01: Anfang - Seite 86 (einschl. Kapitel 4)

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  • Hallo Ihr Lieben,


    hier treffen wir uns ab dem 19.09.2014 zur Leserunde zu dem Buch "Der blaue Klang der Muschel" und ich begrüße alle TeilnehmerInnen und ganz besonders Beatrix Mannel, die uns hier wieder begleiten wird. Schön, dass Du, liebe Beatrix, mit dabei bist! :-*


    Bitte lest Euch kurz vorher nochmal die Informationen zu Leserunden und auch die neuen Ausführungen zur Netiquette durch.
    Postet hier bitte erst, wenn ihr angefangen habt und etwas zu dem Buch zu sagen oder fragen habt. Die Beiträge "Buch liegt bereit, ich fange heute Abend an" ziehen das Ganze zu sehr in die Länge und passen besser in den Buchvorschlag.


    Wenn ihr erst ein paar Tage später in die Leserunde einsteigen könnt, dann wäre es gut, wenn ihr hier oder per PN an den Moderator kurz Bescheid geben würdet.


    Es wäre schön, wenn ihr darauf achtet, nicht einzeln zu sehr vorzupreschen, damit wir größtenteils zusammenbleiben können. Grobe Faustregel ist hierbei, dass bitte pro Tag nicht mehr als ein Abschnitt gelesen und dazu gepostet werden sollte! :winken:


    Hier könnt Ihr vom Anfang bis Seite 86 (bis einschl. Kapitel 4) schreiben.
    Spoilermarkierungen sind aufgrund der Seitenbeschränkung nicht vorgesehen.


    Ich wünsche uns nun allen viel Spaß beim Lesen und Diskutieren!


    Liebe Grüße
    odenwaldcollies :winken:

  • Schon mal als "Anheizer" über die ersten Seiten:
    Die Zwillingsschwestern stehen unter Omas Fuchtel, Sophie muss verhasste Handarbeiten machen, Henriette darf wenigstens lesen, lieber würde sie schreiben..
    Eine sehr bildhafte Beschreibung von den ersten Versuchen eigene Worte durch Tinte zu formen..als würde ein Geist sich Henriettes Hand bemächtigen, die zarte Hand fängt an zu zucken - sie muss schreiben..
    Auf dem Papier zeigen sich Worte in einer ihr unbekannten Sprache - wie kann das sein?
    Es ist noch nicht einmal ihre Schrift..
    Die beiden Mädchen machen Witze darüber, sie haben eine sehr gute Beziehung zueinander.
    Hach, wie schön, Henriette will Reiseschriftstellerin werden, man stelle sich das vor..
    :-)))
    Samoa, 1905
    Die Familie ist angekommen und hat ihr Haus bezogen, die Mutter ist mit dem "Standard" sehr unzufrieden, kein richtiges Badezimmer..etc
    Der Vater ist sehr streng und hat große Pläne.
    :urlaub:
    Mich hat es gleich gepackt, ich freue mich schon auf die LR!

  • Der Prolog stellt uns die Zwillinge vor, die bei der Großmutter leben. Die führt ja ein strenges Regiment, selbst die Freizeitbeschäftigung wird vorgeschrieben: lesen und sticken. Henriette kriegt plötzlich Zuckungen. Sehr merkwürdig. Sie muss schreiben und das in einer unbekannten Sprache. Von so was habe ich ja noch nie gehört! Sie will ja schreiben, deshalb könnte ich mir das mit dem Schreibzwang zwar erklären, aber nicht das mit der Sprache. Ich hoffe, das wird sich klären.


    Die Mädels sind anscheinend genauso ratlos wie ich, denn sie tauchen bei der Sitzung mit diesem seltsamen Medium unter falschem Namen auf. Wie sind sie der Großmutter nur entwischt?


    Dann ist Henriette mit den Eltern in Samoa und soll verheiratet werden. Wieder einmal Eltern, denen das Wasser bis zum Hals steht, und die dann ihre Tochter verschachern. Sophie könnte wegen TB nicht mitkommen und Henriette soll ihr alle Erlebnisse schriftlich mitteilen. Aber mit Schreiben ist wohl noch nicht viel.


    Die Eltern der Zwillinge sind auch merkwürdig. Vater ist Chef, alle haben zu folgen und nichts zu fragen. Er scheint auf Samoa noch eine Beziehung nebenbei zu haben - oder habe ich das falsch verstanden?
    Die Mutter hektisch und etwas hysterisch. Sie möchte eigentlich leben wie in Deutschland, vermisst ein Badezimmer und das deutsche Essen. Diese Panik wegen des Besuchs, da waren doch fast nur die heimischen Nahrungsmittel in der Küche.
    Die kleine Schwester ist ja wohl Griesgram in Person.


    Diese Gespräche über die Faulheit der Samoaner und deren Lebenseinstellung. So kann man natürlich reden, wenn man Dienstboten hat. Die Mutter jagt das chinesische Dienstmädchen ja ganz schön durch die Gegend.


    Henriette hatte am Strand eine Begegnung, die mächtig Eindruck bei ihr gemacht hat. Ich bin gespannt, wann es zu weiteren Treffen kommt.

  • So ich habe heute dann auch mit dem Lesen begonnen. Für mich war es schon einmal hilfreich, dass zum Buchbeginn eine Karte abgedruckt ist, wo sich Samoa eigentlich befindet, denn meine Geografiekenntnisse sind nicht gerade herausragend. :-[


    Mir gefällt es gut, dass die Zwillingsschwestern Henriette und Sophie keine Grazien sind, sondern etwas pausbäckig, das macht sie doch irgendwie menschlicher.


    Es muss schrecklich sein, wenn Zwillinge von einander getrennt sind, was bei unseren beiden hier der Fall ist. Während Henriette mit der gesamte Familie auf Samoa ist, musste Sophie wegen einer Tuberkuloseerkrankung in München bleiben. Ich hoffe nur, dass sie sich davon erholt, aber irgendwie sagt mir mein Bauchgefühl, dass es dazu nicht kommen wird.


    Die Begegnung zwischen den Samoanern und Henriette war schon spannend und bei dem Anblick von Tamatoa hätte es mir wohl auch die Sprache verschlagen...


    Hm so richtig bin ich noch nicht schlau geworden, wer denn nun der Auserwählte sein soll, den Henriette heiraten soll. Derzeit deutet ja mehr auf den Vogelforscher hin, aber wenn der doch recht wenig über Vögel weiß, dann frage ich mich, ob er wirklich ein Vogelforscher ist oder sich nur als solcher ausgibt? ???


    Ansonsten hat mich die "Zwangsverheiratung" ein wenig an unser kürzliches Leserundenbuch "Der Fluch der Zuckerinsel" erinnert. ;) Die armen Frauen von damals, man gut dass wir heute leben.


    Der Fotograf Julius von Sommerfeld scheint ja ein kerniger Typ zu sein, den mochte ich irgendwie. Nur hatte ich das Gefühl, dass er sich gestelzt ausdrückt. Er mochte Henriette offensichtlich ganz gern.


    Das Thema Séancen ist ja schon spannend und bereits auf den ersten Seiten durften wir ja ein bisschen Mysteriöses miterleben.


    Übrigens fand ich den Albtraum vom Murmelmann echt gruselig. :o

    "Das Buch als Betriebssystem ist noch lange nicht am Ende" (H.M. Enzensberger)


  • Die Eltern der Zwillinge sind auch merkwürdig. Vater ist Chef, alle haben zu folgen und nichts zu fragen. Er scheint auf Samoa noch eine Beziehung nebenbei zu haben - oder habe ich das falsch verstanden?


    Ja er steht als Oberhaupt wirklich über den Dingen. Ich hätte von ihm wenigstens erwartet, dass er sich seiner Tochter anvertraut, was denn schief gelaufen ist als zu sagen, dass sie das nichts angeht. Als Henriette unfreiwillig das Gespräch zwischen den beiden Gästen belauscht hat, da hörte es sich wirklich so an als wenn der Vater mit einer Inselschönheit ein Verhältnis hat. Seine Frau scheint ja recht drall und weniger ansehnlich zu sein...



    Die Mutter hektisch und etwas hysterisch. Sie möchte eigentlich leben wie in Deutschland, vermisst ein Badezimmer und das deutsche Essen. Diese Panik wegen des Besuchs, da waren doch fast nur die heimischen Nahrungsmittel in der Küche.
    Die kleine Schwester ist ja wohl Griesgram in Person.


    Die Mutter scheint immer Luxus gewohnt gewesen zu sein und kommt mit der neuen Situation wohl nicht wirklich zurecht... Die kleine Schwester ist Nesthäkchen und kann sich das Griesgrämige aufgrund ihrer Optik vielleicht erlauben. Aber es ist sicher als die Jüngste auch nicht so recht einfach, denn ich kann mir vorstellen, dass Zwillinge immer im Vordergrund stehen, selbst wenn diese nicht so hübsch sind wie Ella, so sind sie doch etwas Besonderes.



    Diese Gespräche über die Faulheit der Samoaner und deren Lebenseinstellung. So kann man natürlich reden, wenn man Dienstboten hat. Die Mutter jagt das chinesische Dienstmädchen ja ganz schön durch die Gegend.


    Ich finde, dass Beatrix das Klima gut beschrieben hat, da läuft einem ja selbst beim Lesen der Schweiß. Die Lebensart der Bevölkerung als faul zu bezeichnen ist echt fies, wer mag denn bei dem Klima hart arbeiten? Das kann wohl keiner wirklich ab...

    "Das Buch als Betriebssystem ist noch lange nicht am Ende" (H.M. Enzensberger)


  • Hm so richtig bin ich noch nicht schlau geworden, wer denn nun der Auserwählte sein soll, den Henriette heiraten soll. Derzeit deutet ja mehr auf den Vogelforscher hin, aber wenn der doch recht wenig über Vögel weiß, dann frage ich mich, ob er wirklich ein Vogelforscher ist oder sich nur als solcher ausgibt? ???


    Ansonsten hat mich die "Zwangsverheiratung" ein wenig an unser kürzliches Leserundenbuch "Der Fluch der Zuckerinsel" erinnert. ;) Die armen Frauen von damals, man gut dass wir heute leben.


    Was ich von dem Vogel, sorry vogelforscher, halten soll, weiß ich auch nicht so recht. Da müssen wir wohl noch warten, bis sich das klärt.


    Ich habe auch gleich an die "Zuckerinsel" gedacht, als das Vater-Tochter- Gespräch stattfand.

  • Hallo ihr Lieben,


    ich habe letzte Nacht ebenfalls den ersten Abschnitt gelesen und Henriette ist wieder so herrlich unkonventionell und unkompliziert wie schon die Protagonistin in "Die Insel des Mondes". Mir gefällt es übrigens, daß die Coverbilder deiner Bücher sich ähneln, liebe Beatrix, auch das kleine Tierchen jeweils über der Überschrift gefällt mir gut ;)


    Ja, die Karte fand ich auch hilfreich, ich weiß zwar, daß Samoa irgendwo in der Südsee liegt, aber von Samoa selbst weiß ich so gut wie nichts, schon gar keine Ortsnamen. Ich hätte auch nicht beschwören können, daß die Insel deutsche Kolonie war.


    Im Prolog dachte ich zuerst, Sophie ist aber grantelig, aber sie ist nur sauer, weil sie verhasste Handarbeiten machen muß. Die beiden Schwestern gefallen mir sehr gut und ich finde es so schade, daß Sophie in München bleiben mußte. Ich hoffe nur, sie kommt wieder auf die Beine, Tuberkulose war damals nicht ohne und die Genesung sehr langwierig. Dieser Schreibanfall ist sehr mysteriös, ich denke, das waren samoanische Worte, aber woher kommen sie und was bedeuten sie?
    Ich mußte lachen, als wir erfahren, daß sie zu einem Medium gehen, um evtl. die Bedeutung des Schreibanfalls herauszufinden - naja, sie waren aber auch sehr skeptisch, ob das klappt.


    Ich dem Zusammenhang bin ich gespannt, welche Rolle Julius von Sommerfeld noch spielen wird: er wäre doch eigentlich genau der richtige Partner für Henriette, sie schreibt die Reiseberichte, er liefert die Fotos dazu. Julius mag ich jetzt schon gerne, er ist zwar etwa steif in seinen Formulierungen, aber hat einen tollen Humor (ich denke nur an die wichtigen Kulturgüter Italiens wie die vielen Grappasorten ;D). Der letzte Satz bzgl. des Gesundheitszustandes seines Freundes Max liest sich allerdings nicht gut.


    Henriettes erste Nacht auf Samoa ist direkt sehr schmerzhaft - ich hätte wohl auch nicht an scharfe Korallen gedacht. Schön fand ich ihre Gedanken, als die drei Samoaner sich ihr nähern und sie zuerst an Kannibalen denkt (da sieht man mal wieder, wie Gerüchte sich im Kopf festsetzen), ihr aber dann direkt auffällt, daß sie als "Wilde" deutlich besser gekleidet sind als sie selbst. Ich bin gespannt, wann Henriette wieder auf Sina, Taufa und Tamatoa treffen wird. Wenn es nach ihren Eltern geht, wahrscheinlich gar nicht.


    Die finanzielle Situation der Familie Mayberg scheint alles andere als rosig zu sein und ich glaube nicht, daß seine Gattin darüber umfassend informiert ist. Sie hat wahrscheinlich ganz andere Vorstellungen davon gehabt, was für einen Reichtum ihr Mann in seiner Abwesenheit gescheffelt haben soll. Wer weiß, was er immer nach Hause berichtet hat, es konnte ja nie einer nachprüfen. Was für Verbindlichkeiten hat er gegenüber Hofmann? Glückspiel oder kostspielige Geliebte? Mit Hofmann stimmt aber auch was nicht, er ist doch kein Vogelforscher, sonst hätten ihn die Fragen der Anderen nicht dermaßen in Verlegenheit gebracht. Und ganz ehrlich, ich kann mir einen Vogelforscher nicht wirklich im Goldrausch am Klondike vorstellen. Es muß auch einen Grund geben, warum die Beiden immer noch zusammen sind und nicht nach Klondike getrennte Wege gegangen sind. Hofmann benimmt sich im Hause der Maybergs, als ob er der Hausherr wäre und kein Gast - sehr zum Mißfallen von Henriettes Mutter.


    Und Henriette soll jetzt also die Kastanien aus dem Feuer holen - und erfährt noch nicht mal, warum eigentlich! Schade, daß Sophie nicht da ist, zusammen hätten sie vielleicht eher nachgebohrt, warum die ganze Familie von Henriettes Heirat abhängig ist.


    Bei der gesellschaftlichen Runde konnte man gut die unterschiedlichen Einstellungen zu den Samoanern sehen: Dorothea ist die perfekte Ansprechpartner für Henriette, wenn sie denn endlich mal zu ihrem Reisebericht kommen würde. Sie interessiert sich für die Menschen und ihre Kultur. Tja, und die Anderen können ja mal selbst bei den tropischen Temperaturen körperlich schuften, damit sie wissen, wie das ist - aber die Samoaner als Faulpelze zu bezeichnen ist natürlich viel einfacher.


    Hach, bei der Szene, als die Nacht nach Vanille und exotischen Blumen riecht, wäre ich gerne dabei gewesen.


  • Es ist noch nicht einmal ihre Schrift..


    Stimmt - das ist wirklich alles sehr mysteriös.



    Es muss schrecklich sein, wenn Zwillinge von einander getrennt sind, was bei unseren beiden hier der Fall ist. Während Henriette mit der gesamte Familie auf Samoa ist, musste Sophie wegen einer Tuberkuloseerkrankung in München bleiben. Ich hoffe nur, dass sie sich davon erholt, aber irgendwie sagt mir mein Bauchgefühl, dass es dazu nicht kommen wird.


    Ich hoffe, dein Bauchgefühl in diesem Punkt unrecht :o



    Der Fotograf Julius von Sommerfeld scheint ja ein kerniger Typ zu sein, den mochte ich irgendwie. Nur hatte ich das Gefühl, dass er sich gestelzt ausdrückt. Er mochte Henriette offensichtlich ganz gern.


    Er hat ja Henriettes richtigen Namen, vielleicht macht er sich auf die Suche nach ihr und trifft dabei auf Sophie.



    Übrigens fand ich den Albtraum vom Murmelmann echt gruselig. :o


    Ohja, der Traum ist gruselig - vorallem, daß beiden Schwestern ihn träumen.

  • Apropos Vogel: beim Vogelwalter mußte ich ja lachen :D Ganz ungebildet scheint unser Vogelforscher nicht zu sein, auch wenn wir alle vermuten, daß er es nicht wirklich mit den Vögel hat.

  • Juhu, es geht los! Bei mir liegt das Buch ja schon eine ganze Weile und es fiel mir echt schwer, es liegen zu lassen. Umso lieber bin ich heute bei strahlendem Sonnenschein in die Lektüre eingestiegen.


    Der Anfang gefällt mir sehr gut. Henriette ist eine interessante Figur. Ihre erste Begegnung mit den drei Samoanern ist wunderschön beschrieben. Mir gefällt, wie offen sie auf die fremden Menschen zugeht und vor allem ihre Gedanken, in denen sie feststellt, dass die drei in der Situation zivilisierter sind als sie im Nachthemd und mit zerzausten Haaren ;D
    Ihre Art kommt auch bei den dreien gut an, scheint mir, zumindest helfen sie ihr sofort bei ihrer Fußverletzung.


    Zu den Eltern fällt mir nichts ein. Typische Kolonisten, die auf alles einheimische herablassend heruntersehen und sich am liebsten nur ihr kleines deutsches Reich irgendwo in der Fremde einrichten wollen.
    Wobei der Eisbär ja nun auch nicht gerade typisch deutsch ist ;D Aber Hauptsache, man hat die gewohnten Gegenstände, Möbel, Besteck, etc um sich und kann sich einreden, dass alles wie zuhause ist - bis man aus dem Fenster schaut (oder das Klosett sucht ;D )


    Henriette ist in dieser Familie ziemlich allein, nun wo Sophie in Deutschland bleiben musste. Mit der jüngeren Schwester versteht sie sich nicht sonderlich. Die ist aber auch total unsympathisch gezeichnet, Beatrix, das ist ja schon fast gemein, das arme Mädchen ;D


    Interessant auch die Rückblende zu dieser spiritistischen Sitzung. Und natürlich der Grund, warum die beiden jungen Frauen da überhaupt hingegangen sind, Henriettes plötzliches Schreiben in einer unbekannten Sprache. Sehr mysteriös! Ob das wohl samoanisch war? Wie kann das sein, wo sie doch erst später auf die Insel kommt und auch dann noch kaum ein Wort der Sprache kann? Hat Henriette eine besondere Verbindung zu Samoa?


    Die Heiratspläne ihres Vaters für sie sind nicht so ungewöhnlich für die damalige Zeit. Ich platze ja vor Neugier, wer der Auserwählte ist und was da genau dahintersteckt.
    Hofmann wirkt auf den ersten Blick gar nicht so schrecklich, aber irgendwas an ihm ist merkwürdig, dieser unstete Blick irritiert mich, meist keine gute Eigenschaft bei Buchfiguren!
    Der Doktor ist grässlich, aber seine Schwester gefällt mir!


  • Mit der jüngeren Schwester versteht sie sich nicht sonderlich. Die ist aber auch total unsympathisch gezeichnet, Beatrix, das ist ja schon fast gemein, das arme Mädchen ;D


    Irgendwie kann einem Ella auch leid tun: sie fühlte sich bestimmt nie zu den Zwillingen zugehörig, wenn die Beiden immer so vertraut miteinander umgehen.



    Hofmann wirkt auf den ersten Blick gar nicht so schrecklich, aber irgendwas an ihm ist merkwürdig, dieser unstete Blick irritiert mich, meist keine gute Eigenschaft bei Buchfiguren!


    Ja, der unstete Blick ist verdächtig.


    Beatrix, du warst sicherlich wieder zu Recherchen auf Samoa, oder (war da nicht sogar schon was bei der Runde zu "Die Insel des Mondes")? Hat dein Mann wieder Fotos gemacht?

  • So , das ich jetzt endlich festgestellt das die Leserunde schon eröffnet ist , werde ich heute noch mit dem Lesen des 1. Teils beginnen


    Durch Zufall habe ich die Leserunde hierzu gefunden....


  • So ich habe heute dann auch mit dem Lesen begonnen. Für mich war es schon einmal hilfreich, dass zum Buchbeginn eine Karte abgedruckt ist, wo sich Samoa eigentlich befindet, denn meine Geografiekenntnisse sind nicht gerade herausragend. :-[


    Mir gefällt es gut, dass die Zwillingsschwestern Henriette und Sophie keine Grazien sind, sondern etwas pausbäckig, das macht sie doch irgendwie menschlicher.


    Hach, ich liebe es, wenn Bücher Karteninnencover haben, es ist einfach wunderschön gemacht.
    :bussi:
    Ja, die Schwestern sind keine Grazien, aber bestimmt sehr schön..auch gut, wie Henriettes Mutter sie wegen ihrer
    Taille rügt und Henriette gerade noch ihrer Gedanken über Mutters Taille runterschlucken kann..
    Was solls, das "Kind" isst halt gerne und Pfannkuchen gab es bei mir heute deswegen auch zum Abendessen..
    Hingegen scheint die kleine Schwester ja eine richtige Zierde zu sein und ein Vorbild für alle liebenden Töchter..
    Aber ihre Miesepampigkeit müsste sie sich auch abgewöhnen, das macht auch hässlich..
    ;)

  • Passend zum Thema habe ich heute gleich mal meinen schon in die Jahre gekommenen Vater
    interviewt.. Er kam nach der Schule nach Hause in die große Gastwirtschaft der Eltern und auf Besuch/Durchreise,
    war der Herr Medizinalrat..Sowieso..
    Der kannte meinen Vater und sah ihn sich kritisch an und fragte: "Heinzla, wos isn mit dir, loss dich amal oschaua!"
    Sein Verdacht auf TB bestätigte sich und er steckte meinen Vater sofort mehrere Wochen in die Kur..
    Aber, das war im ersten Drittel der 50er Jahre..
    ----
    Also, das Schwesterchen muss nicht unbedingt dahingehen, wir werden sehen..
    Henriette kann den Ernst der Lage auch noch nicht so richtig einschätzen, hat sie doch in Gedanken,
    die Krankheit eher ihrer miesepetrigen Schwester zugedacht, sie vermisst Sopie doch sehr.
    ---
    Dem jungen Fotografen scheint das Gehuste gleich aufgefallen zu sein, ich mag ihn.
    --
    Das Gespräch im Büro ihres Vaters war ein bisschen "seltsam" (darauf bezogen,das er seine Tochter einweihte),
    ich habe mich gefragt, ob die Mutter denn gar nichts von der schlechten finanziellen Lage ihrer eigenen Familie
    mitbekommen hat.
    So eiskalt scheint der Vater aber nicht zusein, weil er erschrak, als Henriette ihre Gedanken dazu äüßerte,
    das sie dafür geopfert würde..
    --
    3 von 4 Kapitel gelesen, ich finde es wunderbar!
    :bussi:


  • Dem jungen Fotografen scheint das Gehuste gleich aufgefallen zu sein, ich mag ihn.


    Ich hatte mich gefragt, ob Sophie sich bei Madame angesteckt hatte, sie waren ja nicht das erste Mal bei ihr - und Madame war ebenfalls kräftig am Husten.

  • Sehr schön finde ich die Landkarten im Buch !
    Der Prolog , stimmt einem auf die Geschichte ein und macht einem sehr neugierig.....
    Allein wie es Henriette überkommt zu schreiben und ihre Zwillingsschwester Sophie sie ermutigt es zu zulassen.
    Es ist ja schon Geheimnisvoll das sie in einer anderen Sprache schreibt...


    Henriette ist inzwischen mit ihren Eltern auf Samoa , ihre Schwester Sophie musste leider in München zurück
    bleiben , sie ist an Tuberkolose erkrankt. So muss sie mit ihrer miesepätrigen Kleinen schwester Ella auskommen.
    Man spürt wie sehr sie Sophie vermist , es ist als ob ein Teil von ihr fehlen würde....
    Aber ich glaube sie hat sich auf der Spiritistischen Sitzung bei Madame angesteckt , die hustete auch andauernd,
    auch dem Fotograf Julius bemerkte Sophies Husten....


    Arme Henriette nach ihrem nächtlichen Ausflug und mit dem Aufeinander treffen mit den 3 Jungen Samoanern,
    ist sie ganz schön Mißfallen bei ihren Eltern erregt . Aber das ihre Mutter sie gleich Ohrfeigen musste , wo sie so
    auf Etikette besteht . Überhaupt scheint mir die Mutter eine sehr herrische Frau zusein , oder ist es das es nicht
    auf Samoa ist wie sie es sich vorgestellt hatte ...... Auch kann sich diese Frau nicht dem Ritmus auf Samo anpassen.
    Bei dieser feuchtwarmen Witterung , kann man nicht so Leben und Arbeiten wie in Europa....
    Dann wird Henriette auch noch eröffnet , das man sie verheiraten will . Der Vater erklärt ihr Klipp und Klar , das ihr
    nicht anderes übrig bleibt sonst sind sie ruiniert......
    Ich finde das schon Erpressung , aber Anfang dieses Jahrhunderts , war es in diesen Kreisen noch so üblich....
    Jedenfalls scheint dieser Otto Hofmann , ein lustiger und offener Mensch zu sein, man merkt es bei den Gesprächen die bei dem Essen am Tisch geführt werden.



    " Die Gedanken sind frei " , das Gedicht von Walter von der Vogelweide , passte hervoragend zu dem amüssanten Gespräch!


    Übrigens steht das Denkmal von Walter von der Vogelweide , in Bozen in Südtirol , ich habe schon davor gestanden.

  • Es muss schrecklich sein, wenn Zwillinge von einander getrennt sind, was bei unseren beiden hier der Fall ist. Während Henriette mit der gesamte Familie auf Samoa ist, musste Sophie wegen einer Tuberkuloseerkrankung in München bleiben. Ich hoffe nur, dass sie sich davon erholt, aber irgendwie sagt mir mein Bauchgefühl, dass es dazu nicht kommen wird.



    Das Gefühl habe ich irgendwie auch...... Bin mal gespannt was noch alles auf uns einstürmt. Wie es aussieht wirde es noch recht Turbolent zugehen....



    [size=6pt]Zitat repariert, Spatzi[/size]

    Einmal editiert, zuletzt von Spatzi79 ()