04: "Weises Handeln" - einschl. "Abschied"

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  • Nun erfahren wir die ganze Tragweite von Viktors Schuld: er hat damals den Chemiecocktail entwickelt! Und hat auch nach dem Tod seiner Mitarbeiterin weitergemacht! Kein Wunder, daß er von Schuld zerfressen wird. Umso schöner finde ich es, daß Amelie dennoch zu ihm hält und anmahnt, daß man die damaligen Umstände berücksichtigen muß. Es ist ein Glück, daß sie so neugierig war und die Gespräche ihrer Eltern belauscht und die alten Zeitungen gelesen hat. Ob diese mysteriöse Energie, die damals im Gestein gefunden wurde, noch eine Rolle spielen wird?


    Richtig Gänsehaut habe ich bekommen, als Viktor bemerkt, daß die Höhlen ehemalige U-Bahn-Schächte sind, in dem Moment mußte ich an die U-Bahn-Stationen im geteilten Berlin denken, die im Dunkeln lagen und verbarrikadiert waren. Wenn ich mir das dann noch halb verfallen und mit den Überresten der damaligen Massenpanikk vorstelle, schaudert es mich total. Und dann noch die lebhafte Erinnerung von Viktor an die Panik damals, an das Gedränge, den Mann, der auf die Gleise geschubst wurde und von der Bahn erfasst wurde, die einfach weiterfährt ... da friert es mich.


    Als Eli verschwindet, dachte ich nur: oh nein, nicht das auch noch, aber das geht glücklicherweise alles gut. Im Endeffekt passt es sogar sehr gut, daß sich alle bei Nihl und Dareks Leuten einfinden. Derlyn gefällt mir richtig gut, wie er seine diplomatischen Fähigkeiten erkennt; die wird er spätestens in seinem Tal wieder brauchen.


    Bei der Begegnung zwischen Derlyn und dem Löwen hatte ich eigentlich ein ganz böses Gefühl, aber er tut ihm gar nichts, er bettelt nur! Und dann erinnert sich Derlyn, daß seine Mutter damals gestolpert ist? Ohje, was für ein tragischer Zufall. Daß der Löwe Darek tötet, war mir erst gar nicht klar, ich dachte zuerst, er hätte ihn nur verletzt und befürchtete schon, daß Darek ihn tötet. Aber der Löwe hat schnell und gezielt zugeschlagen, damit hatte ich in der Situation gar nicht gerechnet. So böse es klingt, aber nun ist ein schon mal ein großes Problem aus der Welt. Prima, daß sie nun auch Carl helfen konnten, wir wußten doch schon im vorigen Abschnitt, daß er ein guter Anführer werden würde. Nun reden Shivaja und Menschen schon mal miteinander, anstatt sich nur die Köpfe einzuschlagen und die Menschen erfahren und akzeptieren dann hoffentlich die Wahrheit.


    Im letzten Kapitel dieses Abschnitts habe ich mich schon gewundert, da sich das alles schon nach Ende las, dabei haben wir doch noch ein paar Kapitel vor uns, aber dann kommt der nächste Knaller: es gibt ein gutes Dutzend Schatten, bei denen die Verwandlung nicht geklappt hat und die aggressiv geblieben sind und den Menschen und Shivaja das Leben schwer machen. Ich bin gespannt, ob sie ihnen auf dem Rückweg begegnen werden. Und ich bin auf die Reaktion von Lillyns Mutter gespannt, wenn sie erfährt, was mit ihrer Tochter ist, das könnte zu einer Gefahr der Annäherung zwischen den Menschen im Tal und den Shivaja werden.

