Die Frau mit den Regenhänden (Anfang bis Kapitel II, bis Seite 51)

Leserunden.de wurde am 31.12.2018 eingestellt. Registrierungen und Antworten sind nicht mehr möglich. Der Betrieb geht im Bücherforum von Literaturschock weiter.
Leserunden.de positioniert sich. Nazifreie Zone, denn wer neben Nazis marschiert, ist entweder selbst ein Nazi oder eine nützliche Marionette der Nazis. Andere Kategorien gibt es nicht.
  • [Blockierte Grafik: http://images-eu.amazon.com/im…426617277.01.MZZZZZZZ.jpg]


    Das vergessene Zepter


    Paris im Frühjahr 1867: Aus den dunklen Gewässern der Seine wird die Leiche eines Kindes geborgen. Für die Polizei steht fest: Die Mutter des Babys ist schuldig und muss zum Tode verurteilt werden. Aber warum verschwinden plötzlich Zeugen und Beweismaterial? Warum interessieren sich auf einmal die höchsten Regierungskreise für den Vorfall? 100 Jahre später beginnt eine junge Frau über die Hintergründe zu recherchieren.




    Verlosung:


    je ein Exemplar der Taschenbuchausgabe haben gewonnen:


    jaqui
    resca
    monica
    Karthause
    fairy (hatte bereits ein Buch)


    Mein Herzlicher Dank dafür gilt dem Knaur Verlag




    Feste Teilnehmer:


    Wolfram Fleischhauer, der Autor


    Jaqui
    Erendis
    Creative
    resca
    booki
    Nenya
    qantaqa
    Heimfinderin
    dubh
    Papyrus
    fairy
    *Sternenstauner*
    Tina
    Weratundrina
    Thanquola
    Malu
    cemex
    monica
    Karthause
    wolves
    Marie
    Redcat


    Moderation:


    Flor

  • Guten Morgen!


    Ab heute startet die Leserunde zu "Die Frau mit den Regenhänden" und ich begrüße alle Teilnehmer(innen) und ganz besonders Wolfram Fleischhauer, der unsere Leserunde erneut begleitet. Schön, dass Sie wieder mitmachen!


    Hier in diesem Bereich könnt Ihr bis einschließlich Kapitel II (bis Seite 51) schreiben. Spoilermarkierungen sind aufgrund der Seitenbeschränkung nicht vorgesehen.


    Bitte lest euch kurz vorher nochmal die Leserunden FAQ durch (es gab inzwischen ein paar Änderungen). Postet hier bitte erst, wenn ihr angefangen habt und etwas zu dem Buch zu sagen oder fragen habt. Die Beiträge "Buch liegt bereit, ich fange heute Abend an" ziehen das ganze zu sehr in die Länge und passen besser in den Buchvorschlag.


    Nun wünsche ich uns allen viel Spaß!


    Liebe Grüße
    nimue

  • Neues Jahr - neue Leserunde und dann gleich eine so viel versprechende. Ich freue mich darauf. :winken:


    Da ich es nicht mehr abwarten konnte, habe ich bereits in der vergangenen Nacht begonnen. Z.Zt. bin ich auf Seite 30.


    Der mysteriöse Prolog hat mich sehr neugierig gemacht. Natürlich kann ich ihn noch nicht in das Geschehen einordnen, aber das kommt sicher noch.


    Der Leichenfund ist sehr aufwühlend beschrieben. Vielleicht, weil auf Schockelemente verzichtet wird, an die ich mich durch etliche in der Vergangenheit gelesene Thriller weitestgehendst gewöhnt habe. Da löst die lapidare Erwähnung der Bisswunden im Gesicht des Babys und der davonhuschenden Ratten bei mir wirkliches Entsetzen aus. Dass ein Hund eine Leiche findet, ist natürlich nicht neu, aber die ganze Situation wird so dicht erzählt, dass ich mich der Atmosphäre nicht entziehen kann.


    Sehr wohltuend finde ich danach den "Schwenk" auf den Gerichtssaal, in dem ein Anwalt, ich nehme an, der zukünftige Verteidiger der mutmaßlichen Kindermörderin, auf verlorenem Posten für seinen Briefe fälschenden Mandanten kämpft. Da kann ich mir das Grinsen nicht verkneifen - was ist größer, die Dummheit des Geschädigten oder die Unverfrorenheit des Betrügers?


