03 - Kapitel 14 bis Kapitel 19 (Seite 163 bis 233)

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  • Ehrlich gesagt, weiß ich jetzt gar nicht mehr, was ich von Ellen glauben soll. ;D


    Erschienen ist sie Emily auf jeden Fall, woher wüßte sie sonst von dem Schal und dem Brief? Vielleicht ist sie ihr aber doch als Geist erschienen. Ich glaube, die beiden haben die Gabe Kontakt mit dem Jenseits aufzunehmen.
    Nach Emily`s letztem Traum dachte Sir Andrew ja sofort, hoffentlich geht es jetzt nicht wieder los. War das ihre schwere Krankheit in der Kindheit?
    Hier hat mich aber die Aussage des Arztes irritiert, der ja meinte, er konnte damals bei Emily nichts ernstes feststellen.
    Wie paßt das dann zusammen, dass sie offensichtlich sehr krank gewesen sein soll? Er hat allerdings auf die SPR verwiesen und ich denke, so werden sich Charlotte und Thomas kennenlernen.


    Und laut Tilly Burke haben Ellen ja auch die Geister gerufen. Es freut mich, dass Charlotte nochmal mit ihr ins Gespräch kam. Es war zwar nicht so aufschlußreich, aber immerhin wissen wir jetzt, dass Sir Andrew Ellen weg haben wollte.
    Und dass, nachdem er mir jetzt direkt sympathisch war in diesem Abschnitt. Es hat mir sehr gefallen, wie er sich um Emily gekümmert hat, er hat es ernst genommen und ich denke, er wird tatsächlich Kontakt zu SPR aufnehmen.


    Es kann natürlich schon sein, dass Ellen noch lebt, Emily hat sie ja auch im Garten gesehen. Wäre das aber nicht viel zu riskant für Ellen, sie könnte ja auch vom Personal oder Sir Andrew gesehen werden? Als Geist kann sie ja scheinbar nur Emily sehen.


    Die Welt ist wirklich klein, jetzt holt Charlottes Vergangenheit sie auch noch in England ein. Mußte Sir Andrew ausgerechnet auf jemanden treffen, der die Geschichte von damals kennt? Aber auch hier hat Sir Andrew sehr verständisvoll reagiert.


    Charlotte war ganz schön mutig, als sie alleine in den Keller hinabstieg. Es war zwar Tag, aber mich hätte es angesichts der langen Treppe trotzdem gegruselt. Und tatsächlich hat sie Geräusche gehört. Waren es Ratten oder Ellen?
    Auch das weiße Pulver, dass Charlotte gefunden hat, gibt wieder neue Rätsel auf. Könnte es Gift sein, warum müßte sie es sonst im Boden verstecken?


    Momentan habe ich wirklich keinerlei Vermutung und lasse mich überraschen, wie es weitergeht. :)


    LG Karin

  • Hallo,


    in dem Abschnitt sehe ich Sir Andrew auf einmal in einem ganz anderem Licht. Es hat mir gut gefallen wie er sich um Emily sorgt, auch wenn er erstmal von Charlotte aufgefordert werden musste ihr das auch zu zeigen. Aber ich glaube Gefühle zeigen fällt ihm schwer, da sowas wohl von einem Vater damals gar nicht erwartet wurde.
    Ehrlich gesagt vermute ich zwar nach wie vor dass Ellen noch lebt, aber nicht das Sir Andrew etwas mit ihrem Verschwinden zu tun hat. Vielleicht ist sie wegen ihren Depressionen (oder was auch immer) nachts zum Fluss gegangen und hineingefallen/ gesprungen? Hat dies überlebt, aber ist irgendwie geistig umnachtet. Jetzt möchte sie ihre Tochter nachholen und erscheint somit nachts an Emilys Bett, in Fleisch und Blut und nicht als Geist. Aber wie gesagt: Reine Spekulation!
    Um Charlotte hatte ich in dem Abschnitt einige Male etwas Angst! Erst besucht sie Tilly Burke, dann geht sie in diesen Keller und dann spricht Sir Andrew sie auch noch auf den Skandal in Berlin an. Auch bei letzterem hat mir Andrew wieder gut gefallen. So langsam macht er sich ;)

  • Charlotte und Nora nähern sich etwas an, was ich gut finde, denn ich denke, es ist besser, wenn 2 Menschen intensiver nach Emily schauen. Außerdem hat Nora einiges Wissen aus der Zeit, als Lady Ellen noch im Haus war.


