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    Bitte achtet darauf, nichts Wichtiges zu verraten. Diesen Thread lesen evtl. auch Personen, die das Buch noch nicht gelesen haben, aber es noch tun wollen!

  • Vielen Dank für diese schöne Leserunde. Ich bin sehr gerne mit Euch nach England gereist. ;D


    Rezension:


    Samantha und ihre Tochter Tess fliegen von den USA nach England. Samanthas Mann Roland ist gestorben. Seine Tochter Tess erbt sein Vermögen, allerdings unter der Voraussetzung, dass sie ein Jahr in Devon bei Lord Bedington lebt und vor ihrem 21. Geburtstag standesgemäß verheiratet wird. Der Lord ist wenig begeistert von den aufgezwungenen Gästen, lebt er doch seit vielen Jahren sehr zurückgezogen und meidet die Außenwelt. Mit dem Einzug von Samantha und Tess wird sein Leben ganz schön aufgewirbelt.


    Mein Leseeindruck:


    Das Buch ist mir aufgefallen zunächst anhand des Titels, denn ich liebe England und lese sehr gerne Romane, die in England spielen.


    Tatsächlich hatte ich bei der Lektüre des Romans wirklich das Gefühl, mich in England im Herrenhaus des Lords zu befinden. Alles ist so wunderbar beschrieben, dass ich alles vor meinem inneren Auge genau sehen konnte.


    Die Verwicklungen, Geheimnisse und Missverständnisse in der Geschichte haben mich sehr gut unterhalten können. Einiges konnte ich mir zwar schon vor der Auflösung denken, aber das hat die Spannung nicht gemindert.


    Die Charaktere sind interessant und vielseitig, der Schauplatz ist wunderbar beschrieben und die Handlung ist spannend und mitreißend.


    "Die englische Hochzeit" ist der Auftakt einer vierteiligen Reihe, was mich sehr freut, denn nun kann ich direkt mit Band 2 wieder nach England reisen. Ich freue mich darauf!

  • Zum Inhalt:


    Bedingt durch den Tod und dem daraus folgendem Testament ihrer Vater Roland müssen die junge Tess und ihre Mutter Sam von Amerika nach England reisen. Denn der letzte Wille des Vater war, dass Tess einen Mann von Adel bis zu ihrem 21. Geburtstag heiratet. Lord Bedington, ein alter Freund von Roland soll dies in die Wege leiten. Leider ist er von dieser Aufgabe wenig angetan, denn er ging im Streit mit Roland auseinander und zu einer Versöhnung kam es nie. Keine guten Voraussetzungen. Zu dem den Lord noch andere Sorgen plagen, denn jemand im fernen Amerika wirft ihn und seinen neues Roman vor es wäre ein Plagiat.


    Meine Meinung:
    Very britisch kommt uns Leser hier die Autorin Franziska Hille vor. Geschickt spielt sie mit Vorurteilen der beiden Länder und so entsteht eine humorvolle, spritze Geschichte, die wirklich Spaß macht zu lesen. Tolle Beschreibung der Personen und Örtlichkeiten. So stellt man sich ein Herrenhaus, die Lordschaft und alles übrige gerne vor. Nach Verwicklungen, Unstimmigkeiten und allerhand Missverständnissen gibt es ein Happy-End.


    Eine spannende und amüsante Geschichte, die ich gerne weiterempfehlen möchte.



    Leserunde: Danke an alle...LG..starone..

  • Die englische Hochzeit von Franziska Hille


    Zum Inhalt:
    Simon, ein etwas eigenwilliger adliger, ist leicht ungehalten. Sein Freund Roland ist verstorben und hat seiner Meinung nach ein mehr als seltsames Testament hinterlassen. Er schickt seine Tochter und seine Frau zu Simon. Dieser soll innerhalb eines Jahres Rolands Tochter Tess angemessen verheiraten. Doch nicht nur das verursacht im Bauchgrummeln. Außerdem schlägt er sich mit einem Plagiatsvorwurf herum. Eine Schriftstellerin aus Amerika bezichtig ihn, die gleiche Geschichte zu schreiben wie sie selbst. Unruhige Zeiten kommen auf Sir Simon zu.


    Meine Meinung:
    Das Buch war einfach nur toll zu lesen. Die Charaktere waren so unterschiedlich und so gut vorstellbar, das es einfach nur Spaß gemacht hat, in die Geschichte einzutauchen.


    Simon ist ein leicht knurriger Adliger. Seine Gefühle schwanken hin und her und immer wenn man gedacht hat – endlich – ging es wieder in die andere Richtung.


    Sam, die Witwe des verstorbenen Roland neigt dazu, sehr vorschnell und frech zu reagieren. Gleichzeitig ist sie aber auch unsicher und hatte es in ihrem Leben nicht leicht.


    Tess, die Tochter von Roland und Sam, lebt sich sehr schnell ein auf Bedington Hall. Henry hat es ihr schnell angetan.


    Und dann gibt es auch noch ein paar Personen, die in diesem Teil nicht unbedingt eine Hauptrolle gespielt haben, die aber dennoch sehr interessant waren. Ich bin gespannt auf die weiteren Teile aus der Devon Cream Tea-Reihe

  • Meine Rezension gibt es ja nun schon eine Weile, aber an Wert hat sie dennoch nicht verloren.^^


    Meinung
    „Die Englische Hochzeit“ war mein erster Ausflug zu Franziska Hille und ihren Büchern. Und es war mit Sicherheit nicht der Letzte! Als LiRo-Fan ;-) bin ich gar nicht an diesem Buch vorbeigekommen und kaum angefangen zu lesen konnte ich nicht mehr aufhören. Ob das von der Autorin so gewollt war? Wollen wir es hoffen, denn leider bekommt man beim Lesen keinen Mokka aus dem Reader. Es gab schon lange kein Buch mehr, dass mich so dermaßen gefesselt hat, dass ich es nach dem Lesen am liebsten noch mal gelesen hätte. Und noch mal. Und noch mal. Und … na, ihr wisst schon.


    Diesmal wird es keine Rezension, wie ich sie sonst verfasse. Ich will euch gar nichts über das Buch verraten, ich will die Figuren nicht aufzählen und auseinander nehmen und ich will auch nicht die Handlung analysieren. Ich möchte, dass ihr diese Geschichte lest und hinterher genauso verheult und begeistert seit wie ich. Warum ich das möchte? Weil es die Autorin mit ihren Worten schafft, dass die Geschichte noch Tage nach dem Lesen in meinem Kopf abläuft und sie eure Begeisterung genauso verdient hat, wie meine!


    Gefühlschaos und Tränenflut
    Schon auf der ersten Seite packte mich Franziska Hille, zog mich mitten ins Geschehen und ließ mich als Leserin erst wieder aus ihren Fängen, als ich wirklich zu Ende gelesen hatte. Ihre Beschreibungen der Umgebung, der Menschen und des Gefühlschaos sind so real, fast schon greifbar, dass ich dieses und jenes Taschentuch nass geweint habe. Dagegen konnte ich rein gar nichts machen, denn der Schreibstil der Autorin geht mitten ins Herz und setzt sich in meinem Kopf fest, sodass sich die Geschichte wie von selbst las.
    Bilder kamen und gingen.
    Ich roch den umgegrabenen Garten, die Rosen und den Regen auf dem Land. War ergriffen von der Aussicht und lachte über die Irrungen und Wirrungen, in welche Franziska Hille ihre Protagonisten warf. Simon und Samantha waren für mich vom Leben gezeichnete Menschen, die zwar viel durchgemacht, aber dennoch den Glauben noch nicht ganz verloren haben. Das, was sie erlebten, hat sie zu den Menschen gemacht, die sie nun sind und auch hier hat die Autorin bewiesen, dass sie es einfach kann.
    Die zwei sind wie Feuer und Wasser und ich habe sie beide von Anfang an geliebt! Natürlich war dadurch in meinen Augen die Geschichte viel zu kurz und hätte durchaus noch gefühlte 100 Seiten länger sein dürfen. :-D Aber auch gute Geschichten müssen einmal zu Ende sein. Und eigentlich ist sie das ja nicht, denn ich hoffe, in den Fortsetzungsteilen hin und wieder auf alte Bekannte zu treffen.


    Whiskey und Bissspuren
    Die Handlung als solche war mir schnell klar, auch wenn die ganzen Gründe, die dorthin geführt haben, bis zum Ende recht neblig bleiben und auch erst dann endgültig aufgelöst werden. Geschrieben ist die Geschichte einmal aus Sicht der weiblichen Protagonistin, einmal aus Sicht des männlichen Protagonisten. Als Leser sieht man beide Seiten, kennt die Hintergründe für deren Handeln und weiß, was sie sich gegenseitig verschweigen.
    Zwischendurch hatte ich mehrmals das starke Bedürfnis, die beiden zu schütteln oder wahlweise den Whiskey selbst zu trinken. Die Autorin sorgt so gekonnt für Verwirrung und schafft Stolperfallen (oder Fettnäpfchen, wie man es sieht), sodass mir die Protagonisten an manchen Stellen schon eher leid taten.
    Natürlich alles im positiven Sinne, denn es ist erstaunlich, wie das Phänomen die Sicht auf die Geschichte ändert. Ich als Leser wusste, was los ist, aber die Figuren streiten und zoffen und schreien sich an. Ich stand daneben und fühlte mich, als wäre ich stumm. Als hätte mir die Autorin verboten, ihnen einen Tipp zu geben. Ich dachte immer wieder „Jetzt macht doch die Augen auf! Seht ihr denn nicht was los ist?“. Vielleicht weißt mein Reader nun auch einige Bissspuren auf. ;-) Auf jeden Fall wird es an keiner Stelle langweilig, denn auch ruhige Szenen, in denen nicht gebrüllt oder gewütet wird, sind erstklassig und sorgen für noch mehr Tiefe bei den Figuren. Sofern das überhaupt noch möglich ist.


    Realität oder nicht, Mylord
    „Die Englische Hochzeit“ ist kein historischer Roman, denn „Holy S***“ kannten die alten Engländer wohl kaum. Und hier macht es die Mischung. Der Lord, sein Butler und der ganze blaublütige Anhang haben ihre eigene Sprechweise und klingen stellenweise sehr gehoben, aber nie arrogant. Sie reden so, wie ich mir das Sprechen von englischem Landadel vorstelle. Irgendwie weich und fließend. Soweit man sich das vorstellen kann, aber irgendwie geht das ja immer. :-D Zwischendurch wird aber immer wieder gern und herzhaft geflucht, sodass ich als Leser wieder Erinnerung gerufen bekam, das wir eben nicht im alten England sind, sondern hier und jetzt und das die Menschen einfach nur Menschen sind. Zwar sind sie Lord und Baroness (und weiß der Geier wie viele Titel die alle mit sich rumschleppen), aber genauso ein Mechaniker oder ein einfacher Anwalt. Das Geld kommt nicht allein von einem Titel auf das Konto und diesen Umstand beschreibt die Autorin, ohne ihn direkt zu erwähnen. Die Mischung aus gekonnt gehobener Sprache und menschlichen Fehlern macht die ganze Geschichte so glaubhaft, als würde sie wirklich existieren. Wer weiß, vielleicht tut sie das ja? ;-)


    Gravitätischer Auftakt
    „Die Englische Hochzeit“ ist der Auftakt für eine vierteilige Reihe und mit dem Einbringen von sehr interessanten und eigenwilligen Nebenfiguren ist der Weg dafür bestens geebnet. Die reisewütige Schwester, die zankenden Verlobten oder auch der gravitätische Butler (Ja, warum denn nicht?!). Sie sind alle mit einer Liebe zum Detail gezeichnet wurden, dass man meinen könnte, es wären echte Menschen, die der Autorin hier Vorbild standen.
    Zu einigen dürfen wir uns also noch auf Irrungen und Wirrungen nicht nur in Liebensdingen gefasst machen. Mädels, zückt schon mal die Taschentücher! Ich will die Autorin ja nicht mit zu viel Lob überschütten ^^, aber sind nicht die besten Geschichten die, bei denen der Leser gar nicht mitbekommt, dass er zwischen den Seiten gefangen ist und plötzlich am Ende angelangt?


    Das Ende könnte der Anfang sein
    Das Ende ist leider das Ende. Jedenfalls für diese Geschichte. Das Zusammenspiel von Sam und Simon kommt zum Abschluss. Alle Fragen sind gelöst, neue stellen sich und Franziska Hille darf diese gerne im nächsten Teil beantworten. Ich werde gespannt warten und der Autorin den zweiten Band dann sofort aus den Händen reißen, wenn er fertig geschrieben ist. Also, meine liebe LiRo-Autorin, die Irre vor deinem Fenster, die auf die imaginäre Uhr an ihrem Handgelenk klopft, bin ich.


    Fazit
    Falls das noch nicht richtig rübergekommen ist: Ich war von Anfang bis Ende sowas von begeistert, dass ich am Anfang der Rezension dachte, nicht genügend Worte dafür zu finden. Von wasserfallartiger Tränenflut über Herzklopfen, dass nach einem Whiskey verlangte bis hin zu überschäumenden Begeisterungsrufen, all das hat die Autorin ohne Probleme bei mir hervorgerufen. Jeder, der bei einem Liebesroman genau das erleben will, sollte diese Geschichte lesen. Ich bin nur froh, dass sich eBooks beim Lesen nicht abnutzen! Eine Geschichte, die zum Träumen einlädt und mehr gibt, als sie verspricht!


    Vielen Dank Susanne, dass du uns so eine schöne Geschichte geschrieben hast. :bussi:

  • England im 19. Jahrhundert oder doch im Hier und Jetzt ?


    Simon St. Clair-Denham, der 12. Earl of Bedington erwartet Besuch. Besuch den er nicht kennt und trotzdem nicht mag. Es handelt sich um die Witwe und die Tochter seines verstorbenen Studienfreundes Roland. Bei einem letzten Gespräch zwischen Roland und Simon hat der Earl ihm versprochen, daß er sich im Falle seines Todes um seine Tochter Theresa kümmert. Diesen Umstand hat Roland dann auch testamentarisch verfügt: Seine Tochter Theresa soll für 1 Jahr auf Bedington Hall wohnen und Simon soll während dieses Jahres einen standesgemäßen Ehemann für Theresa finden – ansonsten verfällt ihr Anspruch auf Rolands Erbe.


    Meine Meinung:


    Das Buch „Die englische Hochzeit“ ist der 1. Teil einer vierteiligen Reihe um Liebe, Eifersucht, Familiengeheimnisse und Cream Tea.


    Es ist mein erstes Buch das ich von Franziska Hille gelesen habe. Von der 1. Seite an war ich gefangen in Devon und ich freue mich schon sehr auf die nachfolgenden Teile der Devon-Cream-Tea-Reihe.


    Auf der 1. Seite steht zu lesen „Henry lehnte sich in seinem Sessel zurück, balancierte die etwas zu volle Tasse zum Mund und betrachtete Simon St. Clair-Denham, den 12. Earl of Bedington, mit einem plötzlich aufschießenden Gefühl der Zuneigung, das ihn selbst überraschte“ und – Peng – fühlte ich mich im steifen England des 19. Jahrhunderts. Vor meinem geistigen Auge erscheint die leicht altmodische Einrichtung eines Herrenhauses, ich denke an Butler und Gärtner und Hausmädchen die das Essen servieren. Weit gefehlt – die Geschichte spielt im Hier und Jetzt, denn die Protagonisten benutzen Handy und Laptop, Digitalcamera und andere Errungenschaften unserer Zeit. Den Butler gibt es trotzdem, Franklin ist die gute Seele des Hauses.


    Die Charaktere und Örtlichkeiten sind toll beschrieben.
    Den mürrischen Simon kann ich mir genau so gut vorstellen wie die „schwarze Witwe“ Samantha, die Haare auf den Zähnen hat und keinem Streit mit Simon aus dem Weg geht. Sie teilen beide kräftig aus und verstehen es prächtig dem jeweils anderen eine verbale Ohrfeige zu verpassen.


    Henry, Simons Sohn, und Theresa verstehen sich sehr schnell sehr gut – zum Leidwesen ihrer Eltern.


    Im hinteren Teil des Buches taucht Simons Schwester Margaret auf, die hier als Nebenprotagonistin fungiert, der 2. Teil ist dann ihr gewidmet „Margaret – Die Liebe einer Lady“.


    Ich freue mich schon sehr auf die Fortsetzung !


    Zur Leserunde:


    Vielen herzlichen Dank für die schöne Leserunde und Deine nette Begleitung, liebe Susanne. Ebenso ein dickes Dankeschön für die Zuverfügungstellung des eBooks.
    Ich freue mich schon darauf den 2. Teil auch hier gemeinsam mit Dir/Euch zu lesen.
    Danke auch an meine Mitleserinnen. Es war, wie immer, eine sehr nette Runde.


    Meine Rezension ist zu finden bei:


    lovelybooks
    Amazon
    auf meinem Blog: Bücher sind fliegende Teppiche ins Reich der Phantasie
    sowie auf meiner Facebook- und Google+-Seite


    Auf Literaturschock hab keinen Link zum Buch gefunden. Hier dürft Ihr mich gerne erleuchten, denn dann gebe ich dort die Rezi selbstverständlich auch noch ab.

  • Hallo :winken:


    Hier kommt dann auch meine Meinung zum Buch:


    Samanthas Ehemann Roland, ist verstorben. Er hat ein seltsames Testament hinterlassen. Seine Tochter Tess, soll binnen eines Jahres verheiratet sein und zwar am besten mit einem Mann aus dem britischen Adel. So macht sich Sam mit ihrer Tochter aus Amerika auf den Weg ins britische Königreich. Ihr Ziel Devon, dort lebt Simon St. Clair-Denham, der 12. Earl of Bedington und seine Familie. Der Lord ist ein alter Freund des Verstorbenen. Er ist wenig begeistert von seinen Besuchern und so kommt es zu allerlei Zwistigkeiten.


    Der Erzählstil von Frau Hille ist leicht und flüssig zu lesen und so fliegen die Seiten nur so dahin. Zunächst entsteht der Eindruck, dass man eigentlich eine Geschichte aus dem 19.Jahrhundert liest. Eben sowie es im Adel Englands so zuging, dieses Gefühl begleitet den Leser durch die gesamte Geschichte, ja wenn da nicht hin und wieder die Erwähnung von Telefon und Laptop wäre, die dann eben richtig stellen in welcher Zeit sich der Leser befindet. Das Aufeinandertreffen der Protagonisten gestaltet sich zunächst schwierig. Der Lord, der eben nicht begeistert davon ist, eine Amerikanerin und ihre Tochter zu beherbergen und auch noch mit ihnen auf Brautschau zu gehen. Aber auch Sam ist wenig angetan von dieser Idee und so kommt es wie es kommen muss, immer wieder kehrende Streitgespräche sorgen für Unterhaltung beim Leser und Verwirrung bei den Charakteren.


    Die einzelnen Charaktere wiederrum sind gut ausgearbeitet worden und haben Potenzial sich auch noch weiterzuentwickeln. „Die englische Hochzeit“ ist ja nur der erste Band einer Reihe um das Haus in England. Hier werden sozusagen die Protagonisten vorgestellt und erste Bande geknüpft. Man darf gespannt sein, wie es weitergeht. Genug Spannung ist am Ende dieses ersten Teils jedenfalls geblieben. Es gibt einige Fragen die noch nicht beantwortet sind und auf deren Auflösung der Leser gespannt sein darf.


    „Die englische Hochzeit“ ist ein Roman über eine Familie, die vielleicht nicht ganz in das Bild passt, welches man vom englischen Adel oder von einer Amerikanerin hat, und gerade weil es so ist, macht es Spaß ihr dabei zuzusehen wie sie ihr Leben meistern. Manche Verhaltensweisen sind sicher vorhersehbar und auch zu durchschauen, aber gerade wie die Geschichte erzählt ist, macht es Spaß sie zu lesen. Mal ein Liebesroman der mir einfach gut gefallen hat. Ich freue mich auf die Fortsetzung.


    Hier die Links, wo ich gerade diese Rezi eingestellt habe. Vielen Dank, dass ich mitlesen durfte. Den zweiten Teil habe ich auch schon auf dem Kindle.


    http://www.lovelybooks.de/auto…5-w/rezension/1098553374/


    http://buchcouch-forum.de/foru….msg117601.html#msg117601


    http://www.steffis-buecherkist…ic=3037.msg46814#msg46814


    https://literaturschock.de/lit…/index.php?thread/33373.0


    http://www.amazon.de/ Die-Englische-Hochzeit-Devon-Cream-ebook/dp/B00IHO9HCS/ref=cm_cr-mr-img



    Die Leserunde hat mir auch wieder gut gefallen. Es macht immer wieder Spaß so ein Buch gemeinsam zu lesen. Leider habe ich für den zweiten Teil nun keine Zeit zum gemeinsamen lesen.
    Vielen Dank, Susanne für deine nette Begleitung hier. Ich hoffe, wir lesen uns mal wieder.
    lg
    nirak

  • So, dann schreib ich eben auch noch meine Meinung hier:


    England, 21. Jahrhundert.


    Ein wenig verwirrt steigt man in die Handlung ein, denn im Gegensatz zu den ersten drei Worten wusste ich nicht, in welcher Zeit ich mich gerade befinde. Ein wenig irritiert las ich dann die Worte "Laptop" und "Handy", da dämmerte es mir langsam, dass ich mich nicht im 18. oder 19. Jahrhundert, sondern in der Gegenwart befinde. Macht nix, englichen Adel erlebte ich trotzdem. ;D


    Die Figuren sind relativ einfach gestrickt. Jede hat eine mehr oder weniger unschöne Vergangenheit hinter sich und sein Päckchen zu tragen. Einige Schicksale lassen sich sehr schnell voraussagen, von anderen wird man gegen Ende des Buches dann doch ein wenig überrascht. Ansonsten zeigen die Figuren im ersten Teil noch keine großartigen Veränderungen, aber da die Reihe ja noch einiges zu bieten hat, lasse ich mich da noch gerne überraschen, immerhin ist das Buch mit noch nicht mal dreihundert Seiten auch nicht wirklich dick. :)


    Sam und Simon sind die Hauptpersonen des ersten Teils. Teilweise drehten sie sich mir ein wenig zu lange im Kreis herum und das Auf und Ab fand ich streckenweise anstrengend zu lesen. Da kriegt man ja beim Lesen schon Herzrasen bei, ich will gar nicht wissen, wie die beiden das meistern! ;) So fand ich das Ende dann auch ein wenig ruckartig und war ein wenig verwirrt, dass es schon zu Ende war. Schwups, und die Seiten waren weg - ich hätte mit ein wenig mehr Zeit, die noch vergeht gerechnet.


    Toll fand ich die Nebenpersonen. Die haben dem Buch eine angenehme Würze gegeben und es wird bestimmt spannend, deren weiteren Lebensweg in den anderen Büchern zu verfolgen. Vor allem Midge und Bertie waren große klasse und bieten sehr viel Potenzial.
    Durch den flotten Schreibstil lesen sich die Bücher auch gut weg. Also, ein gutes Buch um abzuschalten, wenn die Welt um einen herum gerade tobt. Wer allerdings ein Buch mit Tiefgang sucht, sollte erstmal nach einer anderen Lektüre greifen.




    Ansonsten fand ich die Leserunde sehr nett mit euch, auch wenn ich nur die Hälfte wirklich mitmachen konnte, da ich urlaubsbedingt zum zweiten Teil erst etwas posten konnte, als die Diskussionen hier schon zu Ende waren. Das war zwar schade, aber mir auch bewusst. Also vielen Dank allen Teilnehmer und dir, liebe Susanne! :bussi:

  • Ich will natürlich auch noch eine kurze Rezension dalassen ;)


    Devon, heute. Doch, wirklich, die Geschichte spielt in der Gegenwart, obwohl man nach den ersten Seiten glauben könnte, in einen historischen Gesellschaftsroman eingetaucht zu sein. Begriffe wie Laptop und Handy holen den Leser dann aber zumindest kurzzeitig ins hier und jetzt zurück.


    Eher viktorianisch mutet das Testament an, mit dem die Geschichte beginnt. Samanthas verstorbener Ehemann Roland hat darin verfügt, dass die gemeinsame Tochter Tess nur dann das Vermögen erbt, wenn sie innerhalb eines Jahres in England heiratet, und zwar einen Mann mit Adelstitel!
    Um dies zu bewerkstelligen, reist Sam zähneknirschend mit ihrer Tochter aus den USA nach England und quartiert sich wie gewünscht, bei Rolands Freund Lord Simon Bedington ein. Dieser ist kein bisschen angetan von diesem Besuch, wirft er Sam doch vor, die erste Ehe von Roland zerstört und seine erste Frau quasi in den Tod getrieben zu haben. Dementsprechend unfreundlich und abweisend verhält er sich Sam gegenüber.


    Zum Glück gibt es noch andere Bewohner des Hauses, die den beiden Damen gegenüber freundlicher auftreten, so dass sich zumindest Tess schnell wohlfühlt.


    Dennoch fliegen regelmäßig die Fetzen! Und dabei wissen die beiden Streithähne Simon und Sam noch nicht einmal, dass sie auch beruflich miteinander zu tun haben, sie sind nämlich beides Schriftsteller!


    „Die englische Hochzeit“ ist der Auftakt der 4teiligen „Devon Cream Tea“ Reihe und bietet beste Unterhaltung. Obwohl natürlich von Anfang an feststeht, wer sich da am Ende kriegen wird, wartet die Autorin auf dem Weg dahin doch mit einigen kleinen und mindestens einer größeren Überraschung auf, so dass die Lektüre auf keinen Fall langweilig wird.


    Wunderbare Lektüre für zwischendurch und zum Entspannen!

  • Suse

    Hat das Thema geschlossen