#04 - Seite 281 bis 369 (einschließlich Kapitel 21)

Leserunden.de wurde am 31.12.2018 eingestellt. Registrierungen und Antworten sind nicht mehr möglich. Der Betrieb geht im Bücherforum von Literaturschock weiter.
Leserunden.de positioniert sich. Nazifreie Zone, denn wer neben Nazis marschiert, ist entweder selbst ein Nazi oder eine nützliche Marionette der Nazis. Andere Kategorien gibt es nicht.
  • Hier könnt Ihr zum vierten Abschnitt - bis Seite 369 - schreiben.


    Spoilermarkierungen sind aufgrund der Seitenbeschränkung nicht vorgesehen.

  • Zum vierten Abschnitt gibt es meines Erachtens nicht allzu viel zu sagen. Er war ja auch recht kurz bemessen als Abschnitt. Wir lernen die Vorgehensweise des Täters etwas besser kennen und Oppenheimer bekommt endlich eine richtige Spur (Reifenabdruck, Fußabdruck). Ich hatte mich allerdings einige Seiten zuvor gewundert, dass man nach den Regentagen auf dem Friedhof keine Fußabdrücke gesichert hat. Das kann ich mir nicht so recht erklären, zumal Harald ja im Olympiapark beweist, dass er daran gedacht hat.


    Auffällig ist, dass die Verwirrung zunimmt für den Leser. Wir haben Frau Becker, die sich erstens widerspricht (Haarfarbe) und zweitens lügt (Adresse), und jetzt schaltet sich noch das Amt Canaris ein mit einer etwas -wie ich finde- merkwürdigen Motivation. Ich will im Moment noch nicht ausschließen, dass Anton und Pünktchen überhaupt nicht von Canaris kommen sondern der Stauffenberggruppe angehören, die ja in wenigen Wochen zuschlagen wird. Aber was für ein Interesse hätten sie dann an Oppenheimer und der Mordserie? Hat die Mordserie irgendwas mit den Staatsstreichplänen zu tun? Ich bin verwirrt...


    Hätten wir den Täter nicht kenengelernt, würde sich eine Spekulation über die geheimen Zusammenhänge seiner Rituale mit Politik und Widerstand lohnen. Aber so? Eigentlich kann dieser Trottel kein Bestandteil eines "intelligenten Netzwerks" sein. Und doch scheint alles irgendwie miteinander verwoben. Ich bin wirklich sehr auf die Auflösung gespannt. Die ganze Ablegepraxis (verstümmelter Schoß gen WWI-Denkmal, Huren, Nägel in Ohren, etc.) schreit ja förmlich nach einer symbolträchtig durchdachten Botschaft, nach einem "Geheimnis hinter dem eigentlichen Fall", aber ich vermag angesichts DIESES Täters nichts zu erkennen. Und während in vergleichbaren Thrillern die Protagonisten zumindest alle 50, 60 Seiten mal ein Puzzlestück des Geheimnisses entschlüsseln, passiert hier diesbezüglich gar nichts. Während die Geschehnisse rund um die Ermittlung spannend sind, ist es die Ermittlung selbst nicht. Alle Ansätze Oppenheimers, oder fast alle, laufen ins Leere (Becker ist nicht zu finden, keiner wohnt in Köpenik, die "Lehm-Gegend" stellt sich als falsch heraus usw.). Das, was passiert, passiert neben dem Fall (Verschüttung, Dr. Klein, Canaris etc.). Ich bin ein bißchen ratlos.


    Was mich darüber hinaus wundert, ist, dass Oppenheimer bei seinen Alleingängen ständig überwacht wird und er sich permanent mit Erfolg dieser Überwachung entziehen kann, beim ersten Mal sogar für den Verfolger erkennbar absichtlich. Und trotzdem wird er deswegen von Vogler nicht angesprochen. Der scheint ihn mit einem Verfolger kontrollieren zu wollen und muss sich jedesmal berichten lassen, dass Oppenheimer es gemerkt und verhindert hat. Und er stellt ihn nicht zur Rede. Möglicherweise kommt sein Beschatter gar nicht von Vogler sondern von jemand anderes, anders kann ich mir diese Egal-Haltung von Vogler nicht erklären.


    Insgesamt darf ich aber, unabhängig von der verwirrenden und (scheinbar) unzusammenhängenden Handlung, sagen, dass mir das Lesen insgesamt Vergnügen bereitet, nicht zuletzt, weil Harald es durch die Art wie er schildert fertigbringt, dass ich mich tatsächlich real ins Berlin von 44 zurückversetzt fühle.


