Leserundenfazit, Rezensionen (ohne Spoiler)

  • Ein wichtiger Punkt der Leserunden sind eure Rezensionen zum Buch und Meinungen zur Leserunde allgemein – daher legen wir viel Wert darauf, dass ihr zum Abschluß euer Fazit hier einstellt.


    Zahlreiche Rezensionen hier und die Streuung auf anderen Seiten steigern bei den Verlagen und Autoren die Attraktivität von Leserunden.de: Denkt daran, dass die Rezensionen für die Verlage die "Gegenleistung" für die Freiexemplare sind.


    Wir freuen uns, wenn der/die AutorIn ebenfalls ein Fazit zur Leserunde einstellt.


    Bitte achtet darauf, nichts Wichtiges zu verraten. Diesen Thread lesen evtl. auch Personen, die das Buch noch nicht gelesen haben, aber es noch tun wollen!


    Wir freuen uns, wenn ihr eure Rezension zusätzlich bei Literaturschock.de einstellen würdet. Eine separate Anmeldung ist hierfür nicht notwendig :winken:

  • Inhalt:
    Weimar 1805: Der Phrenologe Dr. Franz Josef Gall hält Vorträge über seine Schädellehre, in der er behauptet, Charakterzüge oder Eigenschaften eines Menschen über dessen Mimik ablesen zu können. Gleichzeitig wird Weimar von einer Reihe enthaupteter Leichen heimgesucht. Hat Dr. Gall etwas mit den Verbrechen zu tun? Eine gute Freundin des Inspektor Niemer, Desdemona, erhält anonyme Hinweise auf die Verbrechen. Und auch der Weinhändler Adrian Dennfelder gerät in Gefahr.


    Meine Meinung:
    Bei diesem Buch handelt es sich um den Debütroman des Autorenduos Schwagmann/Gref und sowohl das Thema rund um die Schädellehre als auch die Tatsache, daß es sich um einen historischen Kriminalfall handelt, haben mich zu dem Buch greifen lassen.


    Der Einblick in das Weimar der damaligen Zeit ist sehr gut gelungen. Die Autorinnen sind in der Lage, durch ihre Sprache der Handlung einen unheimlichen und schaurigen Anstrich zu geben, ohne dabei allzu blutig zu werden.


    Das Thema Dr. Franz Josef Gall und seine Schädellehre war mir bis zu diesem Buch unbekannt und wurde hervorragend in die Handlung eingebaut. Die Handlung selber ist unvorhersehbar und hat mich mit einigen unerwarteten Wendungen überrascht. Ich war mir als Leser lange nicht sicher, wer welche Rolle spielen wird bzw. wie und ob die einzelnen Handlungsstränge zusammenhängen. Ich hatte zwar eine Person relativ früh in Verdacht, der sich schlußendlich auch bestätigt hat, aber das hat mein Lesevergnügen nicht geschmälert, weil alles möglich war.


    Mit dem Ende bin ich zwar zufrieden, allerdings bleiben ein paar wichtige Fragen offen, bei denen ich mir noch einen Hinweis von Seiten der Autorinnen gewünscht hätte. Man sollte das Buch konzentriert lesen, da sich viele Dinge nur durch den Zusammenhang ergeben.


    Die Darstellung der Charaktere ist ebenfalls gut gelungen, da sie sehr vielschichtig gezeichnet sind und ihr Tun ebenfalls nicht vorhersehbar ist. Sehr gut gefallen hat mir Desdemona, eine sehr gute Freundin des ermittelnden Inspektors Niemer, die seit einem Unfall im Rollstuhl sitzt. Sie bekommt anonyme Nachrichten, deren Zweck ihr und Niemer nicht klar sind. Da die Überbringer der Nachrichten jedoch verstümmelt sind, wird Desdemonas Jagdtrieb geweckt. Mir hat ihr Mut und ihre Klugheit sehr gut gefallen, mit der sie die richtigen Schlüsse zieht.


    Adrian Dennfelder ist ein bekannter Weimarer Weinhändler, der sich, wenn möglich, lieber im Hintergrund hält. Sein Verhältnis zu seinem Leibdiener Lambrecht ist besser als das zu seiner jungen Frau Elsa Luise, aber am meisten geht ihm seine Schwiegermutter auf die Nerven, die nach dem Tod ihres Mannes mit ihnen unter einem Dach lebt. Von der Schädellehre Galls hält er gar nichts, daher ist es auch nicht weiter verwunderlich, daß er eine Vermessung seines Schädels strikt ablehnt. Dennoch wird es für ihn gefährlich.


    Ein weiterer Charakter, der es mir angetan hat, ist der junge Friedemann, der lieber durch die Straßen zieht als in der Nähe seines Vater zu sein. Für ein Kind seines Alters ist er sehr clever und mutig und spielt damit eine nicht unerhebliche Rolle.


    Da mich dieses Debüt überzeugen konnte, bin ich gespannt auf weitere Werke der Autorinnen.


    Zur Leserunde:
    Die Leserunde ist ja noch aktiv und ich bin natürlich weiterhin dabei, möchte aber schon mal erwähnen, daß sie wieder sehr viel Spaß macht. Ein herzliches Dankeschön an euch, Christiane und Meike, für eure tolle Unterstützung und die Blicke hinter den Vorhang. Ich hoffe, euch macht die Leserunde ebenso viel Spaß und ich würde mich freuen, wenn wir uns zu einem eurer nächsten Werke wieder hier lesen würden.


    Meine Rezension erscheint bei:
    Amazon
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    Literaturschock.de
    LovelyBooks

  • Autorenfazit:


    Die Leserunde läuft zwar noch, aber ich möchte an dieser Stelle schon einmal ein paar Worte an euch richten.


    Ich empfand (und empfinde) die Leserunde als Autorin sehr angenehm, da ihr eure Kritik und Fragen immer respektvoll und konstruktiv anbringt. Das habe ich leider schon in einer anderen Runde anders erlebt und wollte eigentlich gar keine mehr machen. Zum Glück haben wir Susanne auf der Buchmesse getroffen und sie hat mich überzeugen können, eine Leserunde bei euch zu machen. Und ich muss sagen, der Vertrauensvorschuss hat sich gelohnt.
    Ich bin dankbar um euer Feedback und eure Spekulationen und Diskussionen zur Handlung haben mir viel Spaß gemacht.


    Vielen Dank, Karin, dass du dich im Vorfeld um uns gekümmert hast und für die Einladung, auch mit unserem nächsten Werk bei euch sein zu dürfen.
    Vielen Dank an euch alle für die Zeit, die ihr euch für das Buch genommen habt. Danke für all die Rückfragen, die uns als Autoren auch wichtige Dinge aufgezeigt haben. :lupe:


  • Autorenfazit:
    Ich empfand (und empfinde) die Leserunde als Autorin sehr angenehm, da ihr eure Kritik und Fragen immer respektvoll und konstruktiv anbringt. Das habe ich leider schon in einer anderen Runde anders erlebt und wollte eigentlich gar keine mehr machen.


    Ich habe an dieser Leserunde zwar nicht teilgenommen, aber bereits einige andere bei Leserunden.de durchführen dürfen. Und deshalb kann ich Christiane nur beipflichten: Ich empfinde ähnlich.


    Die Diskussionskultur hier ist für mich als Autor jedes Mal außerordentlich konstruktiv, angenehm und bereitet mir sehr viel Spaß. Man hat als Autor das Gefühl, dass sein Werk ernstgenommen und nicht nur des Gratisexemplars wegen teilgenommen wird, das dann rasch durchgelesen werden muss.


    So. Das musste mal gesagt werden.

  • Zitat

    Die Diskussionskultur hier ist für mich als Autor jedes Mal außerordentlich konstruktiv, angenehm und bereitet mir sehr viel Spaß. Man hat als Autor das Gefühl, dass sein Werk ernstgenommen und nicht nur des Gratisexemplars wegen teilgenommen wird, das dann rasch durchgelesen werden muss.


    Da stimme ich zu! Es ist als Autor ja auch oft so, dass man ein bisschen Bammel vor Leserunden hat.


    Die Menschen, die zu Live-Lesungen gehen, haben entweder das Buch kurz vorher gelesen oder sie kaufen ein Buch und lesen es später. Das Feedback ist jedenfalls nicht so detailliert. Die Gäste wollen meist die Autoren als Menschen kennenlernen und gehen daher weniger auf den Inhalt des Buches ein.
    Bei Leserunden, in denen das Buch unterteilt wird und jeder Teil separat besprochen wird, verhält es sich ganz anders. Da wird man als Autor nochmal intensiv mit dem Geschriebenen konfrontiert.


  • Das zu lesen ist ja wundervoll. Danke!!
    Nun, ich merke schon einmal an, dass ich die Rezensionsschnecke schlechthin bin, aber ich werde mir Mühe geben und hoffe dieses Wochenende oder spätestens bis Mitte nächster Woche etwas Zeit dafür zu finden.


    Mir hat die Runde auch sehr viel Spass gemacht. Das muss daran liegen, dass ich Schädel, insbesondere Schwiegermütterschädel, sehr mag. :P Aber im wahren Leben sollten sie auch heile bleiben.

  • Selten fällt mir eine Rezi so schwer wie zu diesem Buch.


    Anfangs habe ich mich etwas schwer getan in das Buch reinzukommen. Was sicher daran lag, dass ich immer nur ein paar Seiten am Stück lesen konnte und so mit den vielen Namen durcheinander gekommen bin. Aber nach einer Weile ging es dann.
    Ein wirklicher Liebling, so wie ich ihn sehr oft in anderen Büchern habe, war gerade am Anfang auch nicht dabei. Wenn eine Figur starb ging mir das nicht sonderlich nah. Das änderte sich dann aber schlagartig ab circa der Hälfte des Buches. Denn bis dahin hatten sich meine Lieblinge heraus kristallisiert.


    Die einzelnen Handlungsstränge fand ich sehr spannend, auch wenn ich sie lange nicht zusammen bringen konnte. Über Adrian Dennfelder musste ich teils nur den Kopf schütteln. Der hat sich selbst immer so verdächtig gemacht, dass es mich nicht gewundert hat dass die Polizei ständig hinter ihm her war. Über einige Charaktere war ich mir bis zum Schluss nicht im Klaren ob sie nun zu den Guten oder den Bösen gehören. Das fand ich auch sehr interessant an dem Buch.


    Und nun zur Kritik: Die Auflösung war mir zu einfach. Im Grunde steht schon länger vor dem Ende fest wer denn nun der Mörder ist. Und da der Leser das schon weiß habe ich hier einfach auf mehr gehofft. Wirklich beschreiben kann ich das leider nicht, sonst würde ich zu viel von der Handlung verraten.
    Zudem sind mir im Buch zu wenig Hinweise oder sie sind zu versteckt. Teilweise habe ich sie erst entdeckt nachdem die beiden Autorinnen darauf hingewiesen haben. Auch ob die Spekulationen stimmten, die ich mir während des Lesens gemacht habe, wurde erst in der Diskussionn mit dem Autorenteam klar. Leider hat man ja nicht immer die Autoren bei der Hand um sie mal schnell zu fragen.


    Alles in allem hat mir das Buch aber sehr gut gefallen und ich hoffe dass es mit den Figuren einen weiteren Band geben wird. Da hoffe ich dann den Polizisten Weiland und den Jugendlichen Friedemann wieder zu treffen. Wen ich nicht mehr brauche ist Inspektor Niemer. Der ist mir nämlich nur auf die Nerven gegangen.


    Katrin

  • :winken: Danke für die tolle Leserunde hier und den netten Austausch mit den Autorinnen. Es hat Spass gemacht. Meine Rezi ist geschrieben:


    Die Autorinnen Christiane Gref und Maike Schwagmann entführen ihre Leser in diesem Buch nach Weimar in das Jahr 1805. Zu dieser Zeit präsentiert sich der Phrenologe Dr. Franz Joseph Gall mit seiner Schädellehre auch in Weimar. Zahlreiche Zuhörer lockt er in die Hörsäle und findet immer neue Anhänger seiner Lehre. Da ist es nicht verwunderlich, dass landauf und landab Schädel sehr gefragt sind. Aber kann es ein, dass Dr. Gall auch etwas mit den Verbrechen zu tun hat, die sich in Weimar ereignen? Eine enthauptete Leiche wird gefunden und noch mehr Gräueltaten schockieren die Bewohner der Stadt. Inspektor Niemer ermittelt und wird dabei von einer alten Freundin unterstützt.


    Zeitgleich kämpft der Weinhändler Adrian Dennfelder um die Existenz seines Geschäftes, denn zahlreiche Kunden sind in letzter Zeit unzufrieden mit den erhaltenen Lieferungen. Auch häusliche Probleme sind Dennfelder nicht fremd seit seine Schwiegermutter in sein Haus in Weimar eingezogen ist und den gesamten Haushalt samt Personal durcheinander bringt. Und dann gerät Dennfelder plötzlich mitten hinein in die Ermittlungen zu diesem Fall, der eine ganze Stadt in Angst und Schrecken versetzt.


    Die Geschichte ist spannend, teilweise humorvoll, aber auch stellenweise sehr traurig und düster. Die damalige Zeit wurde meines Erachtens hier sehr gut eingefangen. Der Leser darf allerdings keine großen geschichtlichen Ausführungen erwarten. Die Hintergründe der Schädellehre werden hier nur kurz angerissen. Die Autorinnen haben ihr Hauptaugenmerk auf den Fall gelegt und hierfür interessante Charaktere geschaffen, die man größtenteils nicht gerade als sympathisch bezeichnen darf, zumindest nicht auf den ersten Blick. Sie sind eher gewöhnungsbedürftig und hierzu zähle ich persönlich vor allen Dingen den ermittelnden Inspektor Niemer. Betrachtet man aber die Lebensumstände der einzelnen Personen und was ihnen hier so widerfährt, so wird deren Verhalten klarer und auch verständlich. Ich finde die Personen wirklich gelungen dargestellt.


    Wer historische Ereignisse gerne mit einem Kriminalfall kombiniert haben mag, der sollte hier zugreifen und in eine Geschichte abtauchen, die spannende Lesestunden und „Forschungsarbeit“ am lebenden Objekt verspricht.


    Ihr findet sie im Internet auch hier:


    http://buchrezicenter.filmbesp…torisch/die-schadeljager/

  • Nachdem es hier nun ruhiger geworden ist, möchte ich die Leserunde offziell beenden. Es fehlen zwar noch zwei Rezensionen, welche aber sicher noch eingestellt werden.


    Ich danke allen Beteiligten für ihre rege Teilnahme, die zum Erfolg dieser Leserunde geführt hat :winken:

  • Meine Meinung zum Buch


    Weimar, 1805. Auf einer gesellschaftlichen Feier wird eine Leiche aufgefunden – ohne Kopf! Hat dies etwas mit der Vortragsreihe des Dr. Franz Josef Gall und seiner Theorie der Schädellehre zu tun? Kurz darauf wird eine Frau entführt und ihr werden die Augen entfernt! Weitere Todesfälle und Verstümmelungen geschehen, die Angst der Bürger wächst.


    Die Polizei in Person des Kriminalinspektors Niemer tappt im Dunkeln. Gemeinsam mit seiner guten Freundin, der im Rollstuhl sitzenden Desdemona, entwickelt er die verschiedensten Ansätze und Theorien, scheint dem Täter aber nicht wirklich näher zu kommen.


    Ebenfalls in den Fall verwickelt ist der Weinhändler Adrian Dennfelder, der sich zudem mit seiner lästigen Schwiegermutter sowie mit beruflichen Problemen herumschlagen muss.


    Viele verschiedene Handlungsstränge machen den Einstieg ins Buch teilweise etwas holprig. Auch muss der Leser eine Vielzahl an Figuren kennenlernen und einordnen, hier war ich streckenweise leider etwas verwirrt und habe den Überblick über die Personen und ihre Beziehungen untereinander manchmal verloren.


    Hinweise auf den Täter gibt es einige, aber entweder sind sie zu versteckt oder so offensichtlich, dass ich sie nicht wahrgenommen habe oder eben nicht glauben konnte.
    Außerdem muss ich zugeben, dass ich im klassischen Weimar keine ganz so blutige und grausige Mordserie erwartet habe, hier hat es mich teilweise bei den Beschreibungen wirklich geschüttelt.


    Insgesamt hat mir das Debut dieses Autorinnen-Duos aber durchaus gut gefallen und ich würde gerne noch mehr von ihnen lesen!

  • Rezension von Rhea
    ______________________________


    Goethe ist nicht anwesend und in Weimar verlieren die Leute den Kopf


    In die kriminalistische Handlung wird man als Leser schnell hineingeworfen. Sie ist rasant und spannend. Es gibt nicht nur ein Rätsel, nein es wimmelt geradezu davon. Wir lernen völlig verschiedene Personen kennen. Es ist die Blütezeit der Schädeltheorie des Prof. Gall. Dieser reist herum wie ein Marktschreier und bringt mit spektakulären Kopfvermessungen wie ein Taschenspieler die Menschen in Erstaunen. Dann werden Menschen umgebracht und die Leichen sind kopflos. Wer ist der Mörder? Hat das etwas mit dem Wissenschaftler zu tun?
    Sehr gut nachempfinden kann man die Denkweise der Zeit. Natürlich fällt es dem heutigen Leser etwas schwer, sich vorzustellen, dass Menschen an die Kopfvermessungen glaubten, aber solange ist es ja nicht her, als auch große Teile des deutschen Volkes von dieser „wissenschaftlichen Methode“ überzeugt werden sollten. Es soll sogar heute noch Menschen geben, die daran glaube,n an der Kopfform etwas über die Menschen zu erkennen.
    Aber geht ein Wissenschaftler so weit, dafür Menschen umzubringen? Wobei es zu der damaligen Zeit auch noch ein Verbrechen war, Leichen zu untersuchen.


    Die Sprache des Buches ist sehr bildhaft. Die Gesellschaft entsteht vor dem geistigen Auge, jeder Charakter wird so beschrieben, dass man ihn vor sich sieht und immer wieder erkennt.
    Da ist die geistreiche Gastgeberin, der Charmeur, der erfolgreiche Weinhändler mit seiner Frau und Schwiegermutter, die stumme Sängerin und der unbekannte Künstler und natürlich auch ein Kriminalkommissar und seine Freundin, die als scharfe Denkerin ihm bei der Lösung seiner Fälle hilft. Hinter allem ist der Schatten des Mörders, oder der Mörder? Kann es wirklich Sache des Einzelnen sein?


    Alle Zutaten für ein spannendes Lesevergnügen sind also vorhanden. Für mich ging allerdings ein großer Teil des Vergnügens verloren, als ziemlich schnell die für mich interessanteste Person ermordet wird und damit eine zweite Person ihr Charisma verliert. Trotzdem bleibt das Buch bis zum Ende spannend. Der Schluss hat mir persönlich nicht so sehr gefallen. Die Auflösung war mir zu gradlinig (vielleicht kommt man deshalb nicht darauf wer der Mörder ist, weil alles auf ihn hin deutet und das zu einfach erscheint). Die Hinweise auf den Mörder, die die Vermutung unterstützen konnte ich nicht herauslesen. Somit kam mir der Schluss ein wenig aufgesetzt vor, ein grausamer Show down, nachdem man schon wusste wer der Mörder ist. Eine schöne Geschichte am Rande der kriminalistischen Erzählung ist die des Weinhändlers. Sie ist sozusagen die Süßigkeit, die die Brutalität des Mörders stärker hervorhebt.


    Fazit:


    Ein spannender Krimi, vom Stil her sehr schön geschrieben. Die Auflösung ist Geschmackssache.

  • Suse

    Hat das Thema geschlossen

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