  • Also zuerst einmal muss ich sagen, das die Einteilung der Abschnitte wirklich sehr gut gelungen ist, weil es sich zumindest für mich so anfühlt, als würde man das Buch in gut geplanten Etappen angehen. In jedem Abschnitt werden Fragen beantwortet, am Ende wird es richtig spannend, und neue Fragen tun sich auf. Echt klasse ;D


    Der Abschnitt hat uns zum Glück vor Augen geführt, dass nicht alles Menschen so stur und beschränkt in ihrem Horizont sind wie Darek, zum Glück. Ich hab mich sehr gefreut, als der Löwe ihm den Gar ausgemacht hat. Jetzt haben alle ein Problem weniger, und keiner musste sich die Hände schmutzig machen. Ich fand es auch sehr gut, das die Menschen direkt an Carl gedacht haben, zum einen als neuer Anführer, und auch, was seine medizinische Versorgung angeht. Dass macht sie mir gleich viel sympatischer.



    Also die Szenen in den U-Bahn-Schächten waren für mich auch echt grausig. Ich habe das total realistisch vor mir gesehen und ich war hinterher richtig fertig mit der Welt. Das ging mir wirklich nah.


    Ich fand die Vorstellung auch wirklich schlimm :o. Ich konnte mir die panischen Menschenmassen auch wirklich gut vorstellen und bekam direkt ein beklemmendes Gefühl. Schließlich weiß man ja auch aus diversen Vorfällen in den Medien, wie schnell es bei einer Panik zu Verletzten kommen kann, wenn die Menschen nur noch an sich selbst denken, und alle anderen niedertrampeln.
    Und die armen Leute im Zug, ob sie wohl direkt bei dem Unfall gestorben sind? Oder erst später?



    Nun erfahren wir die ganze Tragweite von Viktors Schuld: er hat damals den Chemiecocktail entwickelt! Und hat auch nach dem Tod seiner Mitarbeiterin weitergemacht! Kein Wunder, daß er von Schuld zerfressen wird. Umso schöner finde ich es, daß Amelie dennoch zu ihm hält und anmahnt, daß man die damaligen Umstände berücksichtigen muß. Es ist ein Glück, daß sie so neugierig war und die Gespräche ihrer Eltern belauscht und die alten Zeitungen gelesen hat. Ob diese mysteriöse Energie, die damals im Gestein gefunden wurde, noch eine Rolle spielen wird?


    Ich hab mir fast schon gedacht, dass Viktor irgendetwas damit zu tun haben muss, denn es wurde ja auch zuvor schon die schwere Schuld erwähnt, die ihn all die Jahre so niederdrückte. Durch sein Versagen auf der Suche nach einem Heilmittel konnte ich es mir nämlich nicht erklären.
    Wie Amelie bin ich aber auch der Meinung, dass er kaum eine andere Wahl hatte. Schließlich hat er Auftragsforschung betrieben, und da in der Forschung alles sehr genau dokumentiert wird, hätte er den Versuch kaum vertuschen können. Vor allem weil dabei ja auch noch jemand gestorben ist. Und weil er ja gleichzeitig so einen Durchbruch erlangt hat, kam ja auch noch Euphorie dazu. Ich denke in so einer Situation konnte er die möglichen Folgen gar nicht abschätzen.
    Noch dazu wären eigentlich die späteren Anwender für die Risikobewertung zuständig gewesen. Wenn man bedenkt, was heute schon für die Zulassung eines Medikaments notwendig ist, dann waren die Verantwortlichen der Katastrophe entweder unglaublich geldgeil und haben Ergebnisse gefälscht, oder einfach unglaublich schlampig. Wer weiß, was es da so für Regularien gab.



    Als Eli verschwindet, dachte ich nur: oh nein, nicht das auch noch, aber das geht glücklicherweise alles gut. Im Endeffekt passt es sogar sehr gut, daß sich alle bei Nihl und Dareks Leuten einfinden. Derlyn gefällt mir richtig gut, wie er seine diplomatischen Fähigkeiten erkennt; die wird er spätestens in seinem Tal wieder brauchen.


    Ich war auch erst erschrocken, da die Shivaja aber so eine enge Bindung zur Natur haben, habe ich sehr gehofft, dass diese bei Eli besonders ausgeprägt ist. Und siehe da, sie ja ja Glück gehabt. Schön das Wölfe so tolle Tiere sind ;D



    Im letzten Kapitel dieses Abschnitts habe ich mich schon gewundert, da sich das alles schon nach Ende las, dabei haben wir doch noch ein paar Kapitel vor uns, aber dann kommt der nächste Knaller: es gibt ein gutes Dutzend Schatten, bei denen die Verwandlung nicht geklappt hat und die aggressiv geblieben sind und den Menschen und Shivaja das Leben schwer machen. Ich bin gespannt, ob sie ihnen auf dem Rückweg begegnen werden. Und ich bin auf die Reaktion von Lillyns Mutter gespannt, wenn sie erfährt, was mit ihrer Tochter ist, das könnte zu einer Gefahr der Annäherung zwischen den Menschen im Tal und den Shivaja werden.


    Ob man im Buch noch erlebt wenn Lillyn nach ihrer Wandlung auf ihre Mutter trifft. Bleibt die Shivaja'na so viel Menschlichkeit, dass ihre Angehörigen auch nach der Wandlung erkennen? Ich bin schon sehr gespannt. Aber es wird für ihre Mutter sicher ein Schock. Ich hoffe, sie freut sich, dass ihre Tochter immerhin lebt.
    Ich hatte mich schon die ganze Zeit gefragt, warum die Shivaja ihr Dorf auch so gut geschützt haben, und jetzt die Erkenntnis, dass es wirklich "Schatten" gibt. Ich in sicher dass wir ihnen noch begegnen werden. Die Shivaja scheinen sich über die Schatten ja auch uneinig zu sein. Auf der einen Seite wollen sie ihnen die Chance zu leben geben, auf der anderen Seite wissen sie auch im die Gefahr die sie darstellen. Was mich interessieren würde ist, ob sich auch die "Schatten" fortpflanzen können, und ob ihre Kinder dann wie die Shivaja sind, oder die Agressivität von ihren Eltern übernehmen?


    Ich freue mich schon sehr auf den letzten Abschnitt und vor allem auf die Auflösung, was denn nun im Blut der Shivaja'na ist :lesen:


  • Wie Amelie bin ich aber auch der Meinung, dass er kaum eine andere Wahl hatte. Schließlich hat er Auftragsforschung betrieben, und da in der Forschung alles sehr genau dokumentiert wird, hätte er den Versuch kaum vertuschen können. Vor allem weil dabei ja auch noch jemand gestorben ist. Und weil er ja gleichzeitig so einen Durchbruch erlangt hat, kam ja auch noch Euphorie dazu. Ich denke in so einer Situation konnte er die möglichen Folgen gar nicht abschätzen.
    Noch dazu wären eigentlich die späteren Anwender für die Risikobewertung zuständig gewesen. Wenn man bedenkt, was heute schon für die Zulassung eines Medikaments notwendig ist, dann waren die Verantwortlichen der Katastrophe entweder unglaublich geldgeil und haben Ergebnisse gefälscht, oder einfach unglaublich schlampig. Wer weiß, was es da so für Regularien gab.


    Eben - und dennoch können häufig de langfristigen Folgen nicht abgeschätzt werden bzw. werden aus finanziellen Interessen übergangen.



    Ich war auch erst erschrocken, da die Shivaja aber so eine enge Bindung zur Natur haben, habe ich sehr gehofft, dass diese bei Eli besonders ausgeprägt ist. Und siehe da, sie ja ja Glück gehabt. Schön das Wölfe so tolle Tiere sind ;D


    Ihre Naturverbundenheit ist extrem ausgeprägt, sie kann sogar mit dem Wolf kommunizieren.



    Ob man im Buch noch erlebt wenn Lillyn nach ihrer Wandlung auf ihre Mutter trifft. Bleibt die Shivaja'na so viel Menschlichkeit, dass ihre Angehörigen auch nach der Wandlung erkennen? Ich bin schon sehr gespannt. Aber es wird für ihre Mutter sicher ein Schock. Ich hoffe, sie freut sich, dass ihre Tochter immerhin lebt.


    Das hoffe ich auch sehr.



