05 - Seite 177 bis 226 (Kapitel "Krieg")

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  • Tja, Bren, man soll niemanden unterschätzen.
    Eigentlich wundert mich, dass Bren eine solche Fehleinschätzung der Kriegsstrategie hat. Aber nunja, er hat och nicht als Schattenherr gefochten und er hat vermutlich noch nie eine Festung der Schattenherren direkt verteidigt(?)
    Ich kann aber verstehen, dass ihn dieser fette General geärgert hat. Er hätte trotzdem zuhören sollten, denn was Bren als Spiel abgetan hat war vermutlich der Nachweis, dass der General ein guter Stratege ist.


    Nun, Bren hat es überstanden und es ist ihm nicht wirklich gezürnt worden, oder? Weshalb soll er nun mit seiner ärgsten Feindin, die ihm um die Erfahrung von Jahrhunderten voraus ist, an die Front gehen?


    die ERschaffung der Krieger - da hast Du mal wieder tief in die Horrorkiste gegriffen, Bernd! Naja man muss da nicht jede Zeile lesen und vor allem immer wissen, wir sind nicht wirklich an diesem Ort, wir sind ja nur Leser, uff *schweißvonderstirnwisch*
    Am Ende haben sie mich aber an die Lemminge erinnert. Nur dass sie nicht so niedlich sind.


    Gadior, was spielt er für ein Spiel? Will er Bren aushorchen oder ist er einfach nur gelangweilt und sucht einen Gesprächspartner? Aber der Satz: "Nur genutzte Macht ist echte Macht" macht nachdenklich. Stimmt das?
    Will Bren Macht über seine Mutter? Ich glaube was er will ist Liebe, aber die wird er nicht bekommen, nicht von ihr, und er wird irgendwann vergessen, was das ist. Noch steht er völlig verständnislos dieser fehlenden Mutterliebe gegenüber und nimmt deren Verehrung als einen dürftigen ERsatz. Bren sieht, dass er bei seiner Mutter nichts erhalten wird und Rache will er nicht, die ist schal, ohne dass sie erkannt hätte, was er von ihr will. Sie ist einfach unfähig das zu begreifen.


    Da ich Mutter bin, fehlt es mir an jeglischem Verständnis, wie man sein Kind in den Tod geben kann und das als gut empfinden. Lióla wegzugeben hatte was damit zu tun, dass sie eine Karriere machen konnte in den Schatten und in der normalen Gesellschaft immer eine angsteinflösende Außenseiterin geblieben wäre. Ihr Vater geht davon aus, dass ihr aufgrund ihrer Geburt nichts geschieht. Aber hier geben die Edlen ihre Kinder weg und wissen, dass sie umgebracht werden. So viel Fanatismus kann ich nicht verstehen. Überhaupt nicht! Und ich lgaube einfach nicht, dass alle es gern tun. Aber sie müssen ja zumindest so tun als ob.


    Ziemlich deutlich wird bei der Szene der Kriegsplanung durch die Schattenherzöge, dass Bren aufblüht bei dem Gedanken an die zu führende Schlacht. Der Krieg war sein Leben und ist es noch.


    Lisanne ist wohl auch überrascht von Brens Stärke. Woher kommt diese nun?


  • Aber nunja, er hat ... vermutlich noch nie eine Festung der Schattenherren direkt verteidigt(?)


    Wir wissen aus Knecht, dass er einen Eroberungskrieg im Westen geführt hat. Die Annahme, dass er dabei überwiegend in der Offensive war, ist sicher plausibel. Dass er nie gegen Fayé gestanden hat, hat er bereits berichtet - und damit dürfte er noch nie einen Gegner gehabt haben, der über so starke magische Kräfte verfügt.



    die ERschaffung der Krieger - da hast Du mal wieder tief in die Horrorkiste gegriffen, Bernd!


    Die Schattenherren sollen nicht "die netten Bösewichte von nebenan sein" - der Leser soll durchaus erfahren, wie grausam sie sind ... Das macht es dann auch möglich, die Positionen zu bewerten, die die verschiedenen Figuren des Romans einnehmen.



    Will Bren Macht über seine Mutter? ... Noch steht er völlig verständnislos dieser fehlenden Mutterliebe gegenüber und nimmt deren Verehrung als einen dürftigen ERsatz.


    Stimmen die Mitstreiterinnen in der Leserunde Rheas Einschätzung zu? Wie seht Ihr das Verhältnis von Bren und seiner Mutter?



    Da ich Mutter bin, fehlt es mir an jeglischem Verständnis, wie man sein Kind in den Tod geben kann und das als gut empfinden. ... Und ich lgaube einfach nicht, dass alle es gern tun. Aber sie müssen ja zumindest so tun als ob.


