01 - Prolog bis Seite 27

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  • Hallo Ihr Lieben, hallo Sabrina,


    hier treffen wir uns zur Leserunde zu "Die Tochter des letzten Königs" und ich begrüße alle TeilnehmerInnen und ganz besonders Sabrina, die uns hier wieder begleitet!
    Ihr dürft Sabrina duzen.


    Bitte lest Euch kurz vorher nochmal die Informationen zu Leserunden und auch die Ausführungen zur Netiquette durch.
    Postet hier bitte erst, wenn ihr angefangen habt und etwas zu dem Buch zu sagen oder fragen habt. Die Beiträge "Buch liegt bereit, ich fange heute Abend an" ziehen das Ganze zu sehr in die Länge und passen besser in den Buchvorschlag.


    Bitte denkt daran, dass unsere Leserunden auf einen Zeitraum von ca. 2-3 Wochen ausgelegt sind.


    Bitte achtet darauf, nicht einzeln zu sehr vorzupreschen, damit wir das Buch auch möglichst gemeinsam lesen. Grobe Faustregel ist hierbei, dass pro Tag nicht mehr als ein Abschnitt gelesen und dazu gepostet werden sollte! :winken:


    Es ist auch nicht nötig, den Inhalt detailliert wiederzugeben, wir lesen ja schließlich alle das gleiche Buch!


    Viel Spaß und spannende Unterhaltung uns allen!
    Dani :winken:




    Hier könnt Ihr bis Seite 27 ;D schreiben.


    Spoilermarkierungen sind aufgrund der Seitenbeschränkung nicht vorgesehen.

  • Erst einmal ist mir positiv aufgefallen, dass es gleich zu Beginn eine Karte und ein Personenverzeichnis gibt. Sicher kann man sich nicht sofort alle Namen merken, aber man erhält einen groben Überblick. Auch toll, dass die Aussprache erläutert wird, was mir das Lesen schon mal etwas erleichtert.


    Puhh und die ersten Seiten haben gleich so eine Sogwirkung auf mich, dass ich richtig baff bin.


    Wir schreiben das Jahr 1093 und das glückliche Spiel der Kinder wird jäh unterbrochen und wenig später findet sich die 8 Jährige Nesta in einem Blutbad in der Kirche wieder. Ihre Mutter und einige Geschwister tot. Pater Urban tot und sie wird entführt.


    Besonders schrecklich fand ich die Schilderung, dass Frauen geschändet und anschließend getötet werden. Selbst Nestas Mutter muss diese Erfahrung machen. Und auch wenn sie ihren Peiniger erstechen kann, muss sie selbst wenig später auch sterben.


    Was für ein Auftakt, das muss man erst einmal verdauen. :o


    Der Schreibstil der Autorin gefällt mir sofort außerordentlich. ;D Mal gucken, ob ich heute gleich noch weiter lese...

    "Das Buch als Betriebssystem ist noch lange nicht am Ende" (H.M. Enzensberger)

  • Na, dann reihe ich mich doch gleich ein:


    Wir lernen hier Nesta kennen, die im unschuldigen Spiel mit den Jungen des walisischen Hofes in der Kirche "Zuflucht" findet. Dass sie lieber mit den Jungs spielt, anstatt ihrer Herkunft entsprechend, irgendwelche Hausarbeiten erlernen will, machte sie mir gleich sympathisch.
    Und schon kippt die friedliche Szene um, weil die Freinc kommen, Angst, Tod, Unheil und Gewalt verbreiten.


    Sabrina schafft es gleich, den Leser mitten in die Handlung zu bringen und mit einem Paukenschlag zu bannen. So muss ein Buch anfangen!


    Die Szenen sind detailliert grausam beschrieben, was sehr realistisch ist, denn jeder Leser von historischen Büchern weiss, dass minnesängerische Schönung des Mittelalters nicht der Wirklichkeit entspricht.
    Ich war auch von Anfang an von der Genauigkeit der Recherche beeindruckt. Obwohl ich die Personenliste teilweise nur überflogen habe, weil ich mir doch nicht alle behalten kann - lieber als Verständnishilfe während des Lesens verwenden werde, sind mir ein paar Namen und ihre Anmerkungen aufgefallen, die ich mal im Internet nachschlug. Ich glaube, ich werde mich noch Stunden parallel im Internet verlieren - und viel dabei lernen.