    Ein interessanter und mitreißender Anfang.

  • Ich habe Kapitel II beendet und bin sehr angetan. Eben habe ich den im Prolog erwähnten Bruno kennen gelernt, eine Person der Gegenwart und kann mir ungefähr vorstellen, wer den Brief geschrieben hat.
    Ich finde den Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart sehr interessant. Während der Leser emotional in die "Mordgeschichte" der Vergangenheit hinein gezogen wird, erhält er in der Gegenwart Hintergrundinformationen zu allen möglichen Themen des Jahres 1867. Ich gebe zu, dass ich die Geschichte der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts nie besonders interessant fand, da geht es mir wie Bruno. Aber weil mich Maries Geschichte interessiert, möchte ich auch etwas über die Zeit und ihre Gedankenwelt erfahren - und schon hänge ich am Haken.
    Gleichzeitig möchte ich natürlich erfahren, wie sich die Begegnung in der Bibliothek weiter entwickelt.


    Ich muss mich jetzt wirklich erstmal bremsen, weiter zu lesen, weil ich sonst mit dem Buch fertig bin, bevor die anderen Leserundenteilnehmer aus ihrer Neujahrsruhe erwachen. :)


  • Der mysteriöse Prolog hat mich sehr neugierig gemacht. Natürlich kann ich ihn noch nicht in das Geschehen einordnen, aber das kommt sicher noch.
    (...)
    Ein interessanter und mitreißender Anfang.


    Zu diesem Brief blättert man noch öfter zurück, denn man kann ihn Schicht für Schicht immer besser verstehen, wenn man weiterliest. Man liest ihn immer wieder neu.



    Der Leichenfund ist sehr aufwühlend beschrieben. Vielleicht, weil auf Schockelemente verzichtet wird, an die ich mich durch etliche in der Vergangenheit gelesene Thriller weitestgehendst gewöhnt habe. Da löst die lapidare Erwähnung der Bisswunden im Gesicht des Babys und der davonhuschenden Ratten bei mir wirkliches Entsetzen aus. Dass ein Hund eine Leiche findet, ist natürlich nicht neu, aber die ganze Situation wird so dicht erzählt, dass ich mich der Atmosphäre nicht entziehen kann.


    Gut zusammengefasst! Gerade die nüchtern konstatierende Sprache bei der Beschreibung des Leichnams nähert sich dem Alptraum am besten, den man eigentlich gar nicht in Worte fassen kann...

  • Hallo alle zusammen,


    Ein toller Start ins neue Jahr mit so einer Leserunde :klatschen:


    ich habe auch heute morgen angefangen und bin schon wieder total mitgerissen. Ich muss mich auch sehr zusammenreißen das ich die Geschichte nicht in einem Rutsch durchlese. Sonst geht es mir wie qantaga


    Ich muss mich jetzt wirklich erstmal bremsen, weiter zu lesen, weil ich sonst mit dem Buch fertig bin, bevor die anderen Leserundenteilnehmer aus ihrer Neujahrsruhe erwachen. :)

    ;)


    Der Prolog macht wieder so neugierig und ich frage mich die ganze Zeit, wie kann die Geschichte der Marie und ihres toten Kindes die Geschichte sein von der Frau in der Gegenwart.
    Die beiden in der Bibliothek sind ja sicherlich die beiden Personen im Prolog.
    ...Ich habe sie dir zu lesen gegeben, im Dir etwas zu sagen, worüber ich nicht sprechen konnte. Maries Geschichte ist meine Geschichte
    Was haben die beiden Frauen gemeinsam?


    Mal eine blöde Frage: Ist Mainsdepluie nun der Name der Frau? Oder ein Ortsname?


    Ich denke auch das der Anwalt Antoine Bertraut der Verteidiger Maries wird.


    Die Szene mit dem toten Baby fand ich auch wirklich schaurig. Ich hatte an der Stelle gerade im Bett gefrühstückt und mir ist der Bissen echt stecken geblieben :o.
    Auch die Beschreibungen des Tauwetters mit den zerissenen Leichen :o.


    Historisch habe ich auch gar keine Ahnung von Napoleon III und ich bin schon sehr neugierig was wir hier alles erfahren werden.


