04 - Seite 131 bis 175 (Kapitel "Nachtsturm": von "Nein! Ihr müsst" bis Ende)

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  • Wenn Ihr Euch vorstellt, Ihr wärt ein Schattenherr ... Und wenn Ihr anschaut, wie diese agieren - Velon, Lisanne, Gadior, ... - Und wenn Ihr seht, wie die Menschen ihnen begegnen (jedenfalls diejenigen, die in ihre Nähe kommen ...
    Was machen diese Erfahrungen mit dem Selbstbild eines Osadro?
    Wie geht jemand mit diesem Selbstbild in eine Schlacht? Oder wie begegnet er einem Menschen, der schwerverletzt am Boden liegt?
    ;)


    Naja, eben, Bren benimmt sich hier nicht wie ein Schattenherr, sondern so als sei er noch der menschliche General.


  • Ich glaube dass Kirettas Position bezüglich Ondrien klar ist: Sie ist ihr eigener Herr und würde wohl auch für Bren sich nicht Knechten lassen, so wie er es zuvor getan hat, bevor er unsterblich wurde. Ich glaube ihr Lebensmotto ist wohl eher "Tod oder Freiheit" und dementsprechend handelt sie auch. Sie ist schließlich aus freien Stücken nach Ondrien gekommen, vielleicht aus Neugier und Liebe zu Bren, aber sie würde dort nie gezwungener Weise bleiben. In Knecht hat sie immer wieder deutlich gemacht, wie wenig sie von dem Kult hält.
    Sie liebt Bren, aber die Freiheit und das Meer liebt sie mehr. Wenn man sie also vor die Wahl stellt, ist die Entscheidung klar. Jedoch könnte ich mir durchaus vorstellen, dass sie bereit gewesen wäre ihre Beziehung zu Bren zu pflegen, solange ihre Freiheit nicht gefährdet wird. Aber im Kult gibt es keine Freiheit, auch nicht für die Randfiguren.


    Das hast du wirklich schön zusammen gefasst. Ich denke genauso, obwohl ich Kiretta manchmal trotzdem nicht verstehe. Aber was sie über Ondrien etc. denkt, sehe ich genauso wie du.


    Zitat Phy:
    Wenn der Schattenkult besiegt ist, was machen die Fayé? Ob sich da nicht die nächste unsterbliche Macht über die Menschheit legt? Selbst wenn die Menschen wieder unter sich leben wird es gefährlich. Die alten Ordnungen sind völlig zerstört, was geschieht mit denen, die dem Kult gehuldigt haben (ähnliche der Problematik nach dem zweiten Weltkrieg)? Wer darf nun herrschen? Die alten Herrscher sind größtenteils dem Kult erlegen, bzw. längst tot.


    Ja, auch hier bin ich mit dir einer Meinung. Deshalb kann ich mir auch im Moment noch überhaupt nicht vorstellen, wie das Buch ausgehen soll. Obwohl es ja hier wohl eher um die Schattenherren als Fokus geht, vielleicht geht das Buch gar nicht über das Ende der Schattenherren hinaus. Falls es überhaupt soweit kommt.


    Zitat Bernard:
    Eine sehr interessante Frage! Was, glaubt Ihr, wären die Konsequenzen für die Menschen, wenn die Fayé die Schattenherren besiegen würden?


    Das ist eine gute Frage. Irgendwie glaube ich, dass es für die Menschen wieder schlecht ausgehen würde. Klar sind die Fayé "besser" als die Schattenherren, aber Macht könnte auch sie zu Ungeheuern machen.

  • Hallo zusammen,


    Kiretta ist ja fast wieder die Alte. Zumindest strahlt sie auf mich wieder ihre bekannte draufgängerische und lebensfrohe Energie aus. Ich glaube, wie einige von euch auch, dass sie ihre Freiheit und Selbstbestimmtheit mehr liebt, als alles andere und auch als Bren. Bren liebt sie schon, denke ich, und sie hat ihn auch nicht verdrängt, denn der Gedanke an ihn war immerhin der Auslöser für das K.O. von Nerate. ;D Aber wenn es wirklich darauf ankommt, kann ich mir vorstellen, dass sie ihre Freiheit wählen würde, denn andernfalls würde sie sich selbst aufgeben und ich glaube nicht, dass sie dazu bereit wäre. Ich bin ehrlich gesagt total gespannt, auf ein Wiedersehen der beiden und ihre Reaktion auf Bren. Genauer gesagt, ob sie ihn vielleicht schon nicht mehr als ihren Bren wiederkennt, sondern einen fremd wirkenden Osadro vor sich sieht. Die Ernüchterung ist vielleicht groß, wer weiß. ;)



