Leserundenfazit, Rezensionen etc. (ohne Spoiler)

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  • Dann soll sich irgendeiner melden, der es haben will und ich verlos das unter allen Interessenten. Also: Aufruf der fiesen Fairness halber. Wer Bock hat auf geilen Schnick-Schnack, soll sich bis morgen HighNoon hier gemeldet haben (PN) und gewinnt tolle Sachen vom Autor ihres Mißtrauens.


    La Dirk

    ... der kleine personifizierte Mittelfinger gewidmet den umgebenden Umständen ...

  • Aber der Schnickschnack ist wirklich hot ... und hat nur bedingt was mit dem Buch zu tun ...


    Na, aber ich kann niemanden glücklich zwingen ...


    Hö hö und nochmals hö ...


    Dirk

    ... der kleine personifizierte Mittelfinger gewidmet den umgebenden Umständen ...

  • Kann man auch teilnehmen, wenn man nicht bei der Leserunde mitgemacht hat? :P


    Hotter Schnick-Schnack klingt ja vielversprechend... 8)

    Greetz,<br />Weratundrina<br /><br />...alll I ever wanted, all I ever needed - is here in my arms... DM

  • And the winner is:







    beide Interessenten!!!









    Der hotte Schnickschnack wird geteilt und demnächst versendet. Viel Spaß damit. Es reicht zum Teilen.


    Bitte Adressen an meine PN ...


    Danke,


    Kommunismus ... schalalalala ...


    d.

    ... der kleine personifizierte Mittelfinger gewidmet den umgebenden Umständen ...

  • Hallöle,


    ich muss sandhofer zustimmen, der irgendwo geschrieben hat, dass dies hier eines der interessantesten Leserunden bisher war. Was bringt mir ein Buch, wo alle nur schreiben "Hassu super gemaaaacht". Interessant finde ich auch, wie sich Autor und Leser hier gegenseitig die Bälle zuspielen und auch deutliche Kritik vorbringen - dass manches teilweise sogar sehr feindselig wirkt, mag ich zwar nicht sehr, aber ich glaube, Dirk will das genau so und nicht anders haben.


    Dass manche Fragen nicht beantwortet wurden - ich denke, man darf diese Leserunde nicht so linear angehen. Das verbietet schon alleine das Buch. Da muss mehr Platz sein, Bürokratie zu umgehen und auch mal eine Leserune etwas "anders" zu gestalten.


    Was mir aufgefallen ist: Die Leser dürfen in aller Ruhe viel Kritik anbringen, schon fast den Autor beschimpfen - aber wo bleibt der Autor selbst? Warum darf er eigentlich dann nicht im Gegenzug genauso Kritik an den Lesern bringen? Dirk, mich würde interessieren, was Du ehrlich von uns hier hältst ;D


    Es tut mir leid, dass ich in der letzten Zeit nicht mehr so richtig mitdiskutiert habe, aber der Umzug zu meinem Freund und die neue Arbeitsstelle lassen mir momentan sehr wenig Raum für meine Foren :( Ich hoffe besonders, dass Dirk mir das nicht zu übel nimmt.


    Liebe Grüße
    nimue

  • Puh, ehrlich gesagt fällt es mir diesmal nicht leicht, ein abschließendes Leserundenfazit abzugeben. Einerseits hatte die Runde etwas für sich, weil sie doch sehr anders war als das, was ich bisher kannte, andererseits war es auch das, was mich manchmal gerade gestört hat.


    Sehr schade fand ich, dass die Diskussionen nach meinem Empfinden weniger zu den Texten an sich entstanden als allgemein zu Themen, die in den Geschichten (mehr oder weniger gewollt ;)) angeschnitten wurden.
    Weiterhin fand ich persönlich es schade, dass der Autor sehr viel seiner Persönlichkeit über seine Texte ausdrückt, sich hier aber eher mystifizierte. Klar muss man mir nicht alles bis ins kleinste Detail erklären, aber vorauszusetzen, hinter den Charakter des Autors zu steigen, um die Texte eben genau so zu verstehen, wie sie gemeint sind, macht das Ganze etwas schwierig, wenn man den Autor nicht kennt. ;) Manchmal hatte ich daher das Gefühl, die Texte wären gar nicht mal unbedingt für die Allgemeinheit gedacht bzw. eben nur für eine bestimmte Zielgruppe, in die ich selbst vielleicht nicht so ganz passe.


    Auf jeden Fall aber war diese Leserunde für mich eine interessante Erfahrung, für die ich mich bei allen Beteiligten bedanken möchte. Dass die Atmosphäre etwas 'geladener' war als üblich, fand ich schade, muss mir da aber auch an die eigene Nase fassen. Manchmal fühlte ich mich hier zu Äußerungen provoziert, die ich mir sonst in so einer Form selbst gar nicht zugetraut hätte ;) - auch wenn ich dabei ganz sicher niemanden direkt angreifen wollte. Falls das an irgendeiner Stelle so rübergekommen sein sollte, tut es mir leid.




    Hier nun mein Versuch einer Rezension:


    Schon das Vorwort macht klar, was uns erwarten wird. Dirk Bernemann möchte mit seiner kleinen Geschichts- und Gedichtsammlung schockieren und provozieren, dem Leser die rosarote Brille von der Nase stoßen und zeigen, wie (schlecht) die Welt ist, in der wir leben...


    Auf 87 der insgesamt gerade einmal 115 Seiten reiht der Autor 13 Kurzgeschichten aneinander, die recht geschickt miteinander verbunden sind. Das macht die Sache schon allein deshalb interessant, weil man als Leser genauer liest, um zu erraten, welche der Personen aus der jeweiligen Geschichte man in die nächste begleiten wird.
    Letztlich sind die Figuren jedoch eher Statisten. Gefühle bringt man für sie bloß selten auf. Das ist aber auch gar nicht gewollt, vielmehr kommt es auf die vertrackten Situationen an, in denen sie sich befinden. Obdachlos, lebensmüde oder impotent, Bernemann’s Figuren balancieren allesamt am Rande des gesellschaftlichen Abgrunds.
    Beschrieben wird dies in einfacher, oft vulgärer Sprache, in der man zeitweilig auch das ein oder andere Wortspiel findet.
    Insgesamt nimmt die Qualität der Geschichten nach und nach zu. Während die ersten beiden Geschichten in Kombination noch völlig überspitzt an der Realität vorbeigehen, nähern sich die weiteren Texte immer mehr den Begebenheiten an, die wir vielleicht schon eher aus dem eigenen Umfeld oder zumindest aus den Medien kennen.
    Dennoch fehlt den Geschichten jegliche Tiefe. Dies liegt allerdings nicht allein an der Kürze der einzelnen Texte, sondern an der Tatsache, dass der Autor gar nicht die Intention hat, den Leser zwischen den Zeilen lesen zu lassen. Jegliche Analyse- oder Interpretationsversuche gehen ins Leere.


    Die anschließend folgenden 17 Gedichte sind teilweise inhaltlich schwer verständlich und aufgrund des oft fehlenden Reimschemas bzw. unkenntlichen Rhythmus nicht immer leicht lesbar. Überdeutlich wird jedoch die Kritik an Medien und Kapitalismus. Ein Lösungsansatz wird allerdings nicht geboten, wenn man von 'Aufrufen zur Revolution' einmal absieht.
    Im Gegensatz zu den Geschichten fällt die auch hier verwendete Fäkalsprache eher negativ auf. Während sie sich im Prosateil noch dadurch rechtfertigt, dass sie den Protagonisten in den Kopf/Mund gelegt wird, hätte ich mir im Lyrikteil gewünscht, der Autor hätte auf bestimmte Ausdrücke und persönliche Beleidigungen verzichtet, da er hier, dem Anschein nach, seine persönlichen Gedanken und Meinungen direkt äußert.


    FAZIT: Insgesamt lässt mich dieses Buch ein wenig zwiespältig zurück. Zur bloßen Unterhaltung dient es nicht, als Augenöffner hätte ich es allerdings auch nicht benötigt. Welcher Mensch mit rosa Brille kauft schon ein Buch mit diesem Titel? Und dennoch, es hat was. Zumindest so viel, dass es neugierig macht auf den zweiten Teil.

  • Hallo liebe Leserunde,


    ich möchte mich nochmals bei Dirk bedanken für seine Geduld :winken:


    Die Leserunde ist ja nun beendet und seit einiger Zeit wird hier nichts mehr gepostet --> Archiv!


    Liebe Grüße
    nimue

  • Hatte in letzter Zeit erhebliche Warenrückstände ... Bitte nochmal Adresse an PN und das Teil wird umgehend versendet ...


    Dirk :winken:

    ... der kleine personifizierte Mittelfinger gewidmet den umgebenden Umständen ...

  • Suse

    Hat das Thema geschlossen