    Ach ja, ich bin schon richtig begeistert und jetzt schon traurig das das Buch nur so kurz ist.


    Viele Grüße
    Sabrina


  • Mal eine blöde Frage: Ist Mainsdepluie nun der Name der Frau? Oder ein Ortsname?


    Gibt keine blöden Fragen... :) Die Antwort findest Du, wenn Du das Gedicht von e.e.cummings liest, das wie ein Motto dem Buch vorangestellt ist. ;)

  • Gibt keine blöden Fragen... :) Die Antwort findest Du, wenn Du das Gedicht von e.e.cummings liest, das wie ein Motto dem Buch vorangestellt ist. ;)


    Hä.....*völlig verwirrt bin*
    Das Gedicht ist für mich nicht klar.
    Aber ich habe gerade den Rückentext gelesen. Und da wird ja einiges geklärt. Der Name der Frau in der Gegenwart ist Gaetane 8)


    Liebe Grüße
    Sabrina

  • Liebe Sabrina,


    ich hab das so verstanden, dass in dem Gedicht von Cummings eine große Liebe beschrieben wird - was heißt beschrieben, der Schreiber versucht sich in Bildern diesen Empfindungen anzunähern... Und Mainsdepluie steht für Gaëtane, also „die Frau mit den Regenhänden“.


    Aber vielleicht kann Wolfram Fleischhauer auch noch selber was dazu sagen.


    :winken:

  • Hallo,


    ich habe heute ebenfalls mit dem Buch angefangen.
    Die ersten beiden Kapitel haben mir gut gefallen. Ich mag Bücher, die in zwie verschiedenen Zeiten spielen und in deren Verlauf eine Verbindung zwischen Gegenwart und Vergangenheit hergestellt wird.
    Das Kapitel mit dem Auffinden der Kinderleiche fand ich schlimm. Das war auch einer der Gründe, warum ich mir sehr lange überlegt habe, mir das Buch überhaupt zuzulegen. Wenn es um Kinder geht, bin ich sehr empfindlich. Das geht mir auch in meinem Beruf so.
    Wenn ich Berichte oder Romane aus den Zeiten vergangener Jahrhunderte lese, bin ich immer froh in unserer Gegenwart zu leben und ich finde es gut, wenn diese Zeit nicht allzu glorifiziert wird, sondern auch auf die Lebensumstände damaliger Zeiten eingegangen wird. Ich glaube der Gestank in den Großstädten früherer Zeiten wäre für uns heute fast unerträglich. Alleine die Beschreibung des Hauses, bzw. man sollte eher sagen Hütte der Mutter des toten Kindes, ist grauenhaft, wen man bedenkt, daß viele Menschen damals unter solchen Umständen gelebt haben, sich größtenteils von verdorbenen Lebensmitteln ernährt haben, die wir heute, ohne nachzudenken wegschmeißen würden. Letztendlich ist es wohl noch nicht einmal abhängig von der Zeit, sondern auch der Örtlichkeit. In vielen Ländern unserer Zeit ist es heute noch genauso und wir gehören zu dem Minimum der Weltbevölkerung, denen es wirklich gut geht.
    In dem ersten Kapitel wird ja schon darauf hingewiesen, daß man wohl die Mutter für schuldig an dem Tod des eigenen Kindes befindet. Ich glaube, wenn sie erst einmal angeklgt ist, dann wird es wohl schwer für sie sein, ihre Unschuld zu beweisen, da sie sich wohl keinen Anwalt leisten kann und ich jetzt auch nicht weiß, ob es damals so etwas wie Pflichtverteidigung gab, und wenn, ob sich der Anwalt dann wirklich Mühe gibt, oder es nur als eine leidige Pflicht ansieht. Das Buch wird für mich dadurch schon dirket spannend, denn man weiß ja, welche Strafe damals auf Mord stand.


    Bruno hat wohl eine Auge auf die geheimnisvolle Frau in der Bibliothek geworfen und sich direkt blamiert. Wie herrlich menschlich. ;D Sie scheint sich für den Fall des tot aufgefundenen Kindes zu interssieren und ich bin gespannt was dabei herrauskommt. Nun hat man auch eine Vermutung, wer die Person ist, die den Brief geschrieben hat und hat den Adressaten kurz kennengelernt. Den Brief fand ich übrigens sehr schön geschrieben. Eher eine ungewöhnliche Schreibweise für unserer heutige Zeit.


    Zitat

    Zitat

    "...Ich wäre gerne jedes einzelne dieser Worte, neide ihnen, daß Deine Augen auf ihnen ruhen, ihr Klang vielleicht Deine Zunge bewegt..."


    Wer schreibt heute noch Briefe, mit solch einer schönen Wortwahl. Da denke ich immer, daß ich auch gerne mal so einen Brief bekommen würde. :)
    Ich überlege schon, was wohl die Gemeinsamkeit dieser beiden Frauen aus den verschiedenen Jahrhunderten sein könnte. Ich hoffe nicht das, was ich vermute. :(


    So, jetzt werde ich mal flux weiterlesen, denn morgen beginnt wieder die Arbeit und dann wird die Lesezeit knapp.


    Viele Grüße und allen noch ein schönes neues Jahr, Tina

  • Hallo Zusammen :winken:


    Zunächst mal ein Frohes Neues Jahr 2007!


    Ich habe mich schon so sehr auf diese Leserunde gefreut. Ist immerhin mein erstes Buch von Wolfram Fleischhauer. Irgendwie bin ich heute nicht so richtig wach geworden (war wohl doch etwas spät/früh heut morgen ;D) und so bin ich leider nur bis Seite 36 (I.Kapitel) gekommen.
    Den Prolog fand ich schon einmal einen sehr guten Einstieg und hat mich neugierig gemacht auf das was kommen wird.
    Die Beschreibungen der Leichenfunde der Ertrunkenen im Frühjahr 1867 fand ich grauselig. :o Die Darstellung des Leichenfundes des Kindes fand ich auch sehr aufwühlend beschrieben und ich frage mich, wer das einem Kind nur antun konnte. Sehr schön fand ich den Schwenk zum Rechtsanwalt Antoine Bertaut, der ja vermutlich die Mutter vertreten wird. Dabei fällt mir gerade ein, dass ich noch nach Renan googeln wollte.


    Freu mich schon aufs weiterlesen!


    Liebe Grüße
    wolves

  • Hallo,


    vielleicht ist dieser Link über Renan für euch auch interessant. Mir hatte der Name so gar nichts gesagt.


    Liebe Grüße
    wolves

  • Hallo!


    Ich habe jetzt Kapitel I gelesen, und wie auch bei den anderen Fleischhauer-Büchern ("3 Minuten mit der Wirklichkeit", "Das Buch in dem die Welt verschwand", "Die Purpurlinie") bin ich schon total vom Hocker gerissen und schaffe es kaum, das Buch aus den Händen zu legen.


    Der Brief im Prolog ist schon sehr vielversprechend, meine Französischkenntnisse übersetzen "Mainsdepluie" mit "Hände des Regens", was zumindest einen Bezug zum Titel des Buches gibt. Auch wird im Brief Marie erwähnt, deren Geschichte von Bruno ins Deutsche übersetzt werden soll. Diese Marie steht in irgendeiner Beziehung zu der Verfasserin des Briefes.
    Jedoch liegt mehr als ein Jahrhundert dazwischen und ich bin schon sehr gespannt, welche Beziehung sich da herausstellen wird.


    Wie ich von Wolfram persönlich weiß (ich hatte das große Vergnügen, bereits 2 x eine von ihm begleitete Leserunde mitzumachen), recherchiert er für seine Bücher sehr, sehr genau. So bin ich mir sicher, dass die gerichtsmedizinische Vorgangsweise beim Leichenfund genau der Kenntnisse der damaligen Zeit entspricht, ebenso die Existenz des Renan (danke, @ wolves :) ) auch der Fälscher Vrain-Lucas hat angeblich wirklich gelebt. Aber dazu kann uns Wolfram wohl vielleicht selber was sagen.


    Super Buch für den Jahresbeginn! Ich freue mich schon sehr aufs Weiterlesen!

  • Hallo liebe Leserunde :winken:


    Wie alle hier hat mich der Fund der kleinen Leiche sehr berührt.
    Die Verknüpfung von Vergangenheit und Gegenwart in Büchern gefällt mir sehr gut.
    Ich bin gespannt wie es weitergeht und wie Antoine Bertaut Marie verteidigen wird.


    Bruno in der Bibliothek fand ich sehr nett. :)


    Wie schon in "Das Buch, in dem die Welt verschwand sehe ich mich genötigt ein wenig mein geschichtliches Wissen aufzufrischen um der Handlung richtig folgen zu können.
    Das ist ein zusätzlicher Aspekt der mir sehr gut gefällt.


    Der Prolog wirft für mich noch einige Fragen auf, auch wenn es ein Brief von Gaëtane an Bruno zu sein scheint. Vor allem ist mir die Sprache zu blumig. Das mag an meiner unromantischen Ader liegen ;D


  • viele Menschen damals unter solchen Umständen gelebt haben, sich größtenteils von verdorbenen Lebensmitteln ernährt haben, die wir heute, ohne nachzudenken wegschmeißen würden. Letztendlich ist es wohl noch nicht einmal abhängig von der Zeit, sondern auch der Örtlichkeit. In vielen Ländern unserer Zeit ist es heute noch genauso und wir gehören zu dem Minimum der Weltbevölkerung, denen es wirklich gut geht.


    Gut das du darauf noch eingehst, dass wollte ich auch gerade schreiben. Die Beschreibung der Behausung hat eine erschreckende Ähnlichkeit mit der Realität mit der wir hier in Brasilien, (und natürlich nicht nur hier) aber hier habe ich es halt vor Augen, jeden Tag konfrontiert werden.


    Von Renan habe ich auch noch nie gehört wolves danke für den Link.


    meine Französischkenntnisse übersetzen "Mainsdepluie" mit "Hände des Regens",


    Ja das habe ich mir nach Malus Beitrag auch schon so gedacht.
    Ich habe mir auch schon Gedanken über die doch eher ungewöhnliche Bezeichnung "Frau mit den Regenhänden" gemacht, was das wohl genau zu bedeuten hat.


    Viele Grüße
    Sabrina

  • :winken:
    Schönen guten Tag und nachträglich noch alles Gute zum neuen Jahr. Und auch schon mal herzlichen Dank für das eine oder andere Kompliment.
    Ich freue mich sehr, mit diesem Roman das erste Mal in einer Leserunde zu sein und bin sehr gespannt auf Eure Eindrücke. Ich halte mich aber zuerst einmal ein wenig zurück, denn wenn ich manche Fragen beantworten würde, dann würde ich zu viel verraten.
    Nur vielleicht zu "Mainsdepluie": das ist eine etwas freie Übersetzung von "Regenhände". Wie Bruno auf diesen Namen kommt, wird später noch erzählt, brauche ich also jetzt nicht zu erläutern.
    Zu den recht krassen Gewaltdarstellungen: all diese Szenen sind einerseits aus der Zeit belegt, andererseits auch sinnbildlich für die Epoche zu lesen. Wenn sich wohlhabende Nachtschwärmer in Slums begeben, um sich dort einen kleinen Nervenkitzel zu besorgen, dann erzähle ich das nicht aus Sensationslust sondern weil es ein tolles Bild für die gesellschaftlichen Zustände ist. Alle feinfühligen Leser/innen kann ich außerdem beruhigen: nach der Rattenszene ist erst einmal Schluß mit solchen schwer erträglichen Szenen.
    Aber jetzt halte ich mich erst einmal ein wenig zurück und verfolge gespannt Euer Leserlebnis.


    Herzliche Grüße


    Euer Wolfram :winken:

  • Herzlich Willkommen Wolfram. Schön, dass es mit dem einloggen geklappt hat.


    Ich freue mich sehr, mit diesem Roman das erste Mal in einer Leserunde zu sein


    Na, und wie wir uns erst freuen :).



    "Mainsdepluie": das ist eine etwas freie Übersetzung von "Regenhände". Wie Bruno auf diesen Namen kommt, wird später noch erzählt, brauche ich also jetzt nicht zu erläutern.


    Schön, jetzt wissen wir es ganz genau. Ja, auf die Klärung dieses Namens bin ich schon sehr gespannt, kann mir darauf gar keinen Reim machen.



    . Wenn sich wohlhabende Nachtschwärmer in Slums begeben, um sich dort einen kleinen Nervenkitzel zu besorgen, dann erzähle ich das nicht aus Sensationslust sondern weil es ein tolles Bild für die gesellschaftlichen Zustände ist.


