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  • Ein wichtiger Punkt der Leserunden sind eure Rezensionen zum Buch und Meinungen zur Leserunde allgemein – daher legen wir viel Wert darauf, dass ihr zum Abschluß euer Fazit hier in der Leserunde und auf der Hauptseite (keine extra Anmeldung notwendig) einstellt.


    Zahlreiche Rezensionen hier und die Streuung auf anderen Seiten steigern bei den Verlagen und Autoren die Attraktivität von Leserunden.de: Denkt daran, dass die Rezensionen für die Verlage die "Gegenleistung" für die Freiexemplare sind.


    Wir freuen uns natürlich, wenn die Autorin ebenfalls ein Fazit zur Leserunde einstellt.


    Bitte achtet darauf, nichts Wichtiges zu verraten. Diesen Thread lesen evtl. auch Personen, die das Buch noch nicht gelesen haben, aber es noch tun wollen!

  • Inhalt:
    Nachdem ihre Familie ermordet wurde, macht sich die junge Kay auf den Weg zur Burg des verantwortlichen grausamen Dracyrlords Harrynkar, mit dem festen Vorsatz, ihn zu töten. Getarnt als Dienstmädchen wartet sie auf ihre Gelegenheit, um in die Nähe des Lords zu kommen. Dabei begegnet sie Damian, dem Sohn des Lords, der unter den Bediensteten den Ruf geniesst, wahnsinnig zu sein. Obwohl er ihr Feind ist, kann sie sich einer gewissen Faszination nicht erwehren. Außerdem hört sie plötzlich eine Stimme im Kopf und immer wieder den Namen Gormandel, ohne sich erklären zu können, woher die Stimme kommt. Es scheint etwas mit den Dracyr zu tun zu haben, die zusammen mit ihren Schattenreiter Angst und Schrecken im Land Albrastor verbreiten.


    Meine Meinung:
    Das Buch beginnt ungewohnt düster, aber auch faszinierend, und hat mich von der ersten Seite an in seinen Bann gezogen. Die Sprache ist kraftvoll und poetisch, die Handlung geheimnisvoll und spannend. Anfangs haben sich bei mir eine ganze Reihe an Fragen aufgetan, die aber im Laufe des Buches beantwortet werden. Im Anhang gibt es übrigens ein Glossar, das über die verschiedenen Bezeichnungen für die Dracyr Aufschluß gibt. Das ebenfalls vorhandene Personenverzeichnis sollte man jedoch nicht vor der Lektüre lesen, da hier der eine oder andere Spoiler versteckt ist.


    Die Protagonisten sind sehr liebevoll dargestellt: allen voran Kay Devrillan, die unter falschem Namen die Arbeit eines Dienstmädchens im Haushalt des Dracyrlords übernimmt. Während sie die Lehrzimmer und privaten Räume der Zöglinge saubermacht, hofft sie auf eine Gelegenheit, in die Nähe des Lords zu kommen, um ihre Rache vollenden zu können. Sehr schnell muß sie aber merken, daß der Lord über Fähigkeiten verfügt, die ihn unüberwindbar erscheinen lassen.
    Ihre Zusammentreffen mit Damian, dem Erben von Lord Harrynkar, ist durch Furcht, Zuneigung und Mitleid geprägt. Die extremen Stimmungswechsel des jungen Prinzen lassen sie beinahe verzweifeln.
    Aus Damian wurde ich anfangs nicht richtig schlau: einerseits zeigt er durchaus menschliche Züge, aber andererseits verhält er sich Kay beispielsweise gegenüber ziemlich handfest. Aber schnell hat er mir einfach nur noch leid getan, da er nie Liebe und Zuwendung erfahren hat, sondern durch seinen Vater absoluten Gehorsam und Disziplin eingeprügelt bekommen hat. Er ist innerlich so zerrissen, daß es mir als Leser wehgetan hat.


    Weitere Figuren, die mir sehr gut gefallen haben, sind Leon Quentin, der die Küche der Burg beliefert, darüberhinaus aber noch eine weitere Rolle zu spielen scheint. Branwen, eine der Zöglinge, die sich zu einer Vertrauten von Kay entwickelt. Und Sam, dem alten Pferchmeister, der Damian liebt wie einen eigenen Sohn.


    Meine heimlichen Favoriten sind aber die Dracyr, wunderschöne Wesen, die zusammen mit den Schattenreitern Tod und Verderben über das Land bringen. Je näher Kay den Dracyr kommt, umso besser lernt sie diese faszinierenden Wesen kennen und es warten einige Überraschungen auf sie und den Leser.


    Die Handlung ist in sich geschlossen, aber es bleiben ein paar Aspekte offen, deren Zukunft ungewiss sind und die damit den Rahmen für einen möglichen zweiten Teil bilden.


