Leserundenfazit, Rezensionen (ohne Spoiler)

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    Wir freuen uns, wenn der/die AutorIn ebenfalls ein Fazit zur Leserunde einstellt.


    Bitte achtet darauf, nichts Wichtiges zu verraten. Diesen Thread lesen evtl. auch Personen, die das Buch noch nicht gelesen haben, aber es noch tun wollen!

  • Hier nun mein Fazit, bzw. meine Rezension. Vielen Dank, dass ich mitlesen durfte!


    Wie eine Screwball-Comedy aus früheren Zeiten
    kommt dieser witzige Roman bzw. diese Comedy in Romanform - das trifft es als Versuch einer Genre-Beschreibung für mich am ehesten - rüber, gibt es doch fast durchgehend ein Riesenwirrwarr mit hin- und hereilenden Akteuren beiderlei Geschlechts und unterschiedlicher Gattung - auch die Schildkröte Jane bringt sich nämlich maßgeblich ins Geschehen ein. Dabei gibt es haufenweise Irrungen und Wirrungen, die teilweise ein wenig zu komplex waren, um mich langfristig bei der Stange zu halten, die lustigen Einschübe im pfälzischen und vor allem im sächsischen Idiom haben mich jedoch immer wieder motiviert, doch wieder zum Buch zu greifen.


    Die Autorin Claudia Brendler hat es mit der Liebe, wenn sie diese auch höchst eigenwillig verpackt. Auch hier wieder l'amour in all ihren Facetten, wenn auch eher national deutsch gehalten, die im Buch ebenfalls rumspukenden Italiener und Skandinavier kommen sprachlich nicht zum Tragen. Die künftige Schauspielerin Clara, die von der Bühne des Burgtheaters träumt und im Bett ihres vokalfreudigen Hochschuldozenten Adrian alias "Lümmelchen" nur bedingt Erfüllung findet, landet auf einem Kreuzfahrtschiff - als Teil des Unterhaltungsprogramms und als Partnerin des ausgesprochen gewöhnungsbedürftigen, aber bereits semibekannten Unterhaltungskünstlers Peachy, den ich mir in etwa als eine Mischung aus Jürgen Drews und Achim Mentzel vorstelle - allerdings mit Pfälzer Dialekt gesegnet. Auch andere Akteure wie Kulturmanager Val, Bordzeichner Simon und die ausgesprochen esoterisch angehauchte Gesine vervollständigen das Leben an Bord auf für Clara zumeist anstrengende Art und Weise.


    Wie schon der Vorgängerroman "Paarungszeit" gestalteten sich auch die "Dösenden Möwen" unterhaltsam, aber mit Wirrungen. Wie das Dorf Neuenthal in der Paarungszeit scheint auch das hier als hauptsächliche Location dienende Kreuzfahrtschiff an Überbevölkerung zu leiden. Mir jedenfalls fiel es ausgesprochen schwer, mir alle Figuren zu merken und sie bei nochmaligem Auftauchen richtig einzuordnen. Auch anderes war wirr und schwer nachzuvollziehen. Genossen habe ich hingegen die Episoden auf pfälzisch und sächsisch, zu deren Verständnis das hinten angefügte, sehr erheiternde Glossar - aus meiner Sicht das absolute Highlight des Buches -maßgeblich beitrug sowie den Humor der Autorin, der herrlich absurde Situationen zutage brachte, so er nicht in Wirrungen bzw. Langatmigkeiten erstickt wurde.


    Insgesamt ein netter Roman, dem etwas mehr Biss und etwas weniger Umständlichkeit nicht geschadet hätte!

