07 - Kapitel 52 bis Kapitel 59 (Seite 423 bis 483)

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  • Ich finde das wirklich schade und habe manchmal das Gefühl, du hast ein anderes Buch gelesen. Du projizierst deine Vorstellungen in den Protagonisten und bist enttäuscht, dass er sich nicht so verhält, wie du es von ihm erwartest. Lass ihn eine eigene, unabhängige Person sein. Gib ihm die Freiheit, sich so zu verhalten, wie er sich verhält, und versuch zu verstehen, *warum* er sich so verhält. Lass das, was du für richtig oder falsch hältst, hinter dir zurück und sieh die Dinge aus seiner individuellen Perspektive. Wenn du glaubst, dass Corwain keine Entwicklung durchmacht, dann ist mir beim Schreiben etwas entgangen. ;) Vielleicht konntest du keine Beziehung zu ihm aufbauen, weil du immerzu versucht hast, ihn in den Kontext deiner Erwartungen zu zwängen. Aber Lesen sollte doch gerade das ermöglichen: die Öffnung gegenüber dem Neuen, eine Gelegenheit, die Dinge aus anderen Perspektiven zu sehen.


    Liebe Grüße
    Andreas


    Nein, ich hatte keine Erwartungen an ihn, aber er wurde doch als Pazifikator vorgestellt und vielleicht ist mir was entgangen, aber ich habe ihn als solchen im Buch nicht kennengelernt. Die Neugier auf den wirklichen Pazifikator in Corwain wird gerade in diesem Abschnitt geweckt, aber erlebt habe ich ihn so nicht. Wie gesagt, möglicherweise habe ich etwas überlesen. :-\

  • Ich komme aus dem Staunen nicht heraus. Warum sollte so etwas denn *nicht* beim Sex stattfinden? Sex ist für Corwain und Solace etwas ganz Normales, ein integraler Bestandteil ihrer physischen Existenz (und nicht nur der physischen), das wird deutlich genug. Warum sollten sie sich beim Sex nicht erinnern, nicht über Dinge sprechen? (Ich hatte einmal eine italienische Freundin, mit der ich bei gewissen Dingen höchst interessante Gespräche geführt habe. Für uns war das wunderbar. Und überhaupt: Was ist in dieser Hinsicht "normal"? Das entscheidet jeder für sich selbst).


    Liebe Grüße
    Andreas


    Ich glaube, ich habe nicht von "normal" gesprochen, ich habe mich nur gewundert.


  • ...
    Ich glaube, ich habe nicht von "normal" gesprochen, ich habe mich nur gewundert.


    Und genau dazu besteht kein Anlass, wenn es normal ist.
    Wenn du gestattest: Ich wundere mich, dass du dich wunderst . ;) Dich stört die Gewalt, dich stört die Liebe ... ???


    Liebe Grüße
    Andreas


  • ....
    Nein, ich hatte keine Erwartungen an ihn, aber er wurde doch als Pazifikator vorgestellt und vielleicht ist mir was entgangen, aber ich habe ihn als solchen im Buch nicht kennengelernt. Die Neugier auf den wirklichen Pazifikator in Corwain wird gerade in diesem Abschnitt geweckt, aber erlebt habe ich ihn so nicht. Wie gesagt, möglicherweise habe ich etwas überlesen. :-\


    Wenn du wirklich keine Erwartungen an Corwain hattest, dann lies dir bitte noch einmal deine Beiträge durch. Da wird deine Erwartungshaltung ziemlich deutlich.
    Corwain wird als Pazifikator vorgestellt, dessen letzte Mission, die er bereits erfolgreich abgeschlossen hat, schrecklich schief läuft, der "entlassen" wird und dem anschließend ein schrecklicher Feind im Nacken sitzt. Dadurch verändert er sich so sehr, dass ihn, als ihm schließlich auch Solace genommen wird, die eigenen Freunde nicht wiedererkennen. Wenn das keine Entwicklung ist ...