    Zur Leserunde:
    Ich bin natürlich noch weiterhin dabei, aber ich stelle schon mal meine Rezension ein. Die Leserunde macht, wie immer bei Susanne, sehr viel Spaß, weil es sehr viel zu Spekulieren gibt und sie damit sehr lebendig ist. Liebe Susanne, die wieder ein herzliches Dankeschön für deine tolle Unterstützung und ich freue mich, wenn wir uns bei Aethermagie hier wieder lesen werden :winken:


    Meine Rezension erscheint bei:
    Amazon
    Großes Literaturschock-Bücherforum
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  • Zum Inhalt:


    Das junge Mädchen Kay Devrillan hat durch den Dracylord Harrynkar ihre ganze Familie verloren und so macht sie sich getarnt als Dienstmädchen nun auf Gleiches mit Gleichem zu vergelten. Ein schöner Racheplan, leider mit kleinen Schönheitsfehler, denn der Lord hat einen Sohn und dieser Sohn hat ein Januskopf, auf der einen Seite böse und gemein, auf der anderen Seite, mitfühlend und bemitleidenswert. Kann sich Kay dieser Faszination entziehen. Auch die Schattenreiter und ihre Drachen machen nach und nach einen anderen Eindruck auf Kay als es am Anfang den Anschein hatte.


    Gegen wen oder was wird Kay letztendlich kämpfen und/oder möglicherweise siegen, davon handelt diese spannende und interessante Geschichte.


    Meine Meinung:


    Die Autorin Susanne Gerdom entführt den Leser in eine düstere/raue und mit unter auch kalte Welt der Menschen und Drachen, die aber nach und nach ihren Schrecken verliert. Denn gefühlvoll beschriebt sie ihre Personen/Reiter und auch die Drachen, sind hier nicht nur als Mittel zum Zweck dienen müssen. Also nicht nur als Unterdrückungswerkzeuge durch ihre zerstörende Feuerkraft als dienstbare Gesellen der Menschen dargestellt werden. Vielmehr stellt Susanne Gerdom die Drachen auf eine ganz eigene Stufe mit eigener Befindlichkeit und Wertigkeit im Gefüge der Geschichte.


    Das gibt der Geschichte ein ganz neue Ausrichtung. Und man lässt sich gerne von dem mystischen Wesen "Drache " beeindrucken und fesseln. Einige Fragen werden geklärt, andere bleiben offen. Deshalb hoffe ich auf eine Fortsetzung.



    Leserunde: Ein echter Genuss, wie immer bei Susanne. Reden und Spekulieren ist Pflicht und macht einfach Spass. Danke dafür an alle.


    Rezi LB und Amazon wie immer.

  • Hallo ihr Lieben,


    da es jetzt ja so langsam auströpfelt, möchte ich euch danken, das war eine superschöne, intensive Leserunde, wie ich sie von Leserunden.de gewöhnt bin.
    Es hat mir viel Spaß gemacht, euch beim Spekulieren zuzuhören und ich hab wieder eine Menge dabei gelernt. Es ist schon faszinierend, was beim "Zeitlupenlesen" alles bemerkt und bedacht wird und ich muss ganz ehrlich sagen: Als Autorin bin ich heilfroh, dass normalerweise schneller und auch flüchtiger gelesen wird. Die weichen Stellen im Text und die kleinen Logikbrüche, die sich einfach in der Regel nicht vermeiden lassen, fallen dann nämlich auch eher mal unter den Tisch. ;D


    Ich hoffe, dass auch die anderen jetzt nach und nach über die Ziellinie stolpern (ein paar haben wir ja auf dem Weg wohl verloren) und freue mich jetzt schon auf die nächste Runde mit euch! :-*


    Bis die Tage! :winken:

  • Dracyr - Das Herz der Schatten von Susanne Gerdom


    Zun Inhalt:
    Die sechszehnjährige Kay fängt eine Anstellung als Hausmädchen auf der Burg des mächtigen Dracyrmeisters Lord Harrynkar an. Sie hegt einen verzehrenden Hass gegen den Lord, der für den Tod ihrer Familie verantwortlich ist. Sie fängt diese Anstellung nur an, um nah genug an den Lord heranzukommen und ihn zu töten. Doch so einfach wie sie sich das vorgestellt hat, ist es nicht. Und außerdem ist da noch der Sohn des Lords, Damian.


    Meine Meinung:
    Susanne Gerdom hat mit diesem Buch wieder eine tolle Fantasygeschichte geschrieben. Ich war gleich von Anfang an begeistert von der Geschichte. Die Atmosphäre auf der Burg des Dracyrmeisters ist düster. Laut der Angestellten sind der Lord und sein Sohn verrückt. Und tatsächlich geht es ziemlich herrisch und brutal zu.


    Kay war eine gelungene Charaktere. Ihr Plan, als Hausmädchen auf der Burg eine Anstellung zu finden, geht auf. Doch so leicht wie sie es sich vorgestellt hatte, kommt sie nicht an den Burgherrn heran, zu mindestens nicht nah genug um ihren Plan in die Tat umzusetzen. Seinem Sohn begegnet sie allerdings recht schnell und diese Begegnungen sind richtig gut. Auf der einen Seite zieht Damian sie an, auf der anderen Seite ist er brutal und unvorhersehbar. Das hat mich als Leser wirklich gefesselt.


    Ein weiteren spannender Teil der Geschichte sind die Dracyr. Faszinierende Tiere, von vielen gefürchtet, mit Kraft, aber auch mit Gefühlen. Die Szenen mit den Dracyr waren ein Highlight der Geschichte.