  • Clara, Schauspielerin in Ausbildung, nimmt ein Engagement auf dem Schiff „Flotte Flotte“ an, denn sie weiß nicht so genau, ob ihre Beziehung zu Dr. Adrian Steinhöfer, genannt „Lümmelchen“ von Dauer ist. Adrians Fetisch sind Wörter mit bestimmten Vokalen, die ihn antörnen.
    Val ist in seiner Funktion als Kulturmanager auf dem Schiff total überfordert, denn eigentlich ist er mit Leib und Seele Zauberer. Weiter hat Clara zu tun mit Peachy the Peacock, der ihr Partner beim Theaterstück sein soll. Dann sind da noch der fesche Simon, der Zeichenunterricht an Bord gibt, und Gesine voll auf Esoterik, verantwortlich für die Wellness. Claras Kabinengenossin Sunny ist sehr eigenwillig. Chef des Ganzen ist ein Kapitän mit Liebeskummer.
    Kaum an Bord beginnen die Proben an dem Stück, das von Val und seiner Frau geschrieben wurde, total bekloppten Text hat und abends bereits aufgeführt werden soll. Das Chaos geht los. Alles entwickelt sich – allerdings anders als vorgesehen.
    Das Buch macht sich lustig über das Bordleben mit der ganzen Belustigung. Aber die Geschichte ist total überzogen.
    Die eingeschobenen Logbuch-Einträge von Simon erklären vieles, was man sonst nicht mitbekommen würde. Die Dialekte sind nicht so einfach zu lesen, allerdings gibt es am Ende des Buches Hilfe zum Übersetzen. Außerdem ist es nicht einfach, alle Personen auseinander zu halten.
    Obwohl ich manches Mal geschmunzelt habe, kam mir vieles doch zu konstruiert und wirr vor. Dieses Buch mag für viele Leser toll sein, ich hatte so meine Schwierigkeiten.

  • So anbei mein Fazit zu dieser Geschichte die mich mehr als einmal schmunzeln ließ! ;)


    Kurzbeschreibung
    Clara hat mit Ihrem Dozenten eine Beziehung der besonderen Art.
    Den Lümmelchen beziehungsweise Dr. Adrian Steinhöfer liebt eine gewisse Art der Sprecherzeihung.
    Clara kommt das nicht nur seltsam vor sondern Sie ist auch deshalb froh darüber als Sie kurzfristig ein Engagement auf einem Schiff bekommt.
    Ein Traumschiff mit einem Traumurlaub und weit weg von Lümmelchen.
    Clara freut sich, bis Sie merkt das Diese Fahrt eher ein Alptraum wird.
    Denn die Schauspiellkollegen, wollen nicht nach Text schauspielern und der Kulturmanager ist heillos überfordert und das Bühnenbild ist das reinste Chaos und wenn das nicht alles schon schlimm genug wäre, läuft Clara auch noch Simon über den Weg, der Zeichenlehrer an Bord ist und Sie mit seiner Art durcheinander bringt.



    Cover
    Das Cover finde ich ein Hingucker. Ein Seemann der per Anhalter mitfahren will, was bei dem Traumschiff wahrlich kein Wunder ist, aber lustig gemacht und auch die Möwe die auf dem ganzen Bild zu thronen scheint. Passend ausgewählt zum Inhalt des Buches.



    Charaktere
    Clara Tümmler ist eine junge Frau die weiß was Sie will und zwar schnellstens weg von dieser Affäre die Sie so gar nicht mehr bereit ist weiter mitzuspielen für Ihren Dozenten.


    Dr. Adrian Steinhöfer ist sogennater Dozent und hat nicht nur für Clara eine Vorliebe sondern auch noch einen gewissen Fetisch, den er sein eigen nennt.


    Simon lebt mit seinem ungebeteten Gast auf dem Schiff und ist der Hauseigene Zeichenlehrer an Bord.
    Und schreibt nicht nur Logbucheinträge....


    Auch die restlichen Charaktere, sei es nun Valentin Lübbers, der an Bord der Kulturmanager spielt, bringt einen harmonische Kombination der Charktere zutage die einen mehr als einmal zum Lachen bringt.