    Ein P.S. noch zum vorigen Abschnitt. Hatte ich vergessen zu erwähnen. Ich fand es ganz amüsant, einen alten Bekannten wiederzutreffen: Arthur Nebe, der als Kripochef in VATERLAND schon eine wichtige Rolle spielte :)

  • Nachdem nun also ein paar Tage bei den Ermittlungen nichts weitergegangen ist, sucht Oppenheimer wieder Billhardt auf. Mit Erfolg, denn erste Spuren lassen sich 1932 finden, ein SA-Mann hat der Frau eines Gewerkschafters nur in den Unterleib gestochen. Ist das tatsächlich die heiße Spur oder ist es reiner Zufall? Es werden sicherlich öfter Stiche in den Unterleib vorkommen bei einer Affekttat.


    Traurig und tragisch ist die Szene, in der Oppenheimer nach Hause kommt und ihm der Geschmack der Schokolade im Mund vergeht - sie ist sehr kurz und hinterlässt auch mich mit einem schlechtem Gefühl. Ich hatte mir schon gedacht, dass sehr viele Fakten des dritten Reiches angesprochen werden, nur die Konzentrationslager nicht – das ist nun somit doch geschehen. Irgendwie hoffte ich, dass es einen anderen Weg für Dr. Klein gibt. Oppenheimer kann in der Nacht die Bitterkeit beim Gedanken an ihn nicht verdrängen, doch wird er abgelenkt.


    So kommen wir zur 4. Tat auf dem Friedhof. Eine Zeugin soll gesehen haben, wie sich jemand am Tor zu schaffen gemacht hat, kurz bevor die Leiche gefunden wurde. Diesmal unterscheidet sich das Kriegsdenkmal etwas, es ist eigentlich ein Wasserreservoir, das aber als Denkmal für die Gefallenen des ersten Weltkrieges UND der NS-Bewegung dient. Das Muster ist auch anders, diesmal wurden die Arme abgeschnitten.


    Oppenheimer fühlt sich schuldig und wütend, der Mord war angekündigt und doch haben die Ermittlungsschritte und die Gedanken, die er sich dazu gemacht hat, keinen Erfolg gebracht, zumindest konnte er so den nächsten Mord nicht verhindern.
    Das Opfer hieß Edith Zöllner (genannt Friederike) und arbeitet als Edelprostituierte im Salon Kitty. Dort versucht Oppenheimer etwas herauszufinden, was nicht möglich ist. Kitty durchschaut, dass er Jude ist und steckt ihm Geldscheine zu - ja es gab auch die, die helfen wollten und zwar recht viele. (Ich lese die Reihe "Stille Helden des dritten Reiches", da gibt es vor allem viele solcher Geschichten).


    Der Täter hat diesmal Freitag statt Samstag zugeschlagen, nur ist die Frage, ob das irgendetwas bedeutet, denn wie wir aus seiner Sicht sehen konnten, war er recht unter Druck und voll Wut.
    Die widersprüchlichen Angaben von Fräulein Becker sind tatsächlich interessant, denn wie kann man dunkel mit Jean Harlow-Platinblond verwechseln.... hm... Auch die angegebene Adresse ist falsch – was hat diese Zeugin zu verbergen, vor was hat sie Angst?


    Der Krimi wird ab hier so richtig spannend, Traudel wird von einem falschen Chauffeur entführt, von dem man ahnt, dass es sich um den Mörder handeln könnte.
    Oppenheimer und Hilde treffen sich wieder und sie offenbart nun, was sie weiß, und dass sie im Vorfeld schon andere eingeweiht hat. Sie hat Angst um Oppenheimer, da der Fall die Parteimitglieder und die Partei betrifft und somit politische Brisanz hat. Das letzte Opfer war bei der Waffen SS. Sie gehörte zu einem Kreis von 20 Damen, die von der SS ausgebildet wurden, um die Kunden auszuspionieren.
    Oppenheimer fragt schließlich was da abgeht und so sagt Hilde, sie seien alle auf der gleichen Seite, Lüttke und Bauer vom Amt Canaris.


    Harald hier lieferst Du uns interessante Fakten zur Spionage zwischen Wehrmacht und der SS, die für den Fall von Bedeutung scheinen, doch habe auch ich denke so wie Hilde, dass die Taten nicht wirklich politisch motiviert sind und sich die Mitspieler hier mehr darüber Gedanken machen.


    Hier ein Link über Canaris: http://www.zeit.de/1946/13/auf…gang-des-admirals-canaris


    Allerdings wäre es interessant, ob sich für Oppenheimer und seine Frau tatsächlich eine Möglichkeit der Ausreise ergibt, was ich zwar bezweifle, denn ihn verschwinden zu lassen, dürfte insbesondere durch den Fall schwierig werden. Pünktchen und Anton willigen allerdings ein und für Lisa ist dies eine sehr aufregende Nachricht, denn sie möchte das Land endlich verlassen.


    Oppenheimers Deckung ist aufgeflogen, aber das scheint Vogler nicht wirklich zu interessieren. Der Täter hat bei Traudel Herrmann tatsächlich wieder zugeschlagen. Er kann im Auto einige Spuren sichern Haare, Blut und – Lehm! Was ein wichtiger Anhaltspunkt zu sein scheint. Ihre Leiche wird im Stadion gefunden, diesmal mit zwei zusätzlichen Details, das abgeschorene Haar und das Schild „Judenhure“.Oppenheimer findet auch Reifenspuren und einen Fußabdruck.