    Aber auch die anderen Charaktere der Geschichte waren gut und vor allem unterschiedlich dargestellt. Leon Quentin mit viel Witz. Sam, der Drachenpfleger, ein liebevoller Mensch. Branwen, die sich zur Freundin für Kay wird. Aber auch nicht so angenehme Personen wie Corena, hochnäsig und eingebildet.


    Ich hoffe wirklich sehr das es einen weiteren Teil geben wird. Ich würde sehr gerne mehr über die Dracyr lesen.



    Zur Leserunde:
    Die Leserunde, gemeinsam mit Susanne, hat wieder richtig viel Spaß gemacht. Hoffentlich gibt es einen weiteren Teil der Geschichte. Ich wäre sofort wieder mit dabei! 8)

  • Kays ganze Familie wurde von dem grausamen Dracyrlord und seinen Schattenreitern ermordet. Das einzige, das die Sechzehnjährige jetzt nur noch vorantreibt, ist ihr Wunsch nach Rache. Deshalb schleicht sie sich auf die Burg des Lords ein und versucht, getarnt als Bedienstete, nahe genug an ihn heranzukommen, um ihn zu töten.


    Doch schnell stellt sie fest, dass das gar nicht so einfach ist. Zudem gegen seltsame Dinge auf der Burg vor und sie erregt ungewollt die Aufmerksamkeit von Damian, dem Sohn des Lords. Auch der mysteriöse Duke scheint irgendwie an ihr interessiert zu sein. Zu allem Übel hört Kay dann auch noch Stimmen! Wird sie ihre Pläne tatsächlich vollenden können?


    Meine Meinung:


    Mein erstes Buch von Susanne Gerdom und schon hatte es mich gepackt! Ich bin sehr schnell in die Geschichte eingetaucht, die mich lange nicht mehr losgelassen hat.


    Mit der Protagonistin Kay fühlte ich mich gleich sehr stark verbunden. Ganz allein versucht sie sich durchzuschlagen; die Vergeltung für das Schicksal ihrer Familie lässt ihr keine Ruhe. Rückschläge nimmt sie ebenso hin, wie ungewohnte Strapazen, da sie ihr Ziel niemals aus den Augen verliert. Sie versucht sich anzupassen und doch gelingt es ihr nie ganz, ihre Herkunft zu verschleiern.


    Doch nicht nur Kay ist sehr detailliert gezeichnet, sondern auch die anderen Charaktere haben klare Konturen und einprägsame Persönlichkeiten. Einige von ihnen tragen Geheimnisse mit sich herum oder sind nicht die, die sie zu sein scheinen. Allen voran Damian, aus dem man lange nicht schlau wird. Er hat fast die gesamte Bandbreite von Empfindungen bei mir abgerufen und war dabei immer wieder mal für eine Überraschung gut.


    Besonders gut gefallen haben mir die Beschreibungen der Verschmelzungen mit den Dracyr. Wie sehr habe ich die Charaktere darum beneidet und das, obwohl ich spätestens beim gemeinsamen Flug aufgrund meiner Höhenangst kapitulieren müsste. Aber die Verbindung, die die Reiter eingehen, ist schon wirklich fantastisch und beneidenswert.


    Fazit:


    Der in sich abgeschlossene Fantasyroman "Dracyr - Das Herz der Schatten" von Susanne Gerdom konnte mich voll und ganz überzeugen. Ihre eindringliche Beschreibung der fantastischen Wesen und der Charaktere hatte mich schnell gefangengenommen und mit sich fortgetragen. Ich hätte endlos in dieser Geschichte abtauchen können. Die noch offenstehenden Fragen lassen mich hoffen, dass es zu diesem Buch hoffentlich eine Fortsetzung geben wird.


    zur Leserunde:
    Sie hat mir unendlich viel Spaß gemacht und war sehr informativ. :) Ich würde mich wahnsinnig freuen, wenn es eine Fortsetzung zu dem Buch geben würde und wäre dann gerne auch wieder bei einer Leserunde mit dabei.


    meine Rezension erscheint auch bei:
    amazon
    lovelybooks
    Was liest du?
    meinem Blog (am 09.04.)

  • Hier nun auch meine Rezi:


    Drachen - Magie - Liebe


    Lord Harrynkar hält nach der Ermordung der Königsfamilie mit seinen Schattenreitern das Land in Angst und Schrecken. Nachdem Kays Vater und ihr Bruder als Rebellen ermordet wurden, schwört das Mädchen Rache und schleicht sich als Hausmädchen in die Burg des Lords ein. Hier hofft sie, so nahe an ihren Feind heranzukommen, dass sie ihn töten kann. Doch natürlich kommt alles ganz anders ;-)


    Zum einen ist da Damian, der Sohn des Lords, der zwiespältige Gefühle sowohl in Kay als auch im Leser hervorruft. Damian kann einem schon leid tun, denn er hat von seinem Vater noch nie ein gutes Wort gehört, wird von ihm mit der Peitsche zu unbedingtem Gehorsam und absoluter Loyalität erzogen. So verwundert es nicht, dass auch seine Verhaltensweisen anderen gegenüber nicht immer liebevoll sind, um nicht zu sagen, dass er ganz schön grausam sein kann. Doch Kay vermag es, tiefer in diesen jungen Mann hineinzuschauen und auch gute Seiten an ihm zu entdecken. Besonders Kay habe ich als hervorragend ausgearbeitet empfunden. An dieser Figur stimmt wirklich alles. Ihr Verhalten ist absolut schlüssig und nachvollziehbar, und schön fand ich auch, dass sie mir von Anfang sympathisch war. Aber auch den „Bad Boy“ Damian fand ich gleich sehr interessant und habe gerne von ihm gelesen.


    Was mich aber noch mehr fasziniert hat, waren die Dracyr - die Drachen der Schattenreiter. Sie gehen mit ihren auserwählten Reitern eine ganz besondere Verbindung ein, verschmelzen geradezu mit ihnen. Die entsprechenden Darstellungen sind Susanne Gerdom mal wieder fantastisch gelungen. Ich konnte hierbei so tief in die Geschichte eintauchen wie selten. Mit den Dracyr (gedanklich) über das Land zu fliegen, hat ein wahnsinnig tolles Gefühl in mir hervorgerufen. Die Beschreibungen sind so fantasievoll und bildhaft, dass man sich wirklich gut in die Geschichte hineinversetzen kann.


    Anfangs hatte ich noch etwas Probleme, mich auf die Handlung einzulassen - da half nur weiterlesen. Und schon nach etwa 50 Seiten war ich derart von der spannenden Geschichte gefesselt, dass ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen wollte. Die verschiedenen Figuren sind alles andere als durchschaubar und sorgen immer wieder für eine gelungene Überraschung.


    Die Handlung wird hauptsächlich aus zwei Perspektiven erzählt, beide in der 3. Person. Kays Teil wird dabei in der Vergangenheit erzählt, Damians in der Gegenwart. So gibt es zu keiner Zeit Zweifel, welche Perspektive gerade dargestellt wird.


    Die Handlung ist in sich abgeschlossen, aber natürlich gibt es noch ein paar Anknüpfungspunkte für einen möglichen zweiten Teil. Ich würde wirklich sehr gerne bald mehr von den Dracyr und Kay lesen.


    Im Anhang findet man ein Personenverzeichnis und ein Glossar der verschiedenen Dracyrformen. Das Glossar kann man sich bedenkenlos vorher anschauen, es ist sehr hilfreich beim Lesen. Das Personenverzeichnis ist allerdings mit Vorsicht zu genießen, da es ein bisschen spoilert.



    Ich habe die Rezi auch auf folgenden Seiten eingestellt:
    amazon.de
    lovelybooks.de
    wasliestdu.de
    literaturschock.de Hauptseite




    Zur Leserunde:
    Wie immer hat es mir viel Spaß gemacht, mit euch zu diskutieren und zu spekulieren.
    Und ich bin wirklich ganz davon überzeugt, dass hier ein zweiter Teil hermuss. Mit den Dracyr gibt es bestimmt noch viel zu entdecken :)

  • Klappentext:
    Ein mächtiger Drachenmagier herrscht mit seinen Schattenreitern über Albrastor. Bei der Machtübernahme verlor die junge Kay ihre Familie – und schwört Rache. Unter falschem Namen schleicht sie sich bei den Drachenherren ein. Bald findet Damian, der Sohn des Drachenmagiers, Gefallen an ihr. Und auch ein Junge namens Duke macht ihr den Hof. Ein gefährliches Spiel beginnt, bei dem Kay ihr Ziel jedoch nicht aus den Augen verliert: den Tod des Drachenlords. Aber ihr wahres Schicksal wartet tief unter der Burg auf sie, in den Pferchen der Dracyr. Denn in ihren Träumen hört sie immer wieder ihre Stimme. Besonders die des Mitternachtsdrachen Gormydas...


    "Dracyr: Das Herz der Schatten" von Susanne Gerdom ist ein unglaublich spannendes Buch. Es hat mich von Anfang an in seinen Bann gezogen und es hat mir sehr viel Spaß gemacht, es zu lesen.
    Die Protagonisten sind alle wirklich interessant und sympathisch - zumindest die meisten. Vor allem Kay mochte ich sofort und es war sehr spannend, ihren Racheplan mit ihr zusammen zu erleben. Auch Damian ist ein interessanter Charakter, bei dem ich mir sicher bin, dass sich die Meinungen ständig ändern, denn er ist einzigartig und anders, viel anders als die liebevolle und doch rachesüchtige Kay. Auch die Dracyr sind wundervolle Wesen, die jeden verzaubern. Sie mochte ich neben Kay am liebsten.
    Der Schreibstil war sehr flüssig und unheimlich spannend. Das Buch lässt sich locker lesen, lässt den Leser aber nicht mehr los, sobald man sich ins Geschehen hineingedacht und -gefühlt hat. Mir hat es sehr viel Spaß gemacht, es zu lesen und kann es voll uns ganz weiterempfehlen.


    Als Fazit kann ich sagen, dass "Dracyr: Das Herz der Schatten" das erste Buch von Susanne Gerdom war, das ich gelesen habe, und ich habe es von Anfang bis Ende geliebt. Ich hoffe, dass es bald eine Fortsetzung dazu geben wird. 5 von 5 Sternen.


