04 - Seite 266 bis 349

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  • Hier könnt Ihr zum Inhalt von Seite 266 bis 349 (ab Long Island, Mai 2003) schreiben.


    Erster Satz: Ich wurde wach von schmissiger Swingmusik.


    Spoilermarkierungen sind aufgrund der Seitenbeschränkung nicht vorgesehen.

    Liebe Grüße

    Dani

    Einmal editiert, zuletzt von Spatzi79 ()

  • Hallo zusammen,


    Marie ist eben unerfahren, war einer meiner letzten Gedanken am Ende dieses Abschnitts. Sie begreift nicht, dass Walter mit allen möglichen Arten versucht, um sie zu werben. Sie nimmt ihm die Kumpeltour tatsächlich ab! Und erkennt nicht, dass er sie mit den Pennys und Lavinias nur eifersüchtig machen möchte. Stattdessen erzählt sie von Rudolf... Walter gefällt mir wirklich richtig gut! Er lässt Marie die Zeit und ist sich nicht zu blöd, ihr Ratschläge bezüglich Rudolf zu geben. Ich denke, er meint es richtig ernst mit Marie.
    Die Situation am Meer ist einfach großartig! Ich könnte mir das Meeresleuchten richtig vorstellen und ich wäre sicherlich ebenso fasziniert gewesen wie Marie. Und so kommt es, wie es kommen muss... ;D Allerdings fürchte ich, dass Marie damit nicht glücklich sein wird, denn sie hat Rudolf ihr Wort gegeben.
    Von Rudolf gibt es immer weniger, oder kommt mir das nur so vor? Den letzten erwähnten Brief hat Marie ja erst auch nur kurz überflogen, um ihn dann am Wasser zu lesen. Zwar enthalten die Zeilen immer noch Sehnsucht und Liebesbekundungen, aber irgendwie entwickelt sich der restliche Inhalt stetig auseinander... Rudolf rechnet nun also mit der Stelle als Schulleiter - auch weil er sich so engagiert. Vermutlich ist er NSDAP-Mitglied geworden und sehr überzeugt von "der Sache". Wie soll das mit der jungen Frau, die inzwischen fast weltgewandt ist, passen?
    Maries Eltern kommen auf Amerikatour? Das hat mich doch sehr überrascht! Vermutlich ist es eine Feuerprobe für Jonny, der solange auf das Fehnhaus und die Tiere achten muss... Ich bin gespannt wie ein Flitzebogen, was vor allem Heinrich zu dem Leben seiner Kinder sagt. Immerhin haben sie viele Dinge ganz anders entwickelt - bei den "Amerikanern". Vielleicht kann er alles akzeptieren, wenn er erkennt, wie erfolgreich seine Kinder inzwischen sind.
    Über eines bin ich richtig froh: die Aussprache zwischen Marie und Jonny, die im Grunde gar keine ist! Ich mag Ronas Großvater so gerne und da freut es mich, dass er mit seinem Leben in Ostfriesland nicht hadert. Er ähnelt seiner Schwester sehr, denn er hat nach zwei Monaten Zorn auch nach vorne geblickt und das Beste aus allem gemacht. Ja, er hat sogar aus den Erfahrungen seiner Schwester gelernt und sich mit seiner Dini gleich die richtige Strategie überlegt... ;D


    Bei Rona habe ich das Gefühl, dass es ihr allmählich etwas besser geht. Die Geschichte ihrer Großtante könnte ihr wirklich helfen... Aber über ihre anfangs strikte Weigerung bezüglich des Cheese Cake Rezeptes musste ich doch den Kopf schütteln. Dennoch beginnt sie einiges aufzuarbeiten: warum sie auf entspannte Männer steht und selbst so viel arbeitet und warum sie nie am Herd stehen wollte... Vielleicht kann Marie sie ja nun ein wenig Richtung eigenes Glück schubsen.


    Liebe Grüß
    dubh

    Liebe Grüße

    Tabea

    Einmal editiert, zuletzt von dubh ()

  • Ich habe den Abschnitt gerade begonnen, musste aber gleich schmunzeln. Sylvia, hast du die bereits erwähnte amerikanische Eigenart übernommen, alle Verwandten einfachheitshalber zu Cousins zu machen? Denn Tini, als Tochter von Elizabeth, müsste ja eigentlich Jonnys Nichte sein und nicht seine Cousine, oder? ;)

  • Ich muss jetzt mal schimpfen. Dieses Buch ist überhaupt nicht geeignet für eine Leserunde. Ich mag es eigentlich gar nicht zur Seite legen! ;D


    Zwischen Walter und Marie entwickelt sich eine enge Freundschaft. Obwohl von so unterschiedlicher Herkunft, verstehen die beiden sich und genießen die Zeit, die sie miteinander als Freunde verbringen.
    Ich finde ihre Annäherung wunderschön beschrieben. Wie sie sich gegenseitig ihre Lieblingsorte zeigen, sich so viel voneinander erzählen, aufeinander eingehen - das ist einfach schön.


    Im Gegensatz dazu steht die Distanz-Beziehung zwischen Marie und Rudolf. Er schickt ihr Gedichte, aber keine selbst geschriebenen. Einerseits schon romantisch, andererseits gehört nicht so viel dazu, einige Zeilen von Goethe abzuschreiben, oder?
    Recht deutlich fand ich den einen Briefwechsel: sie schwärmt ihm von der amerikanischen Ostküste vor und er antwortet mit den Vorzügen der Nordsee. Sicher haben beide Gegenden ihre schönen Seiten, aber mir erscheint das irgendwie symptomatisch dafür, dass die beiden sich weit auseinandergelebt haben und zumindest Rudolf keinen Gedanken daran verschwendet, Maries neue Welt kennenlernen zu wollen. Er scheint mir fest davon auszugehen, dass sie zu ihm zurückkehrt, sie in Deutschland leben werden und er der einzige ist, der entscheidet, was und wo es schön ist.


    Walter hingegen geht auf andere Menschen ein, bringt unterschiedliche Charaktere zueinander, interessiert sich für andere. Er kann sowohl in einer ganz "normalen" Umgebung seinen Spaß haben als sich auch in der reichen und mondänen Upperclass New Yorks sicher bewegen.
    Ich muss ja gestehen, ich an Maries Stelle wäre ihm schon längst verfallen ;D


    Durch ihn lernt sie nun endlich die Gegend außerhalb New Yorks kennen und lieben. Dass sie nicht für immer in der Großstadt bleiben wird, war klar, das ist nicht ihre Welt, sie braucht mehr Luft und Weite um sich herum.
    Ich bin gespannt, wie ihr Weg sie nach Long Island führen wird.
    Trotz aller Begeisterung für Walter sehe ich ihn noch nicht so recht als einen Restaurant-Besitzer. Andererseits, warum nicht, er kann gut mit Menschen umgehen, hätte das Kapital und die Firma würde sein Halbbruder sicher auch gerne allein übernehmen.


    Total schön fand ich auch Maries 90. Geburtstag. Schrecklich, dass sie so lange geglaubt hat, Jonny wäre ihr immer noch böse! Aber wenigstens konnten die beiden das noch aus der Welt räumen.
    Die Großfamilie Wiemke in Amerika ist sicher total spannend und so ein Familienfest auch. Soooo viele Nachkommen der Geschwister Wiemke!
    Sehr interessant war das Gespräch zwischen Rona und ihrer Tante/Großcousine (?), die erzählt, dass ihnen immer etwas gefehlt hat.


    Sylvia, ist das wirklich so, haben die Kinder und Enkel der ausgewanderten Deutschen tatsächlich Sehnsucht nach der Heimat ihrer (Groß)Eltern, die sie ja selbst nie wirklich kennengelernt haben? Total interessant, wie ich finde!
    Und auch sehr spannend, dass Rona durch die "Ahnengalerie" im Haus ihres Opas Jonny überhaupt erst zu so einer Globetrotterin geworden ist. Ich bin gespannt, wo sie am Ende ihr Zuhause findet!


  • Ich könnte mir das Meeresleuchten richtig vorstellen und ich wäre sicherlich ebenso fasziniert gewesen wie Marie. Und so kommt es, wie es kommen muss... ;D


    In dieser Situation war die Kumpeltour endgültig zu Ende. Wenn sie da standhaft geblieben wäre, wäre ich wirklich erstaunt gewesen!



    Zitat

    Maries Eltern kommen auf Amerikatour? Das hat mich doch sehr überrascht! Vermutlich ist es eine Feuerprobe für Jonny, der solange auf das Fehnhaus und die Tiere achten muss... Ich bin gespannt wie ein Flitzebogen, was vor allem Heinrich zu dem Leben seiner Kinder sagt. Immerhin haben sie viele Dinge ganz anders entwickelt - bei den "Amerikanern". Vielleicht kann er alles akzeptieren, wenn er erkennt, wie erfolgreich seine Kinder inzwischen sind.


    Stimmt, die Eltern haben sich angekündigt. Mit denen habe ich gar nicht gerechnet. Ob das wohl klappt und sie wirklich die weite Reise antreten?


    Zitat

    Über eines bin ich richtig froh: die Aussprache zwischen Marie und Jonny, die im Grunde gar keine ist! Ich mag Ronas Großvater so gerne und da freut es mich, dass er mit seinem Leben in Ostfriesland nicht hadert. Er ähnelt seiner Schwester sehr, denn er hat nach zwei Monaten Zorn auch nach vorne geblickt und das Beste aus allem gemacht. Ja, er hat sogar aus den Erfahrungen seiner Schwester gelernt und sich mit seiner Dini gleich die richtige Strategie überlegt... ;D


    Was für ein friesisches Schlitzohr, hab ich da gedacht! ;D

  • Zitat

    Ich habe den Abschnitt gerade begonnen, musste aber gleich schmunzeln. Sylvia, hast du die bereits erwähnte amerikanische Eigenart übernommen, alle Verwandten einfachheitshalber zu Cousins zu machen? Denn Tini, als Tochter von Elizabeth, müsste ja eigentlich Jonnys Nichte sein und nicht seine Cousine, oder? ;)


    @ Spatzi79 Upps, ähm, ja, Du hast es richtig erkannt *räusper*, ich habe kurzerhand die amerikanischen Sitten übernommen :-[


    Zitat

    Sylvia, ist das wirklich so, haben die Kinder und Enkel der ausgewanderten Deutschen tatsächlich Sehnsucht nach der Heimat ihrer (Groß)Eltern, die sie ja selbst nie wirklich kennengelernt haben? Total interessant, wie ich finde!
    Und auch sehr spannend, dass Rona durch die "Ahnengalerie" im Haus ihres Opas Jonny überhaupt erst zu so einer Globetrotterin geworden ist.


    Ja, da konnte ich auch wieder aus der echten Familiengeschichte schöpfen. Vor fünf Jahren waren die Tochter von einem der Brüder, der als Vorbild und Inspiration diente ("Fritz"), inzwischen selbst Großmutter, mit Mann, Kindern und Enkelkindern in Ostfriesland, wir haben alle Verwandten zusammengetrommelt und bei dieser Gelegenheit erzählte die Tochter von dieser Sehnsucht, die sogar ihre Tochter gelegentlich verspüre. Das hat mich auch sehr berührt.
    Und die Ahnengalerie im Fehnhaus gab es ja wirklich bei meinen Großeltern, ich war viele Jahre als freie Journalistin auch viel im Ausland unterwegs und mußte deshalb für Rona in dieser Beziehung nicht viel recherchieren. Aber natürlich sind wir nicht identisch. Man mixt nur einfach immer Erlebtes und ERfundenes...


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    Zitate eingefügt, Spatzi79[/size]

    Einmal editiert, zuletzt von Spatzi79 ()

  • Nach einem mehr als bescheidenen Arbeitstag konnte ich meine Laune mit einem weiteren Abschnitt dieses Buches heben, so dass ich gleich nicht griesgrämig ins Bett gehen muss und vielleicht von leckeren Cheese Cake träume, aber wahrscheinlich eher vom leidenschaftlichen Treiben beim Meeresleuchten. :-[


    Der 90. Geburtstag ist also gelungen und es kommen enorm viele Gäste. Erstaunlich, dass Marie und ihr Bruder in dem Alter das alles noch so mit machen. Süß fand ich aber auch, dass die "Alten" im Laufe des Tages ein Mittagsschläfchen halten.


    Marie hat sich also wirklich all die Jahre Vorwürfe gemacht, dass ihr Bruder Johann wegen ihr nicht nach Amerika konnte, aber er ist ihr absolut nicht böse und möchte sein gelebtes Leben nicht missen. Wie immer sind es kleine Missverständnisse, die einem das Leben erschweren, denn auch Johann hat immer gedacht, dass er es leichter hatte als seine Geschwister.


    Mochte ich Walter am Anfang nicht so sehr, so schlägt mein Herz nun doch immer schneller wenn ich von ihm lese. :herz: Aus der platonischen Freundschaft wird dann doch irgendwann mehr. Und offenbar meint er es wirklich ernst mit ihr. Aber würde er sie wirklich heiraten, wo sie doch alles andere als eine gute Partie ist? Und was wäre dann mit Rudolf? Ihre gemeinsamen Ausflüge habe ich jedenfalls sehr genossen.


    Tante Friedas Brief zwischendrin macht mir wirklich Angst. Ob es sie noch rechtzeitig mit ihrem Mann und ihren Kindern aus Deutschland geschafft hat? Die Geschäfte ihres Mannes werden sicher nicht mehr gut gelaufen sein, wenn man nicht mehr bei Juden kaufen soll. Immer wenn ich aus der Zeit und zu der Judenverfolgung etwas lese, dann bekomme ich eine Gänsehaut. :o


    Das Meeresleuchten konnte ich mir sehr gut vorstellen und die Nacktbadeszene war einfach der Hammer, die hat auch mich überwältigt. Danke liebe Sylvia. :anbet: Wie hätten die beiden da noch von einander lassen können? Gar nicht. :-[


    Mir ist übrigens des Öfteren schon aufgefallen, dass das Buch doch an einigen Stellen von Fehlern strotzt, denn mal ist ein Wort doppelt, mal fehlen Buchstaben oder ähnliches. Z.B. wird auf Seite 320 Willi mal mit i und mal mit y (Willy) geschrieben, was dann doch manchmal etwas verwirrend ist. Mich stört so etwas in der Häufung beim Lesen dann doch schon etwas. In einer neuen Auflage sollte man dies noch einmal überarbeiten. Aber wie gesagt das nur am Rande, denn dafür kann Sylvia ja nun nichts.


    Ich geh dann mal vom Meeresleuchten träumen. :D

    "Das Buch als Betriebssystem ist noch lange nicht am Ende" (H.M. Enzensberger)

  • Den find ich ja hinreißend: :anbet:
    Danke!
    (Die peinlichen Rechtschreibfehler notier ich mir mal, hab natürlich – auch – Schuld >:( :'(, die nächste Auflage ist gerade gedruckt worden, das freut mich natürlich, 8)aber eben noch mit den Fehlern :-[
    Hach, dieses Smileys sind einfach zu geil!!!


    Schönen Abend und gute Nacht, träumt schön vom Meeresleuchten ;). Ich versuche es auch mal...

  • Ihr Lieben,


    erstmal vielen Dank für eure wunderbaren Beiträge, die ich alle aufmerksam
    lese, auch wenn ich nicht immer Zitate einfüge. :)
    Das Unglück mit der "General Slocum" hab ich mal nachgelesen, diffus kann ich mich
    an einen Film erinnern, wo diese Katastrophe auch eine Rolle gespielt hat.
    Das muss ja unfassbar schlimm gewesen sein, bis heute das Schiffsunglück mit den meisten
    Todesopfern in Amerika.
    Ich kann mir vorstellen, dass es Walter geprägt hat, auch wenn er noch ein Baby war.
    Er hat seine Mutter verloren und da wird es immer einen blinden Fleck in seinem Leben geben,
    ein wichtiger Mensch, der fehlt.
    Dieses Unglück hat ihn sensibel werden lassen und mutig, als hätte ihm seine Mutter nicht nur das Leben
    gerettet, sondern ihm auch eine Botschaft mit auf seinen Lebensweg gegeben - irgendwas schwer Fassbares, aber
    Fühlbares unterscheidet ihn von seinem Vater und seinem Halbbruder.
    Diese beiden verkörpern einen kalten Kapitalismus, während Walter auch immer den Menschen sieht hinter den
    geschäftlichen Interessen.
    Es ist sicher auch nicht in seinem Sinne, Marie das Kuchenrezept abzuluchsen oder von Trudie ausspionieren zu lassen.


    Der Sommer mit Walter ist für Marie die schönste Zeit in ihrem bisherigen Leben und es ist schade, dass sie - noch - nicht
    weiß, wie sehr er sie liebt und wie tief ihre Gefühle für ihn sind.
    Die Weite und Schönheit der Natur in den Hamptons macht ihr klar, was sie vermisst hat in Amerika und jetzt ist sie endlich
    angekommen und hat eine neue Heimat gefunden - sogar das Starndlokal sieht sie schon vor sich.
    Marie und Walter gehören zusammen und endlich erleben sie gemeinsam die Sinnlichkeit in dieser magischen Nacht mit dem
    Meeresleuchten.
    Ich wünsche mir so sehr, dass sie bald begreift, wie glücklich und unbeschwert sie mit Walter sein kann und wie gut er ihr tut
    in jeder Hinsicht.


  • Sie begreift nicht, dass Walter mit allen möglichen Arten versucht, um sie zu werben. Sie nimmt ihm die Kumpeltour tatsächlich ab! Und erkennt nicht, dass er sie mit den Pennys und Lavinias nur eifersüchtig machen möchte. Stattdessen erzählt sie von Rudolf... Walter gefällt mir wirklich richtig gut! Er lässt Marie die Zeit und ist sich nicht zu blöd, ihr Ratschläge bezüglich Rudolf zu geben. Ich denke, er meint es richtig ernst mit Marie.


    Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich seine Kumpeltour auch erst abgekauft habe. :-[ Ich finde die beiden jedenfalls richtig klasse und sie erleben echt tolle Dinge. Mich hat auch erstaunt, dass Walter noch Ratschläge in punkto Rudolf gibt, wo er Marie doch selbst haben möchte. Der Walter ist eben ein toller Mann, was ich anfangs gar nicht erkannt habe.



    Maries Eltern kommen auf Amerikatour? Das hat mich doch sehr überrascht! Vermutlich ist es eine Feuerprobe für Jonny, der solange auf das Fehnhaus und die Tiere achten muss...


    Das hat mich auch überrascht, denn ich hätte angenommen, dass die Eltern niemals aus ihrem Moor raus kommen und dass der Vater auch kein Interesse hätte nach Amerika zu reisen, aber da habe ich mich wohl getäuscht.

    "Das Buch als Betriebssystem ist noch lange nicht am Ende" (H.M. Enzensberger)


  • Ich muss jetzt mal schimpfen. Dieses Buch ist überhaupt nicht geeignet für eine Leserunde. Ich mag es eigentlich gar nicht zur Seite legen! ;D


    Hier bin ich voll und ganz bei dir. Das ist wirklich ein Buch, was man nur zu gern am Stück lesen wollen würde ohne jedwede Unterbrechung.



    Ich finde ihre Annäherung wunderschön beschrieben. Wie sie sich gegenseitig ihre Lieblingsorte zeigen, sich so viel voneinander erzählen, aufeinander eingehen - das ist einfach schön.


    Ja das war echt romantisch und hat auch meine Gefühle erobern können, wo ich ja sonst eher die harte, unromantische Frau bin. Einfach nur schmacht. :herz:

    "Das Buch als Betriebssystem ist noch lange nicht am Ende" (H.M. Enzensberger)

  • Die Geburtstagsfeier ist wunderschön – und der Kuchen entfaltet wieder seine volle Wirkung. Mich hat es gewundert, daß selbst die Kinder der Einwanderer immer noch das Gefühl haben, daß ihnen etwas fehlen würde, ich hätte eher erwartet, daß die Heimat ihrer Eltern fremd für sie ist. Meine Mutter kommt aus Schlesien und ist ihrer alten Heimat immer noch sehr verbunden, aber ich habe dazu überhaupt keinen Bezug.


    Nur Freunde zu sein, hat schlußendlich zwischen Marie und Walter doch nicht geklappt, aber Walter hat sich wirklich lange vorbildlich zurückgehalten. Wird sich Marie nun von Rudolf lösen? Ich fürchte eher nicht, so weit kann sie sicherlich nicht über ihren Schatten springen, sie hat ihm gegenüber bestimmt ein schlechtes Gewissen. Ich hoffe immer noch darauf, daß Rudolf eine andere Frau kennenlernt und die Verlobung löst.


    Meines Erachtens würde sich Marie in Deutschland nicht mehr wohl oder heimisch fühlen, vorallem nicht in Nazi-Deutschland, dafür hat sie inzwischen zu sehr den amerikanischen Lebensstil angenommen. Die Ausflüge, die sie mit Walter unternimmt, sind einfach toll und auch Edgar und Martha gefallen mir sehr gut: haben selber nicht so viel, stellen aber dann immer solche Partys auf die Beine, zu der alle zusammenkommen. Willi als Künstler hat mich überrascht, das hatte ich gar nicht bei ihm gesehen: aber daß er einfach so nach Paris geht, ohne zu wissen, wie er seinen Lebensunterhalt bestreiten soll, dazu ist er doch zu vernünftig. Schade, daß Willi und Fritz getrennte berufliche Wege gehen wollen, wie wird sich das entwickeln, wenn Marie ihr eigenes Restaurant eröffnet und dann nur noch dort den Cheese Cake anbieten wird?


    Wird Walter Maries Ehemann werden? Meint er es wirklich so ernst mit ihr, daß er sie heiraten würde? Ich kann nicht so ganz glauben, daß er das alles nur macht, weil er das Kuchenrezept haben möchte. Aber sein Vater wird sicher gegen die Verbindung sein. Ganz arm kann Maries Zukünftiger aber nicht sein, sonst hätte das mit dem Blu Horizon in dem Hamptons später nicht geklappt.


    Sehr schön finde ich die Aussprache zwischen Jonny und Marie: da hat sie wirklich sehr lange gewartet, um das zu klären, dabei waren ihre Befürchtungen unberechtigt.


  • Ich denke, er meint es richtig ernst mit Marie.


    Das denke ich auch, wenn er sie wirklich nur ins Bett kriegen wollte, hätte er sich sicherlich nicht so lange zurückgenommen.



    Die Situation am Meer ist einfach großartig! Ich könnte mir das Meeresleuchten richtig vorstellen und ich wäre sicherlich ebenso fasziniert gewesen wie Marie.


    Herrlich die Szene, das stelle ich mir auch sehr mystisch vor.



    Bei Rona habe ich das Gefühl, dass es ihr allmählich etwas besser geht. Die Geschichte ihrer Großtante könnte ihr wirklich helfen... Aber über ihre anfangs strikte Weigerung bezüglich des Cheese Cake Rezeptes musste ich doch den Kopf schütteln. Dennoch beginnt sie einiges aufzuarbeiten: warum sie auf entspannte Männer steht und selbst so viel arbeitet und warum sie nie am Herd stehen wollte... Vielleicht kann Marie sie ja nun ein wenig Richtung eigenes Glück schubsen.


    Rona habe ich ja ganz vergessen :-[ Ich kann mich hier deinem Beitrag voll und ganz anschließen.



    Stimmt, die Eltern haben sich angekündigt. Mit denen habe ich gar nicht gerechnet. Ob das wohl klappt und sie wirklich die weite Reise antreten?


    Auf die Eltern in Amerika bin ich auch gespannt und was sie zu ihren Kindern sagen.



    Tante Friedas Brief zwischendrin macht mir wirklich Angst. Ob es sie noch rechtzeitig mit ihrem Mann und ihren Kindern aus Deutschland geschafft hat? Die Geschäfte ihres Mannes werden sicher nicht mehr gut gelaufen sein, wenn man nicht mehr bei Juden kaufen soll. Immer wenn ich aus der Zeit und zu der Judenverfolgung etwas lese, dann bekomme ich eine Gänsehaut. :o


    Bei Friedas Briefen bekomme ich auch immer Gänsehaut.



    Ich hoffe ja darauf, daß Walters Vater ein Einsehen hat, wenn er feststellt, daß es zwischen seinem Sohn und Marie die große Liebe ist (und davon gehe ich jetzt mal aus ;D), schließlich hatte er mit seiner ersten Frau auch die große Liebe seines Lebens getroffen.


  • Ich hoffe ja darauf, daß Walters Vater ein Einsehen hat, wenn er feststellt, daß es zwischen seinem Sohn und Marie die große Liebe ist (und davon gehe ich jetzt mal aus ;D), schließlich hatte er mit seiner ersten Frau auch die große Liebe seines Lebens getroffen.


    Da habe ich nicht so viel Hoffnung, denn immerhin war Walters Mutter ja eine Südstaaten-Dame, keine einfache Frau aus Deutschland, die ihr erstes Geld bei Frozen Food am Fließband verdienen musste... Aber wollen wir mal abwarten und Donague Senior eine (kleine) Chance geben.


  • Übrigens: ich bin strikt im Team Walter (und das nicht erst seit Rudolfs politischen Entwicklungen). 8)


    Respekt, dass du ihn gleich als den Guten gesehen hast. Ich mochte ihn ehrlich gesagt erst nicht so, weil ich seine Absichten als nicht ehrlich gesehen habe, aber Meinungen können sich ja bekanntlich ändern... ;)

    "Das Buch als Betriebssystem ist noch lange nicht am Ende" (H.M. Enzensberger)

  • [quote='Spatzi79','https://leserunden.de/forum/index.php?thread/&postID=188038#post188038']
    Ich muss jetzt mal schimpfen. Dieses Buch ist überhaupt nicht geeignet für eine Leserunde. Ich mag es eigentlich gar nicht zur Seite legen! ;D


    Da geht es mir genauso, ich bin schon richtig süchtig nach dem Buch und nach Marie. :D

  • Das Geburtstagfest von Marie ist ja wirklich gelungen und es ist wunderbar, wie gut sie Rona und Marie verstehen.


    Endlich hat sie sich ja auch mit ihren Bruder ausgesprochen.Ihr muß ja ein riesengroßer Stein vom Herzen gefallen sein. Schade, daß Marie eigentlich nicht schon früher den Mut hatte.


    Walter habe ich nicht getraut, er wollte doch nur Maries Kuchenrezept.


    Bei der Feier waren ja jede Menge Verwandte und kann gut nachvollziehen, daß sie ständig das Gefühl haben es fehlt etwas oder eine gewissene Sehnsucht verspüren. Denn ihre Wurzeln liegen ja doch in Deutschland.


    Ich finde das Buch wundervoll.


  • Walter habe ich nicht getraut, er wollte doch nur Maries Kuchenrezept.


    Das habe ich auch gedacht. Denkst du nach Abschnitt 4 immer noch so oder magst du Walter inzwischen? Ich finde ihn jetzt ja richtig klasse. ;D

    "Das Buch als Betriebssystem ist noch lange nicht am Ende" (H.M. Enzensberger)