    Oppenheimer arbeitet also tatsächlich mit Pünktchen und Anton zusammen, was sich von dieser Fakultät noch ergibt, da bin ich sehr gespannt....


    Die Tatsachen zu Traudel Herrmann, vor allem dass sie es auf jüdische Freier abgesehen hatte, um diese dann auszunehmen, sind Hinweise, dass der Täter sie nicht zufällig ausgesucht hat. Die Indizien werden immer deutlicher und nun steigt die Spannung ins Unglaubliche, ich habe wieder richtige Freude weiterzulesen und mein Tief somit überwunden.

  • Nun bin ich gespannt, ob Billhardts Hinweis auf den SA-Mann eine heiße Spur sein wird, ich dachte ja, ich kriege die Krise, daß Billhardt nicht mit dem Namen rausrückt. Ich hoffe, Oppenheimer kann Billhardt bald besuchen und ihn in Erfahrung bringen. Ansonsten kommen Oppenheimer und Vogler nicht wirklich weiter, immerhin gibt es nun einen Hinweis auf den Laster mit Plane sowie Reifenspuren und Fußabdruck. Selbst die groß angelegte Suche bringt kein Ergebnis. Ich habe immer Angst, daß Vogler demnächst die Geduld verliert, aber bisher steht er weiterhin ganz hinter Oppenheimer. Andererseits hat er auch sonst keine Alternative. Auch scheint es ihn nicht zu interessieren, warum Oppenheimer offensichtlich und absichtlich seinen Verfolger abhängt - vielleicht ist das Vogler aber auch relativ egal, was Oppenheimer in seiner Freizeit macht. Vllt. führt er die Beschattung hauptsächlich deswegen durch, um ein Alibi gegenüber seinem Vorgesetzten zu haben?


    Die Szene mit der Schokolade auf dem Küchentisch brachte Oppenheimer und mich als Leser wieder in die Realität zurück: die permanente Gefahr, denen die Juden ausgesetzt sind. Oppenheimer ist derart in seine Ermittlungen vertieft, daß er sicherlich so was wie Normalität empfindet und die Realität damit etwas ausblenden konnte. Daß Dr. Klein den Freitod vorzieht, kann ich sehr gut verstehen.


    Nun hat unser Täter gleich zweimal hintereinander zugeschlagen - und trennt nun auch die Arme noch ab. Ich kann mir im Moment nicht erklären, warum der Täter das macht. Und was ist mit der Becker los? Warum gibt sie eine falsche Adresse an und macht widersprüchliche Aussagen? Weiß sie etwas?


    Was Hilde anbetrifft, bin ich froh, daß es doch eine einfache Erklärung für ihr Verhalten gibt und sie nichts mit den Morden zu tun hat. Es war sogar sehr clever von Hilde, daß sie direkt die Ausreise von Lisa und Richard anspricht, daran hätte er in dem Moment sicherlich nicht gedacht. Hoffentlich findet die SS nicht heraus, daß sich Oppenheimer nun mit dem anderen Sicherheitsdienst trifft, denn dann sieht es sicherlich sehr düster für ihn aus. Allerdings wird es Richard, im Gegensatz zu Pünktchen und Anton, sicherlich nicht egal sein, ob der Mörder geschnappt wird oder nicht, ich denke, er will diesen Menschen in jedem Fall dingfest machen, ich hoffe, es wird dadurch nicht noch eng für ihn.


    Hildes Überlegungen zu dem Täter und seiner Motivation, die Bekennerbriefe zu schreiben, finde ich sehr schlüssig und im Moment denke ich, daß sie mit ihrer Einschätzung richtig liegt. Zudem gibt der Täter im vorigen Abschnitt selber an, daß "die Huren ihn infiziert hätten".


    Auch in diesem Abschnitt hat mir wieder die Wahrnehmung der Normandie-Invasion durch die Menschen gut gefallen, wie Oppenheimer in der Wochenschau sozusagen zwischen den Zeilen lesen kann; aber wie schlimm muß das für die Menschen gewesen sein, die damals sehnsüchtig auf die Befreiung gewartet haben und nun hoffen, und dann dauert es noch so viele Monate.


    Nun bin ich gespannt, warum Vogler so aufgeregt ist und ich hoffe, daß Lisa diesen immensen Bombenangriff unbeschadet überstanden hat.


  • Die Szene mit der Schokolade auf dem Küchentisch brachte Oppenheimer und mich als Leser wieder in die Realität zurück: die permanente Gefahr, denen die Juden ausgesetzt sind. Oppenheimer ist derart in seine Ermittlungen vertieft, daß er sicherlich so was wie Normalität empfindet und die Realität damit etwas ausblenden konnte. Daß Dr. Klein den Freitod vorzieht, kann ich sehr gut verstehen.