    Es wird sicher welche geben, die es widerwillig tun - ähnlich wie Deria in Feind, die ihre Tochter befreien will, als sie ihr (wenn auch nicht direkt von den Schattenherren) genommen wird. Andererseits ist in totalitären Systemen eine erstaunliche Gehirnwäsche möglich. Wo der Kult stark ist, indoktriniert er das ganze Leben der Menschen und richtet ihr Wertesystem an den Maßstäben der Schatten aus - erinnert Ihr Euch noch an Giftschatten? Wenn man als gewöhnlicher Mensch in Ondrien zu Einfluss und Wohlstand kommt, hat man seine Seele vermutlich an den Kult verkauft, auch wenn man ihm vielleicht nicht beigetreten ist. Diese Bindung könnte enger sein als diejenige an nahestehende Menschen.
    Was meint Ihr? Wie fanatisiert wird die Bevölkerung von Ondrien sein?

  • Da wir nun auf der Hälfte der Geschichte angelangt sind, habe ich eine Frage an Euch: Wem gelten bislang Eure Sympathien? Steht Ihr auf Brens Seite oder auf Lisannes? Haltet Ihr den Ondriern die Daumen oder den freien Menschen? Haben vielleicht auch die Fayé ihre Fans? Was ist mit Nalaji und Kiretta? Oder Nebenfiguren wie Ehla, Jittara und Velon? Wenn Ihr einen dieser Namen lest - bei wem denkt Ihr: "Klasse, mal wieder was von dem zu hören" und bei wem lest Ihr schnell drüber, um rasch zum interessanteren Protagonisten vorzustoßen?

  • Im Moment werden die Osadroi in dem Krieg von allen Seiten bedrängt, ihre Feinde scheinen momentan im Vorteil zu sein, auch durch den Überraschungsangriff durch den Seelennebel. Ich bin gespannt, wie lange das so bleiben wird.


    Sehr spannend fand ich Gadiors Erläuterungen zu den Erinnerungen: daß auch er an Erinnerungen an sein sterbliches Leben hängt bzw. gehangen hat, daß sie irgendwann das Einzige sind, daß einen Osadro mit seinem früheren Leben verbindet, wenn alle Personen, denen man nahestand, gegangen sind. Das und die Rosen auf seinem Bett haben mich auf sein früheres Leben neugierig machen lassen.


    Der Traum, in dem Bren von Kiretta träumt, daß sie zwei Hände hat, mit denen sie etwas Leuchtendes hält und die er immer schlechter erkennen kann, könnte das die Tendenz für die Zukunft sein, daß sie sich irgendwann immer weiter von ihm entfernen wird?


    Diese Unholde sind ja auch gruselig, aber Bren stellt sich vor seine Mutter, um sie zu schützen, so gleichgültig kann sie ihm doch nicht sein. Unheimlich fand ich auch die Szene, als der Fayé die Schattenrösser zum Sterben bringt; ich finde es sehr spannend zu sehen, über welche Möglichkeiten auch die Fayé verfügen.


    Ach du liebes bisschen, Gerg will, daß Lisanne und Bren gemeinsam an der Südfront kämpfen, na dann, viel Spaß ::) Zuerst habe ich auch nicht verstanden, woher Lisanne die vielen Krieger herbringen möchte, an die Chaque hatte ich gar nicht mehr gedacht. Und nun wissen wir auch, wie man solch eine Königin erschafft, nur sind es diesmal Gottesanbeterinnen, weil sich Bren durchsetzen kann.


  • Eigentlich wundert mich, dass Bren eine solche Fehleinschätzung der Kriegsstrategie hat. Aber nunja, er hat och nicht als Schattenherr gefochten und er hat vermutlich noch nie eine Festung der Schattenherren direkt verteidigt(?)
    Ich kann aber verstehen, dass ihn dieser fette General geärgert hat. Er hätte trotzdem zuhören sollten, denn was Bren als Spiel abgetan hat war vermutlich der Nachweis, dass der General ein guter Stratege ist.


    Ich könnte mir vorstellen, daß er den fetten General unterschätzt hat, daß er von seinen Kampfkünsten evtl. auf dessen strategisches Können geschlossen hat. Ja, und dann steht er einem Feind gegenüber, den er bisher noch nicht kennt.



    Stimmen die Mitstreiterinnen in der Leserunde Rheas Einschätzung zu? Wie seht Ihr das Verhältnis von Bren und seiner Mutter?


    Ob er Macht über seine Mutter haben möchte, weiß ich nicht. Ich hatte eher das Gefühl, daß er noch nicht richtig weiß, was er mit ihr anfangen soll. Ihm ist ihre völlige Ergebenheit an den Kult unverständlich, fast schon peinlich, habe ich den Eindruck. Ehla liebt in Bren nicht ihren Sohn, sondern den Schattanbaron und die Kreise, in denen er sich bewegt. Ich muß selber oft genug innerlich mit den Augen rollen, wenn sie ihre Ergebenheit immer und immer wieder herunterleiert ::)



    Wenn man als gewöhnlicher Mensch in Ondrien zu Einfluss und Wohlstand kommt, hat man seine Seele vermutlich an den Kult verkauft, auch wenn man ihm vielleicht nicht beigetreten ist. Diese Bindung könnte enger sein als diejenige an nahestehende Menschen.
    Was meint Ihr? Wie fanatisiert wird die Bevölkerung von Ondrien sein?