    Liebe Grüße
    Andreas


  • Nein, ich hatte keine Erwartungen an ihn, aber er wurde doch als Pazifikator vorgestellt und vielleicht ist mir was entgangen, aber ich habe ihn als solchen im Buch nicht kennengelernt. Die Neugier auf den wirklichen Pazifikator in Corwain wird gerade in diesem Abschnitt geweckt, aber erlebt habe ich ihn so nicht. Wie gesagt, möglicherweise habe ich etwas überlesen. :-\


    Ich sehe auch eine Erwartungshaltung bei dir und finde das sehr schade, denn es verhindert, dass du dich auf eine andere, als von dir erwartete Handlung einlassen magst, so ist zumindest mein Gefühl. Wir lernen hier am Anfang, dass Corwain ein erfolgreicher Pazifiktor ist und das seit mehreren Leben. Mir persönlich ist damit schon klar, dass er sehr gut darin ist, in dem was er die vielen Jahrhunderte tat, wenn man ihn derart auszeichnet. Das ist die Grundlage. Hier geht wohl zum ersten Mal etwas richtig schief und damit beginnt die Geschichte. Wenn du über seine Arbeit als Pazikifakor mehr lesen wolltest, und ihn darin mehr kennenlernen wolltest, müsste dies wohl in einem Buch vor diesem geschrieben werden und ich finde, wir sollten es nun damit auch mal gut sein lassen. ;)

  • Wenn du wirklich keine Erwartungen an Corwain hattest, dann lies dir bitte noch einmal deine Beiträge durch. Da wird deine Erwartungshaltung ziemlich deutlich.
    Corwain wird als Pazifikator vorgestellt, dessen letzte Mission, die er bereits erfolgreich abgeschlossen hat, schrecklich schief läuft, der "entlassen" wird und dem anschließend ein schrecklicher Feind im Nacken sitzt. Dadurch verändert er sich so sehr, dass ihn, als ihm schließlich auch Solace genommen wird, die eigenen Freunde nicht wiedererkennen. Wenn das keine Entwicklung ist ...


    Liebe Grüße
    Andreas


    Auch wenn ich wieder nerve, ich muss trotzdem nochmal dazu was sagen, ist auch das letzte Mal, versprochen. Das er ein erfolgreicher Pazifikator ist wir uns nur gesagt, als solchen erleben wir ihn nicht. Solace wird ihm nicht genommen, weil er sich verändert hat und die Freunde erkennen ihn nicht wieder, weil er deformiert ist (erstaunlicherweise erkennen ihn ja trotzdem noch welche) Ja er wird zum Mann des Krieges, aber das beginnt praktisch gleich zu Beginn der Geschichte. So und wenn es eine "Erwartungshaltung" ist, dass ich gern wissen möchte, was so ein Pazifikator eigentlich macht und welche Stärken ihn auszeichnen, und wenn es eine "Erwartungshaltung" ist, dass ich annehme irgendeine dieser Stärken könnte er bei der Befreiung Solaces einsetzen. DA ich nicht weiß, welche Stärken einen Pazifikator ausmachen, habe ich mir darunter etwas vorgestellt. Ok, dann hatte ich eine Erwartungshaltung.


  • ...
    Solace wird ihm nicht genommen, weil er sich verändert hat und die Freunde erkennen ihn nicht wieder, weil er deformiert ist...
    ...


    Wo habe ich geschrieben, dass ihm Solace genommen wird, weil er sich verändert hat? Du verdrehst die Kausalität: Corwain verändert sich, weil ihm Solace genommen wird. Und Tserter steht seinen Veränderungen (hier sind die inneren gemeint) durchaus skeptisch gegenüber. Ich habe auch nirgends geschrieben, du hättest deshalb eine Erwartungshaltung, weil du wissen möchtest, was ein Pazifikator macht. Es ist vielmehr Corwains Verhalten im Lauf der Handlung, mit dem du dich nicht anfreunden kannst; er verhält sich offenbar nicht so, wie es deinen Wünschen entspricht, und darin kommt die Erwartungshaltung zum Ausdruck. Diesen Eindruck habe ich durch deine Beiträge gewonnen. Natürlich kannst du Corwain sehen,wie du willst, das ist dein gutes Recht. Es entspricht nur nicht den Intentionen des Autors.


    Liebe Grüße
    Andreas

  • Servus zusammen,


    ich finde es sehr interessant, Corwain in seinem neuen Körper (ohne Nadel) zu begleiten. Ich habe das Gefühl, dass ihm die Nadel nicht sehr abgeht, und bin mir nicht sicher, ob er sie überhaupt zurück will!


    Corwains und Tertsers abenteuerlichen Weg bis zum Administrator fand ich (wie einige andere hier) total spannend! :lesen:
    Zur Spannung tragen z.B. die temporalen Überlagerungen (mit Bildern aus der Vergangenheit) bei.



    Ich finde es gut, daß wir trotz aller Spannung noch genügend Hintergrundinformationen bekommen: wie z.B. die Sirmioner damals entstanden sind, das muß schon sehr lange zurückliegen.
    Und wir erfahren auch den Grund für Solaces Angst vor der Dunkelheit. Das war aber auch eine gruslige Erfahrung :o


    Ja, diesen Abschnitt habe ich auch sehr interessiert gelesen. Diese Hintergrundinformationen zu Solace erfolgen spät, aber irgendwie passt das auch zum Roman.



    Der eigentliche Star dieses Buches ist für mich das titelgebende Kosmotop. Das finde ich ungeheuer faszinierend. Corwain wird noch länger was davon haben, denn er darf ja erstmal nicht weg. Ich bin fast neidisch.


    Faszinierend, ja, neidisch: nein. Das Kosmotop ist wirklich in einigen Aspekten gut durchdacht, genial z.B. die Schiffe, die von versciedenen Spezies geflogen werden können!


    Ein tolles Bild für die Sinnlosigkeit von Krieg und Gewalt fand ich:
    Der Boden trank Blut in unterschiedlichen Farben


    Wunderbar übrigens der Blick von Tertser, als Corwain die Tür anschreit!


  • ich finde es sehr interessant, Corwain in seinem neuen Körper (ohne Nadel) zu begleiten. Ich habe das Gefühl, dass ihm die Nadel nicht sehr abgeht, und bin mir nicht sicher, ob er sie überhaupt zurück will!


    Ihm selbst fällt es in seiner Aufregung momentan vielleicht gar nicht so auf, wie anders er doch wirkt. Ich fand es jedenfalls auch interessant, wie verändert er ohne die Nadel wirkt. Ein bisschen hat die Nadel ja auch was von Psychopharmaka, finde ich. Kontrolle und dämpfenden Einfluss auf das Nervensystem und die Handlungsfähigkeiten. Vielleicht bekommen wir in der Zukunft bei psychischen Behandlungen ja mal eine Art Nadel eingechipt, anstatt dass wir tonnenweise Chemie schlucken müssen. ;)




    Ein tolles Bild für die Sinnlosigkeit von Krieg und Gewalt fand ich:
    Der Boden trank Blut in unterschiedlichen Farben


    Ja, dieser eine Satz erzeugt ein sehr intensives Bild. Das ist mir auch gleich aufgefallen!


  • ...
    Vielleicht bekommen wir in der Zukunft bei psychischen Behandlungen ja mal eine Art Nadel eingechipt, anstatt dass wir tonnenweise Chemie schlucken müssen. ;)
    ...


    Das halte ich für sehr wahrscheinlich. Zukünftige Menschen werden vielleicht einen oder mehrere subkutane Chips haben, die Körperfunktionen überwachen und steuern, und vielleicht auch ein kleines Heer von Nanomaschinen, die in Organen und Gewebe notwendige "Reparaturen" vornehmen. Vielleicht ist der Gang zum Arzt dann nur noch nötig, wenn diese Helfer versagen oder an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit stoßen.


    Liebe Grüße
    Andreas

  • Also dieses Kosmotop ist echt faszinierend. Wenn da nun noch alles leben würde... Trotzdem gibt es viele Abenteuer dort. Als Corwain mit Tsertser zur letzten Reserve aufbrechen, hatte ich richtig Kopfkino. Ich habe so mitgefiebert, als er die Plane verlor und später diese Ableger mit in die Röhre krochen. :o
    Sobald die Beschreibungen aber etwas größer werden um Völker, Waffen, Techniken, ... verliere ich den Faden. Das kann ich kaum begreifen.


    Jael cres ist wieder da! Aber hat das Sibal geschafft mit den 3 Datenträgern oder funktionierte es über den 4. Datenträger? Und wenn er den Lenker nun auf seiner Seite hat, weil er ihm die pure Wahrheit zeigt, ist das ja ein gutes Zeichen. Ich nehme daher nicht an, dass noch jemand das Kosmotop in den Kern steuern wird.