    Zur walisischen Sprache: Ich hab es vor etlichen Jahren mal versucht, mit Kauderwelsch-CD und dem Dictionary Walisisch zu lernen und kläglich gescheitert. Meine ehemalige Englischlehrerin sagte zu mir, dass es noch schwerer wäre als Altenglisch zu lernen.


    Was ich als sehr angenehm empfinde ist die Waagschale zwischen dem bildhaften Beschreiben einer Szene und dem sich nicht in zu vielen Details verlierenden Schreibstil. Alles ist flüssig und man will das Buch nicht aus der Hand legen - was mir auch echt schwerfiel!


    P.S.: Ich muss lernen, Schachtelsätze zu vermeiden :D


  • Ich war auch von Anfang an von der Genauigkeit der Recherche beeindruckt. Obwohl ich die Personenliste teilweise nur überflogen habe, weil ich mir doch nicht alle behalten kann - lieber als Verständnishilfe während des Lesens verwenden werde, sind mir ein paar Namen und ihre Anmerkungen aufgefallen, die ich mal im Internet nachschlug. Ich glaube, ich werde mich noch Stunden parallel im Internet verlieren - und viel dabei lernen.


    Wenn mein Roman Leser dazu bringt, sich noch weiter mit dem Thema zu beschäftigen und genauer nachzulesen, finde ich das immer ganz besonders toll. Bei der walisischen Geschichte muss man zwar ziemlich tief schürfen, aber es lohnt sich, denn es waren einfach so unglaublich faszinierende Persönlichkeiten, die damals lebten.
    Und natürlich nehme ich es mit der Recherche sehr genau :-) Mein Kindle ist voll mit alten Chroniken und Texten und meine Regale biegen sich unter der Last der Sachbücher zum Thema :-) Aber Recherche macht auch einfach irrsinnig viel Spaß.


    Und die walisische Sprache finde ich wunderschön, aber mehr als ein paar typische Phrasen schaffe ich leider auch nicht :-(


  • Ganz meine Meinung, nici, ich kann dem nichts hinzufügen. Es wird mir schwerfallen das Buch aus der Hand zu legen.
    Ich habe mich heute den ganzen Tag über mit etwas anderem beschäftigt, bloß um nicht 'vorzupreschen'. :D


    Ob wir wohl noch erfahren werden warum Nestas kleinem Bruder die Hand abgehackt wird? Damit muss es doch irgendeine Bewandtnis haben?


    Und warum wollte die Mutter nicht, dass sich Nesta und ihr kleiner Bruder verstecken? Das ist mir völlig unverständlich. :-/


    Von Nesta weiß man ja, dass sie überlebt, aber Hywels Chancen stehen sicherlich schlecht. Wenn er nicht verblutet könnte er am Schock oder einer Entzündung oder Blutvergiftung sterben.


    Merkwürdig, ich habe mir niemals Gedanken darüber gemacht dass die Normannen auch in Wales, waren.


    Ich finde die phonetische Einweisung übrigens toll, werde aber nicht versuchen, mir das alles zu merken. ;)


    Die Personenliste wird sich sicherlich im Verlauf des Buches als sehr nützlich erweisen, da kann man schnell mal das Who is Who nachschlagen falls man den Überblick verliert. :D

  • Die Gestaltung des Buches Innen und außen gefällt mir sehr gut vor allem die Karte und die Beschreibung der verschiedenen Persönlichkeiten.
    Der Prolog das Nesta verch Rhys ist und ihr Vater der Fürst von Deheubarth ist , finde ich interessant zu lesen und auch das Nesta somit eine Prinzessin ist und Ihr Vater König über die Ländereien von Südwales war..
    Auch finde ich es gut beschrieben das Nesta aus Ihrer Sicht erzählt wie sie zum Beispiel die Waliser nennen und das ist nicht immer nur Prinzessin, sondern Hexe usw. betiteln...
    Ihr Vetter Owain scheint noch eine sehr große Rolle in Nestas leben zu spielen da er im Prolog vorkommt.


    Nesta spielt ausgelassen mit Ihren Freunden und Ihren Brüdern und versteckt sich also in der Kirche, es sieht alles friedlich aus, bis ein Chaos beginnt das die meisten das Leben kostet.
    Ich bin gespannt wer Nesta gerettet hat, den er scheint es gut mit Ihr zu meinen.
    Wobei die Freine alles andere als friedlich sind. :o

  • Auch ich bin sehr gut in das Buch hineingekommen :) ich musste mich ziemlich bremsen, damit ich das Buch nicht innerhalb von ein paar Zügen auslese, sodass ich jetzt schon über diesen Abschnitt hinausgelesen habe. Ich finde den Schreibstil sehr toll, das Buch hat sich sehr flüssig lesen lassen und ich bin sofort in die Geschichte reingekommen.
    zuerst muss ich sagen, dass mir die Gestaltung sehr gut gefällt :) Bei historischen Romanen bin ich ein Freund von Karten und auch Personenverzeichnis - und in diesem sind ja einige Namen aufgelistet :)
    Der Prolog ist ja schonmal recht brutal - man erfährt, wie die Freinc in das Land stürmen und dabei war vorher alles recht harmonisch. Die Frauen werden geschändet und ermordet und auch die Männer haben nichts zu lachen. Nesta und ihr kleiner Bruder müssen das alles miterleben und Nesta auch mit ansehen. Auch ich verstehe nicht ganz - warum die Mutter nur ihren Ältesten fortgeschickt hat - klar, sie wären dann langsamer gewesen, aber..Nestas kleinem Bruder wird die Hand abgehackt - damit er auch ja nicht mal ein Schwert gegen seine Gegner führen kann, richtig brutal und so kalkuliert. Und auch Nesta wird mitgenommen.
    Die Szenen sind gut beschrieben, ich hatte ein genaues Bild vor Augen und konnte mir alles gut vorstellen. Gleich zu Beginn wird man in so eine grausame Szene katapultiert, die man erstmal verdauen muss. Bisher gefällt mir das Buch sehr gut und ich muss echt den Schreibstil loben. Dieser hat mir bereits in den fantastischen Romanen so gut gefallen und auch diesmal wurde ich nicht enttäsucht.


  • Auch ich bin sehr gut in das Buch hineingekommen :) ich musste mich ziemlich bremsen, damit ich das Buch nicht innerhalb von ein paar Zügen auslese, sodass ich jetzt schon über diesen Abschnitt hinausgelesen habe.


    Das merkt man, die Erklärung warum Hywel die Hand abgehackt wurde kommt nämlich erst im nächsten Abschnitt. ;)


    Da ich das weiß, bedeutet es natürlich dass auch ich inzwischen weiter gelesen habe. ;D


    Ich liebe Bücher die mich gleich 'reinziehen' und in denen ich versinken kann. Da bleibt die Küche kalt bis ich mich vom Buch losreißen kann. :D

  • Das merkt man, die Erklärung warum Hywel die Hand abgehackt wurde kommt nämlich erst im nächsten Abschnitt. ;)


    Bitte achtet darauf, nichts zu verraten was erst im nächsten Abschnitt passiert. Ich gebe ja zu, dass dieser ganz kurze erste Abschnitt fies gewählt war, aber ich wollte den ersten Teil auch nicht gleich ganz so lang werden lassen!


    Es ist ein dramatischer und blutiger Einstieg. Nesta verliert ihre Familie, der Vater ist wahrscheinlich tot, die Mutter sicher, ihr einer Bruder auf der Flucht, aber hier wissen wir noch nicht, ob diese gelingt, der andere schwerverletzt.
    Im einen Moment ist sie noch in ein lustiges Spiel eingebunden, im nächsten bricht Tod und Chaos über sie herein, den Kontrast fand ich ziemlich erschreckend.