    In diesem Zusammenhang finde ich interessant, dass "Kiretta" das seltenste Ergebnis im Schattenherren-Persönlichkeitstest ist ... Sogar Lióla ist häufiger unter uns! :)


    Vielleicht wären wir alle im Inneren gerne so mutig wie sie, trauen es uns aber dann doch nicht zu, wenn es Ernst wird und wir plötzlich mit der Realität und ihren dazugehörigen Fragen konfrontiert werden. ;)


    Was mich in der Szene auf dem Schiff irritiert hat, war die Umladung der Menschen und diese etwas vage Antwort, die Nalaji auf die Frage bekommen hatte, warum man das tut und wohin die Menschen gebracht werde. Ich weiß den Wortlaut nicht mehr genau, aber ich hatte das Gefühl, die Antwort war eher ausweichend. Ob die Menschen gar nicht gerettet werden sollen? Haben die Fayé vielleicht noch etwas mit ihnen vor? Werden sie gefangen gehalten, dort "irgendwo im Süden"? Oder bin ich einfach zu misstrauisch und habe da zuviel in die unbefriedigende Antwort hineininterpretiert?



    Eine interessante Frage ... Alles hat seinen Preis, aber wenn man die Höhe dieses Preises nicht abschätzen kann, ist es dann verantwortungslos, ihn zu zahlen? Wie hättet Ihr Euch entschieden?


    Das ist wirklich nicht einfach zu entscheiden. Aber wenn es sowieso schon eine so schreckliche Situation ist, riskiert man wohl nicht so viel, wenn man zu gewagten Mitteln greift. Schlimmer kann es kaum noch werden, aber wenn nur ein bisschen eine Chance besteht, dass es doch besser werden kann, ist es wohl verständlich, dass man es versucht. Ich glaube, in so einem Fall würde ich es wagen. Ich würde mich sonst eh die ganze Zeit nach so einer vertanen Chance grämen, dass ich vielleicht einen Fehler gemacht, wenn ich untätig geblieben wäre.



    Und aus der Leserperspektive: Wie gefällt Euch der Seelennebel? In Feind haben wir ihn nur kurz gesehen, in Knecht wurde er durchquert, und jetzt ...


    Im ersten Teil war er noch recht weit weg und geheimnisvoll und ließ Gefahr erahnen. Greifbar wurde er erst im zweiten Teil und da empfand ich ihn als gruselig und gefährlich. Aber eher mit Schwerpunkt auf seine Unheimlichkeit. Es war mehr eine schaurige Gefährlichkeit, geisterhaft. Jetzt in der Szene in diesem Buch wirkt er zwar immer noch unheimlich, aber mehr noch gewalttätig und grausam. Diese Wut und die aktive zielgerichtete Aggression wirkt weniger schaurig, sondern mehr real beängstigend und unberechenbar.


    Ich denke, es wäre besser. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass die Fayé sich ziemlich gut in einem Gebiet wohlfühlen können ohne Menschen umzubringen. Sie müssen sich ja nicht von den Menschen ernähren. Allerdings ist es jettzt was anderes, da die Geister der Faye ja auch frei sind. Was da noch kommt wird bestimmt schlimmer als die Schatten, denn es ist ohne Regeln.


    Ich kann mir auch vorstellen, dass sich die Menschen mit den Fayé auch irgendwie einigen oder nebeneinander her leben könnten, wenn sie wollten. Allerdings finde ich eben die Geister auch bedenklich. Wenn die dann nicht aufhören würden, die Seelen der Menschen in ihrer Raserei zu trinken und die Fayé diese auch nicht irgendwie in den Griff bekämen, dann würde ich sagen, haben die Menschen immer noch ein Problem.


    Den Kampf fand ich dann sehr spannend beschrieben und auch Bren war hier in seinem Element. Man merkt, dass er gerne und auch gut plant und auch selbst vorne beim Kampf dabei ist. Das wird er sich bestimmt nicht so schnell nehmen lassen. Jedenfalls fand ich es sehr clever, die Ghoule vorzuschicken, denen die magische Mauer nichts anhaben konnte. Der Zweikampf war dann aber sehr heftig und die Verletzungen hätte er als Mensch nicht überlebt. Ich habe mich hier auch gefragt, ob es wohl ein Limit für die Häufigkeit und Schwere für die Schattenherren gibt, ab dem sie evtl. dauerhaften Schaden nehmen können, zumindest wenn keine Verletzten vor Ort sind, mit deren Essenz sie sich zügig wieder heilen können?



    Oder ...? Es gibt noch eine weitere Erklärung, denke ich. ;)


    Durch seine Verwandlung zu Nebel war er aber auch noch geschwächt., glaub ich. Er fühlte sie doch irgendwie taub. Vielleicht hatte das auch noch Auswirkungen auf seine Reaktionen im späteren Kampf.



    Wenn Ihr Euch vorstellt, Ihr wärt ein Schattenherr ... Und wenn Ihr anschaut, wie diese agieren - Velon, Lisanne, Gadior, ... - Und wenn Ihr seht, wie die Menschen ihnen begegnen (jedenfalls diejenigen, die in ihre Nähe kommen ...
    Was machen diese Erfahrungen mit dem Selbstbild eines Osadro?
    Wie geht jemand mit diesem Selbstbild in eine Schlacht? Oder wie begegnet er einem Menschen, der schwerverletzt am Boden liegt?
    ;)


    Ein Osadro erlebt die Menschen ja nur ehrerbietig oder furchtsam. Wenn man daran denkt ,wie sich die Menschen ihnen z. T. sogar regelrecht anbieten, ihr Leben an sie verschenken wollen und sich selbst minderwertig fühlen, wenn ein Osadro sie nicht benutzten oder vernichten will (wie wir es bei Quinné erlebt haben), dann können sie ja gar nicht mehr anders, als sich selbst allmächtig zu sehen. Und natürlich haben sie dann keinen Respekt vor den Menschen, nicht mehr als vor Vieh (was es im Prinzip ja ist für sie) Und ein am Boden liegender verletzter Mensch ist dann sowieso schon keine Gefahr mehr. Wenn man Lust und Laune hat, kann man vielleicht noch ein bisschen von seiner Essenz nippen, aber ansonsten wird ihn schon irgendjemand "wegräumen". Vielleicht ist diese Art arrogante Einstellung tatsächlich der Grund, dass Kiretta noch lebt, nämlich dass Lisanne es sich einfach nicht vorstellen konnte, dass die am Boden liegende "Kreatur" noch irgendjemanden interessieren würde oder sie gar wieder aufstehen könnte.


  • Ich bin ehrlich gesagt total gespannt, auf ein Wiedersehen der beiden und ihre Reaktion auf Bren. Genauer gesagt, ob sie ihn vielleicht schon nicht mehr als ihren Bren wiederkennt, sondern einen fremd wirkenden Osadro vor sich sieht. Die Ernüchterung ist vielleicht groß, wer weiß.


    Irgendwo in meinen Regalen steht ein Buch mit Erinnerungen des Nachrichtensprechers Ulrich Wickert. Er ist in Japan aufgewachsen und schildert, wie er als Erwachsener dorthin zurückkehrt und einen bestimmten Schrein aufsucht, im Wald verborgen, den er als Kind besonders zauberhaft fand. Als er den Schrein dann wirklich wiederfand, war das eine der größten Enttäuschungen seines Lebens: eine Art verfallene Bretterbude. Er empfiehlt seinen Lesern, sehr vorsichtig damit zu sein, verklärte Erinnerungen mit der Realität zu konfrontieren.



    Ich kann mir auch vorstellen, dass sich die Menschen mit den Fayé auch irgendwie einigen oder nebeneinander her leben könnten, wenn sie wollten.


    Bislang haben sich die Fayé allerdings eher mit Dämonen als mit Menschen eingelassen - der komplette Nachtschattenwald ist ja dämonisch verseucht. Ob sich das mit ihrem Wunsch verträgt, sich mit den Göttern zu versöhnen ...?



    Ich habe mich hier auch gefragt, ob es wohl ein Limit für die Häufigkeit und Schwere für die Schattenherren gibt, ab dem sie evtl. dauerhaften Schaden nehmen können, zumindest wenn keine Verletzten vor Ort sind, mit deren Essenz sie sich zügig wieder heilen können?


