06 - Seite 454 bis Ende

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  • Hier könnt Ihr zum Inhalt von Seite 454 bis zum Ende (ab New York, Oktober 1935 bis April 1936) schreiben.


    Erster Satz: Marie stand unter Schock.


    Spoilermarkierungen sind aufgrund der Seitenbeschränkung nicht vorgesehen.

    Liebe Grüße

    Dani

    Einmal editiert, zuletzt von Spatzi79 ()

  • Dachte ich es mir doch, daß Walter nicht hinter der Spionage steckte – auf seinen Bruder Jasper bin ich allerdings nicht gekommen. Als Donague sen. Marie so am Telefon abkanzelte, war mir klar, daß sein Sohn nicht Lavinia geheiratet hatte, denn dann hätte er ihn sicherlich nicht enterbt. Außerdem mußte die Enterbung irgendwas mit Marie zu tun haben, so wie der alte Donague reagiert hat.


    Maries zornige Reaktion auf Trudies Enthüllung hat mir gut gefallen, wie sie kurzerhand Rudolf (endlich) den Laufpass gibt und ihre Brüder zurechtstutzt, was ihren Anteil betrifft. Allerdings kann ich mir nicht vorstellen, daß Maries Gefühle für Rudolf so schlagartig abgekühlt sind, nachdem sie Wochen vorher die ganze Zeit so verliebt war, das ging mir etwas zu schnell.


    Schade fande ich, daß die Fire-Island-Clique auseinandergefallen ist, mir hat die schöne Zeit, die sie zusammen verbracht haben, gut gefallen. Aber so ist es ja meistens: Menschen verändern sich, haben neue Aufgaben und Freunde oder Partner, das Karussell des Lebens dreht sich weiter.


    Maries Aussöhnung mit ihrem Vater hat mir gut gefallen, ihm hat die Reise sichtlich gut getan, er gibt ihr sogar den nötigen Schubs, nach Walter zu suchen. Wie schön, daß Walter Maries Traum verwirklicht hat, obwohl er sie in Deutschland wähnte.


    Dachte ich es mir doch, daß Jan mehr macht als nur ab und an mit der Fähre zu schippern, so lange Abwesenheiten sind gerade zu Beginn einer Beziehung sicherlich schwer auszuhalten. Warum sie aber gar nicht miteinander telefonieren wollten, habe ich nicht verstanden; ihre Argumentation ist mir hier zu dünn. Schlußendlich hat es aber Beiden nicht zugesagt und Jan wird doch noch zur Landratte; geht das wirklich so schnell mit einer Professur und zufälligerweise auch noch in Leer?
    Wie Rona die ganze Familie von Jan zusammenbringt, hat sie sehr gut eingefädelt, das war ja wirklich ein Risiko, wie seine Reaktion ausfallen könnte, so lange kannte sie Jan noch nicht. Und auch wenn es keine eigenen Blutsverwandten sind, gibt es durch die Heirat mit Jan wieder weibliche Verwandte, denen Rona das Kuchenrezept vermachen kann.


    Lachen mußte ich bei den Fragen von Joke und Kea, ob man noch auf das Klo muß, wenn man tot ist und wie man früher ins Internet gekommen ist, als es keine Computer gab :D


    Hach, ein schönes und leckeres Buch, das mir sehr gut gefallen hat.

  • Ich habe nun auch dieses wundervolle Buch beendet und ich bin mit dem Ende super glücklich.


    Marie und Walter wurden also doch ein Paar. Und ihr Wiedersehen hat mir echt Herzklopfen bereitet, einfach herrlich. :herz:


    Sehr gut hat mir auch gefallen, dass sich Maries Vater bei ihr entschuldigt hat. Offenbar haben bei den Eltern die Nazireden keinerlei Einfluss gehabt.


    Ich hatte Walters Halbbruder ehrlich gesagt gar nicht mehr auf dem Schirm und wirklich gedacht, dass Walter zu so etwas fähig sei. :-[ Gott sei Dank war er es nicht.


