02 - Kapitel 09 bis Kapitel 17 (Seite 74 bis 135)

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  • Eigentlich bin ich total leserunden-untauglich. Nachdem ich für Teil 1 nur bis und mit Kapitel 7 gelesen hatte (und schon fast den Einteilenden hier gratuliert hätte für den spannungsfördernden Einschnitt!), habe ich nun bis und mit Kapitel 20 gelesen... ::)


    Leserunden-untauglich auch deshalb, weil ich so schlecht spekulieren kann, was warum geschrieben wurde und wie's wohl weitergeht. Fakt ist: Unser Tallmaster wird von technisch hochqualifizierten Feinden verfolgt, die versuchen, ihn umzubringen. Fakt ist: Seine Freunde oder ehemaligen Auftraggeber lassen ihn zusehends fallen. Ob er wohl auch bei ihnen noch auf die definitive Abschussliste gerät? Nur eine Person kann ihm helfen, aber wo steckt die?


    Interessant finde ich ja die nicht direkt (oder noch nicht direkt) mit Tallmaster verknüpften Einschübe. Eine Art Blitzlicht aus dem Dunkeln.


  • Eigentlich bin ich total leserunden-untauglich. Nachdem ich für Teil 1 nur bis und mit Kapitel 7 gelesen hatte (und schon fast den Einteilenden hier gratuliert hätte für den spannungsfördernden Einschnitt!), habe ich nun bis und mit Kapitel 20 gelesen... ::)
    ...


    Du bist ein schneller Leser. Die Thriller-Elemente scheinen dich bei deiner Lesegeschwindigkeit nicht zu stören ... ;)


    Liebe Grüße
    Andreas

  • Sodele, heute wurde viel gelesen - der Vorteil, wenn man hinten dran war :-)



    Fakt ist: Seine Freunde oder ehemaligen Auftraggeber lassen ihn zusehends fallen.


    Das habe ich mir auch gedacht. Hier kann man natürlich Verrat, Niedertracht und Intriegen verstehen. Oder halt einfach Politik. ₁₈Tallmaster ist halt ein Beschwichtigungsbauernopfer. Dumm gelaufen, aber wenn man mal z.B. in die Politik guckt... genau das gleiche. Jeden Tag.


    Sehr spannen finde ich die beiden Sequenzen aus nicht-menschlicher Perspektive. Die Interventoren sind also die X-Artefakte, und sie wurden vor EWIGKEITEN hinterlassen um eine Rückkehr des Kosmotops zu zu unterbinden und: Die Incera haben (mit wessen Hilfe?) Nummero 5 übernommen? Wer hat die Interventoren hinterlassen? Die Jak'k'nha? Was hat es mit der Metastabilität auf sich?


    Und auch sehr interessant: das Kosmotop hat seine eigene Stimme? Gibt es wirklich Entscheider an Bord? Wird der arme MeT nur ausgenutzt? Warum sammeln?


    Spekulatius: Das Ding sammelt im Kosmos alles an interlligenz, was es finden kann und fügt es seinem Bewusstein hinzu. Deshalb war es auch so scharf auf den Gesandten.


    Bleibt auf jeden Fall spannend.


    Achso die drei Fragen. Wie pathetisch. Lustig. Aber pathetisch.

  • “Datengeflüster lag in der Luft, raunte wie Wind in den Baumwipfeln eines nahen Waldes.” (S. 92) Das ist ja richtig romantisch! ;)


    Hier zeigt sich, das erst mal nicht das Kosmotop der Gegner (wenn es überhaupt so ist) ist, sondern Sibal. Es wird echt immer verstrickter! Niemand scheint ihm so richtig zu glauben, dass er die Sängerin nicht getötet hat (mittlerweile scheinen Tatsachen allerdings auch vollkommen egal zu sein), aber es wird auch nie direkt gesagt, dass sie Corwain misstrauen. Sie geben ihm allerdings die Schuld an dem ganzen Schlamassel.. Der Arme, dabei war es ja nur Notwehr.


    Guirgis finde ich ganz faszinierend und Corwain anscheinend auch, so wie er ständig berichtet, was das innere seines durchsichtigen Körpers die ganze Zeit anstellt..


    Das Tempo ist ganz schön rasant mittlerweile. Die schon in Abschnitt 1 diskutierte Flucht ist hier voll im Gange. Gefällt mir. Andauernd erfährt man etwas, das das ganze Problem noch viel viel verzwickter darstellt als gedacht. Und ich glaube, das war noch nicht das Ende (siehe auch Corwain auf S. 113: “Dies ist nur der Anfang” ;) ). Die Flucht aus Rahels Kastell ist so temporeich und spannend, richtig aufregend.


    Ganz niedlich finde ich übrigens, dass die Schiffe reden können. Dadurch wird besonders Corwains Schiff richtig sympathisch.



