07 - S. 463 - Ende ("Köder" bis Ende)

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  • So, dann mache ich mal hier auch den Anfang. Ich habe (muss ich gestehen) das Buch schon am Freitag zuende gelesen. Es ging ja dann alles ein wenig schnell. Für mich zu schnell.
    Sehr gut dargestellt fand ich, dass nun nicht alle vor Freude tanzen, als die Stadt zerstört wurde. Obwohl ich nicht weiß, warum sie zerstört werden musste. So richtig klar ist auch nicht (für mich) wie man die Lichter verleihen konnte. Es wird nicht geklärt wie die Falschaussagen zustande gekommen sind. Ein längeres Gespräch mit Tian hätte mich auch gefreut. Irgendwie war ich am Schluss ein kleinwenig enttäuscht. Kann nicht genau sagen warum aber irgendwie hatte ich mir den Schluss spektakulärer vorgestellt. Man hat also die Verräter, die alles ermöglichten, hingerichtet um gutes Karma zu erzeugen? Irgendwie schizophren. Ich weiß immernoch nicht, wie es dazu kommen konnte, dass man die Freundschaft mit den Lichtern verraten hat.
    Ich habe keine gute Meinung von den Menschen, aber hier schein ein absolutes Mißtrauen gegenüber den Menschen die Grundlage zu sein.
    Ich hatte eigentlich gedacht, dass die Traumdeuterin auf der Seite der Lichter steht, denn sie hat ja selbst keine versklavt. Geld hatte sie ja genug. Auch über sie erfahren wir wenig. Gab es denn keinen Widerstand gegen diese Unterdrückung einer ganzen Rasse? Die Traumdeuter wußten ja scheinbar Bescheid. Wieso konnte sich Amad nicht befreien?
    Und dann ist alles schön und ich hätte der Megan trotzdem gegönnt noch einmal mit ihrem Geliebten sprechen zu können. Wenigstens hätten sie sich verabschieden können. Tat mir leid, auch wenn sie keinen schönen Part hatte.

  • Canda hat sich wirklich sehr verändert. Mutig und kämpferisch betritt sie ihre Heimatstadt. Toll, das alle vier Lichter mit ihr kommen. Und sie erkennt, dass die Menschen ohne ihre Gaben nichts wären, dass sie auch Gefangene der Umstände sind. Alle Oberen wirken jetzt ganz anders auf sie. Amad ist wieder zu einer Gabe des Mégan geworden und hilflos gefangen.
    Candas Plan fand ich gut - aber leider ist die herrschende Zweiheit ziemlich schlau und hat weit mehr Tricks auf Lager, wie sie meint.


    Die Lage eskaliert ziemlich schnell. Mir hat das Tempo des Showdowns sehr gut gefallen. Canda muss leider erleben, dass ihre Familie wie schon am Anfang dieses Buches nicht zu ihr hält und selbst ihre kleine Schwester lieber die Stadt verlässt, als Fehler zuzugeben. Ihre Eltern haben den ersten Eindruck auf schlimmste Weise bestätigt. Besonders die Mutter hat mich nochmal sehr erzürnt. Sie sind alle gefangen in ihren verkrusteten Vorstellungen von einer Welt, in der die Mächtigen die Niederen unterdrücken und in der es in Ordnung ist, andere Wesen als Sklaven zu halten und nicht nur ein Menschenleben lang, sondern auf ewig, wenn es gehen würde. Dafür werden sogar die Menschen, die nicht mehr ins Schema passen in einen tiefen Schlaf versetzt, so dass sie ihr Leben verschlafen müssen. Grausam und menschenverachtend ist diese Gesellschaft gewesen. Und ich bin froh, dass Canda es schafft, ohne großes Blutvergießen alle Lichter zu befreien und die Menschen aus der Stadt zu schmeißen.