    Hi, mir ist Dr. Klein auch nicht mehr aus dem Kopf gegangen, ich habe immer wieder nachgedacht, was ich tun würde. Wenn man wirklich niemanden mehr hat, keine Hoffnung mehr besteht, dann ist der Freitod wirklich sehr naheliegend. Das ist so etwas Bedrückendes, vor allem wenn man wirklich gar kein Menschenrecht mehr hat, gar nicht mehr als Mensch zählt. Man denkt sich zwar - der Überlebensinstinkt, und vielleicht überlebt man das KZ ja doch oder kann noch flüchten - aber wenn man seine Aussichtslosigkeit erkennt, welcher Mut gehört dazu, sich für diesen Weg zu entscheiden.... pffff.


  • Auch in diesem Abschnitt hat mir wieder die Wahrnehmung der Normandie-Invasion durch die Menschen gut gefallen, wie Oppenheimer in der Wochenschau sozusagen zwischen den Zeilen lesen kann; aber wie schlimm muß das für die Menschen gewesen sein, die damals sehnsüchtig auf die Befreiung gewartet haben und nun hoffen, und dann dauert es noch so viele Monate.


    Dieses Spiel zwischen Hoffnung, Angst, Verzweiflung.... ob man es noch schafft... was man da für ein Nervenkostüm hatte nach einer Zeit, unvorstellbar. Insofern bewundere ich Oppenheimer, dass er sich noch den Ermittlungen widmen "kann", er muß natürlich und es ist für ihn auch etwas wie der letzte Strohhalm. Nur wie geht es einem dann, wenn man sich vorstellt, in Ordnung, am Ende zieht der vielleicht die Waffe und schießt einem in den Kopf, grausam... Ich hoffe sehr, dass er und seine Frau überleben.


  • Hi, mir ist Dr. Klein auch nicht mehr aus dem Kopf gegangen, ich habe immer wieder nachgedacht, was ich tun würde. Wenn man wirklich niemanden mehr hat, keine Hoffnung mehr besteht, dann ist der Freitod wirklich sehr naheliegend. Das ist so etwas Bedrückendes, vor allem wenn man wirklich gar kein Menschenrecht mehr hat, gar nicht mehr als Mensch zählt. Man denkt sich zwar - der Überlebensinstinkt, und vielleicht überlebt man das KZ ja doch oder kann noch flüchten - aber wenn man seine Aussichtslosigkeit erkennt, welcher Mut gehört dazu, sich für diesen Weg zu entscheiden.... pffff.


    Da hast du recht; es ist immer wieder erschreckend, wie ein Regime wie die Nazis solch eine Terrorherrschaft aufbauen konnten, in dem einzelne Menschen den Freitod als einzigen Ausweg ansehen "müssen".



    Dieses Spiel zwischen Hoffnung, Angst, Verzweiflung.... ob man es noch schafft... was man da für ein Nervenkostüm hatte nach einer Zeit, unvorstellbar. Insofern bewundere ich Oppenheimer, dass er sich noch den Ermittlungen widmen "kann", er muß natürlich und es ist für ihn auch etwas wie der letzte Strohhalm. Nur wie geht es einem dann, wenn man sich vorstellt, in Ordnung, am Ende zieht der vielleicht die Waffe und schießt einem in den Kopf, grausam... Ich hoffe sehr, dass er und seine Frau überleben.


    Ohne das Pervitin würde er das sicherlich kaum durchstehen.

  • Diesen Abschnitt fand ich recht verwirrend. Mit "Pünktchen und Anton" kommt nun noch eine weitere Interessengruppe mit ins Spiel, die ich momentan noch nicht so wirklich einordnen kann.
    Allerdings hoffe ich, dass wir mit unserem zwischenzeitlichen Misstrauen gegenüber Hilde falsch lagen, und sie Richard wirklich helfen will. Dass sie gleichzeitig ihre anderen Freunde unterstützt, ist ja nicht falsch, und wenn sich dadurch eine Möglichkeit ergibt, dass Richard und Lisa das Land verlassen können, wäre allen geholfen. Warum dem Amt Canaris aber so an der Aufklärung dieser Mordfälle gelegen ist, verstehe ich noch nicht so ganz.


    Und was für eine absurde Geschichte mit den Prostituierten bzw. Agentinnen. Wer sollte hier wen aushorchen, kann mir das jemand nochmal kurz erläutern? :-\


    In der Zwischenzeit gibt es noch ein weiteres Opfer, die Schlagzahl des Mörders erhöht sich also massiv. Die Frau eines SS-Manns wird entführt und kurz darauf tot aufgefunden. Die Erklärung finden unsere Ermittler recht schnell, die Frau hat wohl reiche Juden verführt und ausgenommen. Da geht es mir wie Oppenheimer, das Mitgefühl für die Dame verflüchtigt sich schlagartig!
    Aber auch die Taten verändern sich immer weiter. Die abgeschorenen Haare sind klar, aber die abgeschnittenen Arme? Was will der Täter damit ausdrücken?


