03 - S. 125 - S. 207 (Teil II)

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  • Bin noch nicht ganz durch. Aber die Wüste hat sie schon hinter sich und ich fand die Beschreibung sehr schön. Faszinierend, die Geschichten in der Höhle und das Geheimnis ihres Begleiters.
    Vor allem habe ich mich gefreut, dass sie ihm endlich mal paroli gegeben hat. Ich habe mich die ganze zeit über seine Arroganz geärgert, sie zu verurteilen, ohne sie zu kennen. Selbst von sich nichts preiszugeben, aber über sie alles zu wissen.

  • Dieser Abschnitt war so spannend und es ist so viel passiert - ich habe soviele gelbe Post-its reingeklebt wie noch nie in so einem kurzen Abschnitt. ;D


    Los geht der Abschnitt schon damit, dass sie die beiden Wächter Tians tot vor den Stadttoren findet. Die Herrscher sind ja tatsächlich ziemlich schnell mit dem Todesurteil bei der Hand. Ein Zeichen dafür, dass Canda sich wirklich in Acht nehmen muss was auch immer sie rausfindet und was noch alles passiert.
    Ziemlich schnell erkennt der Leser, dass Canda ohne Amadar in der Wüste verloren wäre. Sie ziert sich noch etwas mit dieser Erkenntnis, meint alles wäre ganz einfach. Aber auch sie wird klüger. Spätestens als die Ungeheuer über sie herfallen und Amadar sie nur knapp mit seinem Feuerschutzring retten kann. Diese Action-Szene hat mir super gefallen. Die Monster waren gut beschrieben - so was finde ich wichtig. (Bei meinem letzten Buch hat der Autor vor der Beschreibung seiner Ungeheuer zurückgeschreckt.)


    Canda findet eine Höhle mit rätselhaften blauen Zeichnungen. Diese Sequenz habe ich am Schluss dieses Abschnittes nochmal gelesen - nachdem Amadar sein Märchen erzählt hat und die Ähnlichkeiten mit den Höhlenmalereien erwähnt wurden. Hier liegt sicherlich ein Schlüssel zu wirklichen Vergangenheit von Candas Familie und aller Oberen aus der Stadt. Mir scheint, hier hat jemand die Geschichte umgeschrieben und erzählt jetzt nachfolgenden Generationen bewusst die Unwahrheit. Hier muss ich an die Mégana und den Megan denken. Diese Zweiheit ist mir ja nicht ganz geheuer.
    Canda hängt ihr Herz an den Hund und verhält sich mal wieder so was von unvorsichtig bei den Brüdern im Dorf.Ein zweites Mal muss Amadar ihr Leben retten und ab dann nennt sie ihn Amad - finde ich interessant, dass das auch in der Erzählung so gehandhabt wird. Mach ich es also auch so. :)


    Canda und Amad führen fortwährend Scheingefechte mit Worten. Die machen mir natürlich viel Spaß zu lesen. Und man merkt schon, dass es langsam anfängt zu knistern. Er wird immer freundlicher zu ihr. Seine Stimme ist jetzt oft sanft, sie erkennt, dass er kein gefühlskalter Klotz ist, sondern dass es in ihm innerlich rumort. Da mehrmals beschrieben wird, dass er kühl, kalt oder sogar eiskalt ist (körperlich meine ich) musste ich immer wieder - sorry - an Edward aus Biss... denken. Nur wegen der Temperatur, freilich. ;D
    Er bleibt weiter geheimnisvoll. Von wem war beispielsweise der Ring, den Canda heimlich an sich genommen hat? (Was ich nicht so gut fand, denn er hat ihn ja absichtlich dort vergraben. Das gibt sicherlich noch einen Streit.) Und wo kommt er wirklich her. Er hüllt sich in Schweigen. Sie ist mehr und fasziniert. Ganz eindeutig wird die Sache, als er sie umarmt und sie ganz andere Gefühle hat, als wenn Tian sie umarmt hat. Ich denke, sie liebt Tian wie einen Bruder. ;) Und so Sätze wie: wenn du fällst fange ich dich auf. Oho. Er ist aber auch ein toller Typ. Seufz.


