Leserundenfazit und Rezensionen

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    Bitte achtet darauf, nichts Wichtiges zu verraten. Diesen Thread lesen evtl. auch Personen, die das Buch noch nicht gelesen haben, aber es noch tun wollen!

  • Da die Eindrücke bei mir noch so super frisch sind, habe ich gleich mal meine positive Rezension geschrieben. Lieben Dank an Nora für ihre nette Leserundenbegleitung und durch meine Mitleser ist mir das ein oder andere auch klarer geworden als wenn ich das Buch nur für mich gelesen hätte, daher auch ein liebes Dankeschön an euch. Sollte es eine Fortsetzung geben liebe Nora, dann würde ich mich freuen, wenn wir uns hier wiedersehen und auch dieses Buch dann gemeinsam hier lesen würden. :bussi:


    Meine Meinung zum Buch:


    Titel: Wenn der Fluch der Insel dein Leben bestimmt…


    Sowohl die Autorin als auch der Verlag, in dem das Buch erschienen ist, waren mir bis dato völlig unbekannt und so machte ich mich nahezu völlig unvoreingenommen ans Lesen und wurde mehr als nur überrascht.


    Ehrlich gesagt habe ich einen seichten historischen Roman erwartet, aber ich bekam deutlich mehr geboten, denn Nora Berger hat in ihrem Werk einiges zu erzählen.


    Im Buch lernen wir das Pärchen Léon und Annabelle kennen, deren Familien verfeindet sind, wie es einst bei Romeo und Julia der Fall war. Doch damit endet auch schon die Gemeinsamkeit zu Shakespeares Werk, denn die Autorin entführt uns gekonnt in die damalige Zeit, in der nicht alles eitel Sonnenschein war.


    Als Leser bekommen wir einen Einblick in alle Persönlichkeiten. Im Wechsel erleben wir nach der erzwungenen Trennung des Protagonistenpärchens mal Léon und mal Annabelle in ihrem weiteren Leben. Vor allem in Annabelle ihrem Leben geht es drunter und drüber und oft liest man mit angehaltenem Atem.


    Mir hat an dem Buch vor allem gefallen, dass es hier mal nicht seicht zugeht, sondern man das raue Leben der damaligen Zeit live miterleben darf. Mir erging es oft so, dass ich dachte, dass es nicht schlimmer kommen kann, aber darin täuschte ich mich doch oft.


    Zwei kleine Kritikpunkte muss ich bei diesem Buch anbringen. Der Einstieg in das Buch fiel mir erst ein wenig schwer, da ich mich an den detaillierten, blumigen Schreibstil erst gewöhnen musste, denn so etwas liest man doch nicht alle Tage, aber nach den ersten hundert Seiten war ich drin und konnte mit dem Lesen nicht mehr aufhören. Ansonsten wird mir in dem Buch etwas zu oft gestorben. Stört ein Charakter, so wird er seitens der Autorin aus dem Weg geräumt. Hier hätte ich mir ab und zu gern eine andere Lösung gewünscht.


    Fazit: Ein überzeugender und sehr unterhaltsamer historischer Roman, den ich sehr gerne weiter empfehle. Lesenswert!


    Bewertung: 5/ 5 Sternen


    ---------------------------------------------


    Meine Rezension findet ihr auch hier:


    Mein Blog: http://nicigirl85.blogspot.de/…ezension-nora-berger.html


    Amazon: http://www.amazon.de/review/RY7L45UMWY77I/ref=cm_cr_rdp_perm


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    Lovelybooks: http://www.lovelybooks.de/auto…1-w/rezension/1111925227/


    Wasliestdu: http://wasliestdu.de/rezension…insel-dein-leben-bestimmt

    "Das Buch als Betriebssystem ist noch lange nicht am Ende" (H.M. Enzensberger)

  • Die Autorin, die mir bisher gänzlich unbekannt war, hat einen wirklich schönen Schreibstil, der es mir leicht machte in die Story einzutauchen. Durch die sehr bildhafte Schreibweise, kam es mir vor als wäre ich an den Schauplätzen selbst mit vor Ort und mein Kopfkino begann zu rattern, so sehr dass das ganze Buch fast wie ein Film vor meinem inneren Auge ablief. Toll gemacht!
    Die Figuren waren durchweg gut durchdacht und glaubhaft und waren so richtig lebendig.
    Auch die Schauplätze waren so gut beschrieben, dass man sich leicht ein Bild machen konnte wie es seinerzeit vor Ort ausgesehen haben könnte. Gut recherchiert auch die geschichtlichen Hintergründe und so gut erklärt, dass man so ein gutes Bild der damaligen Lebensgewohnheiten hatte.
    Es ist ein Buch welches man sicherlich gerne noch einmal zur Hand nimmt und ein zweites Mal lesen mag.
    Für dieses schöne Buch gibt es von mir 4 von 5 Sternen.


