Leserundenfazit, Rezensionen (bitte ohne Spoiler)

  • Hier ist Platz für Rezensionen zum Buch und Meinungen zur Leserunde allgemein, die ihr nach der Leserunde schreiben wollt. Es wäre schön, wenn sich hier möglichst viele beteiligen - zumindest ein Fazit zur Leserunde (auch eines von der Autorin) ist immer interessant.


    Bitte achtet darauf, nichts Wichtiges zu verraten. Diesen Thread lesen evtl. auch Personen, die das Buch noch nicht gelesen haben, aber es noch tun wollen.


    Besonders freut es uns (und auch die Autorin), wenn ihr eure Rezensionen auch auf anderen Seiten veröffentlicht. Danke! :)

  • Ich möchte mich schon einmal ganz herzlich bedanken für die schöne Leserunde, das Buch und Deine Begleitung, liebe Rebecca! Es hat mir großen Spaß gemacht (und macht es immer noch ;D)!



    Rezension:


    1780: Maureen lebt mit ihrem Mann Philipp und Tochter Frederica (16) in einem Herrenhaus in Cornwall. Maureens Mutter Laura ist Schottin. Kurz bevor Laura stirbt, erfährt Maureen endlich das lang gehütete Geheimnis ihrer Mutter. Niemand darf davon erfahren, denn es wäre ein Skandal in den höheren Adelskreisen! Auch Philipp zieht seine Konsequenzen...


    Mein Leseeindruck:


    Das Buch hat mich überrascht, denn mit dieser Richtung, die die Geschichte nimmt, habe ich nicht gerechnet. Doch von Anfang bis Ende habe ich es sehr genossen, den Roman zu lesen und Maureen auf ihrem Weg zu begleiten.


    Als großer Cornwall- und Schottland-Liebhaber war es zudem eine Freude, mich literarisch hier aufzuhalten. Ich habe die schöne Landschaft und die alten Herrenhäuser direkt vor mir sehen können.


    Der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm und das Buch leicht zu lesen. Man kann der Handlung problemlos folgen und wird von vielen unverhofften Wendungen überrascht.


    Ich habe nur einen kleinen Kritikpunkt: Es gibt für meinen Geschmack ein paar Zufälle zu viel in der Geschichte. Dadurch wird es ein klein wenig unglaubwürdig.


    Trotzdem gebe ich dem Buch volle fünf Sterne, denn es hat mich großartig unterhalten können und ich hatte viel Spaß mit dem Roman!

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    Beurteile nie ein Buch nach seinem Umschlag


    Die Engländer sagen: Never judge a book by its cover, und das trifft auch hier zu. Es handelt sich nicht, wie das Cover vermuten lässt, um einen trotzigen Teenager, sondern um eine Mittdreißigerin auf Rachefeldzug.


    Inhalt:



    England, Ende des 18. Jahrhunderts: Maureen Trenance lebt glücklich mit ihrem Mann Philipp und der gemeinsamen Tochter Frederica (16) auf Trenance Cove an der Küste Cornwalls.


    Ein Brief ihrer Mutter, zu der sie seit ihrer Heirat keinen Kontakt gehabt hat, veranlasst sie, nach Schottland zu reisen.


    Dort findet sie nach und nach heraus, dass sie das Produkt einer Vergewaltigung ist, die nach der Schlacht von Culloden stattfand. Sie macht sich auf, die Vergewaltiger ihrer Mutter zu finden und zur Strecke zu bringen.



    Meine Meinung:



    Das Buch ist flüssig geschrieben und liest sich gut. Es enthält alle Elemente die ein Unterhaltungsroman braucht: Verbrechen, Liebe, Verrat, Rache, Sühne.


    Geschichtliche Fakten sind sehr gut recherchiert und sehr geschickt hineingewoben.