    Schreibstil
    Die Autorin Claudia Brendler hat nicht nuir eine witzige und amüsante Geschichte hier verfasst, sondern auch die Charaktere derart lebendig beschrieben das man mit Ihnen Mitlachen, schmunzeln oder einfach den Kopf schütteln muss....



    Meinung
    Dösende Möwen ist ein Roman der einen in die Geschichte von der Protagonistin Clara Tümmler entführt die bei Ihrem Dozenten nicht nur Sprecherziehung und Theaterwissenschaften studiert und sich auch noch auf eine Beziehung mit Tümmler wie sein Spitzname bei Clara lautet eingelassen hat.


    Aber nicht nur die Beziehung und Tümmlers Vorliebe findet sie seltsam, sondern auch das er Sie für ein Theater vorschlagen will.


    In der Not wird Ihr ein unverhofftes Angebot von Valentin unterbreitet der Sie vom Fleck weg engagieren will und für Clara heißt es nicht lange überlegen und schon steht Sie an Bord, was Sie hier erwartet übersteigt aber Ihre Grenzen der Vorstellungskraft.


    Denn nicht nur Val der Kulturmanager hat Keine Ahung von seinem Job, sondern auch die Schauspieler sind planlos oder wollen keinen Text lernen.


    Und erst das Graus der Deko, könnte Clara sofort zum umdrehen bewegen, aber mit einer Mini Kabine schießt Val den Vogel ab.
    Aber Clara weiß was Sie daheim und bei Ihrer Beziehung erwartet und beschliesst sich dem Chaos Esemble zu stellen.
    Aber Sie hat nicht mit Simon und seinem Gast den er ab und an im Schlepptau hat gerechnet........



    Fazit
    Eine turbolente spritzige Komödie meiner Meinung nach, die einfach zum schmunzeln und zum Lachen einlädt und mir lustige Stunden beschert hat.



    Glg Susanne

  • Augenzwinkernde Kreuzfahrt mit skurrilen Figuren


    Zusammen mit ihren Protagonisten nimmt uns die Autorin auf eine Kreuzfahrt nach Norwegen mit. Wer aber bei dem Titel „Dösende Möwen“ eine entspannte Reise erwartet, ist auf dem falschen Dampfer: es herrscht Chaos und ein Auf- und Ab, was nicht nur am schlechten Wetter liegt.


    Die Schauspielschülerin Clara Tümmler, Verzeihung, Abraham, braucht unbedingt eine Auszeit von ihrem Freund und Dozenten Dr. Adrian Steinhöfel, genannt Lümmelchen, da sie von dessen Vokalfetischismus etwas überfordert ist. Er ist so verliebt in seine Clara, weil keine so schön das ordinäre Ö und das scharfe I wie sie aussprechen kann!
    Clara kommt das Angebot ihres alten Bekannten Valentin Lübers gerade recht, der händeringend für seine Show auf der „Flotten Flotte“ Ersatz für die weibliche Hauptrolle sucht.
    Leider gibt es ein Nanopartikelchen von einem Problem: Clara muß den völlig bescheuerten Text in wenigen Stunden lernen, weil die Premiere bereits am ersten Abend, an dem sie an Bord geht, stattfinden soll.


    Aber nicht nur der Text ist eine echte Herausforderung für sie, auch ihr Partner Peachy the Peacock ist speziell: er ist die fleischgewordene Stimmungskanone und pfälzische Salsaverführung in Jogginghose und Badeschlappen, der die Chicas zum Kreischen bringen will – jedenfalls solange, bis der ominöse norwegische Reiseleiter Johansen an Bord kommt. Was hat Peachy mit ihm zu schaffen, daß er in dessen Gegenwart plötzlich ganz zahm wird?


