01 - Anfang bis Seite 35 (Anfang bis "mit den Zähnen knirschen")

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  • Vielleicht solltest Du als Kontrastprogramm ein bisschen Bibi Blocksberg lesen, damit Dich Deine Kollegen auf der Arbeit nicht irgendwann mit "dunkle Herrin" ansprechen ... ;)


    Gute Idee ;D :hexe:



    Deswegen ist das Dramatis Personae ausführlicher als in meinen anderen Büchern. Dort steht auch etwas zur Vorgeschichte der Figuren - teilweise ein bisschen ausführlicher, als es im eigentlichen Text angedeutet wird.


    Ich gehe mal davon aus, dass es hier ungefährlich ist, die Personenauflistung zu lesen? Ich wurde mal fies gespoilert, weil in einem Glossar eine Verwandtschaft oder Verbindung angegeben wurde, die im Text noch nicht bekannt war. Seitdem lese ich das immer sehr vorsichtig oder gar nicht.


  • Was Sabea betrifft, so erinnerte sie mich sofort an Lióla. Ebenso ehrgeizig, kalt und intrigant. Ihr Zähneknirschen am Ende des Abschnitts hatte so viel Ähnlichkeit mit der Wut, die Lióla ausstrahlte, wenn etwas gegen ihre Pläne ging.


    Stimmt, an Lióla erinnerte mich Sabea auch.



    Was Tynay im ersten Leseabschnitt angeht: Denken die anderen auch, dass "etwas Dauerhaftes" mit ihr passiert ist? Oder in ihr?


    Ich denke schon, daß die Erfahrung sie nachhaltig verändern wird, sie kaltblütiger und berechnender werden läßt, um nicht wieder in die Rolle eines Opfers zu kommen, denn daß sie ein zweites Mal Glück haben wird, ist doch recht unwahrscheinlich.

  • Hi Bernd,
    ich hatte am WE keine Zeit, was ich ziemlich schade fand, aber leider war auch die Toilette blockiert, denn unsere Dusche musste raus und wie Du weißt muss sie schnellstens wieder i.O. sein :)
    als ich den Prolog gelesen hatte, dachte ich zuerst, Du solltest in die Politik gehen. So ein wundervoll diplomatischer Brief, voller netter Drohungen, die wirklich gut verpackt sind. Es hat Spaß gemacht, den Brief zu lesen. Ich würde dem Schreiber aber nichts abkaufen.
    Wiedermal war es aber so, dass ich auch Schwierigkeiten hatte, das Buch weg zu legen. Tynay ist wieder mal eine neue Fassette der Persönlichkeiten im Schatten. Mir gefallen ihre Gedanken zur Heimat und der Kraft, die sie daraus schöpft. Vor allem fand ich interessant, dass sie aus der Tatsache, im Verhältnis zur Wüste völlig unbedeutend zu sein ihre Gelassenheit geschöpft hat. Letztlich hat diese ihr das Leben gerettet. Angst hätte den Prozess sicher beschleunigt und auf sie gelenkt.
    Ich denke, dass sie diese Erfahrung bleibend verändert hat. Sie hat eine innere Kraft gefunden, die außerhalb der Götter und der Schatten steht.
    Ich weiß, was Deine Bücher so besonders macht, Du beschreibst Bilder, die keiner malen kann (übrigens deshalb auch bei Lisanne. Du sollst Dir kein Bild machen ;) ) Du schreibst Charaktere, die nicht den üblichen Klischees folgen und das ist nicht wirklich häufig.
    Also, ich freue mich aufs Weiterlesen und ich nehme an, Tynay hat sehr viel Potenzial und deshalb wird sie länger überleben.

  • Tynay ist wieder mal eine neue Fassette der Persönlichkeiten im Schatten.


    Verschiedene Anhänger des Kults mit ihrem jeweiligen Zugang zur Finsternis vorzustellen ist ein durchgängiges Thema des Buchs. Da kommt also noch Einiges ... ;)


    Sie hat eine innere Kraft gefunden, die außerhalb der Götter und der Schatten steht.


    Du hast natürlich recht, weil Tynay ihre Kraft aus keinem Ritual und keiner Kulthandlung schöpft.
    Aber andererseits: Was steht außerhalb der Götter und der Schatten?
    In der Bibel gibt es ein Gleichnis von einem Vater und zwei Söhnen. Der Vater bittet sie, etwas zu tun. Der erste Sohn sagt: "Ja, mache ich", tut es aber nicht. Der zweite meint: "Ich denke gar nicht dran!", tut es dann aber doch. Dann wird die Frage gestellt: "Wer hat den Willen des Vaters getan?"
    Tynay folgt keiner ritualisierten Handlung - aber handelt sie vielleicht dennoch im Sinne der Götter oder im Sinne der Finsternis?


    Ich weiß, was Deine Bücher so besonders macht, Du beschreibst Bilder, die keiner malen kann


    Vielen Dank!
    Ich überlege mir beim Schreiben tatsächlich, was ich als Romanautor bieten kann, das ein Film nicht so gut kann. Beispielsweise sind dramatische optische Effekte etwas, das auf einer Kinoleinwand viel beeindruckender ist als in einem Buch. Da kann ein Raumschiff minutenlang explodieren, und man schaut fasziniert zu. Deswegen ist Science Fiction im Film auch viel erfolgreicher als im Buch. In einem Buch kann man dagegen Gerüche, Tastempfindungen, Geschmack transportieren und, ganz wichtig: Gedanken.


    Also, ich freue mich aufs Weiterlesen und ich nehme an, Tynay hat sehr viel Potenzial und deshalb wird sie länger überleben.


    Ich finde interessant, wie vorsichtig Ihr bei der Prognose seid, ob eine Hauptfigur der ersten Kapitel überlebt. Bei anderen Büchern wird eher spekuliert, ob die Gegenspieler lebend aus der Sache herauskommen.
    Ich glaube, ich habe ein Ziel erreicht: In meinen Büchern sind die Leser auf einer Reise ins Unbekannte und wissen nicht, was als nächstes geschieht. ;D


  • Ich finde interessant, wie vorsichtig Ihr bei der Prognose seid, ob eine Hauptfigur der ersten Kapitel überlebt. Bei anderen Büchern wird eher spekuliert, ob die Gegenspieler lebend aus der Sache herauskommen.
    Ich glaube, ich habe ein Ziel erreicht: In meinen Büchern sind die Leser auf einer Reise ins Unbekannte und wissen nicht, was als nächstes geschieht. ;D


    Wir sind eben gebrannte Kinder. ;D


  • Du hast natürlich recht, weil Tynay ihre Kraft aus keinem Ritual und keiner Kulthandlung schöpft.
    Aber andererseits: Was steht außerhalb der Götter und der Schatten?


    Sie selbst steht außerhalb und die Kraft hat sie in sich gefunden, weil sie sich ihrer eigenen Bedeutungslosigkeit bewußt geworden ist und das nicht gegenüber den Schatten oder den Göttern, sondern der Wüste, der riesigen ihre eigenen Gesetze mit Strenge durchsetzenden WÜste.
    So habe ich es verstanden.


  • Sie selbst steht außerhalb und die Kraft hat sie in sich gefunden, weil sie sich ihrer eigenen Bedeutungslosigkeit bewußt geworden ist und das nicht gegenüber den Schatten oder den Göttern, sondern der Wüste, der riesigen ihre eigenen Gesetze mit Strenge durchsetzenden WÜste.
    So habe ich es verstanden.


    Das ist auch valide.
    Später im Buch werden einige Figuren darüber diskutieren, wer die Menschen und die Wüste geschaffen hat ... ;)

  • Suse

    Hat das Thema geschlossen