    Diejenigen Menschen, die ein gutes Leben unter den Schatten führen, werden sicherlich hinter den Osadroi stehen, aber viele Menschen werden nur wegen ihrer Angst kuschen - und wenn sich hier dann vernetzter Widerstand im Untergrund bilden kann, könnte ich mir schon vorstellen, daß die Menschen ziemlich ungemütlich werden können. Aber dazu bedarf es schon einiger mutiger Menschen, die ihre Mitmenschen für den Widerstand begeistern können, da bei Versagen die Strafen fürchterlich sein werden.



    Da wir nun auf der Hälfte der Geschichte angelangt sind, habe ich eine Frage an Euch: Wem gelten bislang Eure Sympathien? Steht Ihr auf Brens Seite oder auf Lisannes? Haltet Ihr den Ondriern die Daumen oder den freien Menschen? Haben vielleicht auch die Fayé ihre Fans? Was ist mit Nalaji und Kiretta? Oder Nebenfiguren wie Ehla, Jittara und Velon? Wenn Ihr einen dieser Namen lest - bei wem denkt Ihr: "Klasse, mal wieder was von dem zu hören" und bei wem lest Ihr schnell drüber, um rasch zum interessanteren Protagonisten vorzustoßen?


    Ich stehe bisher immer noch auf Brens Seite, weil ich hoffe, daß er doch noch formbar ist. Da ich ein Gegner von totalitären Diktaturen, Gehirnwäsche und Unterdrückung durch Angst bin, halte ich den freien Menschen die Daumen und würde mir wünschen, daß die Schatten nicht über das ganze Land fallen. Daher würde mir auch ein Sieg der Fayé eher liegen als ein Sieg der Ondrier, ich könnte mir vorstellen, daß es für die Menschen mit den Fayé leichter sein könnte. Allerdings, wenn sie Bren attackieren, dann stehe ich bisher eher auf Brens Seite :-[
    Auf Nalaji und Kiretta bin ich auch weiterhin gespannt, vorallem hoffe ich, daß die Beiden oder eine von ihnen noch eine wichtige Rolle spielen wird. Ehla ist mir relativ egal, sie geht mir auf die Nerven, bei Jittara muß ich gestehen, daß sie mich immer mehr interessiert, weil ich mir mit meiner Einschätzung ihrer Person nicht wirklich sicher bin.


    Von Velon haben wir in diesem Band bisher sehr wenig gelesen, daher steht er für mich momentan eher im Hintergrund, aber Gadiors Vergangenheit würde mich interessieren. Gadior finde ich, wie auch in den vorigen Bänden, immer wieder interessant und ich freue mich, wenn er im Buch zum Zuge kommt.

  • Zitat

    Ehla liebt in Bren nicht ihren Sohn, sondern den Schattanbaron und die Kreise, in denen er sich bewegt.


    Sie liebt? diese Frau ist m.E. nach völlig unfähig zu lieben. Sie verehrt ihren Sohn, weil er jetzt so mächtig ist, aber mit Liebe hat das nichts zu tun. Ich denke immernoch, dass Bren gehofft hat irgendwo noch einen Funken Mutterliebe bei ihr zu finden.
    Bald wird ihm das aber auch egal sein.



    Ich bin auch noch auf Brens Seite. Ich verehre Lisanne, aber ich erliege ihrem Charisma nicht vollständig. nur wenn sie erscheint wirkt sie auf mich und zeigt die Schönheit des Bösen. Ich frage mich, was aus dem Funken geworden ist, der über Helion in sie geriet. Fühlt sie immernoch? Ist sie emotional an der Rache interessiert oder ist es inzwischen einfach die Ausführung von etwas, dass sie sich vorgenommen hat?


    Kiretta mag ich schon, vor allem ihre Freiheitsliebe und ihre Begeisterung für das Meer. Sie hat eine raue wilde Schönheit.


    Nalaji bedaure ich sehr, denn sie musste nun Dinge machen, die mit ihrem Glauben nicht vereinbar sind und sie hat so viel getan um gegen die Schatten zu siegen, leider hat nichts genützt, oder?
    Auf der anderen Seite hat sie ein Leben geführt mit einem Mann, den sie liebte und sie hat Kinder geboren und sie aufwachsen sehen. Das ist mehr als Bren je hatte, je wollte?


    Ehla ist mir einfach widerlich.


    Jittara ist interessant. Ich bin sehr gespannt, wie sie sich entwickelt.


    Wir haben heute wiedermal diskutiert über Fantasy im Allgemeinen und G.R.R. Martin im Besonderen. Nun mag ich eben Intriegen nicht und man meinte es käme nur daraus Spannung. Hier kommt die Spannung aus der Person, wer ist sie, was will sie, auf wessen Seite steht sie. Das finde ich wesentlich besser.


    Velon mag ich irgendwie, auch wenn ich ihn immernoch anders vor mir sehe, als er aussieht. Immer wenn mal auf sein Aussehen angespielt wird versuche ich das Bild zu korrigieren, aber es gelingt mir nicht.
    Brens "Vater" gefällt mir und er zeigt, dass auch in den Schatten, gute Generäle gebraucht werden.
    Gadior ist für mich etwas geckenhaft und seine Denkweise für mich noch nicht wirklich einsehbar. (Bin ja auch kein Schattenherr ;D )

  • Sie liebt? diese Frau ist m.E. nach völlig unfähig zu lieben. Sie verehrt ihren Sohn, weil er jetzt so mächtig ist, aber mit Liebe hat das nichts zu tun. Ich denke immernoch, dass Bren gehofft hat irgendwo noch einen Funken Mutterliebe bei ihr zu finden.
    Bald wird ihm das aber auch egal sein.