    Der Kulturmanager des Schiffes, Val Lübers, ist im Herzen eigentlich talentierter Zauberer, hat seiner Frau jedoch versprochen, nie wieder Jungfrauen zu zersägen oder Kaninchen verschwinden zu lassen. Nur in Stressituationen entfleucht ihm immer mal wieder ein Schmetterling aus dem Ärmel oder er reagiert sich mit Jonglieren ab. Verständlich, daß während dieser Schiffsreise viele Schmetterlinge und Papierflugzeuge den Ärmel verlassen sowie die halbe Kabineneinrichtung durch die Gegend jongliert wird.


    Als wäre das Theater mit dem Theater noch nicht genug, hat Clara mit ihrem zugegebenermaßen katastrophalen Orientierungssinn zu kämpfen und verzweifelt regelmäßig bei der Suche nach ihrer Kabine im Mannschaftsdeck. Wenn sie sie dann doch findet, darf sie sich mit ihrer feindseligen und abweisenden Kabinengenossin Sunny rumärgern.


    Dann ist da noch der attraktive Bordzeichner Simon Weyden, dessen Qualitäten und Dienste vorallem bei den weiblichen Passagieren sehr gefragt sind. Obwohl er sich anfangs Clara gegenüber abweisend verhält, geht er ihr bald nicht mehr aus dem Kopf. Auch er hütet ein Geheimnis, das nur seiner Schildkröte Jane bekannt ist.


    Es betreten noch eine ganze Menge weitere skurrile Personen die Bühne: ein liebeskranker Kapitän, die Esoterikerin Gesine, die das richtige Gespür für die Auren ihrer Kollegen hat, Mr. Beach, dessen Wortschatz sich auf drei norddeutsche Sätze beschränkt und DJ Blauwal mit seiner Vorliebe für Heavy Metal sowie einige Hessen, Sachsen und Bayern.


    Bei allem Humor bemerkt man aber auch, daß beinahe alle Hauptcharaktere die Schiffsreise als eine Art Flucht ansehen; die jeweiligen Gründe kommen nach und nach zum Vorschein.
    Die Erzählperspektive wechselt zwischen Clara und Simon ab, dessen Eindrücke wir durch seine Logbucheinträge erleben.


    Die Handlung ist voller Witz und etwas überzeichnet, es ist ja schließlich auch ein humoristisches Buch – ich muß wirklich bewundern, wie die Autorin diesen stetigen Humor aufrechterhalten kann. Der eine oder andere Gag wurde zwar beinahe etwas überstrapaziert, aber im Gesamtergebnis passte es für mich. Sehr gut haben mir die verschiedenen Dialekte gefallen, die das Buch auflockern. Sollte man das eine oder andere Wort nicht verstehen, gibt es am Ende des Buches ein Glossar zur Erklärung.


    Als Vorbereitung auf eine Schiffsreise nach Norwegen würde ich dieses Buch vielleicht eher nicht empfehlen – die abschreckende Wirkung könnte zu groß sein. Aber für alle anderen Fälle kann dieses Buch lustige und kurzweilige Lesestunden bescheren.


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  • Das Chaos herrscht überall


    Clara Tümmler, Studentin der Schauspielschule, hat ein Verhältnis mit ihrem Dozenten für Sprecherzeichung und Theaterwissenschaft. Dr. Adrian Steinhöfer leidet an sexuellem Fetischismus – er fährt auf das „arglose O“ oder das „scheue E“ sowie das „ordinäre Ö“ ab. Indem Clara Liebesmonologe rezitiert die sich anhören wie „Oh Sonne, thronst so wolkenlos“ bedient sie seine Neigung.


    Eigentlich würde sie ihm gerne den Laufpass geben aber Dr. Steinhöfer ist in zweierlei Hinsicht wertvoll für Clara: Zum einen ist er in ihrer Prüfungskommission, zum anderen hat er versprochen ihr einen Termin zum Vorsprechen am Wiener Burgtheater zu besorgen.


    Gerade zur rechten Zeit erhält Clara einen Anruf von Valentin Lübers, seines Zeichens Kulturmanager auf einem Kreuzfahrtschiff, der ihr ein Engagement auf der „Flotten Flotte“ anbietet. Der Haken an der Sache, es geht schon morgen los und so nebenbei gibt es noch das mikroskopisch kleine Problem, daß sie ihren hirnrissigen Text bis zum Abend können muss denn da findet die Premiere statt.


    Um Dr. Adrian Steinhöfer aus dem Weg zu gehen, sagt Clara zu......


    Mein Fazit:


    Neben Clara Tümmler (Künstlername Abraham) tümmeln sich auf dem Schiff noch ihr pfälzischer Bühnenpartner Peachy the Peacock, der Kulturmanager Valentin Lübers, der eigentlich mit Herz und Seele Magier ist, Zeichenlehrer Simon Weyden, der unerlaubterweise seine Kabine mit einer Wasserschildkröte namens Jane teilt, Sunny, die Ballett-Tänzerin, Gesine die Esoterikerin sowie der norwegische Reiseleiter namens Johansen. Alle haben sie eines gemeinsam – sie haben irgend eine Leiche im Keller.


    Neben den Hauptakteuren dürfen natürlich der Kapitän und die Reiselustigen nicht fehlen, ebenso wie DJ Blauwal und Mr. Beach sowie Laxnor der Schamane.


    Vom Zeitpunkt des Ablegens im Hamburger Hafen bis zum Wiederanlegen geht es auf diesem Schiff einfach nur chaotisch zu. Es passt nix, aber auch gar nix. Die Bühnenshow ist ein schlechter Witz, die Landgänge fallen aus oder werden „umgeleitet“, das Aktionsprogramm auf dem Schiff ist auch alles andere als ansprechend und für mich wäre das hier so eine klassische Reise nach der man jeden Cent des Reisepreises wieder zurück verlangen könnte incl. einer Forderung nach Schadensersatz wegen Körperverletzung.


    Das Buch ist ganz sicher humorvoll geschrieben – wenn man diese Art von Humor mag. Meinen humoristischen Nerv hat es leider ganz und gar nicht getroffen.
    Schade.


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  • Auch ich möchte mich noch herzlich bedanken für Buch und Leserunde! Leider hat die Geschichte nicht so wirklich meinen Humor getroffen, aber dennoch hat es mir Spaß gemacht, das Buch gemeinsam mit Euch zu lesen! :winken:



    Clara ist Schauspielerin und liiert mit Adrian, der eine etwas seltsame Vorliebe für bestimmte Vokale hat. Eigentlich ist Clara nur noch mit ihm zusammen, weil sie hofft, dass er ihr Karrieresprungbrett sein könnte. Kurzfristig nimmt Clara ein Engagement auf einem Kreuzfahrtschiff an. Doch die Bühnenshow ist das reinste Chaos, und auch das Drumherum könnte schräger nicht sein...


    Mein Leseeindruck:


    Bei diesem Buch fällt es mir sehr schwer, eine Rezension zu schreiben. Die eigentliche Story gefällt mir gut, doch es ist mir persönlich alles etwas zu schräg und zu überspitzt dargestellt worden. Dabei geht die Geschichte an sich etwas unter. Der Humor steht hier im Vordergrund, nur leider ist es nicht mein Humor. Sicherlich gab es Passagen, bei denen ich schmunzeln konnte, doch das meiste war mir einfach zu schräg und zu skurril. Wer aber diese Art von Humor mag, wird bestimmt viel Freude an dem Buch haben.

  • Allmählich wird es ruhig in der Leserunde, nur noch Pina befindet sich an Bord ;D


    Daher möchte ich allen Beteiligten ein herzliches Dankeschön aussprechen, daß ihr diese Runde mit euren Beiträgen so lebendig gestaltet habt.


    Ein besonderes Dankeschön an Claudia, daß du uns so aktiv begleitet hast. Ich hoffe, du konntest auch Positives aus dieser Runde mitnehmen :winken:


    Und wer weiß, vielleicht lesen wir uns bei einem deiner nächsten Projekte hier wieder.


    Es fehlen noch 4 Rezensionen, die aber natürlich noch eingestellt werden können.

  • Ahhhh, sorry.
    Bin....untergegangen. Irgendwie.



    Mir hat das Buch sehr gut gefallen! An der Leserunde habe ich leider nicht so viel teilnehmen können, tut mir leid :(
    Aber ich werde trotzdem noch alles nachlesen und weiter meinen Senf dazu abgeben.


    Zum Buch:


    Mir gefällt der Humor ausgezeichnet. Der Ort des Geschehens und die Handlungen an sich haben mich regelmäßig überrascht, so dass mir zwischen meinen Lachanfällen nie langweilig wurde.
    Außerdem habe ich mich mit jedem einzelnen Charakter angefreundet, auch sie sorgten durchweg für Unterhaltung.


    Einzige Kritikpunkte:
    Die Dialekte waren sehr beschränkt und wiederholten sich demnach nach einer Weile. Hier hätte ich mir mehr Abwechslung gewünscht, verstehe aber auch, dass es schwierig ist, das ganze überzeugend rüberzubringen. Mein Lob also soweit, wie die Auswahl gewachsen ist!
    Das andere sind die Logbucheinträge von Simon. Mehr als einmal moserte ich, dass sie in ihrem Schreibstil mehr und mehr der Autorin ähnelten. Auch fand ich zum Schluss, dass er Sachen reingeschrieben hat, die er wahrscheinlich so nicht eingetragen hätte und die mehr für den Leser als für eine Art Tagebuch gemeint gewesen sind.


    Ich werde mir auf jeden Fall mehr von Claudia Brendler's Literatur besorgen und hoffe, dass ihr Humor und ihre Erzählvielfalt nie eintönig werden :)


    Vielen Dank nochmal an allen teilnehmenden und dem Verlag.


    Pina



    EDIT: Kaum zu glauben, aber ich habe es tatsächlich geschafft, eine Rezension auf Amazon.de hinterlassen. Ich entschuldige mich hiermit nochmal in aller Form für meinen inneren Schweinehund, der viel zu oft die Oberhand gewinnt. :-[
    EDIT2: Muahahaha, jetzt sogar auch auf Literaturschock.de! 8)

  • Rezension von mrskatha:


    Meine Mei­nung


    Mit ihrem neuen Buch “Dösende Möwen” wagt sich Clau­dia Brend­ler in neue Gebiete, bzw. Gewäs­ser vor. Die­ses Mal spie­len sich ihre humor­vol­len Kata­stro­phen auf einem Kreuz­fahrt­schiff ab. Der per­fekte Ort, um aller­lei lus­tige Sze­na­rien zu gestalten.


    Als Clara ein Enga­ge­ment auf einem Kreuz­fahrt­schiff ange­bo­ten bekommt, war sie nicht auf die Zustände gefasst, die die Schau­spie­le­rin dort erwar­ten wür­den. Clara muss sich nicht nur mit einem unfä­hi­gen Büh­nen­part­ner und einer schwan­ken­den Kulisse her­um­schla­gen. Der zu spre­chende Text über­trifft sich selbst mit absur­den Dia­lo­gen und Clara ist fas­sungs­los. Eine bunt zusam­men­ge­wür­felte Crew, die von einem lie­bes­kran­ken Kapi­tän ange­führt wird und die Gäste aus allen deut­schen Bun­des­län­dern sor­gen für eine chao­ti­sche und lus­tige Reise.