    Offensichtlich wollen die Angreifer die Kinder aber nicht töten, sondern nehmen sie mit, als Geiseln, Unterpfand, oder wozu? Wir werden es sehen. Ich hatte den Eindruck, dass der Mann, der sie festhält, ihr nichts böses will, sondern eher versucht sie zu beschützen, er hält ihr die Augen zu, damit sie das Grauen nicht ganz so deutlich zu sehen bekommt, allerdings wehrt sie sich natürlich gegen ihn.


    Die Aufmachung des Buches mit Karte, Personenverzeichnis und den phonetischen Erläuterungen finde ich auch super!

  • Da ich das weiß, bedeutet es natürlich dass auch ich inzwischen weiter gelesen habe. ;D


    Ich liebe Bücher die mich gleich 'reinziehen' und in denen ich versinken kann. Da bleibt die Küche kalt bis ich mich vom Buch losreißen kann. :D


    ich weiß, dass dieser Umstand im späteren Verlauf des Buches erwähnt wird, aber ich glaube nicht, dass das ein allzu großes Geheimnis ist. Dies wurde in der damaligen Zeit des öfteren gemacht, eben aus diesem Grund. Ich habe das auch schon in vielen anderen historischen Romanen gelesen.

  • Liebe Sabrina, liebe Mitlesende :winken:


    Was für ein brutaler erster Abschnitt, man hatte das Gefühl, mitten in dem Überfall zu sein.


    Aber erstmal der Reihe nach: ein Personenverzeichnis ist immer gut, auch wenn mich momentan die ganzen Namen noch etwas verwirren, aber das gibt sich dann, wenn sie ihren Platz in der Geschichte bekommen. Sehr gut finde ich die Hinweise zur Aussprache, auch wenn das beim Lesen eigentlich nicht so wichtig ist, mache ich mir jedes Mal wieder einen Kopf, wie man den Namen oder diesen Ort korrekt ausspricht.


    Auch die Vorstellung von Nesta macht neugierig auf das Buch: sie scheint die Parteien zu polarisieren, bei den wenigstens kommt sie gut weg - umso gespannter bin ich nun auf ihre Geschichte.


    Und dann das erste Kapitel, das so unschuldig beginnt; ich habe in historischen Romanen schon einige Überfälle miterlebt, aber so hautnah wie hier hatte ich selten das Gefühl, dabei zu sein. Ich konnte Nestas Entsetzen förmlich nachspüren, wie ihr Verstand das Geschehene nicht begreifen kann. Ob der Kronprinz tatsächlich in Sicherheit gebracht werden konnte? Viel Vorsprung hatten sie nicht. Warum wurde Hywel die Hand abgehackt, meine Güte, das ist ein fünfjähriges Kind. Umbringen wollen sie die Kinder nicht, also rechnen sie sich noch Vorteile aus, wenn sie sie gefangennehmen - daher sicherlich auch die Frage, ob die Kinder ehelich sind. Nestas Mutter ist eine starke und mutige Frau, wenn sie sich opfert, damit Gruffydd fliehen kann. Daß sie ihre anderen Kindern ebenfalls opfern muß, ist grausam, aber leider der damaligen Zeit geschuldet.

  • Mir geht es übrigens wie euch, ich hätte ohne Probleme gleich weiterlesen können ;D


    @Sabrina:
    Danke für den Link zu den schönen Fotos, da wird das alles gleich noch plastischer. Wir wollen nächstes Jahr u.a. nach Wales fahren, da werde ich mir die Orte schon mal merken.



    Merkwürdig, ich habe mir niemals Gedanken darüber gemacht dass die Normannen auch in Wales, waren.


    Ich mir auch nicht, das ist für mich ein ganz unbekanntes Stück Geschichte.



    Auch ich verstehe nicht ganz - warum die Mutter nur ihren Ältesten fortgeschickt hat - klar, sie wären dann langsamer gewesen, aber..


    Sie wären wohl wirklich zu langsam gewesen, so schnell, wie die Kirche danach gestürmt wurde :( Ich mag mir nicht vorstellen, wie schwer Gwyladys das gefallen sein wird.



    Nestas kleinem Bruder wird die Hand abgehackt - damit er auch ja nicht mal ein Schwert gegen seine Gegner führen kann, richtig brutal und so kalkuliert.