    Zur Leserunde: Vielen Dank, dass ich mitmachen durfte. Es war wirklich eine super tolle Leseerfahrung und ich werde mir jetzt - sozusagen als neuer "Fan" - sicherlich noch mehr Bücher von Susanne holen, und ich bin mir schon fast sicher, dass ich sie auch so lieben werde. :) Danke auch alle MitleserInnen und vor allem auch an Susanne für die tolle Leserunde und die spannenden Diskussionen, denen ich gerne gefolgt bin.

  • Was für ein tolles, "überschäumendes" Buch !
    Wieder ein Buch von Susanne das mich direkt gepackt hat.


    Und wieder tolle fantastische Beschreibungen, die ja in allen Büchern so toll sind (Magie, Zauberei, magische Wesen...). Eben dieses Gefühl "Ja, genau so laufen die jetzt vor meiner Haustür rum" weil es so bildhaft und plausibel beschrieben ist.


    Die Dracyr waren so schön beschrieben und auch ihre Verbundenheit mit ihren Reitern ! :herz:


    Und auch wieder eine Heldin mit der man wunderbar mitfiebern und mitleiden und sich mitfreuen konnte. Kay ist alles andere als eine "echte Heldin", aber gerade das macht sie so sympathisch, auch wenn ich sie durchaus gerne mal gepackt und kurz durchgeschüttelt hätte (nur zu ihrem Besten ;) ) !!
    Schön war auch ihre Entwicklung im Verlauf der Handlung mitzuerleben !


    Ich würde gerne auch was zu Damian sagen, aber ich glauube das spoilert dann.


    Bis man die einzelnen Personen irgendwie sortiert bekam, nach denen, denen man trauen konnte und... den anderen, dauerte es eine Weile, aber das macht das Lesevergnügen ja nur größer.


    Es hat mit vierl Spaß gemacht Kay und die anderen ein Stück zu begleiten und ich würde mich sehr freuen, wenn es einen (zwei, drei...) weiteren Band geben würde !


    Die Leserunde war klasse. Es hat viel Spaß gemacht mit Euch zu diskutieren und zu spekulieren !
    Ich habe diesmal schneller gelesen als ich es sonst in LR tue und stelle fest, das ich damit besser fahre, so "mittendrin" zu sein hat mich sonst immer etwas gestresst (in den großen Leserunden zu Susannes Büchern) jetzt bin ich bei den Schnelleren dabei. Und kann jetzt gemütlich auch noch zu den langsameren Lesern etwas posten.
    Ein dickes Dankeschön auch an Susanne für ihre tolle Begleitung ! :bussi:

  • :winken: Ich danke für die Teilnahmemöglichkeit hier und hoffe natürlich auf eine Fortsetzung ;).
    Die Runde war klasse und ich habe sie wirklich genossen.


    Hier meine Rezension zum Buch:


    Kay Devrillan ist erst 16 Jahre alt, hat aber bereits Schreckliches erlebt. Ihre Familie wurde durch die dunklen Machenschaften des mächtigen Dracyrmeisters Lord Harrynkar ausgelöscht. Die junge Kay hat Rache geschworen und versucht nun als Dienstmädchen im Hause des Dracyrlords so nah wie möglich an diesen heranzukommen um ihn zu töten. Doch dieses Unterfangen ist nicht so leicht, wie sie es sich vorgestellt hat und dann ist da auch noch der Sohn des Lords, Damian, zu dem sich Kay auf eine seltsame Art hingezogen fühlt. Die junge Frau merkt deutlich, wie sehr Damian unter seinem Vater leidet und will ihm helfen, doch Damian stößt sie auch immer wieder von sich. Auch ihn umgibt eine dunkle Seite, die nicht so leicht zu durchdringen ist. Noch mehr verunsichert Kay aber im Schloss die seltsame Stimme, die sie immer wieder hört und deren Verbindung schon bald klar wird. Ein Dracyr geht eine enge Beziehung mit Kay ein, er erwählt sie praktisch als seine Reiterin. Von da an führt Kay ein Leben zwischen zwei Welten, zwischen Gut und Böse, zwischen ihrer Familie und ihrem alten Leben und der Welt des Dracyrlords. Auf welcher Seite sie steht ist klar, aber kann sie diese Rolle auch bis zum bitteren Ende durchhalten? Wird sie den Kampf gegen das Böse gewinnen?


    Susanne Gerdom hat in ihrem neuen Buch eine Welt des Dunklen und Bösen erschaffen, die mit ihrer Einzigartigkeit zu bezaubern versteht. Die Dracyr sind wirklich besondere Wesen, die eine solche Faszination auf den Leser ausüben, dass man sie einfach lieben muss, auch wenn sie oder ihre Reiter böse sind und nur Trauer und Leid über das Land bringen.


    Die Handlung lebt von den sehr unterschiedlichen Charakteren und ihren Beziehungen zueinander. Hier geben auch das angehängte Personenverzeichnis und das Glossar noch weitere Auskünfte, man sollte sie aber erst gegen Ende der Handlung genauer durchlesen, da dem aufmerksamen Leser andernfalls vielleicht etwas Spannung verloren gehen könnte.


    Die Geschichte ist gut durchdacht und in sich abgeschlossen, aber dennoch so offen gestaltet, dass man sich am Ende vorstellen kann weiter zu lesen und einige Zeit später erneut einzutauchen in die Welt von Albrastor. Ich würde mir ein Wiedersehen mit den Dracyr jedenfalls wünschen.


