Leserundenfazit, Rezensionen (ohne Spoiler)

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  • Ein wichtiger Punkt der Leserunden sind eure Rezensionen zum Buch und Meinungen zur Leserunde allgemein – daher legen wir viel Wert darauf, dass ihr zum Abschluß euer Fazit hier einstellt.


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    Wir freuen uns, wenn der/die AutorIn ebenfalls ein Fazit zur Leserunde einstellt.


    Bitte achtet darauf, nichts Wichtiges zu verraten. Diesen Thread lesen evtl. auch Personen, die das Buch noch nicht gelesen haben, aber es noch tun wollen!

  • Hallo ihr Lieben,


    ich möchte mich sehr herzlich bedanken bei euch und
    besonders bei Vera für diese Leserunde. :danke:


    Da ich ab morgen für drei Wochen im Urlaub bin,
    hier meine Meinung zu dem Roman:


    Zu Anfang der Geschichte von Isabell und Edward, ihren Familien und Freunden
    erleben wir das idyllische England zu Beginn des 19. Jahrhunderts.
    Es ist die Welt des Landadels mit Gartenfesten, Jagden und Bällen,
    deren Unbeschwertheit allerdings getrübt ist durch die Napoleonischen Kriege,
    die weite Teile Europas bedrohen.
    Auch England ist betroffen und muss viele seiner jungen Männer in den Krieg ziehen lassen.
    Einige kehren verwundet und an Körper und Seele versehrt zurück nachhause und sind
    nicht mehr dieselben wie zuvor und ihren Familien fremd geworden.
    So ist auch der junge Adlige Edward von unzähligen Kämpfen und Verletzungen gezeichnet und wesensverändert,
    als er nach England zurückkehrt und sich mühsam einen Weg zurück ins Leben bahnen muss.


    Die junge Isabell erlebt ihre Kindheit und Jugend in Geborgenheit und Freiheit auf dem Landsitz ihrer
    Eltern. Sie ist ein naturverbundenes junges Mädchen, dass seine Meinung frei heraus äußert
    und sich damit hin und wieder in Schwierigkeiten bringt.
    Leider nimmt ihr Leben eine dramatische Wendung und sie verliert durch tragische Umstände jeden inneren und äußeren Halt.


    Ein weiter, mühsamer und sehr schmerzhafter Weg steht den beiden Hauptfiguren Isabell und Edward bevor.
    Sie machen es sich und anderen auch oft nicht einfach mit ihren Handlungsweisen und ihren oft sperrigen und komplizierten Charaktereigenschaften.
    Dennoch liegt genau darin ihre Chance - ( was ihnen allerdings lange Zeit nicht bewußt ist) - sie sind verbunden in einer Art Seelenverwandtschaft, weil beide in tiefe menschliche Abgründe blicken mussten und mit
    Grausamkeiten und Heucheleien konfrontiert wurden.


    Beide Hauptfiguren wie auch die vielen weiteren interessanten Personen, die sie umgeben,sind weder gut noch böse,weder schwach noch stark, sondern Menschen, die Fehler machen, die sich verrennen, die andere
    grundlos verletzen, die Angst vor den eigenen Gefühlen haben, die stolz, eigensinnig, leidenschaftlich, ungerecht
    und liebenswert sein können, die unendlich viele Facetten haben - und so muss das sein in einer guten Geschichte.
    Sie sind mir am Ende alle richtig ans Herz gewachsen - einige mehr, andere weniger - und ich
    habe den Roman mit seinen schönen Schauplätzen, den Herrenhäusern, den düsteren und heiteren
    Aspekten, der ungewöhnlich intensiven Handlung und den unvergesslichen Personen sehr genossen.


    5 Punkte :buchtipp:


  • und den unvergesslichen Personen sehr genossen.


    5 Punkte :buchtipp:


    Seid gewiss, dass auch mir der Austausch der Leserunden unvergessen bleibt. :-* Für den Autor ist das immer sehr intensiv. :-\
    Ich danke Euch, für die Sorgfalt :lesen: :lesen: :lesen: :lesen: eine Rezension zu schreiben und möchte Euch bitten, diese neben Amazon (unbedingt!) auch gerne bei ciao.de, literaturschock, büchertreff, Weltbild, google und was immer Ihr an mir unbekannten relevanten Webpages noch kennt zu posten!!!!! :tanzen:
    Und bitte vergesst eins nie: Manche Dinge werden mit jedem Mal :lesen: noch geniessenswerter!!!

