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  • So, gestern Abend war hier sonst keine Action geboten. Ich bin dann also so weit...
    Ich finde Max immer noch nervig. Er ist ein arroganter Kerl. Er findet alle Leute doof, hässlich und uncool. Selbst solche, die ihm gar nichts getan haben oder sogar helfen.
    Er wirkt auf mich wie jemand, in dessen Leben nie wirklich etwas Interessantes passiert und der darum alles durch Überdramatisierung spannend machen muss. Sorry, er ist einfach gar nicht mein Typ.
    Aber ansonsten ist die Handlung spannend. Es ist ja klar, dass es eines dieser Bücher ist, bei denen dauernd etwas schief geht und die Erreichung des Ziels auf keinen Fall in der Buchmitte passieren darf. Und ich wette auch, dass am Ende eine ganz große Enttäuschung wartet. Ana hat vermutlich schon längst einen anderen Casanova. Ich finde, das Titelbild deutet das auch schon an. Aber nur meine Vermutung. Ich habe den Schluss natürlich noch nicht gelesen. :-)
    Heute komme ich dann erstmal nicht zum Romanlesen. Meine Anwesenheit in einem Vortrag wird heute Abend gefordert.
    Liebe Grüße,
    Muna

  • Zitat

    Es ist ja klar, dass es eines dieser Bücher ist, bei denen dauernd etwas schief geht und die Erreichung des Ziels auf keinen Fall in der Buchmitte passieren darf


    Erinnert mich an ein Buch auf Hoher See, das wir hier vor kurzem gelesen haben - da ging auch von Anfang bis Ende alles schief, bei allen Beteiligten des Buches. So viel Hektik und Aufruhr ist mir persönlich nur leider viel zu viel.


    Die 3 Freunde lassen ja kein Fettnäpfchen aus in das sie treten können. Lenny lässt auch nix anbrennen und hüpft von Blümchen zu Blümchen um es mal so auszudrücken. Ob er all seine Affairen auch tatsächlich hat oder nur vorschwindelt lassen wir mal dahingestellt.


    Die Party mit den spanischen WG-Bewohnern und die Party im Hotel der Stewardessen sind für mich einfach nur schräg, aneinandergereihtes Wirrwar und ergeben für mich nicht wirklich Sinn.


    Dann die Blamage auf dem Tomatenfest in Barcelona (oder war es Valencia?) .... peinlicher kann man sich als Reporter doch gar nicht mehr anstellen. Vermutlich ist der Reporter Carlos von Telecinco genau so minderbemittelt unterwegs wie Max. Nach dem 3. Versuch hätte ich Max die Kamera auf den Kopf gehauen und von mir aus hätte er sich einen anderen Kameramann suchen können.
    Das anschließende Tomaten-Bad incl. Kotze vom Australier ....... uäähhh....... Und die CD von 2003, schlimmer geht immer.


    Die Story auf dem Polizeirevier und was er dann in Punkto Drogensumpf an die Redaktion schickt, einfach nur wild zusammengestammeltes Zeug. Ich bin gespant was sein Redakteur von der Sache hält. Und das Foto von dem deutschen Jungen - da ruft bestimmt jemand an der ihn erkennt.


    Als sie dann endlich in der Disco/Bar auflaufen ist Ana natürlich nicht da.


    Mal schauen wie lange die 3 sich noch an der Nase herumführen lassen.
    Irgendwie bin ich froh, die Hälfte des Buches schon hinter mir zu haben. :(

  • Du liebes bisschen, Max und Lenny wären mir eindeutig zu anstrengend, was für Chaoten :D Ich bin froh, daß ich sie nicht persönlich kenne, da kann ich als Generation Locker-Flockig nicht mehr mithalten ;)


    Ich frage mich allerdings auch, welches Spiel Ana spielt: warum lockt sie Max immer wieder, um dann wo ganz anders aufzutauchen? Ich glaube nicht, daß sie tatsächlich im Luna Mar war. Mich würde es nicht wundern, wenn sie sich nicht mal in Spanien aufhalten würde, sondern doch noch in Köln ist. Verarscht sie ihn oder ist das Spiel eine Folge ihres vermeintlichen Fesselspiels in der Nacht, an die sich Max nicht mehr erinnern kann?


    Irgenwie taumeln unser drei Freunde nur von einer Party zur Anderen und kommen nicht wirklich vorwärts. Und dann hockt ihnen noch der Kölner Frauenausflug, Kratzklaus sowie Zylinderkopfschraube und brasilianischer Fußballer im Nacken. Ich will nicht wissen, was für Namen sich Max da herausgesucht hat, aber womöglich macht wirklich einer davon nachher das Rennen. Außerdem bin ich gespannt, wie Max' Drogengschichte bei Klaus ankommen wird. So ganz egal ist Max der Job aber doch nicht, er ist sich schon bewußt, daß er ihn nicht wieder in den Sand setzen sollte.


    Bei den Kölner Frauen hat es Max inzwischen verschissen und ich bin gespannt, ob sie sich nochmals begegnen werden.


    Der Tomatenkrieg war die reine Katastrophe für Max: kein Wunder, daß das Video direkt bei Youtube landet. Lenny mit seiner Sprückeklopferei finde ich extrem anstrengend, aber er findet immer genügend blöde Weiber, die darauf reinfallen. Wenigstens ist Wilhelm noch einigermaßen zahm, jedenfalls bisher. Wobei er auch Klopper bringen kann, wie sein Spitzname zeigt.


    Nun bin ich gespannt, aus welcher Stadt sich Ana als nächstes melden wird.


  • Ob er all seine Affairen auch tatsächlich hat oder nur vorschwindelt lassen wir mal dahingestellt.


    Das habe ich mich auch schon gefragt - andererseits ist es tatsächlich so, daß Sprücheklopfer ziemlich gute Chancen bei Frauen haben, immer wieder erstaunlich.



    Die Party mit den spanischen WG-Bewohnern und die Party im Hotel der Stewardessen sind für mich einfach nur schräg, aneinandergereihtes Wirrwar und ergeben für mich nicht wirklich Sinn.


    Die Party kann ich auch nicht so richtig in die Handlung einordnen, außer, daß es hierbei wieder zu Kontakt mit den Kölner Frauen kommt.



    Ich bin gespant was sein Redakteur von der Sache hält. Und das Foto von dem deutschen Jungen - da ruft bestimmt jemand an der ihn erkennt.


    Wahrscheinlich ist er Klaus auch noch begeistert davon ;D

  • Max, Lenny und Wilhelm sind also tatsächlich in Spanien. Ich kann mir die drei richtig so richtig gut vorstellen, wobei mir Lenny ja ehrlich gesagt immer unsympathischer wird. Ich denke doch, er ist ungefähr in Max´ Alter, oder? So Ende Zwanzig? Er kommt mir eher zehn Jahre jünger vor. Was macht er eigentlich beruflich? Wird das irgendwo erwähnt?


    Von Wilhelm erfahren wir nicht so viel. Er scheint mir aber von den dreien noch der vernünftigste zu sein. Irgendwie wundert es mich eigentlich, dass Lenny und Wilhelm miteinander befreundet sind. Die beiden scheiden total unterschiedliche Charaktere zu sein. Aber Gegensätze ziehen sich an; das ist bei Freundschaften vielleicht auch so!?


    Diese Verwüstung im Hotelzimmer… Ich habe dabei immer an die beiden Mädels denken müssen, die das Zimmer gemietet haben und Lenny ja eigentlich nur helfen wollten. Dass er hinter ihrem Rücken seine Freunde einlädt und die dann auch noch zwanzig weitere Leute mitbringen…
    Entschuldigung, ich mag ja spießig sein, aber das fand ich nicht in Ordnung. Immerhin haben sie die Wände vollgeschrieben, die Minibar ausgetrunken und das Bettlaken zerstört. Das werden die beiden Flugbegleiterinnen (?) mit Sicherheit bezahlen müssen.

    Da hat mir die Szene mit den tomatenwerfenden Spaniern doch schon besser gefallen! Das gibt es wirklich, oder? Ich meine, schon mal davon gehört zu haben.
    Ich frage mich allerdings, ob Max sich inzwischen nicht in etwas hineinsteigert. Ana schreibt ihm zwar eine sms, antwortet dann aber nicht mehr, und hält sich auch sonst sehr bedeckt. Wenn sie Max wiedersehen möchte, warum schreibt sie denn dann nicht, wann und wo genau sie sich treffen können? Oder ruft einfach an; das wäre ja naheliegend eigentlich. :-\


  • Was macht er eigentlich beruflich? Wird das irgendwo erwähnt?


    Witzig, das habe ich mich auch gefragt.



    Diese Verwüstung im Hotelzimmer… Ich habe dabei immer an die beiden Mädels denken müssen, die das Zimmer gemietet haben und Lenny ja eigentlich nur helfen wollten. Dass er hinter ihrem Rücken seine Freunde einlädt und die dann auch noch zwanzig weitere Leute mitbringen…
    Entschuldigung, ich mag ja spießig sein, aber das fand ich nicht in Ordnung. Immerhin haben sie die Wände vollgeschrieben, die Minibar ausgetrunken und das Bettlaken zerstört. Das werden die beiden Flugbegleiterinnen (?) mit Sicherheit bezahlen müssen.


    Das fand ich auch fies, weil die Drei für die Beschädigungen nicht einstehen müssen.

  • Diese Verwüstung im Hotelzimmer… Ich habe dabei immer an die beiden Mädels denken müssen, die das Zimmer gemietet haben und Lenny ja eigentlich nur helfen wollten. Dass er hinter ihrem Rücken seine Freunde einlädt und die dann auch noch zwanzig weitere Leute mitbringen…
    Entschuldigung, ich mag ja spießig sein, aber das fand ich nicht in Ordnung. Immerhin haben sie die Wände vollgeschrieben, die Minibar ausgetrunken und das Bettlaken zerstört. Das werden die beiden Flugbegleiterinnen (?) mit Sicherheit bezahlen müssen.


    Ich fand das ehrlich gesagt auch nicht in Ordnung... :-[


  • Irgendwie bin ich froh, die Hälfte des Buches schon hinter mir zu haben. :(



    Ich muss dir leider zustimmen, ich ann gar nichts mehr wirklich dazu sagen weil alles wurde shcon beschrieben und ich kann wirklich so wenig mit dem Inhalt anfangen, das ich gar nicht weiß wo ich anfangen soll zu erzählen was mich alles stört, da die Antwort momentan ür mich ist: ALLES!

  • Find ich beruhigend, dass es euch ähnlich geht. Mit den Partyszenen kann ich nicht viel anfangen. Ich habe selbst zu meiner Studiumszeit nicht verstanden, was toll daran sein soll, einen Raum zu verwüsten und so viel zu trinken, dass man einen Blackout hat und sich nachher an nichts mehr erinnert. Ich bin eher der Typ für grünen Tee und Spieleabend. :-)
    Muna


  • Irgendwie wundert es mich eigentlich, dass Lenny und Wilhelm miteinander befreundet sind. Die beiden scheiden total unterschiedliche Charaktere zu sein. Aber Gegensätze ziehen sich an; das ist bei Freundschaften vielleicht auch so!?


    Ich könnte mir vorstellen, dass sich die beiden (die drei) noch aus Schulzeiten kennen. Da entstehen Freundschaften schlicht auch deswegen, weil man in der selben Klasse ist und halt oft (und mit noch anderen) zusammen abhängt. Man hat also nicht als Erwachsener im Kajakverein zueinander gefunden, und teilt schon mal einige Interessen und vielleicht auch Charaktereigenschaften (Natur, Wasser, Sport, ...), sondern man hat einfach im selben Schul-Sprengel gewohnt.
    Ich finde aber, dass sich das aufgrund der unterschiedlichen Charaktere recht süffig liest.



    Ich frage mich allerdings auch, welches Spiel Ana spielt: warum lockt sie Max immer wieder, um dann wo ganz anders aufzutauchen? Ich glaube nicht, daß sie tatsächlich im Luna Mar war. Mich würde es nicht wundern, wenn sie sich nicht mal in Spanien aufhalten würde, sondern doch noch in Köln ist. Verarscht sie ihn oder ist das Spiel eine Folge ihres vermeintlichen Fesselspiels in der Nacht, an die sich Max nicht mehr erinnern kann?


    Eine interessante Vermutung. Dadurch, dass man nicht weiß, was in der Nacht passiert ist, bleibt es spannend. Und durch das Katz- und Mausspiel, das Ana veranstaltet.


    Ich finde den Roman weiterhin witzig, auch wenn es mir manchmal (wie bereits gesagt) auch ein wenig zu viel wird. Mir gefällt es, dass manche Elemente immer wiederkehren, wie z.B. der 3000'er running gag, oder wenn Max mit den Worten Hesses denkt (auch wenn ich Siddhartha wirklich gerne gelesen habe!).


