02 - S. 63 - S. 122 ("Das 4. Licht" bis Ende Teil I)

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  • Das Haus der Verwaisten soll Candas Zuhause für den Rest ihres Lebens werden. Das ist richtig gruselig. Und die garstige Tante erst. Sicher besser wie getötet werden, was auch möglich gewesen wäre. Aber trotzdem. Erinnert zwar ein bisschen an die Köster, wo die Frauen eintraten, wenn sie keinen Mann fanden oder verwitwet waren, aber glücklich scheinen die Frauen im Verwaisten-Haus nicht zu sein. Eigentlich nur Schatten mit einem Schattenleben - und in Candas Fall kann das ja noch ewig sein.
    Kein Wunder, dass sie da sofort abhaut. Alle scheinen überrascht davon, dass sie so gar nicht die devote und gehorsame Moreno-Tochter ist. Aber wenn man hört, wie mutig und kämpferisch ihre Vorfahren waren, wundert mich das gar nicht. ;D Wahrscheinlich gab es jetzt nur keine Veranlassung zur Auflehnung. Die Ausnahmesituation bringt ganz Neues bei Canda ans Licht.


    In diesem Absatz sind einige Aussagen, wo ich erschrocken oder nachdenklich innehalten musste.
    Z.B., dass sie bis jetzt noch nie die oberen Etagen und den inneren Ring verlassen hat. Das bedeutet ja, sie weiß alles nur vom Hörensagen, war noch nie in der "richtigen" Restwelt. Na da wird sie sicherlich einige Überraschungen erleben. Sie ist ja ziemlich überheblich, was ihre Fähigkeiten in der Wüste betrifft. Da fällt sie sicher noch auf die Nase. ;)


    Auch wird mehr als einmal gesagt, sie wäre nicht mehr schön. Sie hätte ihre Schönheit, ihre vierte Gabe, verloren. Erst störte mich der Begriff etwas, da er so oberflächlich klang. Aber nach ein bisserl Nachdenken habe ich für mich jetzt beschlossen, dass damit wohl weitaus mehr gemeint ist. Sicher auch eine Innere Schönheit, die nach außen gestrahlt hat und diese Schönheit war eine Art Macht, die die anderen Menschen beeinflusst hat, für sie eingenommen hat, sie zu einer Autorität gemacht hat. Schwer zu beschreiben.


    Die Mègana, die ihr den Weg aus dem inneren Ring schließlich ermöglichen hilft, ist eine sehr vielschichtige Person. Hochinteressant. Sie ist keineswegs der gefügige Teil einer Zweiheit, sondern hat durchaus ihre eigene Meinung und tut Dinge, die der Mégan nicht gutheißen würde. Außerdem hatte ich irgendwie das Gefühl, dass die Mégana angedeutet hat, dass sie die Liebe sehr wohl einmal kennengelernt habe und dass es sich dabei NICHT um ihren jetzigen Partner handeln könnte.
    Ihre Bedingungen sind schließlich sehr hart und sie sucht auch ihren eigenen Vorteil darin. Zweifle sehr, dass sie nicht merkt, das Canda sie anlügt mit ihrem Schwur.


    Und dann ist da noch Amadar, der einmal sogar als hässlich beschrieben wird. Auch hier habe ich es mir wieder erklärt, dass alle ohne die Schönheits-Gabe als hässlich gelten, wobei sie für uns Leser durchaus attraktiv ausschauen könnten. Mich würde interessieren, wie Canda und Amadar auf die Leute ohne Gabe wirken. Ob sie da als gutaussehend oder zumindest anziehend durchgehen.
    Wie die beiden sich so gar nicht mögen, finde ich ehrlich gesagt sehr unterhaltsam und interessant. Da kommt auch ziemlich viel über das Land, die Sitten und Gebräuche und natürlich über die beiden raus.


