder anfangen, in Panik auszubrechen.


    Gut, daß du es ansprichst, das habe ich gestern vergessen zu erwähnen: das gefällt mir auch sehr gut, daß man als Leser auch das "Drumherum" mitbekommt, auch wenn mir die Menschen leid tun, weil sie nun hoffen, daß bald alles zu Ende ist, dabei geht es noch beinahe ein Jahr.

  • Hallo zusammen,


    "Wir zwei müssen schließlich zusammenhalten". Hmmmm, ich weiß immer weniger, wie ich Vogler einschätzen soll. Einerseits habe ich seine Kaltblütigkeit und seinen Machthunger im Hinterkopf und dazu ist er nun mal ein SS-Mann und ich traue ihm nicht recht über den Weg. Andererseits zeigt er im Keller, verschüttet und allein mit Oppenheimer eine ganz andere Seite. Er wirkt fast wie ein Junge, der sich einfach mal "normal" verhält und eine menschliche Seite hinter seiner kaltblütigen Fassade zeigt und zwar mehr noch als die bisherigen kleinen Gesten. Nicht nur, dass er laut und unbedarft die verbotenen Lieder singt und eine ungewohnte Fröhlichkeit ausstrahlt, sondern auch sein Interesse an Oppenheimer. Seine Frage nach Oppenheimers Tochter, "wie es sei, wenn das eigenen Kind stirbt", wirkte auf mich hier echt interessiert und fast mitfühlend. Und sein auf Oppenheimer vertraulich wirkender Blick bei der Bemerkung, "Nero war im Unterschied zu Hitler verrückt", wirkt ebenfalls so, als wäre einiges nur Schau, was Vogler zeigt. Und das verstärkt wieder meinen Eindruck von ihm, dass ihm nicht politische Inhalte wichtig sind, sondern er danach schaut, was bzw. wer ihm persönlich Gewinn und Macht bringt. Könnte es vielleicht sein, dass er schon ahnt, dass Hitlers Weg nach unten geht und er sich schon mal parallel orientiert, um nach erfolgreicher Invasion der Alliierten die Seiten zu wechseln? Ich schätze ihn so ein, kann mich aber natürlich täuschen und perfekt von Vogler an der Nase herumgeführt werden, weil er ein sehr guter Schauspieler ist und ganz anderes mit Oppenheimer vorhat, indem er sich so nett zeigt. Ich bin echt gespannt auf die weitere Entwicklung!


    Ach ja, ist diese Szene, in der die beiden 50 Stunden eingesperrt sind, vielleicht die besondere Szene, von der du im anderen Thread gesprochen hast, Harald?


    Die Atmosphäre ist wie immer auch hier toll beschrieben. Der Moment, als die Bomben fielen, alles bebte und wackelte und sie verschüttet wurden, hatte ich bildlich vor Augen.


    Oppenheimers Entsetzten, als er von Hildes Abtreibungen erfuhr, war durch seine Kommissararbeit natürlich verständlich. Es ist verboten und widerspricht seinem Ziel, Morde zu verhindern. Vielleicht war das auch einer der Punkte, die Hilde zu dem Anruf damals drängten. Die Vorahnung, dass er aufgrund der Genitalverstümmelungen nach illegalen Abtreibungen forschen könnte. Und wie Hilde zugab (und was mich echt entsetzte!) treibt sie vornehmlich ab, um zu verhindern, dass die Kinder zu Nazis werden. Eine Abtreibung aus der Not der Mütter heraus und damit diese nicht zu Pfuschern gehen, kann ich verstehen und unterstützen. Aber Hilde hat doch nicht das Recht, Kinder zu töten, weil sie vielleicht zu Nazis werden. Natürlich will keiner Nazis haben, aber sie ist nicht Gott und kann entscheiden, was aus Kindern wird oder nicht wird und schon mal im voraus die Gesellschaft reinigen. Und dass die Kinder noch nicht geboren wurden, ist keine Entschuldigung. Vielleicht gibt es unter ihren Gesinnungsgenossen ja noch mehr, die Arbeiten solcher Art ausüben und/oder zum Kreis weiterer Gesinnungsgenossen mit ähnlichen Zielen führen und daher die Warnung vor Oppenheimer?


    Das Erscheinen des Täters hätte ich nicht erwartet. Das kommt ja immer mal vor, dass er in Krimis zu Wort kommt, aber hier hätte ich es nicht erwartet. Das war also eine Überraschung, ihn schon "kennenzulernen". Er will also Huren umbringen, die die SS verseuchen. Ja klar, die Frauen sind schuld, denn die SS-Männer werden ja gezwungen, sich mit ihnen einzulassen. ::) Hier hat sich jedenfalls jemand ganz schön in seine Aufgabe verbissen und ist nun sogar beleidigt, dass die SS, die er schützen will, nicht auf seine Warnungen reagiert. Warum ist es ihm persönlich so wichtig? Weil er selbst betroffen ist, also selbst der SS angehört hat/hatte und "verseucht" wurde? Seine Besessenheit und seine Motivation, sogar dafür zu töten, könnte ja dafür sprechen, dass er sich selbst als Opfer sieht. Einfach mal so aus der Theorie heraus wäre man sicher nicht so "engagiert" zum Messer zu greifen und zu foltern, oder?


    Und zum Schluss: sehr schön, bei Oppenheimers Überlegungen in die Vergangenheit mit Gennat und seiner neugeschaffene Kriminalinspektion A auf etwas Vertrautes zu stoßen. Vielleicht sind sich Oppenheimer und Volker Kutschers Kommissar Gereon Rath ja früher mal über den Weg gelaufen. ;) ;D


  • Definitiv, das denke ich auch. Er hält es ja kaum ohne seine tägliche Dosis aus.


    Ja, das habe ich auch gedacht und es macht mich richtig traurig, denn Oppenheimer ist ohne die Pillen nicht mehr der Mensch, der er mal war, auch wenn mit Einnahme der Pillen dieser Mensch kurzfristig wieder zum Vorschein kommt :(



    Genau wie Oppenheimer habe ich mich gefragt, warum Billhardt ihm das alles erzählt. Seiner eigenen Frau verschweigt er seine Erlebnisse und Taten in Polen, aber ausgerechnet dem jüdischen Exkollegen gegenüber schüttet er sein Herz aus? Auch wenn Oppenheimer ihn anlügt und sagt, er sei konvertiert, ist das doch denkbar unglücklich. Und wie kann man solche Taten überhaupt irgendjemandem so emotionslos an den Kopf knallen? Ich kann schon nachvollziehen, dass man sich das von der Seele reden will, aber ungeschehen kann er es nicht machen und wirkliche Reue merkt man ihm auch nicht an.


    Ich kann das schon irgendwie nachvollziehen. Gerade ganz schlimme Dinge, die auch noch mit eigener Schuld belastet sind, für die sie sie sich vielleicht sogar schämen, können einige Leute gerade ihren ganz vertrauten Menschen eben nicht erzählen. Es einem nicht so wichtigen Menschen zu sagen, der aber vielleicht einen Anknüpfungspunkt bietet, fällt oft leichter. Man ist es losgeworden und hat aber sein direktes Umfeld damit nicht belastet, was einen selbst ja auch wieder belasten oder das Zusammenleben verändern würde. Wie der Besuch eines Therapeuten, dem mal alles vor die Nase knallen kann. Manche können ja noch nicht mal jemanden dabei anschauen und werden ihre Probleme lieber in der Telefonseelsorge los. Ich habe das hier so verstanden, dass Billhardt hier aus der Situation heraus endlich jemanden gefunden hat, dem er all seine Vergehen und seine Schuld ohne Konsequenzen beichten konnte. Die fehlende Reue fand ich aber auch schlimm.

  • Hallo Ihr Lieben,


    nun habe ich endlich Zeit um meine Eindrücke zum dritten Abschnitt zu schreiben und hoffe, dass ich nichts vergessen werde.