    Man kann sich zumindest vorstellen, dass sie so schwer verletzt werden, dass sie keine Essenz mehr aufnehmen können - etwa, wenn sie vollständig verbrennen, denn dann können sie ja auch nichts mehr "einatmen". Aber das ist schon sehr schwierig ...



    Ein Osadro erlebt die Menschen ja nur ehrerbietig oder furchtsam. Wenn man daran denkt ,wie sich die Menschen ihnen z. T. sogar regelrecht anbieten, ihr Leben an sie verschenken wollen und sich selbst minderwertig fühlen, wenn ein Osadro sie nicht benutzten oder vernichten will (wie wir es bei Quinné erlebt haben), dann können sie ja gar nicht mehr anders, als sich selbst allmächtig zu sehen. Und natürlich haben sie dann keinen Respekt vor den Menschen, nicht mehr als vor Vieh (was es im Prinzip ja ist für sie) Und ein am Boden liegender verletzter Mensch ist dann sowieso schon keine Gefahr mehr. Wenn man Lust und Laune hat, kann man vielleicht noch ein bisschen von seiner Essenz nippen, aber ansonsten wird ihn schon irgendjemand "wegräumen". Vielleicht ist diese Art arrogante Einstellung tatsächlich der Grund, dass Kiretta noch lebt, nämlich dass Lisanne es sich einfach nicht vorstellen konnte, dass die am Boden liegende "Kreatur" noch irgendjemanden interessieren würde oder sie gar wieder aufstehen könnte.


    Da hst Du Dich gut in einen Schattenherrn hineinversetzt, finde ich. Du würdest die Aufnahmeprüfung zur Adepta des Kults spielend bestehen, Heimfinderin! ;)


  • Als er den Schrein dann wirklich wiederfand, war das eine der größten Enttäuschungen seines Lebens: eine Art verfallene Bretterbude. Er empfiehlt seinen Lesern, sehr vorsichtig damit zu sein, verklärte Erinnerungen mit der Realität zu konfrontieren.


    Mir ging es vor einiger Zeit mit einer Kindersendung so. Ich liebte früher "Robbi Tobbi und das Fliewatüüt". In meiner Erinnerung war das sehr spannend, aufregend und mit tollen Bildern. Meinem Mann ging es auch so und wir zeigten den Film unserer Tochter. Ich war so enttäuscht. Es fehlte auf einmal die Aufregung, alles wirkte ganz anders und hatte nichts mehr von meinen Kindheitserinnerungen. Bei anderen Filmen wie Augsburger Puppenkiste oder Pippi Langstrumpf war das nicht so, die habe ich aber im Laufe der Jahre und auch als Mutter dann regelmäßig immer wieder gesehen. Aber diesen einen Kinderfilm habe ich nur einmal als Kind gesehen und seitdem nicht mehr.
    Ich wünsche mir fast, ich hätte ihn mir jetzt nicht mehr angeschaut, denn nun ist auch meine Erinnerung etwas zerstört und hat ihren Zauber verloren.



    Da hst Du Dich gut in einen Schattenherrn hineinversetzt, finde ich. Du würdest die Aufnahmeprüfung zur Adepta des Kults spielend bestehen, Heimfinderin! ;)


    Hilfe! :o ;D


  • Was mich in der Szene auf dem Schiff irritiert hat, war die Umladung der Menschen und diese etwas vage Antwort, die Nalaji auf die Frage bekommen hatte, warum man das tut und wohin die Menschen gebracht werde. Ich weiß den Wortlaut nicht mehr genau, aber ich hatte das Gefühl, die Antwort war eher ausweichend. Ob die Menschen gar nicht gerettet werden sollen? Haben die Fayé vielleicht noch etwas mit ihnen vor? Werden sie gefangen gehalten, dort "irgendwo im Süden"? Oder bin ich einfach zu misstrauisch und habe da zuviel in die unbefriedigende Antwort hineininterpretiert?


    Da bin ich jetzt nicht mißtrauisch geworden, aber vielleicht sollte ich das doch auch nochmal hinterfragen?

  • Der Seelennebel ist wieder daaaa! :jakka: Ich weiß, es ist ziemlich makaber sich darüber zu freuen, aber ich mochte dieses Mysterium schon bei der letzten Schifffahrt und freu mich daher wie ein Keks, dass die Geister nochmals einen Auftritt bekommen. Die Idee finde ich klasse. Die Feinde der Feinde zu suchen als einzigen Ausweg, ist nur vernünftig. Aber es birgt auch Gefahren. Nalaji kann ich echt nur bewundern. Hier kommt ihre Macht richtig zur Geltung.


    Bren verlässt die Schattenfestung und stürzt sich in die Schlacht. das habe ich auch von ihm erwartet. Er hat sein Truppen im Griff, hat Überblick und motiviert alle mit seiner Anwesenheit. Damit haben die Faye wohl auch nicht gerechnet, dass jemand ihre Illusion bemerkt. Ob er wirklich so unverwundbar ist, wie der Barbar behauptet? Die Verletzungen klangen jedenfalls sehr ernsthaft und er schien mir auch etwas verzweifelt, als der Gegner schon fast verstorben war. Ohne Essenz hätte er sich bestimmt quälen müssen und wäre ein gefundenes Fressen. Wenn nun jemand gekommen wäre, der seine Gefühle unter Kontrolle hat und keine Essenz bietet...


    Auch Kiretta ist voll in ihrem Element. Freut mich, dass sie sich erholt hat. 8)


  • Nalaji kann ich echt nur bewundern. Hier kommt ihre Macht richtig zur Geltung.


    Ich hatte das gefühl, die Anhänger der Götter seien bislang ein wenig schlapp rübergekommen. Daher habe ich ihnen einen Auftritt gegönnt, in dem sie auch einmal protzen können. ;)



    Wenn nun jemand gekommen wäre, der seine Gefühle unter Kontrolle hat und keine Essenz bietet...


    Höre ich da einen leisen Tadel an Helions Impulsivität, die ihm in Feind den Sieg über Lisanne verbaut hat? :)
    Ich finde es interessant, Dinge in fiktiven Welten anders zu werten, als wir das in unserem Leben tun. Emotionalität ist dafür ein Beispiel. Gemeinhin empfinden wir es ja als positiv, wenn jeman warmherzig und emotional ist. In der Welt der Schattenherren kann das aber ein großer Makel sein ...


  • Höre ich da einen leisen Tadel an Helions Impulsivität, die ihm in Feind den Sieg über Lisanne verbaut hat? :)
    Ich finde es interessant, Dinge in fiktiven Welten anders zu werten, als wir das in unserem Leben tun. Emotionalität ist dafür ein Beispiel. Gemeinhin empfinden wir es ja als positiv, wenn jeman warmherzig und emotional ist. In der Welt der Schattenherren kann das aber ein großer Makel sein ...


    Da fing alles an. Es muss nur zu Ende gedacht werden. Es braucht starke Charaktere und Personen, die keine Angst vor dem Tod haben. Dann können auch die Schatten nicht mehr viel ausrichten. Eigentlich sind die Geister der Faye schon ziemlich perfekt. Die sind ja schließlich schon tot und bieten keine Energie. ;D

  • Zitat

    Höre ich da einen leisen Tadel an Helions Impulsivität, die ihm in Feind den Sieg über Lisanne verbaut hat?


    Aber Bernd, das habe ich doch damals schon als total blöd empfunden. Er wurde die ganze zeit konditioniert, seine Emotionen unter Kontrolle zu halten und als es drauf ankam, konnte er das nicht.
    Da es gerade die Menschen ausmacht, emotional zu sein, sind sie apriori im Nachteil. Die Schattenherren brauchen dazu nichts zu tun. Sie haben keine Emotionen und sie sind viele. Wo soll da ein Lichtstreifen für die Menschen her kommen? Ein wenig aussichtslos, oder?


  • Was hat Euch beim Lesen mehr Freude gemacht - die Schlacht um Guardaja in Feind oder die aktuelle in den Wetterbergen?


    Naja, "Freude machen" ist vielleicht ein bisschen der falsche Ausdruck. Ich mochte die Gesamtheit und Größe der Schlacht um Guardaja, aber dadurch wurde es ja leider ziemlich unübersichtlich. Diesmal war es wesentlich übersichtlicher, aber nicht genauso spannend, weil weniger auf dem Spiel stand.


    Durch seine Verwandlung zu Nebel war er aber auch noch geschwächt., glaub ich. Er fühlte sie doch irgendwie taub. Vielleicht hatte das auch noch Auswirkungen auf seine Reaktionen im späteren Kampf.


    Ich habe irgendwie ein Gefühl, dass diese Taubheit nichts mit der Nebelform zu tun hat. Kann aber natürlich auch völlig falsch sein, ich kann mein Gefühl nämlich so gar nicht begründen.