  • Inhalt:
    England, 1810: Isabell verbringt mit ihrem Bruder Peter eine unbeschwerte Jugendzeit auf dem elterlichen Landsitz Kennhill. Sie ist ein Wildfang, die gerne ausreitet und nicht sehr viel von Konventionen hält. Fünf Jahre später, als England mobil macht, da Napoleon aus der Verbannung auf Elba geflohen ist, entschließt sich Peter, sich dem Militär anzuschließen, sehr zum Leidwesen seiner Schwester, die in Soldaten Meuchelmörder sieht und diese daher verabscheut. Ausgerechnet der Neffe einer guten Freundin ihrer Mutter, der hoch dekorierte Soldat Edward Langley, möchte Isabell zu seiner Frau nehmen, ein Ansinnen, das von ihren Vätern gutgeheissen wird. Durch ihre Abscheu allem Militärischen gegenüber und einer Reihe persönlicher Schicksalschläge verweigert sich Isabell dem Werben von Edward, der sich zudem in der nahen Vergangenheit ihr gegenüber ziemlich unverschämt benommen hat. Doch dieser gibt nicht auf, um ihr Vertrauen zu kämpfen – es beginnt ein schmerzhafter Weg der Annäherung.


    Meine Meinung:
    Als ich das Buch in den Händen gehalten habe, fiel mir direkt die hochwertige Verarbeitung des Buches positiv auf. Das Cover ist sehr passend gewählt, da Briefe im Buch eine wichtige Rolle spielen, außerdem gibt es auf der Innenseite des Buchrücken ein Personenregister, das die Orientierung in den ersten Kapitel erleichtert, da ich sonst durch die etlichen Verwandtschafts- und sonstigen Beziehungen bei den zahlreichen Handlungspersonen wahrscheinlich etwas den Überblick verloren hätte.


    Die Sprache des Buches ist etwas antiquiert und passt damit perfekt zu der Zeit des 19. Jahrhunderts. Das Buch läßt sich flüssig lesen und durch die dramatischen Ereignisse konnte ich es oftmals kaum aus den Händen legen. In der Mitte des Buches brauchte ich allerdings eine kurze Pause, da mir die Entwicklung teilweise zu lang und zu schmerzhaft wurde. Der Handlungsverlauf ist sehr komplex und wartet mit einem dramatischen Ende auf, das mir sehr gut gefallen hat.


    Wie schon geschrieben, betreten zahlreiche Figuren die Bühne, die abwechslungsreich und liebevoll gezeichnet sind: im Vordergrund stehen dabei die junge Isabell, die die Unschuld vom Lande verkörpert. Sie ist eher unkonventionell und etwas weltfremd, ein Versäumnis ihrer Mutter, die lieber ihre Zeit auf dem Pferderücken und in Kirschbäumen verbringt. Zusammen mit ihrem Bruder Peter, der für sie der wichtigste Mensch in ihrem Leben ist, und den gemeinsamen Freunden Andrew und Betty, geniesst sie das Landleben. Mit ihrer Verachtung gegenüber Krieg und allem, was dazu gehört, hält sie nicht hinter dem Berg und tritt dabei mehr als einmal ins Fettnäpfchen, sehr zum Leidwesen von Peter. Durch die persönlichen Schicksalschläge, die sie innerhalb kurzer Zeit hinnehmen muß, und der Anwesenheit ihres Onkels Samuel und dessen Frau Elizabeth verliert Isabell jegliche Lebenslust. Isabell hat in mir die verschiedensten Gefühle ausgelöst: Freude über ihre Unbeschwertheit, Entsetzen und Mitleid über ihr Schicksal und ihre Selbstzerfleischung, manchmal auch Zorn über ihre Hilflosigkeit, aber auch Unverständnis, was ihre Eifersucht bzw. ihre Weigerung, Edward mehr zu vertrauen, angeht.