    Seltsam ist es schon, daß Emily so überzeugt davon ist, ihre Mutter nachts zu sehen. Die Träume müssen auf sie sehr lebendig wirken. Steckt hier doch mehr dahinter, als man der gesunde Menschenverstand vermuten möchte?
    Emily ist ganz scharf darauf, Charlotte den Garten und das Gewächshaus ihres Vaters zu zeigen. Es ist wirklich schade, daß ihr Vater Emily nicht mehr in sein Hobby einzubeziehen scheint. Andererseits kennt sie sich sehr gut aus mit den verschiedenen Pflanzen.


    Bei der Szene mit der Schaukel an der Ulme mußte ich an den Prolog denken, dort wird doch genau diese Stelle beschrieben: die Ulme und die Schaukel, sowie das schmiedeeiserne Tor, das den Garten von dem Wald trennt. Dann handelt es sich im Prolog garantiert um Lady Ellen, da dort erwähnt wird, daß der Wald seit ihrer Kindheit ihr Freund war und das Anwesen ist ja das Elternhaus von ihr.


    Und nun wissen wir, was wirklich zwischen Charlotte und dem Sohn ihrer früheren Arbeitgeber vorgefallen ist: Friedrich wollte sie heiraten, seine Eltern sahen das aber nicht als standesgemäß an und er macht einen Rückzieher – Charlotte ist das Gespött der Leute. Mich hat Sir Andrews Reaktion überrascht: „Moralisch einwandfrei, wenn auch nicht gerade mutig“ und Charlotte meint, ein winziges Lächeln bei ihm zu sehen. Damit hatte ich nicht gerechnet, ich hatte nun auch mit einer moralischen Standpauke gerechnet. Nun bin ich gespannt, ob Friedrich sie nach ihrem Brief in Ruhe läßt.


    Die Sitzung mit Leonora Piper war sehr spannend: sie scheint wirklich eine übersinnliche Begabung zuhaben. Zumal sie nicht damit umherzieht und Geld verdienen will. Ich bin gespannt, ob sie in der Geschichte noch eine Rolle spielen wird.


    Charlotte erfährt von der Pfarrersfrau (die Beiden sind mir auch sehr sympathisch), daß allgemein davon ausgegangen wird, daß Lady Ellen Selbstmord begangen hat.
    Ich finde es gut, daß Charlotte Sir Andrew von Emilys Träumen erzählt, er scheint davon nichts geahnt zu haben. Auch finde ich es schön, daß er sie wirklich tröstet. Als er erfährt, daß Emily von ihrer Mutter geträumt hat und er zuerst seine Hand zurückzieht, habe ich innerlich die Luft angehalten, weil ich dachte, er steht nun auf und verlässt das Zimmer, aber das macht er glücklicherweise nicht.
    Ah, und nun wird die Verbindung zu Dr. Sidgwick geschlagen und damit sicherlich zu Tom Ashwood.


    Charlottes Ausflug in den Keller war sehr gruselig, was hat sie dort nur gespürt? Dann immer dieses geheimnisvolle Rascheln und der Kältehauch, das wirkt alles feindselig und kann ich daher nicht mit Lady Ellens Geist zusammenbringen.
    Das dachte ich mir doch gleich, daß Charlotte Tilly Burke nochmal aufsuchen wird, wenn es auch schwierig ist, zu sagen, wieviel Wahrheitsgehalt in ihren Aussagen liegt. Danach wäre Lady Ellen erst nach der Heirat traurig geworden und Sir Andrew hat sie wegschicken wollen? Wenn das stimmt, wieso wollte er das tun?
    Was befindet sich nur in dem Glas, das Charlotte unter der Diele gefunden hat?