    Beide Liebespaare finden wieder zueinander. Canda kann Amad finden und erlösen und ihr Glück macht mich wirklich mehr als zufrieden. Dass Kallas ihren Rabenmann auch wieder bekommt war schön – aber ein, zwei Sätze mehr über die beiden hätten mir echt gut gefallen, denn die beiden sind auch ein sehr interessantes Paar. Das hätte ich gerne noch etwas genossen. Canda Schlaflos und Amad gehen in eine gemeinsame Zukunft und die Lichter sind frei und beweisen innere Größe durch ihre Gnade; was will man mehr.

    Also ich für meinen Teil bin rundrum zufrieden mit dem Ende. ;D

  • Was für ein Ende – und alle offenen Fragen sind geklärt. Wir erfahren nun, wie Tian es geschafft hat, Kallas von Canda „abzutrennen“. Und meine Frage aus dem vorigen Abschnitt, warum Tana auf der Zeichnung eine Gefangene ist, wird auch beantwortet. Meine Güte, wie weit sie damals gegangen sind, um die Gaben in ihre Macht zu bekommen.


    Es wäre auch zu schön gewesen, wenn Candas Plan aufgegangen wäre – stattdessen haben sie ihr eine Falle gestellt, haben sie mit ihrer Rückkehr gerechnet? Die Mégan hätten tatsächlich Vida geopfert und ihren Eltern Lügen über ihren Tod aufgetischt. Schade, daß Vida schlußendlich mit ihren Eltern aus der zerstörten Stadt geht, aber ein stückweit kann ich es auch nachvollziehen, da ihre Schwester dafür verantwortlich ist, daß ihre Welt nun auf den Kopf gestellt wird. Und ihre Eltern werden ihr sicherlich nur ihre Sicht der Dinge erzählt haben, es wird einige Zeit dauern, bis Vida vollständig verstanden hat, was es mit den Gaben und der Geschichte der 5 Familien wirklich auf sich hat. Ob sie Candas Tun nachvollziehen kann, bleibt fraglich, ich hoffe es aber. Nicht umsonst beschützen die Gaben Canda, weil es genügend Ghanesen gibt, die nicht mit der neuen Entwicklung einverstanden sind. Dafür hat Canda nun Kallas Vertrauen.


    Mit einer Vermutung lagen wir dann doch noch richtig, daß die Mégana früher mal eine andere Liebe als den Mégan hatte: der Mégana ging es wie Tian, sie wollte als junges Mädchen mit ihrer damaligen Liebe fliehen, Amad gab vor, ihnen dabei zu helfen und schaffte damit seinen „Freigang“, hinterging die Beiden jedoch, weil er die Ghanesen verabscheute. Schade, daß sie schlußendlich versucht hat, zu fliehen statt ihrer Jugendliebe zur Seite zu stehen, ihr Leben als Mégana konnte sie nicht mehr so leicht abstreifen. Dafür war es um so schöner, daß die angeblich Wahnsinnigen unter dem Glas befreit werden konnten. Die Beschreibungen mit dem zu Glas erstarrten Wasser und wie das aufbricht, haben mir sehr gut gefallen.


    Kallas und Gavran finden zueinander und auch Canda und Amad, nur Tian bleibt alleine – schön, daß Kallas ihm alles erklärt. Aber wie ist das nun zukünftig, wenn Amad nicht altert, Canda aber schon? Oder kann man da als Hautwanderin etwas drehen?


    Was für ein wunderschönes Buch, ein bisschen bin ich traurig, das es nun zu Ende ist.


  • Aber wie ist das nun zukünftig, wenn Amad nicht altert, Canda aber schon? Oder kann man da als Hautwanderin etwas drehen?


    Was für ein wunderschönes Buch, ein bisschen bin ich traurig, das es nun zu Ende ist.


    Da es ja bei den Lichtern durchaus Altersunterschiede gibt - siehe die vier Gaben von Canda - habe ich es so verstanden, dass sie erst in ihrem menschlichen Gefängnis aufhören zu altern. Jetzt müsste die Wirkung ja aufgehoben sein.


    Ja, ein wirklich schönes Buch. Mal wieder eines, was ich mit einem sehr zufriedenen glücklichen Gefühl geschlossen habe. :)


  • Obwohl ich nicht weiß, warum sie zerstört werden musste.


