05 - Seite 151 bis 198 (5. und 6. Stunde der Nacht)

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  • Ich glaube, ich muss mich bremsen.
    Bin sowieso sauer. Einfach den Geliebten umbringen lassen und damit gleich wieder einen Sympathieträger rausschmeißen und einen "vom Thron" holen. Der Halbgott hat das also geplant, diesen verliebten Narren auszunutzen, um seinen Rachegelüsten zu frönen? Woher wußte der Halbgott, dass sein Blut die Essenz vergiftet? Vertragen die Unsterblichen keine göttliche Essenz? Naja, die ganze Sache hätte sowieso nicht klappen können, also weg damit. Willst Du eigentlich die beiden Mädchen tauschen lassen? Es sieht so aus, als würden sie jeweils neugierig auf die Welt der anderen sein und nun ist zumindest die Voraussetzung für Iotana gegeben, in die Schatten zu gehen. Was hält sie jetzt noch in der Welt der gemeinen Götter?
    Schade, mit den "Toren" hätte es vielleicht wirklich klappen können.
    Diese Tore sind interessant. Eigentlich hatte ich schon gedacht, dass Kaleto wieder aufsteht und dachte, sie hätten lieber den Körper des Einhorns mitnehmen sollen. Das Einhorn haben sie also nicht brechen können und nun meint die Baronin wirklich, der Kopf des Halbgottes wäre das richtige Geschenk?
    Nun ist sie Geschichte, oder? Das mit dem Dämon habe ich noch nicht so verstanden, aber da ich jetzt ein wenig Zeit verbringen muss um auf die anderen zu warten, kann ich das Stück nochmal genauer lesen.
    Ich frage mich, was passiert mit einer Adepta, wenn sie plötzlich eine Freundin hat? Freundschaft passt doch gar nicht zu den Schatten, oder? Aber irgendwie scheint es gegen den Willen Tynays zu einer Freundschaft zu werden. Welche Kraft hat Freundschaft? Mehr als Liebe?


  • Bin sowieso sauer. Einfach den Geliebten umbringen lassen und damit gleich wieder einen Sympathieträger rausschmeißen und einen "vom Thron" holen.


    Ich fürchte, ich habe es wieder mal getan ... Schuldig im Sinne der Anklage :-[



    Der Halbgott hat das also geplant, diesen verliebten Narren auszunutzen, um seinen Rachegelüsten zu frönen? Woher wußte der Halbgott, dass sein Blut die Essenz vergiftet? Vertragen die Unsterblichen keine göttliche Essenz?


    Vielleicht verurteilst Du Gûndûr hier etwas voreilig oder zu extrem ...
    Traust Du ihm eine ausgefeilte Planung zu?
    Und wofür sollte er Rache nehmen wollen?



    Willst Du eigentlich die beiden Mädchen tauschen lassen? Es sieht so aus, als würden sie jeweils neugierig auf die Welt der anderen sein und nun ist zumindest die Voraussetzung für Iotana gegeben, in die Schatten zu gehen.


    Eine interessante These. Glaubt Ihr, die Geschichte wird sich zu einem Tausch entwickeln? Wie könnte dann Tynays Weg ins Licht aussehen? Glaubt Ihr, Gûndûr (und Xiviarr) würden sie mit offenen Armen aufnehmen? Oder müsste sie sich "einkaufen"?



    Ich frage mich, was passiert mit einer Adepta, wenn sie plötzlich eine Freundin hat? Freundschaft passt doch gar nicht zu den Schatten, oder? Aber irgendwie scheint es gegen den Willen Tynays zu einer Freundschaft zu werden. Welche Kraft hat Freundschaft? Mehr als Liebe?


    In einem vorherigen Leseabschnitt habe ich Euch die Frage gestellt, ob es Gefühle gibt, die in sich finster sind, unabhängig von dem Objekt, auf das sie sich richten. Hier drängt sich die umgekehrte Frage auf: Gibt es Emotionen, die eindeutig gegen die Schatten stehen?


  • Vielleicht verurteilst Du Gûndûr hier etwas voreilig oder zu extrem ...
    Traust Du ihm eine ausgefeilte Planung zu?
    Und wofür sollte er Rache nehmen wollen?


    Nein, die Planung traue ich ihm nicht zu. Vielleicht hat er noch nicht einmal gewusst, dass es für einen Menschen tödlich ausgeht, aber er hat bei dem Plan zumindest mitgemacht und er war wütend auf die Baronin nach dem Tanz, er ist da rumgetigert und hat geflucht, dass er sie umbringen will.

  • Das komische dabei ist, dass tanzen eigentlich sehr viel mit Harmonie zu tun hat, ein gemeinsamer Rhythmus, das aufeinander Eingehen um zu wissen was der Partner gerade tanzen will. Die Baronin scheint da ein absolutes Talent zu haben.

  • Hoppla, diese beiden Stunden haben es aber in sich. Der Tod des Einhorns hat mich zwar traurig gemacht, aber ich bin auch froh, daß das arme Tier nun erlöst ist. Ich hoffe nur, es bleibt nun auch wirklich tot, irgendwie traue ich dieser Mooshöhle noch nicht so ganz, was sie alles vermag. Kaleto hat sich dort auch verändert, allerdings fühlte er sich an wie Stein.


    Dann eben diese Höhlen, die sich hinter den eigentlich geschlossenen Türrahmen befinden: sehr unheimlich, auch daß sich abhängig von dem Inhalt der Gefässe unterschiedliche Höhlen auftun. Iotana und Tynay haben sich hier ziemlich schnell zusammengetan, da Beide diese Unregelmäßigkeit am Türrahmen bemerkt hatten. Die unterschiedlichen Farben könnten wirklich für die unterschiedlichen Räume stehen, daß man dann in ebendiese Räume direkt kommt. Werden diese Gänge wirklich von den Aesol benutzt, warum ist dann noch niemand etwas an den Türen aufgefallen? Daß die drei Türme für die drei Monde stehen könnten, klingt plausibel, da wäre ich gar nicht draufgekommen.


    Nun wissen wir auch, was es mit dem Blut von dem Halbgott auf sich hat. Aber ich war entsetzt, daß Xiviarr Tennato als tödliche Waffe gegen Bentora benutzt. Und er erzählt ihm nicht mal, daß er das nicht überleben wird. Und Gûndûr scheint davon gewußt und gebilligt zu haben. Hier enttäuscht er mich wirklich, damit stellt er sich auf die gleiche Stufe wie die Schatten. Interessant fand ich, daß die Aesol bei diesem Dämon plötzlich eingegriffen haben, nachdem sie sich bisher aus den Angelegenheiten ihrer Gäste rausgehalten haben, andererseits kam der Dämon uneingeladen. Ist Bentora wirklich tot? War die Essenz von Tennato durch Gûndûrs Blut vergiftet?


    Langsam habe ich das Gefühl, das Geschenk für das Orakel ist gar nicht mehr so wichtig, es geht eher darum, daß in dieser Nacht die ganzen Feindseligkeiten offen aufbrechen und die Situation immer weiter eskaliert. Ich finde gerade die Stelle nicht mehr, aber was sagten die Aesol nochmal genau über diese besondere Nacht, weswegen sie sich in die Angelegenheiten ihrer Gäste nicht einmischen?
    Ist das alles ein riesiges Experiment der Aesol, um zu sehen, wie sich ihre Gäste verhalten werden?


    Iotanas Hass wird nun keine Grenzen mehr kennen, nachdem der Halbgott und sein Priester sie derart verraten haben und für den Tod von Tennato verantwortlich sind. Nachdem die Götter sowas zulassen und billigen, wird sie noch empfängerlich für die Schatten sein.


  • Vielleicht verurteilst Du Gûndûr hier etwas voreilig oder zu extrem ...
    Traust Du ihm eine ausgefeilte Planung zu?
    Und wofür sollte er Rache nehmen wollen?


    Ich denke, da steckt hauptsächlich Xiviarr wieder dahinter - aber Gûndûr akzeptiert es und ist auch in keiner Weise entsetzt darüber, daß Tennato stirbt.


    Daß Tynay und Iotana die Rollen tauschen werden, glaube ich weniger, aber ich könnte mir vorstellen, daß sicht Tynay ihr neues Wissen von Iotana zunutze machen könnte, um ihr Überleben und ihre Position zu sichern.

  • Das war eine Nacht... also nicht nur die im Buch, sondern auch meine. Bis Seite 192 hatte ich den Abschnitt gestern Abend geschafft, aber dann war ich zu müde. Um halb drei bin ich aufgewacht, weil ich von den Portalen geträumt habe. :o Also schnell Licht an und den Abschnitt zu Ende gelesen, sonst hätte ich mir wohl den Rest der Nacht um die Ohren geschlagen. ;D


    Gundurs Blut hat mehr Kräfte als ich dachte. Und diese Eigenschaft muss bekannt sein, da Xiviarr nicht überrascht ist. Auch Gundur scheint eingeweiht. Eine tödliche Waffe gegen die Schatten, wie surreal ist das denn? Ich kann es kaum glauben. Warum floß die Essenz denn weiter? Es schien ja so, als bräuchte es nur einen kleinen Impuls und dann sitzt die Baroness in der Falle. Normal dachte ich, dass die Schatten ihre Nahrungsaufnahme selbst kontrollieren.


    Die Portale haben es mir angetan. So erklärt sich auch, dass die Aesol plötzlich und überall auftauchen können. Das muss ja ein ziemlicher Irrgarten sein. Ich bin sehr gespannt, ob Iotana und Tynay noch ein System dahinter entdecken. Das scheint so eine 2. Dimension zu sein... ein Wurmlochlabyrinth (*ScienceFiction-Kopfkino*). Den Aesol würde ich solch eine Technik zutrauen. Sie wirken ja ziemlich fremd dort.


    Der Fluchtgedanke war ja wirklich eine nette Idee von Iotana. So hätten Tennato und sie tatsächlich entkommen können, das Ziel wäre ihnen sicher egal gewesen. Aber das hat sich ja nun erledigt. Wieder ein Stückchen Dunkelheit, die sich in Iotana´s Seele hineinfressen kann. Wieviel davon kann sie noch ertragen, bevor sie explodiert und wahrscheinlich schreckliche Dinge tun wird. :o


    Das Einhorn muss endlich nicht mehr leiden, obwohl es trotzdem sehr traurig ist! Das Horn kann sich positiv auf die Fortpflanzung auswirken. Damit müsste es doch auch möglich sein, einen Halbgott zum Vater zu machen. Und schwupps hätte man Nachkommen und sogar mit dem Schattentod im Blut. :o


  • Eine tödliche Waffe gegen die Schatten, wie surreal ist das denn? Ich kann es kaum glauben. Warum floß die Essenz denn weiter? Es schien ja so, als bräuchte es nur einen kleinen Impuls und dann sitzt die Baroness in der Falle. Normal dachte ich, dass die Schatten ihre Nahrungsaufnahme selbst kontrollieren.


    Deine Überlegungen sind alle richtig. Aber auch Deine Beobachtung bezüglich dessen, was mit Bentora geschieht, trifft zu. Die (meisten) Bewohner Eloys wären über diese Entwicklung ebenso überrascht wie Du ... und der Roman wird eine Erklärung anbieten. ;)



    Die Portale haben es mir angetan. So erklärt sich auch, dass die Aesol plötzlich und überall auftauchen können.


    Was vermutest Du: Wie weit reichen die Portale?


    So hätten Tennato und sie tatsächlich entkommen können, das Ziel wäre ihnen sicher egal gewesen.


    Du stellst fest, dass die Æsol fremd wirken. Glaubst Du, Menschen könnten sich dort wohlfühlen, wo die Æsol zu Hause sind?
    Wenn wir an die Schattenherren-Trilogie denken, sind ja zum Beispiel der Nachtschattenwald der Fayé oder der Seelennebel recht ungastliche Orte ...


    Das Horn kann sich positiv auf die Fortpflanzung auswirken. Damit müsste es doch auch möglich sein, einen Halbgott zum Vater zu machen.


    Ein interessanter Gedanke! Obwohl Gûndûr wohl kaum selbst ein Einhorn getötet hätte (oder?), könnte das Ergebnis dieser Tat für ihn interessant sein ..

  • Zitat von Bernard

    Was vermutest Du: Wie weit reichen die Portale?


    Darüber könnte ich ewig philosophieren. Wir haben fliegende Städte, geisterhafte Aesol und ein Bärchen-Orakel... die Portale könnten quasi überall hinführen. Mich würde es nicht wundern, wenn sie auch außerhalb der bekannten Welt Ausgänge hätten. Also was mich angeht, könntest du dich da völlig austoben. Ich würde es inhalieren. Ein wenig habe ich mich gefühlt, wie in Jule Vernes "Reise zum Mittelpunkt der Erde". Es gibt da diese tolle Verfilmung mit Brendan Fraser. Man kommt aus der Wirklichkeit in eine zauberhafte Welt. 8)


    Wenn die Aesol oder das Orakel aber etwas mit Eloy vorhaben (dafür spricht ja, dass sie dort oben unabhängig sind und alle Vertreter eingeladen haben), dann müssen sie auch die Fayé usw. im Auge behalten. Sie könnten mit den Portalen alles erreichen, beobachten, eingreifen... Möglichkeiten ohne Ende.
    Vielleicht ist diese ganze Einladung und das Orakel auch nur ein Vorwand für einen größeren Plan. Sie können alle in Ruhe studieren und die Gäste beginnen bereits, sich gegenseitig zu töten. Was machen z.Bsp. Aesol mit dem Wissen, dass Gundurs Blut Schatten tötet? Interessiert es sie? Alle Geheimnisse werden dort ausgebreitet in Räumen des Palastes, wo die Gastgeber alles sehen können. Sie könnten damit jede Waffe, jede Überlebensstrategie, jeden Plan kennen, der in Eloy geschmiedet wird. Alle werden ihr Bestes geben, weil jeder diese Frage an das Orakel haben möchte.


    Zitat von Bernard

    Du stellst fest, dass die Æsol fremd wirken. Glaubst Du, Menschen könnten sich dort wohlfühlen, wo die Æsol zu Hause sind?
    Wenn wir an die Schattenherren-Trilogie denken, sind ja zum Beispiel der Nachtschattenwald der Fayé oder der Seelennebel recht ungastliche Orte ...


    So lange es Luft zum atmen gibt, Wasser und Nahrung kann man doch aus allem etwas machen. Man fühlt sich dort wohl, wo man sicher ist. Den Seelennebel schließe ich deshalb ganz schnell aus. Den schaue ich mir lieber aus der Ferne an. ;D


    Ich lese jetzt weiter! :jakka:

  • Ich denke, dass die Portale nirgendwohin führen, sondern nur so eine Art "Holodeck" für die Gastgeber ;D
    die werden jetzt natürlich dazu benutzt, die Gäste auszuspionieren, obwohl ich eigentlich das Gefühl habe, dass sie so weit überlegen sind, dass die Gäste nur ein Schauspiel bilden. Etwas Abwechslung eben.

  • Wahhh, Bentoras Tritt in Kaletos Kopf hinein war ja mal wieder grausig. :o Gut, dass wir gerade keinen Film sehen, die Vorstellung von herumspritzendem Hirn war schon schlimm genug.


    Endlich ist das arme Einhorn erlöst, wenigstens das hast du dem Geschöpf gegönnt. Ich habe schon befürchtet, das Leiden dauert bis zum Ende des Romans.


    Sehr fies war hier hier ja, wie Gûndûr den armen Tennato benutzt hat. Ich habe für die beiden zwar sowieso kein Happy End hier vermutet, aber sein Tod war schon gemein und dass Iotana das alles mit anblicken musste, wird sie noch schneller in die Finsternis treiben. Ich glaube aber auch, dass das nicht die Idee des Halbgottes war, sondern Xiviarr dahinter steckt. Es hieß ja schon mal, dass der der denkende und führende Part in dieser Zweier-Konstellation ist. Er hat es gut ausgenutzt, dass Gûndûr so wütend herumtobte und die Schattenherrin tot sehen wollte. Da war es bestimmt nicht schwierig, den Halbgott zu dieser Maßnahme zu überzeugen.



    Eine interessante These. Glaubt Ihr, die Geschichte wird sich zu einem Tausch entwickeln? Wie könnte dann Tynays Weg ins Licht aussehen? Glaubt Ihr, Gûndûr (und Xiviarr) würden sie mit offenen Armen aufnehmen? Oder müsste sie sich "einkaufen"?


    Tynays Weg ins Licht? Wird ihr der grausame Mord an Tennato nicht eher sehr bekannt vorkommen? Lohnt es sich, die Seite zu wechseln, wenn diese auch mit Grausamkeit und Manipulation arbeitet? ;) Dieser merkwürdige Rausch, der die Essenz wie von alleine und mit Gewalt in Bentora "hineinpresste", war ja gleichzeitig Tennatos Todesurteil. Von Iotana lernt sie Dinge über die Liebe und deren eigener Gott zerstört kurz darauf Iotanas Liebe obwohl er ihnen vorher noch gestattete, zusammen zu bleiben? Ich fände das an Tynays Stelle sehr seltsam und würde zu dem Schluss kommen, dass ein Wechsel nichts verändert. Die eigene Schattenherrin lässt ja sogar ihren Jungen, von dem sie sich nährt noch am Leben. ;) Ich glaube mittlerweile fast, Tynay könnte sich am Ende von beidem abwenden und wieder in die Wüste ziehen, bzw. sich von beidem das wählen, was ihr gefällt und einen neuen Kult heraufbeschwören (wenn dies gehen würde, was wahrscheinlich nicht der Fall ist. ;) ). Iotana dagegen sehe ich hier fast sicher in die Schatten wechseln, denn sie wird Rache fordern und bestimmt nicht weiter die Mörder ihres Geliebten anbeten.


    Interessant und irgendwie schön finde ich die Freundschaft der beiden jungen Frauen. Als sie die Räume erforschten kamen sie mir vor wie zwei Kinder, die etwas Verbotenes tun und den Erwachsenen gegenüber dieses Geheimnis bewahren. Ich bin gespannt, wie ernst dieses neue Freundschaftsgefühl ist, bzw. wie stark diese Emotion im weiteren Verlauf bleibt oder noch wird (oder vielleicht auch wieder umschlägt ?)


    Die Räume fand ich jedenfalls auch sehr spannend. So geheimnisvolle und versteckte Gänge und Zimmer sind immer wieder spannend in Geschichten. Als Kind habe ich immer gehofft, dass ich auch mal so etwas finde und habe gerade bei meiner Oma, die ein paar verwinkelte Zimmer und Kellerräume hatte, die Wände untersucht, ob ich nicht einen versteckten Raum finden kann. ;D



    Vielleicht ist diese ganze Einladung und das Orakel auch nur ein Vorwand für einen größeren Plan. Sie können alle in Ruhe studieren und die Gäste beginnen bereits, sich gegenseitig zu töten. Was machen z.Bsp. Aesol mit dem Wissen, dass Gundurs Blut Schatten tötet? Interessiert es sie? Alle Geheimnisse werden dort ausgebreitet in Räumen des Palastes, wo die Gastgeber alles sehen können. Sie könnten damit jede Waffe, jede Überlebensstrategie, jeden Plan kennen, der in Eloy geschmiedet wird. Alle werden ihr Bestes geben, weil jeder diese Frage an das Orakel haben möchte.


    Ja, so einen Gedanken habe ich auch bekommen. Die Gäste werden aufeinander losgelassen und die Æsol beobachten ganz genau, was dabei passiert und lernen bei der Gelegenheit ein paar neue Geheimnisse oder Waffen oder sonstiges, was ihnen nützlich ist.



    Interessant fand ich, daß die Aesol bei diesem Dämon plötzlich eingegriffen haben, nachdem sie sich bisher aus den Angelegenheiten ihrer Gäste rausgehalten haben, andererseits kam der Dämon uneingeladen.


    Das hat mich auch gewundert und ich frage mich, ob dieser Dämon nicht vielleicht zu den Æsol gehört? Wenn man sich sonst aus allem raushält und plötzlich bei einer Situation eingreift, dann wirkt das gerade ein bisschen so auf mich, als wäre man bei dieser Sache mit betroffen. Auf mich wirkte die Situation deshalb so, als würden die Æsol ihren eigenen Hund zurückhalten, der plötzlich aggressiv geworden ist, der aber die anderen (noch) nicht angreifen soll, weil der richtige Moment noch nicht gekommen ist oder der Hund überhaupt nicht aufgescheucht werden sollte, sondern eigentlich keiner etwas von ihm wissen sollte.


  • Wahhh, Bentoras Tritt in Kaletos Kopf hinein war ja mal wieder grausig. :o Gut, dass wir gerade keinen Film sehen, die Vorstellung von herumspritzendem Hirn war schon schlimm genug.


    Und dann noch die Beschreibung, daß Rando ein paar Spritzer ableckt *schüttel*



    Tynays Weg ins Licht? Wird ihr der grausame Mord an Tennato nicht eher sehr bekannt vorkommen? Lohnt es sich, die Seite zu wechseln, wenn diese auch mit Grausamkeit und Manipulation arbeitet? ;) Dieser merkwürdige Rausch, der die Essenz wie von alleine und mit Gewalt in Bentora "hineinpresste", war ja gleichzeitig Tennatos Todesurteil. Von Iotana lernt sie Dinge über die Liebe und deren eigener Gott zerstört kurz darauf Iotanas Liebe obwohl er ihnen vorher noch gestattete, zusammen zu bleiben? Ich fände das an Tynays Stelle sehr seltsam und würde zu dem Schluss kommen, dass ein Wechsel nichts verändert. Die eigene Schattenherrin lässt ja sogar ihren Jungen, von dem sie sich nährt noch am Leben. ;) Ich glaube mittlerweile fast, Tynay könnte sich am Ende von beidem abwenden und wieder in die Wüste ziehen, bzw. sich von beidem das wählen, was ihr gefällt und einen neuen Kult heraufbeschwören (wenn dies gehen würde, was wahrscheinlich
    nicht der Fall ist. ;) ). Iotana dagegen sehe ich hier fast sicher in die Schatten wechseln, denn sie wird Rache fordern und bestimmt nicht weiter die Mörder ihres Geliebten anbeten.


    Das sind auch meine Gedanken, nur, daß du sie besser zusammengefasst hast. Was ist nun noch am Licht großartig reizvoll für Tynay? Außerdem sieht sie, daß die Liebe hervorragend geeignet ist, den Weg in die Schatten zu finden ;D



    Ich bin gespannt, wie ernst dieses neue Freundschaftsgefühl ist, bzw. wie stark diese Emotion im weiteren Verlauf bleibt oder noch wird (oder vielleicht auch wieder umschlägt ?)


    Darauf bin ich auch gespannt.



    Das hat mich auch gewundert und ich frage mich, ob dieser Dämon nicht vielleicht zu den Æsol gehört? Wenn man sich sonst aus allem raushält und plötzlich bei einer Situation eingreift, dann wirkt das gerade ein bisschen so auf mich, als wäre man bei dieser Sache mit betroffen. Auf mich wirkte die Situation deshalb so, als würden die Æsol ihren eigenen Hund zurückhalten, der plötzlich aggressiv geworden ist, der aber die anderen (noch) nicht angreifen soll, weil der richtige Moment noch nicht gekommen ist oder der Hund überhaupt nicht aufgescheucht werden sollte, sondern eigentlich keiner etwas von ihm wissen sollte.


    Das hatte ich mir auch schon überlegt, da ich mir nicht sicher bin, ob der Dämon von Bentora hervorgerufen wurde oder nicht.


  • Wahhh, Bentoras Tritt in Kaletos Kopf hinein war ja mal wieder grausig. :o Gut, dass wir gerade keinen Film sehen, die Vorstellung von herumspritzendem Hirn war schon schlimm genug.


    Aus diesem Grund würde ich vermutlich eine 1:1-Umsetzung vieler meiner Bücher nicht mögen. Aber bei einer Filmumsetzung wird ja auch immer für das andere Medium adaptiert, sodass die unterschiedliche Wirkung von Wörtern und Bildern berücksichtigt werden kann.


    Ich glaube aber auch, dass das nicht die Idee des Halbgottes war, sondern Xiviarr dahinter steckt.


    Offenbar hat Xiviarr - wie Sabea - nur wenige Freunde in dieser Leserunde.
    Um einmal einen positiven Gedanken zu ihm in die Runde zu werfen: Er hält einen eher tumben, aber mächtige Halbgott auf Kurs, sodass er den Gläubigen nützt, statt sich blindwütig in Kämpfe zu stürzen, und tüftelt mit Erfolg einen Plan aus, um eine Schattenherrin zu besiegen. Übespitzt könnte man ihn einen "Streiter des Lichts" nennen, der mit Bedacht vorgeht und auch das kalkulierte Risiko nicht scheut. Dem könnte man doch Achtung und Sympathie entgegenbringen ...? ;)
    Oder anders gefragt: Kann man ohne solche Methoden gegen die Schatten gewinnen?


    Von Iotana lernt sie Dinge über die Liebe und deren eigener Gott zerstört kurz darauf Iotanas Liebe obwohl er ihnen vorher noch gestattete, zusammen zu bleiben?


    Gûndûr ist der Sohn Terrons, des Stiergotts.
    Iotana befindet sich in der Delegation der Efeya, der Göttin von Tanz und Freude. Sie folgt also einer anderen Göttin, wenn auch beide zum gleichen Pantheon gehören.


    Die eigene Schattenherrin lässt ja sogar ihren Jungen, von dem sie sich nährt noch am Leben.


    Über Rando wurde, glaube ich, bislang wenig diskutiert. Findet Ihr es "nett" von Bentora, ihm dieses Leben zu geben/zu lassen?


  • Gûndûr ist der Sohn Terrons, des Stiergotts.
    Iotana befindet sich in der Delegation der Efeya, der Göttin von Tanz und Freude. Sie folgt also einer anderen Göttin, wenn auch beide zum gleichen Pantheon gehören.


    Ja, das war ungenau von mir, aber es ging mir ja allgemein um die beiden Seiten Licht und Schatten, von denen wir hier reden.



    Über Rando wurde, glaube ich, bislang wenig diskutiert. Findet Ihr es "nett" von Bentora, ihm dieses Leben zu geben/zu lassen?


    Nett würde ich das sicher nicht nennen, aber dafür hatte ich ja auch den Zwinkersmiley noch angefügt, den du hier in meinem Zitat vergessen hast. ;)


  • Um einmal einen positiven Gedanken zu ihm in die Runde zu werfen: Er hält einen eher tumben, aber mächtige Halbgott auf Kurs, sodass er den Gläubigen nützt, statt sich blindwütig in Kämpfe zu stürzen, und tüftelt mit Erfolg einen Plan aus, um eine Schattenherrin zu besiegen. Übespitzt könnte man ihn einen "Streiter des Lichts" nennen, der mit Bedacht vorgeht und auch das kalkulierte Risiko nicht scheut. Dem könnte man doch Achtung und Sympathie entgegenbringen ...? ;)
    Oder anders gefragt: Kann man ohne solche Methoden gegen die Schatten gewinnen?


    Das kann man ihm wirklich zugute halten, daß er weitsichtiger als Gûndûr ist, aber seine Geheimniskrämerei würde mich stören, wenn ich Gûndûr wäre. Wäre ich Xiviarr, würde ich es wahrscheinlich anders sehen ;D
    Gut, mit Heititei kommt man bei den Schatten wirklich nicht weit.



    Über Rando wurde, glaube ich, bislang wenig diskutiert. Findet Ihr es "nett" von Bentora, ihm dieses Leben zu geben/zu lassen?


    Ich habe mich auch gefragt, warum sie Rando eigentlich am Leben läßt. Nettigkeit in dem Sinne ist es bestimmt nicht, er kommt mir eher wie ein Spielzeug vor, daß sie bisher ganz unterhaltsam findet. Obwohl, mir kommt gerade ein Gedanke: als Gûndûr ihr ebenfalls an den Kopf wirft, daß sie auch keine Kinder haben kann, war ihre Reaktion etwas ungewöhnlich für eine Osadra. Ist die Kinderlosigkeit vielleicht ein wunder Punkt von Bentora, ich meine, sie ist noch nicht so lange in den Schatten und wenn ich an Bren denke (und Gadior auch bestätigt hat), sind auch für Unsterbliche manche Erinnerungen eine ganze Zeit lang schmerzhaft.


  • Um einmal einen positiven Gedanken zu ihm in die Runde zu werfen: Er hält einen eher tumben, aber mächtige Halbgott auf Kurs, sodass er den Gläubigen nützt, statt sich blindwütig in Kämpfe zu stürzen, und tüftelt mit Erfolg einen Plan aus, um eine Schattenherrin zu besiegen. Übespitzt könnte man ihn einen "Streiter des Lichts" nennen, der mit Bedacht vorgeht und auch das kalkulierte Risiko nicht scheut. Dem könnte man doch Achtung und Sympathie entgegenbringen ...? ;)
    Oder anders gefragt: Kann man ohne solche Methoden gegen die Schatten gewinnen?


    Ich kann ihm keinerlei Sympathie entgegenbringen. Sein Kampf gegen die Schattenherren ist ein Machtkampf, kein Befreiungskampf. Es geht ihm um seine Macht (wie vielen Priestern, glaube ich, zumindest hier in diesen Schattenlanden) Er setzt das Leben von anderen ein, nicht seines. Bestimmt hätte es auch jemanden gegeben, der sich freiwillig geopfert hätte und wie er Gúndúr behandelt ist ziemlich fies.


    edit Heimfinderin: Zitat repariert

  • ein toller Abschnitt :)
    das Einhorn wird auch endlich von seinen Qualen erlöst - ein bisschen hat es mir schon leid getan
    interessant fand ich die Entdeckung der Tore und der Einfluss dieser Flüssigkeiten, wo man quasi landet..hoffentlich erfahren wir noch mehr darüber -was es eigentlich ist und welchen Einfluss es auf die Organismen darin hat..
    Die Zukunftsvisionen von Iotana und Tennato nehmen kein gutes Ende - aber ich muss gesehen, ich war auch kein Fan von Tennato..für Iotana ist es natürlich schrecklich - wie sie an ihm hängt oder eigentlich eher an ihren kindlichen Schwärmerein und ihren Wünschen und Hoffnungen..was hat sie jetzt eigentlich noch zu verlieren? Auf ihre Entwicklung bin ich sehr gespannt
    auch mir ist dieser Xiaviarr unsympathisch - ich habe auch eher das Gefühl, dass er diesen Kampf führt, um mehr Macht zu erlangen bzw. diese zu demonstrieren..dass Gundur dies alles hinnimmt und einfach mitmacht und seine Art - irgendwie - entweder ist er sehr naiv oder auch er hat eine ausgeprägte dunkle Seite..das Schicksal von Bentora und diesem Dämon fand ich sehr interessant und überraschend :) wie es wohl für den Schattenkult weitergeht?
    gleich mal weiter lesen :lesen:


  • ein toller Abschnitt


    Das freut mich. :)

    hoffentlich erfahren wir noch mehr darüber -was es eigentlich ist und welchen Einfluss es auf die Organismen darin hat..


    Ja, da kommt noch etwas ... ;)



    was hat [Iotana] jetzt eigentlich noch zu verlieren?


    Das ist eine interessante Frage. Man könnte ja meinen, ohne Tennato steht sie genau da, wo sie vor Beginn der Nacht auch gestanden hat. Dann hätte sie nichts verloren. - Aber ganz so ist es nicht, oder ...?


    entweder ist [Gûndûr] sehr naiv oder auch er hat eine ausgeprägte dunkle Seite.


    Gûndûr ist sicher jemand mit Schwächen, und der intellektuelle Bereich gehört dazu. Er mag eine wuchtige Kerze sein, aber besonders hell leuchtet er nicht. ;)
    Was ist für Dich eine "dunkle Seite"?
    Die Lehren der unterschiedlichen Götter unterscheiden sich ja voneinander. Da geht es selten um "seid nett zueinander". Dennoch stehen sie alle gegen die Schatten, die Finsternis. Wann ist man auf der dunklen Seite?