    Und ich möchte jetzt sofort Scones mit Rahm und leckerer Erdbeermarmelade haben, seufz.


  • Auch das weiße Pulver, dass Charlotte gefunden hat, gibt wieder neue Rätsel auf. Könnte es Gift sein, warum müßte sie es sonst im Boden verstecken?


    Das würde mich auch brennend interessieren. An Gift habe ich auch gedacht, aber wozu? Oder ein Medikament? Ich bin aber überzeugt, daß es Lady Ellen gehörte.

  • Das würde mich auch brennend interessieren. An Gift habe ich auch gedacht, aber wozu? Oder ein Medikament? Ich bin aber überzeugt, daß es Lady Ellen gehörte.


    Das es Lady Ellen gehört, davon bin ich auch absolut überzeugt.



    Vielleicht ist sie wegen ihren Depressionen (oder was auch immer) nachts zum Fluss gegangen und hineingefallen/ gesprungen? Hat dies überlebt, aber ist irgendwie geistig umnachtet. Jetzt möchte sie ihre Tochter nachholen und erscheint somit nachts an Emilys Bett, in Fleisch und Blut und nicht als Geist. Aber wie gesagt: Reine Spekulation!


    Die Spekulation ist aber gut. ;) Emily empfindet sie ja auch als real, sie sagt ja immer ihre Mutter war "echt" da. Wenn Ellen ein Geist wäre, wäre sie ja durchsichtig. Ich bin wirklich sowas von gespannt auf die Auflösung, aber es wird sicher weiterhin spannend bleiben, wir haben ja erst die Hälfte gelesen. :)


    LG Karin

  • Die Spekulation ist aber gut. ;) Emily empfindet sie ja auch als real, sie sagt ja immer ihre Mutter war "echt" da. Wenn Ellen ein Geist wäre, wäre sie ja durchsichtig. Ich bin wirklich sowas von gespannt auf die Auflösung, aber es wird sicher weiterhin spannend bleiben, wir haben ja erst die Hälfte gelesen. :)


    Die Überlegung hat wirklich was.

  • Nur mal so am Rande - es ist wirklich spannend für mich, euren Spekulationen und Gedanken zu folgen. Mir das vorzustellen, fällt mir beim Schreiben manchmal schwer. Sehr interessant. :)

  • Wir als Leser erfahren ja, dass Emily oft krank war und vor allem von Husten, Fieber, Erbrechen, etc. geplagt worden ist. Zudem träumt Emily (wenn es denn Träume sind) ja immer von dem offenen Fenster und kaltem Wind. Könnte es nicht sein, dass Lady Ellen etwas mit den Krankheiten des Kindes zu tun hat? Seitdem die Mutter nicht mehr da ist, ist sie doch auch nicht mehr so krank gewesen, oder? Vielleicht hat die Mutter das Mädchen absichtlich krank werden lassen, damit sie sich intensiv um das Kind kümmern kann? Mir kommt da spontan einfach Münchhausen- Stellvertretersyndrom in den Sinn.


    Ich bin mir weiterhin nicht sicher, ob Lady Ellen nun wirklich tot ist oder nicht. Ich tendiere immer noch zu tot, vielleicht hat Emily einfach eine Gabe für so etwas.


    Diese Mrs. Leonora (was für ein schöner Name) Piper ist ja auch ohne Tricks als Medium tätig, vielleicht kann die Kleine unbewusst auch so etwas…


    Das weiße Pulver ist nun wirklich sehr mysteriös, was kann das nur sein? Oder ist Emily davon krank geworden?


    Da ist Charlotte nun so weit weg von zu Hause und dann kommt ihre Geschichte mit der Liebelei doch heraus, wirklich ärgerlich und peinlich. Ich dachte im ersten Moment ja, dass sie ihre Stelle verliert, aber dem ist ja zum Glück nicht so. Frauen hatten damals wirklich kein leichtes Schicksal.


    Die Kellerszene fand ich auch gruselig, also ich wäre da freiwillig nicht runter gegangen. In diesem Part hat man definitiv das Düstere des Herrenhauses mitsamt seinen Geheimnissen gespürt. Leichtes Gänsehautfeeling stellte sich bei mir ein.


    Nun noch ein kleiner Kritikpunkt (wenn es in der Endausgabe auch noch so ist): Ich fand es komisch, dass auf Seite 191 die Jane Austen Romane auf Englisch erwähnt werden. Das kann man doch sicher auch übersetzen oder, denn Stolz und Vorurteil gibt es ja nun mal auch im Deutschen und hilft sicher älteren Lesern, die des Englischen nicht mächtig sind, zu verstehen um welche Bücher es geht (auch wenn Emma jetzt keiner Übersetzung bedarf, aber ich denke ihr wisst wie ich es meine)...


    Ich hoffe ich habe nirgendwo zu viel verraten, denn ich habe schon wieder über den Abschnitt hinaus gelesen und es gar nicht gemerkt, so gefesselt war ich...

    "Das Buch als Betriebssystem ist noch lange nicht am Ende" (H.M. Enzensberger)

  • Die Spekulation ist aber gut. ;) Emily empfindet sie ja auch als real, sie sagt ja immer ihre Mutter war "echt" da. Wenn Ellen ein Geist wäre, wäre sie ja durchsichtig. Ich bin wirklich sowas von gespannt auf die Auflösung, aber es wird sicher weiterhin spannend bleiben, wir haben ja erst die Hälfte gelesen. :)


    Hi hi dein Kommentar gefällt mir, dass Geister durchsichtig sind. :D


    Susanne lässt uns aber auch wirklich arg im Dunkeln tappen. Klar könnte Ellen noch leben, aber warum inszenierte sie dann ihren Tod? Mal sehen also entweder lebt sie wirklich oder Emily hat extrem realistische Träume. An Geister mag ich jetzt wirklich nicht glauben, das wäre dann doch zu viel des Guten.

    "Das Buch als Betriebssystem ist noch lange nicht am Ende" (H.M. Enzensberger)


  • Wir als Leser erfahren ja, dass Emily oft krank war und vor allem von Husten, Fieber, Erbrechen, etc. geplagt worden ist. Zudem träumt Emily (wenn es denn Träume sind) ja immer von dem offenen Fenster und kaltem Wind. Könnte es nicht sein, dass Lady Ellen etwas mit den Krankheiten des Kindes zu tun hat? Seitdem die Mutter nicht mehr da ist, ist sie doch auch nicht mehr so krank gewesen, oder? Vielleicht hat die Mutter das Mädchen absichtlich krank werden lassen, damit sie sich intensiv um das Kind kümmern kann? Mir kommt da spontan einfach Münchhausen- Stellvertretersyndrom in den Sinn.


    An sowas hatte ich bisher noch gar nicht gedacht, dabei könnte das passen - und würde erklären, warum Sir Andrew seine Frau fortschicken wollte, falls Tilly die Wahrheit gesprochen hat. Allerdings wäre das auch ein gutes Mordmotiv.


    Ich bin verwirrt :-\

  • An sowas hatte ich bisher noch gar nicht gedacht, dabei könnte das passen - und würde erklären, warum Sir Andrew seine Frau fortschicken wollte, falls Tilly die Wahrheit gesprochen hat. Allerdings wäre das auch ein gutes Mordmotiv.


    Ich bin verwirrt :-\


    Auf sowas wäre ich auch nicht gekommen. :-\ Hört sich aber wirklich plausibel an. Dann könnte ja eventl. das weiße Pulver etwas gewesen sein, dass Ellen Emily verabreicht hat, damit sie krank wird?