    Ich denke, die Zerstörung ist zum Teil Nebeneffekt, wenn eine Gesellschaft ins Chaos abrutscht. Es gibt immer Menschen, die sich gegen die Änderung mit Waffengewalt auflehnen, und genau diese wurden von den Lichtern überwältigt. Außerdem ist für die Lichter die Zerstörung der Stadt eine Art Ventil für ihren Zorn auf die Menschen, die sie versklavt haben. Wenn es Trinn nicht gelungen wäre, die Lichter davon zu überzeugen, daß nicht alle Menschen Verräter sind, hätte sich der Zorn der Lichter sicherlich gegen alle Menschen gerichtet. Man hat ja schon an Kallas Hass gesehen, wie stark dieser sein kann. Alles was mit der Erniedrigung der Lichter zu tun hat, soll beseitigt werden, es soll sich niemand mehr über die Anderen erheben - ich finde, es wird hiermit eine Art Gleichgewicht wiederhergestellt. Auch Canda ist der Meinung, daß die Neugierigen, die sich Stücke aus den ehemaligen Prunkräumen sichern, keine Plünderer sind, sondern sich zurückholen, was ihnen auf eine Art gestohlen wurde.



    So richtig klar ist auch nicht (für mich) wie man die Lichter verleihen konnte. Es wird nicht geklärt wie die Falschaussagen zustande gekommen sind. Ein längeres Gespräch mit Tian hätte mich auch gefreut. Irgendwie war ich am Schluss ein kleinwenig enttäuscht. Kann nicht genau sagen warum aber irgendwie hatte ich mir den Schluss spektakulärer vorgestellt. Man hat also die Verräter, die alles ermöglichten, hingerichtet um gutes Karma zu erzeugen? Irgendwie schizophren. Ich weiß immernoch nicht, wie es dazu kommen konnte, dass man die Freundschaft mit den Lichtern verraten hat.


    Wie man die Gaben verleihen kann, ist wahrscheinlich ein Geheimnis der 5 Familien - und ich finde, je weniger davon wissen, umso weniger kann dieses Wissen mißbraucht werden. Die Motivation zur Versklavung der Lichter liegt sicherlich im Machtstreben: wenn man in der Lage ist, Talente und Können zu sammeln und nur denjenigen zukommen zu lassen, die einem genehm sind, hat man auch eine sehr gute Kontrolle über all diejenigen, die nicht an die Gaben kommen können. Es entsteht ein Ungleichgewicht mit absoluten Gewinnern auf der einen Seite und Stillstand auf der anderen Seite. Und dann noch das lukrative Geschäft mit dem Verleihen der Gaben: Macht und Reichtum sind Motor genug, denke ich.


    Daß noch Fragen in den Nebenschauplätzen offen sind, finde ich gar nicht schlimm, im Gegenteil, ich denke dann noch viele mehr über das Ende nach.



    Ich hatte eigentlich gedacht, dass die Traumdeuterin auf der Seite der Lichter steht, denn sie hat ja selbst keine versklavt. Geld hatte sie ja genug.


    Sie hat aber bei der ganzen Sache sehr gut verdient - es kann schon sein, daß sie ein wenig Skrupel hatte, aber solange der Rubel rollt ...


  • Canda muss leider erleben, dass ihre Familie wie schon am Anfang dieses Buches nicht zu ihr hält und selbst ihre kleine Schwester lieber die Stadt verlässt, als Fehler zuzugeben. Ihre Eltern haben den ersten Eindruck auf schlimmste Weise bestätigt. Besonders die Mutter hat mich nochmal sehr erzürnt. Sie sind alle gefangen in ihren verkrusteten Vorstellungen von einer Welt, in der die Mächtigen die Niederen unterdrücken und in der es in Ordnung ist, andere Wesen als Sklaven zu halten und nicht nur ein Menschenleben lang, sondern auf ewig, wenn es gehen würde.


    Ja, die Eltern sind wirklich unbelehrbar, ich hoffe nur, daß Vida irgendwann erkennt, daß Canda das richtige getan hat.



