07 - Seite 257 bis 302 (9. und 10. Stunde der Nacht)

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  • Iotana wird ja nun richtig böse :angst: Kein Wunder, daß Tynay stolz auf sie ist. Interessant auch, daß sie Iotana auf den Weg der Finsternis bringen will, weil sie neidisch auf deren Erfahrung mit der Liebe ist. So wie es aussieht, leistet Tynay ganze Arbeit. Wobei Iotana einmal das Gefühl hat, wie fremdgesteuert zu reagieren – und sie sich fragt, ob sie nach Erfüllung ihrer Rache überhaupt noch umkehren kann? Es ist so, als ob sie hier auf ihrem Weg in die Finsternis kurz innehält und ihre Tun überdenkt, aber ich bin überzeugt, sie wird weitergehen.
    Sabea wirkt gegen Iotana beinahe wie eine Sonntagsschülerin.


    Xiviarr und Gûndûr unterschätzen die Anhänger der Ondrier, sie hatten sich nur auf Bentora konzentriert – ein Fehler, wie Xiviarr und Elodiar feststellen müssen. Der Überraschungseffekt bei dem Angriff auf Xiviarr muß ihn schon gehörig verwirrt haben, daß er doch relativ leicht überrumpelt werden konnte. Immerhin wissen wir jetzt, daß die Kammer mit dem Feuer eher gemieden werden sollte.


    Ich finde, Tynay entfernt sich auf ihrem Weg immer etwas mehr von den Prinzipien der Wüste (jedenfalls im Moment), ihre Empörung bzgl. der Verschwendung von Flüssigkeiten ist nicht mehr so augeprägt, es wird nun in Kauf genommen, um ihr Ziel zu erreichen. Ich bin allerdings gespannt, wie lange sie Usahl und Yunkai bei Laune halten kann, sie konnte sie zwar auf ihre Seite ziehen, indem sie an ihren Stolz als Arrieks appellierte, aber der Weg, den die drei Frauen einschlagen, wird ihnen immer unverständlicher.


    Ich habe mich die ganze Zeit gefragt, woher die Drei Nachtäther herbekommen wollen; daß man ihn aus dem Toten wieder rausholen kann, darauf bin ich gar nicht gekommen, dabei ist es naheliegend, immerhin liegt er in Tennato in seiner reinen Form vor. Daß Arilur nicht mehr unter den Lebenden weilt, macht mich nicht gerade traurig, er hat zunehmend genervt, außerdem war ein uneinschätzbares Risiko für die 3 Frauen. Ich habe mir überlegt, was eigentlich passiert, wenn man Gûndûr das Amulett umhängen würde? Hat das bei ihm auch eine Wirkung und wäre er dann vielleicht leichter angreifbar?


  • Sabea wirkt gegen Iotana beinahe wie eine Sonntagsschülerin.


    Da treffen Theoretikerin und Praktikerin aufeinander. ;D
    In Schattenkult möchte ich verschiedene Wege in die Finsternis und Karrieren im Kult beschreiben. Deswegen werden die Hintergründe der Figuren ausführlich dargestellt. Die Finsternis ist das Reich der Möglichkeiten, unter ihren Anhängern gibt es große Vielfalt - Schatten fallen oft mehrdeutig ... ;)


    Daß Arilur nicht mehr unter den Lebenden weilt, macht mich nicht gerade traurig, er hat zunehmend genervt, außerdem war ein uneinschätzbares Risiko für die 3 Frauen.


    Dazu interessiert mich besonders Rheas Meinung, die ja in anderen Leserunden oft mit den Magiern geliebäugelt hat.


  • In Schattenkult möchte ich verschiedene Wege in die Finsternis und Karrieren im Kult beschreiben. Deswegen werden die Hintergründe der Figuren ausführlich dargestellt. Die Finsternis ist das Reich der Möglichkeiten, unter ihren Anhängern gibt es große Vielfalt - Schatten fallen oft mehrdeutig ... ;)


    Das ist, meiner Meinung nach, auch gut gelungen.


  • Da treffen Theoretikerin und Praktikerin aufeinander. ;D


    Für mich trifft eher eine Art Hofdame, deren Lebensziel darin besteht, sich im Schatten einer Großen beschatten zu lassen (sich darin sonnen wäre ja eine nicht ziemliche Wortwahl :) ) und einer Persönlichkeit, mit extremer Tiefe in der einen wie der anderen Richtung.



    Dazu interessiert mich besonders Rheas Meinung, die ja in anderen Leserunden oft mit den Magiern geliebäugelt hat.


    Oh, da bin ich missverstanden. Ich habe mit den faustischen Charakteren geliebäugelt, die Magie wirken um der Erkenntnis willen. dieser Magier ist erbärmlich. All sein Können und Wissen dient nur dem Zweck als richtiger Mann anerkannt zu werden. Dieses Ziel hatte er erreicht. Dafür war er bereit alles zu geben einschließlich sein Leben. In dem Moment, wo er seine sexuelle Befriedigung erreicht hat, hat Mephisto gewonnen. Auch in mir keinerlei Traurigkeit über sein Ableben. Das war ein Gnadenakt für ihn, er wäre ein Sklave seines eigenen Zaubers geworden und jämmerlich zugrunde gegangen.

  • Ich finde, Tynay entfernt sich auf ihrem Weg immer etwas mehr von den Prinzipien der Wüste


    Sie hat eine Wüste gefunden, die sie mehr bewundert als die ihrer Herkunft. Die Wüste der Finsternis. Deren Regeln hat sie erkannt und deren Allmacht anerkannt. Es geht ihr nicht um den Schattenkönig und nicht um Osadras (zumindest sehe ich das so) sondern einfach um eine Wüste, die noch unerbittlicher aber auch klarer ist als die Sandwüste mit ihren klaren Regeln. Sie hat mir ihrer Erkenntnis, was die Schatten für sie sind eine Möglichkeit diese intuitiv besser zu verstehen als Menschen, die in den Schatten aufgewachsen sind.


  • Oh, da bin ich missverstanden. Ich habe mit den faustischen Charakteren geliebäugelt, die Magie wirken um der Erkenntnis willen. dieser Magier ist erbärmlich. All sein Können und Wissen dient nur dem Zweck als richtiger Mann anerkannt zu werden.


    In anderen Büchern - der Isenborn-Reihe oder Im Schatten der Dornrose, aber auch in Feind - hatte ich bereits Magier, die wesentlich durch ihren Wissensdrang motiviert sind. Hier wollte ich dem Zauberer einen anderen Grund mitgeben, aus dem er sich der arkanen Kunst verschreibt.


  • In anderen Büchern - der Isenborn-Reihe oder Im Schatten der Dornrose, aber auch in Feind - hatte ich bereits Magier, die wesentlich durch ihren Wissensdrang motiviert sind. Hier wollte ich dem Zauberer einen anderen Grund mitgeben, aus dem er sich der arkanen Kunst verschreibt.


    Ja, das ist ja legitim, aber ich mache eben Unterschiede. Ich mag Magier nicht, weil sie Magier sind, sondern wenn sie nach Wissen suchen.

  • Damit ist Arilur also auch weg vom Fenster. Aber es ist richtig so, er war eine Gefahr in seinem Wahn. Außerdem wäre er als Magier so auch keine große Hilfe mehr gewesen. Den Nachtäther haben sie, das ist das Wichtigste. Nun müssten sie irgendwie fliehen, um damit auch etwas anfangen zu können bzw. davon zu erzählen. Diese Macht gegen die Schatten darf nicht einfach vergessen werden. Obwohl ich das unserem Autor auch zutraue. ;D


    Iotana macht mir langsam Angst. Ihre Weg in die Dunkelheit ist ja ziemlich skrupellos. Die Motivation für diese Taten kann doch nicht nur von dem Überfall kommen. Jedenfalls mutiert sie zur Schülerin des Jahres und Tynay hat es ziemlich leicht mit ihr.


    Zitat von odenwaldcollies

    Ich habe mir überlegt, was eigentlich passiert, wenn man Gûndûr das Amulett umhängen würde? Hat das bei ihm auch eine Wirkung und wäre er dann vielleicht leichter angreifbar?


    Gute Idee, vielleicht erleben wir das ja noch. Ich könnte mir schon vorstellen, dass es auch auf ihn eine Wirkung hat (etwas geschwächter).


    Zitat von odenwaldcollies


    Ich finde, Tynay entfernt sich auf ihrem Weg immer etwas mehr von den Prinzipien der Wüste


    Das finde ich auch schade. Sie war immer so ein kleiner Lichtblick unter den Schatten. Aber vielleicht ist es in der Situation jetzt nicht anders möglich. Sie sind in der Unterzahl, müssen morden um zu überleben...

  • Das finde ich auch schade. Sie war immer so ein kleiner Lichtblick unter den Schatten. Aber vielleicht ist es in der Situation jetzt nicht anders möglich. Sie sind in der Unterzahl, müssen morden um zu überleben...


    Das denke ich auch, in der jetztigen Situation müssen einfach Opfer gebracht werden - das denkt Xiviarr auch.

  • ein toller Abschnitt :) in diesen beiden Stunden passiert recht viel - die drei Mädchen haben sich quasi ihr eigenes Gefolge gesucht und erlangen nun Macht..Iotana nimmt ihre Rache und dabei kommt der ein oder andere ums Leben..wie schnell sie in die Finternis abdriftet - gruselig - und wie viel Spaß sie beim Foltern hatte, wie sie das Verhalten der Wunden untersucht hat und wie lange sie gefoltert hat und wie sie darin dann aufgegangen ist..auf jeden Fall gut beschrieben ;) dass sie in dem Leichnam von Tennato rumwühlt, hätte ich ihr zu Beginn gar nicht zugetraut..
    ich finde, dass man in diesem Abschnitt auch gut die Entwicklung von Tynay wahrnimmt..sie neidet Iotana, da sie die Liebe empfunden hat und will dieses Gefühl durch die Finternis überdecken..auch scheint sie die Verbundenheit zu "ihrer" Wüste (der Finternis) entdeckt zu haben..
    auch gut gefallen hat mir, dass wir etwas mehr über diese Portale herausgefunden haben - ich bin gespannt, ob und wann man das zu der Wüste geöffnet wird..


  • Damit ist Arilur also auch weg vom Fenster. Aber es ist richtig so, er war eine Gefahr in seinem Wahn. Außerdem wäre er als Magier so auch keine große Hilfe mehr gewesen. Den Nachtäther haben sie, das ist das Wichtigste. Nun müssten sie irgendwie fliehen, um damit auch etwas anfangen zu können bzw. davon zu erzählen. Diese Macht gegen die Schatten darf nicht einfach vergessen werden.


    Liebes Tagebuch,
    die Leserin Kati wurde erfolgreich auf die dunkle Seite gezogen. Sie schmiedet bereits Pläne für die Finsternis ...

    ;)


  • Sie entfernt sich doch nicht von der Wüste, sie hat eine andere Wüste entdeckt, eine mächtigere, schönere, mit anderen Regeln.


    Von den Prinzipien, wie unnötige Verschwendung von Flüssigkeiten zu vermeiden, entfernt sie sich schon, finde ich - aber das kann ja auch nur dem Ziel dieser Nacht geschuldet sein.

  • Von den Prinzipien, wie unnötige Verschwendung von Flüssigkeiten zu vermeiden, entfernt sie sich schon, finde ich - aber das kann ja auch nur dem Ziel dieser Nacht geschuldet sein.


    Das mit der Flüssigkeit ist eine Regel der normalen Wüste, die Finsternis ist eben eine Wüste mit anderen Regeln.

  • Ohhhh, böse, böse, böse! :o Meine Güte, was für Grausamkeiten du dir so am Schreibtisch ausdenkst, Bernd. Müssen wir uns Sorgen machen? ;D ;) Man bekommt ja das kalte Grausen, wenn man Iotana beim Quälen zuschaut! :o Das ist wirklich heftig, wie schnell und tief sie in die Finsternis fällt. Sie war ja fast in Trance und musste regelrecht "geweckt" werden, damit sie aufhört mit der Folter.


    Wobei auch Tynay ja immer tiefer in die Finsternis eintaucht und sogar schon "Trainigsmethoden" entwickelt, um den Weg in die Finsternis auch richtig zu gehen. Grausamkeit als Stärkung mit den Oasen in der Wüste gleichzusetzen ist schon ein außergewöhnlicher Vergleich. Jedenfalls war mein Gedanke in Abschnitt 5, Tynay könnte sich einen eigenen Kult nach ihren Ideen erbauen, gar nicht so ganz falsch, zumindest hat sie sich hier schon mal eine eigene finstere Gruppe zusammengestellt mit ihr als Anführerin. Ich bin immer noch der Meinung, sie könnte sich sehr gut mit Lisanne anfreunden oder irgendwann auf einer Ebene mit ihr stehen. Und ich bin auch immer noch der ,Meinung und mittlerweile noch viel mehr, dass Sabea eine Freundin von Quinné, der übereifrigen Gespielin Brens, sein könnte, so sehr wie sie doch davon lebt, zu jemandem aufsehen zu können und dessen Befehle auszuführen. ;)


    Iotana macht mir mehr und mehr Angst, bzw. ich bekomme immer mehr Angst um sie. Denn sie ist mittlerweile dermaßen tief in der Finsternis angelangt, dass es nicht mehr gesund sein kann. Ich weiß nicht, was passiert, wenn sie realisieren sollte, was sie getan hat und zu was sie geworden ist (falls sie das überhaupt noch realisieren kann und nicht schon krank ist). Es muss einen doch dermaßen erschrecken, dass die Seele spätestens dann Schaden nimmt, wenn sie es vorher noch nicht getan hat. Ich kann verstehen, dass Tynay sie lange gewähren lassen wollte, denn es macht die Veränderung der Seele "sicherer". Puhhhhh... :o


    Um Arilur tut es mir ehrlich gesagt auch nicht leid. Das war eine widerliche Person, auch vor der Sache mit dem Amulett war er mir schon suspekt. Ich habe ja das Gefühl, dass die drei Mädchen, oder vielleicht auch nur Tynay und Ionata am Schluss alleine übrig bleiben und die Arriek sich abwenden. Tynay und Ionata alleine vor Gûndur oder andersherum: Gûndûr alleine vor den beiden Mädchen. ;D Ein grausiger Showdown! Und wie ich leider feststellen muss, möchte ich nicht, dass die Mädchen verlieren....... Wie konnte es nur wieder passieren, dass ich auf die falsche Seite geraten bin. :angst:>:D ;D


  • [Iotana] ist mittlerweile dermaßen tief in der Finsternis angelangt, dass es nicht mehr gesund sein kann. Ich weiß nicht, was passiert, wenn sie realisieren sollte, was sie getan hat und zu was sie geworden ist (falls sie das überhaupt noch realisieren kann und nicht schon krank ist). Es muss einen doch dermaßen erschrecken, dass die Seele spätestens dann Schaden nimmt, wenn sie es vorher noch nicht getan hat.


    Das ist völlig richtig, und die Anschlussfrage ist: Würden die Ihrigen, zum Beispiel die Gemeinschaft der Efeya, sie wieder aufnehmen, wenn sie wüssten, was Iotana getan hat?



    Um Arilur tut es mir ehrlich gesagt auch nicht leid. Das war eine widerliche Person, auch vor der Sache mit dem Amulett war er mir schon suspekt.


    Gibt es jemanden in der Leserunde, der Sympathie für Arilur empfindet? Immerhin ist er krank und sucht nach Heilung ...



    Man bekommt ja das kalte Grausen, wenn man Iotana beim Quälen zuschaut!
    ...
    Und wie ich leider feststellen muss, möchte ich nicht, dass die Mädchen verlieren....... Wie konnte es nur wieder passieren, dass ich auf die falsche Seite geraten bin.


    :banane:


  • Gibt es jemanden in der Leserunde, der Sympathie für Arilur empfindet? Immerhin ist er krank und sucht nach Heilung ...


    ich muss sagen, in gewisser Weise tut er mir leid..es ist jetzt nicht so, dass er vollste Sympathie bei mir genießt, aber in gewisser Weise kann ich ihn verstehen - die Ausmaße die dann alles annimmt, die finde ich jetzt nicht so gut - aber er ist wie gesagt krank und musste sein Leben lang darunter leiden, er hat Bücher gewälzt und versucht, einen Ausweg zu finden - so ist er zur Magie und Alchemie gekommen..irgendwie finde ich, dass er ein armes Kerlchen ist..

  • Ja, so gesehen tat er mit schon auch leid (allerdings wo hört dieses Leidtun auf, auch Serienmörder sind oft krank... ) Aber seine Anwesenheit empfand ich trotzdem als sehr unangenehm und eklig und krank hin oder her, ich vermisse ihn definitiv nicht.