    Manches kann man vermuten, aber es gibt immer wieder überraschende Wendungen mit denen man nicht gerechnet hätte, so dass der Roman an keiner Stelle langweilig ist; auch enthält er keine unnötigen Längen.


    Manche Geschehnisse wirken aber etwas weit hergeholt und von daher unglaubwürdig, deswegen gibt es einen Stern Abzug.


    Die Protagonistin ist übrigens nicht durch und durch sympathisch, was sie sehr menschlich macht; auch die Nebenfiguren machen Entwicklungen und Wandlungen durch, und nichts ist nur schwarz oder nur weiß.


    Dieser Aspekt ist sehr überzeugend und ausgezeichnet gelungen.


    Wer also auf der Suche nach einem Buch mit geschichtlichem Hintergrund und gutem Unterhaltungswert sucht, ist mit diesem Roman gut beraten.


    Ich gebe dem Buch Vier Sterne: ****


    PS: Es gibt ein paar kleine Fehler im Buch. Ich hoffe, der Verlag wird sie für die ebook Ausgabe und eventuelle zukünftige Auflagen verbessern.



    Die Leserunde hat Spaß gemacht, es war nett, den damaligen Stand der Medizin sowie andere historische Fakten zu diskutieren, nicht zuletzt die Moralvorstellungen der damaligen Zeit. Vielen Dank an Rebecca für die Begleitung der Leserunde, an den Verlag für das Freiexemplar, sowie an die Organisatorinnen auf Leserunden.de :winken:


    Rezension auch hier und hier, mal sehen, wo ich sie noch unterbringen kann. :)

    There's no life before coffee.

    Einmal editiert, zuletzt von Vorleser ()


  • Ich danke Dir ganz herzlich für Deine Beurteilung und rege Beteiligung! Wie ich an anderer Stelle schrieb, finde ich es klasse, wenn ein solch reger Austausch stattfindet und mir viele Fragen gestellt werden.


    Tja, die lieben Zufälle ... Ich arbeite daran, sie in den nächsten Werken weniger werden zu lassen ;)


    Liebe Grüße
    Rebecca


  • Auch Dir einen ganz lieben Dank, dass ich an Deiner Meinung teilhaben durfte und über den regen Austausch.


    Was die Fehler betrifft: Mehrere Lektoren lesen den Text mehrmals, am Schluss auch ich die Druckfahne nochmal, und das sehr langsam und intensiv mit Lineal Zeile für Zeile. Trotzdem rutschen einem Fehler durch. Das ist natürlich ärgerlich und sollte nicht sein ... :-(, kommt aber leider so gut wie in jedem Buch vor.


    Es soll keine Entschuldigung sein, aber leider kommt es beim Druck dann auch hin und wieder zu Fehler, obwohl alle Vorlagen richtig waren. Das tritt erst auf, seit alles digital abgewickelt wird, denn die Programme machen manchmal, was sie wollen ... ???
    Letztes Jahr las ich eine TB-Ausgabe der "Buddenbrocks" von Thomas Mann und fand auch ein paar dicke Fehler. Das beruhigt mich dann doch ungemein ;), ebenso, dass in allen Harry-Potter-Ausgaben in der deutschen Fassung sich auch der eine oder andere Druckfehler finden lässt.


    Liebe Grüße
    Rebecca

  • Ich habe die Fehler auch nur erwähnt, damit der Verlag es vor einer eventuellen Neuauflage noch mal durchgehen kann. :)


    Mir wurde gesagt, das würde gemacht werden. Ich finde es nicht schlimm, aber einfach schade, wenn man in einem so schönen Buch über Fehler stolpert. :)


    In den digitalen Ausgaben habe ich mich mittlerweile dran gewöhnt, aber in gedruckten Medien ist es mir bislang nicht so aufgefallen.


    Es ist aber wirklich nur ein kleiner Punkt, also kein großer Deal. :)

    There's no life before coffee.

  • Vielen Dank für diese schöne und informative Leserunde.



    *********************************************************************************



    Maureen, Frau eines englischen Lords, stammt aus einfachen Verhältnissen und kommt aus Schottland. Nach der Schlacht von Culloden ist der Hass der Schotten auf die Engländer noch größer geworden und so ist es kein Wunder, dass Maureens Eltern gegen die Verbindung zu einem englischen Soldaten sind. Es kommt zum Bruch mit der Familie und sie folgt Philipp nach Cornwall. Nach vielen Jahren ohne Kontakt erhält sie plötzlich einen Brief ihrer Mutter, da der Vater im Sterben liegt. Sie reist nach Schottland. Ihr Vater ist bereits verstorben und auch ihre Mutter ist sterbenskrank. Sie übernimmt die Pflege der Mutter, kommt ihr mit der Zeit näher und erfährt, dass ihr Vater sich ihrer Mutter angenommen hat, nachdem sie von drei englischen Soldaten missbraucht und geschwängert wurde. Sie versteht, warum ihre Mutter immer so kühl und abweisend war und schwört Rache.
    Maureen ist eine willensstarke und wissbegierige Frau. Obwohl sie nicht standesgemäß war, wird sie inzwischen toleriert. Aus Liebe zu ihrem Mann passt sie sich den gesellschaftlichen Gepflogenheiten an, aber immer wieder eckt sie an, da sie sich nicht vollends unterordnen kann. Obwohl Philipp dagegen ist, will sie ihre Mutter pflegen. Sie entwickelt eine Bindung zu ihrer Mutter, die ihr zeitlebens fehlte. Als sie die Geschichte der Mutter erfährt, ist sie entsetzt und schwört Rache. Dabei verliert ihre verhärtete Seele dann aber das rechte Maß.
    Auch Philipp ist entsetzt, aber bei ihm ist das Ansehen und die gesellschaftliche Akzeptanz wichtiger. Auch fürchtet er, die Tochter Frederica nicht mehr standesgemäß verheiraten zu können. Seine Konsequenzen sind entsprechend hart und aus heutiger Sicht nicht nachvollziehbar.
    Frederica ist in ihrem Wesen der Mutter sehr ähnlich. Sie ist verliebt in den Nachbarssohn George, muss aber feststellen, dass die Linnleys sie als nicht standesgemäß empfinden.
    Ich habe zunächst sehr viel Sympathie für Maureen gehabt, aber im Laufe der Geschichte konnte ich ihren Rachefeldzug nicht mehr akzeptieren, da sie skrupellos und ohne Rücksicht auf Kollateralschäden vorgeht. Immer wieder kommt ihr der Zufall zu Hilfe. Dass sie zum Ende dann doch noch ein wenig nachsichtiger und weniger hart agiert, sorgt für eine schlüssige Abrundung der Geschichte.
    Der Schreibstil ist flüssig und angenehm zu lesen. Die Spannung bleibt bis zum Schluss erhalten. Der historische Hintergrund wurde ebenso gut vermittelt wie die gesellschaftlichen Gepflogenheiten jener Zeit.
    Das Cover finde ich absolut unpassend und nicht ansprechend, es kommt mir vor wie das Titelbild eines Groschenromans. Auch die Schrift im Buch hätte ruhig etwas größer sein können.
    Eine unterhaltsame und spannende historische Geschichte, die mir gut gefallen hat.


  • Wir - Autoren und Verlage - sind für solche Hinweise immer dankbar, denn Fehler werden in einer weiteren Ausgabe natürlich verbessert.


    Liebe Grüße
    Rebecca


  • Ich danke Euch Dir für den schönen Austausch und Deiner Meinung. Übers Cover kann man natürlich geteilter Meinung sein. Wie ich an anderer Stelle bereits schrieb, haben wir uns bewusst für etwas "Bunteres" entschieden, da die meisten Cover von historischen Romane oft etwas düster sind. Kommt aber offenbar nicht überall an, man muss aber eben auch mal was versuchen ... ;)


    Es freut mich aber sehr, dass Dir der Roman gefallen hat und Dich fesseln konnte!