  • Auffällig ist, dass die Verwirrung zunimmt für den Leser. Wir haben Frau Becker, die sich erstens widerspricht (Haarfarbe) und zweitens lügt (Adresse), und jetzt schaltet sich noch das Amt Canaris ein mit einer etwas -wie ich finde- merkwürdigen Motivation. Ich will im Moment noch nicht ausschließen, dass Anton und Pünktchen überhaupt nicht von Canaris kommen sondern der Stauffenberggruppe angehören, die ja in wenigen Wochen zuschlagen wird. Aber was für ein Interesse hätten sie dann an Oppenheimer und der Mordserie? Hat die Mordserie irgendwas mit den Staatsstreichplänen zu tun? Ich bin verwirrt...


    Stimmt, diese merkwürdige Zeugin war mir auch aufgefallen, warum hat sie wohl gelogen?



    Traurig und tragisch ist die Szene, in der Oppenheimer nach Hause kommt und ihm der Geschmack der Schokolade im Mund vergeht - sie ist sehr kurz und hinterlässt auch mich mit einem schlechtem Gefühl. Ich hatte mir schon gedacht, dass sehr viele Fakten des dritten Reiches angesprochen werden, nur die Konzentrationslager nicht – das ist nun somit doch geschehen. Irgendwie hoffte ich, dass es einen anderen Weg für Dr. Klein gibt. Oppenheimer kann in der Nacht die Bitterkeit beim Gedanken an ihn nicht verdrängen, doch wird er abgelenkt.


    Eine sehr bedrückende Szene. Beim Lesen schrie alles in mir "tut doch was, haltet ihn auf" - aber wie Oppenheimer dann auch denkt, es ist die letzte selbstbestimmte Tat, die Dr. Klein dem Regime noch entgegensetzen kann. Und nach dem, was Oppenheier von Billhardt erfahren hat, weiß er auch, dass Klein sich damit weit schlimmere Qualen erspart.

  • Kitty durchschaut, dass er Jude ist und steckt ihm Geldscheine zu - ja es gab auch die, die helfen wollten und zwar recht viele. (Ich lese die Reihe "Stille Helden des dritten Reiches", da gibt es vor allem viele solcher Geschichten).


    Auch die Haushälterin / Köchin Rosalie durchschaut Oppenheimer. Ihr genauer Name variiert in den verschiedenen Quellen. Es handelt sich dabei um die Jüdin Rosalinde Janson, die von Kitty versteckt wurde. Offenbar hatte Felix Graf Luckner ihr einen falschen Pass besorgt und sie dort untergebracht. Also kann man auch Kitty zu den stillen Helden zählen.


  • Auch die Haushälterin / Köchin Rosalie durchschaut Oppenheimer. Ihr genauer Name variiert in den verschiedenen Quellen. Es handelt sich dabei um die Jüdin Rosalinde Janson, die von Kitty versteckt wurde. Offenbar hatte Felix Graf Luckner ihr einen falschen Pass besorgt und sie dort untergebracht. Also kann man auch Kitty zu den stillen Helden zählen.


    Wahnsinn, Rosalie existierte also wirklich auch - ich bin wirklich geplättet von den vielen Details in deinem Roman, Harald, die historisch belegt sind.


  • Warum dem Amt Canaris aber so an der Aufklärung dieser Mordfälle gelegen ist, verstehe ich noch nicht so ganz.


    Die Leute vom Amt Canaris befürchten, daß die SS bzw. der Auslandsnachrichtendienst unter Schellenberg einen Sündenbock als Täter aus den Reihen Canaris' präsentieren werden, um damit ein entsprechendes Vorgehen gegen die Angehörigen des Amtes Canaris, die nach dessen Verhaftung noch übrig sind, zu rechtfertigen. Der militärische Geheimdienst war dem Auslandsnachrichtendienst schon länger ein Dorn im Auge.