    Bei Solace war ich erst ziemlich erschrocken, aber ich denke nicht, dass sie tot ist. Vielleicht ist nur in einer parallelen Dimension? Diese Zeitsprünge und Lücken gibt es ja öfter auf dem Schiff. Ich erwarte sie also zurück! Wehe nicht! :kommmalherfreundchen:


    Ich bin so gespannt auf das Ende. Ob sich alle Rätsel lösen werden und besonders meine verknoteten Gehirnzellen. :lesen:


  • Ich finde es gut, daß wir trotz aller Spannung noch genügend Hintergrundinformationen bekommen: wie z.B. die Sirmioner damals entstanden sind, das muß schon sehr lange zurückliegen.
    Und wir erfahren auch den Grund für Solaces Angst vor der Dunkelheit. Das war aber auch eine gruslige Erfahrung :o


    Da musste ich auch schlucken. Erschreckende Vergangenheit! Kein Wunder, dass es sie so geprägt hat. :'(


  • Ich finde das wirklich schade und habe manchmal das Gefühl, du hast ein anderes Buch gelesen. Du projizierst deine Vorstellungen in den Protagonisten und bist enttäuscht, dass er sich nicht so verhält, wie du es von ihm erwartest. Lass ihn eine eigene, unabhängige Person sein. Gib ihm die Freiheit, sich so zu verhalten, wie er sich verhält, und versuch zu verstehen, *warum* er sich so verhält. Lass das, was du für richtig oder falsch hältst, hinter dir zurück und sieh die Dinge aus seiner individuellen Perspektive. Wenn du glaubst, dass Corwain keine Entwicklung durchmacht, dann ist mir beim Schreiben etwas entgangen. ;) Vielleicht konntest du keine Beziehung zu ihm aufbauen, weil du immerzu versucht hast, ihn in den Kontext deiner Erwartungen zu zwängen. Aber Lesen sollte doch gerade das ermöglichen: die Öffnung gegenüber dem Neuen, eine Gelegenheit, die Dinge aus anderen Perspektiven zu sehen.


    Liebe Grüße
    Andreas


    Hm, aber beim Lesen ist es doch auch normal, das wasman da liest aus der eigenen Warte zu betrachten ... also, mit den eigenen Wertvorstellungen und Erfahrungen die man hat zu betrachten !?


    Natürlich sollte man auch die Dinge aus neuen Perspektiven betrachten... und bei Büchern mal über den Tellerrand zu schauen ist ja auch gut und richtig !


    Aber ein Abgleich mit dem was "für mich sinnvoll erscheint (z.B. "Einen Plan machen bevor ich handele") muß doch dann auch sein und unterm Strich kommt dabei dann heraus, das man auf seiner Meinung beharrt oder das mansie ändert... oder auch das man sagt "Hätte ich nie so gemacht, kann ich aber verstehen" oder auch "Finde ich absolut unmöglich was er tut, verstehen kann ich ihn aber trotzdem".


    Jemandem die Freitheit zu lassen sich so zu verhalten wie er es tut ist das eine... Aber es MUSS nicht immer zu einem Verständnis dafür kommen.
    Und vor allem muß ich es (ob mit oder ohne Verständnis) nicht "gut finden".


    Einen Protagonisten abzulehnen ist doch nicht gleichzusetzen mit ... "Ignoranz".

  • Diese letzte Reserve ist irgendwie faszinierend. Da stehen irgendwo (irgendwann) tausende von Kampfschiffen und Waffen herum, aber niemand hat mehr Zugang zu ihnen und Corvain hat sie eher zufällig gefunden.
    Diesen "Schiffsfriedhof" stelle ich mir beeindruckend vor. Noch beeindruckender, dass das Zeug noch funktioniert!


    Und Corwain überzeugt den Administrator tatsächlich, dass er zwei Schiffe und Waffen bekommt. Tsertser ist ja nicht wirklich begeistert, folgt ihm aber dennoch weiter.


    So langsam geht es nun aufs Finale zu.


    Ich glaube nicht, dass Sol tot ist, wo auch immer sie durch dieses Portal hingekommen ist. Die Frage ist nur, ob sie zurück kann? Oder wird Corwain ihr folgen, nachdem er Sibal getötet hat?
    Gut gefallen haben mir die erneuten kleinen Rückblicke in die Zeit des Kennenlernens der beiden und noch davor.

  • Suse

    Hat das Thema geschlossen