    Ihr gegenüber steht Edward Langley, 10 Jahre älter als Isabell, ein erfahrener Soldat, der mehrere Verletzungen aus den Schlachten nach Hause brachte. Edward kann sehr liebenswürdig und galant sein, aber auch schnell jährzornig bis zur Raserei, die ihm ohne den mässigenden Einfluss seines Adjutanten und Freundes Jason Billingham manches Mal Ärger eingebracht hätte. Bei Isabell hat er mit seiner Werbung einen schweren Stand, nicht nur weil er Soldat ist, sondern da er sich ihr gegenüber ziemlich daneben benommen hat, um ihr einen Denkzettel zu verpassen. Als er mit der Hilflosigkeit Isabell konfrontiert wird, ist er hin- und hergerissen zwischen Scham und dem Wunsch, ihr zu helfen – er entscheidet sich dafür, ihr in das Leben zurückzuhelfen. Der Weg ist jedoch lange und schmerzhaft.


    Aber auch die zahlreichen Nebenfiguren konnten mich überzeugen: allen voran der Ire Jason Billingham, der vom Adjutanten Edwards zu dessen Vorgesetztem aufsteigt und der ihm immer ein treuer Freund ist, auf den sich Edward voll und ganz verlassen kann. Er ist auch der Einzige, der Edward immer wieder den Spiegel vorhält, auch wenn die Wahrheit Edward nicht immer passt.
    Eine weitere Nebenfigur, die mir sehr gut gefallen hat, ist Lady Hendrika, deren Schwester die beste Freundin von Isabells Mutter Evelyn war, und die sich damit für das Schicksal von Isabella verantwortlich sieht. Mit weiblichem Geschick zieht sie im Hintergrund die Fäden und kann, wie Billingham, immer wieder mäßigend auf Edward einwirken.


    Gut gelungen ist auch Isabells Onkel Samuel, ein widerwärtiges Scheusal, der immer als Bedrohung über Isabells und Edwards gemeinsame Geschichte liegt. Aber auch die Töchter von Lady Hendrika: Anastasia, die ihr Ziel, angemessen in die Gesellschaft zu heiraten und dabei eines sehr gute Partie zu machen, zielstrebig verfolgt, dabei aber immer wieder ein Auge auf Edward wirft. Franziska, die ich am natürlichsten empfunden habe, da sie nicht die gleichen ehrgeizigen Ambitionen wie Anastasia hat und immer zu Isabell hält. Und die jüngste Tochter, Josephine, die eher schüchtern ist und im Schatten ihrer älteren Schwester steht.


    Das Buch ist ein gelungener Gesellschaftsroman, der dem Leser viel über die Lebensart in England in den Jahren 1810 – 1816 sowie die politischen Grundlagen der damaligen Zeit vermittelt. Darüber hinaus wird der schmerzhafte Weg der Annäherung zweier verletzter Seelen beschrieben, der unter die Haut geht.


    Zur Leserunde:
    Wir sind zwar eine kleine Leserunde, aber dafür war sie sehr intensiv und hat dadurch viel Spaß gemacht. Ein herzliches Dankeschön an dich Vera, zum einen für das Buch und zum anderen, daß du uns so toll und tatkräftig unterstützt hast und auf jede Frage oder Anmerkung so detailliert eingegangen bist. Ich drücke dir die Daumen, daß es mit dem zweiten Teil klappen wird und wir uns dann hier vielleicht wiederlesen werden.


    Meine Rezension erscheint bei:
    Amazon
    Großes Literatuschock-Bücherforum
    LovelyBooks

  • Es passiert mir nicht oft, das ich bei einem Leserunden-Buch so ab von der „allgemeinen Meinung“ bin, aber hier ist es wohl so…
    Sicherlich auch damit zu erklären, das es sich als ein anderes Buch für mich entwickelte als ich erwartet hatte. Hier stolperte ich besonders über die „venushügeligen“ (danke Vera, für diesen schönen Ausdruck ! ) Stellen im Buch, die mir zu schwülstig waren.


    Ich konnte den Taten und Gedanken der Hauptpersonen leider nicht wirklich folgen. Für mich war es in großen Teilen unverständlich, warum sie so gehandelt haben wie sie es taten.
    Oftmals wurde es dann durch die Erklärungen Veras „durchsichtiger“… aber zum einen nicht immer und zum anderen eben dann „durch die Zusatzinfos durchschaubar“, was dem normalen Leser (außerhalb der autorenbegleiteten Leserunde) ja auch nicht weiterhilft.
    Ich fand es schwer, aufgrund von Edwards Persönlichkeit, das „auf den Soldaten allgemein“ zu übertragen. Dieser ja angekündigt wichtige Aspekt des Buches erschloss sich mir nicht.
    Edward wurde so oft als (platt gesagt) „toller Mann“ beschrieben, das es für mich schwer war, dieses Lob mit dem in Verbindung zu bringen, was er tat.
    Zudem waren es mir auch etwas viele Schicksalsschläge denen Isabel unterworfen war.