    Eine schöne Kleinigkeit ist, dass er sie immer wieder anders nennt- fast liebevoll, finde ich.
    Canda Blauhand, Canda Löwenseele, Canda Nachtgespenst. Nina hat es sprachlich wirklich drauf mich zu begeistern.


    Und die Reise der Ungewissheit geht weiter. Wer ist die Frau mit dem silberblonden Haar, die nur kurz vor ihnen diesen Weg genommen hat? Und wer hat hier wem einen seltsamen Hinweis mit blondem und roten Haar hinterlassen? Viele kleine Hinweise aber die Rätsel werden immer verzwickter. Es macht mir großen Spaß zu lesen und zu grübeln. Und wie Canda langsam immer neue Erkenntnisse über die Menschen und die Stadtobersten gewinnt ist einfach spannend und so facettenreich, dass es für zwei Bücher gereicht hätte.


  • Bin noch nicht ganz durch. Aber die Wüste hat sie schon hinter sich und ich fand die Beschreibung sehr schön. Faszinierend, die Geschichten in der Höhle und das Geheimnis ihres Begleiters.
    Vor allem habe ich mich gefreut, dass sie ihm endlich mal paroli gegeben hat. Ich habe mich die ganze zeit über seine Arroganz geärgert, sie zu verurteilen, ohne sie zu kennen. Selbst von sich nichts preiszugeben, aber über sie alles zu wissen.


    Ich finde ja sie eigentlich viel arroganter und ignoranter - am Anfang zumindest. Sie hält sich eindeutig für was Besseres. Er ist ja nur ein Sklave, ein Nichts. Auch die anderen Menschen außerhalb der oberen Stadt sind doch alle häßlich und unwichtig. Er ist unterkühlt und hält ihr den Spiegel vor, was teilweise für sie fast schmerzhaft ist.
    Dass er ihr nichts erzählt, kann natürlich einige Gründe haben. Z.B. den, dass die Mégana ihm verboten hat, ihr etwas zu erzählen. Er weiß ja auf jeden Fall mehr vom wirklichen Leben als sie aus ihren vielen Büchern - die wahrscheinlich tatsächlich getürkt sind. Er sagt ja so schön, die Buchschreiber können die Wahrheit schreiben oder eine Lüge, wie will sie in ihrem goldenen Turm das wissen.


    Beide sind also am Anfang unfreundlich und kratzbürstig zueinander. Aber im Laufe ihrer abenteuerlichen Reise lernen sie sich nach und nach immer mehr richtig einzuschätzen und vielleicht sogar zu schätzen.


    Mir gefällt die Entwicklung dieser Beziehung wirklich sehr gut.

  • Sie ist nicht wirklich arrogant, sie weiß es nicht anders. Er schon!
    Sie ist mit einem Wissen aufgewachsen, das bisher noch nie infrage gestellt wurde. So wie er sich benimmt, hat sie keine andere Chance als arrogant zu reagieren. Wie man in den Wald reinruft. :-\
    Sie hat sich vorher doch ziemlich erniedrigt, nur weil sie um ihre Liebe kämpft. Wenn er netter zu ihr gewesen wäre, hätte sie sicher sich nicht auf das Gebiet zurückziehen müssen, das sie kennt. Er verunsichert sie und das ziemlich mit Absicht.


  • Sie ist nicht wirklich arrogant, sie weiß es nicht anders. Er schon!
    Sie ist mit einem Wissen aufgewachsen, das bisher noch nie infrage gestellt wurde. So wie er sich benimmt, hat sie keine andere Chance als arrogant zu reagieren. Wie man in den Wald reinruft. :-\
    Sie hat sich vorher doch ziemlich erniedrigt, nur weil sie um ihre Liebe kämpft. Wenn er netter zu ihr gewesen wäre, hätte sie sicher sich nicht auf das Gebiet zurückziehen müssen, das sie kennt. Er verunsichert sie und das ziemlich mit Absicht.