    Ihr findet die Rezi auch hier:


    http://buchrezicenter.filmbesprechungen.de/genres/fantasy/dracyr-%e2%80%93-das-herz-der-schatten/


    und gleich noch auf Literaturschock.

  • Inhalt:
    Mit Dracyr - das Herz der Schatten erzählt Susanne Gerdom die Geschichte der Rebellin Kay, die versucht, ohne rechten Plan und mit einem Brotmesser bewaffnet gegen den Tyrannen Lord Harrynkar auflehnt. Der Herrscher des Landes beherrscht die mächtigen Dracyr und setzt seine Position mit brutaler Macht durch. Kay reiht sich also in die lange Liste seiner Gegner ein. Kay, als Sprössling einer gestürzten Adelselite tut sich allerdings schwer sich in ihrer Tarnrolle als Dienstmädchen zurecht zu finden. Sie genießt schnell zu viel Aufmerksamkeit, insbesondere vom unberechenbaren Sohn des Tyrannen, als dass sie heimlich agieren könnte.


    Schreibstil:
    Die Charaktere in Dracyr erfreuen sich einer erstaunlichen Lebendigkeit. Sie sie folgen jeweils ihren eigenen Motiven und handeln weitgehend integer. Sie haben genügend Farbe um mehr zu sein, als bloße Stolpersteine für Kay zu sein. In Dracyr sind fast alle Charaktere recht düsterer Gesinnung, nur die klaren Hierarchien ermöglichen so viele Unholde auf einem Fleck. Bemerkenswert ist Gerdoms Wechsel im Schreibstil, wenn es an die Beschreibung der Dracyr geht: Diese gelungenen poetischen Parataxpassagen machen die Andersartigkeit der Dracyr sehr deutlich.


    Das Buch ist gut verständlich geschrieben und beleuchtet alle Geschehnisse jeweils aus geeigneten Perspektiven. An ereignisreichen Stellen in Buch verliert der Text allerdings ein wenig Klarheit und der Lesefluss wird gestört.


    Das Ende ist gut vorbereitet, im gesamten Werk sind Hinweise auf Optionen und Charakterentwicklungen gegeben, sodass das Ende, aber auch einige der Wendungen, wenig überraschen. Im Gegenteil: Nach dem Höhepunkt verlieren die Charaktere stark an Farbe und der Roman dümpelt so aus.


    Fazit:
    Trotz der beiden genannten Kritikpunkte ist der Roman sehr spannende Lektüre und ich kann ihn wärmstens weiterempfehlen.


    Obwohl der Roman gegen Ende einige Fragen, die auf eine Fortsetzung hindeuten streut, finde ich diese in keiner Weise verlockend. Dieser Roman hat eine Fortsetzung nicht nötig.


    Zur Leserunde:
    Als meine Erste Leserunde erlaube ich mir hier ein paar mehr Worte. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht, das Buch gemeinsam zu lesen. Die Spekulationen auf mutmaßliche Hinweise – herrlich! Aber auch die Meinungen zu den Charakteren fand ich sehr erleuchtend. z.B. das Kay mit ihrem Ansatz scheitern muss, um für uns Leser sympathisch zu sein...
    Die Autorenbeteiligung war... interessant. Ich fand es erfrischend, dass alle Vermutungen sich entweder im Buch oder dank Susanne aufgeklärt wurden. Nichts hing einfach nur in der Luft.
    Insgesamt habe ich das Buch langsamer und viel intensiver gelesen, da ich ja Abschnittsweise reflektieren musste. Nächstes Mal versuche ich, noch langsamer zu lesen, ich habe leider zwei Diskussionen nicht mehr kommentieren wollen, weil ich schon weiter gelesen hatte und des Pudels Kern schon kannte.
    Nach der Ganzen Aufregung brauchte ich jetzt allerdings eine ganze Weile und ein anderes Buch um genügend Abstand zu gewinnen um eine Rezension schreiben zu können.
    Danke an Euch alle für die tolle Leserunde!


    Rezension Erschienen unter Amazon (Wertung 5/5) und Literaturschock.de (Wertung 4-4-5).

  • Hallo Susanne,


    eine alles-super-Rezension ist doch verdächtig :-). Dracyr hat von der ersten, bis zur letzten Seite Spaß beim Lesen gemacht und hat daher seine Bewertung verdient. Die "Mängel" sind jammern auf hohem Niveau. Das Kommentar zur Fortsetzung betrifft ja den ersten Teil ja nicht... Ich habe nichts grundsätzliches gegen Fortsetzungen (s. Athermagie)


    Grüßle,
    Arnd

  • zum Buch


    Die junge Kay kommt mit einem einzigen Ziel an den Hof des mächtigen Drachenlords Harrynkar: sie will ihn töten, denn er ist für den Tod ihrer Familie verantwortlich und gemeinsam mit seinen furchteinflößenden Drachenreitern für das Elend im Land. Sie schleust sich als Dienstmädchen ein, muss jedoch schnell feststellen, dass an den Lord nicht so leicht heranzukommen ist. Dafür läuft sie dessen Sohn Damian öfter über den Weg, als ihr lieb ist. Und bald kommt sie auch hinter das wohlgehütete Geheimnis der Identität der Schattenreiter. Und noch viel schlimmer, sie entdeckt, dass sie selbst eine ganz besondere Bindung zu den Drachen hat, die tief in den Kellern des Schlosses gehalten werden.