    Für das schöne Buch bedanke ich mich recht herzlich bei Nora Berger, dem Bookspotverlag und Leserunden.de.


    Meine Rezension poste ich noch im Laufe des Tages auf meinem Blog, auf meinen beiden Facebookseiten, sowie auf:
    - http://www.Amazon.de
    - http://www.buch.de
    - http://www.weltbild.de
    - http://www.thalia.de
    - http://www.hugendubel.de
    - http://www.jokers.de
    - http://www.buecher.de
    - http://www.mayersche.de
    - http://www.wasliestdu.de
    - http://www.lovelybooks.de
    - http://www.histo-couch.de/

    Einmal editiert, zuletzt von unclethom ()

  • Meine Rezension:
    Annabelle und Léon lieben sich. Ihre Familien haben Zuckerrohrplantagen auf Martinique und sind verfeindet. Daher sind die Familien auch gegen eine Heirat von Annabelle und Leon. Leon will erst sein Medizinstudium in Paris beenden, bevor er Annabelle heiratet. Dann hört Annabelle nichts mehr von ihm und ihre Familien verlangt, dass sie den reichen Ramazon heiratet, damit die in Schwierigkeiten steckende Plantage gerettet werden kann.
    Es hat viel Spaß gemacht, dieses Buch zu lesen. Die Geschichte ist unterhaltend, aber nicht seicht, dafür ist das Thema „Sklaverei“ viel zu realistisch beschrieben. Der Schreibstil ist sehr flüssig zu lesen.
    Die Handlung spielt teils auf Martinique, teils in Paris. Geschildert wird das komfortable Leben der weißen Plantagenbesitzer genauso wie das schwere Leben der schwarzen Sklaven. Obwohl die Abschaffung der Sklaverei bereits während der Französischen Revolution beschlossen wurde, erlaubte Napoleon sie wieder. Dadurch kam es auf karibischen Insel Martinique zu Sklavenaufständen. Aber auch in Paris ist das Leben in jener Zeit kein Zuckerschlecken. Die meisten Menschen dort leben in bitterer Armut. Die Geschichte bekommt durch die Gegensätze eine besondere Ausdrucksstärke.
    Das Leben spielt den Protagonisten übel mit. Immer neue Probleme müssen gemeistert werden, was oft nicht einfach ist. Die Charaktere sind sehr passend und lebendig beschrieben, so dass man sich ein gutes Bild von ihnen machen konnte.
    Obwohl mir das Buch sehr gut gefallen hat, gab es doch auch Kritikpunkte. Es störte mich ein wenig, dass der Anlass der Feindschaft zwischen den Familien nicht erklärt wurde. Außerdem starben manche Charaktere, wenn sie ihren Zweck erfüllt hatten und immer profitiert Annabelle von den Geschehnissen.
    Das Cover passt wunderbar zur Geschichte.
    Ein schöner und sehr unterhaltsamer historischer Roman.


    ______________________


    ich vergebe gerne ****


    Die Rezension wird auch auf anderen Seiten veröffentlicht.

  • Auch ich bedanke mich ganz herzlich; auch ein großes Dankeschön an Dich, liebe Nora, für Deine Begleitung! :bussi:
    Es hat mir sehr viel Spaß gemacht, das Buch mit Euch zu lesen!


    Zum Buch:


    19. Jahrhundert: Auf der Karibikinsel Martinique wächst Annabelle recht behütet und glücklich auf der Zuckerrohrplantage ihrer Familie auf. Dem Nachbarssohn Léon ist sie sehr zugetan; die beiden wollen heiraten. Doch zunächst möchte Léon in Paris sein begonnenes Medizinstudium beenden. Nach Léons Abfahrt ändert sich plötzlich alles...


    Mein Leseeindruck:


    Es hat mir sehr viel Spaß gemacht, dieses Buch zu lesen. Die Geschichte ist sehr vielschichtig und farbenfroh erzählt. Es passiert unglaublich viel; es geht Schlag auf Schlag. Eigentlich hätte das Buch noch viel mehr Seiten haben müssen, so dicht ist die Geschichte.


    Der Schreibstil der Autorin hat mir sehr gefallen. Das Buch lässt sich leicht und flüssig lesen, und langweilig wird es auf keiner Seite. Die Geschichte ist zudem abwechslungsreich. Die erste Hälfte spielt auf Martinique, die zweite Hälfte spielt sich dann in Paris ab.


    Die Figuren sind gut dargestellt. Ich konnte mir zu jedem Charakter ein gutes Bild machen.


    Einen Kritikpunkt habe ich allerdings. Es sterben einfach zu viele Menschen nach meinem Empfinden.


    Trotzdem kann ich eine klare Leseempfehlung aussprechen. Es ist ein vielschichtiges und sehr unterhaltsames Buch, mit dem ich schöne Lesestunden verbracht habe!

  • Inhalt:


    Annabelle und Lèon leben auf Martinique, sind die Nachkommen von reichen Zuckerrohrplantagenbesitzer und lieben einander. Zu Beginn des 19ten Jahrhunderts reicht Liebe aber alleine nicht aus, schon gar nicht, wenn die eigenen Familien untereinander verfeindet sind. Daher wollen die beiden warten, bis Léon sein Medizinstudium beendet hat, um ihre Eltern vor vollendete Tatsachen zu stellen. Schweren Herzens verlässt er Annabelle, um in Paris seine letzten Prüfungen abzulegen. Was weder er noch Annabelle wissen, ist, dass ihre Eltern schwer verschuldet sind und Annabelles Hand dem reichen Sklavenhändler Ramazon versprochen haben, um die Plantage retten zu können.


    Meine Meinung:


    Nora Berger schildert die Zustände auf einer mit Sklaven betriebenen Plantage sehr anschaulich und realistisch, was einen harten Kontrast zur farbenprächtigen Beschreibung der paradiesischen Insel Martinique darstellt. Auch als sich der Schauplatz nach Paris verlagert, verzichtet sie auf Schönfärberei und beschreibt die hässlichen Seiten der Armut in all ihren Gesichtern. Das waren für mich die großen Pluspunkte des Romans.
    Leider konnte mich die Geschichte nicht packen. Mir passierte zu viel zu schnell und vor allem fehlte mir ein Gerüst in welcher Zeitdauer sich das Buch bewegt. Bis zum Schluss konnte ich nicht sagen, wie viele Jahre seit dem Anfang vergangen waren. Dies wäre vor allem in Hinsicht der vielen Toten und Unglücksfälle, mit denen vor allem Annabelle konfrontiert wird, nicht unerheblich gewesen. Leider fehlte mir auch der Tiefgang der Nebenpersonen. Viele waren entweder nur gut, nur böse, nur verderbt, nur das Opfer und so weiter. Die Hauptcharaktere Annabelle und Lèon sind facettenreicher gezeichnet, aber gerade bei Annabelle konnte ich so manche ihrer Handlungsweisen nicht komplett nachvollziehen.


    Fazit: Ein motivierter historischer Roman, der mich leider nicht überzeugen konnte.


    Zur Leserunde: vielen Dank für die tolle gemeinsame Leserunde. Die Diskussionen mit euch haben mir wieder sehr viel Spaß gemacht.


    Nora : Ein besonderes Danke, dass du dir die Zeit genommen hast und mit so viel Hintergrundinformation auf unsere Postings eingegangen bist. Dadurch wurde für mich einiges im Roman schlüssiger als beim bloßen Lesen. Es tut mir leid, dass du meinen Geschmack nicht getroffen hast, aber ich möchte dir auf diesen Weg viel Erfolg bei deinen weiteren Buchprojekten wünschen :winken:

  • Hallo zusammen,


    so hier ist nun meine allererste Rezension:


    Auch zu finden auf meinem Blog:


    http://blog.roxxstar.net/?page_id=2


    Und bei Amazon:


    http://www.amazon.de/gp/cdp/me…&sort_by=MostRecentReview



    Vielen Dank an Nora, es war ja meine erste Leserunde und es hat mir sehr viel Spass gemacht ;-)
    Danke auch an den Verlag und die Organisation :)



    Zum Inhalt:


    Annabelle und Léon sind die Kinder von zwei verfeindeten Zuckerplantagenbesitzern auf der Karibik-Insel Martinique. Sie sind unsterblich ineinander verliebt, auch wenn die Eltern absolut nicht mit der Verbindung einverstanden sind.
    Doch Léon möchte Arzt werden und studiert in Paris. Als er zu seinen letzten Prüfungen ins ferne Europa per Schiff aufbricht, beginnen Ereignisse ins Rollen zu kommen, die das Schicksal beider Familien für immer verändert.


    Meine Rezension:


    Dieses Buch ist das erste, welches ich in einer autorenbegleiteten Leserunde gelesen habe. Und ich muss sagen es hat mir echt viel Spass gemacht.


    Richtig gut gefallen hat mir, dass man als Leser sofort in die Geschichte eingetaucht ist. In vielen Romanen dieser Zeitepoche wird zuerst einmal auf das geschichtliche Geschehen aufmerksam gemacht und erst danach werden einem die Protagonisten vorgestellt. Hier beginnt die Handlung sofort mit einem Ereignis, über welches im Laufe des Buches noch oft in gewisser Weise gesprochen oder nachgedacht wird. Die Spannung verliert sich nicht und bleibt konstant erhalten bis zum Schluss.
    Die geschichtlichen Hintergründe werden natürlich auch abgehandelt und tragen auch ihren Teil der Geschichte bei. Aber trotzdem wird es einem nicht zu viel, es hilft nur sich besser hineinzuversetzen.


    Die Insel Martinique habe ich zuvor nicht gekannt, allerdings konnte ich mir durch den Schreibstil der Autorin schon bald ein Bild davon machen, und manchmal hatte ich sogar das Gefühl dass ich den Geruch der Blumen und des Meeres und der Früchte richtig in der Nase habe. Allerdings finde ich den “blumigen Schreibstil”, den manche hier so nennen, gar nicht so hervorstechend. Also es ist alles super beschrieben, sodass man sich zurechtfindet, aber es langweilt auch nicht und bremst auch nicht den Spannungsbogen.


    Natürlich hat dieses Paradies auch ihre Schattenseiten. Und diese waren leider sehr brutal und grausam. Die Zeit der Sklaverei und die Kluft zwischen Armut und Reichtum sind nicht beschönigt. Die Zeit war alles andere als blumig und umso härter der Kontrast auf der Insel. Doch auch in dem Paris der damaligen Zeit sind Armut und Tod allgegenwärtig und trüben das romantische Bild was wir heute von der Stadt der Liebe kennen.


    Der Sprachstil der Charaktere ist bis auf wenige Ausnahmen sehr neuzeitlich, was es einem leicht macht, flüssig zu lesen. Die Zeitabstände zwischen den Ereignissen ist zu Anfang recht unübersichtlich, allerdings wird das gegen Ende des Buches besser und man findet es dann auch gar nicht mehr schlimm.


    Der Klappentext hält was er verspricht, jedoch gibt er für meinen Geschmack fast schon zu viel preis ;-) es tut aber trotzdem der Spannung keinen Abbruch.


    Die Fortsetzung der Handlungsstränge habe ich mir selbst beim lesen anders vorgestellt, als sie schlussendlich eingetroffen sind. Aber das ergab für mich auch einige Aha-Momente und Überraschungen.


    Einen zweiten Teil der Geschichte könnte ich mir sehr gut vorstellen, auch wenn es inhaltlich kein muss ist.

  • Verflucht oder einfach nur vom Schicksal gebeutelt ?


    Die Familien der benachbarten Zuckerrohrplantagen de Castellin und de Montargis sind schon seit Ewigkeiten miteinander zerstritten. Dieser Zustand konnte aber weder Léon (de Montargis) noch Annabelle (de Castellin) davon abhalten sich ineinander zu verlieben.


    Léon interessiert sich sehr für die Kunst des Heilens und studiert Medizin in Paris –gegen den Willens seines Vaters. Er steht kurz vor seinem Abschluss, verbringt gerade seine studienfreie Zeit auf Martinique und muss nun nach Paris zurück um die letzten Prüfungen zu absolvieren.


    Léon ist bei seinem Vater in Ungnade gefallen weil dieser keinen Sinn in einer medizinischen Ausbildung sieht, Annabelle soll aufgrund der finanziellen Situation der Plantage gegen ihren Willen mit dem wohlhabenden Sklavenhändler Venancio Ramazon verheiratet werden.


    Als Léon nach Paris abreist beginnt „Der Fluch der Zuckerinsel“


    Mein Fazit:


    Zuerst einmal möchte ich bemerken, daß ich das Cover des Buches sehr gelungen und ansprechend finde.


    Die Autorin Nora Berger wirft den Leser sofort ins Geschehen hinein. Man erlebt gleich hautnah mit wie Annabelle von einer Lanzenotter gebissen wird und Léon sein medizinisches Wissen unter Beweis stellen kann.


    Aus den Gesprächen der Beiden ist zu erfahren, dass ihre Liebe unter keinem guten Stern steht. Die Familien der Plantagenbesitzer sind seit Jahren zerstritten, eine Verlobung oder gar Hochzeit würde keine Zustimmung finden. Aber bevor an eine Verlobung auch nur zu denken ist, möchte Léon gerne seine medizinische Ausbildung zum Abschluss bringen. Annabelles Familie hat jedoch ganz andere Pläne was ihren Ehemann betrifft.


    Leider gibt es innerhalb des Buches keine Angabe darauf, in welchem Jahr wir uns gerade befinden. Das ist ein kleiner Minuspunkt den ich gerne anmerken möchte. Für den Lesegenuss ist das nicht wirklich wichtig, fällt mir aber auf. Lediglich in einem Satz von Annabelle wird erwähnt, daß der Code Noir, die Wiedereinführung der Sklaverei in den französischen Kolonien durch Napoleon gerade in Kraft getreten ist. Es müsste sich also um die Zeit gegen 1802 handeln.


    So hab ich dann auch gleich den Übergang zum Thema Sklaverei gefunden.
    Dass dieses Thema kein schönes und nettes Thema ist, wissen wir vermutlich alle. Viele Jahre wurden Menschen von Menschen gequält, gedemütigt und benutzt, um nicht zu sagen missbraucht. Der Missbrauch war sowohl körperlich in Bezug auf die Arbeitskraft, als auch oftmals sexueller Natur. Der Code Noir, der die Sklaverei in den französischen Kolonien billigte, war ganze 163 Jahre gültig. Schrecklich.


    Die Autorin Nora Berger hat das Thema sehr gut verarbeitet. Wir werden einerseits Zeuge wie rüde und brutal der Aufseher Crowling mit den Sklaven der Plantage der Familie de Castellin umgeht, andererseits lesen wir wie gut die Sklaven im Haushalt behandelt werden. Der Gesamtzustand war jedoch für diese Menschen irgendwann nicht mehr zu ertragen und eines Tages formierten sich die Sklaven auf Martinique zu einem Aufstand und von den Zuckerrohrplantagen blieben nur noch Schutt und Asche .....


    Bis zu diesem Zeitpunkt spielt die Handlung des Buches auf Martinique – als dort alles in Trümmern liegt, verlagert sich die Handlung nach Paris.


    Um ihr Leben zu retten und ihren Liebsten Léon zu suchen flüchtet Annabelle während des Sklavenaufstandes mit ihrer Freundin Émilie (und Halbschwester von Léon) nach Paris. Mit im Gepäck haben sie die neugeborene Tochter der verstorbenen Sklavin Leila, die Annabelles Nichte ist und Shalima, die sie als Amme für Sarah mit auf die Überfahrt nehmen.


    Auch die Zustände in Paris werden von der Autorin nicht beschönigt. Die 4 leben in einer kleinen heruntergekommenen Wohnung und müssen dem Leben jeden einzelnen Tag abringen. Und dann bekommt Annabelle die Chance ihres Lebens.


    Annabelle ist eine hübsche Frau und so macht sie auch die eine oder andere Herrenbekanntschaft, sogar ein Fürst buhlt um ihre Liebe – aber Annabelle kann Léon nicht vergessen.


    Werden sie sich wiedersehen ??


    Im Laufe dieses Buches sterben sehr viele Menschen.
    Sicherlich hätte die Autorin auch andere Lösungen finden können jemand unbequemes aus dem Weg zu räumen, aber für mich hat es so gepasst.


    In unserer Leserunde habe ich das Buch „bezaubernd“ genannt und genau so finde ich es auch immer noch nachdem ich alle Seiten gelesen habe. Es hat genau meinen Geschmack getroffen. Das Ende ist zwar in sich abgeschlossen, lässt aber durchaus Raum für einen 2. Teil.


    Zur Leserunde:
    Vielen herzlichen Dank liebe Nora für die nette Leserunde. Mir hat das Buch sehr gefallen und ich würde einen 2. Teil gerne lesen, sofern es ihn irgendwann einmal geben sollte.
    Lieben Dank auch an den Bookspot-Verlag für das Rezensionsexemplar.
    Und wie immer ein dickes Dankschön an meine MitleserInnen für den netten Gedankenaustausch.


    Meine Rezension erscheint


    auf meinem Buchblog Bücher sind fliegende Teppiche


    und in den nächsten Tagen bei allen gängigen Portalen (sofern das Buch dort gelistet ist) in denen ich ein Profil habe


    Amazon
    Thalia
    Was liest Du?
    Lovelybooks
    Literaturschock


    meiner Facebook- und Google-Seite


    auf der Facebook-Seite von Nora Berger
    auf der Facebook-Seite des Bookspot-Verlages

  • Ich hab gerade festgestellt, daß ich auf der FB-Seite von Nora Berger keine Einträge machen kann.
    Deswegen war ich so frei und habe eine Freundschaftsanfrage gestellt (Barbara Diehl) - dann kann der Link gerne über meine Seite geteilt werden.


    Auch beim Bookspot-Verlag kann ich nichts schreiben.

  • Hallo Zusammen,


    ich habe heute meine Rezension geschrieben :)


    Hier also meine Meinung:


    Inhaltliche Zusammenfassung:


    Auf der Insel Martinique verlieben sich Anfang des 19. Jahrhundert Annabelle und Léon ineinander. Doch diese Liebe wird von ihren Familien nicht gebilligt. Beide sind die Kinder von reichen Zuckerrohr-Plantagenbesitzern, aber ihre Familien sind seit Jahren verfeindet. Zusätzlich erschüttern immer wieder Sklavenaufstände die Ruhe der Insel. Die Liebe von Annabelle und Léon ist stark, aber Léon will vor einer Heirat noch sein Medizinstudium in Paris vollenden. Aus diesem Grund verlässt er erst einmal ohne Annabelle die Insel. Aber während seiner Abwesenheit überschlagen sich die Ereignisse und Annabelle ist gezwungen ihre Liebe zu verraten. Währenddessen erleidet Leon bei seiner Überfahrt nach Europa Schiffbruch und gilt als verschollen. Schließlich flieht auch Annabelle von der Insel und besteigt ein Schiff mit Ziel Paris. Was wird sie auf dieser Reise erleben und wird sie Léon jemals wieder sehen?


    Meine Meinung:


    Bei diesem historischen Roman von Nora Berger war ich sehr gespannt auf die Geschichte, welche sich in diesem Buch zwischen ca. 500 Seiten verbirgt. Der Klappentext hatte mich extrem neugierig gemacht. Schließlich liebe ich Liebesgeschichte mit historischem Hintergrund. Die Autorin war mir bisher noch total unbekannt, aber das hinderte mich nicht, denn ich entdecke gerne neue Schriftsteller für mich. Das Glück war mir auch bei dieser Wahl hold. Schnell nahm mich die Liebesgeschichte um Annabelle und Léon für sich ein. Der Schreibstill passte so hervorragend zu den beiden Liebenden und auch der Fluch und die abergläubische Lebensweise bzw. Denkweise der Menschen zu dieser Zeit wurde sehr eindrucksvoll dargestellt.


    Nora Berger hat hier keinen seichten Liebesroman geschrieben. Vielmehr hat sie herausgestellt wie hart das Leben Anfang des 19. Jahrhunderts sein konnte. Krankheiten und Aufstände werden sehr bildhaft dargestellt. Aus diesem Grund gab es in diesem Buch auch eine Menge Freunde und Verwandte die Annabelle zu Grabe tragen musste. Anfangs fand ich das vielleicht ein wenig störend und auch etwas brutal, aber leider war und ist das Leben nun mal hart. Nicht jeder kann gerettet werden, auch wenn ich es mir noch so sehr wünsche. Diese realistische Erzählweise hat mir zu guter letzt sehr gut gefallen und sie hat die Geschichte realistischer erscheinen lassen.


    Ein sehr spannender und emotionaler historischer Liebesroman, der gerne fortgesetzt werden darf, denn leider sind nicht alle meine entstandenen Fragen beantwortet worden. Von mir bekommt dieses Buch 8 von 10 Punkte und eine klare Leseempfehlung.


    © claude


    Danke noch einmal für die nette Leserunde und auch für das schöne Buch. ich werde auf alle Fälle weiterhin schauen, was ich so von dir finden kann :)


    Die Rezension habe ich auch veröffentlich bei


    LB http://www.lovelybooks.de/auto…1-w/rezension/1113337364/
    WLD http://wasliestdu.de/rezension…amer-historischer-roman-1
    meinem Blog http://claudes-schatzkiste.blo…luch-der-zuckerinsel.html

  • Anbei meine Meinung und vielen Dank für die schöne Leserunde!


    Martinique, Anfang des 19. Jahrhunderts.
    Wie in „Romeo und Julia“ geht es Léon und Annabelle zu Beginn dieses Buches. Ihre Familien sind seit Ewigkeiten verfeindet und hassen sich, doch die beiden jungen Menschen haben sich dennoch ineinander verliebt. Bisher halten sie ihre Gefühle geheim, Léon will erst sein Medizinstudium abschließen und dann um Annabelles Hand anhalten. Obwohl sie nicht glücklich darüber ist, verspricht sie, auf ihn warten.
    Doch dann schüttelt das Schicksal ihrer beider Leben ziemlich durch.
    Annabelles Vater ist hochverschuldet und will seine Tochter an den reichen Plantagenbesitzer und Sklavenhändler Ramazon verheiraten. Obwohl sie den Mann abstoßend findet, hat sie keine Wahl, es geht um den Familienbesitz und das Seelenheil ihrer Mutter. Außerdem hat sie von Léon schon lange nichts mehr gehört und zweifelt inzwischen an seiner Liebe. Weitere Schicksalsschläge beuteln die Familie und Sklavenaufstände bedrohen das bisher so angenehme Leben der weißen Plantagenbesitzer.


    Schließlich bleibt Annabelle nur noch die Flucht!
    Gemeinsam mit Léons Schwester macht sie sich auf den Weg nach Paris. Doch auch dort reißen die schrecklichen Ereignisse nie lange ab. Zwischendurch allerdings ergibt sich auch immer wieder ein Hoffnungsschimmer und Annabelle kommt irgendwie immer durch, findet neue Freunde und Helfer, so dass ihre Situation zwar oft aussichtslos wirkt, sich aber dennoch immer irgendwie ein Ausweg ergibt.


    Mir persönlich hat das Buch trotz einiger kleiner Kritikpunkte gut gefallen. Eine Figur hätte von mir aus ganz aus der Geschichte gestrichen werden können, ein Freund vom Verlobten ihrer Schwester, dessen Sinn für die Handlung sich mir leider nicht so ganz erschlossen hat.
    Auch sterben in diesem Buch unglaublich viele Menschen. Kaum hat man sich an eine Figur gewöhnt, ist sie auch schon wieder tot – nur sehr wenige begleiten uns von Anfang bis zum Ende.


    Dennoch war es ein sehr interessanter Roman mit zwei kontrastreichen und spannenden Schauplätzen, der Insel Martinique und natürlich der französischen Hauptstadt Paris.

  • Ihr Lieben, so langsam ist es ruhig geworden hier.
    Vielen Dank noch einmal an alle, ganz besonders auch an Dich, liebe Nora! :winken:
    Ich werde die Leserunde nun schließen.

  • Suse

    Hat das Thema geschlossen