    Liebe Grüße
    Rebecca

  • Meine Meinung zum Buch:


    Titel: Auf dem Rachefeldzug...


    Da ich großes Interesse an historischen Romanen habe, probiere ich regelmäßig neue Autoren für mich aus und so kam ich zu Rebecca Michéle mit ihrem Buch "Im Schatten der Vergeltung". Man darf sich keineswegs vom kitschigen Cover ablenken lassen, denn kitschig ist die Geschichte ganz und gar nicht.


    Als Leser begeben wir uns in das Jahr 1780 und begleiten Maureen, die Ehefrau eines englischen Landadeligen. Sie erfährt von ihrer Mutter, zu der sie seit Jahren keinen Kontakt hatte, dass sie die Frucht einer Vergewaltigung ist und diese Offenbarung zerstört Maureens bisheriges Leben. Sie sinnt nach Rache und begibt sich auf die Suche nach den Peinigern ihrer Mutter. Doch wird sie diese finden? Und wenn ja, was soll sie dann bloß tun?


    Der Roman besticht vor allem durch sehr viel geschichtliches Hintergrundwissen, was ich sehr ansprechend fand. Ich erfuhr viel über Schottland und England der damaligen Zeit.


    Die Handlung wird uns aus der Perspektive der dritten Person näher gebracht und ist ungemein temporeich. Zahlreiche Wendungen sorgen dafür, dass man als Leser ins Staunen gerät.


    Der Nebencharakter Frederica, die Tochter von Maureen, gefiel mir außerordentlich gut, denn ihr Handeln konnte ich immer nachvollziehen und sie war mir sofort sympathisch. Die Hauptprotagonistin Maureen machte es mir jedoch sehr schwer sie zu mögen, da ihre Gedanken für mich oft sehr naiv waren und ihr Handeln stets wankelmütig und völlig überstürzt war. Personen, die eigentlich etwas Gutes tun wollen, aber mit ihrem Handeln mehr Schaden anrichten als alles andere, sind bei mir leider keine Sympathieträger.


    Die Autorin beschreibt alles sehr ausführlich, manchmal zu detailliert, denn wenn angeführte Informationen die Geschichte nicht vorantreiben, dann haben sie für mich stets den Charakter eines Seitenfüllers.


    Unangenehm aufgefallen ist mir (dafür kann die Autorin jedoch nichts), dass sich bei meiner Printausgabe einige Fehler eingeschlichen haben, mal ist ein Wort zu viel, mal fehlt ein Buchstabe, Satzzeichen oder ähnliches, was mir das Lesen doch etwas vergällt hat. Die Schriftgröße war mir persönlich zu klein. Der Klappentext verrät für mein Empfinden auch viel zu viel, denn um das alles zu erfahren, muss man die ersten 100 Seiten gelesen haben.


    Alles in allem hat mich die Geschichte zwar nicht enttäuscht, aber wirklich überzeugen konnte sie mich leider auch nicht. Es passieren einfach viel zu viele Zufälle, die die Geschichte unglaubwürdig erscheinen lassen. Nun gut und wahrscheinlich liegt es auch daran, dass ich mich in die Hauptperson nicht einfühlen konnte.


    Fazit: Wer historische Schmöker liebt, der wird hier auf seine Kosten kommen. Mir hat das Buch leider nur eingeschränkt gefallen, da mir unter anderem einige Passagen zu grausam waren. Geschmackssache und daher nur bedingt zu empfehlen!


    Bewertung: gut gemeinte 3/ 5 Sternen


    -------------------------------------------


    Meine Rezension findet ihr außerdem hier:


    Mein Blog: http://nicigirl85.blogspot.de/…sion-rebecca-michele.html und http://nicigirl85.blogspot.de/p/im-august-2014.html


    Amazon: http://www.amazon.de/review/R2…1SOH7N/ref=cm_cr_rdp_perm


    Buechereule: http://www.buechereule.de/wbb2/thread.php?threadid=80326


    Literaturschock: https://literaturschock.de/lit…/index.php?thread/34134.0


    Lovelybooks: http://www.lovelybooks.de/auto…4-w/rezension/1107482092/


    Wasliestdu: http://wasliestdu.de/rezension/auf-dem-rachefeldzug

    "Das Buch als Betriebssystem ist noch lange nicht am Ende" (H.M. Enzensberger)


  • Auch Dir ganz herzlichen Dank für den schönen Austausch und Deine Meinung, auch wenn die Geschichte Dich nicht ganz überzeugen konnte.


    Was mich persönlich sehr interessieren würde, wäre die Frage, welche Passagen Du als zu ausführlich und damit als Seitenfüller empfunden hast? Da es ein historischer Roman ist, wollte ich das Leben in dieser Zeit natürlich so exakt wie möglich beschreiben, hatte aber selbst nie das Gefühl, Passagen geschaffen zu haben, die die Handlung zum Stocken bringen können.
    Ein Autor empfindet aber eben anders, als ein Leser. Daher sind Leserunden für mich so interessant und wichtig, denn ich mache mir über Kritikpunkte durchaus Gedanken.


    Welche Passagen waren denn zu grausam? Eigentlich sind meine Romane nämlich dafür bekannt, dass ich nicht sehr grausam und/oder blutrünstig schreibe, wie so manche anderer Kollege/andere Kollegin von historischen Romanen.


    Liebe Grüße
    Rebecca

  • Da ich auf spontanen Kurzurlaub war, war ich nicht so bei der Diskusion dabei werde aber noch meine Einddrücke posten und alle komentare durchlesen.
    Hier ist meine Rezi. Ich habe sie auch auf Lovelybooks gepostet. Auf Amazon werde ich die identische Rezi auch noch einstellen.
    Vielen lieben Dank das ich dieses Buch lesen durfte.
    Dir liebe Rebecca ein herzliches Danke für die vielen Informationen und Antworten auf unsere Fragen!



    Inhalt:
    "Maureen, schottischer Abstammung, verheiratet mit einem einflussreichen englischen Landadligen und Mutter einer sechzehnjährigen Tochter, erfährt, dass ihre Mutter nach der Schlacht von Culloden (in Schottland) von drei englischen Offizieren vergewaltigt worden ist. Sie ist das Produkt dieser Gewalttat. Das erklärt Maureens freudlose Kindheit und Jugend, denn ihre Mutter konnte nie Liebe für sie empfinden. Maureens Ehemann fürchtet einen Skandal, wenn dies bekannt wird. Deshalb verstößt er Maureen und sagt der Tochter, die Mutter wäre gestorben. Um nicht zu zerbrechen, beschließt Maureen, die drei ehemaligen Offiziere zu finden. Der historische Roman spielt im England und Schottland um 1780 - 1782. Er behandelt die Auswirkungen der Niederschlagung des 2. Jakobitenaufstandes in Schottland nach der Schlacht von Culloden."


    Meinung:
    Also zuerst möchte ich anmerken, das das Cover für mich nichts mit der Geschichte zu tun hat. Vom Cover her hätte ich das Buch nicht gelesen.


    Dann hat es mich überrascht, da ich aufgrund des Covers entwas anderes erwartet habe. Die Geschichte hat mich gefesselt und ich habe die Geschichte wirklich gerne gelesen.
    Maureen war mir von Anfang an sympatisch und ich konnte manche Schritte auch verstehen.


    Der Schreibstil ist sehr flüssig und spannend, teilweise sind Situationen für mich sehr grausig beschrieben. Es sind auch unvorhergesehenen Wendungen eingebaut worden z.B. Alan wird ermordert. Damit habe ich überhaupt nicht gerechnet.


    Etwas was mir nicht so gut gefallen hat waren die vielen Zufälle im letzten Teil des buches, dass war für meinen Geschmack schon zuviel des guten.


    Fazit:
    Sehr spannender historischer Roman! Das Cover muss man allerdings ignorieren, aber die Geschichte dahinter ist lesenswert.

    Einmal editiert, zuletzt von abetterway ()

  • Inhalt:
    Die Schottin Maureen, verheiratet mit dem englischen Lord Trenance, reist 1780 mit ihrer Familie nach Edinburgh, um ihrer kranken Mutter Laura beizustehen, auch wenn Laura nichts mehr von ihrer Tochter wissen möchte, seit sie einen Engländer geheiratet hat. Dort erfährt Maureen von dem schockierenden Geheimnis ihrer Mutter, welches ihren Hass auf die Engländer erklärt. Als Maureen das Liebste genommen wird, beschließt sie, Rache an den Menschen zu nehmen, die für das Leid ihrer Mutter und schlußendlich ihrer Familie verantwortlich sind.


    Meine Meinung:
    Ich muß gestehen, daß das Cover mir nicht besonders gefallen hat – wenn ich nicht bereits ein tolles Buch der Autorin gelesen hätte, hätte ich eher nicht zu diesem Buch gegriffen. Und das wäre sehr schade gewesen, denn dann hätte ich die spannende Geschichte um Maureen und ihrer Rache verpasst. Gespickt wird die Handlung durch zahlreiche historische Fakten, die die Handlung abrunden. Zudem bekommt der Leser einen guten Einblick in das damalige Gesellschaftsleben.


    Maureen Trenance hat es nicht nur aufgrund ihrer schottischen Abstammung in Cornwall schwer, sondern sie stammt dazu noch aus einfachen Verhältnissen: ihre Heirat mit Philipp war eine Liebesheirat, bei der sich ihr Mann über sämtliche Konventionen hinweggesetzt hat. Sie liebt ihre neue Heimat, hat aber Probleme damit, sich immer und immer wieder der Etikette unterzuordnen. Besonders ihre Nachbarin Lady Esther, die sie bei ihrer Ankunft auf Trenance Cover damals unter ihre Fittiche genommen hat, läßt Maureen immer wieder ihren Stand in der Gesellschaft spüren.
    Maureen ist sehr starrsinnig, und wenn man ihre Mutter Laura kennenlernt, weiß man, vom wem sie diese Eigenschaft geerbt hat. Als sich Maureen vornimmt, die Vergewaltiger ihrer Mutter zur Rechenschaft zu ziehen, wird sie blind vor Rache und übersieht beinahe, daß auch Unschuldige unter ihrem Tun leiden.


    Maureens Ehe mit Philipp hat in den letzten Jahren unter dem Standesdünkel und dem Druck von außen gelitten: sie sind sich nicht mehr so nahe wie zu Beginn ihrer Beziehung. Dennoch hilft Philipp Maureen bei der Pflege ihrer todkranken Mutter. Als er jedoch von Maureens wahrer Herkunft erfährt, befürchtet er einen Skandal.


    Frederica, die 16-jährige Tochter der Trenance, ist eine lebenslustige junge Frau, die unsterblich in den Sohn von Lady Esther verliebt ist. Sie macht in meinen Augen die bemerkenswerteste Entwicklung in diesem Buch durch und spielt am Ende dieses Buches eine wichtige Rolle.


    Schön finde ich, daß die Charaktere nicht nur einseitig dargestellt werden, ebenso ist es spannend, wie die Täter von damals auf ihre Umgebung und Maureen wirken.


