03 - Kapitel 14 bis Kapitel 19 (Seite 163 bis 233)

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  • in dem Abschnitt sehe ich Sir Andrew auf einmal in einem ganz anderem Licht. Es hat mir gut gefallen wie er sich um Emily sorgt, auch wenn er erstmal von Charlotte aufgefordert werden musste ihr das auch zu zeigen. Aber ich glaube Gefühle zeigen fällt ihm schwer, da sowas wohl von einem Vater damals gar nicht erwartet wurde.


    Ja Sir Andrew hat ein paar Pluspunkte erworben. Er wirkt hier in dem Abschnitt nicht mehr ganz so kalt und herrisch. Auch seine Reaktion auf Charlottes Erklärungen zu ihrem "Skandal" hat mir gefallen. Ob er selbst wohl mutiger gewesen wäre an Friedrichs Stelle und sich in so einer Situation von seinen Eltern nichts hätte vorschreiben lassen? Man könnte es fast glauben, nachdem er von mangelndem Mut sprach.


    Das es Lady Ellen gehört, davon bin ich auch absolut überzeugt.


    Oh ja, dieses Pulver ist seltsam. Hat sie damit bewusst und nicht nur aus einer psychischen Verirrung heraus, ihr Kind krank gemacht? Hat sie es damit heilen wollen? Oder hat sie es selbst eingenommen und wurde davon überhaupt erst depressiv? Vielleicht hat sie es ja selbst schon früher von ihrem eigenen Kindermädchen, also dieser Tilly bekommen. Immerhin ist diese ja auch verwirrt. Vielleicht wird dieses Medikament oder Gift ja schon von Tillys Zeiten an regelmäßig eingenommen und weitergegeben?


  • Oh ja, dieses Pulver ist seltsam. Hat sie damit bewusst und nicht nur aus einer psychischen Verirrung heraus, ihr Kind krank gemacht?


    Diesen Gedanken hatte ich auch.
    Es gibt doch so eine "Krankheit" (?), bei der man Familienangehörigen (Kindern) absichtlich schadet bzw. sie krank macht, damit man sie als aufopferungsvolle Mutter (oder auch Ehefrau) pflegen kann. Irgendwo habe ich da mal etwas drüber gehört oder gelesen.
    Ob Lady Ellen vielleicht auch so einen "Tick" (sorry, mir fällt da gerade kein passenderes Wort für ein) hatte? :-\


  • Im Übrigen sollte man auf gar keinen Fall bei google nach Scones suchen, wenn man gerade voll Schmack auf was Süßes hat!!! Ganz böser Fehler...


    Danke für die Warnung :ohnmacht:



    Was mir hier in dem Abschnitt auch aufgefallen ist, ist die veränderte Atmosphäre . Ich habe richtig gespürt, wie sich Charlottes Stimmung drehte. Sie wirkte bisher immer optimistisch und neugierig und dabei immer voller Elan, sich um alles zu kümmern. Nach ihren Recherchen spürte ich richtig ihre Hilflosigkeit und eine neue gedrückte Ausstrahlung und Traurigkeit an ihr. Das hast du sehr gut geschrieben, Susanne. Ich konnte die Veränderung miterleben.


    Stimmt, das hat Susanne wirklich sehr gut hinbekommen, wie Charlottes Stimmung allmählich kippen beginnt, die Unschuld ist weg.


