Leserundenfazit, Rezensionen (ohne Spoiler)

Leserunden.de wurde am 31.12.2018 eingestellt. Registrierungen und Antworten sind nicht mehr möglich. Der Betrieb geht im Bücherforum von Literaturschock weiter.
Leserunden.de positioniert sich. Nazifreie Zone, denn wer neben Nazis marschiert, ist entweder selbst ein Nazi oder eine nützliche Marionette der Nazis. Andere Kategorien gibt es nicht.
  • Ein wichtiger Punkt der Leserunden sind eure Rezensionen zum Buch und Meinungen zur Leserunde allgemein – daher legen wir viel Wert darauf, dass ihr zum Abschluß euer Fazit hier einstellt.


    Zahlreiche Rezensionen hier und die Streuung auf anderen Seiten steigern bei den Verlagen und Autoren die Attraktivität von Leserunden.de: Denkt daran, dass die Rezensionen für die Verlage die "Gegenleistung" für die Freiexemplare sind.


    Wir freuen uns, wenn der/die AutorIn ebenfalls ein Fazit zur Leserunde einstellt.


    Bitte achtet darauf, nichts Wichtiges zu verraten. Diesen Thread lesen evtl. auch Personen, die das Buch noch nicht gelesen haben, aber es noch tun wollen!

  • Ganz herzlichen Dank für diese schöne Leserunde! Die literarische Reise nach Norwegen hat mir super viel Spaß gemacht! :winken:



    Inhalt:
    Oslo 2011: Nora ist schon über 30 Jahre alt, als sie endlich erfährt, wer ihr Vater ist. Sie macht sich auf die Suche nach ihm.


    Finnmark 1915: Die 9-jährige Áliu lebt mit ihrer samischen Familie im hohen Norden Norwegens. Sie ist glücklich, doch dann wird sie eines Tages von norwegischen Beamten aus ihrer Familie gerissen und in ein Internat gesteckt. Dort soll sie "zivilisiert" werden und ihre samischen Wurzeln vergessen.


    Mein Leseeindruck:


    Wer dieses Buch liest, bekommt eigentlich gleich zwei faszinierende Geschichten geschenkt, nämlich einmal die Geschichte von Nora, die in der Gegenwart spielt. Und die zweite Geschichte handelt von Noras Urgroßmutter Áliu und beginnt im Jahre 1915.


    Beide Handlungsstränge sind sehr spannend, sehr gefühlvoll und fesselnd. Immer abwechselnd wird in den Kapiteln mal von Nora und mal von Àilu erzählt. Dabei erfährt der Leser immer mehr von den beiden ganz unterschiedlichen Frauen und deren Verbindung zueinander.


    Es ist eine großartige Familiengeschichte, die im wunderschönen Norwegen spielt. Ganz nebenbei erfährt der Leser viel über die Kultur der Sami, die für mich noch recht neu war, so dass ich durch dieses Buch einiges lernen durfte.


    Die Figuren sind sehr gut ausgearbeitet. Besonders Áilu ist mir ans Herz gewachsen, und ich habe sehr mit ihr gelitten, gehofft und gebangt. Auch Nora mochte ich, obwohl ich ihre Handlungen bzw. Gedanken nicht immer nachvollziehen konnte.


    Es hat mir sehr viel Spaß gemacht, dieses Buch zu lesen! Es ist eine großartige Unterhaltung mit viel Spannung und Liebe!

  • Meine Meinung zum Buch


    Nora ist Mitte 30 und hat vor kurzem erfahren, das ihre Mutter Bente sehr wohl wusste, wer ihr Vater ist und sie nicht, wie sie ihr ganzes Leben lang geglaubt hat, das Ergebnis eines One-Night-Stands mit einem Unbekannten ist. Sie ist schrecklich wütend auf ihre Mutter, die ihr dieses Wissen so lange vorenthalten hat. Aber für Bente ist es auch nicht leicht, denn sie hatte immer geglaubt, dass Ánok, der samische Student, in den sie damals so verliebt war, sie verlassen hat, als ihr Vater ihm Geld geboten hat. Als sie herausbekommen hat, dass ihr Vater sie beide manipuliert und getäuscht hat, war das auch für Bente ein schwerer Schock.
    Einige Monate nach diesen Enthüllungen sprechen sich Mutter und Tochter aus und beschließen, sich auf die Suche nach Ánok zu machen. Insbesondere für Nora ist es eine echte Herausforderung, nun zu wissen, dass sie zur Hälfte eine Sami ist, denn die Kultur der norwegischen Ureinwohner ist ihr völlig fremd und sie hat Angst, wie ihre unbekannte Familie väterlicherseits sie aufnehmen wird.


    Parallel zu diesem Handlungsstrang in der Gegenwart wird eine zweite Geschichte in der Vergangenheit erzählt. Hauptfigur dieses Teils ist das samische Mädchen Áilu. Als sie gerade 9 Jahre alt ist, wird sie ihrer Familie weggenommen und in ein Internat gesteckt, wo sie nach norwegischen Vorstellungen erzogen werden soll. Für das freiheitsliebende Mädchen eine schreckliche Tortur, vor allem, da sie anfangs nicht einmal die Sprache versteht, in der man nun mit ihr spricht. Áilu ist totunglücklich, muss sie doch glauben, dass ihre Familie sie aufgegeben und vergessen hat,
    Als sie Jahre später von einem norwegischen Ehepaar adoptiert wird, beschließt sie, ihre Vergangenheit hinter sich zu lassen. Sie will endlich einmal dazugehören und nicht mehr an ihre Herkunft erinnert werden. Doch kann sie ihr früheres Leben wirklich hinter sich lassen?


    Nachdem mich das erste Buch der Autorin „Im Land der weiten Fjorde“ sehr begeistert hatte, war ich natürlich entsprechend gespannt auf ihr neues Werk. Man muss das andere Buch aber nicht kennen, es ist keine Fortsetzung im eigentlichen Sinne. Nora hatte im ersten Buch eine kleine Nebenrolle, während die dortigen Hauptfiguren hier nun nicht mehr vorkommen, man kann beide Bücher also völlig unabhängig voneinander lesen.


    Ich mag Bücher sehr gerne, bei denen zwei verschiedene Zeitebenen miteinander verknüpft und zu einer spannende Familiengeschichte verwoben werden.


    Hier allerdings konnte mich die Gegenwartsgeschichte nicht wirklich begeistern. Nora hat sich für meinen Geschmack oft zu unreif und kindisch verhalten. Immer wieder läuft sie in schwierigen Situationen weg, verkriecht sich und verweigert längst überfällige Aussprachen. Auch die Liebesgeschichte in diesem Teil der Handlung kam bei mir nicht so richtig an.


    Sehr spannend und faszinierend fand ich hingegen Áilus Geschichte. Der Autorin gelingt es sehr gut, die erschütternde Geschichte des samischen Volkes zu schilden und ich habe wirklich mit Áilu mitgelitten, die so viel Leid und Qualen erdulden musste.


    Insgesamt hat mir das Buch daher wieder gut gefallen, wobei ich eindeutig den Part der Handlung in der Vergangenheit als eindringlicher und spannender empfunden habe.

  • Zum Inhalt:


    Eine Geschichte mit zwei Handlungssträngen, einmal Anfang des 19. Jahrhunderts mit der jungen Samin Ailu und ihrer Familie. Die auf dem Gebiet von Norwegen ihr Normadenleben mit einer Rentierherde lebt. Ein freies Leben ohne Grenzen und Einschränkungen. Leider macht ihnen die norwegische Regierung da einen Stich durch ihr naturverbundenes Leben, kurzer Hand entführt sie Ailu, ein 9.jähriges Mädchen von ihren Eltern und steckt es in ein Internet. Quasi zur Umerziehung und vergessend machend ihrer samischen Wurzeln. Nur das Norwegisch sprechen, denken und handeln ist jetzt wichtig. Wird Ailu sich dem Druck beugen und eine anständige Norwegerin werden?


    Davon erzählt dieser Roman im Wechsel mit Nora, die im heutigen Norwegen lebt und arbeitet und sich ihrer samischen Wurzel eigentlich nie bewusst war. Aber durch unglücklich Umstände und Zufälle musst sich sie plötzlich der Frage stellen, wer bin ich eigentlich und wo komme ich her.


    Meine Meinung:


    Für mich persönlich ist das eine ganz neue Leseerfahrung gewesen mit einem Roman aus dem hohen Norden. Schön wie die Autorin Christina Kabus es sehr schnell schafft mir als Leserin ein Gefühl für die Sami, ihre Kultur und ihr Leben zu vermitteln. Die Geschichte berührt und fesselt einem vom ersten Moment an durch das Schicksal des kleinen Mädchens Ailu und dem Leidensweg, den es durchleben muss, weil es keine richtige Norwegerin ist. Man fiebert einfach mit und hofft auf Besserung. Im Gegenzug dazu ist Noras Geschichte angesiedelt. Eine Norwegerin, die sich nie bewusst war, welche möglichen Vorfahren sie hatte und durch unglückliche Umstände jetzt plötzlich sich die Frage stellt..wer bin und wo komme ich her. Also eine Zeitreise eigentlich zurück.


    Eine schöne Geschichte mit Happyend für alle und ein wirkliches näherbringen der Kultur der Sami, die doch weitgehend eher noch unbekannt in unseren Breiten ist. Lobenswert ist auch das schön gestaltete Cover, dass einfach auch Lust und Interesse weckt, wie ich finde.



    LR: Herzlichen Dank an alle und meine Rezi kommt dann noch auf LB und klar Amazon demnächst zum Lesen für alle.

  • Meine Meinung zum Buch:


    Liebe unter den Polarlichtern…


    Dies war mein erster Christine Kabus Roman und mit ihrer Art zu schreiben, hat sie mich einfach verzaubert. Nach Beendigung der Lektüre habe ich das Gefühl zwei gute Freundinnen, nämlich die beiden Hauptpersonen, verlassen zu haben.


    In der Geschichte, die in Norwegen spielt, geht es um zwei Frauen, deren Schicksale miteinander verbunden sind. In der Gegenwart begleiten wir Nora Nybol, die mit Mitte 30 noch nicht den Partner fürs Leben gefunden hat. Zudem gilt es für sie ihre Familienwurzeln zu entdecken, denn ihr Vater, den sie bisher nicht kennengelernt hat, ist ein Sami. Wird sie seine Bekanntschaft machen dürfen bei ihrer Reise in den Norden? Und warum verdreht dieser Hundezüchter Mielat ihr nur so dermaßen den Kopf? In der Vergangenheit, in der Zeit um 1915, begleitet der Leser die 9 jährige Ailu. Diese wird von ihrer samischen Familie getrennt und muss sich nun selbst durchschlagen. Wird Ailu ohne ihre alles geliebte Familie je wieder glücklich werden können?


    Der Autorin gelingt es vor allem die Geheimnisse des Landes Norwegen einzufangen. Man kann sich vieles bildlich vorstellen und sich ungemein gut in die handelnden Charaktere hinein fühlen. Ich habe bisher noch nie einen Roman gelesen, der in Norwegen spielt und bei dieser Lektüre lernte ich so einiges dazu. Zudem gleitet die Handlung niemals in Kitsch ab, es ist und bleibt immer eine wunderbare Liebesgeschichte, die man gebannt verfolgt.


    Das Buch ist einfach ein wahrer Lesegenuss, selten hat mich das Schicksal von Romanakteuren so gefesselt und bewegt wie hier. Ein echter Schmöker, in dem man versinken und die Zeit und alles um sich herum vergessen kann.

    Fazit: Für mich eine Entdeckung, die ich nicht missen möchte. Von dieser Autorin lese ich gern mehr und dieses Buch sollte man gelesen haben. Sehr empfehlenswert!


    Bewertung: 5/ 5 Sternen und eine Buchempfehlung.


    Es hat mir wirklich riesigen Spaß bereitet mit euch das Buch zu lesen und es hat mir total gefallen. Liebesromane sind also doch etwas für mich.


    Meine Bewertung zum Buch findet ihr auch:


    Amazon: http://www.amazon.de/review/R2…WVWB75/ref=cm_cr_rdp_perm


    Mein Blog: http://nicigirl85.blogspot.de/p/marz-2014.html


    Wasliestdu.de: http://wasliestdu.de/rezension/liebe-unter-den-polarlichtern


    Lovelybooks: http://www.lovelybooks.de/auto…1-w/rezension/1084297855/


    Buechereule.de: http://www.buechereule.de/wbb2…ostid=2377453#post2377453


    Literaturschock: https://literaturschock.de/lit…/index.php?thread/32848.0

    "Das Buch als Betriebssystem ist noch lange nicht am Ende" (H.M. Enzensberger)

  • Inhalt:
    Oslo 2011: Nora Nybol hat vor einem halben Jahr die Wahrheit über ihren leiblichen Vater erfahren: ihr Vater Ánok ist ein Sami und war die große Liebe ihrer Mutter, bis deren Vater alles daran gesetzt hat, diese Liebe auseinander zu bringen. Zusammen mit ihrer Mutter Bente macht sich Nora auf den Weg nach Nordnorwegen, um ihren Vater und dessen Familie ausfindig zu machen.
    Finnmark 1915: Die neunjährige Áilu macht sich mit ihrer samischen Familie und ihrer Rentierherde auf den Weg nach Kautokeino zum Markt der Samen, als sie von norwegischen Beamten abgefangen werden, Áilu wird von ihrer Familie getrennt und in eine Schule gebracht. Das Heimweh nach ihrer Familie wird immer stärker und läßt den Gedanken an Flucht in ihr reifen.


    Meine Meinung:
    Obwohl dieses Buch ebenfalls in Norwegen spielt und von einem Teil der Familie handelt, die bereits in „Im Land der weiten Fjorde“ ihren Auftritt hat, braucht man den ersten Band nicht gelesen haben. „Töchter des Nordlichts“ ist ein in sich abgeschlossener Roman, für den man keine Kenntnisse aus dem vorigen Buch benötigt.


    Die Autorin teilt die Handlung in zwei Zeitstränge auf: einmal geht der Leser 2011 mit Nora auf die Suche nach ihren samischen Wurzeln, außerdem begleitet er den Werdegang des samischen Mädchen Áilu ab 1914. Die beiden Handlungsstränge wechseln sich kontinuierlich ab und vervollständigen das Bild, daß sich Nora bei ihrer Suche nach ihren Vorfahren immer mehr erschließt.


    Die Charaktere sind wieder schön und abwechslungsreich gezeichnet, vorallem bei den Nebenpersonen gibt es ein paar Figuren, die mir besonders gut gefallen haben. Über Nora, die ich bereits aus dem ersten Band kenne, mußte ich manches Mal den Kopf schütteln, wenn sie sich wie ein Teenager und nicht wie eine Frau Mitte 30 verhalten hat. Wenn sie verletzt wird, zieht sie sich gerne zurück in ihr Selbstmitleid anstatt in die Offensive zu gehen und Probleme anzusprechen und zu klären. Dadurch kommt es das eine oder andere Mal zu Mißverständnissen, die vermeidbar gewesen wären. Sehr gut zum Ausdruck kommt ihre innere Zerrissenheit, je mehr sie sich mit der samischen Kultur beschäftigt: sie kommt sich manches Mal wie ein Tourist vor, der die Samen und ihr traditionelles Leben staunend betrachtet und ist teilweise sehr unsicher, wie sie damit umgehen soll. Sie ist auch unangenehm davon berührt, wenn es um Themen geht, bei denen die Konflikte zwischen den Samen und den Norwegern eine Rolle spielen, da sie durch ihre samische Herkunft die Dinge differenzierter sieht als früher.


    Die junge Áilu macht für ihre neun Jahre ein sehr reifen Eindruck, was auch daran liegt, daß bei den Samen die Kinder so früh wie möglich im Alltag mithelfen mußten. Ihr Leben ist zwar hart, aber übersichtlich und ausfüllend, das Familienleben harmonisch, die Familienmitglieder können sich aufeinander verlassen. Umso härter trifft es die freiheitsliebende Áilu, als sie gezwungen wird, ihrer Schulpflicht nachzukommen und mit anderen samischen Kindern in ein Internat gesteckt wird. Dort sollen die Kinder mit Strenge und Disziplin zu Norwegern umerzogen werden, alles Samische soll ihnen ausgetrieben werden. Nicht nur bekommen sie norwegische Namen, es darf auch nur norwegisch gesprochen werden, obwohl die meisten Kindern kein Wort der Sprache können. Áilu hofft darauf, daß ihr Vater nach ihr suchen und sie aus dem Internat holen wird. Das Schicksal hält für sie einige Überraschungen bereit, positive und negative, sie versucht, ihren Platz in der norwegischen Gesellschaft zu finden, aber immer wieder bedroht ihre samische Herkunft Lebensglück.


    Am Ende von Áilus Geschichte mußte ich mir die eine oder andere Träne verdrücken. Mir hat diese Familiengeschichte wieder sehr gut gefallen, vorallem auch, daß der Leser viel über die Samen und ihr Leben in Norwegen erfährt, vieles war mir davon nicht bekannt.


    Zur Leserunde:
    Diese Leserunde macht wieder sehr viel Spaß, und es ist toll, wie sich alle Beteiligten mit ihren Beiträgen einbringen. Dir, liebe Christine, sage ich ein herzliches Dankeschön, daß du wieder so bereitwillig auf unsere Fragen eingehst - und ich würde mich freuen, wenn wir uns deinen zukünftigen Buchprojekten hier wieder lesen würden :winken:


    Meine Rezension erscheint bei:
    Amazon
    Großes Literaturschock-Bücherforum
    Literaturschock.de
    LovelyBooks

  • Dann will ich auch meinen Senf dazu geben.


    Meine Meinung: Mir hat das Buch wieder sehr viel Spaß gemacht, wenn ich auch sagen muss, dass mir das erste Buch der Autorin dann doch ein klein bisschen mehr gefallen hat. Aber es war super spannend mit Nora ihre Familie kennen zu lernen.
    Obwohl das Buch nun doch schon ein paar Wochen her ist, dass ich es beiseite gelegt habe, ist es mir in sehr guter Erinnerung und ich kann mich noch gut an mein Gefühl beim Lesen erinnern. Das macht für mich ein gutes Buch aus. Dass ich auch nach Wochen und Monate daran zurück denken kann und mir Passagen die mir sehr gut gefallen haben in den Sinn kommen.


    Im letzten Buch von Christine hat mir die Handlung in der Vergangenheit besser gefallen. Hier war es umgekehrt. Ailu und ihre Geschichte der Sami war zwar auch sehr spannend, aber mich hat es mehr interssiert wie es mit Nora weiter geht. Vor allem nachdem sie Mielat getroffen hat ;D Manchmal fand ich das ewige Hin und Her zwischen den beiden zwar sehr kindisch, aber das macht nichts.


    Vieles ist vorhersehbar, aber bei so einem Wohlfühlbuch ist mir das egal. Ich lese ja keinen Krimi, da wäre das natürlich nicht so gut ;D alles in allem bin ich wieder sehr zufrieden und warte und hoffe auf ein weiteres Buch von Christine.


    Zur Leserunde: Es hat mir wieder sehr viel Spaß gemacht mit euch zu diskutieren und mitzufiebern was mit den Figuren geschieht. Danke vor allem an Christine für die wunderbare Begleitung.


    Katrin

  • Ich sage danke für die Leserunde und dafür, dass ich hier dabei sein durfte. Es war einfach wunderbar und soooo emotional und ich habe den ersten Band tatsächlich nicht vermisst. Dieses Buch war für mich einfach nur wundervoll und hier kommt meine Rezension:


    In „Töchter des Nordlichts“ entführt die Autorin Christine Kabus ihre Leser nach Norwegen und das in zwei unterschiedlichen Handlungssträngen.


    Da ist zum einen Nora, die in der heutigen Zeit lebt und als Erzieherin ihren Lebensunterhalt verdient. Vor einiger Zeit hat sie sich mit ihrer Mutter überworfen, doch dann nähern sich die zwei Frauen einander wieder an und Nora erfährt endlich wer ihr leiblicher Vater ist. Gemeinsam mit ihrer Mutter reist sie in die alte Heimat des Vaters und findet dort ihre Familie und ihre Wurzeln. Doch alles ist so fremd und gewöhnungsbedürftig und Land und Leute, aber auch ihre Gefühle beherrschen Nora stärker als je zuvor.


    Zum anderen lernt der Leser die neunjährige Áilu kennen, die als Sami mit ihrer Familie 1915 in der Finnmark ein Nomadenleben führt und während der Wanderschaft mit den Rentieren durch norwegische Behörden der Familie entrissen und in ein Internat gesteckt wird. Das Mädchen hat fortan unter Hunger, Schlägen und Einsamkeit zu leiden und muss erfahren wie wenig die Norweger von der samischen Kultur halten. Ihre Herkunft holt sie immer wieder ein, auch wenn sie zwischendurch Phasen des Glücks erleben darf.


    Natürlich hängen die beiden Handlungsstränge zusammen und der Autorin gelingt hier eine perfekte Verknüpfung. Auch ohne diese Verbindung sind beide Geschichten für sich über viele Seiten hinweg einfach nur lesenswert und dabei sehr emotional und aufwühlend. Als Leserin habe ich mich gefühlt als wäre ich selbst vor Ort und würde diese fantastische Landschaft bereisen dürfen. Die Weitläufigkeit und die Natur waren auf jeder Seite sehr deutlich spürbar. In diese Geschichte muss man einfach versinken. Sie ist von der ersten bis zur letzten Seite ein wahrer Lesegenuss. Und natürlich kommt hier auch die Liebe nicht zu kurz, sowohl in der Vergangenheit als auch in der Gegenwart.


    Eine wundervolle Erzählung, die verdeutlicht wie schwer es die Urbevölkerung, die Sami, im Norden Norwegens gehabt haben und wie intensiv sich diese Konflikte auch noch in die heutige Zeit auswirken. Geschichte darf hier hautnah erlebt werden.

  • Liebe Leserundler,
    nachdem nun bis auf zwei Teilnehmer alle ihre Rezensionen eingestellt haben, möchte ich mich schon mal ganz herzlich bei Euch bedanken! Es war wieder eine sehr nette Runde, und es hat mir große Freude gemacht, sie zu begleiten, Eure Fragen zu beantworten, Eure Spekulationen und Ansichten zu lesen und natürlich Eure Kritikpunkte und lobenden Worte!


    Jetzt wünsche ich Euch einen wunderschönen Frühling, alles Liebe von Christine :winken:

  • Klappentext:
    DURCH EIN JAHRHUNDERT GETRENNT, DURCH EINE GEMEINSAME GESCHICHTE VEREINT... Oslo, 2011. Nora ist Mitte dreißig, als sie den Namen ihres Vaters erfährt: Ánok, ein samischer Student, der damals plötzlich aus dem Leben ihrer Mutter verschwand. Nora spürt, dass sie ihr Glück erst finden wird, wenn sie in die Heimat ihres Vaters reist. Doch die Sami und ihre Kultur erscheinen ihr lange fremd. Bis sie auf den charismatischen Hundezüchter Mielat trifft... Finnmark, 1915: Mit neun Jahren endet das friedliche Nomadenleben des Sami-Mädchens Áilu: Auf der Wanderung zu den Sommerweiden wird sie von norwegischen Beamten verschleppt und in ein Internat gesteckt, wo sie zu einem zivilisierten Mädchen geformt werden soll. Tatsächlich verleugnet Áilu lange ihre Herkunft. Doch der Ruf ihrer Heimat lässt sich nicht für immer zum Verstummen bringen...


    "Töchter des Nordlichts" von Christine Kabus ist die Fortsetzung zu "Im Land der weiten Fjorde", kann jedoch auch ohne Probleme gelesen werden, ohne den Vorgänger zu kennen.
    Ich habe jede Minute genossen, in der ich dieses Buch gelesen habe. Mir gefallen Bücher besonders, die zwei verschiedene Handelsstränge in zwei verschiedenen Zeitebenen haben, die jedoch irgendwie miteinander zu tun haben. Genau das ist hier bei diesem Buch zu finden. Beide Geschichten sind unglaublich spannend und macht es Spaß, sie zu lesen. Es passieren immer wieder unerwartete Dinge, die zur Spannung beitragen. Einen weiteren Pluspunkt gibts von mir, da sich die beiden Geschichten nicht nur was die Zeit, in der sie spielen, betrifft, sondern auch die Protagonistinnen. Denn die beiden sind komplett unterschiedlich, jedoch beide sehr sympathisch und liebenswürdig.
    Auch der Sprachstil und die Idee zum Buch haben mir sehr gut gefallen. "Töchter des Nordlichts" lässt sich flüssig und locker lesen und es macht unglaublich Spaß, einige Zeit mit Ailu und Nora zu verbringen.


    Deshalb erhält "Töchter des Nordlichts" von mir 5 von 5 möglichen Punkten. Absolute Leseempfehlung!


    Zur Leserunde:
    Vielen Dank, dass ich mitlesen durfte. Die Leserunde hat wie immer unglaublich viel Spaß gemacht. Danke auch an Christine Kabus, dass sie unsere Leserunde so schön begleitet hat. :)


  • (...) Deshalb erhält "Töchter des Nordlichts" von mir 5 von 5 möglichen Punkten. Absolute Leseempfehlung!
    Zur Leserunde:
    Vielen Dank, dass ich mitlesen durfte. Die Leserunde hat wie immer unglaublich viel Spaß gemacht. Danke auch an Christine Kabus, dass sie unsere Leserunde so schön begleitet hat. :)


    Herzlichen Dank, ich freue mich sehr über dieses schöne Feedback! :winken:

  • Nachdem nun alle Teilnehmer durch sind und ihre Rezensionen eingestellt haben (kessi69 mußte sich leider letzte Woche abmelden), möchte ich diese Leserunde abschließen.


    Ich bedanke mich bei allen Teilnehmern für die rege Diskussionen, die zum Erfolg dieser Runde beigetragen haben. Und ich möchte nochmal Christine danken, daß du uns wiederum begleitet hast - ich hoffe, wir lesen uns hier irgenwann wieder :winken:

  • Ich fand die Runde auch ausgesprochen angenehm, interessant und konstruktiv und freue mich, wenn ich den ein oder anderen bei meinem dritten Roman bei einer Leserunde wieder "treffen" werde.


    Bis dahin Euch alles Gute und liebe Grüße von Christine :winken:


  • Ich fand die Runde auch ausgesprochen angenehm, interessant und konstruktiv und freue mich, wenn ich den ein oder anderen bei meinem dritten Roman bei einer Leserunde wieder "treffen" werde.


    Wir freuen uns auch, wenn wir dein nächstes Buch wieder gemeinsam hier lesen! Gib uns einfach Bescheid, sobald die Details feststehen und wir planen können :winken:

  • Suse

    Hat das Thema geschlossen