    Ich habe es ganz anders empfunden. Vielleicht liegt das ja an der Ich-Person. Von ihr weiß ich genauer, was sie denkt und fühlt. Und das fand ich überheblich und besserwisserisch. Ich finde nicht, dass er sie besonders angegriffen hat. Ich fand, er war unfreundlich. Aber das war sie ja auch. Von ihren Motiven weiß ich mehr, von seinen weiß ich nur, dass er den Befehlen der Megana folgen muss, ob er will oder nicht. Ich fand ihn von Anfang an als den Typ rauhe Schale, weicher Kern. Mir gefällt er. ;D

  • Aber gerade, weil ihre Gedanken bekannt sind, wissen wir doch, wie verunsichert sie ist, wie verletzt und dann kommt einer und haut in die Wunde? Er weiß alles von ihr, sie nichts von ihm. Viele ihrer Angriffe an ihn sind Provokationen um ihn aus der Reserve zu locken. Sie hat doch nichts anderes gelernt? Kannst Du Dir nicht vorstellen, wie schlimm es ihr geht?


  • Canda und Amad führen fortwährend Scheingefechte mit Worten. Die machen mir natürlich viel Spaß zu lesen. Und man merkt schon, dass es langsam anfängt zu knistern. Er wird immer freundlicher zu ihr. Seine Stimme ist jetzt oft sanft, sie erkennt, dass er kein gefühlskalter Klotz ist, sondern dass es in ihm innerlich rumort. Da mehrmals beschrieben wird, dass er kühl, kalt oder sogar eiskalt ist (körperlich meine ich) musste ich immer wieder - sorry - an Edward aus Biss... denken. Nur wegen der Temperatur, freilich. ;D


    Oh Mann, schon ertappt! ;)


    Und ansonsten lese ich hier mit angehaltenem Atem mit und denke bei jeder Frage: Oh, oh, habe ich das später wirklich gut erklärt?
    Ihr lest wirklich supergenau, Sherlocks! :daumen:


    Liebe Grüße!
    Nina

  • Hallo Ihr Lieben,


    ich habe diesen Abschnitt quasi auch verschlungen, da er einfach so spannend und bildlich beschrieben ist, dass ich kaum mit dem Lesen aufhören konnte. Ganz großartig.



    Los geht der Abschnitt schon damit, dass sie die beiden Wächter Tians tot vor den Stadttoren findet. Die Herrscher sind ja tatsächlich ziemlich schnell mit dem Todesurteil bei der Hand. Ein Zeichen dafür, dass Canda sich wirklich in Acht nehmen muss was auch immer sie rausfindet und was noch alles passiert.


    Das hat mich richtig geschockt, dass sie die beiden armen Wächter gleich erhängt haben. :o Ich muss ja sagen, dass das Bild der Stadt immer grausamer wird. Sie verstecken sich zwar hinter Regelwerken und Gesetzen, aber eigentlich sind sie ziemlich grausam und gerade die Oberen halten sich eindeutig für etwas Besseres. Das sieht man ja auch ganz gut an Canda, die erst langsam lernen muss, dass sie auch nicht so viel besser, als die "anderen" Menschen ist.



    Ziemlich schnell erkennt der Leser, dass Canda ohne Amadar in der Wüste verloren wäre. Sie ziert sich noch etwas mit dieser Erkenntnis, meint alles wäre ganz einfach. Aber auch sie wird klüger. Spätestens als die Ungeheuer über sie herfallen und Amadar sie nur knapp mit seinem Feuerschutzring retten kann. Diese Action-Szene hat mir super gefallen. Die Monster waren gut beschrieben - so was finde ich wichtig. (Bei meinem letzten Buch hat der Autor vor der Beschreibung seiner Ungeheuer zurückgeschreckt.)