  • Wie die beiden sich so gar nicht mögen, finde ich ehrlich gesagt sehr unterhaltsam und interessant. Da kommt auch ziemlich viel über das Land, die Sitten und Gebräuche und natürlich über die beiden raus.


    Wenn aus den beiden dann ein Paar würde, wäre das aber wirklich blöd, denn das ist ja nun in jeder zweiten Geschichte, dass die, welche sich am Anfang hassen, am Ende ein Paar werden. Das wäre mir zu einfach.
    Er ist wohl in einem Krieg gefangen genommen worden? Kommt ja wohl aus dem Gegenpol, dem Land des ewigen Eises. Ist es verwunderlich, dass er die Wüste meistert? Hat auch er seine Liebe verloren, oder ist er, was seine Wut erklären würde von den oberen auch verraten worden?


  • Wenn aus den beiden dann ein Paar würde, wäre das aber wirklich blöd, denn das ist ja nun in jeder zweiten Geschichte, dass die, welche sich am Anfang hassen, am Ende ein Paar werden. Das wäre mir zu einfach.


    Ich hätte damit kein Problem. Wichtig ist mir, das die Entwicklung der Charakter und der Beziehungen glaubwürdig und spannend erzählt wird. Wer wen bekommt oder nicht und ob das einem Klischee entspricht oder nicht, ist mir relativ egal. Wenn die zwei im Laufe der Geschichte nachvollziehbar ihre Vorurteile revidieren und lernen den anderen mal wirklich anzusehen - über den eigenen Tellerrand hinaus sozusagen - und wenn sie dann romantische Gefühle füreinander entwickeln, finde ich das auch okay. Ich bin offen für alles. :)

  • Puh, das mit dem Ritual und das es nicht klappt die vier Kerzen anzuzünden ist ja unheimlich.


    Und das sind ja dann die vier Gaben von Canda... der Umgang mit Zahlen, das (unfehlbare ?) Gedächtnis. Was ist "der Wegesucher, der weiter sieht als andere" ? Kann sie damit jetzt wortwörtlich ihren Weg finden, bzw den Weg zu ihrem Ziel ? Oder ist es irgendwie im übertragenen Sinne gemeint ?
    Und die vierte ist der "Glanz"... also mehr als Schönheit, wie wir ja auch schon gedacht haben, das es eben eine Ausstrahlung sein muß. die mich mit leichtem Schritt die Schelle zur Kammer aller Herzen überschreiten läßt. -sowas zu verlieren ist dann schon bitter.


    Ich verstehe ja noch nicht,warum ihre Familie nicht will, das sie die verbliebenen drei Gaben für ihr Land einsetzt.
    Wobei ich ja auch nicht weiß, was es bedeuten würde, wenn sie das tut. ("namen los und im Verborgenen" hört sich auch nicht verheißungsvoll an !)
    Allerdings ist die Alternative, die ihre Eltern ihr jetzt zudenken - in diesem Haus der Verwaisten - auch nicht wirklich toll und auf keinen Fall etwas, von dem man denkt, das Eltern ihren Kindern so etwas antun !
    Die Mutter hat ja sogar irgendwann Tränen in den Augen und meint das sie das Beste für ihre Tochter tut.
    Für mich alles komplett undurchsichtig.
    Aber möglicherweise ist es ja wirklich so, das ihr Schicksal außerhalb dieses Hauses NOCH SCHLIMMER wäre !?!


    Die Eltern sind für mich gar nicht einschätzbar.


    Dafür offenbart Tante Maram ziemlich schnell ihren Charakter ... puh.
    Das ganze Haus scheint ja schrecklich zu sein und ich bin froh das Canda ihren Widerwillen und ihre Angst, dort ihr ganzes Leben zu verbringen direkt in Fluchtpläne umsetzt !
    Da muß man Maram ja fast dankbar sein, denn mit ihrem Verhalten hat sie Candas Entschluß ja gestärkt !


    Hm, und was die amtliche Untersuchung angeht... da bin ich nach wie vor hin und her gerissen, wem man da glauben kann und aus welchen Gründen die einzelnen Personen handeln.
    Wem liegt Candas Wohl am Herzen ?
    Wer zieht Nutzen aus Tians Verschwinden und jetzt auch aus Candas (die ja für ihre Familie quasi gestorben ist) ?


    Hat ihre Schwester unter Druck, oder weil es (wofür auch immer) das Beste ist unterschrieben das die vierte Kerze nicht brannte ?
    Oder stimmt das vielleicht sogar ? (Canda überlegt ja, während der Anzündens Stimmen gehört zu haben)


    Warum haben Tians Eltern unterschrieben das ihr Sohn "abgehauen" ist ?
    Glauben sie das ? Werden sie gezwungen ? Oder ist es für irgendwas, irgendwen das beste so ?
    Und warum zahlen sie für Candas Aufenthalt ?


    Grundsätzlich glaube ich ja immmer erst mal das Eltenr ihre Kinder lieben und das Beste für sie wollen - "im Zweifel für den Angeklagten".

    Die Flucht ist heftig- und irgendwie einfach nicht vorstellbar, in so einer Stadt zu leben.
    Schön das wir auf der Flucht dann so viel über die Stadt und die Regeln dort erfahren ! Also, undurchsichtig bleibt es dennoch, keine Frage.


    Tja, dann Amad... auch nicht einzuordnen.
    Ist er wirklich "einfach nur ein Sklave" ? Dagegen spricht ja die Behandlung durch die Megána.


    Und die Mégana...ebenso undurchsichtig, auf jeden Fall aber ein "harter Knochen".
    Das Canda ihr alles verspricht was sie muß, um "frei" zu kommen kann ich verstehen, die Alternative wäre einfach zu schrecklich. Dann lieber später mit den Konsequenzen (eines gebrochenen Schwurs) leben, bzw sterben.


    Auf jeden Fall hätte Canda ohne Amad keine Chance gehabt zu entkommen, das wird ziemlich deutlich.


  • Ich verstehe ja noch nicht,warum ihre Familie nicht will, das sie die verbliebenen drei Gaben für ihr Land einsetzt.
    Wobei ich ja auch nicht weiß, was es bedeuten würde, wenn sie das tut. ("namen los und im Verborgenen" hört sich auch nicht verheißungsvoll an !)
    Allerdings ist die Alternative, die ihre Eltern ihr jetzt zudenken - in diesem Haus der Verwaisten - auch nicht wirklich toll und auf keinen Fall etwas, von dem man denkt, das Eltern ihren Kindern so etwas antun !
    Die Mutter hat ja sogar irgendwann Tränen in den Augen und meint das sie das Beste für ihre Tochter tut.


    Ich hatte ja das Gefühl, die Eltern wollen Canda loswerden, weil ihre Lage ja so peinlich für die Familie ist. Die Familie Moreno und ihr Ansehen sind sehr wichtig - auch für Canda - und es scheint als gäbe es fast kein größeres Vergehen, als diesem Ansehen zu schaden.


  • Warum haben Tians Eltern unterschrieben das ihr Sohn "abgehauen" ist ?
    Glauben sie das ? Werden sie gezwungen ? Oder ist es für irgendwas, irgendwen das beste so ?
    Und warum zahlen sie für Candas Aufenthalt ?


    Da Tians Eltern glauben, dass ihr Sohn an der Misere und also auch an Candas Zustand Schuld ist, zahlen sie. Canda hat ja jetzt keinen Zukünftigen mehr und keine vierte Gabe und ist als Zweiheit ist sie wertlos geworden. Sie zahlen als Buße für das Vergehen ihres Sohnes.

