02 - Seite 47 bis 95 (Kapitel "Abenddämmerung": von "Vejata wurde oft" bis Ende)

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  • Ich glaube nicht, dass Kiretta eine Osadra werden könnten.
    Sie ist zu alt um eine ausreichende Stellung im Schattenkult zu erlangen.
    Und während der Reise aus "Knecht" hat sie mehrfach deutlich gemacht, dass sie kein Verständnis für den Kult übrig hat.

  • Ich kann mir eine Liebesbeziehung zwischen Bren und Kiretta unter den neuen Bedingungen nicht gut vorstellen. Zum einen, weil die körperlichen Bedürfnisse sehr unterschiedlich sind, um es mal vorsichtig auszudrücken ;) und keiner den anderen mehr glücklich machen kann, im Gegenteil: sogar in Brens Überschwang Kirettas Tod droht, wie wir an Quinné beobachten konnten. Zum anderen aber auch, weil Kiretta, wie ihr schon genannt habt, ein freiheitsliebender Mensch ist (ich erinnere mich auch noch, dass sie in "Knecht" etwas seltsam und verloren wirkte in ihrem Kleid am Hofe) und sich bestimmt nicht in den Kult einfügen kann und will. Dazu kommt noch, dass sich Bren ja auch mit der Verwandlung verändern wird oder schon verändert hat. Ich frage mich, ob er für Kiretta überhaupt noch derselbe Bren ist, den sie früher kannte oder ob sein neues Wesen sich ihr vielleicht sogar schon etwas entfremdet haben kann.


  • Beide Fragen sind interessant, aber könnte Bren sie überhaupt der Unsterblichkeit zuführen? sie müßte bereit sein, in den Kult einzutreten - ich glaube nicht, dass Kiretta damit einverstanden wäre.


    Das stimmt. Ich glaube auch nicht, dass sie da einfach zustimmen würde.


  • Vielleicht lohnt es sich, zusätzlich zu den Dingen, die Ihr bereits ins Kalkül zieht, zu betrachten, wie Bren zum Kult steht - und der ist trotzdem erwählt worden ...


    Deswegen denke ich, daß Kiretta nur die Unsterblichkeit erlangen könnte (vorausgesetzt, sie würde das überhaupt wollen), wenn sich Bren so platzieren kann, daß ihm dieser Wunsch nicht abgeschlagen werden kann.

  • Ich bin auch endlich da und der Abschnitt war mal wieder sehr spannend. 8)


    Bren´s Werdegang verfolge ich echt voller Neugier. Er bringt ein wenig Menschlichkeit und Transparenz in die Schattenbrut. Jittara hätte mal einen Einlauf verdient. Sie ist ziemlich schnippisch und ich bezweifle, dass sie sich anderen Schattenherren gegenüber so verhalten würde. Die Idee, ihm die Magie zu lehren, finde ich aber sehr gut. Vorher war ich wohl davon ausgegangen, dass es automatisch mit dem Schattendasein funktioniert und intuitiv handelt.


    Attego macht mich auch sehr neugierig. Er scheint Bren wirklich ergeben zu sein. Erst sein vorsichtiges Angebot mit ihm über Erinnerungen und die Nachwehen des Menschenlebens zu sprechen und später dann das Geheimnis um Kiretta. Da hat er ihm ja wirklich einen guten Dienst erwiesen! So unorganisiert aufzubrechen, kann aber auch riskant sein. Wo ist denn eigentlich sein barbarischer Leibwächter?


    Um Narron tut es mir echt leid. Aber gut, niemand bleibt verschont und Lukol war sicher unvorsichtig und hat die Macht des Königs unterschätzt. Dumm gelaufen... nun ist Gerg alarmiert und wird ein Auge auf aufmüpfige Menschen und sich entwicklende Aufstände haben. Bisher hat er wohl nur mit den Faye gerechnet, glaub ich.
    Lukol´s Folter und Verdammnis vor der gesamten Mannschaft fand ich in Ordnung (aus Gerg´s Sicht). Er zögert nicht und kommt gleich mit Konsequenzen für alle, die mit drin hängen. Ich habe mich nur gefragt, wo das Herz so fix herkam? Sind die nicht an dem besonderen Ort... wobei das waren nur die Könige, oder?
    Jedenfalls hat Widaja verdammt viel Macht, wenn sie an die Herzen kommt! :o


  • Er bringt ein wenig Menschlichkeit und Transparenz in die Schattenbrut.