    Sehr spannen finde ich die beiden Sequenzen aus nicht-menschlicher Perspektive. Die Interventoren sind also die X-Artefakte, und sie wurden vor EWIGKEITEN hinterlassen um eine Rückkehr des Kosmotops zu zu unterbinden und: Die Incera haben (mit wessen Hilfe?) Nummero 5 übernommen? Wer hat die Interventoren hinterlassen? Die Jak'k'nha? Was hat es mit der Metastabilität auf sich?


    Auf die Beantwortung dieser Fragen bin ich auch gespannt! Kann mir noch nicht so viel vorstellen, auch was die Motive des Kosmotops angeht...

  • Der Überfall im Kastell der Veritas ist echt klasse geschrieben, sehr spannend. Überhaupt, die ganzen Ideen hier sind - ich mag dieses Wort nicht, passt aber - geil. Ein Gebäudekomplex, der sich selbst zerstört und dann wieder aufbaut - ich brauche auch so eines. Kein Putzen mehr! Reset drücken und alles wird neu.


    Aber am Spannendsten in diesem Abschnitt fand ich die erwachenden X-Artefakte. Ich will jetzt sofort mehr darüber wissen!
    Das Artefakt in der Sonne ist ja schon zum Vorschein gekommen, ich bin gespannt, was passiert, wenn das Ding unter dem Tempel aufwacht. Da wird Kallisto staunen, schätze ich.


    Ich glaube auch, dass die ganze Jagd auf Corwain und die Intrige gegen die Kompetenz schon von sehr langer Hand geplant worden sind. Wie sonst hätte Sibal so schnell reagieren können und den Klon erschaffen lassen?
    Haben die Mahé das Schiff der Veritas angegriffen oder war es ein weiterer Gegner?


    Auch hier wieder: Die Dimensionen hauen mich um. Jahrmillionen! Ich kann mir mit Mühe zwei Jahre vorstellen, bei 100 mache ich dicht.


    Super fand ich: "kompetente Technik".


    ***
    Aeria

    Realität ist nur etwas für Menschen mit zu wenig Phantasie.


  • Einige der hier genannten Überlegungen sind sehr, sehr interessant. Ihr denkt so gut mit, dass es immer schwerer wird, euch zu überraschen ... :) ;)


    Liebe Grüße
    Andreas


    Hat das Kosmotop denn nur die Leserunde als Zielgruppe? Mit Freunden alle paar Tage ein paar Seiten des Buches diskutieren ist nicht unbedingt der übliche Lesestiel, oder?

  • Hat das Kosmotop denn nur die Leserunde als Zielgruppe? Mit Freunden alle paar Tage ein paar Seiten des Buches diskutieren ist nicht unbedingt der übliche Lesestiel, oder?


    Zielgruppe von "Das Kosmotop" sind alle Leser, die ein groß angelegtes, hoffentlich intelligentes Weltraumabenteuer mögen. Ich gehe davon aus, dass diese Lesegruppe aus solchen Personen besteht, beziehungsweise aus Leuten, die bereit sind, sich auf ein Leseabenteuer einzulassen. Für den Autor ist es immer interessant zu erfahren, wie der Leser auf das Buch und bestimmte Passagen darin reagiert. Ich habe bisher die Erfahrung gemacht, dass der offene Gedankenaustausch in diesem Forum besonders intensiv ist.


    Liebe Grüße
    Andreas


  • Ich glaube auch, dass die ganze Jagd auf Corwain und die Intrige gegen die Kompetenz schon von sehr langer Hand geplant worden sind. Wie sonst hätte Sibal so schnell reagieren können und den Klon erschaffen lassen?
    Haben die Mahé das Schiff der Veritas angegriffen oder war es ein weiterer Gegner?


    Ich denke auch, dass das schon länger in Planung ist. Vielleicht nicht genau so, aber allgemein, und Corwain ist nun das konkrete Opfer, das sie benutzen, um ihre Ziele zu erreichen. Das ist alles so verstrickt, das kann gar nicht in kurzer Zeit geplant worden sein. Bin echt gespannt, welche Motive noch dahinter stecken und was wir, Corwain und auch die Kompetenz noch gar nicht wissen. Die Mahé und die Incera scheinen ja sowieso mehr drauf zu haben, als von allen anderen vermutet wurde.

  • Andreas hatte recht: meine Frage bzgl. dem Wachstum der Klone hat sich direkt am Anfang dieses Abschnitts geklärt. Wachstumsstimulatoren beschleunigen somit das Wachstum des Klons.


    Die Rache von Sibal kam ja verdammt schnell, aber wenn Kallisto und Guirgis recht haben mit dem Verdacht, daß das alles schon von langer Hand geplant war, wundert es mich nicht, daß das so schnell ging. Und es deutet wirlich einiges daraufhin, daß die Incera mit den Mahé gemeinsame Sache machen. Warum gelingt es den Incera, den Ereignishorizont des Kosmotops wieder zu verlassen und den anderen nicht? Machen sie mit dem Kosmotop irgendwie "gemeinsame Sache" ?


    Und was hat es mit den X-Artefakten auf sich, die zeitgleich mit dem Auftauchen des Kosmotops angefangen haben, zu kommunizieren?


    Das Kapitel „Intervention“ mit den verschiedenen Faktoren kann ich noch nicht einordnen. Obwohl, der Ausspruch: „Wir sind nicht vier, sondern fünf!“ könnte auf die X-Artefakte deuten. Bekommen wir hier die Kommunikation zwischen ihnen mit? Aber wer oder wo ist das fünfte X-Artefakt? Vielleicht das Kosmotop? Wer ist dann das Fremde, das die Kontrolle übernommen hat, die Stimme, die der Lenker schon immer hörte, oder die neue leise Stimme, die den Lenker auf seine Seite ziehen möchte? Welche Wahrheit des Saals ist die wirkliche? Ist das auch Jassid oder nicht?


    Zuerst war ich überrascht, daß die Veritas sich doch auf Lundblad aufhalten soll, aber das war nur ein Avatar. Und auch hier sind die Mahé und Incera wieder schneller gewesen, für Solace und Corwain geht das knapp aus – nur gut, daß Rahel ihm irgendwann die Geheimgänge gezeigt hatte.
    Dafür läßt die Kompetenz Corwain nun doch ziemlich schnell fallen – oder vielleicht auch nicht? Immerhin lassen sie ihm das Schiff, das ihnen zu helfen scheint, vielleicht wendet sich die Kompetenz im Vordergrund gegen Corwain, aber im Hintergrund geben sie ihm die Hilfe, die er braucht, um die Veritas zu finden. Das Schiff finde ich sehr sympathisch, wenn man das von einem Schiff sagen kann.


  • “Datengeflüster lag in der Luft, raunte wie Wind in den Baumwipfeln eines nahen Waldes.” (S. 92) Das ist ja richtig romantisch! ;)


    Das ist wirklich eine tolle Formulierung.



    Auf die Beantwortung dieser Fragen bin ich auch gespannt! Kann mir noch nicht so viel vorstellen, auch was die Motive des Kosmotops angeht...


    Ich auch.



    Ein Gebäudekomplex, der sich selbst zerstört und dann wieder aufbaut - ich brauche auch so eines. Kein Putzen mehr! Reset drücken und alles wird neu.


    Mensch, das ist die Idee ;D

  • Naja, er könnte noch die genauen chemischen oder wasauchimmer Vorgänge erklären, wie so ein Wachstumssimulator funktioniert, aber davon schwirrt doch den meisten nur der Kopf. ;)


    Schon, aber warum nicht mehr Klone produzieren? Kann man die Nadel nicht kopieren? Hat das die Kompetenz einen Finger drauf? Überhaupt: Menschen sind ziemlich abhängig...


  • Naja, er könnte noch die genauen chemischen oder wasauchimmer Vorgänge erklären, wie so ein Wachstumssimulator funktioniert, aber davon schwirrt doch den meisten nur der Kopf. ;)


    Och, lass mal - ich bin schon froh, einen Punkt abhaken zu können :D



    Schon, aber warum nicht mehr Klone produzieren? Kann man die Nadel nicht kopieren? Hat das die Kompetenz einen Finger drauf? Überhaupt: Menschen sind ziemlich abhängig...


    Das habe ich mich auch schon gefragt, wer für die "Verwaltung" der Nadeln zuständig ist. Und ja, die Menschen sind dadurch ziemlich abhängig - aber zum jetzigen Zeitpunkt gibt es auch nicht viel Möglichkeiten für sie, wenn sie nicht in den nächsten Jahrzehnten vollends aussterben wollen. Mal sehen, ob sich in Sachen Fruchtbarkeit doch noch eine Möglichkeit ergibt, von denen Andere womöglich wissen, nur die Menschen nicht.

  • .. jetzt ist die Story voll in Fahrt und ich fiebere beim Lesen so richtig mit Corwain! Klasse :-)


    Es sind oft die einfachen Sätze über das Sein, die es mir besonders angetan haben und bei denen ich gerne verweile und sie auf mich wirken lasse:


    "Ich möchte nicht null werden", zwitscherte Solace. (Seite 120). So einfach, so wahr - drückt es doch die ganze Dramatik des Seins und Vergehens aus. Solche Textpassagen haben es mir besonders angetan, verdeutlichen sie mir doch auch immer wieder meine eigene Vergänglichkeit. So wie auch der Satz auf Seite 81: Zehn Minuten später war der Klon in den Biomassevorrat des Erneuerungssystems zurückgeführt worden. Auch wenn es bei uns Menschen keine 10 Minuten, sondern eher 10 Jahre dauert – im Prinzip ist es der gleiche Vorgang, oder?