  • Puh, das wird ja alles immer mysteriöser.
    Canda wird abgeschoben und in ein Waisenhaus gesteckt. Erst war ich verwirrt, wieso sich ihre Eltern von ihr lossagen, sie hat doch eigentlich nichts falsch gemacht. Aber verwaist bedeutet hier wohl eher, vom anderen Teil der jeweiligen Zweiheit getrennt zu sein, oder? Daher sind dort ansonsten auch eher ältere Menschen. Also eher ein Witwenhaus, wenn ich das richtig verstanden habe.
    Im ersten Moment war ich erleichtert, dass die Leiterin dort ihre Großtante ist, aber die entpuppt sich ja als nicht gerade freundlich.


    Die Flucht wirkte auf mich wie ein ganz spontaner Entschluss. So viel eigene Entscheidung hat das Mädchen wahrscheinlich in seinem Leben bisher noch nie getroffen, aber dass sie hier nicht bleiben kann und will, ist verständlich.


    Die Megana hat offensichtlich auch so ihre Geheimnisse. Sie handelt nicht immer gemeinsam mit ihrem Mann, sondern hat ihren eigenen Kopf, was manche Dinge angeht, so auch in Bezug auf Canda. Durch ihren Fluchtversuch hat sie sich die Möglichkeit verbaut, dass die Megana sie irgendwie in ihrer Umgebung einsetzt, aber das hätte sie wahrscheinlich eh nicht gewollt. Sie ist ja wild entschlossen, das Rätsel um Tians Verschwinden zu lösen und zweifelt immer noch nicht an der Liebe ihres Versprochenen.


    Amadar ist also ein Sklave der Megana und bekommt jetzt den Auftrag, Canda zu begleiten und auf sie aufzupassen. Wie tief muss er den Herrschern verpflichtet sein, dass die Megana keinen Gedanken daran verschwendet, er könnte seinerseits abhauen? Aber vielleicht hat er noch Familie und sie wissen beide genau, wen die Strafe treffen würde, falls er sich davonmacht.


  • Die Mègana, die ihr den Weg aus dem inneren Ring schließlich ermöglichen hilft, ist eine sehr vielschichtige Person. Hochinteressant. Sie ist keineswegs der gefügige Teil einer Zweiheit, sondern hat durchaus ihre eigene Meinung und tut Dinge, die der Mégan nicht gutheißen würde. Außerdem hatte ich irgendwie das Gefühl, dass die Mégana angedeutet hat, dass sie die Liebe sehr wohl einmal kennengelernt habe und dass es sich dabei NICHT um ihren jetzigen Partner handeln könnte.
    Ihre Bedingungen sind schließlich sehr hart und sie sucht auch ihren eigenen Vorteil darin. Zweifle sehr, dass sie nicht merkt, das Canda sie anlügt mit ihrem Schwur.


    Mir gehts wie Canda, ich finde die Frau ziemlich unheimlich mit ihren verschiedenen Gesichtern und den nicht nachvollziehbaren Absichten, die sie mit ihren Handlungen verfolgt.
    Da ist der Megan in seiner berechenbaren Härte doch der "einfachere" Gegner.


  • Amadar ist also ein Sklave der Megana und bekommt jetzt den Auftrag, Canda zu begleiten und auf sie aufzupassen. Wie tief muss er den Herrschern verpflichtet sein, dass die Megana keinen Gedanken daran verschwendet, er könnte seinerseits abhauen? Aber vielleicht hat er noch Familie und sie wissen beide genau, wen die Strafe treffen würde, falls er sich davonmacht.


    Vielleicht bedeutet der Begriff Sklave in diesem Reich auch noch etwas anderes als wir uns vorstellen. Ähnlich wie bei Candas Glanz und Schönheit. Auf jeden Fall ist die Beziehung zwischen Amadar und der Mégana mehr als mysteriös.


  • In diesem Absatz sind einige Aussagen, wo ich erschrocken oder nachdenklich innehalten musste.
    Z.B., dass sie bis jetzt noch nie die oberen Etagen und den inneren Ring verlassen hat.


    Ja, unfassbar eigentlich, was für ein beengtes Leben !



    Die Mègana, (...) ist eine sehr vielschichtige Person. Hochinteressant. Sie ist keineswegs der gefügige Teil einer Zweiheit,


    Hm, aber eine Zweiheit besteht aus zwei gleichberechtigten Patnern, oder ? Also nicht einem "gefügigen Teil" - oder habe ich was überlesen ?
    Wobei es so wohl auch nicht gedacht ist, das einer der beiden Alleingänge veranstaltet.



    Und dann ist da noch Amadar, der einmal sogar als hässlich beschrieben wird. Auch hier habe ich es mir wieder erklärt, dass alle ohne die Schönheits-Gabe als hässlich gelten, wobei sie für uns Leser durchaus attraktiv ausschauen könnten.


    Ja, über das "Schönheitsideal" habe ich auch nachgedacht und wie die Menschen auf uns wirken würden.



    Ich hatte ja das Gefühl, die Eltern wollen Canda loswerden, weil ihre Lage ja so peinlich für die Familie ist. Die Familie Moreno und ihr Ansehen sind sehr wichtig - auch für Canda - und es scheint als gäbe es fast kein größeres Vergehen, als diesem Ansehen zu schaden.


    Hm, also das mit dem Ansehen und daß das "über allem anderen steht" das denke ich auch.
    Aber das sie sie "einfach loswerden wollen" mag ich irgendwie (noch) nicht glauben. Und ich denke das da doch irgendiwe noch mehr dahinterstecken muß.



    Erst war ich verwirrt, wieso sich ihre Eltern von ihr lossagen, sie hat doch eigentlich nichts falsch gemacht.


    Nun, laut Protokoll hat die das Ritual (Kerzen anzünden) falsch gemacht.
    Aber wie gesagt: ich verstehe es auch nciht, warum sie sie verstoßen haben.


    Anosnsten ist es bei solchen Familien, in denen die Außenwirkung das Wichtigste, Höchste ist ja auch oft so, das es ganz egal ist ob man SCHULD hat, wichtig ist eben nur welchen Anschein udn welche Auswirkungen das was man tut (oder was einem getan wird !) hat.


    Ja, Amadar und die Mégana scheint noch was "Spezielles" zu verbinden.
    Und so wie ich es verstanden habe geht Amadar ja oft in die Wüste, das ist also jetzt nichts Besonderes, das sie ihn einfach so alleine gehen läßt.


  • Hm, aber eine Zweiheit besteht aus zwei gleichberechtigten Patnern, oder ? Also nicht einem "gefügigen Teil" - oder habe ich was überlesen ?
    Wobei es so wohl auch nicht gedacht ist, das einer der beiden Alleingänge veranstaltet.


    Ich hatte ja schon das Gefühl, dass der Mègan der dominantere Teil ist - vielleicht wegen seiner Strenge. Ich habe das mit der Zweiheit so verstanden, dass die beiden zusammen wie eine Einheit wirken. Aber ich kann mir nicht so ganz vorstellen, dass beide genau gleich denken und empfinden. Gleichberechtigt ja vielleicht. Aber ich glaube es ist gar nicht vorgesehen, dass einer der Zweiheit anderer Meinung ist oder andere Wünsche hat. Die Mégana fürchtet sich auf jeden Fall davor, dass jemand entdeckt, dass sie anders handelt, als der Mégan es vielleicht wünscht oder die Öffentlichkeit erwartet.

  • Nee, gibt es ja auch eigentlich nicht, das zwei IMMER derselben Meinung sind.


    Aber ich denke auch, das sie nach außen hin "derselben Meinung sein sollen".
    Und sicherlich gibt es immer einen, der "die Mehrheit hält", auch wenn es nur 51 % sind ;)
    Sein Leben (zu zweit) damit zu verbringen, Konsensentscheidungen zu finden, dürfte echt mühsam sein ::);)


  • Nee, gibt es ja auch eigentlich nicht, das zwei IMMER derselben Meinung sind.


    Aber ich denke auch, das sie nach außen hin "derselben Meinung sein sollen".
    Und sicherlich gibt es immer einen, der "die Mehrheit hält", auch wenn es nur 51 % sind ;)
    Sein Leben (zu zweit) damit zu verbringen, Konsensentscheidungen zu finden, dürfte echt mühsam sein ::);)


    Ja ich finde auch diese Art von Zweisamkeit könnte ziemlich anstrend sein. ;D

  • Auch in diesem Abschnitt geht es spannend weiter, so viele Eindrücke, da weiß ich gar nicht wo ich anfangen soll.


    Canda tut mir einfach nur wahnsinnig leid jetzt, sie wird echt behandelt wie eine Aussätzige und dieses düstere Haus der Verwaisten ist mehr als nur ein gruseliger Ort. Es hat mich ziemlich schockiert, dass man in dieser Welt so einfach verstoßen und für tot erklärt werden kann. Und genau das passiert der armen Canda. Und diese Tante erst, dieses Biest...


    Ich bin aber nach wie vor ziemlich erstaunt darüber wie leicht es Canda fällt aus der Rolle der braven Tochter aus hohem Hause rauszufallen und das nur durch den Verlust ihrer vierten Gabe... Und woher weiß sie sich so gut zu wehren wenn sie doch so behütet aufgewachsen und ihr nur reine Theorie vermittelt worden ist? Ich tue mich da schwer die Logik zu finden, aber für die Handlung ist das natürlich sehr förderlich. Ich frage mich nur die ganze Zeit wo sie dieses plötzliche Verhalten her nimmt. Sind das noch die Gene ihrer Ahnen die in ihr schlummern und reichen die wirklich aus so eine Veränderung in ihr zu bewirken?


    Gefreut habe ich mich natürlich, dass Amadar wieder aufgetaucht ist. Das er im Namen der Megana handelt passt ganz gut, nur das er ein Sklave ist hätte ich nicht gedacht. Er wirkt eben einfach überhaupt nicht so und das fällt Canda ja auch auf.


    Zitat

    Wenn aus den beiden dann ein Paar würde, wäre das aber wirklich blöd, denn das ist ja nun in jeder zweiten Geschichte, dass die, welche sich am Anfang hassen, am Ende ein Paar werden. Das wäre mir zu einfach.


    Naja, da ich Tian/Canda ja schon ausgeschlossen hatte als Paarung würde dann eigentlich nur Amadar/Canda übrig bleiben. Oder keins von beidem. Aber ich sehe das auch ähnlich wie Rhea, es wäre typisch weil man das ja mitlerweile wirklich aus vielen Büchern kennt, dass sich die ineinander verlieben die sich vorher gar nicht grün waren. Das Thema hat sich in der Tat ein bisschen ausgenudelt mitlerweile, deswegen kann ich den Einwand verstehen. Aber ich persönlich fänds jetzt nicht dramatisch, gerade weil ich Amadar ziemlich cool finde bis jetzt. Wenn es in die Geschichte passt und logisch erzählt ist, dann würde es mich nicht weiter stören wenn die Beiden zusammen kommen.



    Genau diese Fragen beschäftigen mich auch. Was Candas Wohl angeht glaube ich immer noch, dass die Megana ihr da am wohlgesonnensten ist, wenn auch anscheinend nicht ganz uneigennützig.
    Aber man kann da nach wie vor nur mutmaßen... Warum die Aussagen der Schwester und Cousinen falsch waren fand ich auch sehr mysteriös. Warum verleumden sie Canda? Ihre Schwester erschien mir eigentlich noch als eine der Wenigen die ihr einigermaßen freundlich gesinnt waren. Agiert da vielleicht wirklich jemand im Hintergrund den wir noch nicht kennengelernt haben oder haben der Megan und die Megana vielleicht sogar was mit der Sache zu tun? Sind sie nicht einverstanden mit ihren geplanten Nachfolgern und wollen sie deswegen loswerden? Wollen sie vielleicht noch gar nicht abdanken trotz des hohen Alters?
    Jetzt wo die Eltern von Tian es als gegeben hinnehmen, dass er von sich aus abgehauen ist, kommen mir doch wieder Zweifel ob das stimmt. Vielleicht ist er doch einem Verbrechen zum Opfer gefallen. Einem ähnlichen wie dem an Canda vielleicht (ja ich sehe das als Verbrechen seine Tochter zu verstoßen und so zu tun als würde sie nicht mehr leben), nur nicht so offensichtlich. Doch eine Entführung? Stecken vielleicht alle unter einer Decke? Oder sind Candas Eltern die ausschlaggebenden weil sie so ungemein kalt und berechnend reagieren? Das ist echt wahnsinnig schwer einzuschätzen.


    Da hilft glaube ich nur weiter lesen ;).

    Von seinen Eltern lernt man lieben, lachen, und laufen. Doch erst wenn man mit Büchern in Berührung kommt, entdeckt man, dass man Flügel hat. - Helen Hayes

  • Hallo Ihr Lieben,


    und spannend geht es weiter. Auch in diesem Abschnitt hing ich gebannt über den Seiten und musste mich echt zwingen das Buch aus der Hand zu legen. Die Geschichte entwickelt einen unglaublichen Sog. Sehr gut gemacht.


    Nun, laut Protokoll hat die das Ritual (Kerzen anzünden) falsch gemacht.
    Aber wie gesagt: ich verstehe es auch nciht, warum sie sie verstoßen haben.


    Anosnsten ist es bei solchen Familien, in denen die Außenwirkung das Wichtigste, Höchste ist ja auch oft so, das es ganz egal ist ob man SCHULD hat, wichtig ist eben nur welchen Anschein udn welche Auswirkungen das was man tut (oder was einem getan wird !) hat.


    Dass Canda in dieses verwaisten Haus abgeschoben wird, fand ich auch ganz schrecklich. Aber hier wurde wohl ihr Schicksal dem Schicksal des gesamten Volkes untergeordnet, wenn ich das richtig verstanden habe. Eigentlich hätte Canda's Familie ja Rache üben müssen, dafür, dass Tian geflohen und Canda anscheinend wegen ihm ihre Gabe verloren hat. Aber um keinen Krieg oder Schlimmeres herauf zu beschwören, wird Canda weggesperrt und Tian's Familie zahlt ihre Unterkunft. Zumindest habe ich das so verstanden, dass ihre Strafe v. a. politische Gründe hat. :-\


    Obwohl ich auch nicht verstanden habe, wieso es besser ist, sie in diese Gruft zu sperren, anstatt ihre anderen Gaben zu nutzen. V. a. da es ja auch Höhere gibt, die sogar nur eine Gabe haben, da ist sie mit ihren drei Gaben doch immer noch reichlich ausgestattet. Irgendwie habe ich immer noch das Gefühl, dass da wie gesagt jemand Canda und Tian aus dem Weg haben wollte, aber ich verstehe immer noch nicht genau wer.


    Ich hatte ja schon das Gefühl, dass der Mègan der dominantere Teil ist - vielleicht wegen seiner Strenge. Ich habe das mit der Zweiheit so verstanden, dass die beiden zusammen wie eine Einheit wirken. Aber ich kann mir nicht so ganz vorstellen, dass beide genau gleich denken und empfinden. Gleichberechtigt ja vielleicht. Aber ich glaube es ist gar nicht vorgesehen, dass einer der Zweiheit anderer Meinung ist oder andere Wünsche hat. Die Mégana fürchtet sich auf jeden Fall davor, dass jemand entdeckt, dass sie anders handelt, als der Mégan es vielleicht wünscht oder die Öffentlichkeit erwartet.


    Ja, ich war zuerst auch der Meinung, dass der Mégan der dominantere Teil ist, aber die Mégana hat mich ganz schön überrascht. Sie ist eindeutig nicht einzuordnen und verbirgt ihre Härte und Unnachgiebigkeit hinter einer Maske aus Mitgefühl. Was ich persönlich ja viel schlimmer finde, da sie so gar nicht einzuschätzen ist. Ich habe auch so das Gefühl, dass sie nicht zum ersten Mal gegen den Willen des Mégan handelt und viel mehr Geheimnisse hat, als man denken möchte. Sie ist ja auch für mich richtig erpicht darauf, dass sie die anderen Gaben von Canda nutzen kann. Sind diese so wertvoll? :-\


    Als die Mégana meint, dass sie früher auch mal geliebt hat, hatte ich fast das Gefühl, dass sie nicht den Mégan damit meint, sondern irgendjemanden, den Amad auch kennt? Mit Amad verbindet sie auf jeden Fall mehr und er scheint ihr ja ziemlich eng verpflichtet zu sein. Er kann sich zwar ihr gegenüber einige Freiheiten und Frechheiten heraus nehmen, aber trotzdem traut er sich nicht gegen sie aufzubegehren und ist doch ein Sklave.


    Ja, der Schlagabtausch zwischen Canda und Amad könnte noch spannend werden. Aber ich denke auch, dass sie zumindest merken werden, dass der andere doch nicht so übel ist, wie sie jetzt vielleicht denken. ;D


    Liebe Grüße
    Tammy :winken:

  • Das Canda und Amad sich noch zusammenraufen glaube ich auch... müssen sie ja auch, wenn sie diese Mission hinter sich bringen wollen.


    Ob sie ein Paar werden, darüber habe ich vor Euren Beiträgen gar nicht nachgedacht.
    Das war aber gar keine Option für mich.
    Ich hätte da zum jetzigen Zeitpunkt - wenn überhaupt - eher den "Typ mit den amethystfarbenen Augen" im Hinterkopf ;)
    Aber die Frage "wen kriegt sie" finde ich auch momentan total nachrangig.

  • Erst mal finde ich es schon interessant, warum man in so ein Haus abgeschoben wird. Sobald man keine Zweisamkeit mehr ist. Woher kommt diese Regel? Sicher hatte sie mal eine große Bedeutung. Ich könnte verstehen, dass damit die beste Form von Gerechtigkeit gesucht wurde. Gleichberechtigung auf die Spitze getrieben. Dumm ist das ja nicht. Aber wie so oft (auch in der Realität) werden gute Sachen so weit getrieben, dass der Sinn hinter dem Ganzen verloren geht und vieles einfach ritualisiert wird. Canda hat die alten Rituale auch nicht ernst genommen, weil ihr deren Bedeutung nicht klar war.


    Nun, wenn die Zweisamkeit so gesehen wird, dann ist jeder, der allein bleibt ein Krüppel, ein Behinderter und er wird weggesperrt. Nicht solange her, dass es Behinderten in Heimen auch hier so ging. Dabei findet die Gesellschaft sich ja noch human, denn immerhin ernährt man diese Krüppel, anstatt sie umzubringen.


    Interessant ist die Frage nach den Träumen. Welche Bedeutung haben sie. Sind es die Träume, die die Menschen wahnsinnig machen oder werden sie wahnsinnig in den Heimen und dann kommen die Träume? Ich denke ersteres, denn Canda hat ja schlimme Träume nachdem sie getrennt ist und Tian hatte ausdrücklich einen traumlosen Schlaf gewünscht. Wenn er also freiwillig weggegangen ist, dann wäre das schon sehr zynisch gewesen und dazu hatte er bei Canda keinen Grund, oder?

  • Ja, die Träume müssen hier eine ganz andere Bedeutung haben als wir es kennen.


    Wobei bei solchen Staaten in denen alles so strukturiert und reglementiert ist ja auch immer die Gefahr ist, das sie etwas unterbinden um ihre eigene Macht nicht gefährdet zu sehen.