03 - Seite 111 bis 203

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  • auch dieser Abschnitt ist wieder richtig spannend..die Charaktere gefallen mir alle recht gut, sie wirken so real und man hat das Gefühl, dass es damals so abgelaufen sein könnte (wird eigentlich in einem Nachwort nochmal etwas geklärt, was Fiktion ist und was belegt ist? ich trau mich immer nicht, dass schon vorher zu lesen ;))
    ich habe auch in diesem Abschnitt richtig mitgefiebert..die Darstellung des Hofes habe ich mir in etwa auch so vorgestellt gehabt - hat mir gut gefallen und ich fand es interessant zu lesen, wie Nesta versucht, sich dort zurechtzufinden und ihre Art scheint ja auf so einem Hof auch sehr erfrischend gewesen zu sein..Nesta verbündet sich enger mit ihren Freunden Anskill, Ansfride und Tyrell - ich finde diese allesamt sympathisch :) ich finde auch, dass Ansfride und Anskill sehr harmonisch miteinander umgegangen sind und dass Anskill jetzt dieses Schicksal erleiden musste. wie grausam :( Tyrell und Anskill haben mir sooo leid getan - traurig :'(
    weniger schlimm fand ich im Gegensatz dazu das Schicksal von Rufus - ich fand es genial, dass er sich eigentlich sein eigenes Grab (in dieser Geschichte) geschaufelt hat - dass er Tyrell die besten Pfeilspitzen gegeben hat..ach der arme Tyrell - ich hoffe, dass wir noch etwas von ihm lesen werden, er hat mir soo gut gefallen
    Ansfride redet Nesta ins Gewissen und dabei zeigt sich, dass sie eigentlich eine gute Freundin ist - sie hat die Schwärmerein für Henry gut erkannt und die Lage besser eingeschätzt als Nesta - dass sie selber Kinder von Henry hat beichtet sie auch noch - dass sie dann den Hof verlässt ist verständlich, aber Nesta wird es jetzt nicht einfach haben..

  • Dieser Flambard ist ein Heuchler vor dem Herrn, ich hoffe, er schmort auch noch in der Hölle. Nur gut, daß Ansfride ehrlich mit Nesta ist und so verhindern kann, daß er einen Keil zwischen sie und ihren Freunden treibt. Glücklicherweise läßt sich Nesta nicht langfristig von dem Verdacht der Homosexualität bei Anskill, Tyrell und dem König schockieren, schließlich hat das auch seine Vorteile, wie sie selber bemerkt: keine lüsternen Blicke und Nachstellungen.


    ohja - dieser Flambard ist ein richtiges Ekel und ich kann mir gut vorstellen, dass er noch öfters in die Suppe spucken wird..ich ahne schon ganz schlimme Intrige..diesen Kerl darf man auf keinen Fall unterschätzen und seinen Einfluss auch nicht..


  • Das Zwischenspiel mit dem Milan hat mir gut gefallen - war geschickt eingebaut und passte so gut als Beispiel von passivem Widerstand. Und durch den "Silbernen Falken" - auch ein guter historischer Roman - kannte ich das mit dem Aufbräuen und die Auswirkungen dazu. Ich bin froh, dass heute weniger brutale Methoden verwendet werden. Gibt es sowas wie Falkenflüsterer?


    dieses kurze Zwischenspiel hat mir auch gut gefallen - was Nesta alles mit diesen Vögeln verbindet und wie sie sich mit diesem Tier anfreundet und auch die Beziehung zwischen Nesta und dem Falkonier hat mir gefallen - am Anfang kam dieser recht mürrisch rüber, aber im Laufe der Geschichte wurde er immer sympathischer..


  • Übrigens, mal ganz am Rande, ich bin an der Email-Brosche hängengeblieben. :D Sonst noch jemand der einen Moment gebraucht hat bevor sie es im Kopf richtig ausgesprochen hat?


    Ich auch :D



    Schön finde ich, wie die Zwänge beschrieben werden, unter denen die Menschen damals gelebt haben: die Willkürlichkeit des Herrschers, die politischen Ränke, die Ohnmacht der Frauen, einer unerwünschten Heirat zu entgehen -- aber die Könige haben es auch nicht wirklich selbst in der hand, ob und wen sie heiraten, sie habne nur ein bisschen mehr Auswahl als die Frauen.


    Ja, das finde ich auch sehr gut beschrieben.



    Was vielleicht an den Tagen im abgeschiedenen Wales lag, wo man wirklich ständig nur durch die Pampa fährt und von der Natur quasi eingeschlossen wird.


    Nun freue ich mich noch mehr auf Wales 8)



    Allerdings hab ich mich eins gefragt: Am Königshof wird mit Dirnen auf den Festen rumgehurt was das Zeug hält. Wie konnte der König sich das ansehen, muss ihn ja eigentlich angewiedert haben? ??? Oder sollte das die Ablenkung sein, damit sein Verhalten gegenüber den Männern nicht auffällt?


    Das habe ich mich auch gefragt: ich könnte mir aber schon vorstellen, daß er von seinen Neigungen damit ablenken wollte und so seine Leute bei Laune halten konnte. Madame de Mabile hätte ja einen Herzinfarkt bekommen ;D



    ohja - dieser Flambard ist ein richtiges Ekel und ich kann mir gut vorstellen, dass er noch öfters in die Suppe spucken wird..ich ahne schon ganz schlimme Intrige..diesen Kerl darf man auf keinen Fall unterschätzen und seinen Einfluss auch nicht..


    Ich befürchte, du hast recht.

  • ohja - dieser Flambard ist ein richtiges Ekel und ich kann mir gut vorstellen, dass er noch öfters in die Suppe spucken wird..ich ahne schon ganz schlimme Intrige..diesen Kerl darf man auf keinen Fall unterschätzen und seinen Einfluss auch nicht..


    Ich stimme zu. Er ist sehr ehrgeizig und geht über Leichen, hat man den Eindruck.


  • wird eigentlich in einem Nachwort nochmal etwas geklärt, was Fiktion ist und was belegt ist? ich trau mich immer nicht, dass schon vorher zu lesen ;))


    Ja, das wird es :-) Daher würde ich wirklich nicht empfehlen, das Nachwort schon vorher zu lesen, da es sehr viel verrät. Einiges, das im Nachwort steht, erzähle ich aber schon hier in der Leserunde - aber natürlich immer nur dann, wenn es dazu passt und nicht spoilert. Beim Nachwort wäre das alles dann geballt vorhanden :-)

  • In diesem Abschnitt passiert ja wirklich viel. Nesta gewöhnt sich an das Leben bei Hofe, die vielen Reisen werden beschrieben, aber man erkennt auch, dass nicht alles so ist, wie es auf den ersten Blick scheint.
    Dass Rufus (möglicherweise) homosexuell war, wurde ja auch bei Rebecca Gablé aufgegriffen, deshalb war die Enthüllung für mich keine Überraschung. Und auch Henry zeigt hier, dass er das Wohl des Reichs über persönliche Interessen stellt, wie ja schon spekuliert wurde.
    Auch, dass Rufus im Wald bei einem Jagdausflug stirbt wusste ich schon, trotzdem habe ich bei Wikipedia nochmal nachgelesen.
    Hier finde ich es interessant, dass niemand weiß, was wirklich passiert ist, dass es dazu verschiedenste Aussagen gibt. Da muss es als Autor wirklich spannend sein, sich die Versionen so zurechtzulegen, dass sie in den Roman passen. Freiheiten hat man ja allemal, denke ich...
    Ich finde es gut, dass hier das Aufbreuen von Greifvögeln erwähnt wird. In zu vielen Romanen, die zu dieser Zeit spielen, kommen Falkenhauben vor. Ich finde es wirklich gut, dass du diese Falle vermieden hast. Da der Rotmilan aber so eine große Rolle bekommen hat frage ich mich, ob er wohl noch einmal vorkommt oder ob er nur eingeführt wurde, um die Macht des Königs zu demonstrieren.
    Ich habe beim Lesen schon gemerkt, dass ich genau schauen muss, wann das jeweilige Kapitel/der entsprechende Abschnitt spielt, schließlich gibt es immer mal wieder Lücken von einigen Monaten. Und inzwischen ist Nesta schon 15 und somit wirklich kein Kind mehr.


  • Das Zwischenspiel mit dem Milan hat mir gut gefallen - war geschickt eingebaut und passte so gut als Beispiel von passivem Widerstand. Und durch den "Silbernen Falken" - auch ein guter historischer Roman - kannte ich das mit dem Aufbräuen und die Auswirkungen dazu. Ich bin froh, dass heute weniger brutale Methoden verwendet werden. Gibt es sowas wie Falkenflüsterer?


    Das Buch habe ich auch gelesen und fand es sehr gut und auch informativ. Auch in Der Thron der Welt, wo es ebenfalls um Falken geht, wird dieses Vorgehen erwähnt.
    Auch ich bin froh, dass es nicht mehr allzu viele Jahrhunderte gedauert hat, bis die Falkenhauben in Europa eingeführt wurden und diese Qual den Tieren erspart wurde.



    Allerdings hab ich mich eins gefragt: Am Königshof wird mit Dirnen auf den Festen rumgehurt was das Zeug hält. Wie konnte der König sich das ansehen, muss ihn ja eigentlich angewiedert haben? ??? Oder sollte das die Ablenkung sein, damit sein Verhalten gegenüber den Männern nicht auffällt?


    Ich denke schon, dass das zu so vielen Skandalen und Skandälchen geführt hat, dass die Neigung des Königs, die ja wohl ein offenes Geheimnis war, da völlig uninteressant wurde. Und wenn er von der Kirche kritisch betrachtet wird, kann ich mir vorstellen, dass er kein Problem hat, wenn der ganze Hof ebenfalls einen schlechten Ruf erhält, das verteilt die Aufmerksamkeit ein wenig.

  • Wieder ein sehr spannender Abschnitt, und er endet ja wirklich mit einer Begebenheit, die nun wohl vieles verändern wird!
    Für Nesta hat sich ja schon vieles geändert. Sie hat ihre Freundin Ansfride "verloren", Anskill ist tot, und nun ist auch noch Tyrill weg. All ihre Freunde am Hofe sind weg, und der König ist tot!
    Ich kann Nestas Entsetzen und Schrecken gut verstehen, wenn sie daran denkt, dass Henry möglicherweise (Mit-)Schuld am Tod seines Bruders hat.


    Obwohl Nesta von Henrys Affäre mit Ansfride erfahren hat, von vielen anderen Affären und auch Kindern, und obwohl sie Ansfride versprochen hat, nicht zu sehr auf ihr Herz zu hören sondern sich auf ihren Verstand zu verlassen - trotz allem liebt sie Henry immer noch, denke ich. Da muss der Verdacht, den sie hegt, natürlich ein Schock für sie sein!


    Doch was passiert jetzt? Wird der ältere Bruder den Thron und die Krone für sich beanspruchen, oder wird Henry direkt König?
    Ich habe mich absichtlich jetzt nicht weiter schlaugemacht, obwohl man wohl alles nachlesen kann, aber ich möchte mich "überraschen" lassen.
    Ich weiß gar nicht, ob wir das damals in der Schule durchgenommen haben, aber wenn, dann habe ich es vergessen. :-[


    William muss ein grausamer und sehr eifersüchtiger Mensch gewesen sein. Das ist zwar wahrscheinlich nicht gerade ungewöhnlich für die damalige Zeit, aber wenn man so liest, für was die Menschen damals gequält und getötet wurden... :o (obwohl es das natürlich auch heutzutage leider immer noch gibt)
    Mir taten Ansfride, Anskill und auch Tyrell auf jeden Fall sehr leid.


    Sehr schön fand ich die Szene mit dem Rotmilan und dem Falkner. Wie Neska dem Milan die Freiheit geschenkt hat, fand ich schön, auch wenn sie sich dadurch vermutlich in große Gefahr gebracht hat! Hätte der König verlangt, den toten Rotmilan zu sehen, hätten wohl der Falkner als auch Neska großen Ärger bekommen können, denke ich!


    Nun bin ich sehr gespannt, wie es weitergehen wird! :lesen:


  • Da der Rotmilan aber so eine große Rolle bekommen hat frage ich mich, ob er wohl noch einmal vorkommt


    Ja, diese Frage habe ich mir auch gestellt.
    Da er und Neska irgendwie eine Art Verbindung haben, könnte ich mir gut vorstellen, dass der Milan noch einmal auftauchen wird.

  • Ja, diese Frage habe ich mir auch gestellt.
    Da er und Neska irgendwie eine Art Verbindung haben, könnte ich mir gut vorstellen, dass der Milan noch einmal auftauchen wird.


    Das fände ich eher merkwürdig. Er war für mich ein Symbol für die Unterdrückung von Wales.
    Nesta hat ihn befreit, wie auch sie gerne frei sein würde. Aber er bleibt ein wildes Tier (wenn auch zeitweise halbwegs gezähmt) und daher würde es mich wundern, wenn er auf einmal wieder auftaucht.

  • Das fände ich eher merkwürdig. Er war für mich ein Symbol für die Unterdrückung von Wales.
    Nesta hat ihn befreit, wie auch sie gerne frei sein würde. Aber er bleibt ein wildes Tier (wenn auch zeitweise halbwegs gezähmt) und daher würde es mich wundern, wenn er auf einmal wieder auftaucht.


    Er taucht nochmal auf, wenn auch in einem anderen Zusammenhang, wenn ich das hier verraten darf...

    "Das Buch als Betriebssystem ist noch lange nicht am Ende" (H.M. Enzensberger)

  • Das fände ich eher merkwürdig. Er war für mich ein Symbol für die Unterdrückung von Wales.
    Nesta hat ihn befreit, wie auch sie gerne frei sein würde. Aber er bleibt ein wildes Tier (wenn auch zeitweise halbwegs gezähmt) und daher würde es mich wundern, wenn er auf einmal wieder auftaucht.


    Eigentlich sehe ich das so wie du, Spatzi, der Vogel hat seinen Zweck erfüllt. Aber in vielen Büchern, in denen eine Person oder, wie in diesem Fall, ein Tier so ausführlich eingeführt wird, kommt es doch schon mal vor, dass sie oder es später noch einmal auftaucht. Sonst hätte der Autor die Einführung auch kürzer fassen können.
    Wenn er deshalb trotzdem noch einmal auftauchen sollte, und wenn er nur einmal "durchs Bild fliegt", würde es mich freuen.

  • Nabend.


    Dann hüpfe ich auch endlich mal rein und schreibe etwas zum nächsten Abschnitt.


    Es wurde ja schon von allem berichtet - Nestas Leben bei Hofe, die innige Freundschaft zu Anfride, die böse Zunge des Kanzlers und schließlich der gewaltsame Tod von Anskill und des Königs.


    Ich finde es schön, wie das Leben bei Hof dargestellt wird. Es gibt die Leichtigkeit des Tanzes auf der einen Seite, aber auch die politischen Streitereien der Landsmänner.


    Als Flambard sich an Nesta wandte, dachte ich mir schon, der führt was im Schilde. Solch eine unangenehme Person macht immer Ärger.
    Ein wenig war ich von Nesta enttäuscht, dass sie sich so einfach auf dieses Gequassel einlässt, statt erst einmal in Ruhe mit Anfride zu sprechen. Ich kann verstehen, warum Anfride ihr nichts über ihre gemeinsame Vergangenheit mit Henry gesagt hat - es ist eben genau das, Vergangenheit. Was soll sie das glühende Herz der jungen Frau damit belasten? Zumal es ja auch eine Gefahr für alle Beteiligten war.
    Es kam wie es kommen musste, Anskills 'Geheimnis' wird an die große Glocke gehängt und er kommt in den Kerker. Klar kann man sagen 'Aber der König war doch nicht besser' - stimmt, aber er hatte einen Schein zu wahren. Und eine gute Portion Eifersucht spielte da sicherlich auch eine Rolle.


    Schon schade - ich mochte Anskill sehr gern =o(


    Der Mord am König ist wiederum etwas anderes. Ich kann mir hier gut vorstellen, dass Tyrell aus Rache gehandelt hat. Er hat den Tod seines Geliebten nicht verkraftet und musste mit diesem Mörder ein Dasein fristen. Zumal William alles andere als gut für Land und Volk war.


    Lieber ein Ende mit Schrecken ....


    Ob Henry da seine Finger im Spiel hatte - ich weiß es nicht. Ich kann es mir beinahe nicht vorstellen. Der Blick, den er mit Tyrell gewechselt hat, könnte auch eine Art Segnung gewesen sein. Er hätte ahnen können, was Tyrell in Erwägung zieht und vielleicht hat Henry ihm so mitgeteilt, dass er es versteht.
    Ich interpretier das jetzt einfach mal so ^^


    Der Falkner ... ein spannender Geselle. Ich mochte ihn vom ersten Satz an ^^ Ein Mensch, der ein Herz für Tiere hat kann nicht schlecht sein. Und Lord Falconer hat das Herz am rechten Fleck.
    Die Art wie man damals mit den Vögeln umgegangen ist kann ich allerdings überhaupt nicht gut finden. Ich bin ein großer Vogelfreund (das Bild verrät es vielleicht ^^) und finde das Zunähen der Augen barbarisch. Ich krieg schon Herzflattern wenn meine Geier mal niesen.


    Zum Abschluss - nun steht also einem neuen England nichts mehr im Weg, außer vielleicht Robert. Aber das erfahren wir ja dann im nächsten Abschnitt - und dahin verschwinde ich jetzt ^^


  • Klar kann man sagen 'Aber der König war doch nicht besser' - stimmt, aber er hatte einen Schein zu wahren. Und eine gute Portion Eifersucht spielte da sicherlich auch eine Rolle.


    Und als König sitzt er auch einfach am deutlich längeren Hebel ::)

  • Suse

    Hat das Thema geschlossen