    Solche Touristenführungen, natürlich in anderer Form, gibt es ja auch in Rio. Schön mal gucken gehen wie die Armen so leben. Das ist dann aber reine Sensationslust. Der besondere Urlaubskick. :(
    Hier war der Fall natürlich anders.



    Alle feinfühligen Leser/innen kann ich außerdem beruhigen: nach der Rattenszene ist erst einmal Schluß mit solchen schwer erträglichen Szenen.


    Das weiß ich durchaus zu schätzen ;).


    Viele Grüße
    Sabrina


  • Herzlich Willkommen Wolfram. Schön, dass es mit dem einloggen geklappt hat.



    Na, und wie wir uns erst freuen :).


    Genau :winken:


    Solche Touristenführungen, natürlich in anderer Form, gibt es ja auch in Rio. Schön mal gucken gehen wie die Armen so leben. Das ist dann aber reine Sensationslust. Der besondere Urlaubskick. :(
    Hier war der Fall natürlich anders.


    Och, hier war es doch auch Sensationslust.
    Das es so etwas auch heute noch gibt finde ich auch schrecklich. Flor, du kannst da bei euch in Rio wohl wirklich ein Liedchen von singen.


    Ich war 2000 in Kroatien, mit meinem Freund und einem befreundeten Paar. Der Sohn unserer Ferienwohnungsvermieterin wollte uns dann mal so zum Vergnügen zerbombte Häuser zeigen. Ich habe mich geweigert dies anzusehen, aber das andere Paar ging gutgelaunt und gerüstet mit Kameras zum "Häuser gucken". Sie kamen dann allerdings etwas ruhiger und ohne Fotos gemacht zu haben, zurück. Schrecklich.....

  • Hallo :winken:



    Bruno hat wohl eine Auge auf die geheimnisvolle Frau in der Bibliothek geworfen und sich direkt blamiert. Wie herrlich menschlich. ;D Sie scheint sich für den Fall des tot aufgefundenen Kindes zu interssieren und ich bin gespannt was dabei herrauskommt.


    Ja, der gute Bruno muss wohl noch etwas an seiner Annäherungstechnik feilen :D Das hatte mir auch gut gefallen.


    (...) sehe ich mich genötigt ein wenig mein geschichtliches Wissen aufzufrischen um der Handlung richtig folgen zu können.
    Das ist ein zusätzlicher Aspekt der mir sehr gut gefällt.


    Für mich auch sehr faszinierend. Ich will noch nach den politischen Verhältnissen googeln gehen. Erschreckend wie wenig ich mir noch aus dem Geschichtsunterricht (naja, sind ja auch ein paar Jährchen her) retten konnte.




    Genau :winken:


    Da kann ich mich doch von ganzen Herzen anschließen :winken:


    Papyrus und Flor: Wie irre sind denn diese Art von "Touristenführungen"? Wenigstens scheint es ja manche nachdenklich werden zu lassen.



    Liebe Grüße
    wolves


  • Ich war 2000 in Kroatien, mit meinem Freund und einem befreundeten Paar. Der Sohn unserer Ferienwohnungsvermieterin wollte uns dann mal so zum Vergnügen zerbombte Häuser zeigen. Ich habe mich geweigert dies anzusehen, aber das andere Paar ging gutgelaunt und gerüstet mit Kameras zum "Häuser gucken". Sie kamen dann allerdings etwas ruhiger und ohne Fotos gemacht zu haben, zurück. Schrecklich.....


    Aber das Paar hat vielleicht etwas gelernt beim Häusergucken, sonst wäre es nicht still und ohne Fotos wieder gekommen. Wenn ich einen Ort besichtige, an dem Menschen gestorben sind, sei es nun ein KZ, ein mittelalterlicher Folterkeller oder die Spuren eines Krieges, den wir nur aus dem Fernsehen kennen und dies mit dem nötigen Ernst und Respekt tue, hat das viel mehr Wirkung als hundert Aufsätze und dicke Bücher über das Thema - lebendige Geschichte. Ob man sich wirkliches, im Augenblick stattfindendes Elend ansehen muss, so wie Flor es geschildert hat, ist Geschmacksache. Das ist doch reine Sensationsgier wie im Falle des Rattenspektakels. Hier schien mir außer Antoine niemand ans Denken gekommen zu sein.