    LG Karin

  • Na ja ich kann mir eben einfach nicht vorstellen, dass ein Kind, das jetzt seitdem die Mutter weg ist, kerngesund ist und nichts hat und früher dauernd krank war. Da muss es doch einen Zusammenhang geben. Zudem hat sich ja so weit ich das gelesen habe dann nur Lady Ellen um das Mädchen gekümmert, d.h. man kann ja kontrollieren wann sie wieder gesund zu sein hat und wann nicht.


    Sollte meine Vermutung zutreffen, was ich für Emily nicht hoffe, dann frage ich mich allerdings wirklich was für eine Mutter so etwas tut. Also vielleicht doch psychisch nicht ganz gesund...

    "Das Buch als Betriebssystem ist noch lange nicht am Ende" (H.M. Enzensberger)

  • Hallo Zusammen! :winken:


    Ein schöner Leseabschnitt, in dem ein klein wenig mehr Licht ins Dunkle kommt.
    Charlotte und Friedrich hatten tatsächlich Heiratspläne. Ich muss sagen, dass Charlotte erstaunlich gut damit zurechtkommt. Ich hätte mir gut vorstellen können, nach so einer Situation irgendwie enttäuschter, trauriger, wütender, ärgerlicher, verbitterter,... zu sein. Charlotte aber hat ihre Gefühle ja wirklich fest im Griff. Vielleicht scheint es aber auch nur so. Einmal steht es ja auch im Buch, dass sie immer versucht, ihre Gefühle vor anderen zu verbergen, und dann heimlich und alleine im Turmzimmer eine Runde weint. Vielleicht war/ist das mit Friedrich auch so gewesen. Aber ich glaube, über Friedrich ist sie wirklich gut hinweggekommen.


    Was Lady Ellen angeht, bin ich immer noch unsicher. Ich kann noch nicht wirklich sicher sagen, wie ich sie finde. Sie scheint eine gute und liebevolle Mutter gewesen zu sein, die sich um Emily auch gekümmert hat. Und Emily hat wohl auch sehr an ihrer Mutter gehangen.
    Doch ist Ellen nun wirklich tot? Hat sie sich wirklich selbst umgebracht? Vieles scheint darauf hinzudeuten und dafürzusprechen. Ganz sicher aber bin ich mir nicht.
    Allerdings kann ich mir irgendwie auch nicht vorstellen, dass sie noch lebt und ihre Tochter heimlich nachts besucht und sich dann nicht zu erkennen gibt. Eine gute Mutter würde ihrer Tochter doch nicht solche Angst einjagen, oder!?


    Und warum wollte Sir Andrew seine Frau wegsperren? War sie krank? Depressiv?
    Ich bin sehr gespannt, was im nächsten Abschnitt passieren wird! :lesen:


  • Hallo,


    in dem Abschnitt sehe ich Sir Andrew auf einmal in einem ganz anderem Licht. Es hat mir gut gefallen wie er sich um Emily sorgt, auch wenn er erstmal von Charlotte aufgefordert werden musste ihr das auch zu zeigen. Aber ich glaube Gefühle zeigen fällt ihm schwer, da sowas wohl von einem Vater damals gar nicht erwartet wurde.


    Sir Andrew hat mich hier auch positiv überrascht. Er schien mir vorher seine Tochter irgendwie manchmal richtig übersehen zu haben, aber hier zeigt sich doch, dass er Emily liebt und sich auch große Sorgen um sie macht.

  • Zitat von nicigirl85

    Wir als Leser erfahren ja, dass Emily oft krank war und vor allem von Husten, Fieber, Erbrechen, etc. geplagt worden ist. Zudem träumt Emily (wenn es denn Träume sind) ja immer von dem offenen Fenster und kaltem Wind. Könnte es nicht sein, dass Lady Ellen etwas mit den Krankheiten des Kindes zu tun hat? Seitdem die Mutter nicht mehr da ist, ist sie doch auch nicht mehr so krank gewesen, oder? Vielleicht hat die Mutter das Mädchen absichtlich krank werden lassen, damit sie sich intensiv um das Kind kümmern kann? Mir kommt da spontan einfach Münchhausen- Stellvertretersyndrom in den Sinn.


    Auf die Idee bin ich bisher gar nicht gekommen, und irgendwie habe ich Emilys viele Krankheiten auch nicht für so wichtig gehalten. Aber jetzt denke ich, da könnte tatsächlich etwas dran sein.


    Zitat

    Das weiße Pulver ist nun wirklich sehr mysteriös, was kann das nur sein? Oder ist Emily davon krank geworden?


    Das würde die Theorie stark untermauern.


    Zitat

    Sollte meine Vermutung zutreffen, was ich für Emily nicht hoffe, dann frage ich mich allerdings wirklich was für eine Mutter so etwas tut. Also vielleicht doch psychisch nicht ganz gesund...


    Definitiv nicht gesund und das würde vielleicht auch erklären, warum sie jetzt versucht Emily zu sich zu holen falls sie noch lebt. Oder vielleicht hat Emily die Krankheit geerbt und sieht tatsächlich "Gespenster" was dann allerdings den Wasserfleck nicht mehr erklärt.


    Zitat von Rosenprinzessin

    Allerdings kann ich mir irgendwie auch nicht vorstellen, dass sie noch lebt und ihre Tochter heimlich nachts besucht und sich dann nicht zu erkennen gibt. Eine gute Mutter würde ihrer Tochter doch nicht solche Angst einjagen, oder!?


    Natürlich nicht, es denn denn sie ist psychisch krank und vielleicht sogar denkt, sie tut ihrer Tochter etwas gutes damit.

  • Sir Andrew hat mich hier auch positiv überrascht. Er schien mir vorher seine Tochter irgendwie manchmal richtig übersehen zu haben, aber hier zeigt sich doch, dass er Emily liebt und sich auch große Sorgen um sie macht.


    Ich hatte bisher immer so ein wenig die Vermutung, dass Sir Andrew Emily so komisch und abweisend behandelt, weil sie ihn zu sehr an seine tote Frau erinnert. Aber vielleicht merkt er mittlerweile selber, dass er damit seinem noch einzigen Schatz, denn er scheint Emily ja wirklich zu lieben, weh tut...

    "Das Buch als Betriebssystem ist noch lange nicht am Ende" (H.M. Enzensberger)

  • Oh ja! Ich auch! 8)


    Tauscht die Erdbeermarmelade gegen Kirschmarmelade aus und ich bin dabei 8)


    Im Übrigen sollte man auf gar keinen Fall bei google nach Scones suchen, wenn man gerade voll Schmack auf was Süßes hat!!! Ganz böser Fehler...

    "Das Buch als Betriebssystem ist noch lange nicht am Ende" (H.M. Enzensberger)

  • Hallo zusammen,


    beim Lesen dieses Abschnitts kippte mehr und mehr meine bisherige Einstellung zu Lady Ellen. Ich glaube nicht mehr, dass sie nur Opfer ist und ihr Mann sie einfach aus egoistischen Gründen wegsperren wollte. Ich glaube vielmehr, dass sie eine Gefahr für ihr eigenes Kind gewesen war und ihr Mann eher aus Sicherheitsgründen sie in ein Sanatorium oder wie man früher Heilanstalten nannte, schicken wollte. Ich glaube, sie war psychisch krank und hatte eine ungesunde Verbindung zu ihrem Kind, für die sie aufgrund ihrer Krankheit zwar nicht zu verurteilen war, aber eben doch etwas aus Sicht Sir Andrews unternommen werden musste. Je öfter ich davon gelesen habe, dass Emiliy dauernd krank war und gleichzeitig immer von ihrer Mutter gepflegt wurde, blieb für mich kaum noch ein anderer Schluss, als dass die Mutter der Grund der Krankheiten war. Denn seit die Mutter nicht mehr da ist, ist das Kind gesund, zumindest körperlich. Und körperlich war sie dauernd krank. Fieber, Erkältung, Lungenentzündung... Dazu ist sehr verdächtig, dass Emily mehrfach träumt, an ein offenes Fenster getragen zu werden. Die Mutter hat sie vielleicht wegen des Fiebers immer an das offene Fenster gehalten. Vielleicht hat sie es sogar gut gemeint, weil sie sich in den Kopf gesetzt hat, Kälte hilft. Aber natürlich macht es eine Erkältung nicht besser, wenn man fiebernd ans offene Fenster gehalten wird. Ich hatte in diesem Abschnitt mehr und mehr das Gefühl, die Mutter war Ursache für Emilys ständige Krankheiten.


    Ob Lady Ellen noch lebt oder Emily eine besondere Verbindung hat, darüber spekuliere ich auch immer noch hin und her. Einerseits hat Emily, als sie nachts das Zimmer verlies, gesagt, sie wollte sofort mit ihrer Mutter mitgehen, ist aber ganz offensichtlich alleine unterwegs nach draußen gewesen, zumindest hat niemand eine andere Person bei ihr gesehen, was den Schluss nahelegt, sie ist einer Erscheinung gefolgt, die nur sie alleine sieht. (Es sei denn, Lady Ellen ist auf halbem Weg in Deckung gegangen... )


    Andererseits ist immer noch das Wasser von dem vorherigen Alptraum nicht geklärt und Lady Ellen könnte sehr wohl in Fleisch und Blut unterwegs sein. Ich hatte ja im vorherigen Abschnitt schon nicht ausgeschlossen, dass sie evtl. einen Sturz in den Fluss überlebt hat und herumirrte. Vielleicht ist also tatsächlich Lady Ellen nachts mit Emily zusammen aus ihrem Zimmer gelaufen, hat aber als die anderen Emily suchten, die Flucht ergriffen und ist durch die Tapetentür in den Keller runter. Dort nämlich würde ich Lady Ellens Unterschlupf vermuten, bzw. den Zugang von draußen ins Haus. Sie kennt das Haus mit allen Verstecken und hat vielleicht auch den Schlüssel zu der verschlossenen Tür. Möglicherweise ist das auch der Weg durch den sie das Haus damals verlassen hatte, als sie verschwand.


    Ich weiß gar nicht, was mir lieber wäre: Eine besondere Fähigkeit für eine geistige Verbindung zwischen Emily und ihrer toten Mutter oder eine noch lebende Mutter, die psychisch krank ist und ihr Kind wieder haben will. Bei beidem leidet das Kind. :( Und wenn die Mutter noch lebt, braucht sie auch dringend Hilfe.


    Was die Verbindung zu Geistern betrifft, kommt ja nun zumindest mal die Gesellschaft, für die Tom arbeitet, ins Spiel. Allerdings hat dieser gerade die Erfahrung einer rational sehr unerklärlichen Sitzung gemacht. Diese Mrs. Piper scheint ja gar keine Scharlatanin zu sein, es sei denn, sie ist sehr sehr gut im Sammeln von Informationen und sich-selbst-in-Trance-setzen, um keine Schmerzen mehr zu spüren. Hmmm, ich bin sehr gespannt, was passiert, wenn Sir Andrew Kontakt mit der Gesellschaft aufnimmt. Was Tom betrifft, kann ich mir vorstellen, dass er gerne über diese Mrs. Piper noch einmal eine Kontaktaufnahme mit seiner verstorbenen Lucy unternehmen will.


    Was mir hier in dem Abschnitt auch aufgefallen ist, ist die veränderte Atmosphäre . Ich habe richtig gespürt, wie sich Charlottes Stimmung drehte. Sie wirkte bisher immer optimistisch und neugierig und dabei immer voller Elan, sich um alles zu kümmern. Nach ihren Recherchen spürte ich richtig ihre Hilflosigkeit und eine neue gedrückte Ausstrahlung und Traurigkeit an ihr. Das hast du sehr gut geschrieben, Susanne. Ich konnte die Veränderung miterleben.