    Oh ja, das wird ziemlich deutlich, dass Canda ohna Amad nicht wirklich weit kommen würde. Diese Ungeheuer waren wirklich sehr gut beschrieben und ich hatte eine richtige Gänsehaut, als die andauernd um dieses Feuer herum geschlichen sind. Das waren ja richtige Alptraum-Geschöpfe. :o Aber wer hat sie mit Absicht in diese Hölle gesperrt und diese Falle errichtet? Ich will ja immer noch nicht glauben, dass es Tian ist, der wirklich den Tod von Canda riskieren möchte, aber immer mehr deutet tatsächlich daraufhin, dass er vielleicht doch nicht der war, den er vorgegeben hat zu sein.
    Erschreckend fand ich dabei auch Canda's Traum: Zu denken man hat einen geliebten Menschen wiedergefunden und dann von dem, auch wenn es nur ein Traum ist, erstochen zu werden, ist wirklich heftig. Der Traum hat sich auch ganz schön real angefühlt. Ob sie da etwas Wahres geträumt hat? Aber wenn ja, was?



    Canda findet eine Höhle mit rätselhaften blauen Zeichnungen. Diese Sequenz habe ich am Schluss dieses Abschnittes nochmal gelesen - nachdem Amadar sein Märchen erzählt hat und die Ähnlichkeiten mit den Höhlenmalereien erwähnt wurden. Hier liegt sicherlich ein Schlüssel zu wirklichen Vergangenheit von Candas Familie und aller Oberen aus der Stadt. Mir scheint, hier hat jemand die Geschichte umgeschrieben und erzählt jetzt nachfolgenden Generationen bewusst die Unwahrheit. Hier muss ich an die Mégana und den Megan denken. Diese Zweiheit ist mir ja nicht ganz geheuer.


    Ja, mir scheint es auch so, dass da wohl jemand die Geschichte umgeschrieben hat und auch das Thema mit der Zweiheit scheint auf einer Lüge zu basieren. Oh man, ich bin ja wirklich schon sehr gespannt, was Canda da noch alles aufdeckt, aber ich habe die Befürchtung, dass viel von ihrem Leben auf einer Lüge basiert... :o



    Aber gerade, weil ihre Gedanken bekannt sind, wissen wir doch, wie verunsichert sie ist, wie verletzt und dann kommt einer und haut in die Wunde? Er weiß alles von ihr, sie nichts von ihm. Viele ihrer Angriffe an ihn sind Provokationen um ihn aus der Reserve zu locken. Sie hat doch nichts anderes gelernt? Kannst Du Dir nicht vorstellen, wie schlimm es ihr geht?


    Die beiden schenken sich schon gegenseitig nichts. Wir erleben natürlich, wie sehr Canda immer verletzt wird und mir tut das auch immer richtig weh, da es sie ja schon richtig hart trifft und auch oft ungerecht ist. Aber gleichzeitig begegnet auch sie ihm mit einer Menge Vorurteilen. Ich denke ihr ist Vieles nicht bewusst und seine Art ist schon heftig, aber ich glaube, sie braucht auch solche "kalten Duschen", um das was sie bis dato gelernt hat, auch wirklich zu hinterfragen. Schön langsam wird ihr aber auch klar, dass er nicht so kalt ist, wie er sich nach außen gibt. Ich bin ja sehr neugierig, wer seine große Liebe ist, für die er sich als Sklave herum schubsen lässt und was ihm widerfahren ist.


    Natürlich finde ich es auch schön ihre langsame Annäherung zu lesen. Gerade wenn Tian wirklich komplett falsch gespielt haben sollte, hat Canda es verdient, dass sie jemanden findet, der sie "auffängt, wenn sie fällt". Herrlich, dieser Satz hat ja gleich meine romantische Ader pulsieren lassen. :herz: ;D


    Liebe Grüße
    Tammy :winken:

  • Ja, der Abschnitt ließ mich kaum mal Luft holen zwischendurch - toll !!!
    Und da ist viel zu viel was ich jetzt eigentlich gerne posten würde.


    Das mit den beiden Wächter fand ich auch ziemlich schrecklich. Zumal es so UNGERECHT ist, weil ja wirklich niemand Canda direkt erkannt hat, ohne ihren Glanz, Wie kann man das denn den Wächtern zum Vorwurf machen, das sie das "unbekannte Mädchen" aufgehalten haben ?
    Hätten sie eine, die Canda ähnlich zieht fälschlich durchgelassen, wären sie auch hingerichtet worden.
    Toller Job !!!


    Überhaupt zweifle ich immer mehr an dieser Gesellschaft. :o


  • An dieser Gesellschaft zweifelt man doch von Anfang an. Das ist nichts überraschendes. Es ist eine feudale Hierarchie.
    Interessant ist nur, was war denn mal der Ausgangspunkt sich so zu organisieren und gibt es besseres auf dieser Welt?
    Das komische ist, dass gerade solche Handlungsweisen in der realen Welt auch existieren. Sie waren in dem Fall der "Kolateralschaden". Es ja auch ungerecht Canda gegenüber, sie hätte die beiden nicht hingerichtet.

  • In diesem Abschnitt steht ein kleiner Satz, der uns zeigt, das es bei Canda und Tian eben doch nicht die "Liebe" ist, wie man sie sich bei einem Paar vorstellt... sondern eben viel mit Freundschaft, Gewohnheit, Vertrauen zu tun hat (zumindest ist es das, was Canda beschreibt bzw wir aus ihren Gedanken herauslesen)
    Auf S. 189 lösen seine Berührungen "einen Funkenschauer aus Empfindungen" aus und die denkt, das das eben "ganz anders ist als bei Tian". Oh oh...


    Jetzt gerade würde mich eine weitere Annäherung der Beiden übrigen eher stören als freuen...
    Nicht "wirklich stören" aber ich fände es gerade fast überflüssig ;)
    Ich brauche aber eh nicht zwingend eine Liebesgeschichte für ein "gutes Buch".


    Aber ich sehe schon so zarte Annäherngen bei den beiden.


    Was das "rumzicken" angeht war ich übrigens wie gagamaus eher auf Amads Seite ;)
    Natürlich hast Du Recht, Rhea, wenn Du sagst das sie eben keinen weiten Horizont, keine Erfahrungen hat.
    Aber hier würde ja auch schon gesunder Menschenverstand reichen und "Höflichkeit" (die sich mit Sicherheit gelernt hat... aber natürlich nicht Ihresgleichen gegenüber ::) )
    Ich finde sie ziemlich überheblich und kann gut verstehen, das Amad sie da auf den Boden der Tatsachen zurückbringt.
    Seine Methoden sind natürlich auch nicht wirklich angemessen, etwas "netter" hätte er da schon sein können.


    Aber zB als sie ihre Hündin wieder haben wollte - hätte sie da auf seine Argumente gehört ? Ich glaube nicht.


    Und das sie ihn immer wieder als Sklaven bezeichnet (egal ob er nun einer ist oder nicht) geht schon heftig unter die Gürtellinie.


    Alles in allem geben sie sich wohl tatsächlich nicht viel.


    Für mich gibt wohl der Standesdünkel den Ausschlag, das ich mich etwas mehr auf Amads Seite stelle.


  • Nina, ist das jetzt richtig so, das er Amad heißt und das "ar" als Endung nicht zum Namen gehört, sondern die Sklavenbezeichung ist ?


    Ich glaube, so hat Nina es gemeint. Amad nennt Canda doch einmal Canda-Ar und sie ist glaub ich erschrocken, dass er sie mit einem Sklavennamen belegt? Find die stelle gerade nicht.


    Und mich hat auch der Standesdünkel gestört, den sie an den Tag legt. Wobei der wahrscheinlich nicht von ihr alleine gepflegt wird. Die ganze Gesellschaft ist ziemlich menschenverachtend, finde ich und die Untergebenen werden husch, husch mal erschossen, weil sie einen kleinen Fehler begangen haben. :(

  • Oh Mann, schon ertappt! ;)


    Und ansonsten lese ich hier mit angehaltenem Atem mit und denke bei jeder Frage: Oh, oh, habe ich das später wirklich gut erklärt?
    Ihr lest wirklich supergenau, Sherlocks! :daumen:


    Liebe Grüße!
    Nina


    Liebe Nina, schon mal danke für den netten jungen Mann. Er gefällt mir wirklich sehr gut. ;)


    Ja, das ist das Schöne bei Leserunden. Jedem fällt ein Futzelchen auf und alle machen daraus ein genaues Bild. Aber ich bin zuversichtlich. :) Du löst sicherlich alle Rätsel auf, das mitpuzzeln ist einfach zu schön.


  • Ja, mir scheint es auch so, dass da wohl jemand die Geschichte umgeschrieben hat und auch das Thema mit der Zweiheit scheint auf einer Lüge zu basieren. Oh man, ich bin ja wirklich schon sehr gespannt, was Canda da noch alles aufdeckt, aber ich habe die Befürchtung, dass viel von ihrem Leben auf einer Lüge basiert... :o


    Es war ja wohl relativ einfach ihr und ihresgleichen was vorzumachen. Wenn sie nie ihre Räume im "Obergeschoss" verlassen haben, nur mit Ihresgleichen geredet haben, die Bücher wahrscheinlich alle manipuliert sind... Und sie war vielleicht auch ein bisserl naiv und blauäugig, hat sich nur mit Tian beschäftigt und damit, glücklich zu sein und hat nicht rechts und nicht links geschaut. Dass sie so gar nichts bemerkt hatte und die Bevormundung und die strengen Regeln von ihr ohne Hinterfragung hingenommen wurden überrascht mich ein bisschen - Junge Menschen in unserer Welt sind da ja eher mal rebellisch oder wollen was ändern.

  • Unglaublich ereignisreicher Abschnitt – ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll!!!


    Schon gleich zu Beginn war ich über die beiden hingerichteten Wächter von Tian schockiert, und ich glaube auch Canda hat dieser Anblick zugesetzt.
    Ein weiterer Beweis dafür, dass in Ghan zumindest mit den Niederen im System nicht lange gefackelt wird! :o


    Und ganz aus dem Nichts kommt dann die fesselnde Kampfszene mit den gruseligen Monstern – toll beschrieben.
    Sie hat mich total überrascht, weil ich überhaupt nicht mit diesem Fantasyanteil und den gruseligen Kreaturen der Wüste gerechnet hatte! Wirklich toll gemacht!
    Nun zeigt sich auch schnell, dass Canda dringend auf die Hilfe von Amadar angewiesen ist, denn in ihrer Unerfahrenheit tappt sie von einer Falle in die nächste!
    Und auch hier stellt sich die Frage, wer diese Falle mit Kreaturen aufgestellt hat.
    Ganz offensichtlich sollten etwaige Verfolger getötet oder zumindest aufgehalten werden – sie sind also auf der richtigen Spur.
    Spannend fand ich ja auch dieses „Schlachtfeld“ aus dem vergangenen Krieg und vor allem die Höhle mit den geheimnisvollen Fresken, die darin verborgen waren. Dies wird sicher auch noch eine Rolle spielen wird!
    Ich habe ja jetzt schon das Gefühl, dass in Ghan die Vergangenheit von den Herrschern ziemlich frisiert worden ist und längst nicht alle Geheimnisse der Bevölkerung bekannt sind. ;)
    Und natürlich deutet vieles darauf hin, dass Amad(ar) ;D wesentlich mehr darüber Bescheid weiß.