    Ja, du hast recht, "lieben" ist hier das falsche Wort: sie setzt Liebe mit Verehrung gleich.



    Ich frage mich, was aus dem Funken geworden ist, der über Helion in sie geriet. Fühlt sie immernoch? Ist sie emotional an der Rache interessiert oder ist es inzwischen einfach die Ausführung von etwas, dass sie sich vorgenommen hat?


    Das habe ich mich auch schon einige Male gefragt.


  • Da wir nun auf der Hälfte der Geschichte angelangt sind, habe ich eine Frage an Euch: Wem gelten bislang Eure Sympathien? Steht Ihr auf Brens Seite oder auf Lisannes? Haltet Ihr den Ondriern die Daumen oder den freien Menschen? Haben vielleicht auch die Fayé ihre Fans? Was ist mit Nalaji und Kiretta? Oder Nebenfiguren wie Ehla, Jittara und Velon? Wenn Ihr einen dieser Namen lest - bei wem denkt Ihr: "Klasse, mal wieder was von dem zu hören" und bei wem lest Ihr schnell drüber, um rasch zum interessanteren Protagonisten vorzustoßen?


    Dieser Abschnitt hat in mir die Frage aufkeimen lassen ob Lisanne wohl Deine bevorzugte Person ist. Und mit dieser Frage wurde mir bewusst wie sehr ich bis zu diesem Zeitpunkt auf Brens Seite war. Gerade eben ist es ein wenig umgeschwungen. Identifizieren kann ich mich immernoch am besten mit Bren, da wir so vieles aus seiner Sicht erfahren. Allerdings muss ich Lisanne zugestehen, dass ihr Hass auf Bren gerechtfertigt ist.
    Helion muss für Lisanne etwas Neues und Aufregendes gewesen sein. Vermutlich ist sie von ihrer Unsterblichkeit, ähnlich wie manche Fayé, angeödet. Vielleicht war Helion auch das Band, welches ihr eine neue Emotion zeigte. In jedem Fall war er für sie von einer besonders hohen Bedeutung und dies hat Bren ihr genommen.
    Helion muss für sie in diesen Jahren das wichtigste gewesen sein, denn durch ihn hat sich in ihr etwas verändert wo zuvor nur das eintönige dasein der Unsterblichen war.
    Mal ehrlich wer würden diesen Menschen der einem das anscheinend Wichtigste nimmt nicht hassen? :o


    Interessant finde ich dass Bren sich nun auf Quinné einlässt. Anscheinend nur weil er in ihr eine tatsächlich ihm und nicht nur den Schatten treue Ergebene sieht.
    Er scheint weiterhin enorme Kräfte zu haben, da er selbst Lisanne ein wenig überrascht. Und es freut mich, dass er seinen Unterricht bei Jitarra wieder aufgenommen hat. So erfahren wir hoffentlich bald noch mehr zu diesem Thema.
    Sein Plan Ilyjia anzugreifen klingt extrem. Aber auf diese Weise treffen wir sicher Nalaji und ihren Sohn, sowie Kiretta wieder.
    Sehr erstaunlich fand ich dass er bei Quinnés Auftreten daran denkt, dass es ihm nach Kiretta verlangt. Ich musste daran denken dass es vermutlich ein Verlangen nach ihrer Hingabe ist und damit ja auch nur dem Konsum ihrer Essenz. Ich habe den Eindruck, besser gesagt die Befürchtung, anders kann er einen Menschen nicht mehr "lieben".


    Bei den Intrigen der Schattenherren steige ich nicht ganz durch.
    Jedoch vermute ich, dass Lisanne weiß, dass Kiretta noch lebt und deswegen in Brens Nähe sein muss. Es wäre durchaus möglich, dass sie selbst dafür gesorgt hat, dass sie nun an Brens Seite in die Schlacht zieht.


    Lisanne ist auch der Charakter dem ich das Überleben aller Bände zutraue.


    Ich werde dann mal weiter lesen :lesen: und mich gemeinsam mit unseren Freunden in die Schlacht stürzen :barbar:


  • Dieser Abschnitt hat in mir die Frage aufkeimen lassen ob Lisanne wohl Deine bevorzugte Person ist.


    Ich mag tatsächlich alle meine Figuren, weil ich mich in sie hineinversetze, vor allem, wenn ich aus ihrer Perspektive schreibe. Dadurch kommt dann Verständnis auf und damit auch Sympathie. Da eine Geschichte von den Schurken getrieben wird, hat das den Nebeneffekt, dass ich oft mit den Schurken sympathisiere ... ;D



    Allerdings muss ich Lisanne zugestehen, dass ihr Hass auf Bren gerechtfertigt ist.


    Das legst Du plausibel dar. Wobei Bren ja auch von jemandem beauftragt wurde ...