    Die erste Hälfte des Buches hat mir lei­der weni­ger gut gefal­len. Die Geschichte beginnt recht kon­fus und kann sich nicht ent­schei­den, in wel­che Rich­tung sie sich ent­wi­ckeln soll. Ab der zwei­ten Hälfte hat sich die­ses Pro­blem zum Glück auf­ge­ho­ben, jedoch wirkt die Geschichte an man­chen Stel­len etwas zu sehr gewollt und weni­ger durch­dacht. Es gibt sehr viele Neben­hand­lun­gen, die auf­ge­grif­fen, teil­weise in Ver­ges­sen­heit gera­ten oder in kur­zen Neben­sät­zen abge­han­delt werden.


    Mir gefällt der Humor von Clau­dia Brend­ler wirk­lich gut, jedoch war es an man­chen Stel­len ein wenig zu viel des Guten. Weni­ger gewollt-lustige-Szenen und dafür mehr Situa­ti­ons­ko­mik hätte der Geschichte sicher­lich gut getan. Wer bereits “Eier­tanz” gele­sen hat, wird sich über ein Wie­der­se­hen mit den sym­pa­thi­schen Sach­sen Jüdda und Üwe freuen kön­nen. Ich hatte mit den Bei­den auf jeden Fall mei­nen Spaß und habe mich gefreut, mich durch ihre lus­ti­gen Dia­loge lesen zu können.


    Fazit


    Eine lus­tige und humor­volle Geschichte, die ein paar unter­halt­same Lese­stun­den bie­tet. Lei­der gibt es bezüg­lich der Hand­lung und der an man­chen Stel­len zu sehr gewoll­ten Komik ein paar Schwä­chen, die das Lese­er­leb­nis ein wenig dämpfen.

  • Clara ist Schauspielerin und hofft auf den großen Durchbruch. Doch momentan wird ihr ihre Affäre mit ihrem sprachverliebten Dozenten zu viel und sie ergreift die Chance auf eine Auszeit, als sie sich für ein Kreuzfahrtschiff engagieren lässt. Wenn sie allerdings geahnt hätte, was hier alles auf sie zukommt, wäre sie vielleicht doch lieber bei ihrem „Lümmelchen“ geblieben?


    Autorin Claudia Brendler zündet hier ein Feuerwerk an Ideen. Als Leser kommt man streckenweise kaum noch mit, wenn sich in praktisch jedem Satz ein Lacher verbirgt. Neben allerlei sprachlichen Verwirrungen in pfälzischem, sächsischem oder sonstigen Dialekten der Kreuzfahrtgäste gibt es auch in der Handlung reichlich Windungen und Überraschungen. Dass das kulturelle Angebot an Bord nicht ganz das ist, was Clara sich vorgestellt hat, muss wohl kaum extra erwähnt werden. Ihr männlicher Gegenpart auf der Bühne Peachy ist ein wahrer Alptraum und nur an weiblichem Applaus (und gerne mehr?) interessiert. Kulturmanager Val Lüders, dem sie das Engagement verdankt, macht keine sonderlich souveräne Figur in all dem Chaos, insbesondere, wenn ihm bei Aufregung ständig ungewollte Zaubertricks aus den Händen flutschen! Und dann gibt es da ja noch den Bordzeichner Simon, über dessen besondere Qualitäten sich ehemalige weibliche Gäste ausgiebig in Online-Foren austauschen. Aber Simon hat offensichtlich ein Geheimnis.
    Seine Tagebucheinträge, gerichtet an wen auch immer, der das Tagebuch in einer fernen Zukunft finden und lesen wird, wahlweise Außerirdische, die die Erde erobert haben, oder Mikroben, die schon da sind und sich eines Tages gegen alle anderen Lebensformen durchsetzen werden, geben immer wieder amüsante Einblicke in das Leben an Bord, mit teilweise durchaus ernstem Unterton.


    Insgesamt herrscht an Bord von Ablegen bis Anlegen das totale Chaos, Kabinen wechseln anscheinend willkürlich ihren Platz (oder liegt es vielleicht doch an Claras Orientierungssinn?), eine Schildkröte ist blinder Passagier, der Kapitän die meiste Zeit im betrunkenen Liebeskummer versunken und der DJ mit einem höchst eigenwilligen Musikgeschmack gesegnet – Schiff ahoj!

  • Anbei die Rezension von Rhea


    Dösende Möwen
    Eine Seefahrt, die ist lustig….
    Was macht man, wenn man eigentlich Schauspielerin werden möchte, dann aber kein wirkliches Engagement hat, der verehrte Lehrer an Achtung verliert, weil er ziemlich albern wirkt mit seinem Vokal-Fetischismus und man dann ein Angebot bekommt, in DER Revue auf einem Kreuzfahrtschiff mitzuwirken. Man nimmt an, oder? Vielleicht ist es ja ein Sprungbrett zum Erfolg?
    Mit dem Betreten des Schiffes gehen die unterschiedlichsten Katastrophen los. Angefangen, dass es schier unmöglich ist, die sowieso schon enge und schlechte Kabine zu finden, weil sie scheinbar wandert. Dann ist natürlich auch auf dem Schiff Geiz geil und es wird nicht nur an Schauspielern gespart, sondern auch an Textschreibern. Vieles wird in Personalunion gemacht und es soll alles nichts kosten, aber die Leute unterhalten.
    Die junge Protagonistin ist in der Beziehung etwas naiv an Bord gekommen, sie bleibt aber engagiert und will sich eigentlich nicht mit der schlechten Qualität des Bordspektakels zufrieden geben. Aber es haben sich viele Gewohnheiten eingeschliffen und es gibt nicht nur Kameradschaft an Bord. Natürlich gibt es auch die Urlauber, die ebenfalls nicht viel bezahlen wollen, aber natürlich auf alles ein Anrecht haben. Irgendwie muss also dafür gesorgt werden, dass alle Versprechen, die die Kunden angelockt haben, auch eingehalten werden, egal wie.
    Da entdeckt die Protagonistin neue Eigenschaften an sich, beginnt sie an einer anderen Form der Unterhaltung zu arbeiten und oftmals werden Pannen zu Ausgangspunkten für neue Ideen. Sie versucht, ihr schauspielerisches Können einzusetzen und berücksichtigt aber auch, dass die Menschen an Bord in Stimmung gebracht werden wollen und auch das ist ein Talent, welches sie dann in ihrem Kollegen findet.
    Diese Geschichte greift mit viel Spritzigkeit und liebevoller Toleranz die verschiedenen Probleme hinter den Kulissen der Unterhaltungsindustrie und die Interaktionen auf Kreuzfahrten auf. Sicher ist dies an vielen Stellen überhöht, aber das ist als Stilmittel m.E. sinnvoll eingesetzt. Ebenso wie die Schildkröte, die illegal an Bord ist. Ich denke, dass viele Situationen sich teilweise direkt so abspielen. Das Leben ist ja manchmal komischer als man es erfinden könnte.
    Mir hat es Spaß gemacht, die Komödie zu lesen, teilweise vorzulesen. Die Menschen in der Geschichte wachsen ans Herz.
    Als in Sachsen lebender Mensch bin ich sehr angenehm überrascht, dass Sächsisch hier gleichberechtigt zu Hessisch angewendet wird und keine Einseitigkeit entsteht. So machten beide Dialekte Spaß und die Menschen lebendiger.
    Die Idee mit dem Logbuch, welches uns einiges erklärt, ohne sich direkt an jemanden zu wenden fand ich sehr interessant, vor allem die damit verbundene Phantasie, wer denn alles eine weltweite Katastrophe überleben könnte und dann das Buch findet.


    Fazit:
    Eine lustige Kreuzfarth, mit Irrungen und Wirrungen wie in Shakespeare-Komödien und vielen Parallelen in der realen Welt.

  • Suse

    Hat das Thema geschlossen