    Ich kann mir auch gut vorstellen, dass Kiretta noch lebt, weil sie nicht für wichtig genug erachtet wurde. Oder eben, weil Lisanne sowieso sicher war, dass man sie töten würde, wenn sie das will. Wer widersetzt sich schon Lisanne? Vor allem, wenn es nur darum geht, ein überlüssiges Menschenleben auszulöschen?


    Monjohrs Tod ist eine interessante Wendung und ich frage mich, wer dahinter steckt. Bedeutet das, dass sein Mitwirken bei Kirettas Überleben entdeckt wurde und das seine Strafe war? Oder hatte er seine Aufgabe erfüllt, wusste aber zu viel? Attego scheint ja
    ziemlich ängstlich zu sein, dass es ihn auch bald erwischt.



    Zitat Bernard:
    Eine sehr interessante Frage! Was, glaubt Ihr, wären die Konsequenzen für die Menschen, wenn die Fayé die Schattenherren besiegen würden?

    Das ist eine gute Frage. Irgendwie glaube ich, dass es für die Menschen wieder schlecht ausgehen würde. Klar sind die Fayé "besser" als die Schattenherren, aber Macht könnte auch sie zu Ungeheuern machen.


    Da eröffnet sich mir die Frage nach der genauen Motivation der Fayé. Sie hatten ja vorher nicht angegriffen, weil sie im Bündnis mit den Schattenherren standen, aber das ist ja wegen des Thronwechsels nicht mehr aktuell. Aber mir fällt im Moment nicht ein, warum sie eigentlich angreifen. Ich glaube,das wurde schon erklärt, aber ich komm nicht mehr drauf.



    Man kann sich zumindest vorstellen, dass sie so schwer verletzt werden, dass sie keine Essenz mehr aufnehmen können - etwa, wenn sie vollständig verbrennen, denn dann können sie ja auch nichts mehr "einatmen". Aber das ist schon sehr schwierig ...


    Auf den Scheiterhaufen mit ihnen! :D


  • Da eröffnet sich mir die Frage nach der genauen Motivation der Fayé. Sie hatten ja vorher nicht angegriffen, weil sie im Bündnis mit den Schattenherren standen, aber das ist ja wegen des Thronwechsels nicht mehr aktuell. Aber mir fällt im Moment nicht ein, warum sie eigentlich angreifen. Ich glaube,das wurde schon erklärt, aber ich komm nicht mehr drauf.


    Alenias, der Fayé. der mit Bren, Gadior und Velon in Knecht unterwegs ist, hat von dem Verdammten im Seelennebel erfahren, daß die Götter den Fluch von den Fayé nehmen werden, wenn sie die Welt von den Schatten befreien. Der Flucht, der dafür sorgt, daß die Fayé keine Kinder mehr kriegen und daß die Natur sich gegen sie stellt.



    Auf den Scheiterhaufen mit ihnen! :D


    :D


  • Ich habe irgendwie ein Gefühl, dass diese Taubheit nichts mit der Nebelform zu tun hat. Kann aber natürlich auch völlig falsch sein, ich kann mein Gefühl nämlich so gar nicht begründen.


    Immer zu berücksichtigen ist die Kraft des Mondlichts - viel Mondlicht = schwache Osadroi.



    Monjohrs Tod ist eine interessante Wendung und ich frage mich, wer dahinter steckt. Bedeutet das, dass sein Mitwirken bei Kirettas Überleben entdeckt wurde und das seine Strafe war? Oder hatte er seine Aufgabe erfüllt, wusste aber zu viel? Attego scheint ja ziemlich ängstlich zu sein, dass es ihn auch bald erwischt.


    ... was zumindest nahelegt, dass Monjohr und Attego unter einer Decke steckten. ;)


  • Immer zu berücksichtigen ist die Kraft des Mondlichts - viel Mondlicht = schwache Osadroi.


    Ja, das natürlich auch. Aber diese Taubheit, die Bren verspürt(e), konnte ja keiner richtig erklären.



    ... was zumindest nahelegt, dass Monjohr und Attego unter einer Decke steckten. ;)


    Davon bin ich schon länger ausgegangen. Aber ich glaube nicht, dass Monjohr der Drahtzieher hinter der ganzen Sache ist, das kann ich mir nicht vorstellen. Er handelt sicher im Auftrag von jemandem.

  • Suse

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