    So erfahren wir hoffentlich bald noch mehr zu diesem Thema.


    Ja - versprochen. ;)



    Sehr erstaunlich fand ich dass er bei Quinnés Auftreten daran denkt, dass es ihm nach Kiretta verlangt. Ich musste daran denken dass es vermutlich ein Verlangen nach ihrer Hingabe ist und damit ja auch nur dem Konsum ihrer Essenz. Ich habe den Eindruck, besser gesagt die Befürchtung, anders kann er einen Menschen nicht mehr "lieben".


    Denkst Du, Bren und Kiretta könnten dennoch zusammenfinden - auf eine völlig andere Weise als zuvor?



    mich gemeinsam mit unseren Freunden in die Schlacht stürzen


    Wenn es hart auf hart kommt - wer sind dann die Freunde - wem wünschst Du den Sieg? Klar, rational betrachtet sind wir alle auf der Seite der freien Menschen - aber ist das auch emotional so?

  • Natürlich wurde Bren beauftragt. Und vermutlich war diese Handlung im Schattenkult auch völlig notwendig und richtig. Vielleicht stärkt es Lisanne sogar und nimmt ihr ihre einzige Schwäche die sie für einige Jahre so sehr behütet hat.
    Aber dennoch sind ihre Emotionen verständlich. Denn sie hat durch Helion gelernt Emotionen zu empfinden. So erkläre ich es mir zumindest bisher.


    Ich denke dass Bren und Kiretta nur zusammenfinden können, wenn sie ihre Freiheit aufgibt und er sich damit abfindet, dass sie eben ein Mensch ist und vergeht. Sie wird sterben, er nicht.
    Wir haben hier das umgekehrte Bild, welches bei Aragon und Arwen gezeigt wird. Dort gibt die Liebende ihre Unsterblichkeit ja gewissermaßen für ihre Liebe auf. Bren und Kiretta lieben einander und er geht in die Unsterblichkeit und baut damit ein Hindernis zwischen den beiden auf.


    Ich weiß ehrlich gesagt nicht recht. Einen Sieg der Menschen sehe ich bisher nicht unbedingt als möglich an, wobei ihre derzeitige Auflehnung durchaus beeindruckend sind. Trotzdem fürchte ich, dass die Schattenherren immernoch eine Übermacht darstellen.
    Das große Problem besteht in meinen Augen auch darin, dass sie die Schattenherren doch garnicht vollständig auslöschen können. Wie wollen sie die restlichen Schattenkönig erledigen? Diese können doch ganz einfach einige Jahrhundert abwarten und einen neuen Kult aufbauen. Idioten die unsterblich werden wollen wird es unter den Menschen immer geben. Und ganz leicht keimt ein neuer Kult auf. Dafür muss nur ein Osadro überleben.
    Also selbst wenn die Menschen diesen Krieg gewinnen, so fällt die Welt vermutlich einige Jahrhunderte später vollständig in die Schatten.


  • Ich weiß ehrlich gesagt nicht recht. Einen Sieg der Menschen sehe ich bisher nicht unbedingt als möglich an, wobei ihre derzeitige Auflehnung durchaus beeindruckend sind. Trotzdem fürchte ich, dass die Schattenherren immernoch eine Übermacht darstellen.
    Das große Problem besteht in meinen Augen auch darin, dass sie die Schattenherren doch garnicht vollständig auslöschen können. Wie wollen sie die restlichen Schattenkönig erledigen? Diese können doch ganz einfach einige Jahrhundert abwarten und einen neuen Kult aufbauen. Idioten die unsterblich werden wollen wird es unter den Menschen immer geben. Und ganz leicht keimt ein neuer Kult auf. Dafür muss nur ein Osadro überleben.
    Also selbst wenn die Menschen diesen Krieg gewinnen, so fällt die Welt vermutlich einige Jahrhunderte später vollständig in die Schatten.


    Genau die Problematik sehe ich auch - und ohne Verbündete kann ich es mir unmöglich vorstellen, daß die Menschen die Schatten überwältigen können.


  • Das große Problem besteht in meinen Augen auch darin, dass sie die Schattenherren doch garnicht vollständig auslöschen können. Wie wollen sie die restlichen Schattenkönig erledigen? Diese können doch ganz einfach einige Jahrhundert abwarten und einen neuen Kult aufbauen. Idioten die unsterblich werden wollen wird es unter den Menschen immer geben. Und ganz leicht keimt ein neuer Kult auf. Dafür muss nur ein Osadro überleben.
    Also selbst wenn die Menschen diesen Krieg gewinnen, so fällt die Welt vermutlich einige Jahrhunderte später vollständig in die Schatten.


    Ich sehe, die Problematik des unterschiedlichen Maßstabs von Unsterblichen und Sterblichen wird in der Trilogie deutlich - sehr schön! :)
    Und eigentlich müsste noch nicht einmal ein Schattenherr überleben. Es würde ausreichen, wenn die wesentlichen Teile ihres Wissens um die Magie überdauern würden. In Feind etwa erlernt Modranel mächtige Magie durch ein Buch ...


  • Natürlich wurde Bren beauftragt ...
    Aber dennoch sind ihre Emotionen verständlich. Denn sie hat durch Helion gelernt Emotionen zu empfinden. So erkläre ich es mir zumindest bisher.


    ... jedenfalls Emotionen, die für Osadroi nicht angemessen sind. Hass, Neid, Geltungssucht etc. können sie ja auch empfinden.
    Die Überlegung, die ich anregen möchte, geht in eine andere Richtung.
    Lisanne hasst Bren, weil er Helion getötet hat - okay.
    Lisanne weiß, dass Bren vom Schattenkönig beauftragt wurde.
    Was macht das mit Lisannes Verhältnis zum Schattenkönig - zu dem zurückgetretenen, der den Mord befahl, wie zu dem regierenden, der Bren dafür unsterblich machen ließ?


  • Wenn der Schattenkönig es so sieht müsste Lisanne auf diese Weise in seinem Ansehen sinken. Denn der Wille des Königs zählt ja über alles.


  • So mag der Schattenkönig Lisanne sehen. Und wie sieht Lisanne den Schattenkönig?


    Ui das ist interessant.


    Ich vermute mal dass sie in Elien denjenigen sieht, der veranlasst hat dass Helion stirbt.
    In Gerg (und Xenetor) sieht sie dann denjenigen, der den Übeltäter dafür belohnt.


    Ich vermute also mal dass sie in den Schattenkönigen keine angemessenen Herrscher mehr sieht.
    Das könnte zu einer Auflehnung führen?!

  • Hallo zusammen,


    ui, dieser Abschnitt bot ja mal wieder ein paar Szenen des Grauens. :angst: Mit Spinnen kann man mich eh verjagen und auch das Knacken der Schädel und Zeugen der Bestie waren gruselige Bilder. :o


    Da ich bei diesem Abschnitt bzw. nach und nach eine Veränderung meiner Emotionen bezüglich der Sympathie zu Figuren festgestellt habe, fange ich mal mit der dazu gerade passenden Frage an:



    Da wir nun auf der Hälfte der Geschichte angelangt sind, habe ich eine Frage an Euch: Wem gelten bislang Eure Sympathien? Steht Ihr auf Brens Seite oder auf Lisannes? Haltet Ihr den Ondriern die Daumen oder den freien Menschen? Haben vielleicht auch die Fayé ihre Fans? Was ist mit Nalaji und Kiretta? Oder Nebenfiguren wie Ehla, Jittara und Velon? Wenn Ihr einen dieser Namen lest - bei wem denkt Ihr: "Klasse, mal wieder was von dem zu hören" und bei wem lest Ihr schnell drüber, um rasch zum interessanteren Protagonisten vorzustoßen?


    Erst einmal zu Bren: ich habe hier in diesem Abschnitt und auch schon in den vorherigen Abschnitte nach und nach gemerkt, dass ich ihn emotional nicht mehr so sehr unterstütze, wie ich es im zweiten Buch noch getan habe. Mit seinen Veränderungen wird er mir fremder, ich habe fast das Gefühl, er "entgleitet" mir. Ich finde seine Veränderung spannend und faszinierend zu beobachten, wie er z. B. zu Nebel wird. Ich finde es auch faszinierend, wie er einem Osadro, wie wir sie vorher schon aus seiner Sicht beobachten konnten, selbst immer ähnlicher wird, bis hin zum "brutalen Effekt" des Aufweckens. Aber er ist damit auch für mich auf eine andere Seite gerückt, ich fürchte mich etwas vor ihm und dem, der er noch werden wird. Seine Veränderungen haben den Effekt auf mich, dass er für mich emotional nicht mehr der Bren ist, der er für mich war. Nalaji und Kiretta dagegen rücken nun mehr in meine "emotionale Ecke" . Mit ihnen fiebere ich nun sehr mit. Habe Angst um sie und fürchte gleichzeitig, dass es für sie keine freie Zukunft geben könnte. Und dafür mache ich auch Bren mittlerweile mitverantwortlich. Ich sehe zwar, dass er noch in vielen Dingen so denkt, wie ein Mensch, aber das ist doch vergänglich und ich glaube nicht, dass er im weiteren Fortschritt seiner Umwandlung ein netter Schattenherr sein wird. Warum sollte es so eine Ausnahme geben? Auch Bren wird dem jahrhundertealten Prozess unterworfen sein und ein Schattenherr mit allen Konsequenzen werden, ob er will oder nicht. Alles andere fände ich seltsam. Vorstellen könnte ich mir nur, dass er soweit noch "human" bleibt, dass es für Kirettas Lebensdauer ausreicht und er ihr noch irgendwie helfen kann, aber danach ....


