06 - Seite 454 bis Ende

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  • @ Halinasabina: Ich denke, die Teestube hat sie weiter betrieben. Jan lehrt ja nun an der Hochschule für angehende Kapitäne in Leer (übrigens ist dort ein früherer Mitschüler von mir tatsächlich Prof und er erforscht besonders diese herrenlosen Container weltweit auf den Ozeanen, durch ihn bin ich überhaupt auf die Thematik aufmerksam geworden ;)), sie können sich in der Nähe von Leer am Deich ein schönes Haus suchen und hoffentlich ziemlich glücklich weiter leben... :)

  • So, ich habe das Buch nun leider auch schon beendet. Das ist eines dieser Bücher, die gar nicht dick genug sein können! Ich hätte gerne noch mehr gelesen von Marie und Walter und auch von Rona und Jan. :lesen:


    Marie hat also ihren Walter tatsächlich bekommen; das hat mich total gefreut! Was mich auch sehr gefreut hat, ist, dass es Walters Halbbruder (oder Stiefbruder?) war, der Trudie bestochen hat, und nicht Walter! Ich muss gestehen, an diese Möglichkeit habe ich gar nicht mehr gedacht! Den Bruder hatte ich total ausgeblendet. :-[
    Aber ganz schön krass, dass Walter gleich enterbt wurde! Sein Vater muss wirklich kein angenehmer Zeitgenosse sein.
    Aber schön, dass Walter eine Aufgabe für sich gefunden hat und das Restaurant aufgebaut hat! Das würde ich übrigens total gerne live sehen; muss ein wundervoller Ort sein!


    Auch bei Rona hat sich so einiges getan! Ihr Leben hat sich in kurzer Zeit ganz schön geändert! Wow!
    Ich hoffe, sie wird mit Jan glücklich! Aber es ist ein gutes Zeichen, dass er für sie seinen Job als Kapitän aufgeben wird. Er muss sie wohl wirklich sehr lieben!
    Und nun wird Rona also auch noch Oma! Das freut mich total, denn eigene Kinder rücken wohl doch in die Ferne, aber nun hat sie wenigstens Enkelkinder! Und irgendwie hat sie ja auch erwachsene Kinder bekommen (Eva und ihren Bruder). :) Sie scheinen sich ja gut zu verstehen.


    Was ich aber schade finde, ist, dass wir über diese Geheimzutut nichts mehr erfahren haben. Oder habe ich was überlesen?
    Ist es wirklich einfach nur so, dass der Kuchen mit Liebe gebacken werden muss? :-\

  • Liebe Rosenprinzessin,


    Deine Kommentare haben mich immer sehr gefreut. Vielen Dank! Was den Cheese Cake angeht: Hab mir fest vorgenommen, mich über die letzte geheime Zutat nicht öffentlich zu äußern. So ein bisschen spekulieren macht doch auch Spaß, oder?


  • Liebe Emmy, vielen Dank fürs Mitmachen. Deine einfühlsamen und gewissermaßen weiterdenkenden Kommentare haben mich sehr gefreut :)


    Liebe Sylvia,


    das freut mich sehr, vielen Dank. :)
    Dein Roman hat eine ganz besondere Atmosphäre und Intensität, die es nur selten gibt.
    Du führst deíne Personen behutsam, aber sehr souverän durch die Geschichte, man spürt einfach
    dein Engagement beim Schreiben und deine Liebe zu schönen, speziellen Details, die sehr wichtig sind
    für das zeittypische Ambiente dieser Epoche.
    Ich bin sehr froh, dich als Schriftstellerin entdeckt zu haben und gerne wieder dabei bei der nächsten LR.
    Meine Rezi schreibe ich auch demnächst.


    liebe Grüße :winken:

  • Zu Ende. Wie schade, es war soooo schön :)
    Während ich im letzten Abschnitt noch geschrieben habe, dass es mir bei Ronas Geschichte jetzt alles etwas zu schnell geht und es zu glatt läuft, ist das in diesem Abschnitt wieder ganz anders. Hier gibt es ja zwar das Happy End, aber zwischendurch holt Rona eben doch der Alltag ein und es ist nicht immer alles eitel Sonnenschein. Auch hatte ich das Gefühl, dass sich alles etwas langsamer entwickelt und das hat mir sehr gefallen.


    Wie alle hier habe ich an Walters Halbruder gar nicht mehr gedacht und war total verwundert, dass dieser es war, der Trudie um Hilfe gebeten hat. Und jetzt ärgere ich mich noch ein wenig mehr über dieses junge Ding >:(, der Marie doch so geholfen hat. Warum hat sie Marie nicht später noch gesagt, dass sie nicht Walter, sondern den anderen Junior gemeint hat?


    Marie hat mir jedenfalls super gefallen. Sie hat Rudolf ganz klar eine Abfuhr erteilt und sich auch einmal klar gegenüber ihren Brüdern geäußert.
    Die Versöhnungsszene mit dem Vater war für mich übrigens die intensivste Szene in diesem Abschnitt. Sie hat so viel bewegt. Das war einfach toll!

  • Ja, ich habe auch die ganze Zeit befürchtet, dass sich der Kreis zu Rudolf schließt. Zum Glück war das nicht der Fall.


    Einen Moment lang habe auch ich in diese Richtung gedacht, aber ich bin sehr froh, dass dies hier nicht der Fall ist. Irgendwie wäre das wohl etwas zu viel des Guten gewesen.


    Da hast du recht, es schon sehr hart.


    Sicher ist das hart. Aber Jan ist ja schon früh gegangen und aus seiner Sicht kann ich verstehen, dass er den Kontakt ganz abgebrochen hat. Auch wenn die Mutter sagt, der Vater wäre früher anders gewesen, so ändert das ja nichts an dessen Verhalten. Und sie hat nur zu ihm gehalten. Sie hätte ja auch versuchen können einzulenken oder nach dem Sohn zu suchen, oder nicht?

  • Sicher ist das hart. Aber Jan ist ja schon früh gegangen und aus seiner Sicht kann ich verstehen, dass er den Kontakt ganz abgebrochen hat. Auch wenn die Mutter sagt, der Vater wäre früher anders gewesen, so ändert das ja nichts an dessen Verhalten. Und sie hat nur zu ihm gehalten. Sie hätte ja auch versuchen können einzulenken oder nach dem Sohn zu suchen, oder nicht?


    Nun ja, nachdem Jans Vater tot war sicherlich. Aber vermutlich hatte sie da schon resigniert.

  • *reinrenn*


    Au weia - hier habe ich ja noch gar nichts geschrieben. Dabei bin ich mit dem Buch ja auch schon ein Weilchen durch.


    Zum Inhalt habt ihr ja viel geschrieben, deshalb nur noch mal meine Eindrücke.


    Erst einmal zu Trudie. Ihr schreibt ja oft, dass sie zu dämlich war. Ich denke es liegt einfach daran, dass sie keine richtige Ausbildung genossen hat und ihre Eltern sie ja offensichtlich auch nicht so intensiv ans Leben geführt haben, wie sie es gebraucht hätte. Trudie ist von ihrer Art her halt sehr einfach gestrickt. Für sie war es eine normale Aussage, dass sie von Donague jun. dazu angestiftet wurde. Sie kommt gar nicht auf die Idee, das Marie an jemand anderes denken könnte, weil sie selbst ja auch an den Halbbruder denkt.
    Es gibt ja viele Menschen, die so sind. Diese haben halt nur einfache Gedankengänge, weil sie gar nicht darüber nachdenken, dass irgendjemand ihre Aussage anders interpretieren könnte als sie es meinen.
    Also ja, Trudie hat es Marie hier nicht leicht gemacht, aber das Walter und Marie sich dadurch entzweit haben ist ja so auch nicht korrekt.
    Schließlich war Walter danach nie wieder im Laden und wie hätte er also wissen sollen, dass Marie denkt er hätte es getan?
    Nachdem Walter erfahren hat, das sein Vater seinen Halbbruder dazu anstiftet, hätte er ja auch zu Marie gehen können - hat er aber nicht. Warum nicht? Gektränkte Eitelkeit. Marie war mit ihrem Rudolf zusammen und eigentlich war das ja auch von Anfang an klar.


    Das Marie Trudies Aussage als Stein des Anstoßes nutzt finde ich gut. So macht sie endlich reinen Tisch mit allen drei Männern, die eigentlich nur von ihr wollen, dass sie sich für ihre Sache begeistert. So wirklich an Maries Glück hat dabei keiner gedacht. Würde ich jetzt mal so behaupten.


    Der Besuch der Eltern in den Staaten war irgendwie süß. Die zwei kommen aus dem beschaulichen Dörfchen in die große Stadt. Da gibt es sicherlich erst einmal viel zu verarbeiten.
    Besonders putzig fand ich die Reaktion ihrer Mutter auf den neuen Look des Vaters =o)
    Die zwei schienen sich nach so vielen gemeinsamen Jahren noch richtig zu lieben =o)


    Rona und Jan finden also auch ihr Glück. Nun, mir geht das alles ein bissl fix mit den beiden. Erst lernen sie sich nur kurz kennen, hüpfen dann in die Koje und sind an sich schon völlig hin und weg voneinandere. Gut, so weit könnte das ja auch passieren. Sie verbringen danach immerhin 6 Wochen gemeinsam bis er wieder auf See muss.
    Auch kann ich verstehen, dass die beiden in den Monaten keinen Kontakt haben. Jan hat schließlich gesagt, dass ihn das zu sehr ablenkt und es sie vielleicht stark bedrücken würde, wenn von ihm selten Post kommen würde. Man weiß ja auch nicht wie gut der Empfang so mitten auf dem Ozean ist ^^
    Das er dann aber so bald nach seiner Rückkehr um ihre Hand anhält fand ich doch verfrüht.


    Generell haben mir die Teile von Marie am meisten gefallen beim Lesen. Sehr schade fand ich Maries Tod, auch wenn sie natürlich in ihrem Alter und nachdem sie schon so sehr abgebaut hat durchaus bereit war.


    Mir hat das Buch ziemlich gut gefallen und ich fand es schön, dass es so umfangreich war. Meine Rezension dazu geht am Donnerstag online, eventuell schaffe ich diesen Monat auch noch einen Cheesecake dazu ^^


    @Sylvia
    Vielen lieben Dank für die Leserunde, es war mir ein Vergnügen =o)

  • Generell haben mir die Teile von Marie am meisten gefallen beim Lesen. Sehr schade fand ich Maries Tod, auch wenn sie natürlich in ihrem Alter und nachdem sie schon so sehr abgebaut hat durchaus bereit war.


    Ja und nein. Auf der persönlichen Ebene haben mir die Abschnitte mit Marie am besten gefallen, aber die Atmosphäre und Stimmung in den Rona Abschnitten (Ostfriesland) hat mich einfach umgehauen. :)

  • Liebe dion, danke fürs Reinrennen ;) Dass es zu schnell ging mit Rona und Jan – hmm, nach meinem Gefühl eigentlich nicht. Die Geschichte hat ja eine längere Vorlaufzeit, in der sie sich nicht sehen, aber doch innerlich miteinander beschäftigen. Hinzu kommt bei ihm das Erlebnis mit dem Container-Unfall und der Erkenntnis, dass Lebenszeit knapp ist. Auch Rona macht sich ja nach dem Tod ihres Großvaters intensiv Gedanken ber ihre Endlichkeit. Und manchmal denke ich an meine Freundin M., die ihren Zukünftigen gerade genau eine Woche kannte, als die Beiden den Druck von Verlobungskarten in Auftrag gaben – es ist heute, nach über 25 Jahren, die einzige Erst-Ehe in meinem Freundeskreis, die noch intakt ist.
    Aber es ist natürlich interessant zu hören, wie die Liebesgeschichte von Rona und Jan unterschiedlich rüberkommt. ;-)
    Ach, zu Trudi: Man muss ja noch bedenken, dass sie als Kind von Bord gefallen ist und zu lange unter Wasser war... (mangelnde Sauerstoffversorgung des Gehirns)
    Schön, dass Du den Besuch der Eltern in N. Y. süß fandest. Der hat übrigens auch im wahren Leben stattgefunden – meine Urgroßeltern besuchten Mitte der 30er Jahre ihre Kinder in N. Y.. Mein Großvater, der in Ostfriesland blieb, lernte seine zukünftige Frau während dieser Zeit kennen und :fluestern:einige Monate später kam meine Mutter zur Welt.
    Schönen Sonntag noch!

  • Suse

    Hat das Thema geschlossen