    Manche Begebenheiten finde ich auch wirklich gut beobachtet, z.B. die kulturellen Unterschiede zwischen Spanien und Deutschland (die natürlich auch ein bisschen ins Klischee gezogen werden). Ob nun Kindererziehung, was schon mit dem Namen anfängt (Maya-Sophia ;D) und der Überquerung roter Ampeln weitergeht (ich kann mich erinnern, dass in Madrid Erwachsene wie Kinder alle und ständig über rote Ampeln gelaufen sind).
    Oder was ältere Menschen betrifft ("Es wird halt jeden Tag ein bisschen schlechter"). :)


  • Manche Begebenheiten finde ich auch wirklich gut beobachtet, z.B. die kulturellen Unterschiede zwischen Spanien und Deutschland (die natürlich auch ein bisschen ins Klischee gezogen werden). Ob nun Kindererziehung, was schon mit dem Namen anfängt (Maya-Sophia ;D) und der Überquerung roter Ampeln weitergeht (ich kann mich erinnern, dass in Madrid Erwachsene wie Kinder alle und ständig über rote Ampeln gelaufen sind).
    Oder was ältere Menschen betrifft ("Es wird halt jeden Tag ein bisschen schlechter"). :)


    Bei der Maya-Sophia mußte ich auch grinsen ;D

  • Meinen Humor trifft das ganze zwar nicht so recht, aber ich finde es doch recht amüsant zu lesen. Ich darf allerdings nicht ernsthaft drüber nachdenken, sonst fange ich an, mich über Max zu ärgern.
    Dafür, dass er selber noch nichts im Leben geschafft hat, ist er ganz schön arrogant und hat keine Hemmungen, sich über andere lustig zu machen. Gerade bei der schwäbelnden Urlauberin fiel mir das ziemlich auf, und das nicht, weil ich selbst Schwäbin bin (ich kann nämlich sogar Hochdeutsch), sondern weil ich sein Geläster über ältere Leute schon recht daneben fand. Dass ihre versucht jugendliche Ausdrucksweise auch nicht besser ist, gebe ich aber natürlich auch zu.


    Ich hab in meiner Studentenzeit auch recht wild gefeiert, aber absichtlich solche Verwüstungen wie in dem Hotelzimmer? Nein, da wurde mir irgendwie wohl doch ein gewisser Respekt vor dem Eigentum anderer beigebracht, da bin ich auch echt froh drum, denn so was ist nicht witzig, weder für den Hotelbesitzer, der dann renovieren muss, noch für die Stewardessen, die wahrscheinlich dafür verantwortlich gemacht werden. Ist natürlich auch ein bisschen dämlich, einen fremden Typen allein da im Zimmer zurückzulassen.


    Dass Ana sich tatsächlich meldet, hatte ich gar nicht erwartet. Und immer noch mit dem "W84U". Vielleicht hat das in Spanien eine ganz andere Bedeutung? ;D


  • Manche Begebenheiten finde ich auch wirklich gut beobachtet, z.B. die kulturellen Unterschiede zwischen Spanien und Deutschland (die natürlich auch ein bisschen ins Klischee gezogen werden). Ob nun Kindererziehung, was schon mit dem Namen anfängt (Maya-Sophia ;D) und der Überquerung roter Ampeln weitergeht (ich kann mich erinnern, dass in Madrid Erwachsene wie Kinder alle und ständig über rote Ampeln gelaufen sind).
    Oder was ältere Menschen betrifft ("Es wird halt jeden Tag ein bisschen schlechter"). :)


    Mir gefallen auch die zwischendurch ein bisschen "ernsteren" Gedanken neben dem ganzen Klamauk. Wenn es davon etwas mehr wäre, würde mir das Buch sicher etwas mehr liegen.


  • Ist das wirklich so extrem in Spanien? Das wusste ich gar nicht.


    Ich erinnere mich, dass in Frankreich Ampeln nur als zeitlich wechselnde Vorfahrtsregeln gelten. Sozusagen als Vorschlag für den Fall, dass es an der Kreuzung unübersichtlich wird. Aber wenn keiner kommt, geht man natürlich bei rot. Was denn sonst?
    Muna

  • Nicht nur für Fußgänger! Ich hab mal in Frankreich gelebt, nachts an roten Ampeln halten, ist völlig überflüssig und man wird dann noch empört angehupt ;D Oder der hinter einem schert aus und überholt einen dann halt.
    Ich musste mich ja so zusammenreißen, als ich wieder in Deutschland war. An Zebrastreifen anhalten hatte ich mir ja völlig abgewöhnt ;D


  • Nicht nur für Fußgänger! Ich hab mal in Frankreich gelebt, nachts an roten Ampeln halten, ist völlig überflüssig und man wird dann noch empört angehupt ;D Oder der hinter einem schert aus und überholt einen dann halt.
    Ich musste mich ja so zusammenreißen, als ich wieder in Deutschland war. An Zebrastreifen anhalten hatte ich mir ja völlig abgewöhnt ;D


    Ja, das ist irgendwie seltsam. Man gewöhnt sich solche Unarten im Nullkommanix an, aber sie sich wieder abzugewöhnen, das wird schwer! Das zeigt dann auch deutlich, welchen Charakter man hat.


    Chaoten-Muna

  • Suse

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