    Dann passten für mich meine Vorstellungen der damaligen Zeit und die im Buch beschriebenen Umgangsformen und vor allem die Art des Benehmens in der „Verlobungszeit“ (und auch davor) nicht zusammen. Hier kann ich nur der Autorin glauben, daß es aber so stimmt. Ich bin keine Fachfrau und finde das auch gar nicht so wichtig, das geschichtlich „alles stimmt“. Für mich fühlt es sich hier aber nach wie vor (allen Erklärungen zum Trotz) „verkehrt“ und „unzeitgemäß“ an.


    An Herz gewachsen ist mir Billingham. Mit seinem trockenen Humor hat er einige schöne Pointen gesetzt und es war schön zu lesen, wie er Edward immer mal wieder den Kopf gerade rückte.
    Auch einige andere Nebenfiguren haben mir gut gefallen.


    Die Idee des Buches hat mir gut gefallen. Aber es waren dann für mich zu viele Schlenker, zu viele Ungereimtheiten darin. Und Dinge, die im Kern richtig warten (Isabel zu bremsen, die jungen Soldaten zu provozieren) wurden durch … unpassende Taten oder Reden dann eben doch „falsch“.


    Der Schreibstil gefällt mir gut, das Buch ist angenehm und flüssig zu lesen.


    Vielen Dank an Vera für ihr großes Engangement in dieser Leserunde. Man merkt wie sehr Dir Dein Buch am Herzen liegt !
    Dankeschön auch an Euch Mitleser für diese intensive Leserunde.

  • Liebe Leserunde, liebe Vera, ich habe das Buch gern gelesen und gern mit Euch diskutiert. Durch die Diskussionen sind interessante Fragen aufgeworfen worden und am Ende werdet ihr mir bestimmt Edward noch streitig machen.
    Vera hat ja mit ihren Kommentaren viele Infos gegeben (besonders gefiel mir die mit der Lockensammlung). Die Beiträge von Vera haben ihr Anliegen deutlich gemacht und die Gedanken finde ich auch sehr wichtig.



    Inhalt


    England nach dem Sieg über Napoleon. Ein Englischer Offizier aus dem Hochadel verliebt sich in die rebellische und naive Tochter aus armem aber ehrbaren Adel. Letztere durchlebt einige schlimme Zeiten und fühlt sich nicht ebenbürtig. Der Offizier hat Probleme im gesellschaftlichen Umgang und besonders mit dieser, seiner großen reinen wilden Liebe.


    Meine Meinung


    Das Buch hat einen großen Anspruch, es will zeigen, wie der Krieg die Menschen verändert, wie diese veränderten Menschen in der Heimat mit ihrem Kriegstrauma umgehen und wie die Menschen in der Heimat mit diesen durch den Horror des Krieges seelisch geschädigten Menschen umgehen. Zumindest hatte ich diesen Anspruch so verstanden.
    Die Geschichte entwickelt sich aber mehr und mehr zu einer Liebesgeschichte mit starkem erotischen Anteil. Außerdem liegt der Schwerpunkt auch eher bei der Frau, die durch eine ziemliche Hölle gehen muss und nun eigentlich eine Konditionierung erlebt hat, die schwer zu brechen ist. Auch diese Problematik ist es wert erzählt zu werden. Aber für mich löst sich diese Konditionierung viel zu einfach auf und schlägt in ihr Gegenteil um.
    Die beiden Liebenden waren für mich einfach nicht dem englischen Adel zuordenbar. Auch wenn man davon ausgeht, dass ein Problem der Soldaten ist, den einfachen Sex bei Kurtisanen zu suchen und vielleicht ein Offizier sich wirklich gute leisten kann, dadurch in der Liebe viel erfahrener ist. Der offene Umgang mit Sex zu dieser Zeit in England ist für mich nicht nachvollziehbar. Da ich keine Ahnung von Geschichte habe, kann ich nur von meinem Gefühl ausgehen und das sagt mir, erst frühestens meine Generation ist so frei mit sexuellen Dingen umgegangen und natürlich in vorchristlicher Zeit. Irgendwie passten die beiden Protagonisten für mich nicht in ihre Zeit und ihre Handlungen nicht immer zu ihrer Persönlichkeit. Das mit dem Sex und der Zeit und England – ich kann es eben nicht zusammenbringen.
    Im Buch gibt es dann noch einige Nebenfiguren, die teilweise für nette Dialoge sorgen und verschiedene Paarungen, die sich vorhersehbar entwickeln. Außerdem ist auch für einen kleinen Gruseleffekt gesorgt.


    Der Stil des Buches liest sich flüssig. Die Figuren sind lebendig. Alle positiven Personen sind soweit sie von Adel sind gut aussehend trotz Narben (die sind meist nicht zu sehen in angezogenem Zustand). Alle sind schön und alles wird gut. Es gibt nur einen Krüppel, der ist aber nicht von Adel.


    Das Buch enthält für mich einige gute Ideen, die aber nach meinem Geschmack zu einfach verpackt sind. So hat es mir gefallen mit dem Begriff „Versehrtheit“ eine Parallele zu schaffen, aber für mein Empfinden wird dann alles „verhübscht“.


    Fazit:


    Wer einen schönen Liebesroman mit erotischem Anteil und historischem Hintergrund lesen will wird von diesem Buch begeistert sein.

  • Hier meine Rezension:


    ebenfalls bei amazon eingestellt.


    Inhalt:


    England im Jahre 1815 - Europa steht im Krieg mit Napoléon.
    Lieutenant Edward Langley kehrt heil aus dem Krieg zurück und möchte seinen Ehevertrag mit Isabell einlösen.
    Doch Isabell ist in ihrer Trauer um ihren im Krieg gefallenen Bruder Peter gefangen. Sieh hatte in Peter ihr großes Vorbild, sie konnte mit ihm lachen und ihm alles anvertrauen. Nun ist er tot, obwohl sie alle vor dem Unterfangen Krieg gewarnt und nun steht sie ohne ihrem Bruder da.


    Fazit:


    Mit "Der Soldat und die Unschuld" gelingt es Vera Ansén gekonnt, dem Leser ein Werk über Liebe, Vertrauen und Freundschaft in englischen Adelskreisen zu Beginn des 19. Jahrhunderts nahe zu bringen.
    Zentrale Figuren des Romans sind die beiden Hauptprotagonisten Isabell und Edward. Isabells Mutter und Edwards Tante sind Freundinnen und durch gemeinsame Besuche lernen sich die Beiden bereits in jungen Jahren kennen. Als junge englische Dame sollte Isabell einigen Erwartungen gerecht werden, um den Gesellschaftsvorgaben zu entsprechen. Es wird vorausgesetzt, dass sie sich den Entscheidungen fügt. Doch sie hat schon immer ihren eigenen Kopf und spricht auch das aus, was sie denkt bzw. von gewissen Lebensentscheidungen hält. Ihre Abneigung gegenüber Soldaten zeigt sie zeitig und sehr deutlich. Genau diese Eigenheit von Isabell lässt Edwards Herz höher schlagen, so dass nur noch sie für ihn als Frau in Frage kommt. Doch Edward hat es nie gelernt, seine Gefühle an- oder auszusprechen. Edward ist es als Lieutenant grundsätzlich gewohnt, dass Andere ihm folgen, ohne das er viele Worte verlieren muss. Kommunikation ist für ihn ein Fremdwort. Dass er nicht immer seinen Willen bekommt bzw. dafür kämpfen muss, daran muss er sich erst gewöhnen. Gelungen setzt hier Vera Ansén den Adjutanten Billingham an Edwards Seite. Billingham ist immer für Edward da und lässt sich auch nicht durch seine Griesgrämigkeit vertreiben.


    In diesem Buch wird die Wahrheit und der Wert über Liebe und Freundschaft(en) deutlich.
    Ein Buch was ich immer wieder zur Hand nehmen werde, da es von herrlich treffenden Zitaten lebt. Die Zitate untermalen gekonnt das zentrale Thema der Liebe, Vertrauen und Freundschaft. Mit meinem Lieblingszitat schließe ich die Rezension - ein Dialog zwischen Edward und Billingham : "Begreife endlich, dass es die Liebe ist, die unsere ganze kaputte Welt zusammenhält und werde ein Mensch!"


    Vielen Dank, liebe Vera, dass ich dieses Buch entdecken durfte! Vielen Dank an Vera für die schöne Widmung und die Begleitung der Leserunde.

  • Suse

    Hat das Thema geschlossen