    Da fällt mir gerade noch was ein :) Ich finde es sehr beruhigend, dass die Shivaja'na und die wirklichen Schatten äußerlich unterscheiden, und die Schatten kein Fell haben. Da weiß man bei einer Begegnung dann gleich was Sache ist, und ob man sich schützen muss.


    Stimmt, man kann sie glücklicherweise auseinanderhalten.


  • Also zuerst einmal muss ich sagen, das die Einteilung der Abschnitte wirklich sehr gut gelungen ist, weil es sich zumindest für mich so anfühlt, als würde man das Buch in gut geplanten Etappen angehen. In jedem Abschnitt werden Fragen beantwortet, am Ende wird es richtig spannend, und neue Fragen tun sich auf. Echt klasse ;D


    Dass kann ich nur unterstützen. Ich finde die Einteilung auch sehr gelungen. Es fühlt sich so ein bisschen wie eine sehr gute Serie im TV an. Am Ende jeder Episode kommt der Cliffhanger - zum Glück müssen wir nicht eine Woche warten bis es weiter geht ;)



    Im letzten Kapitel dieses Abschnitts habe ich mich schon gewundert, da sich das alles schon nach Ende las, dabei haben wir doch noch ein paar Kapitel vor uns, aber dann kommt der nächste Knaller: es gibt ein gutes Dutzend Schatten, bei denen die Verwandlung nicht geklappt hat und die aggressiv geblieben sind und den Menschen und Shivaja das Leben schwer machen.


    Genau so ging es mir auch. Alles war schon für ein "Happy End" vorbereitet und ich habe mich gefragt, womit denn die restlichen Kapitel gefüllt werden...und dann dass :o



    Nun erfahren wir die ganze Tragweite von Viktors Schuld: er hat damals den Chemiecocktail entwickelt! Und hat auch nach dem Tod seiner Mitarbeiterin weitergemacht! Kein Wunder, daß er von Schuld zerfressen wird.


    Oh ja - Viktor Storm er tut mir echt leid...wie schlimm es sein muss mit so einer Schuld zu leben. Ich hoffe, dass er mit den Aufzeichnungen seiner Schwester noch etwas anfangen kann. Vielleicht findet sich auch etwas wie er seine Schuld ausgleichen kann...vielleicht könnte er ja dabei helfen die wirklichen Schatten zu besänftigen oder sie doch noch zu verwandeln oder so...


    Ich finde die Charaktere so gelungen! Alle haben so viel Tiefe und sind nicht so oberflächlich. Sie wirken durch die Schwäche, die sie zeigen sehr realistisch und menschlich. Kyell kommt mit der Gefangennahme nicht zurecht, Nihl weiß in manchen Situationen auch nicht weiter und Derlyn weint auch mal.


    Eli finde ich richtig süß. Es ist so toll, wie sie mit den Tieren und der Natur kommuniziert. :herz:


    Ich bin so auf den letzten Abschnitt gespannt: wie mag es wohl mit den "richtigen" Schatten weitergehen? Wie wird die Dorfgemeinschaft die drei wieder aufnehmen. Es ist bestimmt nicht einfach diese ganzen neuen Informationen zu verarbeiten, besonders wenn man in den letzten 30 Jahren an ein bestimmten System geglaubt hat (Schatten = böse). Wie werden sie mit Viktor umgehen, der sie ja quasi auch alle belogen hat? Und welche Rolle wird Derlyn in der Dorfgemeinschaft einnehmen? Will er noch dort wohnen bleiben oder fühlt er sich vielleicht mit der Zeit doch zu den Shivaja`na hingezogen?

  • Puh ich weiß gar nicht so genau wo ich anfangen soll, da wieder so unheimlich viel passiert ist.


    Viktor hatte ich gar nicht so als Schlüsselfigur gesehen und nun kommt heraus, dass er mit verantwortlich ist für das ganze Desaster. Dennoch bin ich der Meinung, dass die Regierung schuldig ist und nicht er allein. Als jemand die Kernspaltung entdeckt hat, da wusste derjenige auch noch nicht, dass man später mal Atombomben bauen würde.


    Es kommt zur Auseinandersetzung zwischen Nihl und Darek. Nihl wird erst mit einem Dolche bedroht und dann mit einer Pistole und ich hatte schon totale Angst, dass Nihl sterben muss, aber durch Derlyns Eingreifen setzt der zahme Löwe auf Darek an und tötet ihn. Diese Lösung war mir persönlich zu leicht und zu plötzlich. Ich bin nicht der Typ, der auf schreckliche Kämpfe steht, aber wenn ein „Böser“ so leicht entsorgt wird, dann hat das so einen leicht unrealistischen Touch.


    Ich finde es übrigens toll, dass die Shivaja völlig im Einklang mit der Natur leben und alle Lebewesen respektieren. Dann verwundert es auch nicht, dass ein Löwe zu ihnen hält und selbst die Wölfe, die so groß wie Ponys sind, friedlich sind.


    Meine Lieblingsszene in diesem Abschnitt war ganz klar als Eli verloren geht und dann reitend auf dem Rücken eines Wolfes wieder auftaucht. Herrlich.


    Viktor hilft ja Carl, indem er die Kugel aus ihm raus holt und Carl soll ja Darek ersetzen, aber ich habe mich gefragt, warum die sich nicht zusammentun oder ihr Zuhause wechseln, denn der Ort an dem sie leben ist ja verseucht und so schnell werden die Bäume da wohl kaum nachwachsen, oder?


    Mittlerweile erscheinen mir die Shivaja immer übernatürlicher. Sie riechen/ spüren ja das Gift und meiden es, aber selbst wenn sie etwas Vergiftetes zu sich nehmen würden, dann würde ihr Körper das Gift neutralisieren. Wow was können die noch alles? Erstaunlich, dass sie nicht unsterblich sind bei all den Fähigkeiten.


    Einen Schauer bekam ich übrigens bei der Szene im Zugwrack, wo die Gebeine zusammengeworden drin liegen. Auweia…


    Ach fast hätte ich es vergessen: Nicht bei allen Infizierten klappt die Verwandlung und hier werden dann die wahren Schattenwesen draus, die voller Wut sind, kein Fell haben und Sonnenlicht meiden müssen. Ich fand es jedenfalls gut, dass gleich gesagt wurde, dass die Wesen ja nichts dafür können und nur weil sie böse sind nicht einfach getötet werden können.


    Nun heißt es wohl heimkehren für Derlyn und Amelie, oder? Ich bin gespannt wie die Anderen auf die Beziehung zwischen den beiden reagieren…

    "Das Buch als Betriebssystem ist noch lange nicht am Ende" (H.M. Enzensberger)


  • Richtig Gänsehaut habe ich bekommen, als Viktor bemerkt, daß die Höhlen ehemalige U-Bahn-Schächte sind, in dem Moment mußte ich an die U-Bahn-Stationen im geteilten Berlin denken, die im Dunkeln lagen und verbarrikadiert waren. Wenn ich mir das dann noch halb verfallen und mit den Überresten der damaligen Massenpanikk vorstelle, schaudert es mich total. Und dann noch die lebhafte Erinnerung von Viktor an die Panik damals, an das Gedränge, den Mann, der auf die Gleise geschubst wurde und von der Bahn erfasst wurde, die einfach weiterfährt ... da friert es mich.


    Ja dabei lief mir auch ein richtiger Schauer über die Haut. Vor allem weil da ja noch die Reste der Toten rumliegen. :o


    Interessant, dass du die U-Bahnstationen im geteilten Berlin kennst, ich kann mir vorstellen was du meinst, auch wenn ich da zu jung war um die Chance hätte haben zu können das zu sehen...

    "Das Buch als Betriebssystem ist noch lange nicht am Ende" (H.M. Enzensberger)

  • Ihre Naturverbundenheit ist extrem ausgeprägt, sie kann sogar mit dem Wolf kommunizieren.


    Gut, dass ihr das noch einmal erwähnt, denn mir ist das auch aufgefallen, dass sie völlig im Einklang mit allem um sich leben.


    Dass die kleine Eli mit dem Wolf kommunizieren kann, fand ich cool. Auch dass man die Gedanken des Wolfes als Leser miterlebt hatte etwas für sich. :)

    "Das Buch als Betriebssystem ist noch lange nicht am Ende" (H.M. Enzensberger)

  • Die Energie, die damals im Erdinneren gefunden worden ist, spielt später keine Rolle mehr. Die Menschen wurden abergläubisch und man hatte plötzlich Angst, das Herz der Erde angekratzt zu haben, da die Rache ja folgte inform von Erdbeben. Die Bohrungen sind in der Tiefe durch die Beben verschüttet worden und an die Reste dieser Steine wagte sich bisher niemand heran. Wobei ich mir da nicht 100pro sicher bin. Vielleicht sind sie von den Wissenschaftlern auch gut verborgen worden.


    Die Leute in dem Zug sind sicher nicht alle sofort gestorben. Wie es mit so tragischen Unglücken ist. Vielleicht sind sogar einige entkommen?


    Also die damalige Regierung war nicht schlampig, sondern ist bewusst das Risiko eingegangen. Es spielten viel Macht und Geld eine Rolle. Beim heutigen Fracking ist es ja nicht anders. Da kommt in den USA Feuer aus Wassserhähnen und in Deutschland spekuliert man, wo man am besten bohren kann. >:(


    Die nicht entwickelten Schatten können sich nicht fortpflanzen.


    Der Löwe ist aber keinesfalls zahm! Es ist ein altes, einsames Tier, das sich nicht mehr alleine richtig ernähren kann. Durch die alten Zoo-Erinnerungen und die Fürsorge der Shivaja sind bestimmte Menschen/Shivaja für ihn Futtergeber, in Ausnahmefällen auch Vertraute (Nihl wäre so eine Person). Trotz allem ist er wild und ich würde nicht versuchen wollen, ihn zu streicheln. Durch seine Vergangenheit ist er auch ziemlich unberechenbar, wie man ja am Anfang gesehen hat, als er Tobias an der Schlucht angegriffen hat. Dass er Darek tötet war überhaupt nicht vorgesehen. Die ganze Sache mit Dareks Leuten kam spontan, steht nicht mal im Exposé. Als die Autos angefahren kamen, also wo sie auf dem Weg in das Shivajadorf waren, (natürlich in meinen Schreibgedanken) war ich total verwirrt und dachte, ich hätte zu viel Walking Dead geguckt. :D Ich schrieb dann aber einfach das, was ich im Innern sah und war hinterher selbst total irritiert, als der Löwe Darek angriff. Ich dachte zum Beispiel auch, dass Darek nur verletzt ist, aber das Tier hat kurzen Prozess gemacht, als hätte er in diesem Augenblick auf die Natur gehört und selektiert, damit kein weiterer Schaden mehr entsteht. Auch bei der Szene nach den Vögeln, wo Derlyn dem Löwen gegenübersteht, hatte ich gedacht, dass Derlyn gegen ihn kämpft und ihn dann besiegt und quasi Gnade walten lässt. So war es anhand von meinen Stichpunkten geplant. Der alte Bursche griff aber einfach nicht an, sondern bettelte. Ich glaube, beim Schreiben war ich mindestens so verwundert wie Derlyn. Soll also heißen, ich hatte nie geplant Darek zu töten, irgendwie nahm die Geschichte das selbst in die Hand.

  • Dass kann ich nur unterstützen. Ich finde die Einteilung auch sehr gelungen. Es fühlt sich so ein bisschen wie eine sehr gute Serie im TV an. Am Ende jeder Episode kommt der Cliffhanger - zum Glück müssen wir nicht eine Woche warten bis es weiter geht ;)


    Da haben wir echt Glück gehabt :D. Ne Woche zu rätseln und auf heißen Kohlen zu sitzen wäre wirklich nicht schön... Ist immer schon doof wenn ich mal mein Buch bei meinem Freund vergesse :'(

  • In diesen Kapiteln werden sooo viele Fragen endlich gelüftet und beantwortet, finde ich sehr gut.


