04 - Kapitel 20 bis Kapitel 25 (Seite 234 bis 309)

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  • Mit Tom bekommt Charlotte ja nun endlich tatkräftige Unterstützung und jemand, mit dem sie über alles reden kann (und darf). Für sie sicher eine große Erleichterung.


    Ich staune allerdings immer noch ein bisschen darüber, dass Sir Andrew sich auf diese Untersuchung eingelassen hat. Erstens wirkt er auf mich nicht so, als würde er an übernatürliche Phänomene glauben und zweitens habe ich immer noch den Eindruck, er würde das alles lieber totschweigen anstatt noch einen Fremden mit einzubeziehen. Und Tom hat ja auch keine wirkliche Qualifikation, außer der Empfehlung.
    Aber vielleicht tue ich Sir Andrew da auch Unrecht und es geht ihm wirklich um Emilys Wohl und er weiß sich da keinen anderen Rat mehr.


    Das Mittel unter der Diele ist also ein Brechmittel. Versteckt in Ellens ehemaligem Zimmer. Ob wir mit unserer Theorie doch richtigliegen, dass sie für Emilys Krankheiten verantwortlich war? Ich fände das so traurig, ich kann mir das gar nicht vorstellen, dass eine Mutter ihr Kind absichtlich krankmacht. Und alle Außenstehenden halten sie für eine großartige, liebevolle Mutter :(

  • Hallo :winken:


    Eure Idee mit dem Münchhausen-Stellvertretersyndrom kommt mir immer realistischer vor. Auch ich gehe davon aus, dass das Pulver Lady Ellen gehört hat und sie es Emily gegeben hat. Es wurde ja schon erwähnt, dass sie sich besonders um Emily gekümmert hat, was wohl damals bei Müttern dieser Gesellschaft sehr selten war. Auch wollte Lady Ellen lieber auf dem Land leben, während Sir Andrew die Stadt bevorzugte. Für ein krankes Kind ist das Landleben wohl geeigneter.
    Ich denke schon, dass Sir Andrew wissen möchte was mit Emily los ist und ihr helfen möchte. Auch wenn er das alles nicht in der Öffentlichkeit wissen will. Aber es ist schon stark von ihm, dass er sich überhaupt an die Society gewendet hat.
    Das Blatt vor Charlottes Tür fand ich so gar nicht geheimnisvoll. Sie hat doch ihre schmutzigen Schuhe nach dem Waldspaziergang vor ihre Türe gestellt, daher dachte ich das Blatt wäre unter ihren eigenen Sohlen gewesen?


    Das jetzt ausgerechnet Tom hinter Emilys Krankheit kommen soll, hat mich auch sehr gewundert. Bisher dachte ich immer, er würde tatsächlich nur darüber schreiben. Allerdings war er ja auch bei vielen Sitzungen dabei und eine tatsächliche "Ausbildung" gibt es in dem Bereich ja wohl eher nicht. Ich hoffe nur, das er Emily wirklich helfen kann.


  • Das Blatt vor Charlottes Tür fand ich so gar nicht geheimnisvoll. Sie hat doch ihre schmutzigen Schuhe nach dem Waldspaziergang vor ihre Türe gestellt, daher dachte ich das Blatt wäre unter ihren eigenen Sohlen gewesen?


    Stimmt, so kann es auch sein. Charlotte hat dann gar nicht bemerkt, dass sich das Blatt von ihren Schuhen gelöst hat. Man muß gar nicht immer allzu kompliziert denken. ;)


    LG Karin


  • Ich denke schon, dass Sir Andrew wissen möchte was mit Emily los ist und ihr helfen möchte. Auch wenn er das alles nicht in der Öffentlichkeit wissen will. Aber es ist schon stark von ihm, dass er sich überhaupt an die Society gewendet hat.


    Wahrscheinlich ist er hin- und hergerissen zwischen seiner Hilflosigkeit Emilys Situation gegenüber und der Sorge um sein öffentliches Ansehen - daher finde ich es auch gut, daß er den Schritt gewagt hat, sich an die Society zu wenden.


    Stimmt, so kann es auch sein. Charlotte hat dann gar nicht bemerkt, dass sich das Blatt von ihren Schuhen gelöst hat. Man muß gar nicht immer allzu kompliziert denken. ;)


    An die schmutzigen Schuhe hatte ich gar nicht mehr gedacht, das könnte natürlich auch einen Erklärung sein :-[

  • An die schmutzigen Schuhe hatte ich gar nicht mehr gedacht, das könnte natürlich auch einen Erklärung sein :-[


    Das stimmt natürlich, man muss nicht immer gleich misstrauisch werden. ;) Meine Alarmglocken sind aber immer wieder gerne sehr schnell am Bimmeln und ganz besonders, wenn eigentlich harmlose Dinge extra erwähnt werden. Ich kann mir da nicht helfen. Paranoia oder so.... :-\ ;D

  • Wenn ich mit euch lese, gehts mir inzwischen auch öfters so. Alleine käme ich wohl auf einige Ideen gar nicht. Wahrscheinlich ist das Misstrauen schon ansteckend ;D

  • Stimmt, so kann es auch sein. Charlotte hat dann gar nicht bemerkt, dass sich das Blatt von ihren Schuhen gelöst hat. Man muß gar nicht immer allzu kompliziert denken. ;)


    LG Karin


    Auch ich hatte an diese Möglichkeit gar nicht gedacht, sondern gleich einen Bösewicht erwartet. Kennt jemand eigentlich die weibliche Form von Bösewicht oder gibt es das gar nicht? ;)

    "Das Buch als Betriebssystem ist noch lange nicht am Ende" (H.M. Enzensberger)

  • Das wird ja alles immer verworrener, man weiß gar nicht mehr wen man hier trauen kann. Zur Zeit vermute ich ja sogar schon das vielleicht Emilys Mutter selbst verantwortlich für Emilys frühere Krankheiten war. Sie könnte ihr doch dieses Pulver untergeschoben haben um sich danach hingebungsvoll um sie zu kümmern. So schlimm das ist, aber so was gibt es ja, das Mütter ihre eigenen Kinder krank machen, damit sie sich dann um sie kümmern können, der Fachbegriff fällt mir gerade nicht ein.


    Tom ist mir total sympathisch, auch seine Artikel amüsieren mich genau so wie Charlotte, besonders wie er über den Autor von Sherlock Hlomes schreibt, da hab selbst ich Lust bekommen endlich mal was von ihm zu lesen.
    Wie er alle befragt, er macht es wirklich total gut, auch bei der kleinen Emily, er ist sehr einfühlsam. Er und Charlotte verstehen sich ja jetzt schon gut, bin gespannt was aus den beiden noch wird.


    Was ich ziemlich krass fand war was Sir Andrew auf den Grabstein seiner Frau hat schreiben lassen, ich mein das ich schon ganz schön heftig, auch wenn er so empfunden hat, es kann ja auch jeder lesen.

  • Das stimmt natürlich, man muss nicht immer gleich misstrauisch werden. ;) Meine Alarmglocken sind aber immer wieder gerne sehr schnell am Bimmeln und ganz besonders, wenn eigentlich harmlose Dinge extra erwähnt werden. Ich kann mir da nicht helfen. Paranoia oder so.... :-\ ;D


    Ich habe gar nicht groß über das Blatt nach gedacht, aber bei all euren Spekulationen komme auch ich nun ins grübeln.

  • Hallo zusammen,


    nun treffen Charlotte und Tom also aufeinander. Mir gefallen die ersten Begegnungen der beiden übrigens sehr gut - die Chemie scheint zu stimmen! ;D Wenn ich mir Tom vorstelle, dann ist er allerdings gar nicht so exzentrisch, wie er an der ein oder anderen Stelle beschrieben wird: zum Beispiel, weil er einen dunkelvioletten Anzug trägt… Ich denke, er sieht ziemlich schmuck darin aus - vor allem, wenn ich an seine dunklen Augen denke und die vereinzelten grauen Haare. Auf Charlotte scheint jedenfalls eine gewisse Anziehungskraft auszustrahlen - ebenso wie umgekehrt. Charlotte macht sicherlich einen aufgeweckten, freundlichen und intelligenten Eindruck auf den Londoner Journalisten. Dabei gefällt mir auch, wie schnell die beiden in einen Wir-Modus fallen und ich bin nun sehr gespannt, ob sie sogar in Sherlock Holmes-Manier ermitteln! ;) Im Übrigen hat mir dieser kleine Ausflug in die klassische Literatur sehr gefallen: Arthur Conan Doyle wird gelobt, damit er hoffentlich weiter schreibt und sein Publikum endgültig überzeugt… Großartig!
    Die Rätsel um Ellen klären sich nicht weiter und auch der Hausherr gibt mir noch einige Fragezeichen auf, denn obgleich er an der ein oder anderen Stelle sehr sympathisch war, mag ich die Art, wie er partout vermeiden will, dass sich die Geschehnisse auf seine politische Karriere auswirken kann, macht mich irgendwie stutzig. Sicher, die Öffentlichkeit hört gerne Schockierendes und die Presse heizt gerne die Gerüchteküche an, aber mal ehrlich: wenn seine verstorbene Frau krank war und womöglich Suizid begangen hat dann ist das sehr schlimm, aber nichts, was man so vehement unter den Teppich kehren muss, oder? Ja, Selbstmord war natürlich keine leicht zu erklärende Sache und hatte durchaus damals heftige Konsequenzen, aber das Verhalten Andrew Clayworths macht mir gerade trotzdem mehr Sorgen, dass er doch etwas mit dem Verschwinden seiner Frau zu tun haben könnte… Aber ich habe noch eine kleine Hoffnung, dass Lady Ellen vielleicht gar nicht tot ist, sondern nur von Chalk Hill geflohen ist. Ob sie wirklich so weit geht, immer wieder dort aufzutauchen und sich ihrer kleinen Tochter zu zeigen? Ziemlich unverantwortlich, aber ich finde es nicht unvorstellbar, wenn man bedenkt, dass Ellen ein schlechtes Gewissen hat, weil sie Emily zurück gelassen hat und aller Wahrscheinlichkeit nach depressiv ist.


    Liebe Grüße
    dubh


  • Sicher, die Öffentlichkeit hört gerne Schockierendes und die Presse heizt gerne die Gerüchteküche an, aber mal ehrlich: wenn seine verstorbene Frau krank war und womöglich Suizid begangen hat dann ist das sehr schlimm, aber nichts, was man so vehement unter den Teppich kehren muss, oder?


    Finde ich auch. Vor allem macht er es durch seine Geheimiskrämerei ja nur umso schlimmer und heizt dadurch die Gerüchteküche erst so richtig an.


    LG Karin

  • Das Blatt vor Charlottes Tür habe ich übrigens vorhin vergessen: ich überlege mir, ob es jemand bewusst vor ihre Tür gelegt hat um sie zu verunsichern. In Betracht würde ich Nora oder Mrs. Evans ziehen - warum kann ich aber gar nicht sagen, es ist einfach nur ein Gefühl. :-\
    Dass das Blatt von Charlottes eigenen Schuhen stammen könnte, ist mir gar nicht eingefallen… Aber wäre es ihr dann nicht selbst aufgefallen als sie hinausging? Oder hat derjenige, der die Schuhe zum Putzen (ist das bei der Gouvernante überhaupt so?) mitgenommen hat, das Blatt übersehen? Hm, ich bin mir ziemlich unschlüssig.

  • Suse

    Hat das Thema geschlossen