    „Das Herz der Schatten“ ist ein großartiger, temporeicher und phantasievoller Jugendroman. Kay ist eine liebenswerte und starke Protagonistin, Lord Harrynkar ist ein mächtiger und grausamer Gegenspieler und Prinz Damian ist ein zerrissener, schwieriger Charakter. Gerade mit Damian hatte ich dadurch auch die meisten Probleme, seine Handlungen und Stimmungen sind sehr wechselhaft und dadurch ist er schwer einzuschätzen, sowohl für Kay als auch für den Leser. Aber das macht die Geschichte natürlich auch spannend. Auch die Nebenfiguren sind interessant und bieten noch so einiges Potential. Ganz besonders gefallen haben mir aber natürlich die Drachen, die so unterschiedlich sind, jeder hat seine Besonderheiten und Eigenschaften, vom furchteinflößenden Paindal des Lords über die Drachen der Drachenreiter bis hin zu den Drachenmüttern und ihren Jungen. Die Szenen in den Drachengewölben fand ich einfach wunderschön!


    Ich lese praktisch jedes Buch von Susanne Gerdom, aber Dracyr hat es mir ganz besonders angetan und ich hoffe sehr, dass es eine Fortsetzung geben wird. Das Ende ist zwar ziemlich in sich abgeschlossen, die Welt und die Handlung des ersten Teils bieten aber meiner Meinung nach noch reichlich Raum für mehr!

  • Rezension von lovelysecrets


    Inhalt


    Der grausame Dracyrlord und seine Schattenreiter herrschen über das Land Abrastor. Als Kays Familie ermordet wird, schwört sie sich, Rache auszuüben. Unter falschem Namen schleicht sie sich auf die Burg. Sie begibt sich in ein gefährliches Spiel und lernt ihren Feind Damian, der Sohn des Lords, kennen. Und doch wartet ihr wahres Schicksal unter der Burg auf sie, wo sich der Mitternachtsdracer Gormydas befindet.



    Meinung


    "Dracyr – Das Herz der Schatten" ist eine atemberaubende Geschichte, die mich sofort in ihren Bann gezogen hat. Sie hat mich gefesselt, gepackt und tief berührt.


    Susanne Gerdom öffnet mit dieser erstklassigen Geschichte eine Tür in die bezaubernde Fantasywelt, die ich nicht mehr verlassen möchte. Sie lässt mit ihrem einzigartigen Schreibstil die Geschichte so lebendig erscheinen, dass man das Gefühl kriegt, als wäre man selbst in Albrastor.
    Mit all den Überraschungen und Wendungen, die man überhaupt nicht erwartet, sorgt sie für extra Portion Spannung. Ihre wunderschönen Metaphern schmücken die Geschichte zusätzlich noch und bringen das Leserherz so richtig zum Flattern.
    Darüber hinaus lässt sich die Geschichte flüssig lesen, so dass die Seiten einfach davon fliegen.


    Die Charaktere sind originell und bewunderswert ausgewählt.
    Kay ist sehr herzlich und wirk direkt sympathisch. Kampfgeist und Mut ist bei ihr vorhanden. Sie ist sich selbst treu geblieben und verliert ihr Ziel nicht aus ihren Augen, auch als Damian in ihr Leben eingetreten ist. Ihren Gefühlen lässt sie aber auch freien Eingang.
    Damians Entwicklung ist bemerkenswert. Seine aufgesetzte Maske, die ihn künstlich wirken gelassen hat, legt er mit Hilfe von Kay ab. Ein junger Mann, der Sehnsucht nach Liebe und Zuneigung hat, tritt zum Vorschein. Er entdeckt mit Kay das wahre, wunderschöne Leben neu, welches sein Vater ihm verborgen hat. Und so lernt man als Leser Damians wahres Ich kennen.


    Dracyr haben eine bedeutende Rolle in dieser Geschichte. Sie haben eine Ähnlichkeit zu Drachen, sind aber in ihrer Art individuell und besonders. Durch die persönliche, innige Verbindung zu ihren Schattenreitern können sie mit ihnen fühlen und kommunizieren. Sie sind wesentlich mehr als nur Tiere. Susanne Gerdom hat ihnen sozusagen eine gewisse Persönlichkeit verleiht.


    Die Geschichte ist in sich geschlossen. Dennoch gibt es einige Punkte, die in Band 2 fortgesetzt werden können, worüber ich mich sehr freuen würde.


    Am Ende des Buches befindet sich ein Personenverzeichnis und ein Glossar. So kann man zwischendurch immer mal reinblättern. Die Beiden können hilfreich für das Verständnis der Geschichte sein. Gerade am Anfang können sie benötigt werden.



    Lieblingszitat
    "Wenn seine Augen sie anblickten, dann blieb die Zeit stehen und sein Lächeln vertrieb Kälte und Dunkelheit aus ihrem Leben."



    Fazit
    Eine schöne Fantasygeschichte, die auf jeden Fall eine Fortsetzung verdient hat. Absolute Leseempfehlung!

