09: Kapitel 23 – Ende

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  • Ich habe das Buch schon durchgelesen, und nun warte ich, dass ich beim Posten nicht spoilere.
    Man bin ich froh, dass es nicht Rebekka war, die sich rächen wollte. Dass es noch einen Mordanschlag auf Anna geben würde, hatte ich angenommen. Als die Polizei sagte, dass es da eine zweite Frau im Leben Joachims gab, war Rebekka zwar außer Verdacht, aber ein kleiner Funken war noch. Es hätte ja sein können, dass sie mit ihrem Vater heimlich zusammen verreist. Um Annas Willen freue ich mich, dass Rebekka doch eine ganz normale Frau ist (bei den Tiraden gegen die Mutter habe ich befürchtet, sie sei irgendwie psychisch gestört) Und es ist ein gutes Ende.
    Ich hatte in den letzten Szenen eigentlich nur noch Angst um den Quilt.


    So und nun warte ich auf die anderen, damit ich zu den einzelnen Abschnitten noch meinen Senf dazu geben kann.

  • Mit meiner bösen Ahnung, daß Stefanie sich noch an Anna rächen könnte, lag ich leider nicht falsch. Gott, die Frau ist ja krank! Mir kam ziemlich schnell der Gedanke, daß sie Joachim derart unter Druck gesetzt hat, daß er irgendwann nur noch den Selbstmord gesehen hat, da er auch nicht in der Lage war, sich für irgendwas zu entscheiden. claude20 hat Stefanie bereits gut eingeschätzt.


    Ausgerechnet Rebecca rettet Anna das Leben – ich bin froh, daß es so ist, denn nun haben die Beiden endlich eine Chance, sich anzunähern. Immerhin hat sie nun erlebt, zu was die Geliebte ihres Vaters in der Lage ist, und vorallem, daß es diese Geliebte wirklich gibt. Toll, wie die Beiden zusammenarbeiten, um das Leben der Mörderin zu retten – ich finde es auch gut, daß sie das tun.
    Das war eine sehr weise Entscheidung, sich von ihrer Tochter verarzten zu lassen, auch wenn das gesundheitlich fast schon etwas grenzwertig war, als Anna so müde und wackelig wurde; da hätte beinahe noch mehr dazugehört, als nur genäht zu werden.


    Gut, daß die Friedrichs Snoopy wirklich nur mit einem Knochen bestochen hat, ich hatte schon Angst, sie hätte ihm etwas angetan.


    Daß es ein Tagebuch von Joachim gibt, finde ich auch sehr gut, nun können sich alle Familienmitglieder nochmal in Ruhe damit auseinandersetzen, das ist vorallem wichtig für Rebecca: zeigt es ihr doch, daß sie mit ihrem Gefühl teilweise nicht ganz falsch lag, aber ihre Mutter in keinem Fall die Alleinschuldige ist (wovon sie bisher felsenfest überzeugt war), wenn man in so einem Fall überhaupt von Schuldigen sprechen kann.
    Das Ende fand ich sehr gelungen, es rundet die Geschichte ab und regt noch zum Nachdenken an, wie sich die Familie weiterentwickeln wird.


  • Mit meiner bösen Ahnung, daß Stefanie sich noch an Anna rächen könnte, lag ich leider nicht falsch. Gott, die Frau ist ja krank! Mir kam ziemlich schnell der Gedanke, daß sie Joachim derart unter Druck gesetzt hat, daß er irgendwann nur noch den Selbstmord gesehen hat, da er auch nicht in der Lage war, sich für irgendwas zu entscheiden.


    Aber mit seinem Selbstmord hat er Anna bewusst der Gefahr ausgesetzt.
    Er muss doch gewusst haben wie Stefanie tickt und dass sie das nicht auf sich sitzen lassen wird. Nach mir die Sintflut ???


    Es mag sein, dass Selbstmord für manche Menschen nur noch der letzte Ausweg aus ihrem Dilemma ist, für mich ist das einfach nur feige.
    Man kommt mit etwas nicht klar und entzieht sich - oder man entzieht sich einer Verantwortung. Dafür hinterlässt man jede Menge mit dem andere Menschen fertig werden müssen.


    Rebecca sagt doch, daß sie ihre Mutter noch nie bewusst hat praktizieren sehen. Vermutlich hat der Vater da auch Samen auf fruchtbare Erde geworden, so daß Rebecca gar nicht glauben konnte, daß ihr Mutter gerne arbeitet weil sie den Beruf liebt ... ?? Rebecca hatte auf jeden Fall ein ziemlich falsches Bild von Anna und es ist gut, daß sie das nun geraderücken konnten. Und das Tagebuch ist da tatsächlich für Rebecca sehr hilfreich. Aber auch Anna hat mit Sicherheit Dinge erfahren, die ihr sonst verborgen geblieben wären.


    Um Snoopy hatte ich auch Angst. Ich hätte ihr auch durchaus Gift zugetraut.


    Das Ende des Buches hätte anders nicht sein dürfen.


  • Aber mit seinem Selbstmord hat er Anna bewusst der Gefahr ausgesetzt.
    Er muss doch gewusst haben wie Stefanie tickt und dass sie das nicht auf sich sitzen lassen wird. Nach mir die Sintflut ???


    Ich denke, das hat er überhaupt nicht gesehen; wahrscheinlich hat er Stefanie nicht so psychopathisch eingestuft und seine Gedanken kreisten ja hauptsächlich um ihn selber.

  • Ich denke, das hat er überhaupt nicht gesehen; wahrscheinlich hat er Stefanie nicht so psychopathisch eingestuft und seine Gedanken kreisten ja hauptsächlich um ihn selber.


    Ja, vielleicht war er tatsächlich so in sich selbst vertieft ......

  • War der Selbstmord jetzt eine Flucht vor dem ganzen Trouble, der sich anbahnte? Warum wollte sich Joachim denn nicht von Anna trennen. Eigentlich hat er doch alle Personen in seinem Umfeld angelogen. Anna, Rebecca, Katharina und auch Stephanie. Hat er keinen Ausweg mehr aus diesem Dilemma gefunden und mit wem hätte er die Praxis geführt wenn die Ärzte es erlaubt hätten mit Rebecca oder Stephanie? Eine von beiden hätte er enttäuschen müssen. Für mich ist dieser Selbstmord nur die Tat eines Feiglings, der sich seiner Verantwortung nicht stellen wollte.Denn wenn wir ehrlich sind hätte es früher oder später gekracht und sein Doppelleben wäre aufgeflogen und ich habe das Gefühl Joachim hat sich ganz einfach aus seiner Verantwortung herausgeschlichen und dabei die anderen einfach und ohne Erklärung zurückgelassen.

  • Da lag ich mit meiner Vermututng ja ganz richtig, dass Anna noch auf der Liste der Durchgeknallten steht.


    Joachim scheint ja ein ganz schöner Opportunist gewesen zu sein, der Geliebten erzählen, dass seine Frau sich nicht scheiden lassen will, so dass die für ihn so bequeme Situation nicht geändert werden muss. Am Wochenende ein wenig Spass mit der Geliebten, total unkompliziert und unter der Woche die heile Familie, die ihn nicht fordert sondern nur unterstützt, was für ein Arschloch. :boahnee: Dumm, dass die Geliebte mit der Situtation nicht zufrieden war und das Joachim auf Grund der Überforderung die Reißleine gezogen hat und sich feige aus dem Leben verabschiedet hat.


    Und Stefanie ist ja eine Psychopathin, wie sie im Buch steht.


    Die Familiensituation um Anna und Rebecca scheint sich ins Gute zu wenden, allerdings hätte ich mir hier noch ein wenig mehr Auflösung gewünscht - ein Gespräch zwischen Mutter und Tochter o.ä.

  • Die Familiensituation um Anna und Rebecca scheint sich ins Gute zu wenden, allerdings hätte ich mir hier noch ein wenig mehr Auflösung gewünscht - ein Gespräch zwischen Mutter und Tochter o.ä.


    Für mich war die Situation hier rund, ein Gespräch zwischen Mutter und Tochter zu viel des Guten. Die beiden nähern sich an, alles weitere wird die Zeit bringen. Ich denke, auch in der realen Welt würde nicht alles auf einmal stattfinden. Solche klärenden Gespräche brauchen ihre Zeit und ihren Raum, dafür müssen sich erst einmal die anderen Wogen wieder glätten.
    Aber das ist natürlich auch nur eine persönliche Meinung ;)


  • Für mich war die Situation hier rund, ein Gespräch zwischen Mutter und Tochter zu viel des Guten. Die beiden nähern sich an, alles weitere wird die Zeit bringen. Ich denke, auch in der realen Welt würde nicht alles auf einmal stattfinden. Solche klärenden Gespräche brauchen ihre Zeit und ihren Raum, dafür müssen sich erst einmal die anderen Wogen wieder glätten.
    Aber das ist natürlich auch nur eine persönliche Meinung ;)


    Genau deswegen hat mir das Ende so gut gefallen: die Beziehung zwischen Anna und Rebecca ist seit so vielen Jahren falsch gelaufen, das kann sich nicht innerhalb von wenigen Stunden oder Tagen normalisieren, das geht nur über eine allmähliche Annäherung.

  • Suse

    Hat das Thema geschlossen