04 - Kapitel 20 bis Kapitel 25 (Seite 234 bis 309)

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  • Nun ist Tom also angekommen und soll sich Emily einmal ansehen. Ein bisschen wundert es mich allerdings schon, dass man ausgerechnet ihn ausgewählt hat. Gut, die anderen haben zwar niemals Kinder untersucht, aber Tom war doch - wenn ich es richtig verstanden habe - immer nur fürs Schreiben zuständig, oder? Er hat doch noch nie eine solche Untersuchung durchgeführt, sondern immer nur protokolliert bzw. darüber geschrieben. Ich finde das ein bisschen gewagt und riskant, muss ich sagen.
    Und ich bin gespannt, wie Tom nun weiter vorgehen wird.


    Sehr amüsiert habe ich mich übrigens über die Rezension von Tom über die Sherlock-Holmes-Bücher. ;D
    Sir Arthur Canon Doyle ist zu der Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt. Kaum vorstellbar. ;)


    Charlotte besucht nachts den Wald hinterm Haus. Ihr ist dabei unheimlich zumute, was ich sehr gut verstehen und nachvollziehen kann. Ich glaube, ich hätte gar nicht erst den Mut gehabt, nachts bzw. im Dunkeln alleine in den Wald zu gehen! :-[


    Auch frage ich mich immer mehr, was das alte Kindermädchen von Ellen - Tilly Burke - noch weiß!? Zwar ist sie sehr verwirrt, aber ein Körnchen Wahrheit wird sicherlich schon in ihren Worten sein, wie auch Charlotte vermutet. Ich glaube auch, dass Tilly noch eine wichtige Rolle spielen wird.


    Auch die Haushälterin scheint mehr zu wissen und nicht darüber sprechen zu wollen. Oder hat sie doch nur Angst um ihre Stellung?
    Irgendwie benehmen sich alle etwas merkwürdig, wenn die Sprache auf die Vergangenheit kommt. Was hat es nun damit auf sich, dass Sir Andrew seine Frau "wegsperren" wollte? Nur ein Gerücht, eine Lüge, oder steckt mehr dahinter? Ich bin mir unsicher, was ich glauben soll.


    Bei dem Mittel, das Charlotte unter der Diele gefunden hat, handelt es sich also um ein Brechmittel. Das würde ja durchaus dazu passen, dass Ellen es für Emily gebraucht hat. Hat sie ihrer Tochter dieses Mittel verabreicht, damit Emily krank wird und sie sich um sie kümmern kann? Ich halte das durchaus für möglich. Oder hat Ellen es selbst gebraucht? Aber sie war nicht magersüchtig oder bulimisch, oder? Hatte sie Magen- oder Darmprobleme? Irgendwie glaube ich das alles nicht. Zum jetzigen Zeitpunkt würde ich eher darauf tippen, dass sie das Mittel tatsächlich für Emily gebraucht hat. :(


    Hat Emily ihre Mutter tatsächlich gesehen? Sie glaubt es auf jeden Fall ganz sicher. War tatsächlich jemand im Garten, den Emily nur für ihre Mutter gehalten hat, oder kann das Mädchen tatsächlich Geister sehen? :-\
    Auf jeden Fall kommt Emily mir momentan sehr reif vor für ihr Alter.


    Ich bin gespannt, wie es weitergeht! :lesen:

  • Sir Andrew hat sich also tatsächlich an die SPR gewandt.
    Das war aber auch schon das einzige sympathische, und ich muß auch meine sich bessernde Meinung über ihn schon wieder revidieren.
    Er ist wieder ganz der Alte und scheint sich nicht mehr weiter um Emily kümmern zu wollen.
    Umso sympathischer ist mir dafür Tom.
    Ich hoffe sehr, dass Charlotte und er zusammenkommen, sie würden ein tolles Paar abgeben. Den beiden ist wirklich sehr daran gelegen, Emily zu helfen und ich habe mich bei der Unterhaltung der beiden und ihrem Besuch in der Teestube sehr wohl gefühlt.


    Das weiße Pulver ist ein Brechmittel. Hat es Ellen benutzt, um Emily krank zu machen? Das Mittel muß aber nicht zwingend Ellen gehört haben, da ja zwischenzeitlich auch andere Gouvernanten in dem Zimmer wohnten.
    Aber ich bin eigentlich schon der Überzeugung, dass Ellen damit Emily schaden wollte. Ich frage mich nur, warum sie das tut? Aber Ellen ist ja demnach auch krank und weiß somit wahrscheinlich gar nicht, was sie Emily antut.


    LG Karin


  • Ein bisschen wundert es mich allerdings schon, dass man ausgerechnet ihn ausgewählt hat. Gut, die anderen haben zwar niemals Kinder untersucht, aber Tom war doch - wenn ich es richtig verstanden habe - immer nur fürs Schreiben zuständig, oder? Er hat doch noch nie eine solche Untersuchung durchgeführt, sondern immer nur protokolliert bzw. darüber geschrieben. Ich finde das ein bisschen gewagt und riskant, muss ich sagen.
    Und ich bin gespannt, wie Tom nun weiter vorgehen wird.


    Das hat mich ehrlich gesagt auch etwas gewundert. Aber Tom ist ja auch Detektiv, vielleicht erhofft sich die SPR, dass er somit den Fall ganz anders angeht, ohne dass Emily direkt untersucht werden muß und man ihr so womglich noch mehr Angst einflößt.



    Sehr amüsiert habe ich mich übrigens über die Rezension von Tom über die Sherlock-Holmes-Bücher. ;D


    Ich liebe Toms Rezis auch. :)



    Auch frage ich mich immer mehr, was das alte Kindermädchen von Ellen - Tilly Burke - noch weiß!? Zwar ist sie sehr verwirrt, aber ein Körnchen Wahrheit wird sicherlich schon in ihren Worten sein, wie auch Charlotte vermutet. Ich glaube auch, dass Tilly noch eine wichtige Rolle spielen wird.


    Ich finde auch, Tilly darf man nicht unterschätzen. Alle halten sie für verrückt dabei weiß sie bestimmt die Wahrheit.


    LG Karin


  • Nun ist Tom also angekommen und soll sich Emily einmal ansehen.


    Ich weiß, dass viele von euch keine Klappentexte lesen, aber ich mache das doch irgendwie immer noch, um so eine Ahnung zu haben, was denn im Buch geschieht und ob es mir gefallen könnte oder nicht.


    Hier finde ich den Klappentext zwar gut, aber beim Lesen des Buches habe ich mich echt gefragt, wann Charlotte und Tom denn nun endlich auf einander stoßen, fast hat man das Gefühl, dass sie gar nicht mehr zusammen finden. Ich hätte ihre Begegnung schon deutlich eher erwartet...

    "Das Buch als Betriebssystem ist noch lange nicht am Ende" (H.M. Enzensberger)


  • Das Mittel muß aber nicht zwingend Ellen gehört haben, da ja zwischenzeitlich auch andere Gouvernanten in dem Zimmer wohnten.


    Stimmt eigentlich. Irgendwie bin ich einfach davon ausgegangen, dass es Ellen gehört hat. Das glaube ich auch jetzt noch, aber genau genommen hast Du recht. Es könnte auch ein anderer dort versteckt haben.

  • Ach einfach herrlich, dass wir immer noch so arg im Dunkeln tappen und das wo wir ja nun Schritt für Schritt dem Ende näher kommen. Aber ich bin fest davon überzeugt, dass sich alles noch zum Guten wenden wird.


    Tom ist nun also endlich da. Warum man ihn ausgewählt hat ist wirklich etwas komisch. Vielleicht ist er es geworden, weil er schon als Detektiv tätig war und es nicht so den Eindruck macht, dass es hier um Paranormales geht. Vielleicht ist dieser Vereinigung der Fall auch nicht so wichtig, dass sie einfach irgendwen schicken.


    Aber ich finde es gut für Charlotte, das sie sich für Tom entschieden haben, dann hat sie wenigstens was zu gucken. ;)


    Hier habe ich nun wirklich den Eindruck, dass Sir Andrew gar keine richtige Auflösung des Falls möchte, denn er verhält sich sehr komisch. Weiß er mehr als er zugibt? Er verheimlicht definitiv etwas. Ich würde sogar mal noch ne total krasse Vermutung in den Raum werfen: vielleicht wollte sich Lady Ellen von ihm trennen und da hat er seine Frau mal kurzerhand selbst in den Fluss geschubst... Ok ist vielleicht weit hergeholt, aber ganz sauber ist der Kerl nun wirklich nicht.


    Ich kann es mir echt nicht vorstellen, dass Sir Arthur Conan Doyle unbekannt gewesen ist, daher fand ich die Erwähnung sehr gelungen und es passt ja auch total in die Zeit.


    Charlotte scheint ja echt immer mutiger zu werden, ihr liegt offenbar echt viel an Emily, denn warum sollte sie sonst allein in den Wald gehen und dann auch noch nachts? Ich hätte das niemals gewagt, was da alles passieren kann. :o


    Ich rätsel immer noch, ob diese Tilly Burke wirklich so verwirrt ist wie die Leute immer sagen oder ob man nur sagt, dass sie verrückt sei, weil sie komisches Zeug redet. Dabei ist ja irgendwie was Wahres dran an dem was sie so sagt. Mal sehen, ob Tilly hier noch mehr in Erscheinung tritt. Zumindest kannte sie Lady Ellen ja eigentlich am besten.


    Das komische Pulver ist Brechmittel. Wollte Lady Ellen etwa schlank bleiben oder hat sie es vielleicht doch Emily gegeben? Ich kann mir nicht vorstellen, dass es jemand anderem gehört, denn es war ja Ellens Zimmer und auch wenn die Vorgängerinnen von Charlotte da auch gewohnt haben, waren die für meine Begriffe doch zu kurz da, um solche Mittelchen zu verstecken…


    Ich finde auch, dass Emily sehr reif für ihr Alter wirkt, fast schon zu reif. Aber bei dem strengen Vater…

    "Das Buch als Betriebssystem ist noch lange nicht am Ende" (H.M. Enzensberger)

  • In dem von Charlotte gefunden Glas befindet sich ein Brechmittel, welches Erbrechen, Übelkeit und Schwindel auslösen kann? Spätestens jetzt bin ich überzeugt, daß Lady Ellen tatsächlich hinter den vielen Krankheiten von Emily steckt, die Symptome ihrer Krankheiten passen zu gut dazu. Das erklärt natürlich auch, warum Emily seit dem Tod ihrer Mutter viel gesünder ist. War das der Grund, warum Sir Andrew seine Frau „wegschicken“ wollte? Aber warum hat Lady Ellen das getan? Wollte sie auf diese Weise ihrer Tochter nahe sein und verhindern, daß Kindermädchen, Gouveranten etc. sie ihr sozusagen wegnehmen? Auch der Wildhüter spricht davon, daß Lady Ellen ihre Tochter sehr behütet hat, vorallem vor Fremden. Oder wollte sie damit verhindern, an der Seite ihres Mann in London auftreten zu müssen? Das würde für eine psychische Erkrankung von Lady Ellen sprechen und doch für Selbstmord, aber auch für Mord durch Sir Andrew, weil er ihr Tun gegenüber Emily nicht weiter tolerieren wollte.


    Emilys Vision oder Geistererscheinungen werden immer heftiger, es muß nun wirklich was geschehen, nicht, daß das noch ein böses Ende nimmt. Charlotte hat ja Mut, nachts in den Wald zu gehen, obwohl sie damit rechnen muß, daß ihr irgendwas oder -wer begegnen könnte. Der Wald hat also einen mystischen Hintergrund und wir erfahren von dem Wildhüter, daß Emily früher gerne im Wald unterwegs war, während sie nun ihn nicht mehr mag. Hat es wirklich nur mit den Tod ihrer Mutter zu tun, daß sie den Wald nun meidet?


    Tom bekommt den Auftrag, Emily zu untersuchen, das hat mich schon etwas überrascht, da ich nicht gedachte hätte, daß er über die notwendige Qualifikation verfügt, zumal es etwas heikel ist, weil es sich um die Tochter eines Abgeordneten handelt. Verständlich ist dagegen, daß sie der Gefahr entgehen möchten, daß Emily nur als „Objekt“ gesehen wird, sondern als Kind, auf das man besonders Rücksicht nehmen muß. Aber auch ihm gegenüber enthüllt Sir Andrew nicht alles, was seine Frau anbetrifft. Nur gut, daß er mit Charlotte eine Verbündete hat, der das Wohl von Emily wirklich am Herzen liegt und die nicht mit den Informationen hinter dem Berg hält – auch sie ist froh, daß sie sich endlich mit jemandem austauschen kann, wobei sie sich auf einem sehr schmalen Grat bewegt, was ihre Stellung auf Chalk Hill angeht.


    Grinsen mußte ich ja bei den Anspielungen auf die Sherlock-Holmes-Romane und die Anlaufschwierigkeiten, die diese Bücher damals hatten – da denkt man heute gar nicht mehr dran.


  • Das Mittel muß aber nicht zwingend Ellen gehört haben, da ja zwischenzeitlich auch andere Gouvernanten in dem Zimmer wohnten.


    Das könnte zwar sein, aber irgendwie bin ich mir sicher, daß es Lady Ellen gehört, da Emily nur in der Zeit krank war, als auch sie im Haus war, und das wohl ziemlich permanent, wenn ich es richtig verstanden habe. Daher gehe ich davon aus, daß das Pulver auch nicht Nora gehört, sonst wäre Emily sicherlich immer noch krank.


  • Grinsen mußte ich ja bei den Anspielungen auf die Sherlock-Holmes-Romane und die Anlaufschwierigkeiten, die diese Bücher damals hatten – da denkt man heute gar nicht mehr dran.


    Ich muss gestehen, dass ich das vorher gar nicht wusste (oder wieder vergessen habe?). :-[


  • Vielleicht ist dieser Vereinigung der Fall auch nicht so wichtig, dass sie einfach irgendwen schicken.


    Ich hatte das Gefühl, daß sie den schon sehr wichtig nehmen und das hier:


    Aber ich finde es gut für Charlotte, das sie sich für Tom entschieden haben, dann hat sie wenigstens was zu gucken. ;)


    ist natürlich auch ein sehr wichtiger Grund ;D



    Hier habe ich nun wirklich den Eindruck, dass Sir Andrew gar keine richtige Auflösung des Falls möchte, denn er verhält sich sehr komisch. Weiß er mehr als er zugibt? Er verheimlicht definitiv etwas. Ich würde sogar mal noch ne total krasse Vermutung in den Raum werfen: vielleicht wollte sich Lady Ellen von ihm trennen und da hat er seine Frau mal kurzerhand selbst in den Fluss geschubst... Ok ist vielleicht weit hergeholt, aber ganz sauber ist der Kerl nun wirklich nicht.


    Wenn Ellen wirklich an dem Münchhausen-Stellvertreter-Syndrom leidet, dann wäre das natürlich ein gutes Mordmotiv für Sir Andrew, aber andererseits könnte ich mir auch vorstellen, daß es ihm äußerst unangenehm ist, wenn herauskommt, daß seine Frau absichtlich Emily gesundheitlich geschadet hat. Ich habe eben mal nachgeschaut, diese Krankheit ist noch gar nicht so lange bekannt, würde den irgendwer überhaupt Sir Andrew glauben?

  • Das könnte zwar sein, aber irgendwie bin ich mir sicher, daß es Lady Ellen gehört, da Emily nur in der Zeit krank war, als auch sie im Haus war, und das wohl ziemlich permanent, wenn ich es richtig verstanden habe. Daher gehe ich davon aus, daß das Pulver auch nicht Nora gehört, sonst wäre Emily sicherlich immer noch krank.


    Ich denke auch, dass es wirklich Ellen gehört hat. Genau wie Ihr frage ich mich aber, was eine Mutter dazu bewegt, ihrem Kind bewußt zu schaden. Oder hat Ellen das auf Grund ihrer Krankheit gar nicht wahr genommen?


    LG Karin


  • Ich denke auch, dass es wirklich Ellen gehört hat. Genau wie Ihr frage ich mich aber, was eine Mutter dazu bewegt, ihrem Kind bewußt zu schaden. Oder hat Ellen das auf Grund ihrer Krankheit gar nicht wahr genommen?


    Das würde mich auch interessieren, wie die Betroffenen - in diesem Fall Lady Ellen - empfinden.

  • Hallo zusammen,


    das Buch ist wirklich sehr spannend!



    Nun ist Tom also angekommen und soll sich Emily einmal ansehen. Ein bisschen wundert es mich allerdings schon, dass man ausgerechnet ihn ausgewählt hat. Gut, die anderen haben zwar niemals Kinder untersucht, aber Tom war doch - wenn ich es richtig verstanden habe - immer nur fürs Schreiben zuständig, oder? Er hat doch noch nie eine solche Untersuchung durchgeführt, sondern immer nur protokolliert bzw. darüber geschrieben. Ich finde das ein bisschen gewagt und riskant, muss ich sagen.


    Ich empfand es gar nicht als so seltsam und abwegig, dass die Sedgewicks Tom für diese Aufgabe ausgewählt haben. Sie sagten ja, sie selbst seien schon sehr festgefahren in ihren Untersuchungen und da es sich nun um ein Kind handelt, wäre ein bisschen mehr Sensibilität wichtig. Und wer sollte das nicht am besten haben, wie jemand, der von sich aus eher vorsichtig an die Sache herangehen würde, eben weil er noch nicht so abgestumpft darin ist? Und sie sagen, sie vertrauen auf seine gesunde Neugier und seine Skepsis, zudem kennen sie Tom mittlerweile sehr gut und haben offensichtlich eine hohe Meinung von ihm und seinem Verstand. Ich glaube, sie wissen genau, dass ihre Wahl eine gute ist.


    Das Ehepaar Sedgewick war mir übrigens sehr sympathisch, wie sie miteinander umgegangen sind.



    Ich hatte das Gefühl, daß sie den schon sehr wichtig nehmen und das hier:


    ist natürlich auch ein sehr wichtiger Grund ;D


    Genau. Und bei Charlotte flattern schon die ersten Schmetterlinge, vielleicht wird es ja tatsächlich was mit den beiden. ;D



    Sehr amüsiert habe ich mich übrigens über die Rezension von Tom über die Sherlock-Holmes-Bücher. ;D
    Sir Arthur Canon Doyle ist zu der Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt. Kaum vorstellbar. ;)


    Hihi, ja die fand ich auch sehr amüsant. Ich hatte beim Lesen echt das Bedürfnis, ihm zu seinem Eindruck zu gratulieren und ihm zu sagen, dass es sogar schon Unmengen an Verfilmungen zu den Büchern gibt. Allerdings hätte ihn das etwas überfordert. ;D


    Mir hat sehr gut gefallen, wie Tom und Charlotte den Fall zusammen angehen und ich konnte richtig gut nachempfinden, wie gut es Charlotte tat, endlich mal über alles mit jemandem reden zu können und alle Sorgen und Gedanken mal am Stück mit jemandem zu teilen, nachdem sie die ganze Zeit jedes Wort auf die Goldwaage legen musste und ihre Nachforschungen nur unter Anspannung machen konnte. Tom hat sie dann ja sogar ermutigt, etwas nachdrücklicher vorzugehen. Ob es gut war, Mrs. Evans nun so direkt auszufragen oder nicht, wird sich noch rausstellen, aber für Charlotte war es bestimmt ein irgendwie befreiendes Gefühl, mal direkt zu werden, kann ich mir vorstellen. Und ich habe auch das Gefühl, dass Mrs. Evans mehr weiß oder ahnt, denn sie ist ja richtig ausgetickt. Das würde man ja wohl nicht, wenn nicht etwas mehr dahinterstecken würde, was zumindest auch Angst macht vor Enthüllung.


    Was das Brechmittel betrifft, glaube ich auch immer noch, dass es Lady Ellen gehört und evtl. sogar schon von Tilly kam. Es ist nicht nur Brechmittel, sondern wird laut Apotheker auch gegen Erregungszustände verschrieben. Das könnt ja auch der Grund der Einnahme sein. Vielleicht von Lady Ellen selbst, die Probleme mit ihrer Ehe hatte (vielleicht von Tilly empfohlen, die es selbst genommen hat, als sie die Familie aufgrund Ellens Hochzeit verlassen musste und darunter litt). Und Lady Ellen gab es dann auch ihrer Tochter. Ich finde es halt irgendwie auffällig, dass diese drei Personen mehr oder weniger stark unter "Zuständen" litten/leiden. Könnte dies nicht jeweils eine Nebenwirkung dieses Mittels sein und bei Emily kamen, weil sie noch ein Kind ist, eben noch körperliche Symptome dazu? Wollte Ellen diese mit noch mehr Pulver verringern, weil sie den Zusammenhang nicht verstanden hat und hat alles verschlimmert oder wollte sie doch ihr Kind tatsächlich ganz bewusst damit krank machen, damit man sie ihr nicht wegnimmt und sie sie immer versorgen kann? Hach, man kann es in so vielen Varianten drehen und wenden, ich bin echt auf die Auflösung gespannt? ;D


    Das würde mich auch interessieren, wie die Betroffenen - in diesem Fall Lady Ellen - empfinden.


    Ich kenne mich mit dieser Art Krankheit nicht aus, aber vom Gefühl her kann mir vorstellen, dass sie nicht bewusst dem Kind schaden will, sondern es irgendwie verkehrt herum sieht. Dass sie das, was sie heilen will, selbst hervorruft, verdrängt oder vergisst sie vielleicht sofort. Sie sieht nur das kranke Kind und das Bedürfnis zu helfen und gebraucht zu werden und sieht sich als einzige Person, die dies kann. Um diesen Zustand beizubehalten, schadet sie ihrem Kind aber immer wieder, verdrängt es aber sofort wieder und so weiter. So kann ich mir das zumindest vorstellen. Denn es ist ja doch krank so zu handeln und wenn man bei klarem Verstand wäre, würde man als liebende Mutter dies auf keinen Fall tun.


    Sir Andrew hatte im letzten Abschnitt kurzzeitig meine Sympathie gewonnen, aber hier leider wieder verloren. Ich empfand beim Lesen eine ähnliche Wut wie Tom, als er erkannte, dass Sir Andrew ihm nicht alles erzählt, obwohl er angeblich seinem Kind helfen will. Seine Karriere und sein Ansehen stehen offensichtlich weit über dem Wohl seines Kindes. >:( Er kann Emily aber nur helfen, wenn er und mitarbeitet ehrlich alle Karten auf den Tisch legen würde. Aber dazu ist er wohl zu feige oder hat eine Schuld zu verbergen. Dann hätte er aber auch niemanden zur Untersuchung herbestellen brauchen.



    Charlotte hat ja Mut, nachts in den Wald zu gehen, obwohl sie damit rechnen muß, daß ihr irgendwas oder -wer begegnen könnte.


    Ja, das war echt mutig, mich hat es beim Lesen schon gegruselt. Als sie dann anfing, sich Bäume für den Rückweg zu merken, habe ich eigentlich fest damit gerechnet, dass sie sich verlaufen wird. Einen Wildhüter habe ich nicht erwartet, ich bin sogar richtig erschrocken bei der plötzlichen Stimme. Irgendwie hatte ich wie Charlotte selbst die Meinung, dass dieser Wald total leer ist, kein Leben in ihm ist und auch niemand sich darin aufhält. Das war echt seltsam, auf einmal so etwas Alltägliches, wie einen Waldarbeiter dort anzutreffen. ;D


    Eine Sache irritiert mich aber hier und bringt mich wieder auf den Verdacht, dass doch jemand einen Geist oder ein Überleben von Lady Ellen inszenieren könnte: Das Blatt vor Charlottes Zimmertür! Wir kommt das denn dahin? Ist es denn wahrscheinlich, dass so ein Blatt zufällig ausgerechnet vor der Tür von Charlotte liegen bleibt, wenn man da oben herumschleicht? Oder ist es wahrscheinlicher, dass es jemand direkt dort abgelegt hat, damit Charlotte es findet? Also wenn ich mir das so überlege, sehe ich nicht unbedingt vor mir, dass einer herumschleichenden Person so ein Blatt aus Versehen direkt dort aus dem Haar fällt...


  • Eine Sache irritiert mich aber hier und bringt mich wieder auf den Verdacht, dass doch jemand einen Geist oder ein Überleben von Lady Ellen inszenieren könnte: Das Blatt vor Charlottes Zimmertür! Wir kommt das denn dahin? Ist es denn wahrscheinlich, dass so ein Blatt zufällig ausgerechnet vor der Tür von Charlotte liegen bleibt, wenn man da oben herumschleicht? Oder ist es wahrscheinlicher, dass es jemand direkt dort abgelegt hat, damit Charlotte es findet? Also wenn ich mir das so überlege, sehe ich nicht unbedingt vor mir, dass einer herumschleichenden Person so ein Blatt aus Versehen direkt dort aus dem Haar fällt...


    Ich vermute eher, dass das Blatt am Schuh geklebt ist. Dann müßte aber jemand, der zuvor im Garten war, an Charlottes Tür vorbeigegangen sein.


    LG Karin

  • Ich vermute eher, dass das Blatt am Schuh geklebt ist. Dann müßte aber jemand, der zuvor im Garten war, an Charlottes Tür vorbeigegangen sein.


    LG Karin


    Das mit dem Haar war natürlich nicht ernst gemeint. ;) Misstrauisch wie ich bin, ging es mir aber darum, dass ich es ziemlich seltsam finde, dass so ein Blatt wie offensichtlich dort liegt, als sollte Charlotte es dort finden.

  • Das mit dem Haar war natürlich nicht ernst gemeint. ;) Misstrauisch wie ich bin, ging es mir aber darum, dass ich es ziemlich seltsam finde, dass so ein Blatt wie offensichtlich dort liegt, als sollte Charlotte es dort finden.


    Vielleicht hat Charlotte denjenigen, der das Blatt am Schuh kleben hatte überrascht und dieser/ diese musste schnell fort, so dass derjenige das Verlieren des Blattes nicht gemerkt hat. Hat Charlotte nicht etwas kraspeln gehört, bevor sie das Blatt gefunden hat? Bin mir jetzt gerade nicht so sicher...


    Ich gehe jetzt mal nicht davon aus, dass jemand das Blatt dort hingelegt hat.

    "Das Buch als Betriebssystem ist noch lange nicht am Ende" (H.M. Enzensberger)

  • Ach übrigens habe ich als Leseexemplarleserin mal wieder eine Frage an euch: In meinem Exemplar wird Charlotte von Tom auf Seite 291 Kaffee angeboten und die beiden schlürfen diesen genüsslich. Das Gespräch geht seinen Gang. Wenig später gisst Tom ihr dann auf Seite 298 statt des Kaffees Tee nach. Bleibt bei euch der Kaffee einfach Kaffee oder ist der kleine Fehler weiterhin enthalten? ???

    "Das Buch als Betriebssystem ist noch lange nicht am Ende" (H.M. Enzensberger)


  • Das Ehepaar Sedgewick war mir übrigens sehr sympathisch, wie sie miteinander umgegangen sind.


    Ja, die Beiden gefallen mir auch sehr gut, auch von ihrer Einstellung her.



    Hihi, ja die fand ich auch sehr amüsant. Ich hatte beim Lesen echt das Bedürfnis, ihm zu seinem Eindruck zu gratulieren und ihm zu sagen, dass es sogar schon Unmengen an Verfilmungen zu den Büchern gibt. Allerdings hätte ihn das etwas überfordert. ;D


    Wahrscheinlich :D



    Ich kenne mich mit dieser Art Krankheit nicht aus, aber vom Gefühl her kann mir vorstellen, dass sie nicht bewusst dem Kind schaden will, sondern es irgendwie verkehrt herum sieht. Dass sie das, was sie heilen will, selbst hervorruft, verdrängt oder vergisst sie vielleicht sofort. Sie sieht nur das kranke Kind und das Bedürfnis zu helfen und gebraucht zu werden und sieht sich als einzige Person, die dies kann. Um diesen Zustand beizubehalten, schadet sie ihrem Kind aber immer wieder, verdrängt es aber sofort wieder und so weiter. So kann ich mir das zumindest vorstellen. Denn
    es ist ja doch krank so zu handeln und wenn man bei klarem Verstand wäre, würde man als liebende Mutter dies auf keinen Fall tun.


    So ähnlich stelle ich mir das auch vor. .



    Einen Wildhüter habe ich nicht erwartet, ich bin sogar richtig erschrocken bei der plötzlichen Stimme. Irgendwie hatte ich wie Charlotte selbst die Meinung, dass dieser Wald total leer ist, kein Leben in ihm ist und auch niemand sich darin aufhält. Das war echt seltsam, auf einmal so etwas Alltägliches, wie einen Waldarbeiter dort anzutreffen. ;D


    Ich habe mich auch heftig erschrocken.



    Eine Sache irritiert mich aber hier und bringt mich wieder auf den Verdacht, dass doch jemand einen Geist oder ein Überleben von Lady Ellen inszenieren könnte: Das Blatt vor Charlottes Zimmertür! Wir kommt das denn dahin? Ist es denn wahrscheinlich, dass so ein Blatt zufällig ausgerechnet vor der Tür von Charlotte liegen bleibt, wenn man da oben herumschleicht? Oder ist es wahrscheinlicher, dass es jemand direkt dort abgelegt hat, damit Charlotte es findet? Also wenn ich mir das so überlege, sehe ich nicht unbedingt vor mir, dass einer herumschleichenden Person so ein Blatt aus Versehen direkt dort aus dem Haar fällt...


    Ich habe das erst gar nicht kapiert und dachte an ein Blatt Papier, wie peinlich :-[ Aber ob ein Geist wirklich Blätter an den Schuhen hat - oder Wasserflecken im Zimmer hinterläßt - bezweifle ich eben auch.