    Darek hat die Sache mit den Shivaja auch nicht auf sich beruhen lassen können. Er wagte also einen Angriff, naja meiner Meinung nach ist es ein eher gescheiterter Versuch gewesen, der ihm das Leben kostete. Ehrlich gesagt, es geschieht im selbst recht, denn der Löwe ist, durch die Vergangenheit Derlyns als Kind, so eine Art beschützer für ihn geworden und das fand ich eigentlich süß.


    Als raus kam, dass Viktor mitverantwortlich für diese neue Welt ist, waren Derlyn und Amelie sehr baff, man merkte es. Als Kyll ihr Tochter sozusagen "verliert" ging sie mit Viktor auf die Suche nach ihr und als sie die kleine fanden, musste Viktor den anderen Rede und Antwort stehen und ich muss gestehen, ich hatte Mitleid mit ihm. Er war zwar teilweise mit verantwortlich für diese neue Welt aber ich denke, er war so naiv, dass er unbedingt diesen Ruhm und das Gedl wollte und das nutze die Regierung bei den Wissenschaftlern aus. Aber zum Glück ist es so, dass sie ihm nicht all zu lange böse waren. Die Entscheidung, ihm das nicht böse zu nehmen, zeigt von Stärke.


    Zurück im Dorf der Shivaja fragte Viktor ja, ob er von Tom Blut bekäme um es zu erforschen und Nihl überließ es ohne zu zögern. Er möchte, dass Viktor den Weg seiner Schwester folgt, denn sie schrieb alles auf. Ich glaube, ein Gegenmittel wird Viktor nicht erschaffen können aber dazu muss ich es erst zuende lesen, denn wer weiß was noch alles passiert nun.


    Hm, also gelingt die Verwandlung der "Mutter" nicht immer. 12 Menschen gibt es also, die aggressiv blieben und ihr eigenes Wesen bilden, ein neues Wesen sozusagen. Hier bin ich gespannt, wie es mit diesen zwölf weiter geht und was noch alles passiert.


    Das alles ist so spannend und ich freu mich auf morgen, wenn ich es bis zum Ende lesen werde. ;D


  • Also die damalige Regierung war nicht schlampig, sondern ist bewusst das Risiko eingegangen. Es spielten viel Macht und Geld eine Rolle. Beim heutigen Fracking ist es ja nicht anders. Da kommt in den USA Feuer aus Wassserhähnen und in Deutschland spekuliert man, wo man am besten bohren kann. >:(


    Das ist typisch für die Regierung. Als Viktor das erzählte, ärgerte ich mich leicht mit den Figuren. :D


  • Nun erfahren wir die ganze Tragweite von Viktors Schuld: er hat damals den Chemiecocktail entwickelt! Und hat auch nach dem Tod seiner Mitarbeiterin weitergemacht! Kein Wunder, daß er von Schuld zerfressen wird. Umso schöner finde ich es, daß Amelie dennoch zu ihm hält und anmahnt, daß man die damaligen Umstände berücksichtigen muß. Es ist ein Glück, daß sie so neugierig war und die Gespräche ihrer Eltern belauscht und die alten Zeitungen gelesen hat. Ob diese mysteriöse Energie, die damals im Gestein gefunden wurde, noch eine Rolle spielen wird?


    Ja, dass Amelie zu ihm, trotz seiner Offenbarung, hielt fand ich bemerkenswert und irgendwie passte das auch mit dem Teil im Tal zusammen, wo sie Derlyn auf dem Schulhof verteidigt.



