05: "Schatten" - Ende

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  • Da ich die nächsten 4 Tage in der Schweiz bin und nicht weiß, wie ich online sein werde, möchte ich heute auch noch gleich meine Eindrücke zum letzten Abschnitt schreiben :winken:


    Unsere Charaktere begegnen den Verlorenen schneller als ihnen lieb ist: nur gut, daß Amelie das Bitte ausspricht, der wie ein Schlüssel wirkt. Ich war auch erstaunt, daß sie teilweise noch sprechen können, aber verständlich, wenn die Verwandlung irgendwann ins Stocken gekommen ist. Die Erklärung erhalten wir ja später noch, warum das der Fall sein kann. Amelie erkennt als Erste, daß die Verlorenen einfach nur versorgt werden möchten. Nihls Reaktion darauf zeigt, wie empathisch die Shivaja sind, er wird direkt von starken Schuldgefühlen geplagt. Genauso bei dem Gedanken, daß er Lillyn nicht früh genug "eingefangen" hat. Die Shivaja tun der geschundenen Welt nur gut.


    Ohweia, das Ilrisrankenkarussell wäre nichts für mich gewesen, da hätte ich wohl die Waldtiere gefüttert :D Derlyns Unsicher- und Zerrissenheit, je näher sie sich dem Dorf nähern, kann ich gut nachvollziehen: außerhalb der Barriere war er endlich mal angenommen und geliebt, nun hat er Angst, daß er wieder nur der Außenseiter ist und daß Amelie sich womöglich deswegen von ihm zurückzieht. Gut, daß Amelie nun voll zu ihm steht - und macht das auch bei hren Eltern direkt klar -, wie auch seine Mutter. Die Szene mit Viktor fand ich sehr rührend, da mußte ich das eine oder andere Tränchen verdrücken.


    Daß sie den Dorfbwohnern noch nicht die ganze Wahrheit über die Schatten erzählen, ist vielleicht wirklich kein Fehler, um Unruhen zu vermeiden, besser das Ganze lieber langsamer angehen, bis sie bereit sind, Lillyn als Verwandelte bei sich im Dorf zu empfangen. Toll, daß ihre Mutter ihre Trauer überwinden kann und die Chance für ihre Tochter sieht. Wer weiß, ob sie als Mutter nicht spürt, daß die Shivaja'na genauso über menschliche Gefühle verfügen, auch wenn sie sie nicht verbal ausdrücken können. Und noch eine Überraschung: Dareks Sohn Arne ist gar nicht tot - wie schön! Aber Darek hätte sicherlich immense Probleme damit gehabt, daß sein Sohn ein Schatten ist.


    Viktor ist doch immer noch für eine Überraschung gut: er hat sich ein geheimes Versteck mit einem Generator eingerichtet! Es ist also ein Virus, den die Natur geschaffen hat und für die Infizierten die Rettung bedeutete. Warum die Umwandlung aber nicht bei jedem Vergifteten funktioniert, kann er auch aufklären.


    Meine Rezension für dieses schöne Buch stelle ich dann nächste Woche ein.

  • Ich bin auch durch und sehr traurig, dass ich diese Charaktere jetzt verlassen muss :'(


    Der letzte Abschnitt und das Ende haben mir sehr gut gefallen. Ich es fühlt sich sehr stimmig an die Geschichte an diesem Punkt zu verlassen. Ich habe ein gutes Gefühl, dass die Dorfbewohner das gemeinsame Leben mit den Shivaja`na gut hinbekommen werden, auch wenn es sicher noch eine Weile brauchen wird, bis sich alle daran gewöhnt haben.


    Die Liebesgeschichte wird auch im Dorf fortgeführt und auch gegenüber den anderen Jugendlichen und den Erwachsenen öffentlich gemacht, was mir gut gefällt - die Beiden passen einfach sehr gut zueinander und haben so viel miteinander erlebt, dass sie jetzt auch zu ihrer Liebe stehen können.


    Bei Viktor hatte ich ja immer gehofft, dass er nochmal etwas forschen und einen positiven Beitrag leisten kann. Klasse, dass es geklappt hat. Auch wenn die anderen Dorfbewohner echt sauer auf ihn sein könnten...nicht nur, dass er für die Katastrophe mit verantwortlich war, nein er hatte auch noch einen Generator bei sich versteckt.


    Sehr gut gefallen hat mir der Epilog. Lillyns Perspektive hat für diesen Handlungsteil ein sehr versönliches Ende bereitet.



    Die Szene mit Viktor fand ich sehr rührend, da mußte ich das eine oder andere Tränchen verdrücken.


    Mir ging es genau so - für mich eine der besten Szenen im Buch :herz:


    Trotz dieser sehr positiven Entwicklung für alle Beteiligten habe ich aber nicht das Gefühl, dass das Buch zu sehr bzw zu künstlich auf ein Happy-End aus war. Ich finde es sehr stimmig und bin froh, dass alles so gekommen ist.


    Meine Rezension folgt Anfang der Woche, da ich am Wochenende nicht genügend Muße haben werde ;)


    Vielen lieben Dank an Tanja für dieses wunderbare Buch und an die anderen MitleserInnen für interessante Diskussionen :)

  • Ach ja, es ist so schade, dass das Buch schon zu Ende ist, es war wirklich sehr schön.
    Ich hätte allerdings noch eine Frage an Tanja. Könntest du noch mal etwas genauer erläutern, was das Virus bewirkt und vielleicht wie das Gift an sich gewirkt hat? Wenn der Virus dafür sorgt, dass das Gift in die Zellen kommt, ist dass dann nicht eigentlich schlecht? Oder ist hier das "langsam" wichtig, welches den Zellen eine Anpassung ermöglicht? Und kam das Gift vorher nicht auch schon in die Zellen? Wenn es gasförmig ist, kann es ja durch Zellmembranen hindurch. Wodurch werden die Vergiftungserscheinungen ausgelöst? Wird das Virus inaktiviert, sobald kein Gift mehr im Körper ist?



    Unsere Charaktere begegnen den Verlorenen schneller als ihnen lieb ist: nur gut, daß Amelie das Bitte ausspricht, der wie ein Schlüssel wirkt. Ich war auch erstaunt, daß sie teilweise noch sprechen können, aber verständlich, wenn die Verwandlung irgendwann ins Stocken gekommen ist. Die Erklärung erhalten wir ja später noch, warum das der Fall sein kann. Amelie erkennt als Erste, daß die Verlorenen einfach nur versorgt werden möchten. Nihls Reaktion darauf zeigt, wie empathisch die Shivaja sind, er wird direkt von starken Schuldgefühlen geplagt. Genauso bei dem Gedanken, daß er Lillyn nicht früh genug "eingefangen" hat. Die Shivaja tun der geschundenen Welt nur gut.


    Ich war schon sehr gespannt auf die wahren "Schatten". Ich stelle sie mir sehr beängstigend vor, aber zum Glück regieren sie ja auf "Bitte". Ich finde es gut, dass auch diesen Kreaturen ein Platz im Leben zugestanden wird, und das Nihl es nicht über sich bringt, sie zu töten, macht ihn nur noch sympathischer. Obwohl sie ja erkennen, was die Schatten wollen zeigt mir diese Szene allerdings, das auch die Shivaja manchmal Vorurteile hegen können. Schließlich hatten sie ja auch Angst vor Angriffen.



    Ohweia, das Ilrisrankenkarussell wäre nichts für mich gewesen, da hätte ich wohl die Waldtiere gefüttert :D Derlyns Unsicher- und Zerrissenheit, je näher sie sich dem Dorf nähern, kann ich gut nachvollziehen: außerhalb der Barriere war er endlich mal angenommen und geliebt, nun hat er Angst, daß er wieder nur der Außenseiter ist und daß Amelie sich womöglich deswegen von ihm zurückzieht. Gut, daß Amelie nun voll zu ihm steht - und macht das auch bei hren Eltern direkt klar -, wie auch seine Mutter. Die Szene mit Viktor fand ich sehr rührend, da mußte ich das eine oder andere Tränchen verdrücken.


    Die Ilrisranke wäre für mich auch nichts gewesen. Zum einen habe ich Höhenangst, zum anderen Arme, die mit Pudding gefüllt sind :D.
    Mir tat Derlyn auch ein wenig Leid. Es war sicher keine leichte Entscheidung für ihn. Auf der einen Seite seine Schwester Kyll und die Shivaja, die ihn mit offenen Armen empfangen und auf der anderen Seite seine Mutter, Amelie, und das Tal in dem er aufwuchs, aber immer irgendwie ein Außenseiter war. Ich finde es auch sehr gut, das Viktor ihm da eine Stütze ist und ihm sagt, wie viel er ihm bedeutet. Das hat ihm sicher gut getan. Und das Amelie so offen zu ihm steht finde ich super, aber ich hatte auch nichts anderes von ihr erwartet, schließlich ist sie ein sehr offener und ehrlicher Mensch :)



    Daß sie den Dorfbwohnern noch nicht die ganze Wahrheit über die Schatten erzählen, ist vielleicht wirklich kein Fehler, um Unruhen zu vermeiden, besser das Ganze lieber langsamer angehen, bis sie bereit sind, Lillyn als Verwandelte bei sich im Dorf zu empfangen. Toll, daß ihre Mutter ihre Trauer überwinden kann und die Chance für ihre Tochter sieht. Wer weiß, ob sie als Mutter nicht spürt, daß die Shivaja'na genauso über menschliche Gefühle verfügen, auch wenn sie sie nicht verbal ausdrücken können. Und noch eine Überraschung: Dareks Sohn Arne ist gar nicht tot - wie schön! Aber Darek hätte sicherlich immense Probleme damit gehabt, daß sein Sohn ein Schatten ist.


    Ich finde die Entscheidung, nicht allen gleich die ganze Wahrheit zu sagen auch richtig. Schließlich hatten dien Menschen jahrelang Angst vor den Schatten. Es ist sicher besser, wenn sie sich langsam an sie gewöhnen und lernen, sie zu akzeptieren.
    Ich habe mich sehr für Lillyn gefreut, ihre Mutter hat es ja gut aufgenommen und den Epilog aus Lillyns Sicht fand ich sehr schön, weil es zeigt, wie wohl sie sich fühlt. Und mit Arne gibt es bestimmt bald viele kleine Shivaja's :-[
    Ich hab mich auch sehr gefreut, dass Arne noch lebt und hoffe, dass sich Darek bei dem Gedanken im Grab umdreht ;D



    Trotz dieser sehr positiven Entwicklung für alle Beteiligten habe ich aber nicht das Gefühl, dass das Buch zu sehr bzw zu künstlich auf ein Happy-End aus war. Ich finde es sehr stimmig und bin froh, dass alles so gekommen ist.


    Da kann ich mich nur anschließen. Es war ein schön stimmiges Ende, das nicht konstruiert wirkte. Ich hoffe Menschen und Shivaja leben in Zukunft gemeinschaftlich zusammen. Davon können vor allem die Menschen sicher nur profitieren.


    Ich versuche meine Rezension am Wochenende zu schreiben, habe aber noch eine kleine Liste abzuarbeiten.


    Ein dickes Dankeschön schon mal an Tanja und all die Mitleser. Gemeinsam lesen ist doch immer wieder eine tolle Erfahrung, die einen bereichert und das Buch noch intensiver wahrnehmen lässt. :winken::lesen:

  • Da hab ich mich gestern so sehr auf den letzten Abschnitt gefreut und dann waren es gar nicht mehr so viele Seiten. Die Story hätte gern noch weiter gehen können.


    Unsere Freunde kehren also ins Tal zurück und alle freuen sich wie verrückt, weil sie geglaubt haben, dass alle tot sind. Da hab ich mich gefragt wie lange Amelie und Co eigentlich genau weg waren?


    Bei dem Torwächter Piet musste ich irgendwie ein einen Norddeutschen denken, der normalerweise Plattdeutsch spricht, keine Ahnung wieso.


    Ich hatte wirklich gedacht, dass die Schattenwesen böse sind, dabei wollten sie nur Nahrung. Ist aber auch echt komisch gewesen, dass die Shivaja den Tieren helfen und mit ihnen im Einklang leben und mit den Schatten, die sie ja irgendwo selbst geschaffen haben, machen sie das nicht. Schade, aber nun wird sich das ja ändern.


    Schön beschrieben fand ich den Zwiespalt, in dem Derlyn steckt, denn er weiß ja nicht, ob er zu Ella ins Tal heimkehren soll oder bei seiner „richtigen“ Familie bleiben soll. Zum Glück entscheidet er sich für Amelie.


    Die Offenbarung, dass für die Umwandlung ein Virus verantwortlich ist, das fand ich sehr interessant und deutlich schlüssiger als nur zu sagen, dass das Blut dafür gesorgt hat. Dann war es nämlich der Virus in dem Blut, der für das Gelingen gesorgt hat, genial. Die Natur lässt sich halt doch immer etwas einfallen, um das auszumerzen was der Mensch verursacht hat.


    Auch glücklich gelöst fand ich, dass Lillyns Mutter zu den Shivaja geht, um bei ihrer Tochter zu sein, das hat mich echt gerührt. Auch, dass Lillyn einen neuen Verbündeten hat, nämlich Arne, war klasse. Dareks Sohn war also gar nicht tot, sondern nur verwandelt.


    Vermisst habe ich die Reaktionen der anderen Jugendlichen auf die Beziehung von Derlyn und Amelie.


    Ich fand die Geschichte jedenfalls spannend und wirklich mal was anderes. Werde also heute mal über meine Rezension grübeln…

    "Das Buch als Betriebssystem ist noch lange nicht am Ende" (H.M. Enzensberger)


  • Ohweia, das Ilrisrankenkarussell wäre nichts für mich gewesen, da hätte ich wohl die Waldtiere gefüttert :D


    In jungen Jahren hätte ich das total genial gefunden, aber mittlerweile bin ich nicht mehr so magenfest und es wäre mir danach sicher nicht sonderlich gut gegangen. :D



    Derlyns Unsicher- und Zerrissenheit, je näher sie sich dem Dorf nähern, kann ich gut nachvollziehen: außerhalb der Barriere war er endlich mal angenommen und geliebt, nun hat er Angst, daß er wieder nur der Außenseiter ist und daß Amelie sich womöglich deswegen von ihm zurückzieht.


    Ja die Zweifel von Derlyn waren gut rüber gebracht und man konnte ihn total gut verstehen. Wer will schon gerne zu den Außenseitern gehören?

    "Das Buch als Betriebssystem ist noch lange nicht am Ende" (H.M. Enzensberger)

  • [quote author=Lunas Leseecke]Ich hätte allerdings noch eine Frage an Tanja. Könntest du noch mal etwas genauer erläutern, was das Virus bewirkt und vielleicht wie das Gift an sich gewirkt hat? Wenn der Virus dafür sorgt, dass das Gift in die Zellen kommt, ist dass dann nicht eigentlich schlecht? Oder ist hier das "langsam" wichtig, welches den Zellen eine Anpassung ermöglicht? Und kam das Gift vorher nicht auch schon in die Zellen? Wenn es gasförmig ist, kann es ja durch Zellmembranen hindurch. Wodurch werden die Vergiftungserscheinungen ausgelöst? Wird das Virus inaktiviert, sobald kein Gift mehr im Körper ist?[/quote]
    Die Gifte, die man in das Gestein gepresst hat waren flüssig und sickerten in das Grundwasser. Die Menschen konnten dies nicht riechen und auch nicht schmecken und man merkte es zu Anfang auch nicht. Später wurde es dann vertuscht, man wollte es zwar stoppen, da war es aber schon zu spät. Die Menschen nahmen das Gift also mit dem Wasser auf. Normalerweise kann das nicht so einfach in die Zellen dringen (wie ich recherchiert habe), bzw reines Gift führt zum Tod, man kann eigentlich nicht mutieren. Das Gift hat also den Körper regelrecht angegriffen. Hier kommt der Virus ins Spiel. Es ist eigentlich ein Grippevirus, der sich aber sehr rasch verbreitet hat, und nicht tödlich ist. Ein Virus hat ja die Eigenschaften Stoffe des Körpers in Zellen zu transportieren, das tat er auch hier. Das Gift wurde also bei den Infizierten in die Zellen transportiert und dort bewirkte es Veränderungen im Körper, bzw der Körper konnte sie an das Gift anpassen! Der Infizierte hat sich dann mit den Jahren immer weiter angepasst, also du hast recht, wenn du sagst, dass das Langsame wichtig ist. Soll heißen, es dauerte besonders am Anfang recht lange und viele sind trotzdem gestorben. Alina (die Mutter) hat dann die Infizierten gut versorgt, sie beschützt, das besserte natürlich ihre Chancen. Ist die Umwandlung komplett, kommt der Körper mit der Chemie klar, neutralisiert die Stoffe. Auch der Virus wird durch den eigenen Körper inaktiv geschaltet. Kommt das Virus allerdings in einen neuen Organismus, der keine Abwehrkräfte dagegen besitzt, wird er wieder aktiv und alles beginnt von vorne. Ich glaube, schwierig wird es, wenn du vor der Vergiftung schon Kontakt zu dem Virus hattest, dann kämpft der Körper dagegen an und vernichtet es quasi zu schnell. So entstehen dann die Schatten, die nur halb verwandelt sind. Zum Glück kommt das recht selten vor.



    Zitat

    Ich hab mich auch sehr gefreut, dass Arne noch lebt und hoffe, dass sich Darek bei dem Gedanken im Grab umdreht


    Jaah, so in etwa hab ich mir das auch vorgestellt. He he he :D



    [quote author=Nicigirl85]Da hab ich mich gefragt wie lange Amelie und Co eigentlich genau weg waren?[/quote]
    Whoa, da stellst du eine gute Frage. Ich hatte das genau ausgetüftelt, dann sogar mit der Lektorin nochmal besprochen und jetzt weiß ich es gar nicht mehr so genau. Ich meine, es waren aber schon so an die zwei Wochen, wenn ich mal nachrechne.


  • [quote author=Nicigirl85]Da hab ich mich gefragt wie lange Amelie und Co eigentlich genau weg waren?


    Whoa, da stellst du eine gute Frage. Ich hatte das genau ausgetüftelt, dann sogar mit der Lektorin nochmal besprochen und jetzt weiß ich es gar nicht mehr so genau. Ich meine, es waren aber schon so an die zwei Wochen, wenn ich mal nachrechne.
    [/quote]


    Ich stelle gern komplizierte Fragen. ;D


    Na ja die Protagonisten erleben ja so viel, da hätten sie ja auch einen Monat oder länger unterwegs sein können. Nun ja und da Lylinn sich wandelt, was ja auch Wochen oder gar Monate dauern kann, hätte es auch gut sein können, dass viel mehr Zeit vergangen ist als wir Leser vermutet haben...

    "Das Buch als Betriebssystem ist noch lange nicht am Ende" (H.M. Enzensberger)

  • Ich bin so aufgeregt! Auf dem Weg ins Tal begegneten sie ja den Schatten, derer die sich nicht zu einem Shivaja entwickelte, und die Kreaturen griffen sie an. Erst machte ich mir Sorgen um Nihl, denn er wurde ja weggezogen und ich hoffte, dass er nicht getötet wird. Ich fieberte richtig mit. Derlyn und Amelie stiegen ab und rannten hinterher, bis Amelie von einem der Kreaturen zu Boden gezerrt wurde und da dachte ich "Mist, dass Ding wird sie töten!" aber dem war nicht so. Scheinbar ist BITTE ein Wort, dass die Kreaturen zur Vernunft bringt aber ich war da echt noch skeptisch bis Amelie das bei der weiblichen Kreatur angewendet hat, damit diese sich von Derlyn löste. Irgendwie magisch. ;D


    Das mit dem Jungen, der sich nicht weiter entiwickelte, fand ich sehr gruselig.
    Scheinbar sind diese Wesen angriffslustig gewesen und irgendwie beschlich mich das gefühl, dass diese völlig missverstanden werden und sie deshalb so agressiv gegen die anderen vorgingen.


    Ihre Situation bezüglich Lillyn's Mutter, was sie ihr sagen sollten, ist sehr aufregend, denn da kommt die Frage auf, was die Mutter besser verkraftet und wie nimmt sie das auf? und ich kenne das Gefühl, war selbst schon in so einer Lage, wo ich einer Mutter eine schlechte Nachricht überbracht habe.


    Die Rückkehr ins Tal und der "Empfang" waren echt rührend. Das Amelie nun Derlyn mit einbezieht finde ich sehr große Klasse, eine typisch ehrliche und wundervolle Beziehungn die die beiden führen. Das Viktor sich ein Herz fasst und Ella erzählte was er mit der Verseuchung zu tun hatte finde ich toll, daran merkte ich, seine Liebe war größer als alles andere zu ihr aber sie wusste es schon und es war ihr egal, was mich sehr berührte, denn DAS ist wahre Liebe für mich. :herz:


    Als Viktor Amelie und Derlyn zu sich gerufen hab war ich etwas irritiert und fragte mich was er von ihnen will. Als er ihnen das mit dem Virus sagte, dass es ein Virus war der sie gererttet hat, kam in mir erleichterung auf, denn ich befürchtete echt nichts gutes.


    Im Epilog ging es um Lillyn, ihre verwandelte Gestalt, und ich muss echt sagen, als Viktor das sagte, dass nicht alle Vergifteten auf den Virus anspringen und sich verwandeln, dachte ich Lillyn schafft es nicht aber nun, wo sie im Epilog überlebte, machte sich Erleichterung in mir breit. Lillyn hatte es, in meinen Augen, nicht verdient zu sterben, nicht so jung.


    Das Ende war richtig schön. Lillyn ging an der Hand ihrer Mutter zum ersten mal in das Tal und da, da bin ich ehrlich, kullerten mir ein zwei Tränchen über die Wangen. ;D


    Schade das ich nun am Ende bin, mir gefiel das Buch echt total gut. :)

  • Irgendwie kam das Ende für mich dann jetzt doch etwas schnell. Ich hätte mir irgendwie noch mehr erwartet.



    Unsere Charaktere begegnen den Verlorenen schneller als ihnen lieb ist: nur gut, daß Amelie das Bitte ausspricht, der wie ein Schlüssel wirkt. Ich war auch erstaunt, daß sie teilweise noch sprechen können, aber verständlich, wenn die Verwandlung irgendwann ins Stocken gekommen ist. Die Erklärung erhalten wir ja später noch, warum das der Fall sein kann. Amelie erkennt als Erste, daß die Verlorenen einfach nur versorgt werden möchten. Nihls Reaktion darauf zeigt, wie empathisch die Shivaja sind, er wird direkt von starken Schuldgefühlen geplagt. Genauso bei dem Gedanken, daß er Lillyn nicht früh genug "eingefangen" hat. Die Shivaja tun der geschundenen Welt nur gut.


    Es tut mir wirklich leid, daß mich schon wieder etwas an der Geschichte stört :-[. Aber für mich war dieses Zusammentreffen der "Verlorenen" irgendwie unnötig und das Heldentum der Shivaja etwas zu viel. Würdet Ihr die Euren eher selbst opfern als einen anderen zu töten? Ich glaube hier bin ich doch zu egoistisch für. Außerdem hat das Zusammentreffen mit den Verlorenen für mich nichts wirklich zu der Geschichte beigetragen. Diese Handlung war spannend und dann auch wieder durch das Bitte fast zu einfach beendet.



    Ohweia, das Ilrisrankenkarussell wäre nichts für mich gewesen, da hätte ich wohl die Waldtiere gefüttert :D Derlyns Unsicher- und Zerrissenheit, je näher sie sich dem Dorf nähern, kann ich gut nachvollziehen: außerhalb der Barriere war er endlich mal angenommen und geliebt, nun hat er Angst, daß er wieder nur der Außenseiter ist und daß Amelie sich womöglich deswegen von ihm zurückzieht. Gut, daß Amelie nun voll zu ihm steht - und macht das auch bei hren Eltern direkt klar -, wie auch seine Mutter. Die Szene mit Viktor fand ich sehr rührend, da mußte ich das eine oder andere Tränchen verdrücken.


    Mich wundert es ein wenig, daß ihm das auf einmal so stört. Denn zum Anfang der Geschichte hatte man schon das Gefühl, daß er mit einer gehörigen Portion Selbstbewußtsein ausgestattet ist und er es vielleicht schade findet, daß die Anderen sich nicht mit ihm beschäftigen wollen. Er aber trotzdem recht gut damit klar kommt. Außerdem glaube ich ist er jetzt in einer vollkommen anderen Situation, er weiß das es Menschen gibt die genauso sind wie er. Das ist doch vom Gefühl etwas Anderes denke ich.



    Viktor ist doch immer noch für eine Überraschung gut: er hat sich ein geheimes Versteck mit einem Generator eingerichtet! Es ist also ein Virus, den die Natur geschaffen hat und für die Infizierten die Rettung bedeutete. Warum die Umwandlung aber nicht bei jedem Vergifteten funktioniert, kann er auch aufklären.


    Das es mal funktioniert und mal nicht, finde ich jetzt überhaupt nicht so ungewöhnlich. Für mich ist das vergleichbar mit den Erkrankungen die wir haben, mal verläuft eine Krankheit schwer und manchmal nur latent ohne Spätfolgen.



    Bei Viktor hatte ich ja immer gehofft, dass er nochmal etwas forschen und einen positiven Beitrag leisten kann. Klasse, dass es geklappt hat. Auch wenn die anderen Dorfbewohner echt sauer auf ihn sein könnten...nicht nur, dass er für die Katastrophe mit verantwortlich war, nein er hatte auch noch einen Generator bei sich versteckt.


    Auf der anderen Seite, was hätte der Generator ihnen so wirklich viel genützt. Denn wie es scheint haben sie keine Gerätschaften die sie mit ihm betreiben würden.




    Ich finde die Entscheidung, nicht allen gleich die ganze Wahrheit zu sagen auch richtig. Schließlich hatten dien Menschen jahrelang Angst vor den Schatten. Es ist sicher besser, wenn sie sich langsam an sie gewöhnen und lernen, sie zu akzeptieren.
    Ich habe mich sehr für Lillyn gefreut, ihre Mutter hat es ja gut aufgenommen und den Epilog aus Lillyns Sicht fand ich sehr schön, weil es zeigt, wie wohl sie sich fühlt. Und mit Arne gibt es bestimmt bald viele kleine Shivaja's :-[
    Ich hab mich auch sehr gefreut, dass Arne noch lebt und hoffe, dass sich Darek bei dem Gedanken im Grab umdreht ;D


    Ich bin ja trotz Tanjas Erklärung ein paar Abschnitt weiter immer noch nicht so ganz damit zufrieden, daß die Menschen sich den Schatten nie wirklich mehr genähert haben. Einfach, weil es für mich nicht zur menschlichen Neugierde usw. passt. Ein Teil von mir kann die Beweggründe warum sie den Menschen noch nicht Alles über die Schatten zwar verstehen. Auf der anderen Seite finde ich es in so einer Gemeinschaft immer schwierig, wenn anderen doch recht wichtiges Wissen vorenthalten wird. So etwas kann doch schnell dazu führen, daß es in den falschen Händen als Macht missbraucht wird.


    Ein ganz herzlichen Dank an Alle für die Leserunde und an Dich Tanja für die schöne Leserundenbegleitung.


  • Nun ja und da Lylinn sich wandelt, was ja auch Wochen oder gar Monate dauern kann, hätte es auch gut sein können, dass viel mehr Zeit vergangen ist als wir Leser vermutet haben...


    Also der Epilog spielt auf jeden Fall auch später!



    [quote author=Christine]Aber für mich war dieses Zusammentreffen der "Verlorenen" irgendwie unnötig und das Heldentum der Shivaja etwas zu viel. Würdet Ihr die Euren eher selbst opfern als einen anderen zu töten? Ich glaube hier bin ich doch zu egoistisch für. Außerdem hat das Zusammentreffen mit den Verlorenen für mich nichts wirklich zu der Geschichte beigetragen. Diese Handlung war spannend und dann auch wieder durch das Bitte fast zu einfach beendet.[/quote]
    Ich fand das für mich im Nachhinein sehr wichtig, auch für die Welt, die ich erschaffen hatte. Diese Verlorenen kamen in meinen Gedanken anfangs überhaupt nicht vor. Aber ich stockte plötzlich an einer Stelle und wusste, dass etwas fehlt. Die Welt erschien mir plötzlich zu perfekt und das passte überhaupt nicht. Die Natur funktioniert eben nicht immer so, wie man es gerne möchte und ich brauchte noch einen Zwiespalt. Ich dachte dann tagelang darüber nach, bis ich das Ganze mal aus einer anderen Perspektive sah und andere Gedanken zuließ. Da waren dann plötzlich diese anderen Wesen, die ich in meinem Kopf auch erstmal erforschen musste. Die Geschichte verlief dann völlig intuitiv weiter, ich ließ die Figuren einfach machen. Über dieses "Bitte" war ich selbst erstaunt, musste dann aber immer wieder daran denken, wie meine Mutter als Kind zu mir sagte: "Wie heißt das Zauberwort?" Ich konnte irgendwie nicht anders, als das zu verbinden. Ich wollte die wahren Schatten auch nicht zu düster und böse darstellen, das wäre so schwarz/weiß.
    Und töten ist schnell gesagt, aber schwer umzusetzen. Die Shivaja sind ein sehr junges Volk, kaum erwachsen geworden. Sie haben noch nie getötet, wuchsen durch Alinas Anleitung auf ganz bestimmte Weise auf. Das ist ja auch das, was Darek schließlich fast die Oberhand gewinnen lässt. Sie könnten kämpfen und schießen, scheuen aber davor, jemanden zu verletzen.
    Die Alten aus dem Tal hätten wohl auch egoistisch gehandelt und kurzen Prozess gemacht, weil sie noch aus der alten Gesellschaft waren. Die Shivaja sind aber etwas Neues, sie sollten etwas Besseres darstellen. Es hätte einfach nicht zu ihnen gepasst. Ich denke einfach, hier hätte jedes Volk/jede Gesellschaft individuell entschieden. Und oft ging es ja durchaus um Angehörige!


    Zitat

    Mich wundert es ein wenig, daß ihm das auf einmal so stört.


    Ich persönlich finde es nicht verwunderlich, denn es hatte ihn ja schon vorher belastet. Sicher ist er mit der Situation im Tal entsprechend umgegangen, aber er hat sich immer wie ein Außenseiter gefühlt. Ich kenne dieses Gefühl nur zu gut, man kann es noch so vertuschen, es lebt in einem. Und man darf auch nicht vergessen, wie jung er trotz allem noch ist. Mit 17 kann so ein Abenteuer einen schon in ein Gefühlskarussell reißen. Finde ich zumindest. :)


    Zitat

    Auf der anderen Seite, was hätte der Generator ihnen so wirklich viel genützt. Denn wie es scheint haben sie keine Gerätschaften die sie mit ihm betreiben würden.


    Doch, sie hatten Gerätschaften! Das ist am Anfang auch erwähnt. Die Schule hat ja sogar noch Lichter, die mal mit Strom betrieben wurden. Hier ging es auch eher um einen funktionierenden Generator, der ihnen fehlt und den Viktor verborgen hat, bzw auch den letzten Dieselkraftstoff.


    Noch mal zu Mensch und Schatten: Du hast schon recht, Menschen sind sehr neugierig und es wird sicher einige geben, die sich mehr damit beschäftigt haben. Es gibt ja auch andere Täler und jedes Tal lebt für sich. Dareks Leute haben sich ja auch auf ihre Weise damit auseinandergesetzt. In Amelies Tal lebten wiederum sehr einfache Menschen, die die Vergangenheit verdrängen wollten, die jede Gefahr (die nicht unmittelbar war) lieber ignorierten, als sie zu erforschen, um Frieden haben zu können. Auch herrschte hier wirklich die Angst vor, die von Generationen weitergegeben wurde. Ich gebe zu, ich hatte am Anfang durchaus das Szenario von dem Film "The Village" im Kopf. Ich wollte dieses Gefühl, was ich damals beim Anfang des Filmes hatte, aufleben lassen, weil ich diese Emotion schon sehr eindringlich fand. Es passte auch so perfekt. Man wird halt doch immer mal von einigen Dingen inspiriert.

  • Hallo, ich habe die Welt nun auch verlassen. Ich fand es richtig, die Schatten nochmal in eine Konfrontation mit den Erzeugern zu schicken. Es zeigt sehr deutlich, dass wir stets wissen, was andere falsch machen, aber das eigene Handeln nicht so kritisch durchleuchten. Amelies Frage ist für mich sehr gut. Sie haben an die Tiere gedacht, aber die Schatten wurden sich selbst überlassen. Sie haben sie einfach aufgegeben und eine Mauer gebaut, wie die Menschen im Tal und in einer härteren Version die Menschen um Darek, die eben auch im Besitz von Waffen waren und sich auf ihren Wanderungen sicher oft beschützen mussten.
    An der Stelle verstehe ich nicht, wieso sie sich nicht fortpflanzen können. Ich denke, sie wirkten, als ob sie etwas schützen und ich dachte sofort an Junge. Kommt mit dem Fortschritt der Verwandlung auch die Zeugungsfähigkeit zurück?
    Eigentlich können die wenigen der neuen Generation keine neue Gesellschaft bilden, denn in den anderen Tälern gibt es keine Mutter, also auch keine Betreuung. Damit sind sie isoliert und zu wenige für einen Neuanfang. Zumindest weiß ich das aus den SF Romanen, wo es um Generationenschiffe geht und wieviele Menschen man braucht um eine gesunde Zivilisation aufzubauen.
    Insgesamt viele schöne Ideen und gut geschrieben, am Ende für mich ein wenig zu viel Zucker (naja, er versüßt das Leben :) )

  • Schade, die Geschichte ist zu Ende. Ich habe mich mit der Geschichte sehr wohl gefühlt und mir hat das lesen wirklich sehr viel Spaß gemacht. Das Ende war für mich genau richtig. Zuerst das Treffen auf die zwölf Schatten, noch mal mit einer gehörigen Portion Spannung und dann das Rankenkarusell. Das war wirklich gut beschrieben. Derlyns Zweifel, ob Amelie auch im Dorf weiter so unbefangen mit ihm umgehen wird, konnte ich gut nachvollziehen. Es hat mich sehr gefreut das sie das dann auch wirklich in die Tat umsetzt. Und auch das Amelies Vater nicht ein paar böse Worte gegen Derlyn loslässt hat mich gefreut. Ich hatte schon befürchtet das er vielleicht nicht so offen damit umgeht.


    Und ganz zum Schluss haben wir auch noch etwas mehr über die Gedanken der Shivaja`na erfahren. Lillyn scheint sich in ihrer neuen Haut ziemlich wohl zu fühlen und hat ihre Erinnerungen nicht verloren. In Gedanken antwortet sie den sprechenden. Und auch sie scheint ihren Partner schon gefunden zu haben. Wirklich ein schöner Abschluss der Geschichte.

  • [quote author=Rhea]An der Stelle verstehe ich nicht, wieso sie sich nicht fortpflanzen können. [/quote]
    Ich befürchte tatsächlich, dass die Zwölf keine hohe Lebenserwartung haben, denn dadurch, dass sie den Virus bekämpft haben, konnte ihr Körper sich auch nicht vollendet an die chemischen Stoffe anpassen. Ihr Körper hat sich zwar auf andere Weise angepasst, aber ich denke, es ist ein schleichender Tod. Zu viel ist durch die Vergiftung zerstört worden. :(
    Die Shivaja'na können sich deshalb fortpflanzen, weil sie sich schnell genug angepasst haben durch den Virus. Es mag aber auch welche geben, die keine Kinder mehr bekommen können, je nachdem, wann sie mit dem Virus infiziert worden sind, bzw. wann die Wandlung begann.
    Beschützt haben die Zwölf das Flugzeugwrack, weil sie dort eine Zuflucht gefunden hatten.


    Zitat

    Eigentlich können die wenigen der neuen Generation keine neue Gesellschaft bilden


    Stimmt, ich denke, schlussendlich sind alle aufeinander angewiesen. Dies war ein erster Schritt und alles weitere muss sich sehr positiv weiterentwickeln. Ich denke aber, dass es in den nächsten Jahrzehnten keine Gesellschaft, wie wir sie kennen, geben wird. Das wird wohl noch sehr sehr lange dauern, wenn es überhaupt wieder so geschehen wird. Denn du hast recht, es sind sehr wenige. Erst einmal wird es wohl bei diesen kleinen Dorf-Familien bleiben. Allerdings darf man nicht außer Acht lassen, dass es noch unberührte Länder gibt!


    [quote author=Schattenhauch - Ruinen der Dämmerung]Nicht alle Länder hatten sich auf diese Bohrungen eingelassen. Einige hatten genug Erdschätze, andere waren immer skeptisch geblieben. Viele Inseln und fast alle nordischen Länder waren für die Menschen ein Rettungsanker gewesen. Auch hoffte man, dass die Algenwälder der Ozeane es genauso geschafft hatten, die Chemie zu neutralisieren. [/quote]


    Ist also nicht alle Hoffnung verloren.

  • Dann hoffen wir mal. Aber das heißt auch, dass es in den anderen Ländern weiter Technik und Konkurrenzdenken gibt. Ich glaube auch nicht, dass die Hoffnung im Zurück ist, denn das heißt ja nur: alles auf Anfang. Die Menschen wollen vorwärts, ein Stillstand hieße, den Verstand zurück entwickeln. Die Lösungen für die Menschheit müssen nach vorn gefunden werden.
    Man könnte ja sagen, es ist nicht alles auf Anfang, da ja inzwischen die Erfahrungen der Katastrophe vorhanden sind, aber hat uns die Erfahrung vor Kriegen beschützt?

  • In dem letzten Abschnitt des Buches passiert noch so einiges und das Ende wird spannenderweise offen gelassen.


    Sehr interessant fand ich das Zusammentreffen mit den eigentlich Schatten. Aus Furcht vor der Aggressivität ist nie herausgekommen, dass sie doch noch wenige Sachen verstehen oder gar rudimentär sprechen können. Ich finde das gut gemacht!
    Ein bisschen erstaunt hat mich Derlyn's Reaktion auf Amelie's neugierige Frage. Er merkt eindeutig, dass diese Wesen 'seinem' Volk sehr unheimlich sind, aber er scheint kein bisschen neugierig zu sein, wenn er sagt "Ich mag über diese seltsamen Wesen nicht reden." Normalerweise scheint er sehr besonnen zu sein und verschließt sich auch sonst nicht vor Dingen, vor denen andere Angst haben (große Höhen, Shivaja'na - mit der Angst vor ihnen ist er zum großen Teil seines Lebens aufgewachsen).
    Gleich danach wird eine Erklärung gegeben, dass ihm das Thema nahe ginge, weil er ein Kind der Vergifteten ist. War für mich nicht nachvollziehbar, aber vielleicht braucht das auch nur ein bisschen Zeit.
    Nihl widerum reagiert auf Viktor's Nachfrage meiner Meinung nach ein bisschen kindisch - oder es klingt zumindest so, wenn er (scharf) nachfragt "Glaubst Du, das könnte ich nicht?".