  • beim Lesen dieses Abschnitts kippte mehr und mehr meine bisherige Einstellung zu Lady Ellen. Ich glaube nicht mehr, dass sie nur Opfer ist und ihr Mann sie einfach aus egoistischen Gründen wegsperren wollte. Ich glaube vielmehr, dass sie eine Gefahr für ihr eigenes Kind gewesen war und ihr Mann eher aus Sicherheitsgründen sie in ein Sanatorium oder wie man früher Heilanstalten nannte, schicken wollte. Ich glaube, sie war psychisch krank und hatte eine ungesunde Verbindung zu ihrem Kind, für die sie aufgrund ihrer Krankheit zwar nicht zu verurteilen war, aber eben doch etwas aus Sicht Sir Andrews unternommen werden musste. Je öfter ich davon gelesen habe, dass Emiliy dauernd krank war und gleichzeitig immer von ihrer Mutter gepflegt wurde, blieb für mich kaum noch ein anderer Schluss, als dass die Mutter der Grund der Krankheiten war. Denn seit die Mutter nicht mehr da ist, ist das Kind gesund, zumindest körperlich. Und körperlich war sie dauernd krank. Fieber, Erkältung, Lungenentzündung... Dazu ist sehr verdächtig, dass Emily mehrfach träumt, an ein offenes Fenster getragen zu werden. Die Mutter hat sie vielleicht wegen des Fiebers immer an das offene Fenster gehalten. Vielleicht hat sie es sogar gut gemeint, weil sie sich in den Kopf gesetzt hat, Kälte hilft. Aber natürlich macht es eine Erkältung nicht besser, wenn man fiebernd ans offene Fenster gehalten wird. Ich hatte in diesem Abschnitt mehr und mehr das Gefühl, die Mutter war Ursache für Emilys ständige Krankheiten.



    Wir als Leser erfahren ja, dass Emily oft krank war und vor allem von Husten, Fieber, Erbrechen, etc. geplagt worden ist. Zudem träumt Emily (wenn es denn Träume sind) ja immer von dem offenen Fenster und kaltem Wind. Könnte es nicht sein, dass Lady Ellen etwas mit den Krankheiten des Kindes zu tun hat? Seitdem die Mutter nicht mehr da ist, ist sie doch auch nicht mehr so krank gewesen, oder? Vielleicht hat die Mutter das Mädchen absichtlich krank werden lassen, damit sie sich intensiv um das Kind kümmern kann? Mir kommt da spontan einfach Münchhausen- Stellvertretersyndrom in den Sinn.


    Ihr habt absolut recht!!! Vor lauter überlegen, ob Ellen noch lebt oder nicht, ob sie Emily als Geist oder in echt erscheint, habe ich mir gar keine Gedanken darüber gemacht, dass Ellen eigentlich auch eine "böse" sein könnte. Aber auf das wird es wohl wirklich hinauslaufen.


    LG Karin

  • Mir tut Emily leid. Das arme Kind hat seine Mutter verloren, der Vater ist doch eher emotional unterkühlt und nun hat sie auch noch Visionen ihrer toten (?) Mutter!
    Die Alternative, dass Ellen noch lebt, und sich Emily zeigt, finde ich noch schlimmer, das wäre ja total grausam!


    Auf jeden Fall bekommen wir nun so langsam die Verknüpfung der beiden Handlungen. Ich muss sagen, ich hätte Sir Andrew ja nicht zugetraut, dass er auch nur den Gedanken in Erwägung zieht, sich an die Society zu wenden. Aber er scheint ja drüber nachzudenken.
    Ich frage mich nur, was sein Motiv ist. Will er wirklich nur Emily helfen oder will er sicherstellen, dass nichts von dem herauskommt, was er verbergen möchte?


    Ich finde es unglaublich anmaßend von ihm, dass er den Abschiedsbrief von Ellen an ihre Tochter verbrannt hat. Vielleicht ist sie jetzt noch nicht in dem Alter, in dem sie das lesen sollte, aber ihr die Möglichkeit ganz zu nehmen, finde ich nicht richtig.


    Bei den ganzen Krankheiten, die Emily hatte und als immer wieder erwähnt wurde, wie gut Ellen sich um ihr Kind gekümmert hat, habe ich kurz an Münchhausen-Stellvertreter gedacht und überlegt, ob Ellen die Kleine vielleicht krank gemacht hat. Aber ich hoffe mal sehr, dass ich hier zu misstrauisch bin (zu viele Krimis gelesen habe) und Ellen wirklich eine gute Mutter war, die leider psychisch selber nicht stabil gewesen ist.


    Charlotte hängt sich ganz schön in die ganze Sache rein. Klar, ihr liegt Emily am Herzen, aber sie überschreitet immer wieder bewusst die von Sir Andrew gesetzten Grenzen.
    Nun war sie sogar Tilly Burke befragen! Wobei die alte Frau wirklich sehr verwirrt ist. Aber immerhin bekommt sie heraus, dass es wohl in der Ehe von Andrew und Ellen nicht ganz so gut gestanden hat.