    Ah, das ist der Grund.


    Mir gefällt übrigens auch die Gestaltung der inneren Buchklappen sehr gut, ist das Carew Castle?

  • Hallo, ihr Lieben, irgendwie hat mich die E-Mail-Benachrichtigung im Stich gelassen, daher bekam ich nicht mit, dass hier ja schon einige mit dem ersten Abschnitt fertig sind :-) Schön!


    Zum Überfall möchte ich gerne im nächsten Abschnitt mehr sagen, um nichts zu verraten, aber dann kann ich genau erklären, was wirklich so war und was nicht.


    @ odenwaldcollies
    Eine Reise nach Wales lohnt sich bestimmt. Es ist einfach ein wahrlich zauberhaftes Land.



    Und es stimmt: Die walisische Geschichte ist längst nicht so bekannt wie zB. die englische und wurde eigentlich immer etwas außen vor gelassen. Waliser kommen höchstens mal als Gegner eines englischen Helden vor, was sehr schade ist, da es ganz faszinierende Persönlichkeiten in Wales gab. Aber leider gilt das walisische Volk bis heute als Volk zweiter Klasse (zumindest in den Augen der Engländer) und es gibt richtigen Waliser-Rassismus, besonders in den englischen Medien. Nicht umsonst gibt es bereits eine Partei in Wales, die für die Unabhängigkeit kämpft. Neben Richard Löwenherz, den Kreuzzügen, den Rosenkriegen und den Tudors (Themen, die ich auch sehr mag) ist Wales leider nur ein Schatten in der Unterhaltungsbranche, aber vielleicht ändert sich das ja mal :-) (


    Die Aufmachung des Buches finde ich auch besonders schön, da hat sich der Verlag wirklich etwas Tolles einfallen lassen.
    Ob die Burg am Ende Carew Castle ist, denke ich nicht, aber welche es ist, weiß ich leider nicht.

  • Zitat

    Aber leider gilt das walisische Volk bis heute als Volk zweiter Klasse (zumindest in den Augen der Engländer) und es gibt richtigen Waliser-Rassismus, besonders in den englischen Medien.


    Ja, die Engländer haben mit Gewalt alles Walisische unterdrückt, besonders die Sprache.


    Zitat

    Nicht umsonst gibt es bereits eine Partei in Wales, die für die Unabhängigkeit kämpft.


    Da können sie sich ja mit den Schotten zusammentun, die ja ein Referendum abhalten wollen. :D

  • Stimmt, früher war es auf Strafe verboten, in der Schule Walisisch zu sprechen; es war nur Englisch erlaubt. Aber zum Glück ändert sich das jetzt und viele Schulen sind bereits zweisprachig. So sind auch Hinweisschilder, Ortstafeln, Informationsblätter usw. zweisprachig. Es ist solch eine schöne Sprache, ich bin wirklich froh, dass jetzt alles versucht wird, sie zu retten.


    Ja, die Unabhängigkeit scheint jetzt vielen erstrebenswert zu sein. Mal schauen, was sich da noch alles tut :-)

  • Tja, es zieht sich immer durch alle Eroberungsphasen, dass das besiegte Volk dadurch klein gehalten wurde, indem ihre alte Kultur verboten wurde. So viel Wissen und Traditionen sind dadurch verloren gegangen. Die Alten, die es noch vermitteln konnten sterben weg und die Jungen können nur noch Bruchstücke erhalten. Siehe die Waliser, die Iren, die Lakota und die Aboriginies.
    Bei den Iren geht es ja noch einigermassen, dass Sprache und Tradition zurückbesinnt werden kann. Da war der Einfluss Englands nicht ganz so lange - aber bei den Walisern, denke ich, ist vieles für alle Zeit verloren, weil ja hier die Bevormundung schon Jahrhunderte anhielt. Schade!


  • aber bei den Walisern, denke ich, ist vieles für alle Zeit verloren, weil ja hier die Bevormundung schon Jahrhunderte anhielt. Schade!


    Zum Glück ist es im Norden, im ehemaligen Fürstentum Gwynedd nicht ganz so schlimm. Dort wird noch hauptsächlich Walisisch gesprochen, viele sprechen sogar nur bruchstückhaft Englisch. Aber im Süden, wo die Eroberer damals ja auch schon sehr früh Halt fanden, ist eigentlich alles ziemlich verenglischt.


    Aber es gibt zB. ein paar walisische Schauspieler, die ich sehr gerne mag, deren erste Sprache ist Walisisch (Ioan Gruffudd, Matthew Rhys). Denen höre ich irrsinnig gerne in Interviews zu, auch wenn ich im Walisischen kaum ein Wort verstehe :-) Ich finde aber die Sprachmelodie so schön.

  • Dann will ich auch mal ein paar Worte zu diesem ersten Abschnitt sagen.


    Gleich als ich das Buch das erste Mal in der Hand hatte, habe ich ein wenig drin herumgeblättert. Dabei ist mir gleich aufgefallen, dass das Personenregister sehr ausführlich ist. Ich habe jetzt extra nicht geschaut, wer alles erwähnt wird und welche Namen mir bekannt sind, weil ich während der Geschichte auf die Personen treffen will und nicht schon vorher gesagt bekommen will, wer das Kind von wem ist. Aber für später finde ich es gut und wichtig, dass man mal eben nachschlagen kann, wer wer ist.
    Und so ausführliche Personenregister findet man in Romanen eher selten, spontan fallen mir da nur sehr wenige Bücher ein...


    Auch die Erklärung zur Aussprache finde ich sehr hilfreich. Vieles davon war mir bekannt, weil ich eben schon einige Romane gelesen habe, die in Wales spielen. Aber ich finde es schön, wenn Autoren durch solch eine Erklärung dem Leser das Lesen erleichtern.


    Der Prolog lässt gleich erkennen, was in Nestas Leben so alles passiert, also dass sie Ärger mit der Kirche und mindestens einen Geliebten haben wird, was mich nur noch umso neugieriger auf ihr Leben macht. Bisher habe ich noch nichts über sie gelesen, zumindest bewusst. Wenn, dann habe ich es verdrängt...


    Und das erste kurze Kapitel, das ja auch noch eine Art Prolog ist - schließlich spielt es fünf Jahre vor dem zweiten - beginnt gleich sehr brutal. Ist der Einstieg noch spielerisch, schlägt es sehr kurz darauf um. Die Beschreibung finde ich gut gelungen - es wird deutlich, was passiert, ohne, dass es ins Detail geht.


    Nach dem spannenden Einstieg will ich dann direkt auch direkt weiterlesen...

  • Ein wenig spät, aber ich hüpfe auch noch kurz rein.


    Ich habe gestern Prolog und ersten Abschnitt gelesen und bin schon sehr gespannt wie es weiter geht.


    Zum Buch. Die Aufmachung hat mich sofort angesprochen. Ich bin ein großer Freund von Karten und Personenregister. Meist ist es ja doch so, dass gerade bei umfangreichen Büchern einige Charaktere nur ein paar Mal vorkommen und dann sitzt man da 'Wer war das jetzt gleich?' und mit einem Register kann man das wunderbar nachschlagen.
    Ich bin dafür das in jedem Buch einzuführen ^^


    Der Prolog erzählt die Ausgangssituation für Nestas spätere Geschichte. Sie spielt mit ihren Geschwistern im Hof als plötzlich der Feind vor der Tür steht. Sie muss mit ansehen wie ihre Mutter, die Kinderfrauen und auch der Pater umgebracht werden. Das prägt sich tief in ihr Gedächtnis. Da sie selbst reinen Blutes ist, wird sie gefangen genommen. Auch ihr kleiner Bruder Hywel wird verschleppt - jedoch erst verstümmelt.


    Der Schreibstil ist wirklich gut. Ich hatte keine Probleme mich in die Geschichte einzufinden und mit den Personen zurecht zu kommen. Nesta ist eine kleine Rebellin und das muss sie wohl auch für ihren Lebensweg sein.


    Mal sehen wie sie sich weiter schlägt =o)