    Zur Leserunde:
    Mir hat unser gemeinsamer Ausflug nach Schottland und Cornwall sehr viel Spaß gemacht. Herzlichen Dank an dich, Rebecca, für deine tolle Begleitung und die Urlaubstipps ;) Ich würde mich freuen, wenn wir uns bei einem deiner nächsten Bücher hier wieder lesen würden.


    Meine Rezension erscheint bei:
    Amazon
    Großes Literaturschock-Bücherforum
    Literaturschock.de
    LovelyBooks


  • Inhalt:


    Zur Leserunde:
    Mir hat unser gemeinsamer Ausflug nach Schottland und Cornwall sehr viel Spaß gemacht. Herzlichen Dank an dich, Rebecca, für deine tolle Begleitung und die Urlaubstipps ;) Ich würde mich freuen, wenn wir uns bei einem deiner nächsten Bücher hier wieder lesen würden.


    Mir ebenso, und ich danke auch für die vielen Fragen, was die Runde so richtig schön lebendig gemacht hat.
    Es erscheinen ja regelmäßig neue Romane von mir in unterschiedlichen Richtungen. Ab Mitte Sept. z.B. der 4.Band der Cornwallkrimi-Reihe mit Mabel Clarence (hier sind auf anderen Plattformen bereits zwei Leserunden vereinbart), und dann im Frühjahr 2015 ein historisches Familiengeheimnis auf zwei Zeitebenen (1940 und 1850) mit Schauplatz Cornwall. Hier ist bereits eine Leserunde ab dem 1.6.15 vereinbart.
    Wenn also Interesse besteht - jederzeit gern :D


    Liebe Grüße
    Rebecca


  • Auch Dir herzlichen Dank fürs Mitlesen und Deine Einschätzung und Beurteilung. Das mit den Zufällen werde ich überdenken, und die Sache mit dem Cover haben wir ja diskutiert. Es war ein Versuch ...;-).


    Liebe Grüße
    Rebecca


  • Ganz herzlichen Dank, liebe Karin!
    Es freut mich, dass Du die Charaktere gemocht hast, auch wenn Maureen nicht die typische Protagonistin ist, die immer nur gut und gerecht ist ;)


    Liebe Grüße
    Rebecca


  • Es freut mich, dass Du die Charaktere gemocht hast, auch wenn Maureen nicht die typische Protagonistin ist, die immer nur gut und gerecht ist ;)


    Das macht sie dafür umso spannender 8)



    Ab Mitte Sept. z.B. der 4.Band der Cornwallkrimi-Reihe mit Mabel Clarence (hier sind auf anderen Plattformen bereits zwei Leserunden vereinbart), und dann im Frühjahr 2015 ein historisches Familiengeheimnis auf zwei Zeitebenen (1940 und 1850) mit Schauplatz Cornwall. Hier ist bereits eine Leserunde ab dem 1.6.15 vereinbart.


    Die Cornwall-Krimis wollte ich eigentlich schon längst mal gelesen haben, es ist einfach zu wenig Zeit :'( Aber sie wären ja vielleicht was für unseren Cornwall-Aufenthalt nächtes Jahr? Oh, ein Familiengeheimnis auf zwei Zeitebenen fällt doch gleich in mein Beuteschema.

  • Inhaltsangabe:


    Cornwall, im Jahr 1780.
    Maureen Trenance lebt mit ihrem Ehemann Philipp und ihrer fast erwachsenen Tochter Frederica auf einem großen Gut in Cornwall. Zwischen den Trenances und ihren Nachbarn herrscht freundschaftlicher Umgang, doch das war nicht immer so. Als Maureen, die aus einfachen Verhältnissen stammt und obendrein noch Schottin ist, von Philipp aus Edinburgh nach Cornwall gebracht wurde, wäre er fast enterbt worden und Maureen musste schwer um Anerkennung kämpfen. Inzwischen ist sie in die cornische Gesellschaft integriert, doch ein ankommender Brief stört das Familienleben. Der Brief stammt von Maureens Mutter Laura, und sie schreibt, dass Maureens Vater im Sterben liegt und sie gerne noch einmal sehen möchte. Sofort reist die Familie nach Edinburgh ab, doch sie kommen zu spät: Maureens Vater ist bereits tot. Laura ist schwer lungenkrank und Maureen will sich nun um sie kümmern, obwohl das Verhältnis zu ihrer Mutter immer schwierig und kühl war. Nun erfährt Maureen auch den Grund dafür: als junges Mädchen wurde Laura kurz nach der Schlacht von Culloden von drei englischen Offizieren vergewaltigt, und Maureen ist das Kind einer dieser Soldaten. Maureen ist von der Geschichte entsetzt, und sie will sich für Laura an den drei Männern, deren Namen sie noch nicht einmal kennt, rächen. Dafür entzweit sie sich auch mit ihrem Ehemann Philipp und nimmt in Kauf, dass sie ihre Tochter Frederica nie wieder sehen kann ...


    Der erste Satz:


    Maureen runzelte die Stirn, als es an die Tür klopfte.


    Meine Meinung zum Buch:


    Ich habe mich beim Lesen dieses Buches sehr gut unterhalten. Gleich nach den ersten paar Seiten konnte ich völlig in die Geschichte abtauchen, das war mir schon länger nicht mehr beim Lesen passiert und ist für mich ein ganz wichtiger Pluspunkt.


    Die Geschichte ist spannend aufgebaut. Wir begleiten Maureen und ihre Familie durch eine schwierige Zeit, in der Abstammung und guter Ruf über allem stand und wichtiger als persönliches Glück oder Leistung war. Eine Zeit, in der Kriegsverbrechen per königlichem Erlass nicht verfolgt und die Täter nie bestraft wurden. Vor diesem Hintergrund rollen sich Maureens Erlebnisse vor unseren Augen ab, und obwohl sie mir nicht immer sympathisch blieb und ich manche ihrer Entscheidungen auch nicht gut heißen konnte, war sie mir doch immer persönlich nah.


    Aber auch andere Figuren spielen in der Geschichte eine wichtige Rolle. Da ist Philipp, Maureens Ehemann, der sich für seine Liebe zu einer Schottin über gesellschaftliche Grenzen hinweggesetzt hatte. Oder Maureens Tochter Frederica, die gerade alle Höhen und Tiefen ihrer ersten Liebe erlebt. Besonders werden mir auch die Nachbarn Lady Edith und deren Ehemann David Linnley in Erinnerung bleiben, genauso wie Maureens Zofe Monja oder den geheimnisvollen Alan McLaud. Keine dieser Personen ist nur gut oder nur böse, jede zeigt Schattierungen, hat individuelle Eigenarten und ist als Person interessant und spannend beschrieben.


    Die Geschichte folgt den Ereignissen überwiegend chronologisch, nur hin und wieder gibt es kurze Rückblenden in die Vergangenheit, die einzelne Geschehnisse aufklären und dem Verständnis helfen. Meistens wird aus Maureens Perspektive erzählt, aber wir erleben die Dinge teilweise auch aus anderen Augen, z. B. aus Philipps oder Fredericas.


    Langweilig wurde mir beim Lesen nie.


    Mein Fazit: :buchtipp:


    Zur Leserunde:


    Mir hat das gemeinsame Lesen, Diskutieren und Spekulieren wieder sehr viel Spaß gemacht. Danke an meine Mitleserinnen!


    Danke auch an Rebecca Michéle, die uns so nett durch die Leserunde begleitet hat. Ich hoffe, wir können eines deiner nächsten Bücher hier wieder gemeinsam lesen.


    Viele Grüße von Annabas


    Ich veröffentliche diese Rezension auch auf
    Literaturschock
    Amazon

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  1. Donnerstag, 10. Mai 2018 - Sonntag, 27. Mai 2018

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    JanaBabsi

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    Caren