    Schattenbrut wäre ein schöner Titel für ein noch zu schreibendes Buch - ist notiert! :D



    Die Idee, ihm die Magie zu lehren, finde ich aber sehr gut. Vorher war ich wohl davon ausgegangen, dass es automatisch mit dem Schattendasein funktioniert und intuitiv handelt.


    Einige übernatürliche Fähigkeiten sind auch intuitiv - etwa das Heilen der Wunden, das wir bereits gesehen haben, oder natürlich das Rufen von Essenz. Manche Fähigkeiten prägen sich nur bei einzelnen Schattenherren aus. Und dann gibt es eben noch die "echten Rituale", die erlernt werden müssen. Die Schattenherren sind unter anderem so mächtig, weil sie durch ihre Unsterblichkeit so viel Zeit haben, okkulte Praktiken zu erlernen.



    Wo ist denn eigentlich sein barbarischer Leibwächter?


    Denkt Ihr, es wäre klug, wenn Bren seine Gardisten auf die Suche nach Kiretta mitnähme?



    Ich habe mich nur gefragt, wo das Herz so fix herkam? Sind die nicht an dem besonderen Ort... wobei das waren nur die Könige, oder?


    In der ersten Szene nach dem Prolog von Knecht geht es um den Aufbewahrungsort der Herzen: Sie befinden sich tief unter dem Palast des Schattenkönigs in der Kammer der Unterwerfung. Das Herz jedes Osadros muss per Gesetz während des Umwandlungsrituals entnommen und dem Schattenkönig geschickt werden, der es dort verwahrt. Die Herzen der Schattenherzöge befinden sich in besonders prächtigen Behältnissen, viele der anderen in einfachen Nischen. Die Herzen der Schattenkönige selbst wurden nicht entnommen ...


  • Schattenbrut wäre ein schöner Titel für ein noch zu schreibendes Buch - ist notiert! :D


    Oh ja, mach das! 8)


    Zitat von Bernard


    Denkt Ihr, es wäre klug, wenn Bren seine Gardisten auf die Suche nach Kiretta mitnähme?


    Hm... wahrscheinlich zu auffällig und es würde direkt Gerg erfahren. Wobei ich den Barbar aber sehr loyal gegenüber Bren halte. Ich weiß nicht warum, er hatte ja bisher nur einen kurzen Auftritt.

  • Ach Gott wie ich jetzt hinterherhinke hier :-[ Jetzt habe ich ja kaum noch was Neues zu sagen.


    Was Lisanne anbetrifft, habe ich die Theorie, dass sie jemandem befohlen hat, sich um Kiretta zu kümmern und einfach nicht davon ausgegangen ist, dass irgendwer ihre Befehle nicht befolgen würde. Aber ich kann mir auch nicht richtig vorstellen, dass sie es sich nehmen lässt, selbst Kirettas Tod sicherzustellen. Vielleicht will sie aber auch Kiretta am Leben erhalten, um Bren Hoffnungen zu machen und dann später erneut zuzuschlagen? Oder um ihn durchgehend zu erpressen?
    Kiretta als Unsterbliche kann ich mir absolut nicht vorstellen. Ich glaube nicht, dass das irgendjemand zu lassen würde.


    Ich bin jedenfalls gespannt, wie es weitergeht, vor allem, weil Bren so unzufrieden wirkt. Vielleicht vergeht ja auch diese Unzufriedenheit irgendwann und er verfolgt eiskalt seine Interessen, weil er sonst nichts besseres zu tun hat? Auf jeden Fall wird ihn Kirettas Überleben nur kurz zufriedenstellen. Sobald sie wieder zusammen sind, wird ihm relativ schnell langweilig werden, glaube ich.


  • Auf jeden Fall wird ihn Kirettas Überleben nur kurz zufriedenstellen. Sobald sie wieder zusammen sind, wird ihm relativ schnell langweilig werden, glaube ich.


    Wie würde es nach Deiner Einschätzung Kiretta ergehen, wenn die beiden wieder zusammenkämen? Du zeichnest ja eine bestimmte Entwicklung für Bren vor. Wie käme Kiretta mit diesem "neuen Bren" zurecht?

  • Suse

    Hat das Thema geschlossen