    Bren und Lisanne: Hier geht es mir wie Phy. Ich sehe beide auf einmal gleichberechtigt in ihrem Recht auf "sauer sein". Vielleicht ist es aufgrund der Veränderung Brens, der jetzt nicht mehr ein "unschuldiger" Mensch ist, dem eine übermächtige Schattenherrin sein Liebstes genommen, sondern selbst ein Schatten mit mehr und mehr Macht. Ich kann es nicht genau erklären, aber sie sind mehr auf Augenhöhe und haben irgendwie beide recht, den anderen zu hassen. So mein Gefühl dazu. :-\


    Weiter zu Gadior und Velon. Die beiden finde ich weiterhin faszinierend zu beobachten und mir kommen sie hier bisher zu wenig zum Zug. Ebenso Widaja, die mich als optisch herausstechende Osadra neugierig gemacht hat, aber bisher auch nicht so viel von ihr zu lesen war. Diese drei und auch Lisanne haben meine Sympathie in schauriger Bedeutung, also ich lese gerne von ihnen, auch wenn es oft erschreckend ist. Und ehrlich gesagt sind sie mir lieber als Schattenherren, als es Bren ist. Ich weiß nicht warum, aber sie waren eben schon immer Schattenherren mit gewisser Faszination, die ich anders nicht kenne. Bren ist für mich dagegen ein "unsympathischerer Schattenherr", wohl weil ich ihn anders kenne. Wenn ich das gerade nochmals lese, hört sich das seltsam an, aber ich kann es nicht anders erklären.


    Brens Mutter nervt mich. Attego mag ich nicht besonders, er wirkt ein bisschen hinterhältig und schleimig auf mich. Jittara reizt mich noch am meisten von den dreien, denn sie wirkt undurchschaubar und ich bin gespannt, was sie evtl. noch vorhat.



    Der Traum, in dem Bren von Kiretta träumt, daß sie zwei Hände hat, mit denen sie etwas Leuchtendes hält und die er immer schlechter erkennen kann, könnte das die Tendenz für die Zukunft sein, daß sie sich irgendwann immer weiter von ihm entfernen wird?


    So einen Gedanken hatte ich auch. Bren ist ein Schatten und Kiretta ist auf der Seite des Lichts. Brens Schatten zerstört das Licht, würde es zerstören, es sei denn, Kiretta nimmt das Licht mit sich fort und entfernt sich damit von Bren.


    Ob er Macht über seine Mutter haben möchte, weiß ich nicht. Ich hatte eher das Gefühl, daß er noch nicht richtig weiß, was er mit ihr anfangen soll. Ihm ist ihre völlige Ergebenheit an den Kult unverständlich, fast schon peinlich, habe ich den Eindruck. Ehla liebt in Bren nicht ihren Sohn, sondern den Schattanbaron und die Kreise, in denen er sich bewegt. Ich muß selber oft genug innerlich mit den Augen rollen, wenn sie ihre Ergebenheit immer und immer wieder herunterleiert ::)


    Ich habe auch das Gefühl, Bren weiß nicht so recht, was er mit ihr machen soll. Einerseits hasst er sie dafür, dass sie ihn verstoßen hat, aber als Kind hängt man auch lange an der Mutter und krallt sich nach jedem Zipfel Liebe, den man von ihr zu bekommen glaubt, gerade, wenn sie sich lieblos zum Kind verhält. Sie nun vor sich zu haben, lässt bei ihm beide widersprüchlichen Gefühle wohl mit sich ringen.



    Es wird sicher welche geben, die es widerwillig tun - ähnlich wie Deria in Feind, die ihre Tochter befreien will, als sie ihr (wenn auch nicht direkt von den Schattenherren) genommen wird. Andererseits ist in totalitären Systemen eine erstaunliche Gehirnwäsche möglich. Wo der Kult stark ist, indoktriniert er das ganze Leben der Menschen und richtet ihr Wertesystem an den Maßstäben der Schatten aus - erinnert Ihr Euch noch an Giftschatten? Wenn man als gewöhnlicher Mensch in Ondrien zu Einfluss und Wohlstand kommt, hat man seine Seele vermutlich an den Kult verkauft, auch wenn man ihm vielleicht nicht beigetreten ist. Diese Bindung könnte enger sein als diejenige an nahestehende Menschen.
    Was meint Ihr? Wie fanatisiert wird die Bevölkerung von Ondrien sein?


    Ich glaube, zwischen gehirngewaschenen Anhängern und sich extrem fürchtenden Bewohnern gibt es nicht so viel anderes. Das eine schließt das andere wohl auch gar nicht aus. Eigentlich verwunderlich, wenn es noch mutige Menschen gibt, die den Aufstand wagen, finde ich.


    Genau die Problematik sehe ich auch - und ohne Verbündete kann ich es mir unmöglich vorstellen, daß die Menschen die Schatten überwältigen können.


    Ich kann mir hier auch kein Ende vorstellen, in dem die Menschen siegen. Sie haben ja einen großen Nachteil, sie sind sterblich. Selbst wenn sie stückweise erfolgreich sind, sitzen doch die Schatten am längerem Hebel, solange sie nicht vollständig ausgelöscht sind. Und wie die Menschen eine Auslöschung schaffen wollten, kann ich mir nicht vorstellen. Gut, es gibt noch die Fayé. Aber wenn diese es schaffen sollten, sind es auch wieder nicht die Menschen, die als Sieger hervorgehen.