  • Hallo zusammen,


    der Fall kommt nicht wirklich voran - ich kann die Frustration Oppenheimers und Vogels gut verstehen. Wenn man sich überlegt, wie vergleichsweise einfach das heutzutage wäre: da müssen nicht etliche Menschen mit der Durchsicht von Melderegistern beschäftigt werden. Wahrscheinlich sind Daten, wie Meldeadressen einzelner Bürger, heute in den allermeisten Fällen perfekt in der EDV verknüpft, dass die Überprüfung von zwanzig Verdächtigen vermutlich noch nicht einmal eine halbe Stunde dauern würde… Hinzu kommen die Bombenangriffe und das sonstige Durcheinander im Berlin der 40er-Jahre. Nicht nur einmal habe ich mich gefragt, wie frustrierend es bitte wäre, wenn der Serienmörder nun "einfach" bei einem Bombardement getötet werden würde! Sicher, er könnte keine weiteren Frauen mehr umbringen, aber wahrscheinlich wäre dann auch nicht mehr herauszufinden, wer er überhaupt war.
    Inzwischen hat Oppenheimer jedenfalls einige Indizien und Verdachtsmomente und trotzdem ist es extrem schwierig, diese zu verknüpfen. Ich hoffe sehr, dass er den Täter trotzdem zu fassen bekommt!
    Mit Pünktchen und Anton taucht eine neue Interessengruppe auf, die ich nicht uninteressant finde. Canaris und der frühere RSHA-Leiter Heydrich waren ja nun gut bekannt und die Familien sogar befreundet - und trotzdem spionierten sie sich gegenseitig aus. Man behauptet ja, dass beide genug gegen den anderen in der Hand hatten, um ihm ernsthaft zu schaden… Da passt es doch, dass die Canaris-Leute Interesse an der Mordserie bekommen: vielleicht ist der Täter aus den Reihen der Parteipolizei und sie hätten damit einen Trumpf in der Hand! Andererseits kann ich mir vorstellen, dass sie auch Sorge haben, dass ihnen die Chose in die Schuhe geschoben werden könnte… Solche Interessengruppen haben ja durchaus spezielle Handlungsarten, so dass ich den Einstieg von Lüttke und Bauer sehr spannend finde! Ob sie Oppenheimer und Lisa wirklich helfen können? Ich denke, ja. Die Abwehr der Wehrmacht hatte mit Sicherheit die Möglichkeit, zwei gefälschte Pässe zu organisieren und die beiden außer Landes zu schaffen. Aber der 20. Juli naht und die Verdachtsmomente gegen Canaris und die rechtskonservativen Widerständler, die er unterstützt hat, werden kommen… Und ich kann mir nicht vorstellen, dass Oppenheimer vor der Lösung des Falles ins Ausland gebracht würde - folglich könnte es eng werden.


    Eine Frage, die mir schon länger durch den Kopf spukt: warum schneidet der Mörder den Frauen nun plötzlich auch die Arme ab? Was könnte das bedeuten? Der zerstochene Unterleib ist "plausibel", ebenso wie der geschorene Kopf von Troddel Herrmann - aber was hat es mit den Armen auf sich?


    Kitty Schmidt gefällt mir! Sie hat einen guten Draht zu Menschen und erkennt Oppenheimer als Juden, ebenso wie die Köchin des Etablissements. Ganz nebenbei, dass mir sehr sympathisch ist, dass sie dem Kommissar Geld zusteckt, frage ich mich, ob sie wohl weiß, dass ihr kleiner Club von Nazi-Spioninnen unterwandert ist? Ich traue es ihr zu. Überhaupt, was für eine unfassbare Idee, oder? Prostituierte als Spioninnen, die die eigenen Leute aushorchen? Da ist nur noch Herrmann selbst perfider: er, der seine Frau in die Betten reicher Juden schickte, um diese hinterher ausnehmen zu können. Unfassbar, was für Menschen das waren. Und ich ertappe mich immer dabei, dass ich so manchen Nazi-Schergen schon fast "sympathisch" gegenüber anderen empfinde. Die Grauabstufungen der Schuld sind wirklich unfassbar weit getrieben worden… Dabei darf man bei besonders schlimmen Verbrechen nicht vergessen, dass auch die demgegenüber kleiner wirkenden geahndet hätten werden müssen! Aber da sind wir bei der Strafverfolgung nach der Befreiung Deutschlands: bei so vielen Tätern mussten selbst die Besatzungsmächte und die Ankläger Abstriche machen, weil sonst sehr viele Menschen gehängt worden wären. Grausig, einfach grausig.


    Liebe Grüße
    dubh


  • Ganz nebenbei, dass mir sehr sympathisch ist, dass sie dem Kommissar Geld zusteckt, frage ich mich, ob sie wohl weiß, dass ihr kleiner Club von Nazi-Spioninnen unterwandert ist? Ich traue es ihr zu.


    Kitty war eingeweiht. Nach Angaben von Peter Norden wurde sie von Schellenberg auch gehörig unter Druck gesetzt.


  • Zum vierten Abschnitt gibt es meines Erachtens nicht allzu viel zu sagen. Er war ja auch recht kurz bemessen als Abschnitt.


    Aber hat doch ebenso 90 Seiten, wie die anderen auch so ungefähr... ;)


    Zitat

    Auffällig ist, dass die Verwirrung zunimmt für den Leser. Wir haben Frau Becker, die sich erstens widerspricht (Haarfarbe) und zweitens lügt (Adresse), und jetzt schaltet sich noch das Amt Canaris ein mit einer etwas -wie ich finde- merkwürdigen Motivation. Ich will im Moment noch nicht ausschließen, dass Anton und Pünktchen überhaupt nicht von Canaris kommen sondern der Stauffenberggruppe angehören, die ja in wenigen Wochen zuschlagen wird. Aber was für ein Interesse hätten sie dann an Oppenheimer und der Mordserie? Hat die Mordserie irgendwas mit den Staatsstreichplänen zu tun? Ich bin verwirrt…