    Wenn Andrew seine Frau "wegbringen" lassen wollte, könnte ich mir vorstellen, dass die Verzweiflung über eine Trennung von Emily sie gerade erst zu ihrem Selbstmord (oder ihrem Verschwinden) getrieben hat.


    Achja, Charlottes Vergangenheit wurde nun auch aufgeklärt. Die Arme, da wurde sie ja in Berlin ziemlich zum Gespött der Leute gemacht. Kein Wunder, dass sie in einem anderen Land neu anfangen will!
    Wobei ihr ja auch eine Teilschuld zuzuschreiben ist, wenn sie nicht wirklich in den jungen Mann verliebt war, und das hat sie ja inzwischen erkannt, hätte sie ihn von Anfang an entschiedener abweisen müssen, so dass es nie so weit gekommen wäre. Aber es ist schon verständlich, dass sie sich geschmeichelt gefühlt hat und das Gefühl, von so einem schneidigen jungen Mann umworben zu werden, genossen hat.


    Jetzt les ich mal eure Beiträge!


  • Charlotte war ganz schön mutig, als sie alleine in den Keller hinabstieg. Es war zwar Tag, aber mich hätte es angesichts der langen Treppe trotzdem gegruselt. Und tatsächlich hat sie Geräusche gehört. Waren es Ratten oder Ellen?
    Auch das weiße Pulver, dass Charlotte gefunden hat, gibt wieder neue Rätsel auf. Könnte es Gift sein, warum müßte sie es sonst im Boden verstecken?


    Stimmt, den Keller und das Pulver hab ich ganz vergessen. Den Keller fand ich auch total gruselig, aber dennoch schade, dass sie nicht weitergeschaut hat, was (oder wer?) da unten nun ist!
    Und was das Pulver sein könnte, da bin ich auch noch ratlos. Ich hatte zuerst an Salz gedacht, für irgendwelche Geisterbeschwörungskreise, aber das hätte Charlotte ja geschmeckt.



    Ehrlich gesagt vermute ich zwar nach wie vor dass Ellen noch lebt, aber nicht das Sir Andrew etwas mit ihrem Verschwinden zu tun hat. Vielleicht ist sie wegen ihren Depressionen (oder was auch immer) nachts zum Fluss gegangen und hineingefallen/ gesprungen? Hat dies überlebt, aber ist irgendwie geistig umnachtet. Jetzt möchte sie ihre Tochter nachholen und erscheint somit nachts an Emilys Bett, in Fleisch und Blut und nicht als Geist. Aber wie gesagt: Reine Spekulation!


    Das gemeinsame Spekulieren ist ja das Tolle an Leserunden. Ich sehe Sir Andrew weniger positiv als du, aber die Spekulation mit Ellen könnte schon irgendwie hinkommen.



    Wir als Leser erfahren ja, dass Emily oft krank war und vor allem von Husten, Fieber, Erbrechen, etc. geplagt worden ist. Zudem träumt Emily (wenn es denn Träume sind) ja immer von dem offenen Fenster und kaltem Wind. Könnte es nicht sein, dass Lady Ellen etwas mit den Krankheiten des Kindes zu tun hat? Seitdem die Mutter nicht mehr da ist, ist sie doch auch nicht mehr so krank gewesen, oder? Vielleicht hat die Mutter das Mädchen absichtlich krank werden lassen, damit sie sich intensiv um das Kind kümmern kann? Mir kommt da spontan einfach Münchhausen- Stellvertretersyndrom in den Sinn.


    Hah, war ich nicht die Einzige mit diesem Gedanken!



    Sollte meine Vermutung zutreffen, was ich für Emily nicht hoffe, dann frage ich mich allerdings wirklich was für eine Mutter so etwas tut. Also vielleicht doch psychisch nicht ganz gesund...


    In dem Fall wäre Ellen ganz klar krank gewesen, und zwar eben auf eine Art, die nicht nur sie selbst betrifft (Depressione), sondern auch ihre Tochter.



    Je öfter ich davon gelesen habe, dass Emiliy dauernd krank war und gleichzeitig immer von ihrer Mutter gepflegt wurde, blieb für mich kaum noch ein anderer Schluss, als dass die Mutter der Grund der Krankheiten war. Denn seit die Mutter nicht mehr da ist, ist das Kind gesund, zumindest körperlich.


    Und noch eine mit dieser Theorie ;)


  • Ich finde es unglaublich anmaßend von ihm, dass er den Abschiedsbrief von Ellen an ihre Tochter verbrannt hat. Vielleicht ist sie jetzt noch nicht in dem Alter, in dem sie das lesen sollte, aber ihr die Möglichkeit ganz zu nehmen, finde ich nicht richtig.


    Das fand ich auch traurig, daß er den Brief verbrannt hat, was in dem Brief wohl drinstand?

  • Das fand ich auch traurig, daß er den Brief verbrannt hat, was in dem Brief wohl drinstand?


    Wirklich fies, dass der Vater dem Kind ein so wichtiges Erinnerungsstück einfach wegnimmt. Den Brief hätte sie später, wenn sie etwas älter ist immer noch lesen können.


    Mich täte auch arg interessieren, was in diesem Brief stand, aber wir werden es wohl nicht mehr erfahren...

    "Das Buch als Betriebssystem ist noch lange nicht am Ende" (H.M. Enzensberger)

  • Charlotte versucht mehr über Emilys frühere Krankheiten heraus zu finden, aber ich finde nichts ungewöhnliches das ein zartes Mädchen schneller Krank wurde. Die frage ist doch jetzt ob sie auch unter "Geistlichen Krankheiten" leidet so wie man es von ihrer Mutter annimmt.
    Im Garten gibt es also ein Tor das in den Wald und zum Fluss führt, und Emily hat ziemliche Angst davor, weiß sie das ihre Mutter da durchgegangen ist bevor sie verschwunden ist? Wenn ja warum, es wird doch vor ihr alles verheimlicht. Hat sie in der Nacht was gesehen und mitbekommen?
    So richtig Aufschluss reich sind die ganzen Gespräche die Charlotte mit der Pfarrers Frau, dem ehemaligen und jetzigen Kindermädchen führt ja nicht, so ein wenig drehen wir uns im Kreis.


    Und dann wieder der schreckliche Albtraum, wenn es einer wahr von Emily, jetzt wird auch ihr Vater gerufen und Charlotte klärt ihn über alles auf. Zum ersten mal hat man gemerkt das er sich sorgen um seine Tochter macht, so sehr das er zu ihren Arzt fährt, der sich auch keinen Rat weiß und ihm nur die Adresse von der Organisation gibt. Ich bin mir nicht sicher ob Sir Andrew dich wirklich sogen macht oder eher Angst hat, vor was auch immer, das was raus kommt was nicht raus kommen soll, das seine Tochter vielleicht Geisteskrank ist. ???


    Jetzt wissen wir auch was in Deutschland passiert ist, die arme sogar in England bekommt man davon Wind. Sir Andrew ist ja mal wieder total liebenswert. >:(


    Ach mein Herz ist ja direkt höher geschlagen als Jane Austen erwähnt wurde, herrlich, ich finde auch das sie später Emma lesen sollten. ;)

  • Hallo zusammen,


    mir gefällt die Art und Weise wie sich Charlotte über Emily und vor allem auch die Geschehnisse rund um Ellen schlau zu machen versucht: sie wählt entweder gezielt Personen, die vertrauenswürdig sind oder sie versucht den Personen zu signalisieren, dass sie sich auf sie verlassen können, dass sie nichts davon weiter zählt oder gar Sir Andrew steckt. Zudem ist Charlotte mit relativ wenig Information zufrieden und bohrt nicht weiter, wenn sie auf Zurückhaltung stößt... Alles zusammen ergibt aber durchaus schon ein Bild - und ich frage mich immer mehr, warum der Hausherr so rigide alles abblockt und selbst seine Tochter nicht über die Mutter sprechen lassen will. Mittlerweile bin ich sehr sicher, dass es nicht nur die Trauer ist, sondern deutlich mehr. Sind es sogar Schuldgefühle? Hat Sir Andrew seine Frau mit der Ankündigung, sie wegzuschicken, so verunsichert oder ins Mark getroffen, dass sie sich wirklich das Leben genommen hat? Oder aber ihren Tod inszeniert hat und weggelaufen ist? Oder hat Sir Andrew möglicherweise direkt etwas mit ihrem Tod zu tun? Vielleicht kein Mord aber ein Unfall? Dann würde ich auch eher verstehen, dass er es kaum erträgt, ihren Namen zu hören...
    Was mir noch nicht so ganz klar ist, ist, ob Andrew Clayworth nun schon bei Toms Wissenschaftler-Zusammenschluss war. Er zeigt Charlotte ja immerhin schon den Zettel mit der Adresse. Und spannenderweise ist die Gruppe tatsächlich auf eine Frau gestoßen, die möglicherweise mit Töten in Verbindung treten kann... Wobei ich immer noch die Möglichkeit in Betracht ziehe, dass Ellen Clayworth nicht tot ist, sondern irgendwo untergeschlüpft ist (vielleicht bei dem alten, "verrückten" Kindermädchen) und tatsächlich versucht, mit ihrer kleinen Tochter Kontakt aufzunehmen... Andererseits: schläft Emily nicht im ersten Stock? Wie kommt sie also durch das Fenster? Oder hat sie noch den Schlüssel und Charlotte hat sie wirklich im Treppenhaus gehört?
    Viele Fragen, aber ich liebe es, bei dieser Geschichte zu spekulieren! Auch was Charlottes Privatleben angeht: ich kann nicht glauben, dass sich Friedrich mir den wenigen Zeilen "abspeisen" lässt... Ob er wohl auf Chalk Hill auftaucht? Dann wäre ich extrem auf Andrew Clayworths Reaktion gespannt.


    Liebe Grüße
    dubh


  • Wir als Leser erfahren ja, dass Emily oft krank war und vor allem von Husten, Fieber, Erbrechen, etc. geplagt worden ist. Zudem träumt Emily (wenn es denn Träume sind) ja immer von dem offenen Fenster und kaltem Wind. Könnte es nicht sein, dass Lady Ellen etwas mit den Krankheiten des Kindes zu tun hat? Seitdem die Mutter nicht mehr da ist, ist sie doch auch nicht mehr so krank gewesen, oder? Vielleicht hat die Mutter das Mädchen absichtlich krank werden lassen, damit sie sich intensiv um das Kind kümmern kann? Mir kommt da spontan einfach Münchhausen- Stellvertretersyndrom in den Sinn.


    Ziemlich interessante Theorie, nicigirl85! Auf so etwas wäre ich gar nicht gekommen, aber jetzt - nachdem ich Deinen Beitrag gelesen habe - finde ich diese Idee ziemlich einleuchtend! Ellen wollte nur bei Emily sein, sie hegen und pflegen... Und es wäre auch ein guter Grund, warum ihr Mann sie wegschicken wollte. Oh, jetzt bin ich echt gespannt!



    Zitat

    Nun noch ein kleiner Kritikpunkt (wenn es in der Endausgabe auch noch so ist): Ich fand es komisch, dass auf Seite 191 die Jane Austen Romane auf Englisch erwähnt werden. Das kann man doch sicher auch übersetzen oder, denn Stolz und Vorurteil gibt es ja nun mal auch im Deutschen und hilft sicher älteren Lesern, die des Englischen nicht mächtig sind, zu verstehen um welche Bücher es geht (auch wenn Emma jetzt keiner Übersetzung bedarf, aber ich denke ihr wisst wie ich es meine)...


    Das finde ich gar nicht schlimm, denn die meisten Austen-Fans kennen sicherlich den Originaltitel von Stolz und Vorurteil (oder Verstand und Gefühlt)... Zudem macht es in diesem Moment deutlich, dass Charlotte offensichtlich die englische Ausgabe gelesen hat - zumindest habe ich es so verstanden.

  • Suse

    Hat das Thema geschlossen