Allgemeine Fragen an Robert Corvus

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  • Lieber Bernd,


    du hast doch sicherlich schon deine nächsten Projekte geplant, oder? Darfst du schon etwas darüber verraten? Werden die Schatten wieder eine Rolle spielen?


  • du hast doch sicherlich schon deine nächsten Projekte geplant, oder? Darfst du schon etwas darüber verraten?


    Im ersten Halbjahr 2014 habe ich eine weitere Fortsetzung zu meinem BattleTech-Mehrteiler Die Andurienkriege veröffentlicht. Sie trägt den Titel Gier und lädt den Leser zu einer Tour durch viele exotische Schauplätze ein. Auf einer Welt, auf der die Städte über den dampfenden Dschungeln auf Berggipfeln gebaut sind, kann man auf Flugechsen reiten. In einem anderen Sternsystem haben die Menschen die Monde besiedelt, die um einen Gasriesen kreisen. Natürlich gibt es viel Action, aber in Zentrum steht eine Liebesgeschichte um vier Menschen, die sich anders zusammenfinden als zu zwei glücklichen Paaren ...
    Außerdem habe ich mich viel mit einer Serie beschäftigt, die ich als Jugendlicher gern gelesen und nun für mich wiederentdeckt habe: Perry Rhodan. Zu dem Ableger Perry Rhodan NEO habe ich einige Taschenhefte beigetragen, und bei der zwölfteiligen Mini-Heftromanserie Perry Rhodan Stardust bin ich mit der vierten und fünften Episode vertreten. In gedruckter Form gibt es diese Geschichten nur selten im Buchhandel, sondern meist im Zeitschriftenhandel, und dann auch nur für kurze Zeit. Wer gern eBooks liest oder Hörbücher mag, kann sie aber zeitlich unbegrenzt beziehen.
    In der Fantasy heißt mein nächster Titel Grauwacht. Hier leben die Menschen in einer Welt, in der ein Tag-Nacht-Zyklus ein Menschenleben lang dauert. Die meisten von ihnen sehen die Sonne niemals, weil sie mit der Nacht wandern, während im Tag die amphibischen Sasseks leben. Die namensgebende Grauwacht sorgt dafür, dass diese Grenze eingehalten wird. Das führt vor allem dann zu Unmut, wenn eine der elf Metropolen übergeben werden muss, die durch die dort wohnenden Geister das Leben besonders angenehm machen. Derzeit hat man aber andere Sorgen: Die beiden Monde verfärben sich, und niemand weiß, woran das liegt. Gingen sie zuvor als gelber Halbmond auf, wurden zum Vollmond und gingen als gelber Halbmond wieder unter, werden sie jetzt während der abnehmenden Phase erst grün und dann blau. Ist es ein Zufall, dass bei den Sasseks seit jeher die Farbe Blau gächtet ist? Diese Frage lässt Nata keine Ruhe, und so bricht sie mit ihrer Tochter auf, um das Rätsel zu lösen.
    Für Grauwacht hatten wir eine Veröffentlichung Ende des Jahres angedacht, aber nun hat der Roman im Programm des Piper-Verlags seinen Platz im Februar 2015 gefunden, was bedeutet, dass es Mitte Januar in den Buchhandlungen stehen wird. Das scheint sich zu meinem Stammplatz zu entwickeln.


    Kürzlich hat Michael Schmidt ein umfassendes Interview zu meinen Projekten geführt, das ich hier verlinke, weil es recht aktuell ist.



    Werden die Schatten wieder eine Rolle spielen?


    Nein, vorerst nicht. Mit Schattenkult bin ich in Sachen Finsternis so weit gegangen wie mir möglich. Grauwacht ist eine wesentlich optimistischere Geschichte. Ich möchte jetzt erst einmal ein paar andere Sachen machen, um mich dann vielleicht später den Schatten mit einem frischen Blick neu zu nähern.

  • Suse

    Hat das Thema geschlossen