    Toll finde ich auch die „Graue“ und wie Canda sich für sie einsetzt (auch wenn sie sich da schon wieder in Gefahr gebracht hat!).
    Schließlich kann man bei so einer heiklen Mission, jeden treuen Gefährten brauchen.
    Nach dem Tauschgeschäft mit den Pferden ist mir erst klar geworden, warum sie mit den Hunden losgezogen sind!
    Sehr irritiert hat mich diese blonde Schönheit – eigentlich müsste doch auch sie diesen Weg genommen haben. Gehört sie zu den Entführern von Tian?
    Aber als Canda später im Busch diese seltsame Spur mit blondem und roten Haar entdeckt hat, kamen mir wieder Bedenken. Wieso sollten sie Hinweise legen? Das finde ich wirklich sehr merkwürdig. ???
    Immer neue Rätsel kommen hinzu und verwirren einen!
    So frage ich mich auch, was es eigentlich mit den Träumen auf sich hat, denn in Ghan sind sie ja sehr bewusst unterdrückt worden.
    Was wollen diese Traumgestalten Canda nur sagen?


    Eins ist klar, nichts ist so wie es anfangs schien…sehr faszinierend! 8)


  • So frage ich mich auch, was es eigentlich mit den Träumen auf sich hat, denn in Ghan sind sie ja sehr bewusst unterdrückt worden.


    Und ich denke mittlerweile das sie nicht zum Wohle der Menschen unterdrückt werden sondern zum Machterhalt.


  • In diesem Abschnitt steht ein kleiner Satz, der uns zeigt, das es bei Canda und Tian eben doch nicht die "Liebe" ist, wie man sie sich bei einem Paar vorstellt... sondern eben viel mit Freundschaft, Gewohnheit, Vertrauen zu tun hat (zumindest ist es das, was Canda beschreibt bzw wir aus ihren Gedanken herauslesen)
    Auf S. 189 lösen seine Berührungen "einen Funkenschauer aus Empfindungen" aus und die denkt, das das eben "ganz anders ist als bei Tian". Oh oh...


    Oh oh - das habe ich mir auch gedacht! ;D
    Da bahnt sich aber doch so einiges an ...
    Ich glaube ja auch, dass mittlerweile immer klarer wird, dass Canda Tian zwar geliebt hat, aber eben doch auf einer ganz anderen Basis ... mit großer Leidenschaft scheint das doch nicht viel zu tun gehabt zu haben.


    Zitat

    Natürlich hast Du Recht, Rhea, wenn Du sagst das sie eben keinen weiten Horizont, keine Erfahrungen hat.
    Aber hier würde ja auch schon gesunder Menschenverstand reichen und "Höflichkeit" (die sich mit Sicherheit gelernt hat... aber natürlich nicht Ihresgleichen gegenüber ::) )


    Mir geht es da auch so - ich kann zwar sehr gut verstehen, dass sie sich so überheblich verhält, denn sie hat es ja nicht anders gelernt als sich in einer Führerrolle zu fühlen, aber in der neuen Situation sollte sie sich schon mal etwas mehr zurücknehmen und etwas demütiger zeigen, denn all ihre tollen Gaben helfen ihr auf ihrer ungewissen Mission wenig und letztlich ist sie von Amar abhängig.
    Dies kann sie natürlich schlecht wegstecken... ;) Aber wir sehen ja, sie ist lernfähig und entwickelt sich schnell weiter!


    Zitat

    Ich finde sie ziemlich überheblich und kann gut verstehen, das Amad sie da auf den Boden der Tatsachen zurückbringt. Seine Methoden sind natürlich auch nicht wirklich angemessen, etwas "netter" hätte er da schon sein können.


    Bei Amid habe ich irgendwie auch den Verdacht, dass er sie sehr gerne vom hohen Ross runterholt.
    Außerdem vermute ich fast, dass er seine Gefühle für sie gewaltsam unterdrücken will, sie auf Distanz hält und deshalb extra nicht besonders nett sein will!