07 - Seite 293 bis 344 (Kapitel "Gefährten")

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  • "AAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHH!"


    ;D



    Die Entscheidung, das zu verdrängen, war aber eine sehr bewusste und wiegt daher meiner Meinung nach auch schwerer.


    Diese Argumentation kann ich unter dem gesinnungsethischen Aspekt gut verstehen.



    Ich denke schon. Sie hat es ja selbst gesagt: sie ist nur auf ihren eigenen Vorteil bedacht und das macht sie berechenbar. Nicht zuverlässig im Sinne von loyal, aber sie ist sehr fähig und auch pflichtbewusst, wenn sie einen Vorteil für sich in ihrer Aufgabe sieht. Damit kann man arbeiten.


    Es ist mir ein Vergnügen, zu beobachten, welche Verhaltensweisen (hier: nur nach dem eigenen Vorteil handeln) vor dem finsteren Hintergrund dieser Fantasywelt bereits als nahezu edelmütig erstrahlen.
    :D


    Aber war das vielleicht der Grund, dass Lisanne auf dem Friedhof war? Das wäre ja das perfekte Versteck, wenn niemand durch die Götterschutzkuppel gucken kann.


    Zu welchem Zeitpunkt, meinst Du? Ursprünglich hat Lisanne sich ja von Kirettas Haken zum Friedhof leiten lassen, auf dem sich Nalaji verborgen hatte.


    Bren ist derjenige, der die Schlacht erfolgreich weiter führt und ich glaube nicht, dass Lisanne das alleine könnte. Sie ist keine Feldherrin.


    Ein wesentlicher Aspekt, denn schließlich wurde der Sieg vom Schattenkönig befohlen. Und der Wille des Schattenkönigs muss geschehen, sonst ergeht es den Untertanen übel ... ;)


  • Es ist mir ein Vergnügen, zu beobachten, welche Verhaltensweisen (hier: nur nach dem eigenen Vorteil handeln) vor dem finsteren Hintergrund dieser Fantasywelt bereits als nahezu edelmütig erstrahlen.
    :D


    Nicht edelmütig oder so, sondern einfach nur gut auszunutzen. Wenn jemandes Verhaltensweise so offensichtlich ist, ist es einfach, damit umzugehen. Das macht den Menschen aber nicht notwendigerweise besser. ;)



    Zu welchem Zeitpunkt, meinst Du? Ursprünglich hat Lisanne sich ja von Kirettas Haken zum Friedhof leiten lassen, auf dem sich Nalaji verborgen hatte.


    Ach ja, das hatte ich ja ganz vergessen... Das ruiniert meine schöne Verschwörungstheorie :(

  • Oh, was für ein Abschnitt. :o


    Das Problem mit Bren´s Mutter ist natürlich super gelöst. Bren musste sich nicht entscheiden, sondern sie hat es getan. Und irgendwie mutet es auch wie das Begleichen einer Schuld an, nämlich das sie als Mutter versagt hat. So hat sie ihrem Sohn und Schattenherrn noch etwas sinnvolles gebracht.


    Kiretta ist aber auch blöd, oder? Wie kann sie denn davon ausgehen, dass sie als Menschlein etwas bei Lisanne erreichen kann? Darüber kann ich nur den Kopf schütteln. Sie hat quasi nach einem Strohhalm gegriffen und verloren. Der Zauber am Baum war faszinierend... so herzlos und schmerzvoll. Damit hat sie Bren wirklich getroffen. Ich fand es sehr stark von ihm, Kiretta dann zu erlösen. Das treibt mir fast ein paar Tränchen in die Augen. Nur darf er sich jetzt nicht so hängen lassen. Etwas Trauer ist sicher ok, aber er muss funktionieren. Und einen positiven Aspekt hat es ja auch: er muss nun nicht mehr um Kirettas Sicherheit besorgt sein und kann das Menschsein völlig ablegen. Als Schattenherr ist das praktisch. Man kann ihn nicht mehr mit Gefühlen foltern, ist weniger angreifbar und er kann sich auf sich konzentrieren.


    Wo zum Teufel hat Nalajis die Unsterblichkeit her? Irgendjemand muss ja damit angefangen und sich so Stück für Stück eine Armee aus "beherzten Schatten" (super Wortspiel ;D ) aufgebaut haben. Die Wendung gefällt mir sehr, sehr gut und hat mich völlig überrascht. Ich kann mich noch erinnern, dass wir in einem der anderen Bände über die Faye, ihre Königin und eine mögliche Geburt spekuliert haben. Da gab es ein großes Geheimnis... Sehr schön, dass dieser Aspekt hier wieder aufgegriffen wird. Ich hatte es schon fast vergessen, kann mich nicht mehr gut erinnern, aber das kommt sicher wieder.


  • Kiretta ist aber auch blöd, oder? Wie kann sie denn davon ausgehen, dass sie als Menschlein etwas bei Lisanne erreichen kann?


    Ich vermute, sie hat die Schattenherren-Trilogie nicht gelesen - sonst wäre sie besser vorbereitet gewesen. ;D



    Und einen positiven Aspekt hat es ja auch: er muss nun nicht mehr um Kirettas Sicherheit besorgt sein und kann das Menschsein völlig ablegen. Als Schattenherr ist das praktisch. Man kann ihn nicht mehr mit Gefühlen foltern, ist weniger angreifbar und er kann sich auf sich konzentrieren.


    Ein in sich stimmiger Gedanke - aber hast Du auch bedacht, was Gadior und Attego über den Wert von Erinnerungen gesagt haben, die einen Schattenherrn mit dem Leben um ihn herum verbinden?


    Ich kann mich noch erinnern, dass wir in einem der anderen Bände über die Faye, ihre Königin und eine mögliche Geburt spekuliert haben. Da gab es ein großes Geheimnis...


    Da habe ich geschmunzelt und mich mit meinen Kommentaren etwas zurückgehalten, um die Überraschung nicht zu verderben. ;)


  • Ein in sich stimmiger Gedanke - aber hast Du auch bedacht, was Gadior und Attego über den Wert von Erinnerungen gesagt haben, die einen Schattenherrn mit dem Leben um ihn herum verbinden?


    Wobei ich aber eher den Eindruck hatte, das bezieht sich bei Bren sehr stark auf Kiretta. Das dürfte sich nun schnell erledigen, wenn der erste Kummer überwunden ist. Dann kann er sich voller Hass weiter auf Lisanne stürzen. :-\

  • Hier hat mir sehr gut gefallen, dass Brens Mutter wohl doch Liebesgefühle für ihn hatte, obwohl sie diese nicht so wirklich zeigen konnte oder vielleicht auch nicht zeigen wollte. Das macht sie für mich gleich sympathischer und menschlicher. Davor mochte ich sie ehrlich gesagt nicht wirklich.


    Ach, unsere dumme Kiretta. Warum hört sie nicht und geht trotzdem zu Lisanne? Jetzt sieht sie, was sie davon hat (bzw. sieht es wohl nicht mehr). Irgendwie konnte ich mich bei dieser Stelle wirklich über Kirettas Dummheit aufregen. Sie verstand irgendwie noch nicht, wie böse die Welt ist, in der sie lebt.


    Auch Lisanne war in diesem Abschnitt irgendwie sehr interessant. Ich weiß nicht, aber ich denke immer, dass sie hinter jedem schlechten Vorfall steckt. Sie ist einfach so richtig schön böse, dann man es sich gut vorstellen kann.


    Und zu Brens Motiv. Da bin ich irgendwie zweigeteilt. Irgendwie meine ich, dass er Kirettas Kopf abgeschlagen hat, damit sie nicht mehr leiden muss (also aus Liebe), aber irgendwie kann ich mir auch vorstellen, dass er einfach nicht an Schmerzen etc. erinnert werden will und lieber an seine Zukunft denkt als an seine Vergangenheit. Aber irgendwie möchte ich gerne Ersteres denken. Das wäre einfach schöner.


  • Hier hat mir sehr gut gefallen, dass Brens Mutter wohl doch Liebesgefühle für ihn hatte, obwohl sie diese nicht so wirklich zeigen konnte oder vielleicht auch nicht zeigen wollte. Das macht sie für mich gleich sympathischer und menschlicher.


    Ich finde interessant, wie unterschiedlich Ihr diesen Aspekt mit der unterdrückten Mutterliebe wertet. Rhea zum Beispiel sieht das ja eher kritisch. Mir gefällt es immer gut, wenn man unterschiedliche Positionen zu Elementen in einem Buch einnehmen kann. Ich habe dann das Gefühl, dass die erfundene Geschichte nah am echten Leben ist, in dem ja auch nicht jeder jedem sympathisch ist und jeder alles gut findet, sondern sich für verschiedene Konzepte unterschiedliche Gruppen von Anhängern zusammenfinden.



    Ach, unsere dumme Kiretta. ... Sie verstand irgendwie noch nicht, wie böse die Welt ist, in der sie lebt.


    Sie hat die Schattenherren-Trilogie nicht gelesen. Das hätte sie tun sollen - dadurch hätte sie wertvolle Einblicke erlangt, die ihr Leben vielleicht verlängert hätten. ;)



    Auch Lisanne war in diesem Abschnitt irgendwie sehr interessant. ... Sie ist einfach so richtig schön böse, dann man es sich gut vorstellen kann.


    Ich finde schön, dass sie trotz ihrer unbezweifelbaren Bosheit durchaus ihre Fans hat ... :)



    Und zu Brens Motiv. Da bin ich irgendwie zweigeteilt. Irgendwie meine ich, dass er Kirettas Kopf abgeschlagen hat, damit sie nicht mehr leiden muss (also aus Liebe), aber irgendwie kann ich mir auch vorstellen, dass er einfach nicht an Schmerzen etc. erinnert werden will und lieber an seine Zukunft denkt als an seine Vergangenheit. Aber irgendwie möchte ich gerne Ersteres denken. Das wäre einfach schöner.


    Ich denke, es gibt auch gute Gründe für die erste These. Wenn sie Dir also besser gefällt - glaube daran. ;)

  • Suse

    Hat das Thema geschlossen