    Die Motivation der Abwehr der Wehrmacht ist nicht so merkwürdig: sie befürchten, dass der Täter in ihren Reihen verortet werden könnte, einfach um einem konkurrierenden Dienst die Schuld zuschieben zu können und ihn so womöglich sogar ausschalten zu können. Es geht also weniger um die Taten an sich, sondern eher um politische Macht. Canaris hat als Admiral der Wehrmacht ja auch schon mit "Parteisoldaten" wie Reinhard Heydrich konkurriert. Es wird ja auch behauptet, dass beide ihre Leute bei den "anderen" hatten…
    Stauffenberg und Canaris mochten sich angeblich nicht besonders, aber der militärische Widerstand gegen Hitler hatte natürlich auch seine Leute in der Abwehr der Wehrmacht und Canaris soll diese teilweise unterstützt haben. Ob nun gerade Lüttke und Bauer dazugehören, kann ich nicht einschätzen.


    Zitat

    Hätten wir den Täter nicht kenengelernt, würde sich eine Spekulation über die geheimen Zusammenhänge seiner Rituale mit Politik und Widerstand lohnen. Aber so? Eigentlich kann dieser Trottel kein Bestandteil eines "intelligenten Netzwerks" sein. Und doch scheint alles irgendwie miteinander verwoben. Ich bin wirklich sehr auf die Auflösung gespannt. Die ganze Ablegepraxis (verstümmelter Schoß gen WWI-Denkmal, Huren, Nägel in Ohren, etc.) schreit ja förmlich nach einer symbolträchtig durchdachten Botschaft, nach einem "Geheimnis hinter dem eigentlichen Fall", aber ich vermag angesichts DIESES Täters nichts zu erkennen. Und während in vergleichbaren Thrillern die Protagonisten zumindest alle 50, 60 Seiten mal ein Puzzlestück des Geheimnisses entschlüsseln, passiert hier diesbezüglich gar nichts. Während die Geschehnisse rund um die Ermittlung spannend sind, ist es die Ermittlung selbst nicht. Alle Ansätze Oppenheimers, oder fast alle, laufen ins Leere (Becker ist nicht zu finden, keiner wohnt in Köpenik, die "Lehm-Gegend" stellt sich als falsch heraus usw.). Das, was passiert, passiert neben dem Fall (Verschüttung, Dr. Klein, Canaris etc.). Ich bin ein bißchen ratlos.


    Ich denke auch nicht, dass der Täter ein Gegner Hitlers ist. Im Gegenteil - mit dem neuen Ablageort der Leiche Traudel Herrmanns möchte er ja den Führer selbst auf sich aufmerksam machen. Vermutlich, weil er von allen anderen keine Antwort erhält… Der Täter ist ein verbohrter Nazi, davon bin ich inzwischen überzeugt.
    Die Ansätze Oppenheimers sind vermutlich nicht allesamt falsch, aber eben zu ungenau. Alleine diese Lehm-Spur. An nur einem Tag mehrere große Gebiete abzusuchen, auf die der Boden und ein mögliches Versteck passen, ist wirklich fast unmöglich. Und ob da irgendwelche HJ-Jungs, die noch nicht einmal genau wissen dürfen, was sie suchen, da eine große Hilfe sein können, steht sowieso in den Sternen.


    Zitat

    Was mich darüber hinaus wundert, ist, dass Oppenheimer bei seinen Alleingängen ständig überwacht wird und er sich permanent mit Erfolg dieser Überwachung entziehen kann, beim ersten Mal sogar für den Verfolger erkennbar absichtlich. Und trotzdem wird er deswegen von Vogler nicht angesprochen. Der scheint ihn mit einem Verfolger kontrollieren zu wollen und muss sich jedesmal berichten lassen, dass Oppenheimer es gemerkt und verhindert hat. Und er stellt ihn nicht zur Rede. Möglicherweise kommt sein Beschatter gar nicht von Vogler sondern von jemand anderes, anders kann ich mir diese Egal-Haltung von Vogler nicht erklären.


    Oppenheimers Schatten ist von Vogler instruiert - das sagt dieser doch auch gegenüber seinem Vorgesetzten (und verschweigt dabei, dass er diesen einen Tag zu spät angewiesen hat). Zudem würden Lüttke und Bauer ja nicht ihren eigenen Mann überlisten… Und wer sollte sonst noch an einer Überwachung Oppenheimers interessiert sein?
    Nein, ich denke, dass der Mann, der für diese Arbeit von Vogler abgestellt wurde, vielleicht nicht gerade der erfahrenste ist. Außerdem ist dieser Job natürlich auch sehr ermüdend und deshalb kann ich mir schon vorstellen, dass man da auch einmal einen wichtigen Moment verpasst. Und wer kann schon ahnen, dass ein Jude im Jahr 1944 eine Wohnung zum Klamottenwechsel nutzt, um dann ungesehen verschwinden zu können?


    Schöne Grüße
    dubh


  • Wenn man sich überlegt, wie vergleichsweise einfach das heutzutage wäre: da müssen nicht etliche Menschen mit der Durchsicht von Melderegistern beschäftigt werden. Wahrscheinlich sind Daten, wie Meldeadressen einzelner Bürger, heute in den allermeisten Fällen perfekt in der EDV verknüpft, dass die Überprüfung von zwanzig Verdächtigen vermutlich noch nicht einmal eine halbe Stunde dauern würde… Hinzu kommen die Bombenangriffe und das sonstige Durcheinander im Berlin der 40er-Jahre. Nicht nur einmal habe ich mich gefragt, wie frustrierend es bitte wäre, wenn der Serienmörder nun "einfach" bei einem Bombardement getötet werden würde! Sicher, er könnte keine weiteren Frauen mehr umbringen, aber wahrscheinlich wäre dann auch nicht mehr herauszufinden, wer er überhaupt war.


    Ja, ich bin teilweise auch überrascht, wie gut der Verwaltungsapparat dennoch funktioniert trotz dem ganzen Bombenchaos. Und daß die Ermittlungen sich hinziehen, finde ich auch realistisch, wenn man die Möglichkeiten bedenkt, die damals gegeben waren.


  • Die Szene mit der Schokolade auf dem Küchentisch brachte Oppenheimer und mich als Leser wieder in die Realität zurück: die permanente Gefahr, denen die Juden ausgesetzt sind. Oppenheimer ist derart in seine Ermittlungen vertieft, daß er sicherlich so was wie Normalität empfindet und die Realität damit etwas ausblenden konnte. Daß Dr. Klein den Freitod vorzieht, kann ich sehr gut verstehen.


    Ja, ich auch - ebenso wie Oppenheimers Entscheidung, nicht einzugreifen und auf Dr. Klein einzureden. Den schalen Geschmack, den Oppenheimer nach der Neuigkeit im Mund hat, kann ich mir vorstellen - eben so wie Lisas Frustration.


    Zitat

    Nun hat unser Täter gleich zweimal hintereinander zugeschlagen - und trennt nun auch die Arme noch ab. Ich kann mir im Moment nicht erklären, warum der Täter das macht. Und was ist mit der Becker los? Warum gibt sie eine falsche Adresse an und macht widersprüchliche Aussagen? Weiß sie etwas?


    Das frage ich mich inzwischen auch. Zuerst dachte ich, dass sie einfach von den schlaflosen Stunden im Luftschutzkeller, der anschließenden Warterei bei der Polizei und den Befragungen müde und genervt ist, aber die Lügen machen sie natürlich irgendwie verdächtig. Kann sie wirklich etwas wissen? Wenn sie den Täter kennen würde, hätte sie doch nicht den Friedhofswärter informiert, oder? Vielleicht hat sie falsche Daten angegeben, um sich selbst zu schützen? Möglicherweise muss sie selbst Angst vor Verfolgung haben… Bleibt nur die Lüge mit der Haarfarbe. Vielleicht war dies wirklich die Aufregung.


    Zitat

    Hoffentlich findet die SS nicht heraus, daß sich Oppenheimer nun mit dem anderen Sicherheitsdienst trifft, denn dann sieht es sicherlich sehr düster für ihn aus. Allerdings wird es Richard, im Gegensatz zu Pünktchen und Anton, sicherlich nicht egal sein, ob der Mörder geschnappt wird oder nicht, ich denke, er will diesen Menschen in jedem Fall dingfest machen, ich hoffe, es wird dadurch nicht noch eng für ihn.


    Da habe ich momentan wenig Hoffnung, denn während sich der Fall hinzieht, rückt der 20. Juli immer näher...


    Zitat

    Nun bin ich gespannt, warum Vogler so aufgeregt ist und ich hoffe, daß Lisa diesen immensen Bombenangriff unbeschadet überstanden hat.


    Allerdings, da bin ich auch sehr gespannt!


  • Ich hoffe sehr, dass er und seine Frau überleben.


    Die Hoffnung besteht - zumindest was Richard Oppenheimer anbelangt, denn Harald hat ja schon an anderer Stelle geschrieben, dass er zwei weitere Fälle im Kopf hat... ;)


  • Hier ist eine Zusammenfassung der merkwürdigen Geschichte:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Salon_Kitty


    Wie spannend, mir war nicht klar, dass dieser Salon wirklich genauso existiert und funktioniert hat!



    Kitty war eingeweiht. Nach Angaben von Peter Norden wurde sie von Schellenberg auch gehörig unter Druck gesetzt.


    Verstehe, danke für diese Informationen! Dann finde ich es umso bemerkenswerter, dass Kitty den Mut hatte, Rosalie bei sich aufzunehmen und Oppenheimer Geld zuzustecken. Wie großartig - und wie schade, dass sie so früh verstorben ist und nichts von ihrem Leben erzählt hat...