06 - Seite 227 bis 291 (Kapitel "Trümmer")

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  • Nope. Oder besser gesagt, WILL ich keine romantische Entwicklung in diesem Fall. ;)


    Bernd, es ist auch schwer bei dir romantische Entwicklungen zu erwarten. Man denke an das angehende Liebespaar aus Feind. Die zwei rannten auch ins Unglück bevor ihre Liebe überhaupt begonnen hat. ;)
    Unsere Erwartungshaltung entwickelt sich mit den gesammelten Erfahrungen.

  • Oha,... nun kann ich mich tatsächlich nicht mehr an die Hoffnung klammern, dass Kiretta und Bren irgendwie zusammenfinden. Seine Gefühle scheinen fast verloren in den Schatten. Aber das musste wohl so kommen, wenn es realistisch bleiben soll. Aus seiner Sicht kommt mir Kiretta auch wie ein jammerndes Etwas vor. Irgendwie stumpft man als Leser ebenfalls ziemlich ab, was die Grausamkeiten angeht. Wenn mich ständig jemand beim Essen zuquatscht und versucht ins Gewissen zu reden, würde ich auch sauer werden. ;D


    In Bezug auf die Mutter kann ich das aber noch nicht. Ich frage mich, warum er ihre Gegenwart duldet. Entweder er hasst sie, dann gäbe es eines Schattenherrn angemessenen Tod. Oder er hasst sie mit dem letzten Rest Menschlichkeit, dann könnte er sie fortschicken,... aus den Augen, aber lebend. Die Situation jetzt ist so sonderbar. :spinnen:


    Velon´s Tod hat mich zwar geschockt, aber sowas musste auch mal passieren. Schatten sind nicht unsterblich. Wenn die Verletzungen zu groß sind und keine Lebensenergie, keine Angst zum aussaugen in der Nähe, dann wars das. Es würde tatsächlich zu den geflohenen Paladinen passen. Sie sind für den Kampf trainiert, sie haben einen Götterglauben... die perfekten Gegner.
    Außerdem hatte uns doch Brens Verletzung auf dem Schlachtfeld schon die Richtung gewiesen. Er konnte sich nur durch Angst des Gegners regenerieren.


    :winken:


  • Irgendwie stumpft man als Leser ebenfalls ziemlich ab, was die Grausamkeiten angeht. Wenn mich ständig jemand beim Essen zuquatscht und versucht ins Gewissen zu reden, würde ich auch sauer werden. ;D


    Das ist ja ein netter Vergleich ...
    :D



    In Bezug auf die Mutter kann ich das aber noch nicht. Ich frage mich, warum er ihre Gegenwart duldet. Entweder er hasst sie, dann gäbe es eines Schattenherrn angemessenen Tod. Oder er hasst sie mit dem letzten Rest Menschlichkeit, dann könnte er sie fortschicken,... aus den Augen, aber lebend. Die Situation jetzt ist so sonderbar.


    Ja, da ist etwas in der Schwebe. Was denkst Du, in welche Richtung wird Brens Entscheidung letztlich gehen? Und wie würde diese Entscheidung seine Stellung innerhalb der Schattenherren beeinflussen? In dieser Gesellschaft ist man ja ständig unter Beobachtung durch Seinesgleichen.



    Velon´s Tod hat mich zwar geschockt, aber sowas musste auch mal passieren. Schatten sind nicht unsterblich.
    ...
    Außerdem hatte uns doch Brens Verletzung auf dem Schlachtfeld schon die Richtung gewiesen. Er konnte sich nur durch Angst des Gegners regenerieren.


    Schön, dass das in Erinnerung geblieben ist. :)


  • Ja, da ist etwas in der Schwebe. Was denkst Du, in welche Richtung wird Brens Entscheidung letztlich gehen? Und wie würde diese Entscheidung seine Stellung innerhalb der Schattenherren beeinflussen? In dieser Gesellschaft ist man ja ständig unter Beobachtung durch Seinesgleichen.


    Ich kann mich da schlecht entscheiden. Wenn du es konsequent durchziehst, sollte sie sterben. Bren ist ein Schattenherr, Erinnerungen und Gefühle ebben ab. Außerdem steht er dann vor den anderen Oberen nicht als Memme da, weil er seine menschliche Mutter verschont. Auch wenn es derzeit so wirkt, als interessiert es niemanden... mindestens Jittara hat da ein halbes Auge drauf und auch Lisanne wird es registrieren. Bren ist mit seinen Fähigkeiten besonders. Durch eine menschliche Aktion würde er doch sicher einige Minuspunkte sammeln.

  • Weiter gehts. :)


    In diesem Abschnitt wurden sich Bren und Kiretta langsam immer fremder. Das finde ich ziemlich schade. Aber ich kann Kiretta verstehen, sie ist nicht so wie Bren und ihn und seine Taten zu verstehen, fällt doch manchmal schwer. Aber auch Bren ist sich nicht mehr richtig sicher, ob er Kiretta noch liebt oder nicht.


    Übrigens möchte ich mal was ansprechen. Ich habe gemerkt, dass auch die Anderen so denken. Bernds Bücher unterscheiden sich sehr von all den anderen Büchern, die ich in meinem Leben je gelesen habe. Ständig kommt was Neues, ständig wird man überrascht und man ändert auch immer wieder seine Meinung über die Charaktere im Buch (so geht es mir zumindest). Gerade deshalb finde ich die Schattenherren-Trilogie so unglaublich spannend. Toll, dass es so einen Autoren gibt. :)


    Hier hat mich zum Beispiel Velons Tod sehr überrascht. Auch Brens Veränderung war hier sehr ersichtlich. Er wird immer ekliger, er denkt wirklich nicht mehr nach, sondern macht ständig grauenhafte Dinge bzw. befehlt sie. Langsam entwickelt sich bei Bren Kiretta gegenüber auch Hass, so kommt es mir zumindest vor. Ich denke Kiretta sollte so schnell wie möglich abhauen, bevor Bren noch auf schlechte Ideen kommt, das würde ich ihm nämlich langsam zutrauen.


    Ich frage mich auch, was Bren wohl mit seiner Mutter macht. Wird er sie auch einfach umbringen? Oder hat er noch so viel "Menschliches" in sich, dass er sie vielleicht doch gehen lässt? Das glaube ich aber irgendwie nicht, mittlerweile macht er überhaupt keinen menschlichen Eindruck mehr. Außerdem denke ich immer noch, dass er von seiner Mutter irgendwie genervt ist. Falls er sowas überhaupt fühlen kann. Ich glaube eher, sie wird sterben.


  • Übrigens möchte ich mal was ansprechen. Ich habe gemerkt, dass auch die Anderen so denken. Bernds Bücher unterscheiden sich sehr von all den anderen Büchern, die ich in meinem Leben je gelesen habe. Ständig kommt was Neues, ständig wird man überrascht und man ändert auch immer wieder seine Meinung über die Charaktere im Buch (so geht es mir zumindest).


    Ja, das stimmt. Hier besteht nicht so sehr die was-könnte-sich-der-Leser-wünschen-was-die-Figuren-tun-und-wie-die-Handlug-weitergeht-bis-zu-einem-glücklichen-Ende-Schreibweise, sondern die Figuren handeln ihrem Wesen und ihrer Welt entprechend konsequent. Und durch die veränderten Perspektiven kommt dann noch dazu, dass man die unterschiedlichen Figuren von innen betrachten kann und keine einheitliche Meinung bildet, wie bei einer oft üblichen einseitigen Gegenüberstellung von Gut und Böse. Das ist etwas ungewohnt, und damit ein tolles Leseerlebnis!


  • Ja, das stimmt. Hier besteht nicht so sehr die was-könnte-sich-der-Leser-wünschen-was-die-Figuren-tun-und-wie-die-Handlug-weitergeht-bis-zu-einem-glücklichen-Ende-Schreibweise, sondern die Figuren handeln ihrem Wesen und ihrer Welt entprechend konsequent. Und durch die veränderten Perspektiven kommt dann noch dazu, dass man die unterschiedlichen Figuren von innen betrachten kann und keine einheitliche Meinung bildet, wie bei einer oft üblichen einseitigen Gegenüberstellung von Gut und Böse. Das ist etwas ungewohnt, und damit ein tolles Leseerlebnis!



    Stimmt, Vorhersehbarkeit kann man Bernd absolut nicht vorwerfen ;D


    :freu: :freu: :freu:



    Aber ich kann Kiretta verstehen, sie ist nicht so wie Bren und ihn und seine Taten zu verstehen, fällt doch manchmal schwer. Aber auch Bren ist sich nicht mehr richtig sicher, ob er Kiretta noch liebt oder nicht.


    Die Verbindung ist zwar dünn, aber in meinem Freundeskreis konnte ich über Jahre hinweg beobachten, wie sich ein Ehepaar auseinandergelebt hat. Zu Beginn der Ehe war er ein Handwerker, musste aber auf Grund einer gesundheitlichen Problematik umschulen. In seinem Fall hat das außerordentlich gut geklappt, er hatte nachher einen gutbezahlten Akademiker-Job. Aber er war eben nicht mehr derjenige, den seine Frau geheiratet hatte, und mit den neuen beruflichen Erfahrungen wandelten sich auch die Freizeitinteressen.
    Auch Bren macht Erfahrungen, insbesondere mit der Finsternis, die für einen Menschen kaum verstänlich sind, und seine Perspektive wandelt sich durch die Unsterblichkeit fundamental. Da wird es schwierig, die Gemeinsamkeiten zu finden und zu pflegen ...



    Langsam entwickelt sich bei Bren Kiretta gegenüber auch Hass, so kommt es mir zumindest vor.


    Zumindest fühlt er sich unverstanden ... Und Schattenherren haben nicht viel Geduld mit unverständigen Sterblichen ... ;)

  • Suse

    Hat das Thema geschlossen