    Die Überlegung, die ich anregen möchte, geht in eine andere Richtung.
    Lisanne hasst Bren, weil er Helion getötet hat - okay.
    Lisanne weiß, dass Bren vom Schattenkönig beauftragt wurde.
    Was macht das mit Lisannes Verhältnis zum Schattenkönig - zu dem zurückgetretenen, der den Mord befahl, wie zu dem regierenden, der Bren dafür unsterblich machen ließ?


    Lisannes Hass auf die Schattenkönige muss enorm sein. Bren ist zwar der Ausführer und an ihm konnte sie ihren ersten Ärger wenigstens schon mal auslassen. Ihr eigentliches Racheziel bzw. Racheziele müssten aber eigentlich die beiden Könige sein. Und vielleicht plant sie ja schon einen Racheakt für die beiden, von dem noch keiner etwas ahnt. Am Ende ist es vielleicht Lisanne, die die gesamte Schattenwelt zerstört und die Menschen rettet, indem sie die Könige aus ihrer Rache heraus vernichtet und alle anderen Schatten gleich mit. ;D Vielleicht ist es ja nicht das erste Mal, dass eine kleine für den Aussprechenden persönlich völlig unbedeutende Entscheidung, die aber einer anderen Person eben sehr wehtut, ein ganzes Reich erschüttern und untergehen lassen kann. ;D


  • dieser Abschnitt bot ja mal wieder ein paar Szenen des Grauens.


    ;D



    Erst einmal zu Bren: ... Mit seinen Veränderungen wird er mir fremder, ich habe fast das Gefühl, er "entgleitet" mir.


    Ein interessantes Phänomen! Geht es anderen ebenso?




    Vorstellen könnte ich mir nur, dass er soweit noch "human" bleibt, dass es für Kirettas Lebensdauer ausreicht und er ihr noch irgendwie helfen kann, aber danach ....


    Auch das eine interessante Wahrnehmung: Er könnte ein (Menschen)Leben lang human bleiben ... Bei Figuren aus Romanen, in denen es keine Unsterblichen gibt, ist das ein großes Lob. Bei einem Unsterblichen dagegen schrumpft eine solche Zeitspanne in der Bedeutung.



    Diese drei und auch Lisanne haben meine Sympathie in schauriger Bedeutung, also ich lese gerne von ihnen, auch wenn es oft erschreckend ist.


    Ich vermute, "Sympathie in schauriger Bedeutung" ist eine Wendung, die außerhalb dieser Leserunde niemand verstehen wird! :D Sehr schön!



    Ich habe auch das Gefühl, Bren weiß nicht so recht, was er mit ihr machen soll. Einerseits hasst er sie dafür, dass sie ihn verstoßen hat, aber als Kind hängt man auch lange an der Mutter und krallt sich nach jedem Zipfel Liebe, den man von ihr zu bekommen glaubt, gerade, wenn sie sich lieblos zum Kind verhält. Sie nun vor sich zu haben, lässt bei ihm beide widersprüchlichen Gefühle wohl mit sich ringen.


    Das würde bedeuten, dass er auf eine überraschende Situation (plötzlich steht seine Mutter wieder vor ihm) zunächst damit reagiert, dass er sich Zeit zum Nachdenken nimmt. Im Grunde kein schlechter Zug, oder?



    Ich glaube, zwischen gehirngewaschenen Anhängern und sich extrem fürchtenden Bewohnern gibt es nicht so viel anderes. Das eine schließt das andere wohl auch gar nicht aus. Eigentlich verwunderlich, wenn es noch mutige Menschen gibt, die den Aufstand wagen, finde ich.


    Wenn Ihr spekulieren würdet: Was denkt Ihr, wie viel % der Menschen in Ondrien können sich ein Leben ohne Kult und Schatten überhaupt vorstellen? Wie viele würden es anstreben? Und wie viele hätten den Mut zu einer Rebellion, wenn es nach einem Sieg der Menschen aussähe?



    Ich kann mir hier auch kein Ende vorstellen, in dem die Menschen siegen. Sie haben ja einen großen Nachteil, sie sind sterblich. Selbst wenn sie stückweise erfolgreich sind, sitzen doch die Schatten am längerem Hebel, solange sie nicht vollständig ausgelöscht sind.


    Ein gewisser Fatalismus macht sich breit ... ;D
    Mich freut, dass die Asymmetrie zwischen Sterblichen und Unsterblichen rüberkommt.


  • Erst einmal zu Bren: ... Mit seinen Veränderungen wird er mir fremder, ich habe fast das Gefühl, er "entgleitet" mir.


    Ein interessantes Phänomen! Geht es anderen ebenso?
    [/quote]


    Mir geht es ebenso wie Heimfinderin.



    Wenn Ihr spekulieren würdet: Was denkt Ihr, wie viel % der Menschen in Ondrien können sich ein Leben ohne Kult und Schatten überhaupt vorstellen? Wie viele würden es anstreben? Und wie viele hätten den Mut zu einer Rebellion, wenn es nach einem Sieg der Menschen aussähe?


    Ich glaube, die %-Zahl der Menschen in Ondrien, die sich ein Leben ohne Schatten und Kult vorstellen könnten, würde recht niedrig sein, da haben die Schattenherren schon lange gute Vorarbeit geleistet, so daß die Menschen gar nichts anderes mehr kennen.