    Das Karussell im Wald hat mir sehr gut gefallen. Ich kann mir vorstellen, dass sowas irrsinnig Spaß macht, auch wenn die Höhe riskant erscheint.
    Was ich nicht ganz verstehe, sind Derlyn's Zweifel die ganze Zeit über, dass Amelie zu ihm stehen wird. Klar, sind sie im Tal aus verschiedenen "Welten". Aber ihre Verbindung zueinander scheint so tief zu gehen, dass ich mich wundere, warum er das so doll anzweifelt. Gerade auch, weil Amelie ja eigentlich ein sehr offener Mensch ist und sich nie großartig verstellt hat. Warum ist ihm das so wichtig? Sonst hat er auch nicht viel (also nur wenig) auf die Meinung der anderen gegeben.


    Erstaunt hat mich auch, dass Derlyn erst später "wusste", dass er Ella alles erzählen würde. So wie ich das verstanden habe, hatten die beiden über Jahre ein sehr gutes Verhältnis, ich bin demnach nie davon ausgegangen, dass Derlyn ihr etwas nicht erzählen würde.


    Die Sache mit dem Virus fand ich sehr interessant. So hatte ich mir das nie überlegt, ich dachte einfach, irgendwann hätten die Erkrankten die Giftstoffe verdrängt, die sie so verändert haben. Diejenigen, die daran gestorben sind, hätten es nie endgültig geschafft.
    Und ich schätze mal, dass es kein Geheimnis bleibt, ob die Schatten sich irgendwann nochmal weiter verwandeln oder nicht. Immerhin kann man sie jetzt ein bisschen besser einschätzen und wird vielleicht nicht das letzte von ihnen gehört haben ;)


    Den Epilog fand ich einfach nur toll gemacht, wie man es aus Lillyn's verwandelter Sicht gesehen hat :herz:


  • Was ich nicht ganz verstehe, sind Derlyn's Zweifel die ganze Zeit über, dass Amelie zu ihm stehen wird. Klar, sind sie im Tal aus verschiedenen "Welten". Aber ihre Verbindung zueinander scheint so tief zu gehen, dass ich mich wundere, warum er das so doll anzweifelt. Gerade auch, weil Amelie ja eigentlich ein sehr offener Mensch ist und sich nie großartig verstellt hat. Warum ist ihm das so wichtig? Sonst hat er auch nicht viel (also nur wenig) auf die Meinung der anderen gegeben.


    Ich schätze mal, solange er mit Amelie eher neutralen Umgang hatte, war er selbstbewußt genug, die Angriffe der Jugendlichen sich nicht zu sehr zu Herzen zu nehmen. Aber nun bedeutet ihm Amelie sehr viel und nachdem klar ist, daß er der Sohn der bösen und pelzigen Schatten ist (bis zur Aufklärung der Dorfbewohner) kann ich seine Unsicherheit schon nachvollziehen. Außerdem ist so viele neues in den letzten Tage auf ihn eingestürzt, das kann einen schon mal etwas unsicher werden lassen.

  • Das ende hat mir gut gefallen – ein runder Abschluss mit dem man sich absolut zufrieden geben kann! Ich hoffe immer noch, dass die Shivaja und die Menschen es schaffen miteinander problemlos zu leben!
    Aber ich bin mal zuversichtlich!! :)


    Hier hat mir Viktor sehr gefallen, denn er entwickelt sich zum Schluss zum positiven und dreht sich um ganze 180°! Fand ich toll, denn anders wäre es einfach traurig... Da er genug mit Schuldgefühlen gelebt hat.


    Lillyns Epilog fand ich sehr schön.
    Ich habe mich sehr für sie gefreut, dass ihre Mutter sie nicht verachtet hat. Man konnte ihre Gefühle richtig gut nachvollziehen!!
    Dieser Epilog gibt dem Abschluss ein gewisses Etwas! :)


    Derlyn tat mir Anfangs total Leid, weil er nicht wusste wohin er nun gehört. Zum Glück hat er aber eine gute Entscheidung getroffen. Wie hätte es auch anders sein können? Ohne Amelie könnte ich mir ihn nicht mehr vorstellen. Die beschriebene Beziehung von den beiden fand ich sehr schön und auch, dass die zu ihren Gefühlen stehen und es alle wissen lassen! :)


    Auch die Aufklärung mit dem Virus hat mir gefallen. Ergab Sinn - obwohl ich allein nie auf so etwas gekommen wäre! :)


  • Derlyn tat mir Anfangs total Leid, weil er nicht wusste wohin er nun gehört. Zum Glück hat er aber eine gute Entscheidung getroffen. Wie hätte es auch anders sein können? Ohne Amelie könnte ich mir ihn nicht mehr vorstellen. Die beschriebene Beziehung von den beiden fand ich sehr schön und auch, dass die zu ihren Gefühlen stehen und es alle wissen lassen! :)


    Als Derlyn auf der Rückreise so unsicher wird, wo er hingehört, habe ich schon befürchtet, daß er sich gegen die Rückkehr ins Dorf entscheidet, was wäre dann mit seiner Beziehung zu Amelie geworden? Sie hat ihre Wurzeln immerhin in dem Dorf. Daher finde ich die Lösung, wie sie nun ist, richtig gut und ich denke, damit können alle gut leben.