    Dafür werden sogar die Menschen, die nicht mehr ins Schema passen in einen tiefen Schlaf versetzt, so dass sie ihr Leben verschlafen müssen. Grausam und menschenverachtend ist diese Gesellschaft gewesen.


    Da hast du recht, das war wirklich eine grausame Praxis :(



    Da es ja bei den Lichtern durchaus Altersunterschiede gibt - siehe die vier Gaben von Canda - habe ich es so verstanden, dass sie erst in ihrem menschlichen Gefängnis aufhören zu altern. Jetzt müsste die Wirkung ja aufgehoben sein.


    Ah, das ist natürlich eine gute Erklärung, danke.

  • Das Ende war ja noch mal so richtig spannend mit Fallen, Kämpfen und viel Gefühl. Manoa zieht sich vornehm zurück, als es anfängt, brenzlig zu werden. Aber mit Hilfe ihrer Lichter, Wächterschatten und natürlich ihrer Freundin Juniper schafft Canda es, die Méganes zu vernichten und die Lichter zu befreien. Schön, dass auch die ganzen „Verrückten“ wieder zurück ins Leben kommen.


    Die Mégana hatte in der Jugend wirklich eine andere Liebe und wollte damals mit Amads Hilfe fliehen. Doch der hat sie reingelegt. Kein Wunder, dass sie immer noch nicht gut auf ihn zu sprechen ist.


    Schade, dass nicht geklärt wurde, wie es zu Vidas Falschaussage kam.


    Mir ist auch noch nicht ganz klar, wie das mit den „Verrückten“ ist. Anfangs gab es ja zwei Möglichkeiten für Canda: ein Leben in den Diensten der Mégana oder das Verwaistenhaus. Bei Ersterem hätte die Mégana ihr die Lichter abgenommen und für sich benutzt (S. 477 oben), während Canda unter Glas dahingesiecht wäre (im Verwaistenhaus). Da sie aber regulär ins Verwaistenhaus eingewiesen wurde und für sie bezahlt wurde, durfte sie ihre Gaben behalten und zwar gefangen, aber doch einigermaßen normal, leben. Oder? Damit hätten ihre Eltern sich ja doch für die bessere Möglichkeit entschieden.

  • Eins habe ich noch vergessen:


    Candas Mutter sagt, Canda hätte das alles erfahren 1 Jahr, bevor sie Mégana geworden wäre.
    Anfangs bin ich (und ich glaube, andere auch) davon ausgegangen, dass Canda und Tian mit der Heirat gleich die neuen Méganes werden. Somit liefen die ganzen Spekulationen, ob die Méganes noch nicht abdanken wollen und deshalb eine Intrige angezettelt haben, ins Leere ;D


  • Mir ist auch noch nicht ganz klar, wie das mit den „Verrückten“ ist. Anfangs gab es ja zwei Möglichkeiten für Canda: ein Leben in den Diensten der Mégana oder das Verwaistenhaus. Bei Ersterem hätte die Mégana ihr die Lichter abgenommen und für sich benutzt (S. 477 oben), während Canda unter Glas dahingesiecht wäre (im Verwaistenhaus). Da sie aber regulär ins Verwaistenhaus eingewiesen wurde und für sie bezahlt wurde, durfte sie ihre Gaben behalten und zwar gefangen, aber doch einigermaßen normal, leben. Oder? Damit hätten ihre Eltern sich ja doch für die bessere Möglichkeit entschieden.


    :daumen:
    In dem - ja - sehr bescheidenen Rahmen ihrer Liebe zu ihrer Tochter haben sie zumindest dafür gesorgt, dass sie in klösterlicher Abgeschiedenheit weiterleben darf, aber bei Bewusstsein und mit den verbliebenen Gaben, die erst nach ihrem Tod wieder weitervertickt worden wären. Man kann es so oder so sehen: als absolutes Armutszeugnis - oder als Maximum dessen, was sie ihr an Zuneigung geben konnten. Selbst die kleinste Zahl hinter dem Komma ist größer als Null, wie Wahida sagt ...


    Liebe Grüße
    Nina


  • Eins habe ich noch vergessen:


    Candas Mutter sagt, Canda hätte das alles erfahren 1 Jahr, bevor sie Mégana geworden wäre.
    Anfangs bin ich (und ich glaube, andere auch) davon ausgegangen, dass Canda und Tian mit der Heirat gleich die neuen Méganes werden. Somit liefen die ganzen Spekulationen, ob die Méganes noch nicht abdanken wollen und deshalb eine Intrige angezettelt haben, ins Leere ;D


    Das hätte ich wohl besser darstellen sollen: Es ist nicht garantiert, dass sie den Méganes-Posten bekommen, sie sind nur die heißesten Anwärter darauf. Aber es sind sicher noch andere Paare im Rennen. Und mit 17 wären sie schon noch zu jung dafür, gleich in diese Verantwortung zu gehen (zumal man ja bei Canda anfangs auch merkt, wie wenig sie wirklich weiß und dass sie sozusagen gerade erst die Schulzeit hinter sich hat). Aber es zeichnete sich ein gerader Karriereweg ab, der sie in den kommenden zehn Jahren (Pi mal Ghan) in Richtung Thron geführt hätte.


    Liebe Grüße :winken:
    Nina

  • So, nun mußte ich auch zuende lesen !
    Irgendwie geht diese LR sehr weit auseinander, oder bilde ich mir das nur ein !?


    Der dunkle Kuss der Sterne hat es jetzt glaube ich auf Platz 1 in meiner "Nina Blazon Liste" gebracht... wobei mich die anderen fantastischen Jugendbücher auch alle sehr begeistert haben.
    Das Buch hat mir absolut gut gefallen... von vorne bis hinten, über die Protagonisten bis hin zu den Nebenfiguren, die Schauplätze, fantastischen Elemente. Und last not least der tolle, packende Schreibstil !


    Wow !!


    Jetzt muß ich mich erst mal sortieren bevor ich direkt was zum Abschnitt schreiben kann.

  • Das hätte ich wohl besser darstellen sollen: Es ist nicht garantiert, dass sie den Méganes-Posten bekommen, sie sind nur die heißesten Anwärter darauf. Aber es sind sicher noch andere Paare im Rennen. Und mit 17 wären sie schon noch zu jung dafür, gleich in diese Verantwortung zu gehen (zumal man ja bei Canda anfangs auch merkt, wie wenig sie wirklich weiß und dass sie sozusagen gerade erst die Schulzeit hinter sich hat). Aber es zeichnete sich ein gerader Karriereweg ab, der sie in den kommenden zehn Jahren (Pi mal Ghan) in Richtung Thron geführt hätte.


    Liebe Grüße :winken:
    Nina


    Es hat mich auch gewundert, dass sie mit 17 und so wenig Vorbereitung schon diese große Macht übernehmen sollen. Aber ich glaube, im Lauf des Buch kommt auch irgendwo zur Sprache, dass es auch noch andere Anwärter geben könnte.


  • Sehr gut dargestellt fand ich, dass nun nicht alle vor Freude tanzen, als die Stadt zerstört wurde. Obwohl ich nicht weiß, warum sie zerstört werden musste.


    Ja, das war gut dargestellt... und ist ja auch klar, das die ganzen Menschen die jetzt ihre Gaben verloren haben nicht vor Freude jubeln. Ich hoffe das der eine oder andere, wenn er drüber nachdenkt was da abgelaufen ist, noch zur Vernunft kommt. Die anderen werden dann eher verbittert auf Rache sinnen, oder ?!


    Ich finde für eine Art "Revolution" ist hier erstaunlich wenig Blut geflossen.


    Kann nicht genau sagen warum aber irgendwie hatte ich mir den Schluss spektakulärer vorgestellt.


    Hm, ich fand den Schluß jetzt nicht gerade völlig unspektakulär ?!


    Ich weiß immernoch nicht, wie es dazu kommen konnte, dass man die Freundschaft mit den Lichtern verraten hat.


    ... das habe ich mir mit schlichter Machtgier erklärt. "Ziemlich menschlich", leider.


    Wieso konnte sich Amad nicht befreien?


    Weil es jemanden von außen braucht um eine "Gabe" zu befreien oder ?


    Und dann ist alles schön und ich hätte der Megan trotzdem gegönnt noch einmal mit ihrem Geliebten sprechen zu können. Wenigstens hätten sie sich verabschieden können. Tat mir leid, auch wenn sie keinen schönen Part hatte.


    Sie hat schon ein ziemlich fieses Schicksal gehabt. Was aber trotzdem nicht entschuldigt das sie so eine fiese Herrscherin geworden ist.
    Eine geläuterte Mégane wäre für mich unglaubwürdig gewesen.



    Canda hat sich wirklich sehr verändert. Mutig und kämpferisch betritt sie ihre Heimatstadt. Toll, das alle vier Lichter mit ihr kommen.


    Ja, Canda hat sich toll entwickelt... und viel von Amad gelernt !
    Und "ihre" Lichter halten jetzt zu ihr, das ist toll ! Es ist ja auch gut erklärt, das die drei Lichter ihre Entwicklung miterlebt haben und ihr deshalb jetzt vertrauen. Und Kallas merkt es auch an Candas Taten.



    Besonders die Mutter hat mich nochmal sehr erzürnt. Sie sind alle gefangen in ihren verkrusteten Vorstellungen von einer Welt, in der die Mächtigen die Niederen unterdrücken und in der es in Ordnung ist, andere Wesen als Sklaven zu halten und nicht nur ein Menschenleben lang, sondern auf ewig, wenn es gehen würde. Dafür werden sogar die Menschen, die nicht mehr ins Schema passen in einen tiefen Schlaf versetzt, so dass sie ihr Leben verschlafen müssen.


    Hm, ich weiß gar nicht wer da schlimmer ist... der Vater, der sich einfach komplett abwendet oder die Mutter die im Rahmen ihrer verqueren... äh... Mutterliebe noch versucht, Canda "auf den rechten Weg zurückzuführen.


    Vida war also zumindest keine Verräterin, Lügnerin, aber sie bleibt bis zum Ende des Buches farblos... und sie bleibt bei dem "was sie immer hatte".
    Wobei man ja gerechterweise auch sagen muß das sie ja nichts anderes kennt und jetzt wohl auch nicht wirklich über die Geschehenisse aufgeklärt wurde.Und eine Entscheidung für Canda wäre eben automatisch eine gegen ihre Eltern.


    Beide Liebespaare finden wieder zueinander. Canda kann Amad finden und erlösen und ihr Glück macht mich wirklich mehr als zufrieden. Dass Kallas ihren Rabenmann auch wieder bekommt war schön – aber ein, zwei Sätze mehr über die beiden hätten mir echt gut gefallen, denn die beiden sind auch ein sehr interessantes Paar.


    Hm, aber auch ein, zwei Sätze mehr hätten das Bild ja nicht wirklich rund machen können. Die Liebesgeschichte der beiden war eben auch so eine "Nebenhandlung".

  • Hm, ich fand den Schluß jetzt nicht gerade völlig unspektakulär ?!


    Ich hatte das Gefühl es fehlte was. wie gesagt, ich kann es nicht erklären, aber die Rätsel waren so interessant und dann löst sich alles so leicht auf.


    ... das habe ich mir mit schlichter Machtgier erklärt. "Ziemlich menschlich", leider.


    Ich weiß nicht, vielleicht bin ich nicht so sehr von der völligen Verderbtheit der Menschen überzeugt.Ein Verrat in diesem Umfang? Es gab keine not dazu und der "geschäftliche" erfolg kam ja erst viel später.


    Weil es jemanden von außen braucht um eine "Gabe" zu befreien oder ?


    ja, wenn sie innen ist, aber Amad war ja schon in einem Körper außen. wie das sein konnte wissen wir auch nicht, oder? Wie hat sie ihn kontrolliert? Erpresst? Aber er wußte doch, dass e sich auf sie nicht verlassen kann, er war klüger und hätte sicher Kontakte aufnehmen können, oder?