    Bei der Begegnung zwischen Derlyn und dem Löwen hatte ich eigentlich ein ganz böses Gefühl, aber er tut ihm gar nichts, er bettelt nur! Und dann erinnert sich Derlyn, daß seine Mutter damals gestolpert ist? Ohje, was für ein tragischer Zufall. Daß der Löwe Darek tötet, war mir erst gar nicht klar, ich dachte zuerst, er hätte ihn nur verletzt und befürchtete schon, daß Darek ihn tötet. Aber der Löwe hat schnell und gezielt zugeschlagen, damit hatte ich in der Situation gar nicht gerechnet.


    Ich muss dir zustimmen. Ich hatte auch ein böses Gefühl im Magen rumsausen, solange bis kam, dass er Derlyn nichts antun möchte sondern nur um Futter bettelt.


  • Die nicht entwickelten Schatten können sich nicht fortpflanzen.


    Beruhigend zu wissen. ;)



    Der Löwe ist aber keinesfalls zahm! Es ist ein altes, einsames Tier, das sich nicht mehr alleine richtig ernähren kann. Durch die alten Zoo-Erinnerungen und die Fürsorge der Shivaja sind bestimmte Menschen/Shivaja für ihn Futtergeber, in Ausnahmefällen auch Vertraute (Nihl wäre so eine Person).


    Ok zahm war wahrscheinlich wirklich das falsche Wort. Ich sage mal der Löwe war Menschen gewohnt als Zootier und daher zutraulicher als ein Löwe aus der freien Wildbahn ohne menschlichen Kontakt.

    "Das Buch als Betriebssystem ist noch lange nicht am Ende" (H.M. Enzensberger)

  • Und wieder ein spannender Abschnitt. Wir haben ja so einiges erfahren in diesem Abschnitt.


    Viktor hat also die Chemie erfunden, die für die Katastrophe verantwortlich ist. Ich verstehe nun seine Schuldgefühle. Eigentlich hätte er spätestens als seine Mitarbeiterin gestorben ist, aufhören müssen und die Formel tief in einer Schublade vergraben müssen. Oder noch besser - alles vernichten. Gewundert hat es mich dann letztendlich nicht das er das nicht getan hat. Ein Forscher möchte wohl auch seine Forschungen veröffentlichen und seinen Ruhm dafür bekommen. Schön fand ich Amelias Aussage das er nicht das Ende herbeigeführt hat, sondern den Anfang. Ziemlich tiefschürfend für ihr Alter, aber viellieicht eine Möglichkeit für Derlyn ihm zu verzeihen.


    Wenn Tanja nicht in einemj der Absätze vorher erwähnt hätte das Eli etwas besonderes kann, wäre ich wohl in Panik verfallen als sie dem Wolf gegenüber steht. Doch irgendwie habe ich gleich vermutet das es bestimmt etwas mit den Tieren zu tun hat. Eine tolle Gabe, quasi mit den Tieren zu reden. Und auch der Löwe hat die Shivaja beschütz und sich gegen ihren Feind gestellt. Vielleicht können sich die beiden Gruppen jetzt wirklich zusammen tun.


    Ein bisschen geschockt war ich als ich von den tatsächlichen Schatten gelesen habe. Es gibt also auch in dieser Welt etwas das man wirklich fürchten muss. Aber es kann ja auch nicht alles nur gut ausgehen. Wenn die verseuchten genau in der Phase der Aggression hängen bleiben, stelle ich sie mir als grausige Gestalten vor. Umso besser fand ich die Ansichten von Nihl, das man diese Wesen nicht einfach töten könne. Ich frage mich allerdings ob sie sich vermehren können und wie dann deren Nachfahren wohl sind? Das könnte noch wirklich gefährlich werden.


  • Da fällt mir gerade noch was ein :) Ich finde es sehr beruhigend, dass die Shivaja'na und die wirklichen Schatten äußerlich unterscheiden, und die Schatten kein Fell haben. Da weiß man bei einer Begegnung dann gleich was Sache ist, und ob man sich schützen muss.


    Da stimme ich Dir voll und ganz zu. Ansonsten hätte man wohl kein Einvernehmen zwischen den Shivaja und den überlebenden Menschen herstellen können. Dann hätte wohl die Angst weiterhin überwogen.....