    Auch die Entwicklung in Ronas Beziehung haben mich glücklich zurückgelassen, denn sie wird nicht wie von mir befürchtet Mutter, sondern Stiefomi und das finde ich einfach viel toller, auch wenn ich nicht gedacht hatte, dass Jan schon Opa ist. Die Familienzusammenführung hat dann auch mir die Tränen in die Augen getrieben. Ich hatte ja wirklich angenommen, dass Jan ausrasten würde.


    Dass Jan zukünftig nicht mehr zur See fahren wird, fand ich auch toll. Man konnte förmlich spüren bei Rona wie sehr sie sich nach ihm verzehrt, das hätte sie auf Dauer wohl nicht ausgehalten.


    Wirklich ein tolles Buch, was mir sehr gut gefallen hat. Rezi folgt im Laufe des Tages.

    "Das Buch als Betriebssystem ist noch lange nicht am Ende" (H.M. Enzensberger)


  • Maries Aussöhnung mit ihrem Vater hat mir gut gefallen, ihm hat die Reise sichtlich gut getan, er gibt ihr sogar den nötigen Schubs, nach Walter zu suchen. Wie schön, daß Walter Maries Traum verwirklicht hat, obwohl er sie in Deutschland wähnte.


    Ja das fand ich auch große Klasse, dass die beiden ihren Frieden finden. Schon erstaunlich, dass gerade ihr Vater dafür sorgt, dass sie nach Walter sucht.


    Übrigens hatte ich völlig vergessen zu erwähnen, dass ich herzhaft lachen musste als offenbart wurde, dass Trudie dachte die geheime Kuchenzutat wären Babyzehen. Herrlich. :D Wie kann man nur auf so eine Idee kommen, geschweige denn so etwas glauben?

    "Das Buch als Betriebssystem ist noch lange nicht am Ende" (H.M. Enzensberger)


  • Übrigens hatte ich völlig vergessen zu erwähnen, dass ich herzhaft lachen musste als offenbart wurde, dass Trudie dachte die geheime Kuchenzutat wären Babyzehen. Herrlich. :D Wie kann man nur auf so eine Idee kommen, geschweige denn so etwas glauben?


    Da mußte ich auch lachen ;D

  • Da mußte ich auch lachen ;D


    :D Ja oder? ;D


    Übrigens haben wir ja die ganze Woche immerzu von Cheese Cake etwas gelesen, dass ich mir heute beim Bäcker ein Stück Käsekuchen (mit Rosinen) gekauft habe, allerdings in typisch deutscher Machart, weil es auf unserem Dörfchen oder in unserer Umgebung kein Café gibt, das vielleicht Cheese Cake anbieten würde...


    Nachher lasse ich es mir schmecken. :jakka:

    "Das Buch als Betriebssystem ist noch lange nicht am Ende" (H.M. Enzensberger)

  • Maries Eltern waren lange in Amerika, aber es gelang Marie nicht, den Groll ganz abzulegen. Erst kurz vor der Abreise hat sie sich mit ihrem Vater versöhnt und ihm alles erzählt. Ich glaube, dass es schwer ist, wenn man so etwas lange mit sich herumschleppt, sich dann noch zu versöhnen. Besser ist wohl, wenn es möglichst schnell zu einer Aussprache kommt. Der Vater hat schon lange bereut, das er so engstirnig entschieden hatte. Das macht er jetzt wieder wett, indem er den letzten Anstoß gibt, damit Marie Walter sucht.
    Maries Besuch bei Trudi zeigt wieder einmal, wie dumm Trudi ist. Ihre Aussage sieht so aus, als sei Walter der Schuldige. In Wirklichkeit war es Jasper, der seinem Vater den Gefallen tun und sich bei ihm einschmeicheln wollte.
    Aber es bewirkt ja wenigstens, dass Marie reinen Tisch macht. Sie gibt endlich Rudolf den Laufpass, was sie nach ihren Zweifeln längst hätte tun sollen. Ihre Brüder bekommen auch gleich ihr Fett weg. Das war das i-Tüpfelchen auf Maries Entwicklung zu einem selbständigen und selbstbewussten Menschen. Deshalb gibt Marie dann auch nicht auf, als es schwierig wird, Walter zu finden. Mir hat Walter immer gut gefallen. Das zeigt sich auch darin, dass er seinem Vater die Stirn geboten hat und dass er den Traum von Marien in die Wirklichkeit gebracht hat, obwohl er davon ausgehen musste, dass Marie Rudolf nach Deutschland gefolgt ist.
    Jan ist kein Nichtsnutz, sondern als Kapitän überall in der Welt unterwegs. Als er nun für Monate weg ist, sollte es keinen Kontakt zwischen Rona und Jan geben. Die Begründung dafür kann ich nicht nachvollziehen. Als er zurückkommt, hat er gekündigt und ein neuer Job ist auch schon da. Da ging aber jetzt holderdibolder. Jans Familie wird von Rona auch wieder zusammengeführt. Das hat sie geschickt gemacht und schön, dass es so problemlos gelaufen ist. Ronas neue Enkelkinder Joke und Kea haben mir gut gefallen, pfiffig sind sie.
    Zum Schluss ging alles so fix. Trotzdem war das ein wunderschönes Buch.


  • Schade fande ich, daß die Fire-Island-Clique auseinandergefallen ist, mir hat die schöne Zeit, die sie zusammen verbracht haben, gut gefallen. Aber so ist es ja meistens: Menschen verändern sich, haben neue Aufgaben und Freunde oder Partner, das Karussell des Lebens dreht sich weiter.


    Auf der einen Seite ist es schade, aber andererseits bringt das Leben auch immer wieder was Neues und neue Menschen. Wenn man den Kontakt zu allen Menschen aufrechterhalten wollte, mit denen man im Laufe eines Lebens etwas zu tun hatten, würde es irgendwann ganz schön stressig.

  • Dunnerlüttchen, den Halbbruder hatte ich gar nicht auf dem Radar! Marie natürlich auch nicht. Und Trudie war ja schon von Anfang an als dämlich beschrieben worden, sonst hätte sie es ja aufgeklärt.


    Es ist schön, dass Marie ihren Walter doch noch bekommen hat. Ich war allerdings überrascht, dass er ein Restaurant aufmachen wollte.


    Rona findet auch ihr Liebesglück. Sie hat aber Glück gehabt, dass die Familienzusammenführung so gut verlief.
    Ich meine nämlich, mich zu erinnern dass Jan von seiner Mutter gesagt hatte, sie vertrete die selben Ansichten wie sein Vater.
    Aber vielleicht hat sie sich nur nicht getraut, eine eigene Meinung zu vertreten solange ihr Mann am Leben war.


    Es gilt also Ende gut, alles gut, und im Nachwort werden noch mal Fakten und Fiktion erläutert.
    Mir hat es sehr gut gefallen, auch wenn manches etwas dick aufgetragen schien, aber für mich war das in Ordnung.



    Maries Eltern waren lange in Amerika, aber es gelang Marie nicht, den Groll ganz abzulegen. Erst kurz vor der Abreise hat sie sich mit ihrem Vater versöhnt und ihm alles erzählt. Ich glaube, dass es schwer ist, wenn man so etwas lange mit sich herumschleppt, sich dann noch zu versöhnen. Besser ist wohl, wenn es möglichst schnell zu einer Aussprache kommt. Der Vater hat schon lange bereut, das er so engstirnig entschieden hatte. Das macht er jetzt wieder wett, indem er den letzten Anstoß gibt, damit Marie Walter sucht.


    Ja, das war nett, dass ihr Vater eingestehen konnte, einen Fehler gemacht zu haben. Das würde mein Vater in tausend Jahren nicht tun.



    Auf der einen Seite ist es schade, aber andererseits bringt das Leben auch immer wieder was Neues und neue Menschen. Wenn man den Kontakt zu allen Menschen aufrechterhalten wollte, mit denen man im Laufe eines Lebens etwas zu tun hatten, würde es irgendwann ganz schön stressig.


    Das sehe ich auch so. Außerdem gibt es manche Freundschaften die halten, auch wenn man sich ewig nicht gesehen oder gesprochen hat.

  • Hach, schade, ich wollte gar nicht fertig sein.


    Das meiste klärt sich gegen Ende nun auf.
    Ich fand es klasse, wie Marie sich auf einmal behauptet und Rudolf den Laufpass gibt! So energisch und auf ihre eigenen Wünsche und Vorstellungen hörend, kannten wir sie ja bisher gar nicht. Und es ist auch eine Leistung, eine jahrelange "Lebenslüge" auf einmal so klar zu erkennen und dann auch entsprechend zu handeln! Ich hätte ihr am liebsten auf die Schulter geklopft.


    Dass das mit Walter ein Missverständnis war, war ja klar (an den jüngeren Bruder hatte ich überhaupt nicht mehr gedacht!). Schade, dass sie noch so lange gebraucht haben, um zueinander zu finden. Aber schön, dass Maries Vater letztlich derjenige war, der ihr den Anstoß dafür gibt und dass die beiden sich aussöhnen konnten.
    Ein bisschen traurig finde ich, dass am Anfang irgendwo erwähnt wurde, dass Walter später ein Alkoholproblem hatte... ein ganz unbeschwertes Leben haben die beiden also nicht führen dürfen, auch durch den Tod der Tochter - dabei hätte ich es ihnen so gegönnt!


    Nicht ganz aufgeklärt wird das Schicksal von Tante Frieda. Ich hatte ja vermutet, dass die große Öffentlichkeit, die Rona erlebt, da irgendwas zum Vorschein bringt. Da das nicht passiert, finde ich es ähnlich wie die Kritiker im letzten Abschnitt, fast ein bisschen viel des Guten.
    Aber dadurch, dass sie nun in dem Haus lebt und backt und durch Maries Stiftung, wird der Kreis zu Frieda doch irgendwie geschlossen.


    Rona erwischt es auf ihre "alten Tage" aber nochmal so richtig. Warum soll man die große Liebe nicht auch mit Ü40 finden können?
    Als erwähnt wurde, dass Jans Vater ein alter Nazi-Sympathisant war, hatte ich ja schon fast Angst, dass da nochmal Rudolf auftaucht und Jan dessen Sohn oder wohl eher Enkel sein könnte. Aber dem scheint zum Glück nicht so zu sein.
    Dass Rona die Aussöhnung zwischen Jan und seiner Mutter herbeiführt, war ganz schön gewagt aus meiner Sicht. Sie kennen sich noch nicht lange und sie konnte nicht wissen, wie er auf diese Einmischung reagieren wird. Aber es ist zum Glück gut gegangen und nun hat sie auf einmal eine neue Familie mit (Stief)Tochter und Enkeln. Da wird sich wohl eine Erbin für das Rezept finden!


  • Schade fande ich, daß die Fire-Island-Clique auseinandergefallen ist, mir hat die schöne Zeit, die sie zusammen verbracht haben, gut gefallen. Aber so ist es ja meistens: Menschen verändern sich, haben neue Aufgaben und Freunde oder Partner, das Karussell des Lebens dreht sich weiter.


    Ja, das erklärt, warum Marie so genau nachfühlen konnte, wie sich Rona fühlt, als die ihr erzählt, dass ihre Freunde sich irgendwie in alle Winde zerstreut haben. Marie hat das mit der Fire Island Clique damals ähnlich erlebt.


  • Ein bisschen traurig finde ich, dass am Anfang irgendwo erwähnt wurde, dass Walter später ein Alkoholproblem hatte... ein ganz unbeschwertes Leben haben die beiden also nicht führen dürfen, auch durch den Tod der Tochter - dabei hätte ich es ihnen so gegönnt!


    Stimmt, daran hatte ich gar nicht mehr gedacht :( Umso schöner, daß ihr gemeinsamer Weg dann doch so lange ging und ich meine mich zu erinnern, daß das Alkoholproblem nur temporär war.



    Aber dadurch, dass sie nun in dem Haus lebt und backt und durch Maries Stiftung, wird der Kreis zu Frieda doch irgendwie geschlossen.


    Die Stiftung fand ich auch einen ganz tollen Zug von Marie.



    Als erwähnt wurde, dass Jans Vater ein alter Nazi-Sympathisant war, hatte ich ja schon fast Angst, dass da nochmal Rudolf auftaucht und Jan dessen Sohn oder wohl eher Enkel sein könnte. Aber dem scheint zum Glück nicht so zu sein.


    Genau die gleiche Befürchtung hatte ich auch kurz.



    Ja, das erklärt, warum Marie so genau nachfühlen konnte, wie sich Rona fühlt, als die ihr erzählt, dass ihre Freunde sich irgendwie in alle Winde zerstreut haben. Marie hat das mit der Fire Island Clique damals ähnlich erlebt.


    Stimmt, das war mir am Ende des Buches gar nicht mehr bewußt.

  • Stimmt, daran hatte ich gar nicht mehr gedacht :( Umso schöner, daß ihr gemeinsamer Weg dann doch so lange ging und ich meine mich zu erinnern, daß das Alkoholproblem nur temporär war.


    Das war mir auch völlig entfallen.





    Als erwähnt wurde, dass Jans Vater ein alter Nazi-Sympathisant war, hatte ich ja schon fast Angst, dass da nochmal Rudolf auftaucht und Jan dessen Sohn oder wohl eher Enkel sein könnte. Aber dem scheint zum Glück nicht so zu sein.



    Genau die gleiche Befürchtung hatte ich auch kurz.


    Ja, ich habe auch die ganze Zeit befürchtet, dass sich der Kreis zu Rudolf schließt. Zum Glück war das nicht der Fall.

  • Ihr Lieben,


    das ist ein wunderbares Wohlfühlbuch, ich habe richtig gespürt, wie es mich entspannt
    und ausgeglichen gestimmt hat und ich die letzte Seite gar nicht so schnell erreichen wollte.
    Dass auch Rona und Jan am Ende eine gemeinsame Zukunft haben und sogar eine Versöhnung
    mit Jan`s alter Mutter gelungen ist, wäre mir bei einem anderen Roman vielleicht zuviel Zuckerguß
    und heile Welt gewesen - aber hier hat es gepasst.
    Obwohl ich nicht verstehe, warum Jan auch den Kontakt zu seiner Mutter abgebrochen hatte, es war doch
    sein Vater, der ihn aus dem Haus getrieben hat.


    Um den Spannungsbogen der Geschichte bis zuletzt zu erhalten, haben wir leider nicht viel über Marie`s und Walter`s Eheleben
    erfahren. Wenn Walter später ein Alkoholproblem hatte, könnte ich mir schon Gründe dafür vorstellen.
    Da war der Unfalltod ihrer Tochter Anna und ich denke, dass Walter auch unter dem Bruch mit seiner Familie
    gelitten hat. Er ist ohnehin ein sehr sensibler und feinfühliger Mensch - das zeigt sein Umgang mit Marie und
    sein Verhalten nach ihrer Trennung. Er gehört zu den Menschen, die seelisches Leid mit sich selber ausmachen
    und nicht nach Außen tragen. Auf den Photos, die Ginger aus dieser Zeit von ihm gemacht hat, war auch mal eine leere
    Whiskyflasche zu sehen.
    Die Szene am Schluß, als Marie zu ihm kommt, ist wirklich filmreif und ergreifend, man kann seine innere Anspannung
    und die Trauer, die sich langsam in Staunen und Glück verwandelt, deutlich spüren.


    In Zukunft werde ich immer an Marie und Rona denken, wenn ich wieder mal so einen cremigen Cheese Cake mit
    Erdbeersauce finde. :)


    Vielen Dank für die angenehme Leserunde und besonders an Sylvia für die freundliche Begleitung.
    :danke:


  • Obwohl ich nicht verstehe, warum Jan auch den Kontakt zu seiner Mutter abgebrochen hatte, es war doch
    sein Vater, der ihn aus dem Haus getrieben hat.


    Ich glaube, es wurde erwähnt, daß seine Mutter immer zum Vater gehalten hat.



    Wenn Walter später ein Alkoholproblem hatte, könnte ich mir schon Gründe dafür vorstellen.
    Da war der Unfalltod ihrer Tochter Anna und ich denke, dass Walter auch unter dem Bruch mit seiner Familie
    gelitten hat.


    Stand nicht irgendwo, daß das Alkoholproblem auch kriegsbedingt war?

  • So ein schönes Buch, leider schon zu Ende.


    Mensch war Marie enttäuscht, als die von Trudie die Geschichte hörte, sie war ja so was von enttäsucht von Walter,
    aber sie wollte sich immer mit im Aussprechen. Habe Marie bewundert als sie sich so hartnäckig auf die Suche gemacht hat. Und Walter und sie sich ihren großen Traum erfüllt haben.


    Für Rona habe mich auch gefreut, sie scheint ja in Jan den richtigen Partner gefunden zu haben. Doch was wurde dann aus der Teestube?


  • [quote='odenwaldcollies','https://leserunden.de/forum/index.php?thread/&postID=188503#post188503']
    Maries Aussöhnung mit ihrem Vater hat mir gut gefallen, ihm hat die Reise sichtlich gut getan, er gibt ihr sogar den nötigen Schubs, nach Walter zu suchen. Wie schön, daß Walter Maries Traum verwirklicht hat, obwohl er sie in Deutschland wähnte.


    Ja das fand ich auch große Klasse, dass die beiden ihren Frieden finden. Schon erstaunlich, dass gerade ihr Vater dafür sorgt, dass sie nach Walter sucht.
    /quote]


    Die Szene konnte man sich so gut vorstellen, der wunderbare Ausblick auf New York. Endlich das klärende Gespräch
    mit ihrem Vater, eine rührende Begegnung.

  • Ich glaube, es wurde erwähnt, daß seine Mutter immer zum Vater gehalten hat.



    Stand nicht irgendwo, daß das Alkoholproblem auch kriegsbedingt war?


    Hallo :winken:


    auch wenn Jan seiner Mutter nicht verzeihen konnte - es kommt mir trotz allem sehr
    nachtragend und hartherzig vor, der alten Frau ihre Enkelkinder und Urenkelchen vorzuenthalten..
    das sind dann genau die Unterlassungen, die man sehr bereut, wenn dieser Mensch tot ist.


    Das mit dem Kriegtrauma bei Walter hab ich wohl vergessen - aber meistens sind es mehrere Gründe, die zu
    einem Alkoholproblem führen. Dennoch waren er und Marie sehr glücklich, so stelle ich es mir wenigstens vor -
    nach so langer Zeit und so vielen Hindernissen. :)


  • auch wenn Jan seiner Mutter nicht verzeihen konnte - es kommt mir trotz allem sehr
    nachtragend und hartherzig vor, der alten Frau ihre Enkelkinder und Urenkelchen vorzuenthalten..
    das sind dann genau die Unterlassungen, die man sehr bereut, wenn dieser Mensch tot ist.


    Da hast du recht, es schon sehr hart.