    Oppenheimer wird zusehends selbstbewusster, was mich sehr freut, denn endlich hat er wieder eine Aufgabe, der er nachgehen "darf" und die ihm noch dazu großen Spaß macht. Eigentlich tut mir hierbei nur seine Frau Lisa ein bisschen leid, denn sie muss viel Zeit alleine verbringen und weiß noch nicht einmal, wo ihr Mann gerade ist. Zumal das ganze ein lebensgefährliches Bündnis ist! Der Fall nimmt weiterhin nur schwer Konturen an - immerhin hat Vogler Oppenheimer endlich alle Akten offengelegt und somit hat der ehemalige Kommissar alle bisherigen Ermittlungsergebnisse. Doch der Täter bleibt für mich weiterhin völlig schleierhaft! Anfangs habe ich noch angenommen, dass Hildes "Gesinnungsgenossen" damit zu tun haben könnten - nun deutet ja alles auf einen überzeugten Nationalsozialisten. Aber was ist der für ein Mensch? Ein Goldfasan wohl eher nicht, denn dazu ist die Schreibweise zu ungelenk und zu fehlerbehaftet, oder? Ist er möglicherweise selbst erkrankt? An Syphilis oder ähnlichem? Dadurch könnte er diesen extremen Hass auf Frauen, die leichtfertig auf Männerbekanntschaften aus sind, entwickelt haben…
    Noch spannender finde ich gerade aber die Begegnungen und Gespräche, die sich nebenbei ergeben: allen voran natürlich die Stunden, die Oppenheimer zwangsweise mit Vogler verbringen musste, aber auch die Unterhaltung unter den alten Kollegen Billhardt und Oppenheimer oder das halbe Verhör von Oppenheimer im Adlon.
    Vogler bekommt zeitweise ein menschliches Gesicht - vor allem beim Singen von Brecht-Texten! ;D Ich hatte ja schon vor diesem Abschnitt den Eindruck, dass hinter Vogler mehr stecken könnte als die unmenschliche Geisteshaltung des Nationalsozialismus, dann haben wir über seine Taten an der Front erfahren - jetzt wieder diese beinahe kollegiale Ader gegenüber Oppenheimer. Auch wenn er mit dem Besorgen der Pervitin-Tabletten natürlich Oppenheimers Sucht fördert, finde ich es fast schon freundlich von ihm. Dass Oppenheimer allerdings so abhängig sein könnte, dass er gleich drei Tabletten auf einmal schluckt, war mir bislang nicht klar!
    Der Besuch Oppenheimers in Billhardts Schrebergarten hat mich dahingegen sehr schockiert! Der alte Kollege ist nicht feindselig und wirkt auch alles andere als nazitreu - und trotzdem berichtet er plötzlich sehr offen von den Gräueltaten an der Ostfront und versucht sich gegenüber Oppenheimer zu rechtfertigen. Ich hatte fast den Eindruck, dass dieser die Funktion eines Priesters bei der Beichte übernimmt: er als Jude soll Billhardts Handeln begreifen und einordnen. Wahnsinn, was der Krieg und die jahrelange Propaganda aus stinknormalen Menschen machen kann.


    So, nun muss ich erstmal gründlich Eure Beiträge lesen.


    Liebe Grüße
    dubh


  • Gerade ganz schlimme Dinge, die auch noch mit eigener Schuld belastet sind, für die sie sie sich vielleicht sogar schämen, können einige Leute gerade ihren ganz vertrauten Menschen eben nicht erzählen. Es einem nicht so wichtigen Menschen zu sagen, der aber vielleicht einen Anknüpfungspunkt bietet, fällt oft leichter.ber auch schlimm.


    Damit könntest du recht haben.



    Ich hatte fast den Eindruck, dass dieser die Funktion eines Priesters bei der Beichte übernimmt: er als Jude soll Billhardts Handeln begreifen und einordnen.


    Den Eindruck hatte ich auch.


    Harald:
    Wieder vielen Dank für die Bilder - das ist toll, auf diese Weise an die verschiedenen Schauplätze reisen zu können, auch wenn man knapp 600 km weit entfernt wohnt.

  • Hallo zusammen!



    Komisch ist auch die Situation, dass Oppenheimer und seine Frau in einem SS-Auto unterwegs sind, in die Geschichte passt es natürlich, bleibt aber etwas skurril in meinen Augen.... Ich glaube auch, dass Vogler mit der Beschaffung des Pervitins ein weiteres Machtinstrument in der Hand hat, um Oppenheimer zu kontrollieren - zumindest geht er davon aus.


    So habe ich das gar nicht verstanden, eher quasi als "Freundschaftsdienst". Gerade in Wehrmachtskreisen war Methamphetamin doch damals sehr üblich - dadurch habe ich nicht in Betracht gezogen, dass Vogler bei Oppenheimer eine Sucht diagnostiziert. Eher, dass sich der SS-Mann vorstellen kann, dass man als Bewohner eines Judenhauses sicherlich nicht dieselben Beschaffungsmöglichkeiten wie er selbst hat.


    Zitat

    Oppenheimer sucht Billhardt auf, was wieder bekannte Fragen zu dieser Zeit aufbringt: Gibt es die Schuld des Einzelnen? Geschah alles aus Gruppenzwang? Entschuldigt ein Handeln auf Befehl die Tat? Hat man sich durch eine solche Tat selber geschützt? …..


    Gerade deshalb finde ich diese Szene mit Billhardt sehr wichtig - die Klarstellung, dass diejenigen Soldaten, die sich damals an der Ostfront geweigert haben, zwar "zur Sau" gemacht wurden, aber nichts weiter geschah. Damit ist das Thema Befehlsnotstand für mich ausreichend angesprochen - auch wenn sich das aus heutiger Sicht natürlich viel, viel einfacher sagen lässt.



    Aber Hilde war spontan überfordert, sie stammelte, wurde nervös und gab zwei alternative Erklärungen ab, die für Oppenheimer unmöglich akzeptabel sein können. Die eine Erklärung („Ich töte Kinder vor ihrer Geburt, damit sie von Lebensborn nicht nach ihrer Geburt getötet werden“) ist hanebüchen, und die andere Erklärung („Ich töte ungeborene Kinder, damit sie im Lebensborn nicht zu Nazis erzogen werden“) ist faschistisch. Vergleichbar mit Magda Goebbels („Ich töte meine Kinder, weil sich ein Leben nach dem Nationalsozialismus nicht mehr lohnt“).


    Den letzten Vergleich verstehe ich nicht. Die Intention Magda Goebbels', ihre Kinder zu töten, empfinde ich schon als eine andere. Abgesehen davon sehe ich einen Unterschied darin, ob ich eine Abtreibung an einem Fötus vornehme oder einen Menschen egal welchen Alters umbringe. Die Aussicht der Schwangeren damals waren nicht sonderlich rosig, aus welchen Gründen auch immer sie schwanger waren - und dass das eigene Kind nachher in einem nationalsozialistischen Heim aufwächst, wäre für mich auch mehr als problematisch, da finde ich den Gedanken, dass Kind dann lieber abtreiben zu lassen, durchaus nachvollziehbar und nicht faschistisch.


    Zitat

    Hier wird ein furchtbares Geständnis auf lächerlichen zwei Seiten mal eben so zwischen Tür und Angel abgehandelt, was ihm nicht gerecht wird. Ein solches Geständnis bietet die Tiefe und das Gewicht für eine eigene innere Dramaturgie, mit der man für sich alleine einen kleinen Roman füllen kann. Was hier nach dem Motto „Ich kann es niemandem erzählen... - … ach komm, ich tue es trotzdem“ ja fast schon schnoddrig abgehandelt wird, ist eine menschliche Tragöde allerhöchsten Ausmaßes für alle daran Beteiligten, auch für den Täter. Immer wieder hört man in Statements der Nachgeborenen „Mein Vater hat niemals darüber sprechen können, bis zu seinem Tod nicht – wir, seine Familie, wissen nicht, was er im Krieg erlebte“. Und das kann ich absolut nachvollziehen. Ich will nicht sagen „verstehen“, aber nachvollziehen. Hätte ich Billhardts Erlebnisse, ich glaube nicht, dass ich dieses wahnsinnige Gewicht meiner Scham mit jemandem teilen könnte. Wenn ich mich da hinein versetze, was Billhardt von sich gibt, das ist ein Drama von einer derartigen Gewissens- und Schuldtiefe, nein! Nie und nimmer. Und schon gar nicht zwischen Tür und Angel in der Gartenlaube gegenüber einem Mann, der diese Bedeutung erfassen kann, insbesondere wenn ich auch noch freiwillig erwähne, dass ich es nicht hätte tun müssen, den anderen Verweigerern sei auch nichts passiert. Bis so etwas über die Lippen eines derartig Schuldigen kommt, vergehen – wenn überhaupt – Jahrzehnte und dann auch wahrscheinlich nur im Zustand der Demenz oder unter Drogen.


    Also mit Verlaub - das weißt Du doch nicht. Jeder Fall kann anders sein. Natürlich gab es sehr viele, die aus Scham geschwiegen haben; andere, weil sie es unter Kriegserlebnissen verbucht und dann von ihrem restlichen Leben abgekapselt haben; manche, weil sie es aus mangelndem Gewissen ihr Handeln nie schlimm fanden. Aber es gab auch Wehrmachtssoldaten, die darüber gesprochen haben, sogar recht offensiv. Die Atmosphäre war in Deutschland aber nie so, dass man das Erlebte und die Taten der Soldaten hören wollte. Die Wehrmachtsausstellung der 90er-Jahre hat noch einmal deutlich gezeigt, dass man gar nicht so gerne wissen wollte, was die eigene Verwandtschaft erlebt und wie sie gehandelt hat. Ist doch klar, dass die, die den Krieg erlebt haben, sich dann auch nicht unbedingt ermutigt fühlten, sich damit auseinanderzusetzen.
    In meiner eigenen Familie gibt es zwei extreme Beispiele: mein Großvater ist relativ spät eingezogen worden - als die Nazis noch einmal Mann und Maus mobilisiert haben. Er hat Zeit seines Lebens nicht sprechen wollen, nur so viel, dass er sich sehr schämt und nie wieder in einen Krieg ziehen würde. Einer meiner Großonkel dagegen war in der Leibstandarte Adolf Hitler und hat sich während des Krieges sehr ausführlich seiner Schwester anvertraut als er mal ein paar Tage zuhause war. Wir haben Postkarten von ihm, die mich manchmal den Kopf schütteln lassen, weil ich mich gewundert habe, wie sie ohne Zensur durchgegangen ist, weil eindeutige Kritik zu lesen ist. Und das bei einer Elite-Einheit! Er ist dann auf dem "Rückweg" aus Russland erschossen worden - wer weiß, was er sonst noch alles erzählt hätte.
    Im Fall von Billhardt finde ich es nicht unverständlich, dass er sich Oppenheimer so anvertraut. Ich denke, in seinen Augen war Oppenheimer der "Priester", der seine Beichte abgenommen hat. Wahrscheinlich spielen mehrere Aspekte eine Rolle: sie kennen sich, haben ein gewisses Vertrauensverhältnis, aber dennoch genügend Distanz, als dass sie sich regelmäßig sehen. Seine Familie hingegen würde er immer sehen und hat deshalb Angst, vor ihr sein Gesicht zu verlieren. Ich denke, es ging hauptsächlich darum, sein Gewissen zu erleichtern: deshalb auch die Überlegungen, dass andere ja die Befehle verweigert haben. Billhardt versucht zu erklären, was er selbst nicht begreifen kann. Zumindest nicht in Gänze. Er hat mitgemacht, weil er gedacht hat, das gehört sich eben so. Und nun, einige Zeit später, fragt er sich, ob es wirklich so war. Vielleicht hofft er sogar auf eine Art Absolution durch seinen alten Kollegen, insgeheim. Aber wenn Oppenheimer geht, möglicherweise wütend oder zutiefst enttäuscht, dann war es ein Versuch für Billhardt; ein Versuch, der ihn aber nichts kosten würde, denn was soll denn sonst geschehen?




    Was den Mordfall angeht, treten Oppenheimer und Vogler ziemlich auf der Stelle: immer, wenn sie denken, sie hätten eine Gemeinsamkeit gefunden, haut es nur in 2 Fällen hin und beim dritten Fall nicht. Reithermann wird sicherlich auch eine Sackgasse sein, das denke ich ebenfalls, genauso wie das Adlon. Ich bin nun gespannt, ob der Hinweis von Billhardt auf den Vorfall 1933 sie weiterbringen wird.


    Noch gespannter bin ich allerdings darauf, wie sich die beiden das nächste Mal begebenen werden: kann Billhardt mit seinem Geständnis gegenüber Oppenheimer leben? Und wie reagiert der auf den alten Kollegen, wenn der erste Schock über dessen Taten gesackt ist?


    Zitat

    Grinsen mußte ich, als Vogler die Musik so klasse findet und er nicht weiß, daß das eigentlich verbotene Musik ist. Und die Situation zwischen den Beiden war auch sehr entspannt, als Vogler Oppenheimer die alternativen Bezeichnungen für das Pervitin nennt. Ich habe mich gefragt, was für ein Mensch Vogler wohl geworden wäre, wenn er nicht unter der Fuchtel der Nazis aufgewachsen wäre.


    Ja, die Zeichen der Zeit. Gerade die jungen Menschen können einem streckenweise echt leid tun. Diese Jahrgänge, die mit Propaganda bis an die Haarspitzen "gefüllt" wurden und - wenn sie nicht gerade eine kritische Sozialisation von zuhause erhalten haben - kaum eine Chance auf eine eigene Entwicklung hatten. Bei Vogler war es eher die Rebellion gegen den strengen Vater.


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    Und Vogler besorgt Oppenheimer einfach mal so eine Packung Pervitin, eine Packung mit 1000 Stück - das ist ein Vorrat für viele Tage und er sagt ihm, daß er sich wieder melden soll, wenn er noch mehr braucht ... man könnte meinen, Vogler geht davon aus, daß Oppenheimer noch lange Zeit da sein wird, daß er nicht realisiert, in welcher Gefahr Richard als Jude eigentlich schwebt.


    Gerade deshalb habe ich noch Hoffnung, was Vogler angeht. Wenn er noch mehr Berliner Realität erhält und mit Oppenheimer zusammenarbeitet, dann könnte er sich vielleicht noch entwickeln - weg von den Nazi-Schergen.



    In die Richtung habe ich da beim Lesen auch gedacht und das vergrößert meine Verwirrung über die Figur Vogler. Denn dass er nicht weiß, wie es um die Juden und den Krieg steht, ist für mich unwahrscheinlich.


    Es wird ja an früherer Stelle erwähnt, dass sich Vogler "im Feld" als besonders radikal und skrupellos verhalten hat. Zudem ist er SS-Mitglied, also gehe ich schwer davon aus, dass er nicht nur weiß, was die Einsatzgruppen der Sicherheitspolizei und des SD (also genau seine Baustelle) alles so getan haben… Aber ich sehe momentan in ihm das Potential, zu begreifen, dass er massiv indoktriniert wurde. Macht seine Schuld bis dahin nicht geringer, aber vielleicht kann er dann wenigstens später noch ein bisschen Gutes tun.


    Zitat

    Genau wie Oppenheimer habe ich mich gefragt, warum Billhardt ihm das alles erzählt. Seiner eigenen Frau verschweigt er seine Erlebnisse und Taten in Polen, aber ausgerechnet dem jüdischen Exkollegen gegenüber schüttet er sein Herz aus? Auch wenn Oppenheimer ihn anlügt und sagt, er sei konvertiert, ist das doch denkbar unglücklich. Und wie kann man solche Taten überhaupt irgendjemandem so emotionslos an den Kopf knallen? Ich kann schon nachvollziehen, dass man sich das von der Seele reden will, aber ungeschehen kann er es nicht machen und wirkliche Reue merkt man ihm auch nicht an.


    Nein, Reue würde ich es nicht nennen, es wirkt wirklich eher wie Selbstmitleid. Aber vielleicht ist der Ansatz, sich überhaupt damit zu beschäftigen, zu überlegen, warum er Morde begangen hat, während andere Befehle verweigert haben, gar nicht so verkehrt. Vielleicht bringt es ihn irgendwann zu einem Eingeständnis und ehrlicher Reue.


    Liebe Grüße
    dubh

    Liebe Grüße

    Tabea

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  • Was mir gerade einfällt: mit Arthur Nebe taucht eine historische Figur auf, die eindeutigen Verbrechen (zum Beispiel Einsatzgruppe B) zugeordnet werden konnte - warum geht dieser wohl im Adlon an Oppenheimer vorbei? Nebe wusste doch mit Sicherheit von früher, dass der alte Konkurrent jüdischen Glaubens ist… Ob wir ihm wohl noch einmal begegnen? Ich war mir im ersten Moment sicher, dass Vogler nun alleine weiterarbeiten muss.