  • Meine Meinung


    zum Buch


    Die junge Kay kommt mit einem einzigen Ziel an den Hof des mächtigen Drachenlords Harrynkar: sie will ihn töten, denn er ist für den Tod ihrer Familie verantwortlich und gemeinsam mit seinen furchteinflößenden Drachenreitern für das Elend im Land. Sie schleust sich als Dienstmädchen ein, muss jedoch schnell feststellen, dass an den Lord nicht so leicht heranzukommen ist. Dafür läuft sie dessen Sohn Damian öfter über den Weg, als ihr lieb ist. Und bald kommt sie auch hinter das wohlgehütete Geheimnis der Identität der Schattenreiter. Und noch viel schlimmer, sie entdeckt, dass sie selbst eine ganz besondere Bindung zu den Drachen hat, die tief in den Kellern des Schlosses gehalten werden.


    „Das Herz der Schatten“ ist ein großartiger, temporeicher und phantasievoller Jugendroman. Kay ist eine liebenswerte und starke Protagonistin, Lord Harrynkar ist ein mächtiger und grausamer Gegenspieler und Prinz Damian ist ein zerrissener, schwieriger Charakter. Gerade mit Damian hatte ich dadurch auch die meisten Probleme, seine Handlungen und Stimmungen sind sehr wechselhaft und dadurch ist er schwer einzuschätzen, sowohl für Kay als auch für den Leser. Aber das macht die Geschichte natürlich auch spannend. Auch die Nebenfiguren sind interessant und bieten noch so einiges Potential. Ganz besonders gefallen haben mir aber natürlich die Drachen, die so unterschiedlich sind, jeder hat seine Besonderheiten und Eigenschaften, vom furchteinflößenden Paindal des Lords über die Drachen der Drachenreiter bis hin zu den Drachenmüttern und ihren Jungen. Die Szenen in den Drachengewölben fand ich einfach wunderschön!


    Ich lese praktisch jedes Buch von Susanne Gerdom, aber Dracyr hat es mir ganz besonders angetan und ich hoffe sehr, dass es eine Fortsetzung geben wird. Das Ende ist zwar ziemlich in sich abgeschlossen, die Welt und die Handlung des ersten Teils bieten aber meiner Meinung nach noch reichlich Raum für mehr!

  • Rezension von Rhea


    Dracyr-das Herz der Schatten
    Ein junges Mädchen will ihre Familie rächen und bereitet sich darauf vor, in der Burg des Bösen zu arbeiten, um die Möglichkeit zu erhalten, ihn zu ermorden. Eine tapfere Idee. Die Frage, ob Rache wirklich nutzbringend ist, wird nicht gestellt. Wie man einen schwarzen Magier töten will weiß auch keiner. Ein wenig naiv ist sie also schon, aber sie ist eben auch keine Kämpferin. Ihr Leben bedeutet ihr nichts mehr.
    Der Prolog ist geheimnisvoll und gruslig, allerdings kann man schon ahnen, dass es um Dracyr und mit ihnen verbunden Menschen geht. Der Leser erlebt die Gedanken bei der Jagd und fragt sich: wer ist hier die Bestie?
    Die Geschichte beginnt mit der Ankunft des Mädchens, Kay, in der Burg. Sie liest sich spannend und ist voller Bilder, schöne und auch schwarze, gruslige.
    Ich habe zwar nicht verstanden, warum die Wesen in dem Buch Dracyr heißen und nicht Drachen, denn ich habe keinen Unterschied zu Drachen festgestellt. Diese Drachen gehen mit Menschen mentale Beziehungen ein. Das ist in der Fantasy nichts Neues und also auch nicht überraschend. Die Art der Darstellung der Beziehung der Drachen und Menschen ist sehr liebevoll beschrieben, und als Leser ist man doch gespannt, welche Schicksale verknüpft sind und wie.
    Sehr gut gefallen hat mir die Darstellung des zweiten Protagonisten. Der Sohn des Feindes. Ein Kind, welches von klein auf daran gewöhnt wurde, dass Liebe sich in Schlägen ausdrückt. Wie verändert das ein Kind, wieso liebt ein Kind seinen Vater trotz dessen Misshandlungen? Eine wirklich interessante Problematik, die sich in diesem Buch versteckt. Wie geht man mit einem Feind um, der seine Handlungen nicht frei entscheiden kann? Welche Rolle spielen Freiheitskämpfer? Sind einfache Lösungen immer die besten? Wem soll Kay vertrauen, die eigentlich allein in diese Aktion gegangen ist. Das ist spannend, denn auch der Leser weiß nicht wem zu vertrauen ist.
    Am Ende des Buches bleiben viele Fragen offen. Zum Beispiel die Frage der Kommunikation in der Burg: „ Lassen sich große Geheimnisse wirklich vor den Dienstboten verbergen?“
    „ Wer ist die Macht, die die Drachen lenkt? Der menschliche Feind oder der schwarze Dracyr? „
    „Gibt es einen zweiten Teil?“


    Fazit:
    Ein Buch, welches für mich nicht wirklich neue Ideen gebracht hat, aber eine schöne Geschichte, die hoffentlich fortgesetzt wird. Geschrieben ist das Buch mit wunderschönen Bildern und großer Liebe zu Dracyren.

  • Suse

    Hat das Thema geschlossen