    Sie hat schon ein ziemlich fieses Schicksal gehabt. Was aber trotzdem nicht entschuldigt das sie so eine fiese Herrscherin geworden ist.
    Eine geläuterte Mégane wäre für mich unglaubwürdig gewesen.


    Ich rede nicht von geläutert, aber ich hätte ihr einfach gegönnt, mit dem Mann noch einmal sprechen zu können, den sie geliebt hat und er sie. sicher wäre es eine Qual für sie gewesen, von ihm zu hören wie sein Leben war, aber sie waren auch ein Liebespaar und sie war in ihrer Gesellschaft gefangen. Da auszubrechen ist schon schwer, wie wir ja gesehen haben. Hätte Amad ihr helfen können?


    Ja, Canda hat sich toll entwickelt... und viel von Amad gelernt !
    Und "ihre" Lichter halten jetzt zu ihr, das ist toll ! Es ist ja auch gut erklärt, das die drei Lichter ihre Entwicklung miterlebt haben und ihr deshalb jetzt vertrauen. Und Kallas merkt es auch an Candas Taten.


    Ich finde das eben nicht so, denn mutig war sie schon von Anfang an. ihr fehlte Wissen, das hat sie nun und eine Portion Erfahrung, aber sie war schon immer ein guter, hilfsbereiter und mutiger Mensch. Das hätten ihre Lichter auch wissen können auch Calla. Ihr WESEn hat sich nicht verändert.


    Hm, ich weiß gar nicht wer da schlimmer ist... der Vater, der sich einfach komplett abwendet oder die Mutter die im Rahmen ihrer verqueren... äh... Mutterliebe noch versucht, Canda "auf den rechten Weg zurückzuführen. .


    Den rechten oder besser ihren Weg. Wenn jemand solange in einer solchen Gesellschaft gelebt hat, dann hat er sich an das Leben gewöhnt und er rechnet damit, dass die Feinde mit ihm so umgehen wie er mit ihnen. Das Leben der Eltern ist vorbei. Sie werden jetzt obdachlos und arm in einem Gebiet leben, das sie auch nicht kennen und unter Menschen, die sie nicht lieben. In ihren Augen hat Canda ihr Leben zerstört.



    Vida war also zumindest keine Verräterin, Lügnerin, aber sie bleibt bis zum Ende des Buches farblos... und sie bleibt bei dem "was sie immer hatte".
    Wobei man ja gerechterweise auch sagen muß das sie ja nichts anderes kennt und jetzt wohl auch nicht wirklich über die Geschehenisse aufgeklärt wurde.Und eine Entscheidung für Canda wäre eben automatisch eine gegen ihre Eltern. .


    Wissen wir denn nun, was passiert ist? Hat sie gelogen oder wurden die Schriftstücke gefälscht? Was hat man ihr erzählt? Was ist in dieser Nacht passiert? Ich habe da nichts gelesen. Ohne ihre lichter ist sie ein kleines verschüchtertes Mädchen.


    Hm, aber auch ein, zwei Sätze mehr hätten das Bild ja nicht wirklich rund machen können. Die Liebesgeschichte der beiden war eben auch so eine "Nebenhandlung".


    War es eine Nebenhandlung? Es ging doch die ganze Zeit um dieses Liebespaar. An denen hat mir nichts mehr gefehlt, aber am Schicksal Tians, der von den Lichtern auch nur benutzt wurde.


    Edit Tammy: Zitate repariert.

  • Zitat

    War es eine Nebenhandlung? Es ging doch die ganze Zeit um dieses Liebespaar. An denen hat mir nichts mehr gefehlt, aber am Schicksal Tians, der von den Lichtern auch nur benutzt wurde.


    Es waren Kallas und ihr Liebster gemeint. ;)


  • Ja, genau, ich bezog mich auf gagamaus Satz, die gerne ein, zwei Sätze zu Kallas und Gavran gehabt hätte.


    Ja, das habe ich schon verstanden. Die Liebesgeschichte zwischen den beiden zieht sich doch durch das Buch, Durch Candas Träume und dann durch Kallas Erzählungen. Da es eigentlich die beiden sind, die sich lieben und nicht Tian und Canda, ist es eigentlich ihre Geschichte.

  • Ich finde, es ist Candas Geschichte.
    Aber Du hast schon recht: die beiden sind wichtig, weil sie ja quasi die Auslöser für das geschehen waren.
    Ich habe aber da nichts vermisst, denn das wäre irgendiwe wieder ein ganz neuer Zweig gewesen - also, nur ein zwei Sätze hätten nichts verändert (an der Gewichtung) aber ein ganzes Kapitel wäre dann mM nach zu viel gewesen.
    Das Wesentliche war ja klar - also, das sie sich lieben und warum sie das (mit Tian) getan haben usw...

  • Hallo Ihr Lieben,


    ich habe das Buch heute auch beendet und bin total begeistert. Ein ganz tolles Buch und ein ganz tolles Ende.


    Man, habe ich noch gezittert. Was für einen wahnwitzigen Plan sich Canda da ausgedacht hatte, war mir gar nicht klar. Dafür hat der Mégan sie ja ziemlich schnell durchschaut und zeigt auch gleich, dass er zumindest nicht über die Gabe "Mitgefühl" verfügt. Was für ein kalter Mensch. Bedroht er auch noch Vida. Furchtbar! :o


    Bei der Auflösung am Ende war ich dann auch richtig platt: So viele Menschen, die eingesperrt vor sich hinvegetieren, gut wie schlafen wohl, aber trotzdem und das nur, damit die "Gaben" an andere verliehen werden können, um irgendwo Kriege zu führen oder sonstiges Übel zu verbreiten oder einfach nur Geld zu verdienen. Das Schicksal von der Mégane hat mich dann auch ganz schön geschockt. Wie übel, dass sie zum einen ihre große Liebe verliert und dann andauernd genau mit dem gequält wird, der sie verraten hat. Das ist wirklich übel. Irgendwo kann ich verstehen, dass sie so hart geworden ist. Anders hätte sie dieses Leben wohl nicht ertragen. Wie grausam, wenn man zu einer Zweiheit gezwungen wird, die das gesamte Leben lang von Abneigung und Verachtung geprägt ist. Möchte ich mir gar nicht vorstellen. :o Entsprechend fand ich ihr Ende einfach nur stimmig. Sie hat sich zu hart gegen die Welt gemacht, um nochmal mit ihrer gealterten und um Jahre betrogenen Liebe sprechen zu können und so war der Tod ja zumindest eine Erlösung.


    Ich fand das toll gemacht, dass durch das Durchstoßen von Canda durch dieses "Glas" das gesamte Gefängnis Risse bekommt und wirklich alle "Lichter" und auch die gefangen gehaltenen Menschen befreit werden. Jetzt erst wurde auch mir klar, dass ihre Eltern gar nicht so herzlos waren, sondern Canda zumindest vor einem langen Dahinsiechen bewahrt haben. Oh man, was für ein grausames Schicksal. :o


    Schön fand ich auch das Wiedersehen und sich wieder in den Armen halten können von Gavran und Kallas. Das war einfach wunderbar beschrieben, die Gedanken von Canda dazu war auch so richtig schön passend und ich habe mich wirklich für das Päarchen gefreut, dass sie endlich wieder vereint sind. Was für ein grausames Schicksal. :o


    Schade, dass auch Vida sich schließlich von Canda abwendet, aber sie hat einfach noch nichts anderes gesehen und für sie muss Canda einfach eine Verräterin sein. Vielleicht lernt sie irgendwann mal, wer die wahren Verräter waren, aber im ersten Schock kann ich schon verstehen, dass sie sich für ihre Eltern und das entscheidet, was sie ihr Leben lang kennt. Canda ist den langen Weg bis zu ihrer Erkenntnis ja schon gegangen.


    Alles in allem bin ich total begeistert und schwelge immer noch so ein bisschen mit Canda und Armad. :flirt:


    Liebe Grüße
    Tammy :winken: