07: Seite 435 - Ende (Kap. 33 – Ende)

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  • Süß finde ich, dass das Baby von Sophie (den sie Max nennt, was mir absolut klar war) ein Muschelmuttermal hat. Passt einfach.


    Das ist wirklich passend.



    Das hat mich total gefreut, vor allem dass die Mutter zu ihrer alten Stärke zurückfindet. Auch hat mir gut gefallen, dass Ella nun endlich nicht mehr das garstige Mädchen ist.


    Ja, darüber habe ich mich auch gefreut, zumal es eine zeitlang richtig schlecht für sie aussah.



    Das ist eine wirklich interessante Diskussion, denn um ehrlich zu sein, ich habe mir nächtelang das Hirn darüber zermartert, ob ich Henriette zu einer Mörderin machen kann/soll/möchte, denn auch in Notwehr jemanden zu töten ist etwas, dass einen ein Leben lang verfolgen wird, außer man ist emotional bereits völlig abgestumpft. Auch wenn es geradezu en vogue ist in immer härteren Thriller -und wie ich finde leider! auch in Jugendbüchern- ständig Menschen zu töten, so widerstrebt mir das zutiefst. Mag sein, dass ich da ein bisschen sentimental bin, aber so ist es. :-[


    So ist es jetzt ja perfekt gelöst - ich hätte nur einen Anfall bekommen, wenn Julius gestorben wäre, nur damit Hofman aus der Speisekammer fliehen konnte, das wäre dann sooooo ungerecht gewesen. Aber mein kleines Teufelchen hat dennoch immerzu geflüstert, daß es Henriette nicht mehr einfällt, daß Hofmann noch in der Speisekammer sitzt ;D

  • Ich finde das Ende auch gut so wie es ist - niemand musste sein Gewissen mit etwas belasten was einen den Rest des Lebens verfolgt, und Hofmann ist trotzdem seiner Strafe zugeführt worden. Ironischerweise wurde er ja genau so erschlagen wie seine Frau.


  • So ist es jetzt ja perfekt gelöst - ich hätte nur einen Anfall bekommen, wenn Julius gestorben wäre, nur damit Hofman aus der Speisekammer fliehen konnte, das wäre dann sooooo ungerecht gewesen. Aber mein kleines Teufelchen hat dennoch immerzu geflüstert, daß es Henriette nicht mehr einfällt, daß Hofmann noch in der Speisekammer sitzt ;D


    So wie es geschrieben ist, ist es absolut richtig. Mir wäre es nur wie odenwaldcollies gegangen, dass ich echt wütend und traurig gewesen wäre, wenn Henriette für Hofmann ihren Julius riskiert hätte, aber dem ist ja dann doch nicht so etwas schlimmes passiert.


    Ansonsten gebe ich Beatrix Recht, dass es schon sehr anstrengend ist, dass auch in Jugendbüchern so oft gestorben und gemordet wird... Der Trend gefällt mir nicht.

    "Das Buch als Betriebssystem ist noch lange nicht am Ende" (H.M. Enzensberger)

  • So , bin leider auch durch. In dem letzten Abschnitt passiert ja so viel.


    Julius und Henriette finden den Chinesen der Akrobatentruppe , er kann den wahren Tathergang schildern. War ja eigentlich klar, dass der Vater keinen Mord begangen hat. Leider hat er selbst nicht mehr erfahren, dass er Mary Belle nicht getötet hat.


    Herrlich wie Chinatown beschrieben wurde, und die Sache mit dem falsche Spruch auf dem Geschenk für den Tempel ...einfach schön ,ein witziges Element in der Erzählung .Man hat das ja wirklich schon öfters bei Tattoos gelesen.


    Eigentlich seltsam, dass im freien Land Amerika, Chinesen nicht als Zeugen aussagen durften. Mir war gar nicht so bewusst, dass auch diese Gruppe der Einwanderer und nicht nur die Afroamerikaner diskriminiert wurden.


    Hofmann zeigt jetzt endgültig sein wahres Gesicht, er versucht Henriette zu vergewaltigen.
    Sophie kommt mit der Bratpfanne und Hofmann wird bewusstlos, die beiden Frauen sperren ihn in die Speisekammer.


    Als es zum Erdbeben kommt, kann Henriette ihn nicht dort dem sicheren Tod überlassen und will ihn retten.


    Dennoch kommt er ums Leben.


    Sophie bringt den kleinen Max auf die Welt und überlebt, womit ich ehrlich gesagt ,nicht gerechnet habe. Aber schön !
    Auch die Mutter von Sophie und Henriette erwacht durch das Baby wieder und kann wieder reden.
    Sina geht es auch den Umständen entsprechend .


    Sehr zu bewundern ist Tante Bertha , die sich für mich in eine sehr sympathische Person gewandelt hat . ich fand es toll, wie sie nach dem Erdbeben alles regelt und auch schon vorher ,als sie Hofmann durchschaut.


    Mysteriös finde ich , dass der Vater ums Leben kommt zum gleichen Zeitpunkt an dem auch Hofmann stirbt.


    Interessieren würde mich jetzt schon noch, ob sich Sophie noch weiter erholt, oder doch der Tb erliegt.
    Wie der Henriettes Plan mit dem Hotel umgesetzt wird und ob Julius und sie heiraten werden.


    Dann noch die Frage, warum die zwei Kapitel von Julius als Ich-Erzähler geschrieben wurden, die Kapitel als Henriette und Julius zusammen waren, aber wieder in der dritten Person.


    Zum Schluss: Ich habe mich mit dem Buch sehr gut unterhalten.

  • Das kann ich gut verstehen, mein Mann hat mir einmal ein wunderschönes rotes Banner mitgebracht mit goldenen Buchstaben, und darauf sollte angeblich mein Name mit vielen guten Wünschen stehen, aber leider hat sich dann später durch eine Chinesin, die ihn besucht ha und die das Banne rüber meiner Tür gesehen hat dann herausgestellt, dass da stand "Mao ist groß, es lebe der Vorsitzende und Freund des Volkes " oder sowas in der Art :P und in der Sekunde, in der ich das gerade schreibe, kommt mir der Gedanke, dass mich das möglicherweise irgendwie tief vergraben im Hinterkopf auf die Idee gebracht hat... hmmmm :-\


    ..also war es doch etwas wert, weil diese Erinnerung, ein sehr schöner Teil, dieses Buches wurde..ich habe auch sehr
    geschmunzelt und musste an das Tattoo meines Bruders denken..ich muss es mal abmalen, vielleicht steht da ja sowas wie:
    "Hau mich!"
    :o

  • Nachdem Henriette einen ganzen Tag mit recherchieren in Chinatown zugebracht hat und dann auch
    noch im Nobelhotel Champagner mit Julius trank, hatte ich schon einen ziemlich wütenden Hofmann erwartet,
    das er sie auch noch in irgeneiner Weise bedrängen würde, damit habe ich auch gerechnet und als Henriette
    die Speisekammer öffnete und einen Luftzug verspürte, bekam ich eine Gänsehaut und wollte nur noch schreien:
    "Lauf, Hettie, lauf!!"
    Seltsamerweise, ist die kranke Sophie mehr für das Leben gerüstet, als die teilweise naive Henriette, über deren
    Seele, sich durch die Vorkommnisse in Samoa, auch schon viele Schatten legten, was sie wiederum stark machte, jemand
    anderes, wäre daran vielleicht zerbrochen..mir selber liegt Tamatoas Tod noch ganz schön im Magen..
    Ich bin auch dankbar, das sein Selbstmord so unwirklich und zart beschrieben wurde, die Kraft in Henriette hat man
    trotz ihrer Verzweiflung, wachsen sehen..
    (kurz abgeschweift..)
    Aber die Zwillinge ergänzen sich ganz prima, jede lernt von der Anderen und schöpft und spendet Kraft..
    --
    Ich hatte ja erwartet, das Berta zurückkäme und ihm eine Kugel verpassen würde, aber, Sophie - die Bratpfanne,
    das war einfach großartig, ich habe praktisch dieses "pongggg" gehört, als sie ihm diese drüberzog..lach..wunderbar!
    Auch die Überlegung der Beiden, das die wohlbefüllte Speisekammer, viel zu gut für Hofmann wäre..klasse!
    - und dann haben sie ihn auch noch darin vergessen..herrlich
    ;)

  • So, jetzt muss ich mal die böse "Henriette" spielen..
    :kommmalherfreundchen:
    Als Henriette auf dem Weg ins Hotel war um für ihre Schwester ein profisorisches Bett zu besorgen,
    hätte ich nur das gemacht und sonst nix, Hofmann wäre mir noch 1000 Jahre Wurscht gewesen,
    wenn es darum ginge, meine Schwester oder er..beinahe wäre ja auch noch Julius draufgegangen,
    aber gut, das war dann eben typisch Henriette, die alles auf einmal gut haben möchte und dabei
    versehentlich, oder aus Absicht den Bösen zuerst rettet..
    Verstehen kann ich sie schon, denn, sie versucht der Moral in ihrem Leben noch den richtigen Platz
    zuzuweisen, aus Henriette wäre bestimmt auch eine leidenschaftliche Suffragette geworden, Ansätze
    in ihrem Denken sind ja schon verankert.. - wäre ja auch ca die gleiche Zeit..
    Sie ist ja auch auf die Idee mit dem Hotel der "Schwestern" gekommen, auch großartig!
    --
    Wer weiß, vielleicht gibt es wirklich mal ein "Berta-Buch", wo sie ihre Nichten aus dem Knast holen muss,
    weil diese für Frauenrechte demonstrierten..
    Hmmmm..wie alt ist Berta eigentlich??
    ;)

  • Ich habe das Buch ausgelesen und war schockiert, das es denn schon zu Ende sei,
    ein Buch, das ich durch all die vielen Seiten geliebt habe, für mich ein Jahrhundertroman.
    Man müsste "Der Klang der blauen Muschel" verfilmen, am besten, ein Vierteiler..hach
    --
    Danke, auch für die vielen historischen und kulturellen Infos und die sehr bildhaften Beschreibungen,
    durchweg spannend, abenteuerlich, Südseeromantik und Mystik, zum Schwelgen, aber, trotzdem kein bisschen kitschig,
    ich weiß gar nicht, wie man so einen Roman schreiben kann..tztz, ich bin begeistert!
    --
    Das Nachwort, in Form einer Roman-Entstehungsgeschichte, war auch große Klasse, ich habe alles noch einmal vor mir
    gesehen und bekam eine zusätzliche Sicht der Dinge..
    Vielen Dank an das Forum und an die tolle Leserunde, an den Diana-Verlag und an BEATRIX!!
    :bussi:
    P.S. Ich weiß, das ist eigentlich ein Fazit, aber da werde ich es auch unterbringen..


    :urlaub:

  • So, ich habe das Buch nun auch beendet. Hach, und es war wieder so schön! Ich glaube, die Geschichte wird mich auch nach der letzten Seite nun noch ein wenig begleiten!


    Das Ende war ja noch mal richtig dramatisch mit dem Erdbeben! Puh, das stelle ich mir ja richtig unheimlich vor, wenn plötzlich die Erbe bebt! Und dann ausgerechnet in so einem Moment! Zum Glück war der kleine Max schon geboren! Wenn Sophie in diesem Moment noch in den Wehen gewesen wäre, wäre die Situation noch viel schlimmer gewesen, denke ich. Zumal es ja nun wirklich keine einfache Geburt war. Ich hatte zeitweise doch richtig Angst um Sophie. Als sie nach der Geburt die Besinnung verloren hat, dachte ich schon für einen Moment, dass sie gestorben ist. :o Zum Glück war dem ja nicht so!


    Dafür ist Hofmann aber tot, aber um ihn tut es mir nicht leid, muss ich sagen. Er ist mir nun wirklich nicht ans Herz gewachsen; so ein mieser Kerl!
    Julius fand ich klasse! Er hat so einen trockenen Humor; das mag ich sehr! Sogar in dieser Situation mit dem Erdbeben gelingt es ihm noch, Witze zu machen. Und dann entdeckt Henriette auch gerade in dem einsturzgefährdeten Hotel ihre Gefühle für ihn. Puh, die beiden haben Nerven! Da stürzt fast das Hotel ein, und sie küssen sich seelenruhig! ;D


    Tante Berta ist auch beeindruckend! Ihr Hotel stürzt ein, und statt zu verzweifeln, kümmert sie sich um ihre Gäste und besorgt Unterkünfte und baut natürlich das Hotel wieder auf! Klasse! 8) Eine wirklich starke und beeindruckende Frau!


    Dass Hofmann der Mörder ist und nicht Henriettes Vater, hat mich nicht wirklich überrascht. Aber dass Henriettes Vater stirbt aufgrund einer herabfallenden Kokosnuss - das ist schon eine besondere Laune der Natur! :o


    Ich glaube, Henriette und Julius werden nach dem Aufbau des Hotels ein sehr aufregendes Leben führen! 8)

  • So heute Nacht habe ich das Buch noch beendet. Das musste einfach sein ;)


    Erst einmal danke, dass du Sophie nicht hast sterben lassen. Das hat mich sehr gefreut. :bussi:


    Weiterhin fand ich die Verwicklungen an Klondike River sehr interssant und ich bin froh, dass sich alles aufgeklärt hat. Leider zu spät für den Vater, aber man kann ja nicht alles haben. Aber nachden ich das alles gewußt hätte und Hofmann versucht hätte mir Gewalt und schlimmeres anzutun, da hätte ich ihn nicht mehr aus den Haus befreien wollen. Gerade weil Henriette ja auch ihr Leben riskiert hat. Aber ich bin da wohl nicht so moralisch wie unsere Heldin hier ;)


    Das Erdbeben war wirklich gut beschrieben und ich konnte es auch gut fühlen. Mich hat es fasziniert zu lesen wie intensiv du deine Recherchetätigkeiten durchgeführt hast. Ich würde auch gerne mal die Kmmer ausprobieren und ein Erdbeben simulieren. Bestimmt ein komisches aber auch aufregendes Gefühl.


    Zusammenfassend kann ich nur wieder sagen bzw. wiederholen was ich bereits in einer anderen Leserunde mit dir geschrieben habe. Das Buch hat mir gut gefallen und ich werde noch weitere Bücher von dir lesen. :lesen: